Womit fängt man an?

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Womit fängt man an?

#1

Beitrag von Teuben » Dienstag 29. März 2016, 10:23

Hallo,
ich bin neu hier, und auch noch nicht ganz versiert, wo man in diesem Forum was
findet. Ich werde demnächst mit der Brauen beginnen wollen, jetzt würde mich interessieren,
was man sinnvollerweise als Anfänger als erstes braut?
Womit habt Ihr angefangen?

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Re: Womit fängt man an?

#2

Beitrag von gerold » Dienstag 29. März 2016, 10:31

Hi Teuben,

ich habe auch vor kurzem erst angefangen. Wir haben gestern den 3. Sud ins Fass gebracht.

Angefangen haben wir mit einem Weizen. Das 2. Bier war ein Pale Ale und jetzt wirds ein Fruchtbierexperiment.
Das Weizen ist schon fertig und schmeckt gut. Das Ale ist seit gestern auf der Flasche. Dauert also noch.

hier gibts auch Tips

viewtopic.php?f=17&t=7191&p=107361&hili ... er#p107361

Grüße

Gerold
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Re: Womit fängt man an?

#3

Beitrag von beryll » Dienstag 29. März 2016, 10:32

Guten Morgen...

am Besten fängst Du mal hiermit an: Vorstellung, ist immer schön zu wissen, mit wem man sich unterhält :-)

Dann: Anfängerfragen
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Re: Womit fängt man an?

#4

Beitrag von Brauling » Dienstag 29. März 2016, 10:34

Moin und Willkommen,
welcher Bierstil schmeckt Dir denn am besten?
Grundsätzlich ist zu Anfang etwas Obergäriges (ein Kölsch oder Ale) ein dankenswerter Bierstil. Versuche deinen ersten Sud so einfach wie möglich zu halten um dich nicht gleich zu überfordern. Das beste Bier was du jemals getrunken hast wirds so oder so :D
Ansonsten Gut Sud!

Grüße Andy

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Re: Womit fängt man an?

#5

Beitrag von grüner Drache » Dienstag 29. März 2016, 10:37

Hi Teuben!

Erstenmal wäre ne kleine Vorstellung ganz gut, da kannst en bissel was von Dir erzählen und ein paar mehr Infos zu deinen Vorhaben einflechten.
Willst Du mit Malz oder Extrakt brauen?
Allzeit gut Sud!
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Ciao, Alex!
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Re: Womit fängt man an?

#6

Beitrag von Jörg » Dienstag 29. März 2016, 10:40

Moin und herzlich willkommen!

Ein sehr guter Start ist diese Seite: https://brauanleitung.wordpress.com
Als nächstes geht es um deine Präferenzen. Wenn du dir beim Prozess sicher bist und andere Bierstile bevorzugst findest du hier eine Menge Ideen: http://www.maischemalzundmehr.de/


Cheers, Jörg
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Re: Womit fängt man an?

#7

Beitrag von Teuben » Dienstag 29. März 2016, 12:25

Schönen Dank schonmal für die Antworten.

Meine Name ist Torben Ich bin 44 Jahre alt und komme aus Iserlohn (20 km von Dortmund entfernt).
Durch das Interesse an den sog. Craftbieren und belgischen Bieren habe ich vor drei Wochen
ein Brauseminar besucht, bei dem ich feststellen konnte, dass das Brauen, zumindest in der Theorie,
relativ "einfach" ist.
Ausstattung ist bei mir noch nicht vorhanden, ich habe erstmal nur vor, mir "schlichte"
Hardware zu kaufen, wie z.B. eine Einkochautomat, Gäreimer etc. und nicht gleich eine Minibrauerei.

Am besten schmecken mir kaltgehopfte Biere (IPA etc.), aber mit Experimenten wollte ich nicht beginnen.
Ich bin auch davon ausgegangen, dass es für den Anfang einfacher ist, mit einem obergärigem Bier anzufangen,
und hier evtl. auch ein Weizen zu testen, da dieses (ich meine dieses gelesen zu haben) nicht so lange reifen muss.
mit freundlichen Grüßen
Torben

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Re: Womit fängt man an?

#8

Beitrag von Weperbräu » Dienstag 29. März 2016, 12:32

Dann bist du doch mit einem Pale Ale oder IPA gut bedient. Ich denke damit haben viele angefangen, ich auch. Rezepte gibt es bei MMuM etliche, gerade auch für Anfänger geeignet.

Kalthopfung muss dabei ja nicht sein. Ist aber auch nicht weiter kompliziert. Wie das zu machen ist, ist auch im Rezept in der Regel gut beschrieben. Im Zweifel frag halt nach.

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Re: Womit fängt man an?

#9

Beitrag von sb11 » Dienstag 29. März 2016, 12:41

Ich hab mit diesem hier angefangen und das hat allen IPA Fans, die es probiert haben, sehr gut geschmeckt:

http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... ite=$seite

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Re: Womit fängt man an?

#10

Beitrag von augenzeuge » Dienstag 29. März 2016, 12:49

Hi.

Nie verkehrt ist die Rezeptdurchsicht bei MMuM. Da kannst du auch nach Anfängerbieren filtern, d.h. einfache Schüttungen und Bauweisen.

Ich hatte seinerzeit mit dem Maibock (OG) von tauroplu begonnen und dieses Bier ist überall sehr gut angekommen und sehr lecker.

Beim Equipment wird sich bei dir nach den ersten Brauversuchen schnell herausstellen, ob du eher der Einkocher und Eimer-Typ bist, oder ob es auch mehr sein darf. Da tickt jeder anders und du kannst von low-budget bis Premium investieren.

Maik

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Re: Womit fängt man an?

#11

Beitrag von Johnny H » Dienstag 29. März 2016, 12:53

Herzlich willkommen!

Ich persönlich habe ja immer Schwierigkeiten mit dem Ratschlag, Weizenbier sei ein Anfängerbier. Weizenbier ist hygienisch nicht unbedenklich aufgrund der geringen Hopfung und richtig gute Trockenhefe gibt es m.W. auch nicht. Dann die komplizierte Thematik Nelke-Banane-Ester, die ja nicht zuletzt sehr von der Hefe, aber auch von der Maischearbeit abhängt. Ich würde daher zum Anfang eher auf ein Pale Ale o.ä. gehen. Die Geduld, die es zum vernünftigen Ablagern eines Bieres braucht, wirst Du sowieso lernen müssen (und das ist eine große Herausforderung!).
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Womit fängt man an?

#12

Beitrag von cyme » Dienstag 29. März 2016, 13:03

Teuben hat geschrieben:Am besten schmecken mir kaltgehopfte Biere (IPA etc.), aber mit Experimenten wollte ich nicht beginnen.
Wenn du IPA magst, brau ein IPA. Klathopfung ist kein Hexenwerk: Deckel auf, Hopfen rein, Deckel zu.

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Re: Womit fängt man an?

#13

Beitrag von Jörg » Dienstag 29. März 2016, 13:10

Ich würde dir zu diesem Rezept raten:
http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... ite=$seite

Das war auch mein erster Sud und ist jetzt immer wieder die Referenz wenn ich etwas verändere.
Ach so, schmecken tut es auch und es dürfte deinen Geschmack treffen ;)


Cheers, Jörg
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Re: Womit fängt man an?

#14

Beitrag von hutschpferd » Dienstag 29. März 2016, 13:14

Ich hab seinerzeit mit Weizenbier angefangen und empfehle mit Weizenbier abzufangen, das verzeiht sehr viel, und kommt gut an :)

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Re: Womit fängt man an?

#15

Beitrag von Jörg aus Bilk » Dienstag 29. März 2016, 14:46

Die Antwort ist einfach - obergäriges und das nach Geschmack. Wer Alt mag Alt, wer Kölsch mag Kölsch, wer Weizen mag Weizen, wer alle drei Sorten mag, suche es sich aus.

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Re: Womit fängt man an?

#16

Beitrag von Blancblue » Dienstag 29. März 2016, 14:58

cyme hat geschrieben:
Teuben hat geschrieben:Am besten schmecken mir kaltgehopfte Biere (IPA etc.), aber mit Experimenten wollte ich nicht beginnen.
Wenn du IPA magst, brau ein IPA. Klathopfung ist kein Hexenwerk: Deckel auf, Hopfen rein, Deckel zu.
Und dann gibts den ersten Gushing Bericht...

Ein Weizen ist für mich das einfachste Selbstbraubier, weil es relativ anspruchslos ist in Punkto Wasserqualität, Hopfung und Gärführung. Zudem überdecken die enormen Hefearomen auch mal den ein oder anderen Fehlgeschmack.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Womit fängt man an?

#17

Beitrag von Humpen » Dienstag 29. März 2016, 15:06

Hey,
eins meiner ersten Biere war ein IPA. Dann mit einem fruchtigen Hopfen stopfen. Am besten eine Kombirast fahren.
Halte ich für Anfänger sehr geeignet.
Gruß, Humpen

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Re: Womit fängt man an?

#18

Beitrag von Weperbräu » Dienstag 29. März 2016, 15:07

Blancblue hat geschrieben:
cyme hat geschrieben:
Teuben hat geschrieben:Am besten schmecken mir kaltgehopfte Biere (IPA etc.), aber mit Experimenten wollte ich nicht beginnen.
Wenn du IPA magst, brau ein IPA. Klathopfung ist kein Hexenwerk: Deckel auf, Hopfen rein, Deckel zu.
Und dann gibts den ersten Gushing Bericht...

Ein Weizen ist für mich das einfachste Selbstbraubier, weil es relativ anspruchslos ist in Punkto Wasserqualität, Hopfung und Gärführung. Zudem überdecken die enormen Hefearomen auch mal den ein oder anderen Fehlgeschmack.
Jeder wie er mag. Ich würde trotzdem eher zu einem IPA raten, da "A" deutlich stärker gehopft (Infektionsgefahr) und "B" auch ohne Weizenmalz zu brauen (einfacheres Läutern). Gärführung sollte auch problemlos sein. Zum Wasser kann ich nicht viel sagen, damit habe ich mich noch nicht beschäftigen müssen. Außerdem wird es dem TE besser schmecken, wenn er auf IPA's steht.

Was Gushing angeht: Klär mich bitte auf, warum das bei einem IPA Probleme bereiten soll und bei einem Weizen nicht? :Greets

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Re: Womit fängt man an?

#19

Beitrag von katzlbt » Dienstag 29. März 2016, 15:22

Teuben hat geschrieben: werde demnächst mit der Brauen beginnen wollen, jetzt würde mich interessieren, was man sinnvollerweise als Anfänger als erstes braut?
Womit habt Ihr angefangen?
Radikaler Vorschlag:

1. Gärgrundkurs: Kauf dir einen Tetrapack Apfelsaft und/oder einen weissen Traubensaft und wirf Brauhefe (keine Backhefe!) rein (ganz wenig reicht).
Warte 2-3 Tage und koste jeden Tag. Abdecken! Wenns am besten schmeckt stell es in den Kühlschrank. Wenn du es weiter gären lässt wird es Most/Wein und immer trockener. Wenns sauer wird, Oje! und nochmals. So, das wäre der Gärgrundkurs für Most und Wein :Bigsmile

2. Braugrundkurs: Kauf dir ein Weyermann Malzextrakt Sirup 4kg, Hopfen und braue einmal. Wenns kalt ist siehe 1.

3. Maischen: Jetzt wird es schwieriger ...

4. Flaschenvergärung: Fülle das Resultat von 1. in 0,5l Flaschen und gib 2,5g Zucker dazu (ca. 1/2 Teelöffel).

Verbessere 1.-4. bis du Meister bist :Greets

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Re: Womit fängt man an?

#20

Beitrag von Blancblue » Dienstag 29. März 2016, 15:31

Weil bei einem Weizen in der Regel nicht kalthopfe? ("Deckel auf, Hopfen rein, Deckel zu.")

Infektionsgefahr bei einem IPA ist gar nicht soviel geringer wie man manchmal denkt...
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Womit fängt man an?

#21

Beitrag von Weperbräu » Dienstag 29. März 2016, 15:37

Blancblue hat geschrieben:Weil bei einem Weizen in der Regel nicht kalthopfe? ("Deckel auf, Hopfen rein, Deckel zu.")

Infektionsgefahr bei einem IPA ist gar nicht soviel geringer wie man manchmal denkt...
Naja aber "kalthopfen" erledige ich im Gärbehälter. Da habe ich noch kein Gushing erlebt... Ich bin aber immer offen für neue Erfahrungen.

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Re: Womit fängt man an?

#22

Beitrag von Blancblue » Dienstag 29. März 2016, 15:40

Du weisst aber schon, was mit Gushing gemeint ist, oder? Im Gärbehälter gibts kein Gushing, wohl aber wenn Hopfenbestandteile beim Abfüllen in die Flasche geraten.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Womit fängt man an?

#23

Beitrag von Weperbräu » Dienstag 29. März 2016, 15:45

Blancblue hat geschrieben:Du weisst aber schon, was mit Gushing gemeint ist, oder? Im Gärbehälter gibts kein Gushing, wohl aber wenn Hopfenbestandteile beim Abfüllen in die Flasche geraten.
Jap, ist mir schon klar. Grundvoraussetzung wäre dann, dass man möglichst keine Hopfenteile mit in die Flasche gibt. Aber das kann man ja mit Hilfe eines entsprechenden Hopfensäckchens vermeiden (zumindest weitesgehend). Man muss aber auch ein IPA nicht zwingend "stopfen".

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Re: Womit fängt man an?

#24

Beitrag von Jörg » Dienstag 29. März 2016, 15:48

Ich glaube, zusammenfassend kann man einfach sagen:
Such dir ein Rezept aus, das klingt als könne es dir schmecken, nicht übermäßig kompliziert aussieht --> Und dann leg los!

Wie Blancblue schreibt: "Bier wird's immer" - und sofern du halbwegs hygienisch arbeitest wird es schon schwierig ein schlechtes Bier zu machen.

Also einfach loslegen :) :Drink
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Re: Womit fängt man an?

#25

Beitrag von Blancblue » Dienstag 29. März 2016, 15:51

Und genau darum gehts doch hier - "Grundvoraussetzung" ist nunmal bei einem Anfänger immer so eine Sache, hier sollte man so niedrig ansetzen wie es nur geht oder? Und ein IPA ohne Hopfenstopfen - nee, dann lieber warten bis mehr Erfahrung da ist.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Womit fängt man an?

#26

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Dienstag 29. März 2016, 16:07

Weperbräu hat geschrieben: Jap, ist mir schon klar. Grundvoraussetzung wäre dann, dass man möglichst keine Hopfenteile mit in die Flasche gibt. Aber das kann man ja mit Hilfe eines entsprechenden Hopfensäckchens vermeiden (zumindest weitesgehend).
Was mich (als Anfänger) beim Lesen der unzähligen Brau-Anleitungen schon länger wundert: wieso verwendet man denn nicht so eine Art Tee-Ei? Das könnte man ja auch in "deutlich grösser" als das originale Tee-Ei bauen?

Damit würde man sich doch den Aufwand mit dem Whirlpool und Hopfenseihen ersparen?

Irgend einen Grund muss es doch geben, dass das nicht gemacht wird? Wo ist mein Denkfehler?

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Re: Womit fängt man an?

#27

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 29. März 2016, 16:14

Sowas gibt es auch in größer, Gewürzkugel/Reiskugel - mal danach googlen.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Womit fängt man an?

#28

Beitrag von Steve LeCocq » Dienstag 29. März 2016, 16:23

Aufs Hopfenseihen würde ich selbst mit Hopfenkugel nicht verzichten, sofern du Pellets nutzt. Bei Amihopfen kriegst du einen guten Filter für 6 Euro (Aufgrund des Materials sehr einfach zu reinigen).

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Re: Womit fängt man an?

#29

Beitrag von philipp » Dienstag 29. März 2016, 16:31

Weil's noch niemand als Argument genannt hat:

Weizen, weil es fast direkt nach der Nachgärung schon getrunken werden kann.

Ein IPA verzeiht auch viel (und ist deswegen auch sehr beliebt....*g*), muss aber i.d.R. deutlich länger gelagert werden.



Beim Hopfenseihen: Achte auf einen Filter aus Monofilament. Die sind leichter zu reinigen als die immer noch am Markt befindlichen aus Filz.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

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Re: Womit fängt man an?

#30

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Dienstag 29. März 2016, 16:35

Alt-Phex hat geschrieben:Sowas gibt es auch in größer, Gewürzkugel/Reiskugel - mal danach googlen.
Naja, aber wieso verwendet das denn keiner? Hat das irgendwelche Nachteile?

Selbst wenn noch ganz feine Reste verbleiben, würde zumindest der Auslaufhahn nicht mehr verstopfen und man könnte es noch gut dur einen einfachen Filter durchjagen...

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Re: Womit fängt man an?

#31

Beitrag von Bulli » Dienstag 29. März 2016, 16:41

Teuben hat geschrieben:Hallo,
ich bin neu hier, und auch noch nicht ganz versiert, wo man in diesem Forum was
findet. Ich werde demnächst mit der Brauen beginnen wollen, jetzt würde mich interessieren,
was man sinnvollerweise als Anfänger als erstes braut?
Womit habt Ihr angefangen?
auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen! :Greets

bin zwar auch noch recht frisch hier, aber (gerade deshalb) gebe ich auch mal meinen Senf dazu:

Dass man mit einem obergärigen Bier anfangen sollte, darin sind wir uns wahrscheinlich alle einig (=einfachere Gärführung).
Nächste Frage ist, ob Du mit einem fertigen Starter-Kit (Malzextrakt) anfangen willst, oder geich "richtig" brauen willst mit Maischeführung etc.
Ich wollte gleich "richtig" brauen und hab mir daher (geschrotetes) Malz bestellt.

Ich selbst hab mit diesem Pale Ale angefangen: http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... ite=$seite da ich eben auch ein Fan von diesen gehopften Bieren bin, und man die nicht an jeder Ecke im Supermarkt bekommt. Beim ersten Sud ist bei mir nichts nach Plan verlaufen, Bier ists aber trotzdem geworden :thumbup

Allerdings spielt bei einem Pale Ale das Brauwasser eine wichtige Rolle, das habe ich inzwischen gemerkt (mein erster Sud war durchaus trinkbar, hatte aber eine etwas kratzige, nachhaltige Bittere, die ich auf mein Wasser zurückführe).

Weizen "verträgt" hier eine größere Spannweite an Wasserqualität, das wurde schon erwähnt. Ohne Deine Wasserwerte näher zu kennen, kann man da aber nur spekulieren.

Wenn Du (India) Pale Ale lecker findest... brau einfach das... wird auch was werden. Wasser hin Wasser her.. Erfahrungen mußt du selbst machen, und der "Aha-Effekt" was Wasser ausmacht kann auch sehr spannend sein.
Über Irish Moss o.Ä. zum klären (wie in manchen Rezepten angegeben) würde ich mir am Anfang noch keine Gedanken machen..

Gut Sud!

Edit: die größte Herausforderung am Anfang wird eh die GEDULD sein... (den Gäreimer NICHT dauernd aufzumachen sonder warten)
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Re: Womit fängt man an?

#32

Beitrag von beryll » Dienstag 29. März 2016, 16:42

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Alt-Phex hat geschrieben:Sowas gibt es auch in größer, Gewürzkugel/Reiskugel - mal danach googlen.
Naja, aber wieso verwendet das denn keiner? Hat das irgendwelche Nachteile?

Selbst wenn noch ganz feine Reste verbleiben, würde zumindest der Auslaufhahn nicht mehr verstopfen und man könnte es noch gut dur einen einfachen Filter durchjagen...
Es machen doch einige hier im Forum, musst Dich einfach mal durch die bebilderten Braudokus lesen, da wirst Du schnell fündig. Es nutzen halt nicht alle Dolden... Ich nutze aktuell nur Pellets, da bringen die Gewürzkugeln überhaupt nichts, da geht es nur mittels Whirlpool weiter, sonst wäre der Monofilament _sofort_ dicht. Aus dem Grund: Whirlpool und dann durch den Filter raus damit. Im Monofilament bleibt so kaum was drin, es sei denn, Du kippst am Schluss den kompletten Pellet-Schmodder in den Filter rein - auf das klein wenig Würze kann man in der Regel verzichten.

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Re: Womit fängt man an?

#33

Beitrag von Teuben » Dienstag 29. März 2016, 17:08

Bulli hat geschrieben:
Teuben hat geschrieben:Hallo,
ich bin neu hier, und auch noch nicht ganz versiert, wo man in diesem Forum was
findet. Ich werde demnächst mit der Brauen beginnen wollen, jetzt würde mich interessieren,
was man sinnvollerweise als Anfänger als erstes braut?
Womit habt Ihr angefangen?
auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen! :Greets

bin zwar auch noch recht frisch hier, aber (gerade deshalb) gebe ich auch mal meinen Senf dazu:

Dass man mit einem obergärigen Bier anfangen sollte, darin sind wir uns wahrscheinlich alle einig (=einfachere Gärführung).
Nächste Frage ist, ob Du mit einem fertigen Starter-Kit (Malzextrakt) anfangen willst, oder geich "richtig" brauen willst mit Maischeführung etc.
Ich wollte gleich "richtig" brauen und hab mir daher (geschrotetes) Malz bestellt.

Ich selbst hab mit diesem Pale Ale angefangen: http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... ite=$seite da ich eben auch ein Fan von diesen gehopften Bieren bin, und man die nicht an jeder Ecke im Supermarkt bekommt. Beim ersten Sud ist bei mir nichts nach Plan verlaufen, Bier ists aber trotzdem geworden :thumbup

Allerdings spielt bei einem Pale Ale das Brauwasser eine wichtige Rolle, das habe ich inzwischen gemerkt (mein erster Sud war durchaus trinkbar, hatte aber eine etwas kratzige, nachhaltige Bittere, die ich auf mein Wasser zurückführe).

Weizen "verträgt" hier eine größere Spannweite an Wasserqualität, das wurde schon erwähnt. Ohne Deine Wasserwerte näher zu kennen, kann man da aber nur spekulieren.

Wenn Du (India) Pale Ale lecker findest... brau einfach das... wird auch was werden. Wasser hin Wasser her.. Erfahrungen mußt du selbst machen, und der "Aha-Effekt" was Wasser ausmacht kann auch sehr spannend sein.
Über Irish Moss o.Ä. zum klären (wie in manchen Rezepten angegeben) würde ich mir am Anfang noch keine Gedanken machen..

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Edit: die größte Herausforderung am Anfang wird eh die GEDULD sein... (den Gäreimer NICHT dauernd aufzumachen sonder warten)
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ich würde gerne "richtig" brauen wollen, also mit Maischeführung. Bevor ich jetzt Unmengen an Gerätschaften kaufe, möchte ich halt einmal so den Umfang des ganzen
feststellen. Bei Facebook gibt es auch Hobbybrauer- Gruppen, die sind teilweise schon extrem ausgestattet, dass man Angst bekommt, mit einem Einkochautomat zu beginnen.
Auf jeden Fall danke an alle.

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Re: Womit fängt man an?

#34

Beitrag von cyme » Dienstag 29. März 2016, 17:36

Teuben hat geschrieben:ich würde gerne "richtig" brauen wollen, also mit Maischeführung. Bevor ich jetzt Unmengen an Gerätschaften kaufe, möchte ich halt einmal so den Umfang des ganzen feststellen. Bei Facebook gibt es auch Hobbybrauer- Gruppen, die sind teilweise schon extrem ausgestattet, dass man Angst bekommt, mit einem Einkochautomat zu beginnen.
Auf jeden Fall danke an alle.
Man braucht nicht viel. Kannst dir ja mal meine Braudoku anschauen, das teuerste an der ganzen Geschichte ist ein 60,- € Einkocher.

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Re: Womit fängt man an?

#35

Beitrag von Bulli » Dienstag 29. März 2016, 21:34

cyme hat geschrieben:
Teuben hat geschrieben:ich würde gerne "richtig" brauen wollen, also mit Maischeführung.
gute Entscheidung :thumbup ich wollte auch von Anfang an, wenn schon brauen, dann "richtig"...
cyme hat geschrieben:
Teuben hat geschrieben:Bei Facebook gibt es auch Hobbybrauer- Gruppen, die sind teilweise schon extrem ausgestattet, dass man Angst bekommt, mit einem Einkochautomat zu beginnen...
Man braucht nicht viel. Kannst dir ja mal meine Braudoku anschauen, das teuerste an der ganzen Geschichte ist ein 60,- € Einkocher.
ich bin da ganz bei Cyme, im Prinzip braucht man wirklich nicht viel.
Und keine Angst, hier wird keiner niedergemacht, weil er mit "low budget" Ausrüstung braut. Im Prinzip reicht dir ein großer Topf zum Wasser heiß machen und ein Gäreimer. Alles andere kommt mit der Zeit und dient hauptsächlich der Bequemlichkeit.
Hier brauen noch viele in der "Einkocherklasse". Damit kann man einwandfreie Biere brauen, ist aber halt im Ergebnis (Ausschlagsmenge) irgendwo bei 25 LIter limitiert. Größeres Gerät wird meistens angeschafft, wenn man genügend "Abnehmer" fürs Selbstgebraute hat. Ob du 20 oder 50 ... 100 Liter braust, der Zeitaufwand ist fast gleich.

Lies mal etwas quer im Forum , hier gibts schon einige Fäden, mit welchen Gerätschaften man am besten anfängt.

Mein Vorschlag wäre (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

-Einkocher (Profi-Cook wird gern genommen wegen der Temperatursteuerung, hat aber z.Zt. wohl Qualitätsprobleme. Mein 2. funktioniert jetzt)
- Gär- und Läutereimer z.B. von Auer: http://www.auer-packaging.de/de/eimer-rund_215.html
unschlagbar günstig wenn Du selbst ein Loch für Hahn und Gärspund bohren kannst, ansonsten gibts fertige Gäreimer-sets bei den einschlägigen Versendern (Hobbybrauerversand, Schnappsbrenner, Amihopfen etc.)
kleinere Eimer (12 Liter) gibts auch bei OBI, die orangenen Eimer dort sind lebensmittelgeeignet (Messer/Gabelsymbol)
- Silikonschlauch
- Strain-Buddy, Läuterhexe oder Leuterator zum Leutern
- Monofilamentfilter
- Refraktometer (für meine Zwecke tuts z.Zt. noch das billige ausm Chinaversand) und / oder Spindel

Damit kommst du schon mal sehr weit.

Irgendwann kommt dann mal ein Rührwerk, weil dir das Rühren auf den Keks geht, dann kommt pH-Messer und Osmoseanlage zum Wasser aufbereiten.... dann Ausrüstung zum Hefe propagieren, dann Kegs....

Aber im Prinzp kannst Du wie gesagt mit einem großen Topf und einem Eimer ein einwandfreies Bier brauen...

Viel Erfolg.

Und nochmal Willkommen bei den Bekloppten :Greets

Gruß Stefan (der gerade ein Samba Pale Ale mit 3g Citra gestopft im Glas hat.... Das Bier ist der Knaller!!! Gerade frisch aus der Nachgärung, 2 Stunden in den Tiefkühler. Und schon sowas von süffig! Saulecker! Der Citra macht ein unglaubliches Maracuja-Aroma)




-

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Re: Womit fängt man an?

#36

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 29. März 2016, 21:59

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Alt-Phex hat geschrieben:Sowas gibt es auch in größer, Gewürzkugel/Reiskugel - mal danach googlen.
Naja, aber wieso verwendet das denn keiner? Hat das irgendwelche Nachteile?

Selbst wenn noch ganz feine Reste verbleiben, würde zumindest der Auslaufhahn nicht mehr verstopfen und man könnte es noch gut dur einen einfachen Filter durchjagen...
Die Auslaugung des Hopfens in diesen Dingern ist eher schlecht, so zumindest meine bisherige Erfahrung.
Bei Pellets bringen die sicherlich auch nicht soviel, da dürfte das meiste durch gehen. Whirlpool andrehen
und einen Monofillament Filter benutzen. Das reicht völlig.

Und keine Panik wenn da etwas Trub mit ins Gärfaß kommt, das schadet nicht. Im Gegenteil, das soll sogar
gärfördernd sein. Fang einfach mal an, man macht sich da am Anfang viel zu viele Gedanken drüber.

Halt dich an http://www.brauanleitung.de , dann wirds schon werden
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Re: Womit fängt man an?

#37

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Dienstag 29. März 2016, 23:18

Bulli hat geschrieben: - Gär- und Läutereimer z.B. von Auer: http://www.auer-packaging.de/de/eimer-rund_215.html
unschlagbar günstig wenn Du selbst ein Loch für Hahn und Gärspund bohren kannst
Die 30-Liter-Version dieser Eimer (auch Hobbock genannt) gehören bei Hobby-Imkereien zur Standard-Ausrüstung. Deswegen dachte auch ich gleich an diese Dinger. Allerdings sind die (30 Liter) doch etwas eng, wenn man die knapp 30 Liter eines Einkochers möglichst vollständig ausnutzen möchte. Also müsste man zwei Exemplare umbauen, damit die Füllmenge des Einkochers aufgeteilt werden kann und noch Raum für den Schaum bleibt. Ein drittes Exemplar unten mit Bohrer (1mm? 1.5mm? 2mm?) zu einem Sieb umgearbeitet ergibt dann den Läuter-Topf (als Eimer-im-Eimer-System).
Nach Gebrauch ineinandergestapelt nehmen die auch recht wenig Platz ein....

Allerdings müsste der Hahn (auf der Innenseite) schon extrem platzsparend sein, damit das Eimer-im-Eimer-System nicht hakelig wird. Als Hahn sollte 1/2" vollkommen ausreichend sein, oder? Geht vielleicht auch kleiner (wegen dem Auftragen innen)?

Der Gärspund benötigt noch einen (Silikon?)-Stopfen?

Und der Deckel ein Sichtfenster ;-)
- Monofilamentfilter
Wie fein muss dieser sein?
- Refraktometer (für meine Zwecke tuts z.Zt. noch das billige ausm Chinaversand) und / oder Spindel
Auch hier bin ich wieder sehr irritiert. IMHO ist der Umgang mit einem Refraktometer wesentlich einfacher als das Herumhantieren mit der filigranen Spindel. Wenn da mit schweren Behältern hantiert wird, würde ich dieser Glasspindel keine lange Lebensdauer zusprechen. Zumal an so einem Brautag sicherlich auch das eine oder andere Fläschchen verkostet wird ;-) Trotzdem wird meistens die Verwendung der Spindel empfohlen. Warum? Nur wegen dem bisschen Rechnerei?

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Re: Womit fängt man an?

#38

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 30. März 2016, 00:06

Allerdings sind die (30 Liter) doch etwas eng, wenn man die knapp 30 Liter eines Einkochers möglichst vollständig ausnutzen möchte.
Da hast du einen Denkfehler, denn heisse Flüssigkeiten dehnen sich aus.
Ergo bekommst du auch keine 30L aus deinem Einkocher raus, eher so
22-24L und dafür reicht so ein Hobbock.

Besser als die Eimer finde ich die Gär/Mostfässer aus dem Baumarkt.
30l Version kostet 20,- EUR, inklusive Blindstopfen, Hahn und Spund.

Mit "High Gravity" kann man auch mehr aus einem Einkocher rausholen,
dann brauchst du eben zwei Gefäße oder ein größeres. Bedenke aber
auch das du evt. noch bewegen können musst, ab 30L wird das schon
anstrengend.
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Re: Womit fängt man an?

#39

Beitrag von Bulli » Mittwoch 30. März 2016, 10:06

DerWelcherDurstHat hat geschrieben: ...Ein drittes Exemplar unten mit Bohrer (1mm? 1.5mm? 2mm?) zu einem Sieb umgearbeitet ergibt dann den Läuter-Topf (als Eimer-im-Eimer-System).
Nach Gebrauch ineinandergestapelt nehmen die auch recht wenig Platz ein....
würde ich nicht machen. Es geistern noch viele Bauanleitungen zu so einem "Doppelten Oskar" im Netz rum. Nimm gleich was "richtiges":
Wenn du aus separtem Eimer läutern willst, nimm so was wie den Strain Buddy. Kostet nicht wirklich viel mehr wie ein zusätzlicher Eimer und funktioniert einwandfrei bei mir.
Allerdings werde jetzt auf Läuterhexe oder Leuterator umsteigen, da ich direkt aus dem Einkocher heraus läutern will, und der Strain-Buddy im Einkocher mit meinem Rührwerk kollidiert.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Allerdings müsste der Hahn (auf der Innenseite) schon extrem platzsparend sein, damit das Eimer-im-Eimer-System nicht hakelig wird. Als Hahn sollte 1/2" vollkommen ausreichend sein, oder? Geht vielleicht auch kleiner (wegen dem Auftragen innen)?
Bei einer "Richtigen" Läuterlösung :P ist die Hahngröße durch den Fitting (des Strain Buddys / Hexe / Leuterator) quasi vorgegeben.
Der Strain Buddy z.B. hat ein 3/4" Fitting, ich verwende hierfür einen Kunstoff-Hahn vom Mostfass. Hat die selbe Größe.
Ich persönlich hab mit dem Kunstoffhahn keine Bedenken, ich kann den auseinanderbauen und anschließend in heißem Wasser auskochen.
Edelstahl ist sicher langfrisitg die bessere Lösung.
Durchlassbohrung glaube ich 22mm. Hierfür brauchst Du optimalerweise einen Karosserie-Bohrer. Wenn sowas nicht zur Hand geht auch mitm kleinen Bohrer mehrmals im Kreis vorbohren und dann mit der Rundfeile "rund" feilen bis zur gewünschten Größe.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Der Gärspund benötigt noch einen (Silikon?)-Stopfen?
passenden mit dem Gärspund mitbestellen.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Und der Deckel ein Sichtfenster ;-)
genau. wichigstes Utensil von allen :Smile
manche machen sich auch einen Spoiler ans Auto oder lackieren die Bremssättel rot.... :P
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: - Monofilamentfilter
Wie fein muss dieser sein?
um die 150µ sollte es tun
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: - Refraktometer ...
Auch hier bin ich wieder sehr irritiert. IMHO ist der Umgang mit einem Refraktometer wesentlich einfacher als das Herumhantieren mit der filigranen Spindel. Wenn da mit schweren Behältern hantiert wird, würde ich dieser Glasspindel keine lange Lebensdauer zusprechen. Zumal an so einem Brautag sicherlich auch das eine oder andere Fläschchen verkostet wird ;-) Trotzdem wird meistens die Verwendung der Spindel empfohlen. Warum? Nur wegen dem bisschen Rechnerei?
ich persönlich würde jetzt keine 5 Flaschen Bier während des Brauens konsumieren, dann sollte es auch noch mit dem Spindeln unfallfrei klappen.
Zumal das Hantieren schwerer Behälter sich sehr in Grenzen halten sollte (Platz und ordentliche Planung vorausgesetzt).
Ich selbst habe von Anfang an nur ein optisches Refraktometer und vermisse keine Spindel. Allerdings ist beim Messen mit Refraktomertern etwas mehr zu beachten wie beim Spindeln; das Ding sollte kalibriert sein und wenn du beim Messen heißer Würze nicht aufpasst, kann dir aus der Probe verdampfendes Wasser ruck-zuck den Messwert um einige Brix / Plato verfälschen. Spindeln messen hier zuverlässiger und reproduzierbarer (richtige Tempertur vorausgesetzt).
Ich selbst vermisse aber wie gesagt (noch?) keine Spindel. Zumal mir der genaue Extraktgehalt meines Bieres auch relativ egal ist. Mir reicht die Information, dass sich mein Extraktgehalt am Ende der Gärung nicht mehr verändert. Ob ich da nun in Wirklichkeit 6,5 oder 7 Brix habe, ist mir egal, sofern mir mein Messinstrument zuverlässig anzeigt, dass ich keine Veränderung mehr habe.
Ich lasse inzwischen meine Sude eh noch mindestens eine Woche nach abgeschlossener Gärung stehen.
Wenn du schon das trinkbare Ergebnis mehrer Brautage im Keller stehen hast, tanzt du auch nicht mehr um jeden Gäreimer rum wie ein kleines Kind um den Weihnachtsbaum und willst dauernd den Deckel öffnen :Smile

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Re: Womit fängt man an?

#40

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Mittwoch 30. März 2016, 11:04

Bulli hat geschrieben:
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: ...Ein drittes Exemplar unten mit Bohrer (1mm? 1.5mm? 2mm?) zu einem Sieb umgearbeitet ergibt dann den Läuter-Topf (als Eimer-im-Eimer-System).
Nach Gebrauch ineinandergestapelt nehmen die auch recht wenig Platz ein....
würde ich nicht machen. Es geistern noch viele Bauanleitungen zu so einem "Doppelten Oskar" im Netz rum. Nimm gleich was "richtiges":
Was ist denn das Problem dabei? Ich stelle mir das recht einfach vor: Eimer ineinanderstellen, Brühe oben rein, warte-Bier verkosten, Hahn auf. Die Reinigung sollte ebenso einfach sein, da man -- im Gegensatz zur Läuterhexe -- überall gut drankommt.
Wenn du aus separtem Eimer läutern willst, nimm so was wie den Strain Buddy. Kostet nicht wirklich viel mehr wie ein zusätzlicher Eimer und funktioniert einwandfrei bei mir.
Unter "Strain buddy" liefert mir google nur marijuana. Aber dass man damit die (grob gerechnet) 5 Euronen für den Eimer unterbieten kann, kann ich mir nicht vorstellen...
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Und der Deckel ein Sichtfenster ;-)
genau. wichigstes Utensil von allen :Smile
Erschwert allerdings die Reinigung..
Zumal mir der genaue Extraktgehalt meines Bieres auch relativ egal ist. Mir reicht die Information, dass sich mein Extraktgehalt am Ende der Gärung nicht mehr verändert. Ob ich da nun in Wirklichkeit 6,5 oder 7 Brix habe, ist mir egal, sofern mir mein Messinstrument zuverlässig anzeigt, dass ich keine Veränderung mehr habe.
Ich dachte das ist wichtig um zu wissen, welche Zucker-Menge man für die Nachgärung zugeben muss?

inem
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Re: Womit fängt man an?

#41

Beitrag von inem » Mittwoch 30. März 2016, 11:14

1) Die Läuterhexe lässt sich einfach reinigen, da ist deine Einschätzung falsch. Beim doppelten Oskar kann es einfach gehen, kann aber auch Probleme geben, dass man Wasser vorlegen muss, damit sich keine Luftblase bildet. Die Ausbeute (wenn die auch nicht so wichtig ist) ist mit einem ordentlichen Läutersystem besser.
2) Strainbuddy
3) Wichtig ist, wie angesprochen die Messung des Restextrakts, bzw ob sich dieser noch verändert. Der absolute Wert gibt aber auch Aufschluss ob der Vergärgrad eine realistische Höhe erreicht hat. Für die Zuckerzugabe wiederum ist relevant, dass die Nachgärung zu Ende ist, nicht aber der Restextrakt - wird aber mit Speise gearbeitet, braucht man wieder den Vergärgrad.

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Re: Womit fängt man an?

#42

Beitrag von Bulli » Mittwoch 30. März 2016, 11:30

DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Was ist denn das Problem dabei? Ich stelle mir das recht einfach vor: Eimer ineinanderstellen, Brühe oben rein, warte-Bier verkosten, Hahn auf. Die Reinigung sollte ebenso einfach sein, da man -- im Gegensatz zur Läuterhexe -- überall gut drankommt.
probiers aus und berichte. Funktionieren tut das sicher auch. Mir war es den Aufwand der ganzen Löcherbohrerei nicht wert.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Unter "Strain buddy" liefert mir google nur marijuana. Aber dass man damit die (grob gerechnet) 5 Euronen für den Eimer unterbieten kann, kann ich mir nicht vorstellen...
http://amihopfen.com/advanced_search_re ... dy&x=0&y=0
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Ich dachte das ist wichtig um zu wissen, welche Zucker-Menge man für die Nachgärung zugeben muss?
Wenn die Gärung "durch" ist, hat deine Hefe alle für sie verwertbaren Zucker in dem Sud umgewandelt. Wie hoch der absolute Extraktgehalt (Restextrakt) dann ist, hängt u.A. von der Schüttung und der Maischeführung zuvor ab.

Du gibst dann anschließend zusätzlichen Zucker in Abhängigkeit des erwünschen CO2-Gehaltes dazu, unabhängig vom Restextrakt.

Der Restextraktgehalt ist insofern interessant, um z.B. eine eingeschlafene Gärung auszuschließen.

Ich muß mein "egal" bezüglich genauem Extraktgehalt insofern konkretisieren, dass mir eine gewisse "Ungenauigkeit" (absoluter Messfehler) meines Refraktomers egal ist, solange ich nachvollziehbar und zuverlässig Unterschiede im Extraktabbau messen kann.
Wobei ich bei meinem Refraktometer durchaus auf 0,1 - 0,2 Brix genau ablesen kann. Ob 7 abgelesene Brix aber tatsächlich "echte" 7 Brix oder "nur" 6,8 Brix sind...das ist mir egal.

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Re: Womit fängt man an?

#43

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Mittwoch 30. März 2016, 12:35

Bulli hat geschrieben: Allerdings werde jetzt auf Läuterhexe oder Leuterator umsteigen, da ich direkt aus dem Einkocher heraus läutern will, und der Strain-Buddy im Einkocher mit meinem Rührwerk kollidiert.
Passt der Anschluss der Läuterhexe in das Loch gängiger Einkochautomaten oder musstest Du den aufbohren? Damit würde man sich einmal umfüllen ersparen, oder?

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Re: Womit fängt man an?

#44

Beitrag von Bulli » Mittwoch 30. März 2016, 12:59

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Bulli hat geschrieben: Allerdings werde jetzt auf Läuterhexe oder Leuterator umsteigen, da ich direkt aus dem Einkocher heraus läutern will, und der Strain-Buddy im Einkocher mit meinem Rührwerk kollidiert.
Passt der Anschluss der Läuterhexe in das Loch gängiger Einkochautomaten oder musstest Du den aufbohren? Damit würde man sich einmal umfüllen ersparen, oder?
ich glaube nein. Die Hähne an den Einkochern sind relativ klein. Ich hab meinen für den Strain-Buddy auf 3/4" (ca. 22mm?) aufgebohrt.

Evtl. passt der Leuterator, ich glaube, der ist kleiner.

Hier wird sich sicher noch jemand melden, der das genau weiß.

..und ja, das Umfüllen ist auch mein Beweggrund, umzusteigen. Beim Umschütten lässt sich kleckern nie ganz vermeiden (im Freien egal, in der Küche klebt die Zuckerwürze nachher überall an den Schrännken :thumbdown )
Zudem erspart man sich zusätzlichen Sauerstoffeintrag in die Würze (Sauerstoff ist wohl, wie man liest, ein Hauptgrund für Alterung beim Bier in der Flasche)
Zuletzt geändert von Bulli am Mittwoch 30. März 2016, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Womit fängt man an?

#45

Beitrag von beryll » Mittwoch 30. März 2016, 13:02

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Bulli hat geschrieben: Allerdings werde jetzt auf Läuterhexe oder Leuterator umsteigen, da ich direkt aus dem Einkocher heraus läutern will, und der Strain-Buddy im Einkocher mit meinem Rührwerk kollidiert.
Passt der Anschluss der Läuterhexe in das Loch gängiger Einkochautomaten oder musstest Du den aufbohren? Damit würde man sich einmal umfüllen ersparen, oder?
Ich musste das Loch damals ein ganz klein wenig aufbohren...
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

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Re: Womit fängt man an?

#46

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 30. März 2016, 13:16

Das umschöpfen der Maische dauert keine 5min in der 20L Klasse. Wenn man das vorsichtig macht,
hält sich die Kleckerei auch in Grenzen. Ich sehe keinen Vorteil im direkten läutern aus dem Einkocher.
Du musst es ja trotzdem irgendwo auffangen und später wieder zurückschütten. In der Zeit, wo man
den Einkocher reinigt, kühlt die aufgefangene Würze aus und die Aufheizeiten verlängern sich.

Schöpft man die Maische in einen seperaten Läuterbottich um, kann man während er Läuterruhe den
Kessel reinigen. Wenn 1/3 geläutert wurde kann schon aufgeheizt werden. Klarer Zeitgewinn.
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Re: Womit fängt man an?

#47

Beitrag von Hagen » Mittwoch 30. März 2016, 13:17

Wenn ich mir vorstelle an der Stelle von Teuben zu sein, wäre ich nach den ganzen Spezialfragen und Diskussionen dazu noch orientierungsloser....

Keep it simple! Bei allen Fragen solltest du dich zunehmend in die Praxis von Sud zu Sud einarbeiten können. Vom Einfachen zum Speziellen.
Hüte dich davor, gleich mit einer Vielzahl von zunächst überflüssigen Einzelfragen und zusätzlichen Problemen und daher aus Unsicherheit mit unnötigen Stress konfrontiert zu werden.

1) Siehe Antwort 3

2) Bei http://www.brauanleitung.de findest du wie bereits gesagt eine gute Orientierung zu sinnvollen Braubedarf und eine gut begleitete Einführung zum Brauvorgang.

Beim Kauf eines sicherlich sinnvollen Einkochers, der auch nach einer Erweiterung der Anlage lange gute Dienste für verschiedene Verwendungsmöglichkeiten leisten kann, achte auf die Praxiserfahrungen (in der obigen Suchfunktion nach verschiedenen Erfahrungen zu den unterschiedlichen Einkochertypen suchen) und die Möglichkeit, für das von dir bevorzugte Modell bei den verschiedenen Anbietern später auch ein passendes Rührwerk bekommen zu können.

3) Nimm ein Rezept mit einer Kombirast (einstufige Infusion) für ein obergäriges (OG) Bier, um nicht noch den Stress mit der Temperaturführung auch mit unterschiedlichen Temperaturen am Anfang zu haben. Vermeide Weizenbiere, um nicht durch die Verwendung von Weizen eventuell zusätzliche Läuterprobleme zu bekommen.

4) Vermeide bei deinem ersten Sud ein Rezept mit Stopfhopfen (Hopfenstopfen/Kalthopfen). Hierbei kommen eine Vielzahl von weiteren Fragen und Unsicherheiten auf, die beim ersten Sud nicht sein müssen.

5) Verwende eine möglichst neutral vergärende bewährte OG-Hefe, um bei einer suboptimalen Gärführung keine unangenehmen oder unerwünschten Geschmacknoten zu produzieren.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Womit fängt man an?

#48

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Mittwoch 30. März 2016, 13:29

Bulli hat geschrieben:
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Passt der Anschluss der Läuterhexe in das Loch gängiger Einkochautomaten oder musstest Du den aufbohren? Damit würde man sich einmal umfüllen ersparen, oder?
ich glaube nein. Die Hähne an den Einkochern sind relativ klein. Ich hab meinen für den Strain-Buddy auf 3/4" (ca. 22mm?) aufgebohrt.
Nach diesem Bild wäre das nicht 3/4" sondern 3/8".
..und ja, das Umfüllen ist auch mein Beweggrund, umzusteigen.
Spart man sich da wirklich die Umfüllerei? Nach dem Läutern kommt die Brühe doch eh wieder zurück in den Einkocher? Es ist also in jedem Fall zwei mal umzufüllen. Ob der Trub nun beim ersten Umfüllen oder beim zweiten Umfüllen entfernt wird, macht doch keinen Unterschied?

Anders sieht es freilich aus, wenn man zwei Einkochautomaten hat.

Bulli
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Re: Womit fängt man an?

#49

Beitrag von Bulli » Mittwoch 30. März 2016, 17:16

DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Nach diesem Bild wäre das nicht 3/4" sondern 3/8".
Das ist die Läuterhexe. Mein Strain Buddy hat einen 3/4" Anschluß-Fitting.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben: Spart man sich da wirklich die Umfüllerei? Nach dem Läutern kommt die Brühe doch eh wieder zurück in den Einkocher? Es ist also in jedem Fall zwei mal umzufüllen. Ob der Trub nun beim ersten Umfüllen oder beim zweiten Umfüllen entfernt wird, macht doch keinen Unterschied?
Anders sieht es freilich aus, wenn man zwei Einkochautomaten hat.
Du hast Du natürlich recht. Ich hab zwei Einkocher....

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Re: Womit fängt man an?

#50

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Donnerstag 31. März 2016, 17:32

Alt-Phex hat geschrieben:
Allerdings sind die (30 Liter) doch etwas eng, wenn man die knapp 30 Liter eines Einkochers möglichst vollständig ausnutzen möchte.
Da hast du einen Denkfehler, denn heisse Flüssigkeiten dehnen sich aus. Ergo bekommst du auch keine 30L aus deinem Einkocher raus, eher so 22-24L und dafür reicht so ein Hobbock.
Ich denke nicht, dass die Wärmeausdehnung so viel ausmacht. IMHO ist vielmehr die Verdunstung beim Kochen für den Volumenverlust verantwortlich.
Mit "High Gravity" kann man auch mehr aus einem Einkocher rausholen, dann brauchst du eben zwei Gefäße oder ein größeres.
Das hört sich auch interessant an. Gerade für Honigbier könnte das interessant sein.

Wo kann man günstige Vakuumpumpe kaufen?
Bedenke aber auch das du evt. noch bewegen können musst, ab 30L wird das schon anstrengend.
Stimmt. Oder eben 2*30L. Dann hat man aus einem Brautag zwei Gärfässer. Verdoppelt die Möglichkeiten zum Experimentieren!

Du hast mich überzeugt: ich will kein 60L-Fass mehr ;-)

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