Abkühlen nach dem Hopfen kochen

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Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#1

Beitrag von RK4 » Dienstag 28. Oktober 2014, 23:50

Hallo Bierbrauer,

bezüglich des Abkühlens wollte ich eure Meinung wissen bzw. ob es bei nachfolgender Arte des Abkühlens Probleme geben könnte.

Ich braue mit dem Braumeister und habe bisher (4 Sude) immer mit dem Würzekühler gearbeitet. Ich denke, dass hier sehr viel Wasser vergeudet wird, wenn man es nicht anderweitig nutzt. Nun dachte ich, dass man die Würze nach dem Hopfen kochen und dem Whirlpool in das Gärfass abfüllt, Deckel drauf und über Nacht abkühlen lässt, bevor man dann bei der entsprechenden Temperatur (obergärig/untergärig) die Hefe beigibt. Sieht hier irgendjemand ein Problem, was ich übersehen habe?

Gruß

Andy
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#2

Beitrag von Andy » Dienstag 28. Oktober 2014, 23:57

Das machen viele, nennt sich lapidar "Übernachtabkühlen". Aber wenn du nunmal den Würzekühler machst, ist das besser. Geringeres Infektionsrisiko, geringere DMS Nachbildung, geringere Oxidation, ...

Die paar Liter Wasser kosten so gut wie nichts.

Gruß
Andy

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#3

Beitrag von gulp » Mittwoch 29. Oktober 2014, 00:03

Da gibts halt wie so oft 2 Lager und das Land dazwischen ist vermient. :Fight

Gruß
Peter, Aktivkühler ohne Whirlpool
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#4

Beitrag von DerDennis » Mittwoch 29. Oktober 2014, 00:46

Wassersparen macht wenig Sinn, denn das "eingesparte" Wasser steht ja nicht automatisch an Orten mit Wassermangel zu Verfügung... aktuell kostet der Liter bei den Münchner Stadtwerken 0,15 cent.

Die wesentlichen Vorteile einer aktiven Kühlung wurden bereits genannt, und zusätzlich lässt sich die Hopfenbittere besser berechnen, da die Nachisomerisierungszeit mit Kühlung dramatisch verkürzt wird. Ich kühl auch mit einer Kühlspirale.

Grüße
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#5

Beitrag von Boludo » Mittwoch 29. Oktober 2014, 07:25

Bei hellen Bieren musst Du stark kochen, damit das DMS voll ausgetrieben wird, dann geht das.
Bei kleinen 50 Lliter Suden mach ich das auch immer so.
Wenn man die heiße Würze ins Gärfass ablässt und es da mehrere Stunden sehr heiß drin ist, dann tötet es die eventuell im Gärfass vorhandenen Keime ab. Ich sehe darin einen Vorteil gegenüber der offenen Künlerei bei der im Prinzip alles Möglicheaus der Luft in die Würze gelangen kann.
Man muss aber natürlich irgend eine öffnung offenlassen, damit sich das Fass beim Abkühlen nicht zusammenzieht. Da stopf ich ein alkoholgetränktes Tempo rein und fertig. Mir ist so noch nie was passiert.
Einzig bei sehr hellen Pilsbieren, die ich eh nie mach, bringt das aktive Kühlen eventuell farbliche und geschmackliche Vorteile.
Je kleiner die Menge, desto schneller gehts natürlich. Ab einer gewissen Größe wird es witzlos, da man länger als eine Nacht braucht, aber 50 Liter gehen noch.
Im Winter kann man es auch draußen mit einem Ventilator anblasen, dann gehts viel schneller.
Wegen Nachisomerisierung kann man auch mit Hopfensäckchen arbeiten und diesen dann einfach rausfischen. Oder man hat irgend wann so viel Erfahrung, dass man das Abschätzen und mit einberechnen kann, dann spart man sich sogar ein wenig Bitterhopfen.
Ansonsten willkommen im Bereich der Glaubensfragen.

Stefan

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#6

Beitrag von manny15 » Mittwoch 29. Oktober 2014, 07:42

Übernacht dauert mir zu lange
20 Meter Kupfer am Brunnen angeschlossen, nach 30 min. ist die Würze bei 20 Grad.
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Gruß und guten Sud
manny

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#7

Beitrag von oliver0904 » Mittwoch 29. Oktober 2014, 07:51

DerDennis hat geschrieben:Wassersparen macht wenig Sinn, denn das "eingesparte" Wasser steht ja nicht automatisch an Orten mit Wassermangel zu Verfügung... aktuell kostet der Liter bei den Münchner Stadtwerken 0,15 cent.

Die wesentlichen Vorteile einer aktiven Kühlung wurden bereits genannt, und zusätzlich lässt sich die Hopfenbittere besser berechnen, da die Nachisomerisierungszeit mit Kühlung dramatisch verkürzt wird. Ich kühl auch mit einer Kühlspirale.

Grüße

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Bei uns kostet der Liter 0,015 cent :Drink

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#8

Beitrag von Kelte » Mittwoch 29. Oktober 2014, 07:56

DerDennis hat geschrieben:Wassersparen macht wenig Sinn, denn das "eingesparte" Wasser steht ja nicht automatisch an Orten mit Wassermangel zu Verfügung... aktuell kostet der Liter bei den Münchner Stadtwerken 0,15 cent.
Wassersparen ergibt immer Sinn. Was keinen Sinn ergibt ist sinnlos Rohstoffe zu verballern, selbst wenn sie einem noch im Überfluss zur Verfügung stehen. :P
Wenn du drauf angewiesen bist und der Grundwasserspiegel immer weiter sinkt, ist das halt nicht so geil. Muss einen in München natürlich nicht kümmern. Und der Kostenpunkt bei Wasser ist nicht das Wasser, sondern das Abwasser.
Man muss da Wasser ja auch nicht verschwenden, ne große Regentonne, selbst wenn es "nur" Brunnenwasser sein sollte, würde da ja schon reichen.

Ist natürlich schöner, wenn die Würze nicht über nacht rumstehen muss.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#9

Beitrag von oliver0904 » Mittwoch 29. Oktober 2014, 08:29

Naja, von Rohstoffe verballern kann man ja auch nicht reden. Das Wasser sickert ja wieder in die Erde ein oder geht zum Klärwerk. Den Aufwand, das Wasser wieder zu dir zu befördern zahlst du ja mit deiner Abwassergebühr.
Ich kühle übrigens mit Brunnenwasser, so zahle ich nur den Strom fürs hochpumpen.


Oliver
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#10

Beitrag von Kelte » Mittwoch 29. Oktober 2014, 08:40

Geht ja nicht nur um die Würzekühler. Da kommen dann noch im Sommer die ganzen Rasensprenger dazu. Und das versickert eben nur zum geringen Teil, genauso wie dein Kühlwasser. Wenn das ins Klärwerk geht, hat der Grundwasserspiegel erstmal nix davon. Und so ein versandeter Brunnen ist auch nicht billig.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#11

Beitrag von djmoehre » Mittwoch 29. Oktober 2014, 09:06

Zunächst mal kann ich alle Wasserparer beruhigen. Die allermeisten Klärwärter sind froh, wenn sie mehr Wasser auf Ihre Anlage bekommen. Wir haben in den letzen Jahren bis Jahrzehnten einen Wassersparwahnsinn in Germania erlebt, der dazu führt, das im Abwassernetz der Anteil an Feststoffen rasant gestiegen ist. Das führt dazu, das zahlreiche Pumpstationen Probleme kriegen und das Klärwerk selber auch. Man muss sich schon fragen, was die Umwelt mehr belastet, ein Pumpwerk, welches einmal pro Woche mit großem Aufwand (Personal, Saugwagen,....) gereinigt werden muss, oder ein paar Liter mehr, die durch das System fließen und am Ende in irgendeinem Fluss landen.

Zum Thema: Alleine aus dem Ehrgeiz, den kleinen aber feinen Brauprozeß zu Hause zu optimieren, habe ich folgende Lösung gefunden.
Ich arbeite auch mit einem Eintauchkühler, da ich einfach keine Geduld habe, eine Nacht zu warten. Anfangs ist viel Leitungswasser dabei drauf gegangen.
Bei uns kostet der m³ incl. Abwasser übrigens ca. 6,-€, das sind pro Liter 0,6Ct. (Die anderen Rechnungen verstehe ich nicht)

Nun habe ich einen Kreislauf installiert. ca. 30l Wasser zierkulieren mit einer kleinen Pumpe durch den Kühler. Wenn die 30l zu warm sind, werden sie durch neues kaltes Leitungs- oder Regenwasser ausgetauscht. So habe ich den Verbrauch reduzieren können. Der eigentliche Grund und positive Effenkt ist aber folgende. Wenn die Würze ca. 20°C ereicht hat, fülle ich 30l kaltes Wasser in meinen Behälter PLUS ca. 6kg Eis (ein paar Tage vorher in Gefrierbeuteln im Tiefkühlschrank produziert). Dadurch kann man locker auch die Anstelltemperatur für eine "Neutrale Notti" von 14°C erreichen. Sogar 12°C für einen UG Sud habe ich schon geschafft.
Grüße
Maddin

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#12

Beitrag von GregorSud » Mittwoch 29. Oktober 2014, 09:40

djmoehre hat geschrieben: Dadurch kann man locker auch die Anstelltemperatur für eine "Neutrale Notti" von 14°C erreichen. Sogar 12°C für einen UG Sud habe ich schon geschafft.
Damit meinst du, die Notti bei 14 anzustellen, oder zu vergären?

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#13

Beitrag von djmoehre » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:00

Genau, bei 14°C anstellen.
Grüße
Maddin

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#14

Beitrag von Yeffie » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:05

Bin auch Übernachtabkühler. Noch. Ich krieg' kein tolles Hopfenaroma hin. Die Aromahopfengaben nützen nichts. Das Aroma verpufft. Deswegen möchte ich mir einen Würzekühler besorgen.
Planung: Lager
Gärung: Porter, Haferdünnbier
Reifung: Hüell Melon Pale Ale, Alt
Trinkreif: Oud Bruin, Quittenbier, Bière de garde, Baltic Porter, Kastanienbier

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#15

Beitrag von djmoehre » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:11

Das ist ein wirklich gutes Argument für einen Kühler! :thumbsup
Grüße
Maddin

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#16

Beitrag von oliver0904 » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:13

Also bei kostet Trinkwasser 1,465 €/m³ incl. 7 % Umsatzsteuer.

1,465 / 1000 = 0,001465 Euro pro Liter

Gibt es in den Komunen solche Unterschiede, oder habe ich einen Denkfehler? :Ahh
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#17

Beitrag von -CK_AKS- » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:25

Oliver, hast Du das Abwasser da mit eingerechnet? Knapp 1,50€ inkl. Abwasser erscheint mir extrem wenig!
Jedoch nur für das Frischwasser könnte das sein (wobei ich die Preise bei uns momentan nicht auswendig im Kopf habe).
Viele Grüße
Christian

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#18

Beitrag von Kelte » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:28

Entscheidend ist incl Abwasser.
Frischwasser ist fast egal.

Beim Wassersparen ging es um Grundwasser und den Folgen dessen unachtsamen Verbrauchs. Was Leute mit ihrem Wasser vom Wasserversorger machen, ist mir eigentlich relativ egal, wenn sie dafür zahlen wollen. Genauso, ob dann die Abwassersysteme zu wenig Wasser führen. Dann sollen sie eben mit den Preisen vor allem für Abwasser wieder runter. Dann kann man auch mehr verbrauchen.

Kreislauf ist natürlich perfekt.

@Yeffie
Dann eben solange Stopfen ;)

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#19

Beitrag von Neubierig » Mittwoch 29. Oktober 2014, 10:44

0,001465 Euro = ca 0,15 Cent, nicht die 0,015 Cent, die Du vorher schriebst

Edit - der Preis ist also genau wie in München.
Beer - the only reason I get up in the afternoon

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#20

Beitrag von Taxol » Mittwoch 29. Oktober 2014, 12:13

Hi,
du kannst dir natürlich auch den Spaß machen und eine (Computer-) Wasserkühlung basteln. :Wink
Eine Pumpe pumpt das Wasser im Kreis und ein Radiator mit Ventillatoren kühlt das ganze Runter.
Der Wasserverbrauch ist dann nahezu gleich null.
Allerdings braucht man für anständige Kühlleistungen schon eher ein 3x120mm Radiator samt Lüftern und Pumpen sind auch nicht billig.
gud Sud
Taxol

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#21

Beitrag von Boern » Mittwoch 29. Oktober 2014, 12:25

Hallo,

ein Gegenstromwürzekühler ist schnell gebaut und verbraucht nicht mehr Wasser als einmal (kalt) Duschen:
http://www.besser-bier-brauen.de/selber ... aufkuehler
Das Wasser kann man dann noch für eine heiße Badewanne nach dem Anstellen nutzen.
Wenn man sich eh schon die Kupferspirale zulegt, kann man auch noch das bisschen Schlauch und die paar Nippel dazukaufen.
Das Löten geht relativ fix.

Viele Grüße
Börn
heute hier morgen gestern

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#22

Beitrag von Boludo » Mittwoch 29. Oktober 2014, 12:34

Ein Gegenstromkühler ist natürlich das Optimum und man muss auch nicht am offenen Faß kühlen und nebenher die Fruchtfliegen verscheuchen.
Der einzige große Nachteil ist, dass man da nicht reinsieht.
Ohne Chemie würd ich den nicht reinigen.
Wir jagen durch den Plattenkühler in der Gasthausbrauerei immer erst ne Ladung Lauge durch, da kommt dann manchmal erstaunliches zutage.

Stefan

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#23

Beitrag von cyme » Mittwoch 29. Oktober 2014, 13:31

Ich kühle über Nacht. Nicht aus Sparsamkeit, sondern aus Faulheit.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#24

Beitrag von gulp » Mittwoch 29. Oktober 2014, 13:37

Um den Wasserverbrauch gehts jetzt? Soso. :Bigsmile

Gruß
Peter
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#25

Beitrag von RK4 » Freitag 31. Oktober 2014, 08:49

Danke für die vielen Antworten.
Mir ist eigentlich wichtig, welche Nachteile es für die Würze gibt, wenn ich sie über Nacht abkühlen lasse und nicht mit einem Würzekühler die Temperatur herunterregele.

Gruß

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#26

Beitrag von cyme » Freitag 31. Oktober 2014, 09:54

Nachdem noch keiner geantwortet hat a la "einmal und nie wieder, bei mir hat über Nacht abkühlen zur kompletten Katastrophe geführt", sei einfach so mutig und probier's beim nächsten Sud selbst aus. Halte dich an Boludos Tipps aus Post #5, dann kann eigentlich nichts schief gehen.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#27

Beitrag von nobody2k » Freitag 31. Oktober 2014, 10:06

Ich lass meine Würze durch einen Filtersack direkt in den Gärkübel laufen -> Deckel drauf -> Gärröhrchen mit Wasser füllen und ab in den Keller über Nacht.
Am nächsten Tag, nach der Arbeit, die Hefe rein und kann schon losgehen...

Da infiziert sich nix, die heiße Würze desinfiziert eventuelle Keime im Kübel und bezüglich Bittere gibts kein Problem durch den Filtersack. (der übrigens auch durch die heiße Würze desinfiziert wird ;) ).
Hopfenaroma kommt auch voll durch bei einer Aromahopfung...

Wahrscheinlich ist das bei größeren MEngen als Haushaltsmengen eventuell ein Problem wenn man dann den heißen Gärbottich herumtragen muß ;)
Grüße,
Christoph

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#28

Beitrag von Boludo » Freitag 31. Oktober 2014, 10:12

cyme hat geschrieben:Nachdem noch keiner geantwortet hat a la "einmal und nie wieder, bei mir hat über Nacht abkühlen zur kompletten Katastrophe geführt", sei einfach so mutig und probier's beim nächsten Sud selbst aus.
Was war denn das Problem?

Stefan

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#29

Beitrag von Ladeberger » Freitag 31. Oktober 2014, 10:16

cyme hat geschrieben:Nachdem noch keiner geantwortet hat a la "einmal und nie wieder, bei mir hat über Nacht abkühlen zur kompletten Katastrophe geführt", sei einfach so mutig und probier's beim nächsten Sud selbst aus. Halte dich an Boludos Tipps aus Post #5, dann kann eigentlich nichts schief gehen.
Nur weil es keine Totalkatastrophe gibt, muss es nicht gleichwertig sein. Nach dem Motto kann ich auch mit den 30L Wasser aus meiner Regentonne brauen, die zuvor die Abgase der BASF aus der Luft gewaschen haben. Soll mir doch erstmal jemand sagen, dass das Bier nicht ein ganz raffiniertes G'schmäckle bekäme.

Wer sich aus Bequemlichkeit, Purismus, Finanz- oder Platznöten heraus gegen eine aktive Kühlung entscheidet: Geschenkt. Aber wenn sie nunmal vorhanden ist, spricht sich die Literatur eindeutig für eine Nutzung aus.

Gruß
Andy

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#30

Beitrag von cyme » Freitag 31. Oktober 2014, 10:21

Und wenn er sich überlegt, aus welchen Gründen auch immer, auf aktive Kühlung zu verzichten, warum sollte er es nicht einmal ausprobieren und danach selbst entscheiden? Ihm muss es schmecken, nicht uns.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#31

Beitrag von jemo » Freitag 31. Oktober 2014, 10:25

Das mit den Infektionen bei dem Abkühlen ohne aktive Kühlung kann sooo hoch nicht sein. Uerige, eine Brauerei mitten in der Düsseldorfer Altstadt kühlt z.B. mittels eines Kühlschiffes auf 55° ab. Da setzt sich dann der Heißtrub ab und das Hopfenseihen wird deutlich einfacher.
Anschließend dann aber in einem geschlossenen System durch Berieselungskühler.

Siehe hier:

http://www.uerige.de/brauerei-brauprozess.html

So ein Kühlschiff in 2m x 1m aus Edelstahl wäre sicher eine schöne Sache...
Habe ich ernsthaft in der Planung.
Viele Grüße,
Jens

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#32

Beitrag von Boludo » Freitag 31. Oktober 2014, 10:30

jemo hat geschrieben: Anschließend dann aber in einem geschlossenen System durch Berieselungskühler.
Seit wann ist denn ein Berieselungskühler ein geschlossenes System?
Ich denke eher, das Gegenteil ist der Fall.
Den Vorteil beim aktiven Kühlen seh ich nicht in der Vermeidung von Infektionen (eher im Gegenteil).
Vorteile sind weniger Nachdunkeln der Würze bei sehr hellen Bieren, weniger DMS Gefahr bei sehr hellen Schüttungen und die Sache mit der Nachisomerisierung bei Aromagaben.

Stefan

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#33

Beitrag von jemo » Freitag 31. Oktober 2014, 10:33

Boludo hat geschrieben:
Seit wann ist denn ein Berieselungskühler ein geschlossenes System?
Ich denke eher, das Gegenteil ist der Fall.
Da hast Du natürlich recht. Ich hatte das falsch verstanden und sah in den Kupferrohren die Würze...
Viele Grüße,
Jens

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#34

Beitrag von cyme » Freitag 31. Oktober 2014, 10:54

Boludo hat geschrieben:
cyme hat geschrieben:Nachdem noch keiner geantwortet hat a la "einmal und nie wieder, bei mir hat über Nacht abkühlen zur kompletten Katastrophe geführt", sei einfach so mutig und probier's beim nächsten Sud selbst aus.
Was war denn das Problem?
Keine Ahnung. Unser Hobby ist doch eines, bei dem man fast alles gefahrlos durch ausprobieren lernen kann und experimentieren richtig Spaß macht. Kombirast vs Stufen, Läutern aus dem Maishebottich oder extra Läuterbottich, aktiv Kühlen oder stehenlassen, Flüssig- oder Trockenhefe und falls zweites, rehydrieren oder nicht, Hopfenstopfen oder nicht, das kann man doch alles mal selbst ausprobieren. Sicher ist es interessant, die Meinung anderer zu kennen, aber kein noch so gut geschriebenes Forenpost kann mir so gut erklären was Hopfenstopfen macht wie zwei Gläser Bier aus einem geteilten Sud.

Wenn schon ein Würzekühler vorhanden ist, kann man ja einfach eine Hälfte ungekühlt ins Gärfass abfüllen, die andere kühlen und ein zweites Gärfass füllen. Ca 4 Wochen später kann man die eigenen Geschmacksknospen entscheiden lassen, ob man aktiv kühlen will oder nicht.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#35

Beitrag von Boludo » Freitag 31. Oktober 2014, 11:03

Du musst doch wissen, warum Du den Sud als Katastrophe bezeichnest.

Lerning bei Doing ist toll, aber man muss nicht jeden Fehler machen, den andere schon gemacht haben.


Stefan

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#36

Beitrag von Tyrion » Freitag 31. Oktober 2014, 11:17

Boludo hat geschrieben:Du musst doch wissen, warum Du den Sud als Katastrophe bezeichnest.

Hallo Stefan,

ich denke, dass du folgenden Satz irgendwie falsch verstanden hast.
Nachdem noch keiner geantwortet hat a la "einmal und nie wieder, bei mir hat über Nacht abkühlen zur kompletten Katastrophe geführt", sei einfach so mutig und probier's beim nächsten Sud selbst aus. Halte dich an Boludos Tipps aus Post #5, dann kann eigentlich nichts schief gehen.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#37

Beitrag von Kelte » Freitag 31. Oktober 2014, 11:18

Schweirig, da beim Brauen unterschiedliche Philosophien aufeinanderprallen. Siehe Reinigung, die einen desinfizieren was das Angebot hergibt, die anderen spülen mal kurz mit altem Wasser ab/aus und fertig. Und genauso gibts in beim Kühlen in beiden Lagern Leute, die das schon immer so machen und noch nie Probleme auftraten.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#38

Beitrag von cyme » Freitag 31. Oktober 2014, 11:30

Boludo hat geschrieben:Du musst doch wissen, warum Du den Sud als Katastrophe bezeichnest.
Welchen Sud? Ich wollte sagen, dass hier noch keiner berichtet hat, dass er durch passives Kühlen eine Katastrophe erlitten hat. Auf dein Post habe ich verwiesen, weil du (wie immer) gute Tipps gibst.
Lerning bei Doing ist toll, aber man muss nicht jeden Fehler machen, den andere schon gemacht haben.
Ja, deswegen sollte man nicht auf Verdacht grün schlauchen oder Hefe im luftdicht verschlossenen Marmeladenglas aufbewahren - manche Dinge können in's Auge gehen.
Bei den harmlosen Sachen, die rein unter Glaubensfrage fallen, gibt es so gesehen aber keine "Fehler", auch wenn manchmal beide Lager behaupten, ihre Methode sei die einzig wahre. Es gibt ja auch einen unter uns, der Sude bei 30°C+ anstellt... ;) Ich habe auf die harte Tour gelernt, warum ich das nie wieder machen will, aber wenn's jemand für sich ausprobieren will, werd ich ihn nicht abhalten. Ein 10l-Sud sind in der Regel weniger als 10€ Materialkosten, der maximale Schaden hält sich also in Grenzen.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#39

Beitrag von Boludo » Freitag 31. Oktober 2014, 11:39

Oh mann Cyme, sorry, ich hab das wirklich falsch gelesen, das Anführungszeichen macht die Sache ja eindeutig.
Sorry! :redhead

Ja klar kann jeder experimentieren wie er will.
Ich kenne auch Hobbybrauer, die machen aus meiner Sicht sehr anstrengende und "spezielle" Biere, sind aber total happy damit und trinken nichts anderes mehr.


Stefan

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#40

Beitrag von nobody2k » Freitag 31. Oktober 2014, 12:09

Soviel sei gesagt:
Es funktionieren beide Methoden.
Keine der beiden Methoden wird den Weltuntergang einläuten ;)
Grüße,
Christoph

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Ladeberger
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#41

Beitrag von Ladeberger » Freitag 31. Oktober 2014, 12:11

Boludo hat geschrieben: Ich kenne auch Hobbybrauer, die machen aus meiner Sicht sehr anstrengende und "spezielle" Biere, sind aber total happy damit und trinken nichts anderes mehr.
Sprach der Autor, der drei der acht Rezepte mit >20°P bei MMuM eingestellt hat :P

Gruß
Andy

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cyme
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#42

Beitrag von cyme » Freitag 31. Oktober 2014, 13:49

Boludo hat geschrieben:Oh mann Cyme, sorry, ich hab das wirklich falsch gelesen, das Anführungszeichen macht die Sache ja eindeutig.
Sorry! :redhead
Kein Problem, kann ja passieren.
Ja klar kann jeder experimentieren wie er will.
Ich kenne auch Hobbybrauer, die machen aus meiner Sicht sehr anstrengende und "spezielle" Biere, sind aber total happy damit und trinken nichts anderes mehr.
Angeblich sei ja "Arrogant Bastard" auch nur entstanden, weil sich jemand beim Rezept eines Pale Ale vertan hat.

Was hilft, ist gewissenhaft zu arbeiten - also wie du erwähnst, seine Kühler penibel zu reinigen oder beim abkühlen durch stehen lassen auch wirklich lange genug warten. Wenn man sich durch Schnodder im Plattenkühler oder Anstellen vor die Würze kühl genug ist sein Bier ruiniert, ist das nicht experimentieren sondern Schlamperei.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#43

Beitrag von HarryHdf » Freitag 31. Oktober 2014, 23:19

Kelte hat geschrieben:Wassersparen ergibt immer Sinn. Was keinen Sinn ergibt ist sinnlos Rohstoffe zu verballern, selbst wenn sie einem noch im Überfluss zur Verfügung stehen. :P
Ein eindeutiges JEIN! Durch die ganze Wassersparerei ist es bei uns im Lande teilweise so, daß dann die Stadtwerke zig-kubikmeterweise Wasser "einfach nur so" durch die Abwasserrohre pumpen, damit die sauber bleiben ... da muss mir keiner mit den paar Litern kommen, die man zum Kühlen verwendet (ja, ich weiss, dass das dann auch mal eben 100L sein können ... macht bei uns dann ca. 20ct.

Harry

P.S. Ich kühle aus reiner Faulheit meistens auch über Nacht ab.
mögen die IBU mit euch sein, Harry

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden. (K. Adenauer)

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#44

Beitrag von Schweiz1 » Freitag 31. Oktober 2014, 23:41

Hallo,
kühle jeder wie er wolle. Meinen GSWK nach der oben verlinkten Bauanleitung will ich nicht mehr missen. Allein, dass man sowas selbst herstellen kann (wie übrigens auch Bier :Wink ) hat uns einen großen Spaß bereitet.

Wasserverschwendung ist es auf jeden Fall nicht. Das heiße Wasser nutzen wir dann zum Reinigen.

Ich bilde mir ein, dass wenn die auf rd. 20 Grad gekühlte Würze noch rd. 1,2m ins Gärfass plempert (durch den Sputnik) dass sie auch direkt ein bisschen Sauerstoff mitnimmt. Bisher habe ich nie belüftet und die Hefen sind alle gut angekommen. Ich denke, dass Kälte Würze den Sauerstoff auf jeden Fall besser aufnimmt.

Außerdem habe ich keinen Bock am nächsten Morgen nochmal tätig zu werden, also auch Faulheit als Argument. :P

Gruß Stefan
Wir sollten aufhören...
... weniger zu trinken!

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#45

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 31. Oktober 2014, 23:51

In eine Badewanne passen, je nach Model, 100 - 150 Liter Wasser.

Da mache ich mir keine großen Sorgen um das bißchen Wasser das ich für Kühlung verbrauche.
Denn das dürfte weniger sein.
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#46

Beitrag von Kelte » Samstag 1. November 2014, 06:00

HarryHdf hat geschrieben:
Kelte hat geschrieben:Wassersparen ergibt immer Sinn. Was keinen Sinn ergibt ist sinnlos Rohstoffe zu verballern, selbst wenn sie einem noch im Überfluss zur Verfügung stehen. :P
Ein eindeutiges JEIN! Durch die ganze Wassersparerei ist es bei uns im Lande teilweise so, daß dann die Stadtwerke zig-kubikmeterweise Wasser "einfach nur so" durch die Abwasserrohre pumpen, damit die sauber bleiben ... da muss mir keiner mit den paar Litern kommen, die man zum Kühlen verwendet (ja, ich weiss, dass das dann auch mal eben 100L sein können ... macht bei uns dann ca. 20ct.

Harry

P.S. Ich kühle aus reiner Faulheit meistens auch über Nacht ab.
Kelte hat geschrieben:...Beim Wassersparen ging es um Grundwasser und den Folgen dessen unachtsamen Verbrauchs. Was Leute mit ihrem Wasser vom Wasserversorger machen, ist mir eigentlich relativ egal, wenn sie dafür zahlen wollen. Genauso, ob dann die Abwassersysteme zu wenig Wasser führen. Dann sollen sie eben mit den Preisen vor allem für Abwasser wieder runter. Dann kann man auch mehr verbrauchen...

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#47

Beitrag von DerDennis » Samstag 1. November 2014, 09:06

Wassersparen in DE ist ungefähr so sinnvoll, wie ein Kühlschrank in der Antarktis. Wir sind ja nicht in Las Vegas, hier sinkt auch kein Grundwasserspiegel. :)

https://www.google.de/search?q=wasser+sparen+sinnlos

Zum Übernachtabkühlen: Aktive Kühlung erleichtert die Berechnung der Nachisomerisierung, und vor allem vermindert sie die nachträgliche Bildung von weiterem DMS nach dem Koch-Ende. Kommt aufs Bier an, aber es gibt Rezepte wo das nicht ins Gewicht fällt (z.B: Stout), aber andere wiederum profitieren enorm davon (Münchner Helles). Zum Stichwort Infektionsgefahr: es hat Vorteile (die Würze kommt nur im heißen Zustand mit potentiell kontaminierten Flächen in Kontakt, das Gärfass wird durch die Wärmeenergie "pasteurisiert", keine Kühlvorrichtung nötig also eine Infektionsquelle weniger) und Nachteile (Unterdruck beim Abkühlen kann verkeimte Luft ansaugen, längere Verweildauer im mikrobiologisch "gefährlichen" Temperaturbereich um 40°C vorm Anstellen).

Im Winter ist Übernachtabkühlen eher zu empfehlen, vor allem wenns draußen unter null hat geht das auf dem Balkon oder der Terasse relativ flott.
Ich kühl aber auch dann aktiv mittels Eintauchkühler und freu mich, dass ich so direkt auf Anstelltemperatur untergärig komm.

P.S. @ kelte (edit: gemeint war oliver0904, nicht kelte - da hab ich was durcheinander gebracht): rechne doch nochmal nach: 1m³ sind 1000 Liter (10x10x10), und 1,5 €/L geteilt durch 1000 Liter sind 0,0015 € also 0,15 cent

Grüße
Zuletzt geändert von DerDennis am Samstag 1. November 2014, 09:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#48

Beitrag von Kelte » Samstag 1. November 2014, 09:33

Wozu soll ich das nachrechnen? Ich hab das nicht bestritten. Lest doch mal bitte, wer was schreibt und unterlaßt es, Postern Sachen in den Mund zu legen, die nicht gesagt oder bereits präzisiert wurden.

In ner stark landwirtschaftlichen Umgebung, kann es auch hier in Deutschland zu Problemen mit der Wasserversorung kommen. Das wird sich auch nicht ändern, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht oder auf Sachen Bezug nimmt, die nicht gesagt wurden. Aber ich denke, wir haben das jetzt hinreichend diskutiert.

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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#49

Beitrag von DerDennis » Samstag 1. November 2014, 09:44

OK sorry, da hab ich dich mit oliver0904 verwechselt. :redhead

Wenn du wirklich Wasser sparen willst: trotzdem aktiv kühlen, Kühlwasser auffangen, Braugeräte damit reinigen, abkühlen lassen (>heizt den Raum) und dann zum Blumen gießen verwenden. Ich halte lieber damit meine Abwasserrohre frei. Macht 1,5 € Kühlwasserkosten pro Jahr bei mir, den Luxus gönn ich mir und die Umwelt verkraftet den Kubikmeter auch, ohne zu verdursten oder überschwemmt zu werden. :Smile

Übrigens ist eine 10-minütige Kombirast bei 62°C auch energiesparender als eine bei 67°C für 60 Minuten, trotzdem wählt vermutlich kaum jemand aus Energiespar-Gründen die kürzere Rast bei 62°C (oder?), die meisten werden sich aus verfahrenstechnischen Gründen und nicht wegen dem Energieverbrauch entscheiden und daher die Variante wählen, die ein besseres Bier macht, nicht die die mehr Energie spart. Und so sehe ich das eben auch mit dem Kühlwasser...

Grüße
Zuletzt geändert von DerDennis am Samstag 1. November 2014, 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Abkühlen nach dem Hopfen kochen

#50

Beitrag von cyme » Samstag 1. November 2014, 09:46

Jemand der einen Garten sein eigen nennt, kann ohnehin einfach Regenwasser als Kühlwasser benutzen. Meine Regentonne ist immer voll mit kaltem Gratiswasser.

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