Mein "schmutzigster" Sud

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Gladii
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Mein "schmutzigster" Sud

#1

Beitrag von Gladii » Mittwoch 16. Dezember 2015, 09:20

Hallo miteinander,

ich möchte kurz mal meine Erfahrung mit dem letzten Sud von mir kund tun.

Es sollte ein Weihnachtsbier werden. Ich habe ein Rezept gefunden (http://meinsudhaus.de/bier-rezepte/ober ... chen-bier/) allerdings ist das Rezept ziemlich ... naja! Ich habe das Stopfen mit Gewürzen komplett weggelassen und dennoch ein penetrantes Gewürzaroma (obwohl ich auch hier nur die Hälfte genommen habe). Nochmal werde ich es definitiv nicht brauen.

Da dieser Experimentalsud nur 10 Liter hatte, und ich zudem mein letztes Bier durch die Geruchsstoffe im Desinfektionsmittel komplett versaut habe, wollte ich mal einen Sud brauen, bei dem ich auf jegliche Reinraumbedingung verzichte.

Also alles Braugerät lediglich mit Wasser ausgeschwänkt, fertig. Bier normal gemaischt und gekocht. Ab jetzt würde es kritisch werden. Gärbottich auch nur kurz mit Wasser ausgeschwänkt, kein Oxi, kein Desinfektionsmittel, kein Chlor! Nach dem Whirlpool direkt rein damit, den undesinfezierten Gewürzsack noch bis zum Anstellen mit hineingeworfen.

Am nächsten Tag Hefe dazu, Gewürzsack einfach herausgefischt und dann alle 2-3 Tage den Deckel auf, um zu sehen, ob da was böses drinnen ist - nichts.

Die Flaschen habe ich zugegebenerweise penibel gereinigt - im letzten Sud war eine Bombe dabei. Das will ich vermeiden!

Das Ende vom Lied: Ein super Bier mit 0 Hygiene.

Klar, man sollte nicht mit dreckigem Geschirr arbeiten, aber wenn man halbwegs auf sein Tun achtet, dann ist Sagrotan das letzte, das ein Bier zum Schutz or Infektionen braucht.

Daher: Alle Supermittelchen sind in der Tonne gelandet! Brauchen tut man sie definitiv nicht!

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Sauhamml Seppl
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#2

Beitrag von Sauhamml Seppl » Mittwoch 16. Dezember 2015, 09:34

Es reicht ja auch an und für sich vor dem Ablassen der Würze in das Gärbehältnis dieses und die Filter ordentlich mit Pril ( = Spüli) zu reinigen und anschließend sauber mit Wasser auszuspülen, abtrocknen und fertig.
Wenn es ganz hartnäckig desinfiziert sein sollte, bietet sich die 70%ige Isopropanol - Lösung an.
"Wenn du dir das Leben nehmen willst, musst du hier schön warten, bis ich wieder rauskomme."

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#3

Beitrag von Fricky » Mittwoch 16. Dezember 2015, 09:41

Gladii hat geschrieben:Das Ende vom Lied: Ein super Bier mit 0 Hygiene.
das stimmt so ja nicht, Du hast ja definitiv auf Sauberkeit geachtet und nur eben keine "Wundermittelchen" verwendet, wirst ja wohl nicht vorsätzlich dreckiges Equippement verwendet haben.

Ich hoffe nur, dass das hier nicht wieder in eine Grundsatzdiskussion über das Für und Wider von Desinfektion und Flaschenauskochen ausartet.

Gruß, Peter.

Gladii
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#4

Beitrag von Gladii » Mittwoch 16. Dezember 2015, 10:11

@Fricky: Ich habe nichtmal auf Sauberkeit geachtet. Ich habe pro forma alles mal kurz mit Wasser abgespült - mehr aber nicht :)

Zum Thema Grundsatzdiskussion: Es kann schon sein, dass man in gegenden lebt, bei denen einfach hohe Keimzahlen alleine in der Luft schnell zu infektionen führt. Ich maße mir da gar nicht an das Gegenteil zu behaupten. Ich möchte aber einfach an meinem Beispiel zeigen, dass es auch ohne geht :)

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#5

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 16. Dezember 2015, 10:29

Mach ich nicht groß anders. Hab mir zu meinem ersten Brauequipment einmal Oxi gekauft, und als das alle war, gemerkt, dass es keinen Unterschied macht, ob ich es nehme oder nicht.

Ich hab nur wenige Regeln: Ich verzichte auf Spüli (Schaumkiller) und ich nehme zu jedem Brauvorgang zum Reinigen meines Equipments einen neuen Topfreiniger-Schwamm. Die rauhe Seite für den Einkocher und den Edelstahlgärbehälter, die weiche Seite für kratzempfindliche Gefäße oder Oberflächen. Und dann lass ich alles kopfüber trocknen, Schläuche schleuder ich aus (um sie halbwegs trocken zu bekommen) und den Kugelhahn laß ich halboffen trocknen. Vorm Verwenden alles nochmal gründlich mit klarem Wasser abspülen, einzig und allein den Monofilament koche ich aus, wenn er im Kaltbereich zum Einsatz kommen soll (Umschlauchen, um Stopfhopfenschwimmreste loszuwerden.). Ach ja, und Löffel für Probenentnahme, um den RE zu messen, koche ich ab oder wische ihn mit Isoprop ab.
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#6

Beitrag von flip » Mittwoch 16. Dezember 2015, 10:40

Naja, den Braugerätschaften kann es auch egal sein, da du die Würze ja in der Regel eine bis anderthalb Stunden kochst.

Beim Gärfass siehts allerdings anders aus. Wenn du das einfach nur mit Wasser ausspühlst, dann läufst du Gefahr, dir unterschiedliche Infektionen einzufangen.
Und sei es nur mit alten Heferesten. Das habe ich einmal geschafft, sodass die Gärung ohne mein Zutun begann.

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#7

Beitrag von Bierwisch » Mittwoch 16. Dezember 2015, 10:43

Es gibt da sehr unterschiedliche Ansichten zu dem Thema... Je länger man braut und somit diversen Mikroorganismen ein gemütliches Zuhause bietet, desto größer wird auch die Gefahr der Kontamination. Da wir sie nicht sehen können, fällt es uns schwer, das Risiko realistisch einzuschätzen.
Auf Malz leben jede Menge Keime und werden beim Schroten und Umfüllen weiträumig in der Umgebung verteilt, kleinste Mengen Würze in irgendeiner Ecke und und und – im Laufe der Zeit wird das immer mehr, denn kaum jemand wird es schaffen, jeden Quadratzentimeter zu desinfizieren.

Auf der anderen Seite leben die Brauer schon seit Unzeiten mit diesem Problem und wir brauen trotzdem bis heute leckeres Bier, die Aufgabe ist also lösbar: mein Gärfass muß ich nicht desinfizieren, da ich es heiß befülle und über Nacht abkühle. Bis zum Ende der Hauptgärung bleibt der Deckel drauf, ich nehme weder Proben noch muß ich alle Nase lang nachschauen, ob die Hefe auch ordentlich arbeitet.

Meine Flaschen reinige ich direkt nach dem Ausschenken und sie werden regelmäßig im holzbefeuerten Wurstkessel desinfiziert. Mittlerweile fülle ich aber den größten Teil in CC-Kegs. Die reinige ich mit Oxi Pro. Ansonsten benutze ich keine speziellen Reiniger und bin bisher ganz gut damit gefahren.

Jeder Hobbybrauer sollte regelmäßig seine Abläufe auf Schwachstellen überprüfen, um Infektionen zu vermeiden. Ich denke da hilft ein bisschen gesunder Menschenverstand, um Probleme zu erkennen. Außerdem gibt es auch diverse Hinweise, die gerne ignoriert werden – Gushing liegt oft an einer Kontamination mit Wildhefen, dabei kann das Bier durchaus unauffällig schmecken. Hier sollten dann alle Flaschen vor dem nächsten Abfüllen ausgekocht und/oder mit der Chemiekeule behandelt werden.

Gruß,
Bierwisch
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#8

Beitrag von gulp » Mittwoch 16. Dezember 2015, 11:00

Daher: Alle Supermittelchen sind in der Tonne gelandet! Brauchen tut man sie definitiv nicht!
Richtig, und das wird das auch ewig so bleiben, ist ja schon einmal gut gegangen. :Ahh

Gruß
Peter
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#9

Beitrag von wannenbraeu » Mittwoch 16. Dezember 2015, 11:08

In unserem Bier herrsch ja ein Kampf der kleinen Lebewesen.

Wir unterstützendabei natürlich die Hefe indem wir grosse Mengen davon ins Gärfass kippen. Solange die Hefe dominiert schmeckt unser Bier.

Probiere bitte in ein paar Monaten nochmals eine Flasche von deinem Bier. Möglicherweise ist dann die Hefe Tot und die Lactos dominieren das Bier --> sauer...

Gruss

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#10

Beitrag von Brauknecht96 » Mittwoch 16. Dezember 2015, 11:09

gulp hat geschrieben:
Daher: Alle Supermittelchen sind in der Tonne gelandet! Brauchen tut man sie definitiv nicht!
Richtig, und das wird das auch ewig so bleiben, ist ja schon einmal gut gegangen. :Ahh

Gruß
Peter
Sehe ich auch so. Wenn das erste "schmutzige" Saure verkostet wird, sind die "Supermittelchen" alle wieder da.

Beim Thema Reinigung und Desinfektion wird man hier eh nie auf einen Nenner kommen. Ich denke wichtig ist, dass jeder eine Art (persöniche) "Reinigungstrategie" hat, mit der er/sie dauerhaft gut fährt.

LG Brauknecht96, der mit Geschirrspülerpulver reinigt und mit StarSan desinfiziert und dabei seeehr pingelig ist

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#11

Beitrag von chixxi » Mittwoch 16. Dezember 2015, 11:13

Ganze meine Meinung, nur weil das einmal gut geht heisst das noch lange nicht dass das jedes Mal klappt. Wenn ich meine perfekt gereinigte Anlage nun einmal mit Wasser spüle wird da auch klappen, aber wie schaut das aus wenn ich das 100 Mal nicht mehr gemacht habe? Infektionsherde bauen sich mit der Zeit an riskanten Stellen auf (Bsp. Hahn)

Alleine die Anzahl an Threads bezüglich Infektionen hier in dem Forum ist meiner persönlichen Meinung nach Beweis genug für das Risiko.

Wundermittelchen braucht es nicht, sonder ein par wenige richtig angewendete Reinigungs- Desinfektionsmittel. Wie Bierwisch sagt, man muss sich Gedanken machen wo bei der eigenen Brauanlage bzw. bei den eigenen Prozessen Risiken bestehen und diese Konkret minimieren. Selbstverständlich macht es keinen Sinn den Maischebottich mit Chlor zu desinfizieren, es macht aber genau so wenig sind beim Gärtank auf eine Desinfektion zu verzichten.
Sehe ich auch so. Wenn das erste "schmutzige" Saure verkostet wird, sind die "Supermittelchen" alle wieder da.
Genau, mit einem Thema hier im Forum warum das wohl sein könnte :Ahh
Ubi cervisia, ibi patria.

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#12

Beitrag von Bierfel » Mittwoch 16. Dezember 2015, 23:38

gulp hat geschrieben:
Daher: Alle Supermittelchen sind in der Tonne gelandet! Brauchen tut man sie definitiv nicht!
Richtig, und das wird das auch ewig so bleiben, ist ja schon einmal gut gegangen. :Ahh

Gruß
Peter
Ist alles eine frage der Wahrscheinlichkeit, wirklich interessant wäre zu wissen wie oft Infektionen hier bei den Hobbybrauern auftreten.
Hmmmmm, das wäre doch vielleicht mal ein interessanter Fred, vielleicht in 4 mehr oder weniger passende Kategorien aufgeteilt.
1. Ich furze beim Brauen
2. Ich mach nix besonderes, nur Wasser Bürste und ggf. ein bisschen Spüli und gut ist's.
3. Ich reinige risikobasiert (Hähne, Kaltbereich usw.) mit Desinfektionsverfahren, also Mittelchen oder Hitze.
4. Meine Braustätte ist ein Reinraum

Mal von Punk 1 abgesehen, Meinungen?

Servus,
Gerrit

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#13

Beitrag von gulp » Mittwoch 16. Dezember 2015, 23:43

Meine Güte sieh doch doch mal hier um. Jeden Tag gefühlt wenigstens 2 Infektionen. Und dann wird wieder ganz schlau mit heißem Wasser gereinigt. Pfurzen war übrigens auch schon mal da.

Gruß
Peter
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#14

Beitrag von Bierfel » Mittwoch 16. Dezember 2015, 23:49

gulp hat geschrieben:Meine Güte sieh doch doch mal hier um. Jeden Tag gefühlt wenigstens 2 Infektionen. Und dann wird wieder ganz schlau mit heißem Wasser gereinigt. Pfurzen war übrigens auch schon mal da.

Gruß
Peter
die Schoas Diskussion ist mir nicht entgangen, im Gegenteil, hat mich sehr erfreut :thumbsup

Klar gibt's jeden Tag Meldungen über Infektionen, aber wenn sich vielleicht 50 Hobbybrauer die mehr als 10 Sude hergestellt habe hier Ihre "Rohdaten" einstellen würden könnte man da schon was draus ableiten.
Besser wären natürlich 300 Hobbybrauer....

Servus,
Gerrit

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#15

Beitrag von flying » Mittwoch 16. Dezember 2015, 23:52

Interessanterweise erfährt man in wirklich jedem Thread a la "Hilfe mein Bier schmeckt komisch", dass der Threadersteller alles penibel gereinigt hat und eine Infektion praktisch ausschließt. Komischerweise kenne ich keine Freds "Hilfe mein Bier schmeckt komisch weil ich nix geputzt habe"...??


Welche Rückschlüsse anhand empirischer Daten sollte man da wohl ziehen... :Grübel :P
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#16

Beitrag von Bierfel » Mittwoch 16. Dezember 2015, 23:59

flying hat geschrieben:Interessanterweise erfährt man in wirklich jedem Thread a la "Hilfe mein Bier schmeckt komisch", dass der Threadersteller alles penibel gereinigt hat und eine Infektion praktisch ausschließt. Komischerweise kenne ich keine Freds "Hilfe mein Bier schmeckt komisch weil ich nix geputzt habe"...??


Welche Rückschlüsse anhand empirischer Daten sollte man da wohl ziehen... :Grübel :P
Am Anfang von Statistiken weis man im besten Falle nie was am Ende rumkommt... und am Ende des Tages mittelt sich alles aus wenn die Datenmenge groß genug ist.

Aber ja klar, auch ein Ausschlusskriterium für die "Population - Hilfe mein Bier schmeckt komisch" wäre sehr hilfreich :Grübel

Mich würd's tatsächlich interessieren, nicht weil ich draus was ableiten möchte, einfach nur reine Neugier!

Weil vermutlich nicht sinnvoll umsetzbar, handelt es sich aber vermutlich eher um einen Hirnschoas, um den Kreis wieder zu schließen....

:Drink
Gerrit

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#17

Beitrag von gulp » Donnerstag 17. Dezember 2015, 00:02

Infektion, die Suche ergab 577 Treffer, da ist das alte Forum noch gar nicht dabei. Wenn man ständig Proben über den Hahn entnimmt und den falsch reinigt, bzw. vor lauter Ungeduld die CO2 Schicht regelmäßig vertreibt, kann man Reinigen wie man will, penibel oder schlampig macht dann keinen großen Unterschied mehr. :P
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#18

Beitrag von Bierfel » Donnerstag 17. Dezember 2015, 00:10

gulp hat geschrieben:Infektion, die Suche ergab 577 Treffer, da ist das alte Forum noch gar nicht dabei. Wenn man ständig Proben über den Hahn entnimmt und den falsch reinigt, bzw. vor lauter Ungeduld die CO2 Schicht regelmäßig vertreibt, kann man Reinigen wie man will, penibel oder schlampig macht dann keinen großen Unterschied mehr. :P
jaja, alles klar, mein Hirnschoas hat sich schon wieder verzogen...

Oder, man macht das nächste Ausschlusskriterium auf und sagt hektische CO2 Vertreiber und Probenzieher dürfen auch nicht mitmachen....

Vor kurzem gab's doch diese Umfrage von dem Brauanlagen Bastler, wenn man das so machen würde....

Gute Nacht :Drink
Gerrit

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#19

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 17. Dezember 2015, 00:11

Ich bin ja auch kein Reinigungsfanatiker aber "nur" Wasser ist dann doch etwas zu blauäugig.

Spülmaschinenpulver, OXI und heisses bis kochendes Wasser sind meine Mittel zum Zweck.
Sowie meine Spülmaschine. Und bislang bin ich damit sehr gut gefahren. Das mit den
Putzschwämmen mache ich im übrigen genauso, immer ein Neuer und Unbenutzer.

Gärfaß, Hopfenfilter und Probeentnahme-Werkzeug müssen einfach sauber sein, sonst ist die
Gefahr tatsächlich groß sich etwas einzufangen. Aber es ist wie mit so vielen anderen Dingen
auch - man kann es übertreiben oder untertreiben. Das richtige Mittelmaß ist entscheidend.
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#20

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 17. Dezember 2015, 00:17

gulp hat geschrieben:Infektion, die Suche ergab 577 Treffer, da ist das alte Forum noch gar nicht dabei. Wenn man ständig Proben über den Hahn entnimmt und den falsch reinigt, bzw. vor lauter Ungeduld die CO2 Schicht regelmäßig vertreibt, kann man Reinigen wie man will, penibel oder schlampig macht dann keinen großen Unterschied mehr. :P
Richtig Peter, ganz genauso sieht das aus. Da sehe ich auch die meisten "Infektionsquellen".
Ich mach mein Gärfaß nicht auf, ich guck nicht rein und ich spindeln auch nicht täglich rum.

Ist das Bier erstmal ausgegoren hat es (im Normalfall) genug Alk, Hopfen und CO2 um sich selber
zu schützen. Arbeitet man beim Abfüllen auch sauber und Gewissenhaft kann da nicht mehr viel
passieren. Es sei denn der Braukumpel schrotet zwei Meter weiter für den nächsten Sud...
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#21

Beitrag von cyme » Donnerstag 17. Dezember 2015, 09:02

Bierfel hat geschrieben:3. Ich reinige risikobasiert (Hähne, Kaltbereich usw.) mit Desinfektionsverfahren, also Mittelchen oder Hitze.
Nummer drei. Hirn einschalten und die Grundlagen beherrschen.

Sauber ist nicht das gleiche wie desinfiziert ist nicht das gleiche wie steril. Spülmaschinentabs kann man reinigen, mit 70% Isopropyl kann man desinfizieren, mit 121°C heißem Dampf kann man sterilisieren. Dazu kommt, dass sich Keime nicht spontan manifestieren und auf Staub oder anderen Partikeln huckepack fliegen. Wenn ich sterile Würze in einem geschlossenen, sterilen Gefäß habe, wird sie auch in 2 Monaten noch steril sein - wenn nicht, war es nie steril oder nicht geschlossen.

Reinigen sollte man alles, was im Heißbereich benutzt wird. Zwar wird man sich mit einem schmutzigen Läufereimer keinen Sud infizieren, aber Schimmelnester sind dem Geschmack nicht zuträglich. Spülmaschinentabs, Oxi, Wasser mit Spülmittel und ein Schwamm. Nicht auf die Reiniger alleine verlassen, sondern auch mal was zerlegen und mit dem Lappen in die Ritzen gehen.
Desinfizieren sollte man alles, was nach dem Kochen mit Würze in Kontakt kommt. Persönlich mach ich da keine Experimente, StarSan ist nicht teuer, einfach anzuwenden, muss nicht gespült werden und ist Rückstände sind unbedenklich.
Sterilisieren sollte man alles, was längere Zeit keimfrei bleiben soll und nicht schon durch Alkohol oder pH-Wert stabilisiert wird. Also Starterwürze auf Vorrat, oder Würzeagar für Slants und Petrischalen. Ein Dampfkochtopf ist super.

Ja, und die Flaschen? Da können wir uns Seitenweise streiten, ob ausspülen reicht oder ob sie in den Backofen sollen...

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#22

Beitrag von SaBe » Donnerstag 17. Dezember 2015, 09:30

gulp hat geschrieben:Infektion, die Suche ergab 577 Treffer, da ist das alte Forum noch gar nicht dabei. Wenn man ständig Proben über den Hahn entnimmt und den falsch reinigt, bzw. vor lauter Ungeduld die CO2 Schicht regelmäßig vertreibt, kann man Reinigen wie man will, penibel oder schlampig macht dann keinen großen Unterschied mehr. :P
Da müsste man jetzt aber schon genau hinschauen, was das für Treffer sind. Hier gibt es nämlich auch zahlreiche Threads wo am Ende rauskommt, dass es gar keine Infektion ist, sondern zum Beispiel Hopfenharze, eine nach wie vor aktive Gärung etc. :P
Bierfel hat geschrieben:3. Ich reinige risikobasiert (Hähne, Kaltbereich usw.) mit Desinfektionsverfahren, also Mittelchen oder Hitze.
So machen wir's auch. Wo es geht, verzichten wir auf Chemie und nehmen heißes/kochendes Wasser, im Kaltbereich bzw. bei nicht hitzebeständigen Materialien (Gäreimer, Bierheber, Abfüllröhrchen) kommt dann ChemiPro zum Einsatz.

Aber auch hier muss man meiner Meinung nach unterscheiden, in welcher Größenordnung man sich bewegt. Wir kochen in der Einkocherklasse, d.h. es ist noch relativ einfach, alles sauber zu halten, weil man es entweder in die Spülmaschine bekommt oder im Spülbecken/Badewanne von Hand sauber kriegt. Wer aber ne Brauhütte im Garten oder im Keller mit nur Kaltwasseranschluss und riesigen Braugerätschaften nutzt, wird sicher mehr zu Chemie greifen müssen. So stell ich es mir als noch in den Kinderschuhen steckend zumindest vor. :Smile
"Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken!" (Martin Luther)

El Gordo

Re: Mein "schmutzigster" Sud

#23

Beitrag von El Gordo » Donnerstag 17. Dezember 2015, 09:44

Gladii hat geschrieben: Daher: Alle Supermittelchen sind in der Tonne gelandet! Brauchen tut man sie definitiv nicht!
Das ist jetzt so, wie wenn ich mit dem Auto zum Arbeiten fahre und es passiert kein Unfall und ich daher die Airbags und Sicherheitsgurte ausbaue, da sie ja offensichtlich total überflüssig sind.
Ein einzelnes Ereignis hat keinerlei statistische Relevanz.
Was mich an dem Satz stört ist das Wort "definitiv".

Je länger man braut, desto eher hat man unerwünschte Gäste im Equipment. Man schafft ja permanent Bedingungen, unter denen sich diese Gesellen wohlfühlen.
Natürlich braucht man es nicht zu übertreiben. Wer seinen Heißbereich desinfiziert, ist sich offensichtlich nicht im Klaren, was man über das Malz alles an Mikroorganismen in die Würze mit einbringt.
Im Kaltbereich dagegen kann man eigentlich gar nicht vorsichtig genug sein.
Durchaus legitim finde ich allerdings, zumindest im Hobbybraubereich, wenn jemand sagt, er geht aus Bequemlichkeit das Risiko ein, ab und zu mal was zu fangen und erspart sich den ganzen Reinigungsstress.
Dann darf man hinterher aber auch nicht meckern :Wink


Stefan

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#24

Beitrag von Fabian1990 » Montag 21. Dezember 2015, 13:58

Ich persönlich wasche meinen Maisch- und Läuterbottich ledeglich mit Wasser aus.
Den Rest (Kühlspirale, Bierspindel) reinige ich mit 70%-EtOH und Zewatüchern, die ich nur einmal verwende. Ich arbeite während der Handhabung und Reinigung dieser Teile auch nur mit Einweghandschuhen, so kenn ich´s aus dem Labor :Smile
Die Gärbehälter (25 L Glasflaschen) koche ich 2-3 mal mit 1,5 L siedendem Wasser aus. Obwohl ich ein paar unerwünschte, nicht wegzubekomende Reste an der Innenseite meiner 25 L - Ballons hatte (muss die mal ordentlich mit HCl oder anderen richtig sauber machen), gabs da keine Einfluss auf die Gärung oder den Geschmack.

Zudem geht man mit einem riesen Überschuss an Hefen in den Ansatz rein. Das sehe ich bei mir im Labor auch oft, dass sich dann andere Organismen nicht mehr so leicht etablieren.
Nichtsdestotrotz ist sauberes Arbeiten das A und O aber man kann es natürlich auch übertreiben :Bigsmile

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#25

Beitrag von gerhard63 » Montag 21. Dezember 2015, 14:41

Seit 10 Jahren und geschätzten 1000 Maß ausschließlich mit heissem Wasser gereinigt.
Ich hatte noch nie irgendeine Infektion. :thumbsup
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
Benjamin Franklin (1706-1790)

Seb

Re: Mein "schmutzigster" Sud

#26

Beitrag von Seb » Montag 21. Dezember 2015, 14:59

Alleine die Anzahl an Threads bezüglich Infektionen hier in dem Forum ist meiner persönlichen Meinung nach Beweis genug für das Risiko.

Die beweisen eigentlich gar nichts, da man nicht abschätzen kann, wie groß die Zahl ist, die deren entgegen steht!
Natürlich wird schneller über einen verdorbenen Sud berichtet, als über die x anderen bei denen nichts passiert ist. Und ja, es gibt für alles Ausnahmen und Extremfälle.
Solche kurzen Schlüsse mögen zwar vielleicht für unsere Medien und Politiker als Beweis gelten, aber dadurch wird das noch lange nicht besser oder gar richtiger. :redhead

Um das wirklich als "Beweis" auslegen zu können, müsste man schon wissen wie groß die Gesamtzahl der Sude, die der extrem Reiniger, die der ehr lockeren Fraktion und die tatsächlichen verdorbenen Sude ist.

Interessieren würde mich das schon sehr, nur wie geht man die Sache am besten an, um aussagekräftige Zahlen zu bekommen?

Ich persönlich bin übrigens der Meinung, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt.... ;)

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#27

Beitrag von Cpt_Dirk » Montag 21. Dezember 2015, 20:29

Um das wirklich als "Beweis" auslegen zu können, müsste man schon wissen wie groß die Gesamtzahl der Sude, die der extrem Reiniger, die der ehr lockeren Fraktion und die tatsächlichen verdorbenen Sude ist.
:goodpost: Genau und dann wäre es auch immer noch kein Beweis.

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#28

Beitrag von Bierfel » Montag 21. Dezember 2015, 21:08

Seb hat geschrieben:
Alleine die Anzahl an Threads bezüglich Infektionen hier in dem Forum ist meiner persönlichen Meinung nach Beweis genug für das Risiko.
Um das wirklich als "Beweis" auslegen zu können, müsste man schon wissen wie groß die Gesamtzahl der Sude, die der extrem Reiniger, die der ehr lockeren Fraktion und die tatsächlichen verdorbenen Sude ist.

Interessieren würde mich das schon sehr, nur wie geht man die Sache am besten an, um aussagekräftige Zahlen zu bekommen?
Genau auf das wollte ich eigentlich raus bei meinem Beitrag... Also eine Art Statistik in den bereits genannten Kategorien.

Umsetzten könnte man das z.B. so viewtopic.php?f=3&t=6340&view=unread#unread aber leider kann ich das nicht :redhead

Servus,
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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#29

Beitrag von Cpt_Dirk » Montag 21. Dezember 2015, 21:38

<Klugscheißermodus an>
Das Problem mit solchen Umfragen sind die zu erwarteten Verzerrungen (engl. bias). Es werden sicherlich mehr von Infektionen Betroffene teilnehmen als von nicht-Infektionen Betroffene. Das kann die Aussage schon stark beeinflussen, unabhängig von der Wahrheit. Die Größe der Verzerrung lässt sich auch nur schwer abschätzen. Hinzukommt die Definition einer Infektion. Was wird als Infektion gezählt? Die Statisk ist hingegen leicht. Entweder ein Test auf Gleichheit von zwei Anteilen (Anteil Infektionen bei 'schmutzigen' Suden vs. Anteil Infektionen bei 'sauberen' Suden) über die Binomialverteilung oder Anzahl Infektionen pro 1000 'schmutzige' Sude vs. Anzahl Infektionen pro 1000 'saubere' Sude über die Poisson-Verteilung
<Klugscheißermodus aus>

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#30

Beitrag von Bierfel » Montag 21. Dezember 2015, 21:57

Cpt_Dirk hat geschrieben:<Klugscheißermodus an>
Das Problem mit solchen Umfragen sind die zu erwarteten Verzerrungen (engl. bias). Es werden sicherlich mehr von Infektionen Betroffene teilnehmen als von nicht-Infektionen Betroffene. Das kann die Aussage schon stark beeinflussen, unabhängig von der Wahrheit. Die Größe der Verzerrung lässt sich auch nur schwer abschätzen. Hinzukommt die Definition einer Infektion. Was wird als Infektion gezählt? Die Statisk ist hingegen leicht. Entweder ein Test auf Gleichheit von zwei Anteilen (Anteil Infektionen bei 'schmutzigen' Suden vs. Anteil Infektionen bei 'sauberen' Suden) über die Binomialverteilung oder Anzahl Infektionen pro 1000 'schmutzige' Sude vs. Anzahl Infektionen pro 1000 'saubere' Sude über die Poisson-Verteilung
<Klugscheißermodus aus>

dazu fällt mir eigentlich nur eins ein... :Drink

Glücklicherweise üben wir "nur" ein Hobby aus und müssen uns um eine wissenschaftlichen belastbare Aussage der Statistik nix Schei*** :Wink

Bezüglich möglicher Ein- und Ausschlusskriterien hätte ich schon ein paar Ideen, kann's nur nicht umsetzten, wie schon geschrieben...

In diesem Sinne, blöder Keim bleib weg, egal wie und warum auch immer!

Cool ist ja, dass eigentlich kein(e) biertypische Infektion zu einem echten, also gesundheitlichen Problem führen kann da unser Körper äußerst schnell eine Rückmeldung über die Eignung des Getränks zum Konsum gibt :Pulpfiction

Mal abgesehen von der Lederallergie...

Servus,
Gerrit

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#31

Beitrag von Odin » Montag 21. Dezember 2015, 23:46

welche Lederallergie? Hab ich was überlesen?
Bierherstellung beginnt mit dem Ausschlagen der Würze

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#32

Beitrag von maloep » Dienstag 22. Dezember 2015, 06:56

Odin hat geschrieben:welche Lederallergie? Hab ich was überlesen?
Immer wenn man mit Schuhen an einschläft, hat man am nächsten Tag Kopfschmerzen. Das ist die Lederallergie:)

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#33

Beitrag von cyme » Dienstag 22. Dezember 2015, 10:09

Von uns wird eh kaum einer geschult genug sein, um bei "schmeckt komisch" feststellen zu können, ob's an schlechten Zutaten, Gärfehler oder einer Infektion liegt. Nicht jede Infektion verläuft deutlich sichtbar.

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Re: Mein "schmutzigster" Sud

#34

Beitrag von afri » Dienstag 22. Dezember 2015, 21:48

cyme hat geschrieben:Von uns wird eh kaum einer geschult genug sein, um bei "schmeckt komisch" feststellen zu können, ob's an schlechten Zutaten, Gärfehler oder einer Infektion liegt.
Das mag sein, aber manchen Fehler kann man sich schöntrinken, eine echte Infektion wird sich MMN so auswirken, dass man das Gesöff lieber nicht trinkt. Ich habe bislang nur wenig Bier weggeschüttet, aber immer nach einigen sensorischen Beurteilungen, bei denen mir die Zunge und/oder die Nase berichtete: trink' das mal lieber nicht zuende, das schmeckt/riecht hinreichend komisch, das kann der Kadaver nicht ab.

Die Grenze ist sicher fließend, manch beispielsweise milchsaurer Fehler wird von einigen als Feature bewertet, während ich ihn als solchen nicht toleriere. Beim kommerziellen Sauerbier kann ich relativ sicher sein, dass alles nach Plan verlaufen ist, wenn ich auf Sauerbier stehe. Beim Hobbybräu oder einem Industriebier, das eigentlich keine Säurebombe sein soll, bin ich vorsichtiger, wer weiß was darin sonst noch so gewachsen ist, das der Brauer so nicht intendierte? Öfter mal auf die eigenen Sensoren achten, die wissen schon recht gut, was man trinken kann und was man lieber lassen sollte.
Achim
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