Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#401

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 20. Februar 2019, 21:14

Johnny H hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 20:56
Jetzt bekommt bald jeder Hobbybrauer in Deutschland seinen persönlichen Betreuer beim Zoll... :Shocked
Da müssen wir gegensteuern: Einfach noch mehr Leute vom Hobbybrauen überzeugen!

Hatte die Tage ein nettes Telefonat mit "meinem" Betreuer vom Zoll - vor vier Jahren hatte er 1 Leitzordner für die Hobbybrauer, dieses Jahr sind es schon neun Ordner voll. Das müssen einfach noch mehr werden.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#402

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Februar 2019, 13:03

Johnny H hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 20:56
Jetzt bekommt bald jeder Hobbybrauer in Deutschland seinen persönlichen Betreuer beim Zoll... :Shocked
Ich habe jetzt einen :thumbsup

Kurze Info für alle Hobbybrauer im Einzugsbereich der HZA Kiel.
Bei mir stand gerade ein netter älterer Herr vom HZA Kiel vor der Tür.

Aus Sicht des Zolls wird man zum "Überwachungsgegenstand :Ätsch" (gewerbliche Brauerei), wenn man Bier nach 14.2 (Bierherstellung ohne Erlaubnis) versteuert, egal ob Centbeträge oder Millionen.
Die Zollämter sind von der Generalzolldirektion schon vor ein paar Jahren dazu angehalten worden, alle "bierherstellenden Überwachungsgegenstände :Ätsch" (also auch mich) regelmäßig zu kontrollieren.
Seit 2018 macht Kiel das auch wirklich (wenn auch widerwillig). Der gute Mann fährt nach und nach ALLE 574 bierherstellenden "Unternehmen" in SH ab, darunter viele Hobbybrauer. Die wollen Firmen dafür werben ein Steuerlager einzurichten, um dadurch die Anzahl der Steueranmeldungen zu reduzieren.

Ich weiß nicht was er konkret hier wollte oder was er nun eigentlich "kontrolliert" hat. Rein wollte er jedenfalls nicht und sehen wollte er auch nichts. :puzz

Nach einem kurzen Klönschnack über den unsinnigen Aufwand und das die Bayern an allem Schuld sind (seine These) ist er wieder los. (Bayern ist wohl Schuld, dass die Biersteuer keine Alkoholsteuer geworden ist. Somit sitzen die Länder damit an und nicht der Bund.)
"Da braut sich was zusammen ... "
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#403

Beitrag von Johnny H » Dienstag 26. Februar 2019, 13:33

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 13:03
[...]

Aus Sicht des Zolls wird man zum "Überwachungsgegenstand :Ätsch" (gewerbliche Brauerei), wenn man Bier nach 14.2 (Bierherstellung ohne Erlaubnis) versteuert, egal ob Centbeträge oder Millionen.
Die Zollämter sind von der Generalzolldirektion schon vor ein paar Jahren dazu angehalten worden, alle "bierherstellenden Überwachungsgegenstände :Ätsch" (also auch mich) regelmäßig zu kontrollieren.
Seit 2018 macht Kiel das auch wirklich (wenn auch widerwillig). Der gute Mann fährt nach und nach ALLE 574 bierherstellenden "Unternehmen" in SH ab, darunter viele Hobbybrauer.

[...]
(Hervorhebung von mir)

Was für ein Irrsinn! Aber wenn das weiterhin von allen Beteiligten so klaglos und demütig hingenommen wird wie bisher, dann wird sich das auch nicht ändern. Da scheint mir, dass mal frische Luft in die Köpfe in der Generaldirektion geblasen werden muss!

Hat den der Herr über Kopfschütteln hinaus irgendwelche Vorschläge gemacht, was wir Hobbybrauer tun können? Bzw. hat er den Eindruck vermittelt, dass er intern Rückmeldung gibt, dass das nicht so weitergehen sollte?
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#404

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Februar 2019, 13:40

Der Irrsinn ist ihm und seinem Chef bewusst. Die "weigern" sich seit Jahren solche Kontrollen zu machen, wegen Manpower und wenig Nutzen. Störtebeker 2017 war das erste mal, dass Hobbybrauer von denen proaktiv kontrolliert wurden (da war er übrigens auch dabei). Dann hat das Thema wieder eine Weile geschlummert. Jetzt werden die Weisungen gegenüber dem HZA (von oben) wohl verbindlicher (weniger gut zu ignorieren) ...
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#405

Beitrag von Johnny H » Dienstag 26. Februar 2019, 13:52

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 13:40
[...] Jetzt werden die Weisungen gegenüber dem HZA (von oben) wohl verbindlicher (weniger gut zu ignorieren) ...
Man fragt sich wirklich, was dort "oben" für Leute sitzen! Wie auch immer: wenn wir da nicht direkt rankommen, müssen wir eben eine Ebene tiefer ansetzen.

Ich entnehme dem Geschriebenen bzw. diesem Vorgang weiterhin, dass das Zoll-Desaster um Störtebeker 2017 ganz offenbar nicht als solches angekommen zu sein scheint. Das wussten wir ja im Grunde genommen schon, da ja das HZA Köln auch nur vom HZA Kiel abgeschrieben hat, aber das bestätigt es nochmal.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#406

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 26. Februar 2019, 13:53

Vielen Dank für den Bericht!

Sieht mir nach einem nachvollziehbaren Reflex der übergeordneten Behörden aus, nach dem man Auslastung vortäuschen will und sich so andere Aufgaben oder Personalkürzungen vom Leibe halten will. "Wir wissen nicht wo uns der Kopf steht! Von den 574 Brauereien haben wir in diesem Jahr erst 2 kontrolliert. Da gehen womöglich Millionen an Biersteuer durch die Lappen."

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#407

Beitrag von ubu » Dienstag 26. Februar 2019, 14:22

Johnny H hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 13:52
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 13:40
[...] Jetzt werden die Weisungen gegenüber dem HZA (von oben) wohl verbindlicher (weniger gut zu ignorieren) ...
Man fragt sich wirklich, was dort "oben" für Leute sitzen! Wie auch immer: wenn wir da nicht direkt rankommen, müssen wir eben eine Ebene tiefer ansetzen.

Ich entnehme dem Geschriebenen bzw. diesem Vorgang weiterhin, dass das Zoll-Desaster um Störtebeker 2017 ganz offenbar nicht als solches angekommen zu sein scheint. Das wussten wir ja im Grunde genommen schon, da ja das HZA Köln auch nur vom HZA Kiel abgeschrieben hat, aber das bestätigt es nochmal.
Nicht tiefer, sondern öffentlich.

Hobbybrauen erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Es gibt diverse Veranstaltungen mit Wettbewerben übers Jahr, wo bei der einen oder anderen auch die Presse mit von der Partie ist.

Dieser müsste dann immer wieder auch über diese Zollrechtlichen Bestimmungen und deren Umsetzung informiert werden, damit diese Verschwendung von Steuergeldern an die Öffentlichkeit getragen wird.

Uwe
Gruß
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#408

Beitrag von Malzwein » Dienstag 26. Februar 2019, 14:35

Aha, ist vielleicht da ein Hebel? Immerhin ist die Generalzolldirektion eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium der Finanzen (BMF), mit dem seinerzeit die Verwaltungsvorschrift V 3206 vom 28.2.2014 vereinbart wurde. Die Generalzolldirektion gibt es aber erst seit 2016.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#409

Beitrag von Bierbob » Dienstag 26. Februar 2019, 16:18

Ist es eigentlich wichtig das Antwortschreiben vom Zoll zu bekommen?

Ich habe vor über 4 Wochen meine Hobbybrauertätigkeit für 2019 per Mail angemeldet und bisher noch nichts in der Post gehabt. Ich gehe aber mal davon aus, dass ich mit der Anmeldung meiner Schuldigkeit genüge getan habe, oder? :Waa

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#410

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 26. Februar 2019, 16:25

HZA Potsdam bei mir dasselbe. Ich habe es per E-Mail geschickt und damit einen Nachweis.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#411

Beitrag von beryll » Dienstag 26. Februar 2019, 16:27

Fragt doch einfach bei Eurem HZA nach.
Saarbrücken antwortet erfahrungsgemäß schriftlich innerhalb einer Woche.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#412

Beitrag von afri » Dienstag 26. Februar 2019, 16:28

HZA Hannover braucht ca. drei Wochen.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#413

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Februar 2019, 16:31

Kiel ist in letzter Zeit mit allem super schnell. Kommt alles binnen einer Woche, meist schon nach 2-3 Tagen. Vielleicht haben die neuerdings ein eigenes "Biersteuer SEK".
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#414

Beitrag von Bierbob » Dienstag 26. Februar 2019, 16:36

Naja, in meinem Fall lässt sich Kiel aber jede menge Zeit. Wenn im Laufe dieser Woche auch noch nichts kommt, werde ich wohl mal nachfragen.
Obwohl ich meiner Pflicht des Anmeldens ja eigentlich schon nachgekommen bin... :Grübel

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#415

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Februar 2019, 16:38

Ja, das reicht auch. Du musst den ersten Brauvorgang anzeigen, mehr nicht.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#416

Beitrag von beryll » Dienstag 26. Februar 2019, 17:37

Und wenn der freundliche Zoll Beamte vor Dir steht und Dir mitteilt, dass das Amt keine Meldung vorliegen hat, kannste noch so argumentieren wie Du willst.
Ergo: heim HZA anfragen, ob die alles bekommen haben und man ist auf der sicheren Seite...

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#417

Beitrag von hkpdererste » Dienstag 26. Februar 2019, 18:48

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 13:40
Der Irrsinn ist ihm und seinem Chef bewusst. Die "weigern" sich seit Jahren solche Kontrollen zu machen, wegen Manpower und wenig Nutzen. Störtebeker 2017 war das erste mal, dass Hobbybrauer von denen proaktiv kontrolliert wurden (da war er übrigens auch dabei). Dann hat das Thema wieder eine Weile geschlummert. Jetzt werden die Weisungen gegenüber dem HZA (von oben) wohl verbindlicher (weniger gut zu ignorieren) ...
Soviel zu den Aktionen die da manche hier gern gegen die "Laufburschen-Ebene" beim Zoll veranstalten wollen. Jetzt müsst ihr's nur noch schaffen die Wut die die Leute dort haben, weil sie den sinnlosen Käse machen müssen von deren Vorgesetzten auf euch umzulenken, dann versuchen die bestimmt nicht euch das Leben schwer zu machen. :Wink

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#418

Beitrag von Johnny H » Dienstag 26. Februar 2019, 19:07

hkpdererste hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 18:48
Soviel zu den Aktionen die da manche hier gern gegen die "Laufburschen-Ebene" beim Zoll veranstalten wollen. Jetzt müsst ihr's nur noch schaffen die Wut die die Leute dort haben, weil sie den sinnlosen Käse machen müssen von deren Vorgesetzten auf euch umzulenken, dann versuchen die bestimmt nicht euch das Leben schwer zu machen. :Wink
Meines Erachtens ist es umgekehrt: im Moment entlädt sich der Druck auf die exekutierenden Zollbeamten in Richtung des geringsten Widerstands: uns! Das Prinzip des geringsten Widerstands, und von der "Wut" auf die Vorgesetzten merkt man nichts.

Sobald p(Hobbybrauer) > p(Peitsche des Vorgesetzten) übersteigt, wird es interessant ;-)
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#419

Beitrag von hkpdererste » Dienstag 26. Februar 2019, 19:17

Wo siehst du die Entladung? Ich lese der Kollege war bei Jens, hat sich mit ihm nett unterhalten und geschimpft weil er den Schmarrn machen muss, weil von oben verordnet.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#420

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 26. Februar 2019, 19:20

Den sinnlosen Käse haben wir uns nicht ausgedacht, sondern dient der Rechtfertigung für die Stellen. Ich glaube auch nicht, dass wir irgendeine Wut auf uns ziehen. Ich als Zöllner besuche doch lieber Hobbybrauer, als bandenmäßig organisierten Zigarettenschmugglern nachzujagen. Und zum Hausbesuch können sie sich auch jeden Tag zweimal anmelden. Das macht mein Leben nicht schwer.

Mir geht es hier darum Misstände offenzulegen, bei denen unter dem Vorwand der Steuerüberwachung Resourcen verschleudert werden.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#421

Beitrag von hkpdererste » Dienstag 26. Februar 2019, 19:25

Klar haben wir uns das nicht ausgedacht und bei der Ressourcenverschwendung geb ich dir auch recht. Ich sehe allerdings dass wir die Situation mit so Aktionen wie jeden dritten tag ne halbe Bier anmelden schnell mal in die für uns falsche Richtung kippen können.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#422

Beitrag von Johnny H » Dienstag 26. Februar 2019, 19:45

hkpdererste hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 19:17
Wo siehst du die Entladung? Ich lese der Kollege war bei Jens, hat sich mit ihm nett unterhalten und geschimpft weil er den Schmarrn machen muss, weil von oben verordnet.
Bei Störtebeker, bei der VHD-Veranstaltung und jetzt beim HZA Köln, bei den irrsinnigen Hausbesuchen in Magdeburg, bei den kindischen Gängeleien in Aachen usw. etc. pp.! Das ist doch nun wirklich lang und breit dokumentiert worden.

Ich habe Dich schon vor etwa vierzehn Tagen gefragt, was denn Dein Vorschlag ist, die Problematik zu lösen oder wenigstens zu verbessern. Darauf hattest Du keine Antwort, hast ganz offensichtlich immer noch keine, meckerst aber konstant an anderen herum.

Natürlich wird darüber zu reden zu sein, wie man sinnvoll p(Hobbybrauer) erhöht. Dass man das aber tun muss, erscheint mir unstrittig.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#423

Beitrag von hkpdererste » Dienstag 26. Februar 2019, 20:08

Um den Druck auf das ganze System sinnvoll zu erhöhen sehe ich den Versuch für am sinnvollsten an die Öffentlichkeit zu gehen. Inwieweit die Problematik da dann aber auf Interesse stößt bleibt abzuwarten.

Für Situationen wie jetzt z.B. die HBCon wo der Veranstalter nachweise verlangt (eher verlangen muss), habe ich zugegeben leider auch keine brauchbare Lösung parat.

[entfernt]
Zuletzt geändert von Ladeberger am Dienstag 26. Februar 2019, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Rechtlich bedenkliche Passagen entfernt

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#424

Beitrag von Malzwein » Dienstag 26. Februar 2019, 20:15

[Der Beitrag, auf den hier Bezug genommen wird, wurde bereits entfernt]
Zuletzt geändert von Ladeberger am Dienstag 26. Februar 2019, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitierter Beitrag entfernt
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#425

Beitrag von hkpdererste » Dienstag 26. Februar 2019, 20:25

Ja ich hatt mir schon überlegt ob ich's so schreiben soll. Wenn die Moderation es so sehen sollte mögen sie meinen Beitrag löschen, ich werd niemandem böse sein.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#426

Beitrag von Duke » Dienstag 26. Februar 2019, 20:32

Da schließe ich mich Matthias mal an: Das ist keine gute Idee und eine noch schlechtere, sie hier zu positionieren.

Besser ist es, wie es Ruthard mal vorgeschlagen hat oder sogar praktiziert, ALLES zu versteuern. Also ab dem
ersten Sud alles versteuern. Bis dem Zollsekretär vom Aktenblättern für die 10 bis 20 Liter-Sude die Laune vergeht.
Oder jeder Hobbybrauer meldet einfach so jede Woche einen 10-Liter-Sud für 0,52€ Biersteuer an - auch wenn er/sie gar nicht
gebraut hat. Sind ca. 26€ im Jahr für einen Mordsspaß, den man leider nicht wirklich sieht. :Bigsmile
Bei 5000 Hobbybrauern wären das mal eben 25.000 2075er und genauso viele Überweisungen. Man könnte die
Überweisungen auch noch stückeln.... :Smile

Grüße

Norman
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#427

Beitrag von Malzwein » Dienstag 26. Februar 2019, 20:40

[Der Beitrag, auf den hier Bezug genommen wird, wurde bereits entfernt]
Zuletzt geändert von Ladeberger am Dienstag 26. Februar 2019, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitierter Beitrag entfernt
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#428

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 26. Februar 2019, 20:46

[ModMode on]
Bitte in Zukunft solche "Tipps" unterlassen. Das könnte ich jetzt sogar als Verstoß gegen Boardregel 2 auslegen.
[ModMode off]
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#429

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 26. Februar 2019, 20:54

Bitte auch solche Beiträge diskret melden und nicht zitieren, das erleichtert uns die Arbeit.

Gruß
Andy

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#430

Beitrag von Fe2O3 » Dienstag 26. Februar 2019, 22:09

Duke hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 20:32
Oder jeder Hobbybrauer meldet einfach so jede Woche einen 10-Liter-Sud für 0,52€ Biersteuer an - auch wenn er/sie gar nicht
gebraut hat.
Aber wenn man nicht braut, dann kann man sich doch die Steuer zurückerstatten lassen, oder?

lG
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#431

Beitrag von Duke » Dienstag 26. Februar 2019, 22:21

Fe2O3 hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 22:09
Duke hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 20:32
Oder jeder Hobbybrauer meldet einfach so jede Woche einen 10-Liter-Sud für 0,52€ Biersteuer an - auch wenn er/sie gar nicht
gebraut hat.
Aber wenn man nicht braut, dann kann man sich doch die Steuer zurückerstatten lassen, oder?

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Ich glaube, das wäre zumindest frech, da man ja erst nach dem Sud/Anstellen versteuert.
Hab ich mich eigentlich vertippt oder verrechnet? Sind bei 5000 Hobbybrauern natürlich 250.000 2075er im Jahr.
Wäre natürlich auch unfair den gerodeten Wäldern gegenüber bei dem Papieraufkommen.
Ok, lassen wir das. :Smile
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#432

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 27. Februar 2019, 11:21

hkpdererste hat geschrieben:
Dienstag 26. Februar 2019, 20:08
Um den Druck auf das ganze System sinnvoll zu erhöhen sehe ich den Versuch für am sinnvollsten an die Öffentlichkeit zu gehen. Inwieweit die Problematik da dann aber auf Interesse stößt bleibt abzuwarten.
[...]
Der Vollständigkeit halber: Öffentlichkeitsarbeit halte ich auch für zwingend notwendig als wichtigen Teil von Maßnahmen, hatte ich ja auch schon oft geschrieben. Da sind wir uns offensichtlich einig.

Der Rest Deiner Vorschläge wurde gelöscht, bevor ich es lesen konnte.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#433

Beitrag von quasarmin » Mittwoch 27. Februar 2019, 21:51

Moin

Ich habe heute die jährliche Anmeldebestätigung vom Hauptzollamt Kiel erhalten.
Letztes Jahr wurde noch darauf bestanden, jeden Sud nach der Überschreitung der Freimenge einzeln zu melden und abzurechnen.
Dieses Jahr ist ausdrücklich vermerkt, dass eine Sammelerklärung der überschrittenen Menge zugelassen (oder erbeten?) ist. Finde ich gut, weniger Arbeit für mich.
Zusätzlich ist dem Schreiben ein Merkblatt beigefügt, das insbesondere die Verfahrensweise bei Teilnahme von Veranstaltungen mit Selbstgebrauten regelt, die Hobbybraumeisterschaft wird dabei als Beispiel herangezogen. Das Thema scheint wohl beim Zoll etwas höher angekommen zu sein.

Gruß
Armin

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#434

Beitrag von Malzwein » Mittwoch 27. Februar 2019, 21:52

Wen ich das lese, mache ich mir keine Hoffnung, dass irgendeine wie auch immer geartete Aktion etwas bewirkt.

Kurzfassung: Um 18 Millionen Euro zuviel gezahlte Hartz-IV Leistungen zurückzufordern, geben die Jobcenter 60 Millionen Euro aus. Es geht um Forderungen von bis zu 50€!

Was sind da schon die paar Aufwendungen für eine handvolle Hobbybrauer und ihre Centbeträge.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#435

Beitrag von Dekobier » Mittwoch 27. Februar 2019, 21:56

quasarmin hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:51
Zusätzlich ist dem Schreiben ein Merkblatt beigefügt, das insbesondere die Verfahrensweise bei Teilnahme von Veranstaltungen mit Selbstgebrauten regelt, die Hobbybraumeisterschaft wird dabei als Beispiel herangezogen. Das Thema scheint wohl beim Zoll etwas höher angekommen zu sein.
Hallo Armin,

was schreiben sie denn? Irgendwas anderes / pragmatischeres als Köln?

Gruß,
Oliver

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#436

Beitrag von quasarmin » Mittwoch 27. Februar 2019, 22:01

Dekobier hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:56
quasarmin hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:51
Zusätzlich ist dem Schreiben ein Merkblatt beigefügt, das insbesondere die Verfahrensweise bei Teilnahme von Veranstaltungen mit Selbstgebrauten regelt, die Hobbybraumeisterschaft wird dabei als Beispiel herangezogen. Das Thema scheint wohl beim Zoll etwas höher angekommen zu sein.
Hallo Armin,

was schreiben sie denn? Irgendwas anderes / pragmatischeres als Köln?

Gruß,
Oliver
Sieht nicht aus wie ein spezielles Merkblatt für Schleswig-Holstein. Ich habe es heute nachmittag auch nur grob überflogen weil das Thema Veranstaltungen bei mir nicht zutrifft. Ich kann gerne mit "Köln" vergleichen, nur wo finde ich das? Der Thread ist ja schon etwas länger :-/

Gruß
Armin

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#437

Beitrag von Proximus » Mittwoch 27. Februar 2019, 22:05

quasarmin hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 22:01
Dekobier hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:56
quasarmin hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:51
Zusätzlich ist dem Schreiben ein Merkblatt beigefügt, das insbesondere die Verfahrensweise bei Teilnahme von Veranstaltungen mit Selbstgebrauten regelt, die Hobbybraumeisterschaft wird dabei als Beispiel herangezogen. Das Thema scheint wohl beim Zoll etwas höher angekommen zu sein.
Hallo Armin,

was schreiben sie denn? Irgendwas anderes / pragmatischeres als Köln?

Gruß,
Oliver
Sieht nicht aus wie ein spezielles Merkblatt für Schleswig-Holstein. Ich habe es heute nachmittag auch nur grob überflogen weil das Thema Veranstaltungen bei mir nicht zutrifft. Ich kann gerne mit "Köln" vergleichen, nur wo finde ich das? Der Thread ist ja schon etwas länger :-/

Gruß
Armin
Häng doch mal n‘Foto des Merkblatts hier an, wenn es Dir nix ausmacht. Würde viele interessieren denke ich.

Gruß. Heiko

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#438

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 27. Februar 2019, 22:30

quasarmin hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 22:01

Sieht nicht aus wie ein spezielles Merkblatt für Schleswig-Holstein. Ich habe es heute nachmittag auch nur grob überflogen weil das Thema Veranstaltungen bei mir nicht zutrifft. Ich kann gerne mit "Köln" vergleichen, nur wo finde ich das? Der Thread ist ja schon etwas länger :-/

Gruß
Armin
Der aktuelle Stand "Köln" ist hier

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#439

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 27. Februar 2019, 23:12

quasarmin hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:51
Dieses Jahr ist ausdrücklich vermerkt, dass eine Sammelerklärung der überschrittenen Menge zugelassen (oder erbeten?) ist. Finde ich gut, weniger Arbeit für mich.
Moin Armin,
interessant. Dann hat Frau M gemerkt, dass Hobbybrauer viel Arbeit machen können und der ganze Zirkus mit den vielen 2075 bringt vielleicht doch etwas. Bei meiner Bestätigung vom Januar gab es noch keine Erlaubnis zur Jahresanmeldung jedenfalls noch nicht. Frau M ist in Kiel übrigens neu für uns zuständig, recht nett am Telefon und nicht so kompromisslos wie ihre Vorgängerin.

Hast du das auch gesehen >> https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 98#p321498
Könnte irgendwann Besuch kommen ...
Der gute Mann hatte ja auch die Mission, Kleinstbrauereien von einem Steuerlager zu überzeugen. Spart denen Steuern und dem Zoll unzählige 2075 von den kleinen kommerziellen Brauern.
Vielleicht ist "Anzahl der 2075 reduzieren" gerade neues Primärziel in Kiel? :Grübel

Mich würde echt brenned interessieren, was in deinem Merkblatt steht :Wink
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#440

Beitrag von bierfaristo » Mittwoch 27. Februar 2019, 23:49

Malzwein hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:52
Wen ich das lese, mache ich mir keine Hoffnung, dass irgendeine wie auch immer geartete Aktion etwas bewirkt.

Kurzfassung: Um 18 Millionen Euro zuviel gezahlte Hartz-IV Leistungen zurückzufordern, geben die Jobcenter 60 Millionen Euro aus. Es geht um Forderungen von bis zu 50€!

Was sind da schon die paar Aufwendungen für eine handvolle Hobbybrauer und ihre Centbeträge.
Dasselbe hab ich mir heute morgen auch gedacht, als ich es im Radio gehört habe.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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#441

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 28. Februar 2019, 07:36

Kommt noch besser: Der Staat - also wir alle - werden mit cum-ex Geschäften um zweistellige Milliardenbeträge gebracht, Journalisten die das aufdecken, werden strafrechtlich verfolgt. Eine Frau wird nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit wegen eines hinterzogenen Pfandbons über 1,50€ entlassen.

Sowas beflügelt mich noch mehr, dieses System ad absurdum zu führen.


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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#442

Beitrag von bieratenschreck » Donnerstag 28. Februar 2019, 10:47

Du bringst es auf den Punkt.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#443

Beitrag von Gasflasche » Donnerstag 28. Februar 2019, 10:59

Malzwein hat geschrieben:
Mittwoch 27. Februar 2019, 21:52
Wen ich das lese, mache ich mir keine Hoffnung, dass irgendeine wie auch immer geartete Aktion etwas bewirkt.

Kurzfassung: Um 18 Millionen Euro zuviel gezahlte Hartz-IV Leistungen zurückzufordern, geben die Jobcenter 60 Millionen Euro aus. Es geht um Forderungen von bis zu 50€!

Was sind da schon die paar Aufwendungen für eine handvolle Hobbybrauer und ihre Centbeträge.
Im Prinzip ist ein bisschen Geldverschwendung nicht nur schlecht: es beflügelt die Wirtschaft, das Geld ist nicht "verschwunden", sondern wird einfach weiter aus-gegeben.. Dass damit sinnvollere Sachen bewirkt oder angestellt werden könnten, lass ich jetzt mal ganz bewusst außer Betracht :P

Ich Befürchte, dass der Hintergrundgedanke darin liegen könnte, dass der Staat vermeiden will, dass es noch mehr Aufruhr in der Gesellschaft gibt, dass "faule Säcke einfach Geld zu viel behalten können" :Ätsch , während sie einen 10€-Zettel der Polizei zahlen müssen oder was weiß ich. Und das, "nachdem es schon so viele Flüchtlinge gab, die.." (den Rest des Satzes könnt ihr euch zweifellos selber ausdenken). Die „Logik“ im Denken der Bevölkerung hört nämlich oft da auf wo das Gefühl anfängt, dass das Eigeninteresse geschädigt sei, nicht selten oder immer in der Form eines total sinnlosen Neids. :puzz

Es ist nicht so, dass ich die Sache aus einem nüchternen Standpunkt (abenteuerliche Behauptung in einem Bier-Forum) heraus verteidigen will, oder es nicht vom ganzen Herzen gern anders hätte. Aber wir wissen alle, dass man mit logischen Argumenten in der Gesellschaft leider selten bis ans Ziel kommt. Ein „kollektives“ Unterfangen fängt nämlich oft mit gutem und gesundem Verstand an, strandet aber nicht selten halbwegs mit irrsinnigen Streitigkeiten. :Mad2
Wenn ein paar Entscheidungsträger also einige Leute bezahlte Arbeit beschaffen können, ist ±40 Millionen Euro eine Kleinigkeit, um damit „das Volk“ ruhig zu halten und ein paar Leute einen sicheren Job zu besorgen. Über diese Verschwendung regen sich mal ein paar auf, und danach ist Ruhe. Das sieht schnell anders aus, wenn ein vielfaches an Menschen, „einfach ihr ungerecht gekriegtes Geld behalten dürfen“. Auch wenns einfach nur logisch wäre.. :Ahh

EDIT:
Was ich sagen will: ich würde den Vergleich nicht zu arg durchziehen: es würde sich nämlich niemand aufregen, wenn wir die Centbeträge nicht mehr zahlen müssten und das zollrechtliche Regelwerk ums Hobbybrauen vereinfacht wird. Im Gegenteil.

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#444

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 28. Februar 2019, 11:29

Nee, klar - hinterzogene Steuern sind ja auch nicht verloren, sondern werden woanders ausgegeben. Der Steuerhinterzieher, der sich von der Kohle in einer Edel-Werft eine 80 Millionen-Euro Yacht bauen lässt, schafft auch Arbeitsplätze.

40% der Klagen, die Hartz-IV-Empfänger gegen Bescheide der Jobcenter anstrengen, haben Erfolg. Dabei sind vorher schon 35% im Widerspruchsverfahren positiv entschieden worden. Mindestens 61% der Bescheide sind also falsch, und zwar negativ für die Betroffenen. Wie das mit den anderen 39% aussieht, will ich gar nicht wissen. Oft trauen sich die Betroffenen nicht, sich zu wehren, weil sie der Allmacht des Staates hilflos gegenüberstehen.


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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#445

Beitrag von Gasflasche » Donnerstag 28. Februar 2019, 14:29

Mein Punkt ist hauptsächlich, dass bei uns (Hobbybrauern) der Staat keine Angst haben müsste, dass irgendwelche Leute den Eindruck kriegen könnten, der Staat würde uns Geld hinterher werfen. In dem Sinn hätten wir rein aus der Logik heraus, eher bessere Karten, dass einer mal drauf kommt, dass die Nutzen-Aufwandrechnung in unserem Fall absurd ist und auch sonst wenig dafür spricht, dass trotzdem im Stande zu halten.
Wenn Leute aber Geld das "offiziell" dem Staat gehört (man kan da diskuttieren, aber das ist ein ganz anderes Thema) nicht zurückgeben müssen, macht das bei vielen Menschen bestimmt schnell einen ganz anderen Eindruck.. Und ich vermute, dass das mit ein Grund sein könnte, warum da die wirtschaftliche Logik zur Seite geschoben wird..

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#446

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 28. Februar 2019, 17:57

Rechtsverbindlichkeit, Vertragstreue ("Pacta sunt servanda!") und Gleichheit Aller vor dem Gesetz sind zivilisatorische Errungenschaften, deren Durchsetzung im Einzelfall die (unmittelbare*) wirtschaftliche Logik schon mal übertrumpfen kann. So zumindest meine Ansicht dazu.

*jeder nicht geahndete Rechtsbruch hat ja auch eine Signalwirkung auf andere, Stichwort Erosion des Rechtsstaats

In unserem Fall (Hobbybrauer ohne kommerzielle Tätigkeit) stelle ich aber ganz konkret die Frage, wo der zivilisatorische Sinn einer Gesetzgebung und deren praktischer Handhabung liegt, die in Grundzügen aus einer dunklen Zeit stammt, die in zahlreichen benachbarten Staaten ganz anders gehandhabt wird und die auch keine wirtschaftliche Tätigkeit beinhaltet bzw. derart gelagerte staatliche Interessen verletzt.

Edit: Rechtschreibung
Zuletzt geändert von Johnny H am Donnerstag 28. Februar 2019, 19:20, insgesamt 2-mal geändert.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#447

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 28. Februar 2019, 19:11

Fragen hast du...
:Drink
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#448

Beitrag von Gasflasche » Donnerstag 28. Februar 2019, 20:27

Also Johnny, dann sind wir uns einig :Drink

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#449

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 28. Februar 2019, 22:39

Bei mir dürfen die Jungs gerne vorbeischauen.
Das gäb einen echten Spass.
Ich selber bin tagsüber nie zuhause, denen würde mein 85 Jahre alter Vater die Tür öffnen, ehemals Vorsitzender Richter am Landgericht München II.
Jede Wette, das machen die nur einmal. :Wink
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#450

Beitrag von quasarmin » Donnerstag 28. Februar 2019, 22:40

Moin

anbei das Merkblatt für Hobbybrauer mit Zuständigkeit HZA Kiel.
Sorry ging nicht eher, bin etwas beschäftigt. Aber morgen Abend wird wieder das Black Friday gebraut :-)

Das Dokument habe ich als Dateianhang hinzugefügt.

Gruß
Armin

PS. Hab aus Versehen in dem anderen Zoll-Tread zur HB-Con gepostet, passt da aber auch.
Dateianhänge
Hobbybrauer_Merkblatt_SH.pdf
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