Haftpflicht für die kleine Brauerei

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BierRegen
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Haftpflicht für die kleine Brauerei

#1

Beitrag von BierRegen » Sonntag 13. Januar 2019, 09:58

Hey Leute, kurz und knapp:

Hat jemand eine Haftpflichtversicherung die er empfehlen kann?
Wir sind auf dem besten Weg ab Sommer verkaufen zu dürfen. Die Haftpflicht sollte da nicht fehlen. Vielleicht hat ja jemand gute oder schlechte Erfahrungen mit einer speziellen Versicherung gemacht.

Sollte man sonst noch eine Versicherung abschließen?

LG und vielen Dank,

Tobi

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Duke
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#2

Beitrag von Duke » Montag 14. Januar 2019, 11:00

Hast ne pn.

Grüße

Norman
„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“ Kurt Tucholsky

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Felix83
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#3

Beitrag von Felix83 » Montag 14. Januar 2019, 12:02

Meinst Du eine Produkthaftpflicht?
Das hab ich mir angeschaut, aber da wären mehre hundert € im Monat fällig gewesen. Für mich als Nano nicht bezahlbar.
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

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basta
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#4

Beitrag von basta » Mittwoch 21. August 2019, 17:34

Ebenfalls neulich gesehen und gestaunt...
Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.

Killa-Bräu
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#5

Beitrag von Killa-Bräu » Mittwoch 21. August 2019, 18:38

Duke hat geschrieben:
Montag 14. Januar 2019, 11:00
Hast ne pn.

Grüße

Norman
Servus Norman, ich stehe auch vor der baldigen Eröffnung meiner Mikrobrauerei und stelle mir die selbigen Fragen.Ich würde mich über ein Feedback von Dir sehr freuen.

Dankeschön im voraus
Christian :Drink
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Hopfenherz
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#6

Beitrag von Hopfenherz » Mittwoch 21. August 2019, 23:59

Wir haben hier eine Betriebs-Haftpflicht für eine Hausbrauerei. Der Jahresbeitrag beträgt ca. 180 € pro Jahr, je nach Versicherungssumme.
https://www.haftpflichtkasse.de/versich ... ftpflicht/

Gruß
Stefan

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#7

Beitrag von basta » Donnerstag 22. August 2019, 13:28

Die PN von Norman würde mich ebenfalls interessieren...
Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#8

Beitrag von Duke » Freitag 23. August 2019, 00:12

Hast PN.
„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“ Kurt Tucholsky

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#9

Beitrag von Sebasstian » Freitag 23. August 2019, 10:20

Sorry wenn ich da so nachfrage, aber was genau ist der Sinn von einem Post in dem steht 'hast PN'? Offensichtlich darf es ja nicht jeder wissen was da kommuniziert wird, aber warum macht man dann den anderen die Nase lang? Wer PN hat, der sieht das ja. Oder nicht? :Grübel
Grüße,
Sebastian

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#10

Beitrag von basta » Freitag 23. August 2019, 12:27

Die PN habe ich erhalten, besten Dank! So ganz ist mir aber nicht bewusst, ob eine Haftpflicht denn überhaupt eine Voraussetzung ist oder ob diese im Grunde nur benötigt wird, wenn es z. B. auch in den Vertrieb geht. Sprechen wir denn dann überhaupt von einer gewöhnlichen privaten Haftpflicht und bringt es dann etwas, Seiten wie diese als Referenz für einen Vergleich der Haftpflichtversicherung heranzuziehen? Von einer Distribution bin ich noch weit entfernt und mein Gedanke lag da eher beim Brauprozess. Allein durch das Hantieren mit Chemikalien, Gasen und Reinigungsmittel besteht doch ein eröhtes Sicherheitsrisiko und daher interessiert mich, ob ein solcher Abschluss auch für mich zu empfehlen ist, wenn das Brauen bislang nur zu privaten Zwecken vollzogen wird.
Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#11

Beitrag von Shoegazer » Freitag 23. August 2019, 13:30

Immer dann, wenn ein Dritter geschädigt wird, ist nach §823 BGB derjenige zum Schadensausgleich verpflichtet, der den Schaden zu vertreten hat.

Das gilt für den privaten Bereich, wo die Schäden in der Regel von der Schadenhöhe her überschaubar sind und erst recht im gewerblichen Bereich.Bei letzterem gilt es, sowohl die Betriebshaftpflicht (also wenn durch den Betrieb der Brauerei heraus jemand zu Schaden kommt), als auch die Produkthaftpflicht (wenn jemand durch ein fehlerhaftes Produkt zu Schaden kommt) zu berücksichtigen.

:Greets
Beste Grüße aus Bonn, Henning

-Mitglied im VHD e.V.- :Greets

So braue ich und so braue ich auch :Wink

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#12

Beitrag von bwanapombe » Freitag 23. August 2019, 14:39

basta hat geschrieben:
Freitag 23. August 2019, 12:27
...
Von einer Distribution bin ich noch weit entfernt und mein Gedanke lag da eher beim Brauprozess. Allein durch das Hantieren mit Chemikalien, Gasen und Reinigungsmittel besteht doch ein eröhtes Sicherheitsrisiko und daher interessiert mich, ob ein solcher Abschluss auch für mich zu empfehlen ist, wenn das Brauen bislang nur zu privaten Zwecken vollzogen wird.
Hallo Tobi,

das klang aber im ersten Post ganz anders. Da war vom Verkauf die Rede.

Shoegazer hat das gut erklärt.

Für Dich brauchst Du keine Haftpflicht, nur wenn Du Mitarbeiter und Konsumenten hast.

Dirk
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#13

Beitrag von basta » Freitag 23. August 2019, 15:18

Die Party war privat und daher war der Ausschank auch umsonst...aber danke,dann weiß ich grundsätzlich erstmal Bescheid.
Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#14

Beitrag von ubu » Freitag 23. August 2019, 15:41

bwanapombe hat geschrieben:
Freitag 23. August 2019, 14:39
............................
....

Für Dich brauchst Du keine Haftpflicht, nur wenn Du Mitarbeiter und Konsumenten hast.

Dirk
Ausser der Privathaftpflicht, die sollte man auf jeden Fall haben.

Und die tritt ein bei Schäden welche du im Privaten Bereich verursachst ( Jemanden beim Fahradfahren überfahren, beim Hobbybrauen die kochende Würze dem Nachbarn überschütten,....)
Gruß
Uwe

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#15

Beitrag von bwanapombe » Freitag 23. August 2019, 16:02

Was ich sagen wollte, sie ersetzt keine Schäden, die man sich selbst antut. Wenn man alleine braut und selbst trinkt, braucht man keine.

Eine Privathaftpflichtversicherung sollte man sowieso haben, auch wenn man nicht braut.

Dirk
Stay thirsty!

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#16

Beitrag von ubu » Freitag 23. August 2019, 16:52

bwanapombe hat geschrieben:
Freitag 23. August 2019, 16:02
Was ich sagen wollte, sie ersetzt keine Schäden, die man sich selbst antut. Wenn man alleine braut und selbst trinkt, braucht man keine.
.....

Dirk
Dafür gäbe es dann die private Unfalversicherung.

Inwieweit die dann aber bei Unfällen in Verbindung mit extrem hohen Promillewerten eintritt?
:Waa
Gruß
Uwe

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#17

Beitrag von Sebasstian » Freitag 23. August 2019, 17:02

beryll hat geschrieben:
Freitag 23. August 2019, 10:54
Hin und wieder wird das hier als Werbung angesehen und bekommt den Zeigefinger gezeigt. Aus dem Grund kann ich die Vorgehensweise schon gut verstehen. ;-)

VG Peter
Hast PN
Grüße,
Sebastian

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#18

Beitrag von Duke » Samstag 24. August 2019, 12:14

Manchmal sehen einige Menschen nicht, dass sie eine Nachricht bekommen haben;
aktuell habe ich im Postausgang noch eine versendete Nachricht vom 16. Mai dieses Jahres.
Der Adressat hat sie wahrscheinlich noch nicht geöffnet...
Ich hoffe damit, die Sinnhaftigkeit erklärt zu haben.
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#19

Beitrag von basta » Samstag 24. August 2019, 13:13

Alles klar, hiermit wurde der Großteil meiner Fragen beantwortet. Ich danke euch recht herzlich!
Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.

Vierkaleu
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#20

Beitrag von Vierkaleu » Freitag 10. April 2020, 15:43

Hallo zusammen.

DIese PN würde mich auch äußerst interessieren.

Da wir ebenfalls beabsichtigen unser gebrautes zu verkaufen.

Ebenfalls würde mich interessieren, aber das wird wohl ein anderer Beitrag sein. Wie es um geeichtes abfüllen steht. Der zuständige Mann vom Veterinäramt sagte mir, das geeichtes abfüllen das A und O sei und das Eichamt da sehr hinterher ist.
Also falls es dazu auch eine PN gibt, total gerne ;-)

Ein schönes Osterfest
Duke hat geschrieben:
Montag 14. Januar 2019, 11:00
Hast ne pn.

Grüße

Norman

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#21

Beitrag von Duke » Samstag 11. April 2020, 12:29

Mach Dir da nicht so viel Kopf drum. Steht ja auch ein "℮" für quantité estimée vor der Inhaltsangabe.
Es gibt immer irgendeinen, der einem Angst machen muss. Bei dem einen ist es der Zoll,
bei Dir die LK und beim nächsten ist das Bauordnungsamt...

https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlini ... ichtlinie)
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#22

Beitrag von Killa-Bräu » Montag 13. April 2020, 06:44

Duke hat geschrieben:
Samstag 11. April 2020, 12:29
Mach Dir da nicht so viel Kopf drum. Steht ja auch ein "℮" für quantité estimée vor der Inhaltsangabe.
Es gibt immer irgendeinen, der einem Angst machen muss. Bei dem einen ist es der Zoll,
bei Dir die LK und beim nächsten ist das Bauordnungsamt...

https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlini ... ichtlinie)
Schließe mich der Meinung von Duke an, alles halb so wild, einfach machen und mit den Zuständigen kommunizieren.
Hier nochmal ein Dankeschön an Duke, hat alles geklappt und ich bin seit Februar am Start.

Schöne Grüße aus Niederbayern
Da Killa 🍺😎
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#23

Beitrag von Duke » Donnerstag 16. April 2020, 15:46

Killa-Bräu hat geschrieben:
Montag 13. April 2020, 06:44
Duke hat geschrieben:
Samstag 11. April 2020, 12:29
Mach Dir da nicht so viel Kopf drum. Steht ja auch ein "℮" für quantité estimée vor der Inhaltsangabe.
Es gibt immer irgendeinen, der einem Angst machen muss. Bei dem einen ist es der Zoll,
bei Dir die LK und beim nächsten ist das Bauordnungsamt...

https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlini ... ichtlinie)
Schließe mich der Meinung von Duke an, alles halb so wild, einfach machen und mit den Zuständigen kommunizieren.
Hier nochmal ein Dankeschön an Duke, hat alles geklappt und ich bin seit Februar am Start.

Schöne Grüße aus Niederbayern
Da Killa 🍺😎
Hallo Christian!

Hatte dich jetzt gar nicht mehr auf dem Radar und musste erstmal
in den PNs rumwühlen. Schön, dass es geklappt hat. :thumbup

Grüße

Norman
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#24

Beitrag von Killa-Bräu » Freitag 17. April 2020, 08:02

Ja, schon eine Zeit lang her. Bins ruhig angegangen und jetzt nehm ich langsam Fahrt auf. Ist ja ein Nebengewerbe und macht Spaß so .
Alles Gute und Allzeit gut Sud🍺👍
Da Killa 😎
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#25

Beitrag von Bruit.Enorme » Mittwoch 23. Dezember 2020, 08:20

Hallo Norman,
Könntest du mir bitte auch diese Pn schicken?
Vielen Dank im Voraus!
Martin

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#26

Beitrag von Gasflasche » Sonntag 3. Januar 2021, 19:55

Hallo Norman, ich würde mich über die gleiche pN auch freuen :)

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#27

Beitrag von Brauwolf » Montag 4. Januar 2021, 17:02

Bruit.Enorme hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 08:20
Hallo Norman,
Könntest du mir bitte auch diese Pn schicken?
Vielen Dank im Voraus!
Martin

Leute, der letzte Beitrag vor diesem war im April 2020. Norman bekommt von euren frommen Wünschen nichts mit, wenn er nicht zufällig in diesen Thread reinschaut. Nur wenn ihr einen seiner Beiträge zitiert oder ihm selbst eine PN schickt, bekommt er bei seinem nächsten Besuch ein rotes Lämpchen gezeigt, das da sein Einsatz gefragt ist. Sein letzter Besuch war am 24.12.20, wenn er Ostern erst wieder hier vorbei kommt, wartet ihr eben so lange. Vielleicht war er so schlau und hat sein Profil so eingestellt, dass er bei Zitat oder PN eine Email bekommt, dann gibt es vielleicht schon früher eine Antwort, aber auch nur dann.

Wenn ich den Thread so überfliege, sehe ich, dass da einiges durcheinander geworfen wird. Die verlinkte Betriebshaftpflicht für 180€ inkl. Versicherungssteuer schließt eine Produkthaftpflicht explizit aus. Sie zahlt, wenn sich ein Kunde oder der Vertreter eines Lieferanten bei euch in der Brauerei auf die Schnauze legt - wenn das halbe Dorf von eurem edlen Hopfensaft den flotten Otto kriegt, bleibt ihr auf dem Schaden sitzen.

Cheers, Ruthard
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#28

Beitrag von Gasflasche » Donnerstag 7. Januar 2021, 12:26

Brauwolf hat geschrieben:
Montag 4. Januar 2021, 17:02
Leute, der letzte Beitrag vor diesem war im April 2020. Norman bekommt von euren frommen Wünschen nichts mit, wenn er nicht zufällig in diesen Thread reinschaut. Nur wenn ihr einen seiner Beiträge zitiert oder ihm selbst eine PN schickt, bekommt er bei seinem nächsten Besuch ein rotes Lämpchen gezeigt, das da sein Einsatz gefragt ist. Sein letzter Besuch war am 24.12.20, wenn er Ostern erst wieder hier vorbei kommt, wartet ihr eben so lange. Vielleicht war er so schlau und hat sein Profil so eingestellt, dass er bei Zitat oder PN eine Email bekommt, dann gibt es vielleicht schon früher eine Antwort, aber auch nur dann.

Wenn ich den Thread so überfliege, sehe ich, dass da einiges durcheinander geworfen wird. Die verlinkte Betriebshaftpflicht für 180€ inkl. Versicherungssteuer schließt eine Produkthaftpflicht explizit aus. Sie zahlt, wenn sich ein Kunde oder der Vertreter eines Lieferanten bei euch in der Brauerei auf die Schnauze legt - wenn das halbe Dorf von eurem edlen Hopfensaft den flotten Otto kriegt, bleibt ihr auf dem Schaden sitzen.

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Dass Produkthaftpflicht und Betriebshaftpflicht häufig verwechselt werden, stimmt leider: der Kleinunternehmer der nur denkt Haftpflichttechnisch gut oder überhaupt abgesichtert zu sein ist leider kein Einzelfall..
Bisher ist es halt meine Erfahrung, dass Produkthaftpflichtversicherungen teilweise sündhaft teuer sind und/oder, dass Versicherungsunternehmen keine Flexibilität im "Umfang" zeigen: da sollte eine Nanobrauerei die Jährlich 2000 Flaschen in die Welt setzt und das ganze eigentlich nur anmeldet, damit er rechtlich "in Ordnung" ist, gleich viel Zahlen als eine Brauerei 30km weiter, die das 50-Fache in die Welt setzt. Da stimmt gefühlt irgendwas nicht.
Technisch ist es schon klar, dass die größere Brauerei andere finanziell-technische Möglichkeiten hat, um z.B. Splitterbomben zu vermeiden (z.B. Scanner die jede einzelne Flasche mehrfach durchleuchten und analysieren), aber dann noch..

Daher lebt bei mir die Hoffnung, dass da irgendjemand villeicht mal eine andere Erfahrung macht.
Ich bin dabei von mir selber ausgegangen, der immer wieder bei den "eigenen Beiträgen" guckt, ob in irgendwelchen Threads was neues geschrieben wurde. Aber klar, man sollte eigentlich nicht von sich auf anderen schließen ;).

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#29

Beitrag von §11 » Donnerstag 7. Januar 2021, 12:44

Man sollte sich halt Eines bewusst sein. Das Produkthaftpflicht so sündhaft teuer ist hat natürlich einen Grund, Schäden können eben auch sündhaft teuer sein. Wobei hier ja „normales“ Bier noch relativ harmlos ist.
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#30

Beitrag von bwanapombe » Donnerstag 7. Januar 2021, 15:05

Eine Möglichkeit wäre, risikoreiche Prozesse auszulagern, z.B. die ganze Flaschengeschichte, Reinigung und Abfüllung etc. Dieser Teil der Brauerei scheint mir sehr investitionsintensiv und wie gesagt, könnte man die Risiken auf das engere Brauen beschränken. Ich weiß nicht, wie sehr das ein Versicherungsangebot beeinflußt, sollte es aber. Praktisch sähe das so aus: Ich liefere mein fertiges Bier an einen professionellen Abfüller. Bei Schadensfällen dürfte der Nachweis nicht schwer fallen, wo das Problem entstanden ist. Ob das praktikabel ist, weiß ich nicht. Aus Sicht der Risikoeingrenzung aber sicher sinnvoll.

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#31

Beitrag von §11 » Donnerstag 7. Januar 2021, 16:09

bwanapombe hat geschrieben:
Donnerstag 7. Januar 2021, 15:05
Eine Möglichkeit wäre, risikoreiche Prozesse auszulagern, z.B. die ganze Flaschengeschichte, Reinigung und Abfüllung etc. Dieser Teil der Brauerei scheint mir sehr investitionsintensiv und wie gesagt, könnte man die Risiken auf das engere Brauen beschränken. Ich weiß nicht, wie sehr das ein Versicherungsangebot beeinflußt, sollte es aber. Praktisch sähe das so aus: Ich liefere mein fertiges Bier an einen professionellen Abfüller. Bei Schadensfällen dürfte der Nachweis nicht schwer fallen, wo das Problem entstanden ist. Ob das praktikabel ist, weiß ich nicht. Aus Sicht der Risikoeingrenzung aber sicher sinnvoll.

Dirk
In Verkehr bringst es nach wie vor du und damit macht dich das Gesetz zum Lebensmittelunternehmer mit all seinen Verantwortlichkeiten. Es laesst sich natuerlich viel vertraglich vereinbaren, aber "professionelle Abfüller sind sich den Risiken ja auch auch bewusst und schliessen entweder dieses Risiko aus oder reichen die Kosten fuer die Produkthaftpflicht durch.
„porro bibitur!“
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#32

Beitrag von §11 » Donnerstag 7. Januar 2021, 16:19

Nachtrag:
Pflichten:
Grundsätzlich haben diejenigen, die Lebensmittel, Tabakerzeugnisse, kosmetische Mittel und sonstige Bedarfsgegenstände herstellen, behandeln oder in Verkehr bringen die Verantwortung für ihre Produkte und damit zugleich die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass ihre Produkte den rechtlichen Vorschriften entsprechen.
Was sind Lebensmittelunternehmen?
„Lebensmittelunternehmen“ sind alle Unternehmen, gleichgültig, ob sie auf Gewinnerzielung
ausgerichtet sind oder nicht und ob sie öffentlich oder privat sind, die eine mit der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln zusammenhängende Tätigkeit ausführen (Artikel 3 der Verordnung (EG) 178/2002).
Verantwortlich für die Umsetzung und Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften ist der „Lebensmittelunternehmer“. Dieser wird in der VO 178/2002 Art. 3 wie folgt definiert: „Die natürlichen oder juristischen Personen, die dafür verantwortlich sind, dass die Anforderungen des Lebensmittelrechts in dem ihrer Kontrolle unterstehenden Lebensmittelunternehmen erfüllt werden.“
Diese Definitionen stellen eine klare Regelung dar, welche zur Folge hat, dass z.B. auch die Leitung von Kindertagesstätten oder ähnlichen Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung, verantwortlich für die Einhaltung und Umsetzung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften ist.
Gemäß den oben genannten Definitionen macht das Gesetz auch keinen Unterschied zwischen den Betriebsformen. D.h. es spielt keine Rolle welche Unternehmensform, Rechtsform, ob öffentlich oder privat, Großküche oder Kleinküche. Im Vordergrund stehen immer nur der
Schutz des Verbrauchers und der sichere Umgang mit Lebensmitteln.
Unternehmen die ihre Waren im Internet zum Verkauf anbieten fallen damit unter die Definition des Lebensmittelunternehmers (siehe auch Kapitel 3.9 Leitfaden für die Durchführung einzelner Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene).
Auch Unternehmen, die auf den Lebensmittelhandel spezialisiert sind, deren Räumlichkeiten
„aber nicht notwendigerweise der Handhabung oder Lagerung von Lebensmitteln“ dienen,
können unter die Definition des Lebensmittelunternehmers fallen (Kapitel 6.1 des o. g. Leitfadens). Alle Lebensmittelunternehmer unterliegen den einschlägigen Vorschriften des Lebensmittelrechts.
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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#33

Beitrag von bwanapombe » Donnerstag 7. Januar 2021, 18:41

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 7. Januar 2021, 16:09

In Verkehr bringst es nach wie vor du und damit macht dich das Gesetz zum Lebensmittelunternehmer mit all seinen Verantwortlichkeiten. Es laesst sich natuerlich viel vertraglich vereinbaren, aber "professionelle Abfüller sind sich den Risiken ja auch auch bewusst und schliessen entweder dieses Risiko aus oder reichen die Kosten fuer die Produkthaftpflicht durch.
Genauso ist es. Am Ende steht meine Adresse auf dem Etikett. (Es sei denn, das lagere ich auch noch aus. Aber darauf wollte ich nicht hinaus.)

Grundsätzlich beschränke ich mich ja aber immer in meinem Lebensmittelherstellungsprozess: Rohstoffe werden eingekauft, Flaschen stelle ich auch nicht selbst her etc. Insofern findet das mehr oder weniger bewußt ständig statt. Gerade am Anfang und als kleiner Betrieb kann es sich lohnen, mal darüber nachzudenken, wo ist meine Expertise ist und wo bezahle ich lieber eine Dienstleistung, als dass ich eine Investition oder ein Risiko für Schäden selbst übernehme oder selbst eine teuere Versicherung abschließe. Was jetzt am Ende besser paßt, muß man natürlich selbst entscheiden. Wenn meine Versicherung durch die Auslagerung nicht günstiger wird, dann ist das so. Nach den Regeln der Wirtschaftlichkeit sollte sie das, wenn ich die Haftung für Schäden, die durch Fehler z.B. bei der Abfüllung entstehen, nicht selbst begleichen muß. Und weil ich ja immer noch Hersteller bin, werde sich der geschädigte Verbraucher immer zuerst bei mir seinen Schaden ersetzen lassen wollen. Das muß auch klar sein.

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Re: Haftpflicht für die kleine Brauerei

#34

Beitrag von §11 » Donnerstag 7. Januar 2021, 20:07

bwanapombe hat geschrieben:
Donnerstag 7. Januar 2021, 18:41
§11 hat geschrieben:
Donnerstag 7. Januar 2021, 16:09

In Verkehr bringst es nach wie vor du und damit macht dich das Gesetz zum Lebensmittelunternehmer mit all seinen Verantwortlichkeiten. Es laesst sich natuerlich viel vertraglich vereinbaren, aber "professionelle Abfüller sind sich den Risiken ja auch auch bewusst und schliessen entweder dieses Risiko aus oder reichen die Kosten fuer die Produkthaftpflicht durch.
Genauso ist es. Am Ende steht meine Adresse auf dem Etikett. (Es sei denn, das lagere ich auch noch aus. Aber darauf wollte ich nicht hinaus.)

Grundsätzlich beschränke ich mich ja aber immer in meinem Lebensmittelherstellungsprozess: Rohstoffe werden eingekauft, Flaschen stelle ich auch nicht selbst her etc. Insofern findet das mehr oder weniger bewußt ständig statt. Gerade am Anfang und als kleiner Betrieb kann es sich lohnen, mal darüber nachzudenken, wo ist meine Expertise ist und wo bezahle ich lieber eine Dienstleistung, als dass ich eine Investition oder ein Risiko für Schäden selbst übernehme oder selbst eine teuere Versicherung abschließe. Was jetzt am Ende besser paßt, muß man natürlich selbst entscheiden. Wenn meine Versicherung durch die Auslagerung nicht günstiger wird, dann ist das so. Nach den Regeln der Wirtschaftlichkeit sollte sie das, wenn ich die Haftung für Schäden, die durch Fehler z.B. bei der Abfüllung entstehen, nicht selbst begleichen muß. Und weil ich ja immer noch Hersteller bin, werde sich der geschädigte Verbraucher immer zuerst bei mir seinen Schaden ersetzen lassen wollen. Das muß auch klar sein.

Dirk
Ok, da geh ich mit. Man sollte erkennen wo die eigenen Kompetenzen liegen und zwar ehrlich. Wo ich keine Kompetenz besitze, brauche ich Hilfe. Dabei sollte man sinnvolles und ehrliches Feedback einholen. Wenn ich zum Beispiel meine Freunde frage ob mein Bier, das ich immer umsonst hergebe, gut schmeckt, ist das kein objektives Feedback.

Typisches Beispiel: Brauer sind nicht immer auch gute Graphiker :Wink Etiketten und Logos kann man auch mal einen Profi machen lassen.....
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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