Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

Alle rechtlichen Fragen rund ums Brauen
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PsychoBrew
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#451

Beitrag von PsychoBrew » Donnerstag 7. März 2019, 15:27

Moin, ich bin letztes Jahr im Laufe des Jahres umgezogen und habe dieses Jahr bei der Anmeldung beim Zoll das dementsprechend so angegeben, dass ich trotzdem noch in meinem Elternhaus braue, da in der neuen Wohnung kein Platz ist.
Daraufhin habe ich folgende Antwort von meinem Zollamt bekommen:

" Sehr geehrter Herr Wirthmann,

auf Ihre E-Mail vom 24.02.2019 nehme ich Bezug.

gem. § 41 Abs. 1 Biersteuerverordnung (BierStV) ist Bier, das von Haus- und Hobbybrauern in ihren eigenen Haushalten ausschließlich zum eigenen Verbrauch zubereitet und nicht verkauft wird, bis zu einer Menge von zwei Hektolitern im Kalenderjahr von der Biersteuer befreit.

Wird die Menge gem. § 41 Abs. 1 BierStV überschritten, ist für die hergestellte Menge sofort eine Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (2075) abzugeben.

Da Sie Ihren Erstwohnsitz in die *****-Straße in ***** ****stadt verlegt haben und dort wie Sie mitteilen wegen Platzmangel kein Bier brauen, kann ich Ihnen die Freimenge von 2,00 hl nicht mehr gewähren.

Wenn Sie weiterhin bei Ihrer Mutter in der *******straße xy in ****bach Bierbrauen möchten tun Sie dies als "Hersteller ohne Erlaubnis" und unter sofortiger Abgabe einer Steueranmeldung mit dem Regelsteuersatz in Höhe von 0,7870 je Grad Plato.

Es sei denn Sie haben bei Ihrer Mutter einen Zweitwohnsitz gemeldet.

Bitte teilen Sie mir Ihre Entscheidung mit.

Mit freundlichen Grüßen"

Schön oder? :thumbsup

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beercan
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#452

Beitrag von beercan » Donnerstag 7. März 2019, 15:36

Wenn möglich dann braue das Ganze doch bei deiner Mutter nimm die Würze mit zu dir nach Hause und gib dort erst die Hefe dazu und schon passt das Ganze.
Durst wird durch Bier erst schön!

http://rb-homebrewery.jimdo.com/ noch in Arbeit.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#453

Beitrag von PsychoBrew » Donnerstag 7. März 2019, 15:56

beercan hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 15:36
Wenn möglich dann braue das Ganze doch bei deiner Mutter nimm die Würze mit zu dir nach Hause und gib dort erst die Hefe dazu und schon passt das Ganze.
Leider nicht möglich. Sud zu Groß, Auto zu klein :Bigsmile

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#454

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 7. März 2019, 16:54

Du kannst auch deine Mutter zur Hobbybrauerin machen, die meldet sich also solche bei Zoll an und du hilfst ihr beim Brauen und bei der anschließenden Biervernichtung.

Du kannst freilich auch in den sauren Apfel beißen und dem Staat die 10 bis 20 Euro pro Jahr in den Rachen werfen und dein Bier versteuern.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#455

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 7. März 2019, 16:56

Dann bist du ja eh nach dem zweiten Sud über der Freimenge. Also was soll's?
:Bigsmile

Formal korrekt ist das jedenfalls. Immerhin hat man das Hintertürchen Zweitwohnsitz gelassen, wobei eine mögliche Zweitwohnsitzsteuer den Vorteil der rund 20€ Steuerbefreiung für 200 Litern Bier bei weitem übersteigt.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#456

Beitrag von Fe2O3 » Donnerstag 7. März 2019, 19:08

Du könntest ab sofort regelmäßig KLEINE Sude bei deiner Mutter brauen und die wöchentlich/zweiwöchentlich verzollen... Sollen die im Zollamt doch Betriebssport (Aufstehen, Akte suchen, Zettel stempeln, zurückbringen, hinsetzen) machen, wenn sie wollen.

2hl sind ja - wie Ruthard schon sagt - auch nur 20 EUR, das sollte man verschmerzen können.

lG
Martin

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#457

Beitrag von danieldee » Montag 18. März 2019, 10:26

Zwar Offtopic, aber das sind die wirklich wichtigen Themen um denen sich der Zoll kümmern sollte !!

https://www.infranken.de/regional/wuerz ... 24,4115600
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#458

Beitrag von Pivnice » Mittwoch 20. März 2019, 16:40

danieldee hat geschrieben:
Montag 18. März 2019, 10:26
...sich der Zoll kümmern sollte !!
immer noch off topic: Zoll und Staatsanwaltschaft Würzburg haben sich doch gekümmert - Organisator und Komplizen wurden verhaftet.
In ähnlichen Fällen waren in den vergangenen Jahren wiederholt Steuerhinterzieher zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
Hubert
Bier: Einfach zu brauen, schwierig zu verstehen

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#459

Beitrag von riegelbrau » Mittwoch 20. März 2019, 18:42

So'n Mist, durch die Steueranmeldung für die HBCon mit Bitte um Bestätigung ist das HZA Hannover drauf gekommen, dass ich keine jährliche Brauanzeige geschickt habe. Sie hatten das seinerzeit Anfang 2014 auch nicht verlangt. Jetzt habe ich auch eine Hobbybrauernummer und muss jährlich eine E-Mail schicken.

Schade, aber halte ich aus!

Gruß Christoph

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#460

Beitrag von danieldee » Mittwoch 20. März 2019, 20:32

Pivnice hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 16:40
danieldee hat geschrieben:
Montag 18. März 2019, 10:26
...sich der Zoll kümmern sollte !!
immer noch off topic: Zoll und Staatsanwaltschaft Würzburg haben sich doch gekümmert - Organisator und Komplizen wurden verhaftet.
In ähnlichen Fällen waren in den vergangenen Jahren wiederholt Steuerhinterzieher zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
Ja aber halt nicht um 17cent beträge
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#461

Beitrag von Sura » Donnerstag 21. März 2019, 14:38

Moin!

Mal eine gute Nachricht:
Wie mir eben telefonisch bestätigt wurde, lässt das viel gescholtene HZA Kiel jetzt am Ende des Jahres eine Jahresmeldung zu, in der Gesamtmenge und Durchschnittsplato des Jahres einmalig versteuert werden kann!

Prost!

(Falls das schon irgendwo hier stand, ist dieser Post lediglich ein Ausdruck der Freude. :Pulpfiction :Bigsmile :thumbsup )
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#462

Beitrag von flensdorfer » Donnerstag 21. März 2019, 15:48

Dann passen sie sich ja den anderen HZA in Itzehoe an, die handhaben das schons seit Jahren so - auch mit wechselnden Sachbearbeitern.
Gruß, Arne

Anfänger in der 20l-Klasse

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#463

Beitrag von Braubär23858 » Donnerstag 21. März 2019, 17:17

Sind trotzdem dieselben, die möchten, dass ich mein Bier, welches ich nicht zu Hause trinke, versteuern soll (Gnädigerweise wurde mein Campingplatz als „zum Haushalt gehörig“ definiert, nachdem ich den ersten Liter versteuert habe).

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#464

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Mittwoch 27. März 2019, 00:04

Sura hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 14:38
Moin!

Mal eine gute Nachricht:
Wie mir eben telefonisch bestätigt wurde, lässt das viel gescholtene HZA Kiel jetzt am Ende des Jahres eine Jahresmeldung zu, in der Gesamtmenge und Durchschnittsplato des Jahres einmalig versteuert werden kann!

Prost!

Für alle im Südwesten :
Seit Anfang 2018, wo ich mich angemeldet habe ist das beim HZA Singen auch so.
Da hab ich Null Problem und wenig Arbeit damit!

Grüßle
Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#465

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Mittwoch 27. März 2019, 00:06

Für alle im Südwesten :
Seit Anfang 2018, wo ich mich angemeldet habe ist das beim HZA Singen auch so.
Da hab ich Null Problem und wenig Arbeit damit!

Grüßle
Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#466

Beitrag von Neubierig » Mittwoch 27. März 2019, 07:55

Ihr solltet das alle schriftlich zukommen lassen, nix telefonisch ...

Cheers,

Keith :-)
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#467

Beitrag von Malzwein » Mittwoch 27. März 2019, 08:16

Neubierig hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 07:55
Ihr solltet das alle schriftlich zukommen lassen, nix telefonisch ...
Richtig und ganz wichtig! Spätestens wenn Personen beim Zoll wechseln, ist eine telefonische Zusage nix mehr wert.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#468

Beitrag von Sura » Mittwoch 27. März 2019, 09:55

Malzwein hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 08:16
Neubierig hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 07:55
Ihr solltet das alle schriftlich zukommen lassen, nix telefonisch ...
Richtig und ganz wichtig! Spätestens wenn Personen beim Zoll wechseln, ist eine telefonische Zusage nix mehr wert.
Ich habs noch nicht, aber mir wurde ein Merkblatt zugesagt :)
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#469

Beitrag von flensdorfer » Mittwoch 27. März 2019, 10:43

Sura hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 09:55
Malzwein hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 08:16
Neubierig hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 07:55
Ihr solltet das alle schriftlich zukommen lassen, nix telefonisch ...
Richtig und ganz wichtig! Spätestens wenn Personen beim Zoll wechseln, ist eine telefonische Zusage nix mehr wert.
Ich habs noch nicht, aber mir wurde ein Merkblatt zugesagt :)
Das poste mal bitte hier, wenn du es bekommst
Gruß, Arne

Anfänger in der 20l-Klasse

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#470

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 27. März 2019, 12:19

Dieses Merkblatt ist doch ein alter Hut und kursiert nicht erst seit dem 20. Februar herum:

http://brew24.com/hmsh

Es ist bekannt, dass die HZA auch schon vor der HBCon mit 2075 zugeschissen wurden und nach Möglichkeiten suchen, diese Flut einzudämmen. Die Hobbybrauer von den Vorzügen eines Steuerlagers zu überzeugen, hat nicht viel gebracht.

In ihrer Hilflosigkeit nehmen die HZA (nicht nur Kiel) sogar in Kauf, bestehende Gesetz zu brechen.

Das fängt schon mal mit folgender Formulierung an:

"Ich lasse für diese Mengen für dieses Kalenderjahr eine zusammengefasste Steuererklärung (Jahreserklärung) zu.
Die Steuererklärung ist bis zum 07. Januar des Folgejahres beim Hauptzollamt Kiel abzugeben und die Steuer ist bis zum 20. Januar des Folgejahres zu entrichten."


Offenkundig ist im HZA Kiel der Unterschied zwischen einer Steueranmeldung und einer Steuererklärung nicht bekannt - hier herrscht Schulungsbedarf! Eine Steuererklärung erzwingt nämlich immer einen Steuerbescheid, das bedeutet doch wieder Mehrarbeit für das HZA und hat auch für den Hobbybrauer weitere Nachteile.

Akzepabel wäre eventuell eine jährliche zusammengefasste Steueranmeldung unter den Bedingungen wie sie für die 2075 gelten (kein Steuerbescheid, Rechenfehler bis 9,99€ werden akzeptiert), aber das wäre aber immer noch ein Gesetzesbruch. Der §15 Abs. 2 BierStG schreibt nämlich zwingend eine unverzügliche Steueranmeldung vor, eine jährliche Zusammenfassung ist nicht zulässig. Dem HZA Kiel hängt der Arsch nicht hoch genug, um einen Missstand per Gesetzesbruch zu beseitigen. Hier könnte allenfalls das BMF in Berlin über eine Zwischenlösung verfügen, wenn die entsprechende Gesetzesänderung und die Anpassung der Durchführungsordnung in Aussicht steht.

So hat das nämlich 1982 funktioniert, als der WDR in Köln (nicht Jean Pütz) mit dem Bundesfinanzministerium einen Weg ausgehandelt hat, ein seit 1939 bestehendes Nazigesetz auszuhebeln. Tatsächlich wurde das Gesetz dann 1986 geändert.

Es mag ja eine Vereinfachung für uns sein, nur noch einmal im Jahr einen Zettel auszufüllen, aber das ist nur die Bratwurst. Der Schinken ist die EU-konforme Lösung, wie sie seit jeher in Österreich angewendet wird.

Wer das Merkblatt des HZA Kiel weiter liest, wird erkennen, das für Veranstaltungen doch wieder eine Einzelanmeldung erforderlich ist - also nix mit Jahresmeldung.

Es sei nur am Rande erwähnt, dass das HZA Kiel wieder die hirnrissige rechtsirrige Gartentürfiktion in das Merkblatt eingearbeitet hat.

Tut mir leid, aber dieses Merkblatt ist das Papier nicht wert, auf das es gedruckt ist - wieder nur ein müder Versuch, einen Missstand mit Heftpflaster zu reparieren.

Cheers, Ruthard
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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#471

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Dienstag 9. April 2019, 20:32

Hallo zusammen!
Ich habe gestern eine Email von einer Mitarbeiterin meines zuständigen Zollamtes Dresden bekommen mit der Bitte entweder meine Telefonnummer mit einer Angabe einer Zeit zu der ich zu erreichen wäre, oder ich solle doch bitte unter folgender Nummer zwischen 8 und 20 Uhr mal anrufen.
Ich habe die halbe Nacht vor lauter Aufregung nicht schlafen können weil ich doch gern wissen wollte, was denn die Dame von mir wöllte.
Heute um halb 10 habe ich sie dann angerufen.
Eine sehr nette, gesprächige Dame wollte sich einfach nur mal so bei mir melden, da ich ja als Brauer gemeldet sei. Sie ist im Aussendienst tätig und sei für Brauereien zuständig. Da (und das finde ich erwähnenswert!) dieses Jahr (nach Alkohol 2017 und Kaffee 2018) Bier im besonderen Fokus der Zollbehörde liegt, diese Anweisung käme wohl von ganz Oben, fragt sie nun ALLE Brauer in ihrem Zuständigkeitsbereich an, wie es ihnen so gehe. Sie wäre wohl auch schon an meiner Haustür gewesen, aber ich sei wohl arbeiten gewesen. Ansonsten solle ich mich bei Fragen oder wenn ich deutlich über 200 Eigebräu kommen sollte, bei ihr melden.
Also Brauer Sachsens seit informiert! Der Zoll kommt!
Jens
„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Eisen schmieden und Ziegel formen,
Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#472

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 9. April 2019, 21:00

Schlafwagenschaffner hat geschrieben:
Dienstag 9. April 2019, 20:32
Sie ist im Aussendienst tätig und sei für Brauereien zuständig. Da (und das finde ich erwähnenswert!) dieses Jahr (nach Alkohol 2017 und Kaffee 2018) Bier im besonderen Fokus der Zollbehörde liegt, diese Anweisung käme wohl von ganz Oben, fragt sie nun ALLE Brauer in ihrem Zuständigkeitsbereich an, wie es ihnen so gehe. Sie wäre wohl auch schon an meiner Haustür gewesen, aber ich sei wohl arbeiten gewesen.... Der Zoll kommt!
Ist etwa genau die selbe "Anweisung von oben" wie hier in SH.
Bei mir waren sie schon und der Zollmann meinte er will (muss) noch knapp 600 weitere Adressen anfahren.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Neuer Zollthread ;-) - Erfahrungsbericht

#473

Beitrag von Sura » Dienstag 9. April 2019, 21:22

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 9. April 2019, 21:00
Schlafwagenschaffner hat geschrieben:
Dienstag 9. April 2019, 20:32
Sie ist im Aussendienst tätig und sei für Brauereien zuständig. Da (und das finde ich erwähnenswert!) dieses Jahr (nach Alkohol 2017 und Kaffee 2018) Bier im besonderen Fokus der Zollbehörde liegt, diese Anweisung käme wohl von ganz Oben, fragt sie nun ALLE Brauer in ihrem Zuständigkeitsbereich an, wie es ihnen so gehe. Sie wäre wohl auch schon an meiner Haustür gewesen, aber ich sei wohl arbeiten gewesen.... Der Zoll kommt!
Ist etwa genau die selbe "Anweisung von oben" wie hier in SH.
Bei mir waren sie schon und der Zollmann meinte er will (muss) noch knapp 600 weitere Adressen anfahren.
Da gibts also mindestens 16 Beamte (für jedes Bundesland Einen). Und dazu dann wohl so 10000 Hobbybrauer. Die Beamten kosten dann incl. der Fahrtkosten die auftreten sicherlich so an die 4.000.000€ ..... da müssten die Hobbybrauer schon ziemlich viel brauen um das an Steuern wieder einzubringen.... :Waa :Ahh
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