Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#801

Beitrag von §11 » Montag 10. Mai 2021, 15:48

Es wird jetzt wirklich Zeit, dass wir dem Unfug der Besteuerung von Hobbybrauerbieren ein Ende bereiten - Österreich beweist, dass das funktioniert und auch nach EU-Recht zulässig ist.
Ich gehe ja sogar noch einen Schritt weiter. Meiner Meinung nach nicht nur 'zulässig', sondern im EU Recht ist die Möglichkeit ausdrücklich enthalten.
Richtlinie 92/83 EWG Artikel 6
Die Mitgliedstaaten können vorbehaltlich der von ihnen
zur einfacheren Anwendung der Steuerbefreiung festgelegten Modalitäten das von einer Privatperson gebraute
Bier, das von dieser Person, von ihren Familienangehörgen oder ihren Gästen verbraucht wird, von der
Verbrauchsteuer befreien, sofern dabei kein Verkauf stattfindet.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#802

Beitrag von dukeboris » Montag 10. Mai 2021, 16:07

Vielmehr werde ich meine Produktion auf Apfelwein in heroischen Mengen umstellen
Das interessiert mich. Ist die Herstellung von Apfelwein steuerfrei? Habe mich damit noch nicht beschäftigt, aber ich hätte gedacht, dass das ähnlich wie das Heimbrauen geregelt ist... :puzz :Waa

Gruß.
Boris

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#803

Beitrag von §11 » Montag 10. Mai 2021, 16:13

dukeboris hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 16:07
Vielmehr werde ich meine Produktion auf Apfelwein in heroischen Mengen umstellen
Das interessiert mich. Ist die Herstellung von Apfelwein steuerfrei? Habe mich damit noch nicht beschäftigt, aber ich hätte gedacht, dass das ähnlich wie das Heimbrauen geregelt ist... :puzz :Waa

Gruß.
Boris
Es gibt de facto keine Weinsteuer. Es gibt sie auf dem Papier, aber sie ist Null.

Gruss

Jan

https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steue ... nternet652

Edit: Link eingefügt
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#804

Beitrag von Brauwolf » Montag 10. Mai 2021, 18:19

dukeboris hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 16:07
Vielmehr werde ich meine Produktion auf Apfelwein in heroischen Mengen umstellen
Das interessiert mich. Ist die Herstellung von Apfelwein steuerfrei? Habe mich damit noch nicht beschäftigt, aber ich hätte gedacht, dass das ähnlich wie das Heimbrauen geregelt ist... :puzz :Waa

Gruß.
Boris
Alles was du anfassen kannst (darüber hinaus auch Gase), ist nach der kombinierten Nomenklatur mit einer Zolltarifnummer gekennzeichet. Zu Wein zählen Erzeugnisse der Tarifnummern 2204 (Wein aus Trauben), 2205 (Wermutweine) und 2206 (andere Weine). Apfelwein gehört zu 22060031 (schäumend), 22060051 (nicht schäumend in Behältnissen bis 2 Liter) und 22060081 (nichtschäumend in Behältnissen über 2 Liter). Met, Hard Selters, Erdbeerwein, Johannisbeerwein etc. gehören zu 22060039, -59, -89, je nach Beschaffenheit und Gebindegröße. Die Unterteilung ist noch etwas aufwändiger (u.a. nach Alkoholgehalt), aber das würde hier nur verwirren. Alles, was wir so als Wein kaufen können, fällt unter die obigen Tarifnummern.
Dazu heißt es weiter: "Ab dem 1. Januar 1993 wird der Mindestverbrauchsteuersatz für Wein auf 0 Euro je hl des Erzeugnisses festgesetzt". Darunter fällt dann auch Apfelwein, Hard Selters, etc. Es gibt keine Mengenbeschränkung und auch keine Unterscheidung privat/gewerblich.
Sofern die oben genannten Erzeugnisse einen Alkoholgehalt über 22% haben, fällt eine Alkoholsteuer an - das ist dann eher die Ausnahme. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es eine Alkopopsteuer. Schaumweinsteuer und Branntweinsteuer sind andere Baustellen. Sofern z.B. die Weine aus 2204, -05, -06 schäumen, in einer Flasche mit Sektkorken und Agraffe verpackt sind und mehr als 3 bar Druck haben (bei 20°C), fällt die Schaumweinsteuer an.

Cheers, Ruthard
Zuletzt geändert von Brauwolf am Montag 10. Mai 2021, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#805

Beitrag von §11 » Montag 10. Mai 2021, 18:32

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 18:19
dukeboris hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 16:07
Vielmehr werde ich meine Produktion auf Apfelwein in heroischen Mengen umstellen
Das interessiert mich. Ist die Herstellung von Apfelwein steuerfrei? Habe mich damit noch nicht beschäftigt, aber ich hätte gedacht, dass das ähnlich wie das Heimbrauen geregelt ist... :puzz :Waa

Gruß.
Boris
Alles was du anfassen kannst (darüber hinaus auch Gase), ist nach der kombinierten Nomenklatur mit einer Zolltarifnummer gekennzeichet. Zu Wein zählen Erzeugnisse der Tarifnummern 2204 (Wein aus Trauben), 2205 (Wermutweine) und 2206 (andere Weine). Apfelwein gehört zu 22060031 (schäumend), 22060051 (nicht schäumend in Behältnissen bis 2 Liter) und 22060081 (nichtschäumend in Behältnissen über 2 Liter). Met, Hard Selters, Erdbeerwein, Johannisbeerwein etc. gehören zu 22060039, -59, -89, je nach Beschaffenheit und Gebindegröße. Die Unterteilung ist noch etwas aufwändiger (u.a. nach Alkoholgehalt), aber das würde hier nur verwirren. Alles, was wir so als Wein kaufen können, fällt unter die obigen Tarifnummern.
Dazu heißt es weiter: "Ab dem 1. Januar 1993 wird der Mindestverbrauchsteuersatz für Wein auf 0 Euro je hl des Erzeugnisses festgesetzt". Darunter fällt dann auch Apfelwein, Hard Selters, etc. Es gibt keine Mengenbeschränkung und auch keine Unterscheidung privat/gewerblich.
Sofern die oben genannten Erzeugnisse einen Alkoholgehalt über 22% haben, fällt eine Alkoholsteuer an - das ist dann eher die Ausnahme. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es eine Alkopopsteuer. Schaumweinsteuer und Branntweinsteuer sind andere Baustellen.

Cheers, Ruthard
Nimmt man es ganz genau, dann gilt das nicht für Hard Seltzer, zumindest nicht nach auffassung des Zolls. Der sieht nämlich darin Alkopops https://www.zoll.de/SharedDocs/Fachmeld ... ltzer.html

Deren Herstellung unterliegt dem "Gesetz über die Erhebung einer Sondersteuer auf alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops) zum Schutz junger Menschen (Alkopopsteuergesetz - AlkopopStG)

Allerdings wird das als Privatperson keine Rolle spielen, da ich entweder bereits verzollten Sprit benutze oder aber meinen "Wein" mit Aromen vermische....

Gruss

Jan
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#806

Beitrag von Brauwolf » Montag 10. Mai 2021, 18:40

Im Prinzip ja, Vorausetzung für den Ansatz der Alkopopsteuer ist aber, dass das Getränk "trinkfertig gemischt in verkaufsfertigen, verschlossenen Behältnissen abgefüllt" ist (§1 Abs 2, Pos.3 AlkopopSt). Egal, was der Hobbybrauer da zusammenrührt, er wird es wohl kaum in solche Behältnisse füllen.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#807

Beitrag von §11 » Montag 10. Mai 2021, 19:02

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 18:40
Im Prinzip ja, Vorausetzung für den Ansatz der Alkopopsteuer ist aber, dass das Getränk "trinkfertig gemischt in verkaufsfertigen, verschlossenen Behältnissen abgefüllt" ist (§1 Abs 2, Pos.3 AlkopopSt). Egal, was der Hobbybrauer da zusammenrührt, er wird es wohl kaum in solche Behältnisse füllen.

Cheers, Ruthard
Und es ja auch nicht verkaufen, sonst wäre es ja, genau genommen kein Hobby mehr. Wollt es nur sagen, weil es ja früher das Schlupfloch gab Alkopops auf Weinbasis zu panschen um der Brandweinsteuer zu entgehen und das Gesöff ab 16 Jahren feilbieten zu können.

Gruß

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#808

Beitrag von dukeboris » Montag 10. Mai 2021, 19:44

Danke euch. Das macht mich schlauer und dümmer... ;-)

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#809

Beitrag von Brauwolf » Montag 10. Mai 2021, 20:02

dukeboris hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 19:44
Danke euch. Das macht mich schlauer und dümmer... ;-)
Mach dir keinen Kopf, so lange du den Äppler nach hessischem Reinheitsgebot herstellst, kommst du nicht über 22% Alk und damit ist das Thema Steuer keines. Mehr musst du also gar nicht wissen.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#810

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 10. Mai 2021, 20:34

bwanapombe hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 10:42
1. Der Computer wählt Objekte aus, egal ob man dort einen Anspruch auf Auskunft oder Zutritt hat.
Zudem kennt das elektronische Orakel vom HZA Kiel auch keine Routenoptimierung. Die fahren stern- oder Z-förmig durchs Bundesland und kontrollieren immer dort, wo der Arbeitstag mit der höchstmöglichen Fahrzeit vereint werden kann. Seine Hörbücher und Podcasts will der Kieler Staatsdiener ja schließlich auch mal in Ruhe hören können. Stehen keine Kontrollen in SH an überfallen sie eben den Hobbybrauerwettbewerb Stralsund. 6 Stunden Autobahn schafft ordentlich ein paar Episoden weg ...
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#811

Beitrag von hkpdererste » Montag 10. Mai 2021, 20:53

Hätte in so einem Fall wie in Stralsund eigentlich nicht auch der Veranstalter qua Hausrecht die Möglichkeit, den (hier Wort einfügen) zu zeigen wo der öffentliche Gehsteig ist? :Angel :Angel :Angel

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#812

Beitrag von bwanapombe » Montag 10. Mai 2021, 21:19

Schwierig. War ja immerhin eine Brauerei, die nicht den gleichen Schutz wie eine Wohnung genießt.

Soweit ich weiß, hatte man sich aber mit dem zuständigen HZA verständigt, als Hersteller einzuspringen und die Steuer die Steuer beglichen. Eine Win-Win-Lösung, alles war mit einem Vorgang abgewickelt ohne Verluste für die Staatskasse.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#813

Beitrag von §11 » Montag 10. Mai 2021, 22:22

bwanapombe hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 21:19
Schwierig. War ja immerhin eine Brauerei, die nicht den gleichen Schutz wie eine Wohnung genießt.

Soweit ich weiß, hatte man sich aber mit dem zuständigen HZA verständigt, als Hersteller einzuspringen und die Steuer die Steuer beglichen. Eine Win-Win-Lösung, alles war mit einem Vorgang abgewickelt ohne Verluste für die Staatskasse.

Dirk
Oberflächlich ja, aber die Biersteuer steht dem Bundesland zu in dem sie anfällt, d.h. das Bier hergestellt wird. Wenn ich jetzt in München brau und nach Rostock fahr und dort Störtebecker pauschal die Biersteuer an das für Rostock zuständige HZA abführt, bescheisst das HZA Stralsund Bayern um Ganze 14 cent Biersteuer.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#814

Beitrag von bwanapombe » Montag 10. Mai 2021, 23:00

:Angel Gegen dieses himmelschreiende Unrecht mußte das HZA Kiel natürlich einschreiten. Eine Dienstreise am Wochende in ein anderes Bundesland ist da doch das mindeste. Einer muss sich ja opfern. :Angel

Ganz im Ernst, die Spesenabrechnung würde ich gern Mal sehen. Wenn ein Bundesland seinen Anspruch auf den Anteil geltend machen wollte, muß man dazu nicht nach Feierabend mit mehreren Leuten nach Stralsund fahren.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#815

Beitrag von Brauwolf » Montag 10. Mai 2021, 23:01

hkpdererste hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 20:53
Hätte in so einem Fall wie in Stralsund eigentlich nicht auch der Veranstalter qua Hausrecht die Möglichkeit, den (hier Wort einfügen) zu zeigen wo der öffentliche Gehsteig ist? :Angel :Angel :Angel
Nein. Grundsätzlich hat die Zollaufsicht ein Zutrittsrecht während der Betriebszeiten der Brauerei. Das gilt nicht zuletzt deshalb, weil die Brauerei ein Steuerlager unterhält.

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#816

Beitrag von Brauwolf » Montag 10. Mai 2021, 23:26

bwanapombe hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 21:19
Soweit ich weiß, hatte man sich aber mit dem zuständigen HZA verständigt, als Hersteller einzuspringen und die Steuer die Steuer beglichen. Eine Win-Win-Lösung, alles war mit einem Vorgang abgewickelt ohne Verluste für die Staatskasse.

Dirk
Das ist vielleicht ein netter Zug der Brauerei, entbindet den Hobbybrauer aber nicht von der Verpflichtung, das nicht selbst verbrauchte Bier bei seinem zuständigen Wohnsitz-HZA zur Steuer anzumelden. Spätestens nach diesem "gentlemen agreement" ist der Behörde bekannt, dass eine solche Verpflichtung besteht, nicht erfüllt worden ist und zwingt die Behörde zur Strafverfolgung. Wenn sie das nicht tut, hat sie ein Problem. Was für den Bürger nur ein kleines Dudu bedeutet, ist für die Behörde ein richtiges Aua - Strafvereitlung im Amt ist kein Kavaliersdelikt!

Bekanntermaßen ist ja ein Verfahren anhängig, ob zum Wettbewerb mitgebrachtes Hobbybrauerbier nicht doch zum privaten Verbrauch zählt und unter die 200l Steuerbefreiung fällt. Wird das vom Gericht bejaht, hat sich die ganze Sache in Luft aufgelöst. Besteht das Gericht auf eine Besteuerung, ist die Behörde so richtig im Arsch. Egal also, wie das Verfahren ausgeht, hier hat sich die Obrigkeit so richtig schön ins Knie gef.... Es wird auf alle Fälle noch lustig :Bigsmile

Cheers, Ruthard
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#817

Beitrag von hkpdererste » Montag 10. Mai 2021, 23:34

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 23:01
Nein. Grundsätzlich hat die Zollaufsicht ein Zutrittsrecht während der Betriebszeiten der Brauerei. Das gilt nicht zuletzt deshalb, weil die Brauerei ein Steuerlager unterhält.

Cheers, Ruthard

Ok, dann nehmen wir mal an es ist keine Brauerei, sondern ein Treffen in einem sagen wir mal Hotel, also sowas wie eine Convention. :Wink

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#818

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 11. Mai 2021, 09:30

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 23:26

Bekanntermaßen ist ja ein Verfahren anhängig, ob zum Wettbewerb mitgebrachtes Hobbybrauerbier nicht doch zum privaten Verbrauch zählt und unter die 200l Steuerbefreiung fällt. Wird das vom Gericht bejaht, hat sich die ganze Sache in Luft aufgelöst. Besteht das Gericht auf eine Besteuerung, ist die Behörde so richtig im Arsch. Egal also, wie das Verfahren ausgeht, hier hat sich die Obrigkeit so richtig schön ins Knie gef.... Es wird auf alle Fälle noch lustig :Bigsmile

Cheers, Ruthard
Hallo Ruthard,

das ist doch mal eine Nachricht. Also mir war es nicht bekannt.

Und bitte nicht falsch verstehen, ich bin immer dafür, dass alle ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen. Und wenn andere Bundesländer Anspruch auf die Anteile haben, sollen die natürlich erfüllt werden.

Aber ich sehe das natürlich immer erstmal aus der Sicht des Hobbybrauers: Wenn ich zu einem Wettbewerb eingeladen werde und mir glaubhaft erklärt wird, die Steuer für das mitgebrachte Bier wurde entrichtet und dem war ja wohl so, habe ich natürlich erstmal keine Veranlassung daran zu zweifeln und doppelt versteuern muß oder darf ich auch nicht oder?

Wie dem auch sei, auf den Ausgang des Verfahrens bin ich gespannt.

Dirk
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#819

Beitrag von renzbräu » Dienstag 11. Mai 2021, 10:50

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 23:26
Bekanntermaßen ist ja ein Verfahren anhängig, ob zum Wettbewerb mitgebrachtes Hobbybrauerbier nicht doch zum privaten Verbrauch zählt und unter die 200l Steuerbefreiung fällt.
Die Eilentscheidung ist ja nun auch fast zwei Jahre her. Gibt es da etwas Neues?
Grüße
Johannes

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#820

Beitrag von flensdorfer » Dienstag 11. Mai 2021, 12:49

ich finde es richtig toll, dass Ruthard doch wieder hier schreibt :) Ich habe seine fachlich exzellenten Beiträge hier immer sehr genossen.
Gruß, Arne

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#821

Beitrag von Johnny H » Dienstag 11. Mai 2021, 14:03

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 10. Mai 2021, 15:26
[...]
Arm nicht, aber armselig. Man mag durchaus Verständnis für die Notwendigkeit einer Steueraufsicht haben und für das Bestreben, eine zutreffende und gerechte Besteuerung zu erzielen, aber in einer Zeit, in der Menschen der Zugang zu ihren sterbenden Verwandten verwehrt wird, zeugt dies von einer Instinktlosigkeit, die ihresgleichen sucht. Wenn es nach mir ginge. müsste man diese Herrschaften dreimal täglich mit der neunschwänzigen Peitsche durch ihre staubigen Amtsstuben treiben - und zwar splitternackig!
Sehe ich ähnlich. Mich triggert das, und ich würde mir wünschen, dass hier mal die Mistgabeln ausgepackt werden.
Sollte demnächst einer der Kontrolleure bei mir auftauchen, werde ich ihm meinen rostigen Einkocher und den schrappigen Gäreimer vor die Füße werfen und das Ende meiner Hobbybrauertätigkeit erklären. Vielmehr werde ich meine Produktion auf Apfelwein in heroischen Mengen umstellen, dann wird er sich ein anderes Opfer suchen müssen, an dem er die Berechtigung seiner kümmerlichen Existenz beweisen kann. Die Reste meiner gushigen Flaschenbiere kann er auch gerne minehmen.
[...]
Das (Aufhören) würde ich nicht machen. Damit schadest Du dir ja letztendlich selbst, und dem "Herrn" ist das letztendlich egal - der sucht sich dann einfach das nächste Opfer, um seinen Jagdtrieb auszuleben.

Ich habe es ansonsten in der Vergangenheit ein paar Mal geschrieben: nach der Erleichterung vor einigen Jahren, als auf von den Anmeldungen einzelner Sude auf einmalige Jahresmeldungen umgestellt wurde, werden die Erleichterungen seit einiger Zeit sukzessive zurückgefahren! Appeasement und guter Wille, der hier von einigen angeraten wird, ist da m.E. deplatziert.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#822

Beitrag von §11 » Dienstag 11. Mai 2021, 14:41

Johnny H hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 14:03

Sehe ich ähnlich. Mich triggert das, und ich würde mir wünschen, dass hier mal die Mistgabeln ausgepackt werden.

Nur dafür sind wir halt zu Deutsch und zu wenig Franzosen. Wir lassen hier im virtuellen stillen Kämmerchen Dampf ab, reden von "man müsste mal dem Fernsehen...." und "denen würde ich aber....", aber ausser den paar Ansätzen per Petition oder über Politiker etwas zu erreichen, sind wir ja trotzdem nicht hinaus gekommen. Mit der Kette rasseln haben wir raus. Da fehlt uns das französische, die brennenden Autoreifen vors HZA zu rollen.

Ich denke derzeit ist der Weg über die Gerichte, wie wir ihn ja eingeschlagen haben, der einzige wirklich erfolgversprechende, wobei Öffentlichkeit ganz sicherlich nicht schaden kann.

Gruss

Jan
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#823

Beitrag von Bilbobreu » Dienstag 11. Mai 2021, 16:22

§11 hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 14:41
...Da fehlt uns das französische, die brennenden Autoreifen vors HZA zu rollen.

Ich denke derzeit ist der Weg über die Gerichte, wie wir ihn ja eingeschlagen haben, der einzige wirklich erfolgversprechende, wobei Öffentlichkeit ganz sicherlich nicht schaden kann.

Gruss

Jan
Moin,
soweit müsste man ja gar nicht gehen. Wenn mal 1000 Hobbybrauer eine Woche lang jeden Tag eine Flasche Bier verschenken und - weil nicht Eigenverbrauch - dem Buchstaben des Gesetzes entsprechend (jeden Tag einzeln natürlich) mit 2075 versteuern (im Zweifel bei der geringen Menge mit 0,00 €). Und anschließend mit Pressebegleitung und Bund der Steuerzahler usw. auf die sinnlose Verschwendung von Beamtenarbeitskraft und damit Steuermitteln hinweisen. Das fände ich durchaus ein intelligente Art von Protest, wenn wir uns einfach rechtskonform verhalten und die Konsequenzen vor Augen führen. Vielleicht kann irgendeiner unserer Computerfreaks das ganz auf unserer Seite sogar ein wenig automatisieren?
Gruß
Stefan

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#824

Beitrag von renzbräu » Dienstag 11. Mai 2021, 16:39

Bilbobreu hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 16:22
und Bund der Steuerzahler usw. auf die sinnlose Verschwendung von Beamtenarbeitskraft und damit Steuermitteln hinweisen. Das fände ich durchaus ein intelligente Art von Protest, wenn wir
But ist der Bund der Steuerzahler letzter noch nicht in der Materie sattelfest. Zumindest wieder mir eine Nachricht bezüglich der Steuerverschwendung mit Verweis auf Brauereien im Nebenerwerb beantwortet. Mal schauen, ob noch eine Antwort auf meine Klarstellung kommt.
Bilbobreu hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 16:22
Wenn mal 1000 Hobbybrauer eine Woche lang jeden Tag eine Flasche Bier verschenken und - weil nicht Eigenverbrauch - dem Buchstaben des Gesetzes entsprechend (jeden Tag einzeln natürlich) mit 2075 versteuern (im Zweifel bei der geringen Menge mit 0,00 €).
Ein oder zwei Aktionswochen im Jahr mit streukonformen Bier verschenken wäre für uns leicht zu organisieren und sicher wirksam.
Grüße
Johannes

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#825

Beitrag von Johnny H » Dienstag 11. Mai 2021, 16:59

renzbräu hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 16:39
[...]
Bilbobreu hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 16:22
Wenn mal 1000 Hobbybrauer eine Woche lang jeden Tag eine Flasche Bier verschenken und - weil nicht Eigenverbrauch - dem Buchstaben des Gesetzes entsprechend (jeden Tag einzeln natürlich) mit 2075 versteuern (im Zweifel bei der geringen Menge mit 0,00 €).
Ein oder zwei Aktionswochen im Jahr mit streukonformen Bier verschenken wäre für uns leicht zu organisieren und sicher wirksam.
Am besten noch koordiniertes "Fluten" nach Städten bzw. besonders "steuerfleißigen" HZAs.

Man könnte auch ein besonders symbolträchtiges Datum wählen. Naheliegend wäre der (soeben von mir erfundene) "Tag des Biersteuergesetzes" am 15. Juli!
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#826

Beitrag von nPlusEins » Dienstag 11. Mai 2021, 17:06

Bilbobreu hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 16:22
Vielleicht kann irgendeiner unserer Computerfreaks das ganz auf unserer Seite sogar ein wenig automatisieren?
Man bräuchte halt ein Webformular, dass nur ausgefüllt werden muss und dann direkt entsprechendes Zollformular fertig ausgefüllt beim zuständigen HZA als Fax rauslässt ...

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#827

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 11. Mai 2021, 17:31

Bilbobreu hat geschrieben:
Dienstag 11. Mai 2021, 16:22

Moin,
soweit müsste man ja gar nicht gehen. Wenn mal 1000 Hobbybrauer eine Woche lang jeden Tag eine Flasche Bier verschenken und - weil nicht Eigenverbrauch - dem Buchstaben des Gesetzes entsprechend (jeden Tag einzeln natürlich) mit 2075 versteuern (im Zweifel bei der geringen Menge mit 0,00 €). ...
Für diesen Zweck fülle ich bei jedem Sud Dreier-Sets von 0,33-l-Flaschen ab.

Ich zitiere hier aber auch noch mal meinen Post von vor zwei Jahren.
bwanapombe hat geschrieben:
Donnerstag 15. November 2018, 13:11
Hallo liebe Biersteuerbeaufsichtigte.

ich hatte die Idee, eine Eingabe an den Bundesrechnungshof zu schreiben, mit dem Ziel auf eine Abschaffung der (Bier-)Steueraufsicht im privaten Bereich hinzuwirken.

Jetzt bin ich sicher nicht der erste mit dieser Idee. Wer hat da schon Erfahrungen gemacht und könntet Ihr die bitte kurz schildern. Habt Ihr eine Antwort bekommen? Wie sah die aus? Hat der BRH in der Sache recherchiert? etc.

Es gab 2010 eine Gesetzesänderung zur Kaffeesteuer die ebenfalls vom BRH ausging. Vor der Änderung wurden laut BRH 800.000 EUR Personalkosten aufgewendet um 25.000 EUR an nachträglichen Steuereinnahmen zu generieren. Es ging damals um die Einzelanmeldung von Kaffee, der im EU-Ausland per Versandhandel von Privatleuten erworben wurde. Ich vermute, daß die Steueraufsicht für Bierherstellung im Haushalt ähnlich "rentabel" ist.
Für so eine Eingabe bin ich bereit Zeit und Geld einzusetzen. Ich bin allerdings mit solchen Verfahren nicht vertraut und würde es ungern laienhaft angehen. Deshalb suche ich Kundige und Interessierte.

Dirk
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#828

Beitrag von §11 » Dienstag 11. Mai 2021, 17:57

Aus der Erfahrung von 3 organisierten HBCons, 10 Jahren aktiver Organisationsarbeit bei den Pfadfindern von Grosslagern/ Events und 17 Jahre Projektarbeit - fangt an! Jede Weltreise beginnt mit dem ersten Schritt. Schreibt den Bund der Steuerzahler oder die ensprechenden TV- Formate an.....

Machen kann man viel, man muss es aber auch angehen :Wink

Gruss

Jan
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#829

Beitrag von Braubär23858 » Donnerstag 5. August 2021, 10:48

Heute war tatsächlich auch so ein Struppi bei mir aus Kiel an der Tür und wollte Brauanlage und Protokolle sehen (mit Verweis aus §209). Als ich ihn abgewiesen habe, hat er noch gemeint, dass ich jetzt die Konsequenzen tragen müsste.

Schau'n wir mal.

Peter

edit: Ich habe mich erst einmal offiziell beschwert. In einem folgenden Gespräch mit der Kollegin für die Verbrauchssteuern wurde noch gesagt, dass es wohl eine bundesweite Anweisung gäbe, uns Haus- und Hobbybrauer zu überprüfen.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#830

Beitrag von Ernie » Donnerstag 5. August 2021, 13:05

Braubär23858 hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 10:48
Heute war tatsächlich auch so ein Struppi bei mir aus Kiel an der Tür und wollte Brauanlage und Protokolle sehen (mit Verweis aus §209). Als ich ihn abgewiesen habe, hat er noch gemeint, dass ich jetzt die Konsequenzen tragen müsste.

Schau'n wir mal.

Peter

edit: Ich habe mich erst einmal offiziell beschwert. In einem folgenden Gespräch mit der Kollegin für die Verbrauchssteuern wurde noch gesagt, dass es wohl eine bundesweite Anweisung gäbe, uns Haus- und Hobbybrauer zu überprüfen.
Hi Peter,

welche Konsequenzen sollen das bitte sein ?

Spinnen Die jetzt völlig ?

LG
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Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#831

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 5. August 2021, 13:29

Moin, Konsequenz war vielleicht etwas forsch von dem HZA Mitarbeiter ausgedrückt, dennoch würde ich es mir mit dem Zoll nicht verscherzen und wenigstens so tun als würdest du sie mögen 😜.


LG Chris

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#832

Beitrag von §11 » Donnerstag 5. August 2021, 13:54

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 13:29
Moin, Konsequenz war vielleicht etwas forsch von dem HZA Mitarbeiter ausgedrückt, dennoch würde ich es mir mit dem Zoll nicht verscherzen und wenigstens so tun als würdest du sie mögen 😜.


LG Chris
Naja, der Zoll scheint es ja scheinbar auch nicht gerade auf Harmonie abgesehen zu haben :Wink
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#833

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 5. August 2021, 14:35

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 13:54
Chrissi_Chris hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 13:29
Moin, Konsequenz war vielleicht etwas forsch von dem HZA Mitarbeiter ausgedrückt, dennoch würde ich es mir mit dem Zoll nicht verscherzen und wenigstens so tun als würdest du sie mögen 😜.


LG Chris
Naja, der Zoll scheint es ja scheinbar auch nicht gerade auf Harmonie abgesehen zu haben :Wink
Joa… könnte man so sagen. Man könnte jetzt ausdiskutieren wer zuerst mit der Schaufel geworfen hat, dennoch sollte man nicht vergessen das die einfach am längeren Hebel sitzen, ob im Recht oder nicht !

Die Willkür vom Zoll spürt man nicht nur im Hobbybereich.

Cheers Chris

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#834

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 5. August 2021, 14:46

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 14:35
§11 hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 13:54
Chrissi_Chris hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 13:29
Moin, Konsequenz war vielleicht etwas forsch von dem HZA Mitarbeiter ausgedrückt, dennoch würde ich es mir mit dem Zoll nicht verscherzen und wenigstens so tun als würdest du sie mögen 😜.


LG Chris
Naja, der Zoll scheint es ja scheinbar auch nicht gerade auf Harmonie abgesehen zu haben :Wink
Joa… könnte man so sagen. Man könnte jetzt ausdiskutieren wer zuerst mit der Schaufel geworfen hat, dennoch sollte man nicht vergessen das die einfach am längeren Hebel sitzen, ob im Recht oder nicht !

Die Willkür vom Zoll spürt man nicht nur im Hobbybereich.

Cheers Chris
Also ich habe meinem zuständigen HZA die Rechtslage erklärt und die Konsequenzen aufgeführt, falls sie die Vorschriften eigenmächtig auslegen. Seitdem herrscht Ruhe bei mir. Warum wohl?

Cheers, Ruthard
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#835

Beitrag von schlupf » Donnerstag 5. August 2021, 14:50

Der Zoll ist gehört trotzdem nur zur Exekutive, die Regeln werden woanders gemacht. Eigentlich müssten im entsprechenden Gesetz nur wenige Worte geändert werden und wir hätten alle unsere Ruhe.
Da ja aktuell sowas wie Wahlkampf ist, sollten wir die Chance nutzen, jedem BT-Kandidaten, der in irgendwelchen Innenstädten rumhängt, unser Leid zu klagen. Im Prinzip wäre es für den Finanzausschuss ein leichtes, uns und dem Zoll das Leben zu erleichtern. Unser Vorteil ist dahingehend auch, dass es bei uns um Bier und nicht um Brokkoli geht.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#836

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 5. August 2021, 14:53

Moin Ruthard,

Klar bleibt ja jedem selbst überlassen wie er sich gegenüber dem HZA verhält. Es ist halt so, nur wer recht hat bekommt nicht immer recht.
Im Hobbybereich mag das alles lustig sein, gewerblich hat man da oft wenig Zeit für hin und her und Willkür. In meinem HZA sind sie sich selbst untereinander nicht einig da war es wichtig einen möglichst schnellen Mittelweg zu finden der „Funktioniert“.

LG Chris

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#837

Beitrag von schlupf » Donnerstag 5. August 2021, 14:55

Am besten den Kandidaten direkt eine Flasche überreichen mit der Erklärung, wie und warum man diese Flasche für 0,00€ offiziell hat versteuern müssen.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#838

Beitrag von hiasl » Donnerstag 5. August 2021, 14:59

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 14:35
dennoch sollte man nicht vergessen das die einfach am längeren Hebel sitzen, ob im Recht oder nicht !

Die Willkür vom Zoll spürt man nicht nur im Hobbybereich.

Cheers Chris
Was soll denn der längere Hebel sein? Da im Hobbybereich nichts genehmigungspflichtig ist, kann einem ja keiner das Brauen verbieten. Allenfalls ein Bußgeldbescheid könnte reinflattern, wobei hier die Rechtsgrundlage sehr interessant wäre. Gegen den kann man dann aber auch gerichtlich vorgehen.
Gruß
Matthias
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#839

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 5. August 2021, 15:07

Wen interessiere denn die wenige hundert Hobbybrauer, die sich tatsächlich anmelden? Die wären mir ehrlich gesagt als Wahlschranze noch nicht mal eine Antwortmail wert.

Ok, den Zoll. Aber vermutlich nur, weil wir prima Opfer sind. Der Schwarzarbeitsmafioso auf der Baustelle guckt doch immer so grimmig. :Wink

Und wenn einer das Thema mal anpackt, kommt doch hierzulande eher ein Generalverbot für Hobbybrauer heraus. Siehe Destillieren, seit 2018 sind sogar die 0,5 L Blasen verboten.
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#840

Beitrag von Braubär23858 » Donnerstag 5. August 2021, 15:27

Am Telefon hat mir die Kollegin (von den Verbrauchssteuern) gesagt, dass - weil ich ja kein Steuerlager habe und nicht brauche - die Konsequenzen überschaubar sind....

Peter

edit: Konsequenzen: https://www.merkur.de/bilder/2016/05/04 ... gsWYa6.jpg

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#841

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 5. August 2021, 15:41

Malzwein hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 15:07
Und wenn einer das Thema mal anpackt, kommt doch hierzulande eher ein Generalverbot für Hobbybrauer heraus. Siehe Destillieren, seit 2018 sind sogar die 0,5 L Blasen verboten.
Sind sie nicht. Es sind seit 2018 sogar Blasen bis 2 Liter erlaubt, die z.B. zur Aromaölgewinnung genutzt werden dürfen. Die private Herstellung von Alkohol durch Destillation ist grundsätzlich verboten. Die Herstellung von Alkohol in Blasen bis 0,5l war zwar vor 2018 zulässig, aber realitätsfremd bei einem Ausschlag von 0,02l pro Brennvorgang.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#842

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 5. August 2021, 17:20

Ich dachte es wäre klar, dass ich Alkoholdestillation meinte.

Ich habe es zwar noch nicht gemacht, aber theoretisch kommen aus 0,5 L Wein ca 0,05 L Alkohol. Also 10x gebrannt und 1 L Weinbrand in trinkstärke kann reifen (von mir aus auch 0,75 L oder nur 0,5 L)

Bis 2018 geduldet, nach der Reform, die gewerblich wohl Vorteile bringt, privat verboten. Darum geht es mir.
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#843

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 5. August 2021, 17:54

Aus einer 0,5l Blase gewinnst du abzüglich Vor- und Nachlauf netto 0,02l Alkohol. Klar kann man mit einem BM10 den Bierbedarf für Wacken zusammenbrauen, man muss nur früh genug anfangen. Ich kann mir auch für 450€ eine Flasche Whisky kaufen und komme damit billiger weg als mit dem 35x 0,02l zusammengestöpselten Eigendestillat. Besser schmecken wird es sehr wahrscheinlich auch.

Die große Freiheit, mit einer 0,5l Blase selber Alkohol herstellen zu dürfen, bestand nur in der Theorie.

Was geht, wenn man sich auf die Hinterbeine stellt, haben die Winzer bewiesen. Seit 1926 ist die Weinsteuer Geschichte und nicht einmal die Nazis haben sich getraut, das zu ändern. Stattdessen haben sie das private Bierbrauen unmöglich gemacht und es musste erst ein notgeiler Journalist aus Luxemburg kommen, um das zu ändern, weil der deutsche Michel seinen Arsch nicht hoch kriegt.

Cheers, Ruthard
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#844

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 5. August 2021, 18:18

Schlechten Tag gehabt? Ich kann mir auch für 9,50 € ein tolles Bier nach Hause schicken lassen, statt an der superduper Brauanlage einen Tag Arbeit zu verbringen, um 10 Liter selbstgebaute zu produzieren und bin mit Vollkostenrechnung immer noch billiger. ...

Darum geht es immer noch nicht. Auch nicht um Dinge, die vor 100 Jahren passiert sind.

Ende und aus
:Drink
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#845

Beitrag von hkpdererste » Donnerstag 5. August 2021, 18:23

Wie aber jetzt der längere Hebel aussieht, vor dem wir alle Angst haben müssen, hat auch noch niemand anschaulich erklärt.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#846

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 5. August 2021, 21:29

Hast eine PN

Was fehlt ist m. E. ein durchgezogen Ablauf mit maximaler Verweigerung der nicht gesetzlich vorgegebenen Handlungen des Zolls durch einen Hobbybrauer. Da wäre sicher auch Unterstützung vom Forum möglich. Aber allen Schildbürgern zum Trotz passierte das bisher nie. Sei es, weil wir es letztlich nicht durchsetzen, sei es, weil der Zoll zumindest doch noch einlenkt.
Gruß Matthias

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#847

Beitrag von §11 » Donnerstag 5. August 2021, 21:48

Malzwein hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 21:29
Hast eine PN

Was fehlt ist m. E. ein durchgezogen Ablauf mit maximaler Verweigerung der nicht gesetzlich vorgegebenen Handlungen des Zolls durch einen Hobbybrauer. Da wäre sicher auch Unterstützung vom Forum möglich. Aber allen Schildbürgern zum Trotz passierte das bisher nie. Sei es, weil wir es letztlich nicht durchsetzen, sei es, weil der Zoll zumindest doch noch einlenkt.
Ist halt bequemer. Was sind schon die paar Cent Biersteuer? Bevor ich da Ärger bekomme....

Gibt ja durchaus Urteil der jüngeren Zeit, die den Weg aufzeigen und vor allem deutlich machen das die Gewaltenteilung in Deutschland nach wie vor funktioniert, auch wenn der Zoll das nicht glauben mag.

Gutes Beispiel ist hier zu finden https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 70#p436570

Übrigens würde mich hier mal ineressieren ob der Zoll nun Hobbybrauerbiere richtig abrechnet.

Gruss

Jan
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#848

Beitrag von afri » Donnerstag 5. August 2021, 22:04

Was für eine Handhabe hätte der Zoll überhaupt? Er schickt jemand, den oder die ich abblitzen lasse, da ich keine Zeigepflicht meiner Räumlichkeiten habe. Kommt dann das SEK, weil ich illegal (weil unversteuert) Bier zum Wichteln verschickt habe? Mag ich nicht dran glauben.

Insgeheim wünsche ich mir ja einen Besuch vom HZA, mal sehen was die dann machen, aber genau genommen mag ich sowas ähnlich gern wie den Besuch der Zeugen eines gewissen Jehovas, nur dass diese Herrschaften keine Beamten mit Kompetenzen sind. Aber diese Kompetenzen sollen sie ruhig ausreizen. Und die Konsequenzen trage ich dann mit Freude, wenn es welche geben sollte. "Ich habe ja nix zu verbergen", gelle.
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#849

Beitrag von Braubär23858 » Donnerstag 5. August 2021, 22:16

Wünsche es Dir nicht ….
Ich laufe ziemlich entspannt durch die Gegend - normalerweise.
Aber dieser Überfall heute morgen hat mich ziemlich aus der Ruhe gebracht, wahrscheinlich wegen der - unausgesprochenen - Unterstellung, eine schwere Straftat begangen zu haben, was dann doch solch ein Vorgehen gerechtfertigt sein mag.

Beschwerde läuft, Bund der Steuerzahler ist informiert. Bundestagsabgeordnete hat auch einen Brief bekommen.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#850

Beitrag von afri » Donnerstag 5. August 2021, 22:44

Braubär23858 hat geschrieben:
Donnerstag 5. August 2021, 22:16
Aber dieser Überfall heute morgen hat mich ziemlich aus der Ruhe gebracht, wahrscheinlich wegen der - unausgesprochenen - Unterstellung, eine schwere Straftat begangen zu haben, was dann doch solch ein Vorgehen gerechtfertigt sein mag.
Hast du denn eine schwere Straftat begangen? Nein? Dann ist die Aufregung umsonst.
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