1.Sud - geringe Ausbeute!?

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1.Sud - geringe Ausbeute!?

#1

Beitrag von Droeger » Sonntag 13. März 2016, 13:10

Hallo zusammen,

ich habe gestern meinen ersten Sud gekocht. Es soll ein Almtaler Weizen werden. Rezept hängt an.
Soweit hat hat eigentlich alles gut geklappt, bis auf die Ausbeute und den Whirpool.

Die Ausbeute lag leider nur bei 54%. Ich konnte nur 17,5l mit Hefe anstellen und hab ca.1,5l Speise beiseite getan.
Wie kann das sein? Laut Rezept sollten es ca. 23l werden.

Kurz zu meinem Setup und Vorgehensweise: Einkocher mit Läuterhexe, abgeläutert in Gäreimer, umgefüllt in Einkocher und dort gekocht. Danach mit Kühlspirale agekühlt und einen Whirlpool angedreht. Hat nur leider nicht geklappt. Warum?
Daher habe ich durch den Maischesack in den Gäreimer gefiltert. Dort wird sicherlich etwas hängen geblieben sein. Aber ansonsten?

Gruß Holger

P.S.: Auf jeden Fall blubbert es fleißig im Gäreimer. :Bigsmile
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#2

Beitrag von Pepsin » Sonntag 13. März 2016, 13:45

Hallo Holger,
mit der Ausbeute ist es soeine Sache. Ich schreibe mal aus meiner Erfahrung: Zum Einen ist Messung ist relativ schwer. Man braucht das genaue Volumen und den Extraktgehalt. Grade beim Volumen tue ich mich schwer. Es ist ja auch ein Unterschied, ob man heiße Würze und Kalte Würze misst. Und du hast recht, dass man etwas Würze im Hopfenschmodder verschenkt. Die Sudhausausbeute wird aber glaube ich vorm Hopfenseihen gemessen.
Warst du Jodnormal? Hast du den gewünschten Extraktgehalt getroffen/ mit wieviel °P hast du die Würze angestellt? Bei welchem Extraktgehalt hast du das Läutern beendet? Ich bestimme die Ausbeute nicht mehr, ist mir nicht so wichtig. Meine Rezepte kalkuliere ich mit 20% mehr Malz und Hopfen als vorgesehen und verdünne nach dem Kochen nach Bedarf...

Zum Whirlpool kann ich nur empfehlen etwas geduldig zu sein. Wie lange hast du gewartet, wie lässt du ab? Schwanenhals, seitlicher Ablasshahn? Wie lange hast du gewartet? Ich mache den Whirlpool immer nur heiß nach dem Kochen...

Grüße,
Stefan

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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#3

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 13. März 2016, 14:30

Genau, ohne Angabe deiner Stammwürze kann das nur die Kristallkugel beantworten.
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#4

Beitrag von Droeger » Sonntag 13. März 2016, 15:14

Sorry, hatte ich vor lauter Aufregung ganz vergessen.
Nach dem Läutern hatte ich 23l/11°P und nach dem Kochen 13°P - wieviel Liter es da waren, weiß ich nicht. Mein Kocher hat keine Skala.
Jodnormal war ich auch.

Beim Whirlpool habe ich nicht allzu lange gewartet. Ich dachte wenn die Würze wieder still steht sollte es soweit sein. Muss man dann noch länger warten?

Gruß Holger
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#5

Beitrag von Droeger » Sonntag 13. März 2016, 15:19

Ablassen tue ich mit Hahn und Läuterhexe. Da aber der Whirlpool nicht geklappt hat war die Hexe so zu dass kaum etwas herauskam. Da habe ich diese etwas geknickt und zusätzlich den Maischesack benutzt.
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#6

Beitrag von Rudiratlos » Sonntag 13. März 2016, 16:32

Droeger hat geschrieben: Nach dem Läutern hatte ich 23l/11°P und nach dem Kochen 13°P
Das ist tatsächlich eher bescheiden und je nach Temperatur so knappe 55% Sudhausausbeute oder darunter.


Typische "Fehler" für schlechte Sudhausausbeute, die mir jetzt spontan einfallen:
- mangelnde Maischearbeit (es bleibt unverzuckerte Stärke im Treber)
- zu frühes Abbrechen beim Läutern (es bleibt Extrakt im Treber)
- schlechtes Läutern (zu schnell, Kanalbildung: der Nachguss läuft durch den Treber, und wäscht nur wenig Extrakt mit aus)

Was jetzt genau bei dir das Problem war, musst du selber rausfinden.

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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#7

Beitrag von gulp » Sonntag 13. März 2016, 16:52

Sorry, hatte ich vor lauter Aufregung ganz vergessen.
Nach dem Läutern hatte ich 23l/11°P und nach dem Kochen 13°P - wieviel Liter es da waren, weiß ich nicht. Mein Kocher hat keine Skala.
Dann weißt du deine Sudhausausbeute schlicht nicht.

Und wenn das Bier irgendwann gut schmeckt, hast du alles richtig gemacht. Sich da wegen ein paar Cent den Kopf zu zerbrechen...

Gruß
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#8

Beitrag von Droeger » Sonntag 13. März 2016, 18:16

Vielen Dank für Eure Antworten.

@Peter: Du hast vollkommen recht, wenns schmeckt ist alles gut! Und Übung macht den Meister.

Bleibt nur noch die Frage des Whirpools offen. Hätte ich einfach länger warten müssen? Und lasse ich dann besser die Läuterhexe raus?
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#9

Beitrag von gulp » Sonntag 13. März 2016, 18:33

Bleibt nur noch die Frage des Whirpools offen. Hätte ich einfach länger warten müssen? Und lasse ich dann besser die Läuterhexe raus?
Genau, Hexe raus. Wenn die Würze abgekühlt ist, ist ein Whirlpool kontraproduktiv, weil dann wieder alles aufgewirbelt wird. Einfach Hahn auf, den ersten und letzten Liter filtern, der Rest läuft klar. Hier: funktioniert auch mit Pellets.
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#10

Beitrag von Droeger » Sonntag 13. März 2016, 21:18

Super - werde ich nächstemal probieren, Danke.
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#11

Beitrag von Rudiratlos » Sonntag 13. März 2016, 22:37

Läuterhexe zum Hopfenseihen ist meiner Meinung nach Unsinn, und funktioniert wohl auch nicht. Also wie gulp schon schreibt, raus damit. Zudem hat gulp natürlich recht damit, wenn er meint, dass du deine SHA gar nicht bestimmen kannst, wenn du das Volumen nach dem Hopfenkochen nicht kennst.
Ob jetzt dein Whirlpool klappt, oder nicht, ist bei Betrachtung der Sudhausausbeute aber völlig Wurst. Fakt ist, dass du schon vorm Hopfenkochen in der Pfannevollwürze zu wenig Extrakt hattest.
Ich tippe mal, dass es am Läutern liegt...

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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#12

Beitrag von Tyrion » Montag 14. März 2016, 09:51

Guten Morgen,

zunächst mal meine ich, dass man die Sudhausausbeute durchaus schon nach dem Läutern bestimmen kann. Wenn man 23 Liter mit 11°P misst, weiss man doch wieviel Extrakt man aus dem Malz gewonnen hat. Beim Kochen verdampft nur Wasser, die Gesamtmenge an Extrakt bleibt aber die gleiche. Und diese Gesamtmenge an Extrakt setzt man dann ins Verhältnis zur eingesetzten Malzmenge, um die SHA zu berechnen.

Auffällig ist die relativ geringe Menge an Würze, die nach dem Läutern zusammen gekommen ist. Mit 31,75 Liter Brauwasser sollten am Ende schon so um 26 Liter (bei 4,8 kg Schüttung) aus dem Läuterbottich kommen. Vielleicht sitzt der Hahn an deinem Einkocher recht weit oben und es bleibt ungewöhnlich viel Würze zurück, die dann auch noch ziemlich viel Extrakt enthält, weil diese Schicht von den Nachgüssen nicht erreicht und verdünnt wird.

Gruss
Matthias

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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#13

Beitrag von Droeger » Montag 14. März 2016, 13:44

Rudiratlos hat geschrieben:Ob jetzt dein Whirlpool klappt, oder nicht, ist bei Betrachtung der Sudhausausbeute aber völlig Wurst. Fakt ist, dass du schon vorm Hopfenkochen in der Pfannevollwürze zu wenig Extrakt hattest.
Ich tippe mal, dass es am Läutern liegt...
Also hätte ich schon vor dem Hopfenkochen schon 13°P haben müssen? Nach dem Kochen wären es dann wahrscheinlich 15 gewesen und ich hätte wider etwas mit Wasser auffüllen können...Verstehe ich das richtig?
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Re: 1.Sud - geringe Ausbeute!?

#14

Beitrag von Droeger » Montag 14. März 2016, 13:46

Tyrion hat geschrieben:Guten Morgen,



Auffällig ist die relativ geringe Menge an Würze, die nach dem Läutern zusammen gekommen ist. Mit 31,75 Liter Brauwasser sollten am Ende schon so um 26 Liter (bei 4,8 kg Schüttung) aus dem Läuterbottich kommen. Vielleicht sitzt der Hahn an deinem Einkocher recht weit oben und es bleibt ungewöhnlich viel Würze zurück, die dann auch noch ziemlich viel Extrakt enthält, weil diese Schicht von den Nachgüssen nicht erreicht und verdünnt wird.
Der Treber war noch recht saftig und ne kleine Pfütze war auch noch im Kocher. Wahrscheinlich war ich einfach zu ungeduldig und hab zu früh den Hahn geschlossen.
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