Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

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Alien_TM
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#51

Beitrag von Alien_TM » Mittwoch 25. September 2019, 14:01

stefan78h hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 13:44
Jetzt gibts nur noch eine Hürde:
ist so ein vorhaben Meldepflichtig bei der Ehefrau ...
LOL... :puzz Der war gut

...Alex

stefan78h
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#52

Beitrag von stefan78h » Mittwoch 25. September 2019, 14:04

ob ich danach noch was zum lachen hab.... wird sich noch rausstellen....
Gruß
stefan

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karlm
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#53

Beitrag von karlm » Mittwoch 25. September 2019, 16:03

In meinem Wohngebiet sind laut Bebauungsplan "nicht störende Gewerbe" explizit ausgeschlossen. D.h. ich such gerade was bei mir um die Ecke. 2 Häuser weiter gilt ein anderer Bebauungsplan. Dort darf man... Gemeinheit.
Gruß, Philipp
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#54

Beitrag von stefan78h » Mittwoch 25. September 2019, 16:11

karlm hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 16:03
In meinem Wohngebiet sind laut Bebauungsplan "nicht störende Gewerbe" explizit ausgeschlossen. D.h. ich such gerade was bei mir um die Ecke. 2 Häuser weiter gilt ein anderer Bebauungsplan. Dort darf man... Gemeinheit.
das ist blöd für dich...irgend wo ist halt immer eien Grenze.....

Ehrlich gesagt bin ich überrascht wie einfach das bis jetzt war :Grübel
Gruß
stefan

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karlm
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#55

Beitrag von karlm » Mittwoch 25. September 2019, 16:14

Meine Behörden waren auch alle sehr hilfsbereit und freundlich. Nur den Bebauungsplan, den konnten sie dann auch nicht ändern.
Das liest man hier ja immer wieder: Behörden rechtzeitig und früh mit einbeziehen, dann ist das alles gar kein Problem.
Gruß, Philipp
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#56

Beitrag von stefan78h » Mittwoch 25. September 2019, 16:29

ja waren alle sehr freundlich.... vorallem das ich im Vorfeld gefragt habe...
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#57

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 25. September 2019, 16:32

Bring mal deiner Frau bei, dass du zuerst alle anderen gefragt hast.
Also die sicherheitshalber erstmal Netten ... :Devil :Angel
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#58

Beitrag von stefan78h » Mittwoch 25. September 2019, 16:37

jaja...
besser wäre es einfach zu machen und Tatsachen zu schaffen..... und dann fragen warum schon wieder 3 Packete Schuhe geliefert wurden.....
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#59

Beitrag von hopfenbär » Mittwoch 25. September 2019, 16:58

Mal rein aus Interesse. Wie hoch der Gewinn ist wird nicht festgesetzt oder? Würden da auch 10€ reichen? Bzw muss meine Gewinnabsicht auf ein Maximum abzielen?

Habe zum Spaß in den für mich zuständigen Bebaungsplan geschaut. Dort steht gar nichts von Gewerben. Ein Viertel weiter werden "nicht störende Gewerbe" als möglich ausgewießen. hmm... https://www.erding.de/cms/fileadmin/use ... /BP166.pdf
Solum duri in hortum veniunt.

Vorstellung im alten Forum http://tinyurl.com/gob2p5g

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#60

Beitrag von stefan78h » Mittwoch 25. September 2019, 17:07

Bei mir im Lageplan steht
WA Allge. Wohngebiet

Dagegen
WR Reines Wohngebiet
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#61

Beitrag von Malzwein » Freitag 27. September 2019, 16:50

stefan78h hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 13:44
so hab jetzt Antworten:

1.Veterinäramt:
Boden gefliest, ...
....
Wo ist das denn vorgeschrieben? In Großküchen gibt es durchaus auch andere Bodenbeläge, die Vorgabe ist u.A. nahtlos, rutschhemmend, leicht zu reinigen, desinfizierbar etc.. Fliesen sind bei Neueinrichtung aber möglicherweise eine der günstigeren Varianten. Oder ist das die von mir oben genannten regional unterschiedlichen Vorgaben?
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#62

Beitrag von stefan78h » Freitag 27. September 2019, 16:53

Er meinte gut zu reinigen....
Könnte sein das er meinte z.B. Gefliest...


Der Raum den ich momentan im Auge habe hat einen geglätteten Industrieboden (Versiegelt)
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#63

Beitrag von Chrissi_Chris » Samstag 28. September 2019, 06:32

karlm hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 16:03
In meinem Wohngebiet sind laut Bebauungsplan "nicht störende Gewerbe" explizit ausgeschlossen. D.h. ich such gerade was bei mir um die Ecke. 2 Häuser weiter gilt ein anderer Bebauungsplan. Dort darf man... Gemeinheit.
Moin, so sieht es bei mir auch aus... meine Hausbrauerei auf meinem Grundstück darf ich nicht gewerblich nutzen da wir hier in einem Wochenend / Feriengebiet wohnen..., (was schon längst keines mehr ist nur noch so im Bebauungsplan angegeben) 2m weiter bei meinem Nachbarn wäre das kein Problem, da endet es.
Finde ich persönlich unmöglich aber gut was soll ich machen.
Hab mir deshalb jetzt eine Halle gemietet 10km weiter es hätte alles so einfach sein können 😒

LG Chris

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#64

Beitrag von Chrissi_Chris » Samstag 28. September 2019, 06:39

Malzwein hat geschrieben:
Freitag 27. September 2019, 16:50
stefan78h hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 13:44
so hab jetzt Antworten:

1.Veterinäramt:
Boden gefliest, ...
....
Wo ist das denn vorgeschrieben? In Großküchen gibt es durchaus auch andere Bodenbeläge, die Vorgabe ist u.A. nahtlos, rutschhemmend, leicht zu reinigen, desinfizierbar etc.. Fliesen sind bei Neueinrichtung aber möglicherweise eine der günstigeren Varianten. Oder ist das die von mir oben genannten regional unterschiedlichen Vorgaben?
Das ist leider auch immer auslegungssache des Veterinärs... je nach Laune sagen die mal hü und mal hot.
Fakt ist einfach es muss einfach zu reinigen und abwaschbar sein. Boden gehen da Fliesen, Epoxidharz etc. alles was nicht offenporig ist. Wände können sogar aus Holz sein genau wie die Decke, vorausgesetzt sie sind mit einem Spezial Lack der für die Lebensmittel Industrie zugelassen ist versiegelt.
Bei mir wurde noch gesagt keine Kreuzwege, das heißt das du nicht die Möglichkeit hast mit Strassenklamotten durch die Produktion zu laufen sondern vorher die Möglichkeit hast dich umzuziehen und dort soll dann auch ein Handwaschbecken sein.

LG Chris

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#65

Beitrag von Malzwein » Samstag 28. September 2019, 07:13

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 06:39

Das ist leider auch immer auslegungssache des Veterinärs... je nach Laune sagen die mal hü und mal hot.
Fakt ist einfach es muss einfach zu reinigen und abwaschbar sein. Boden gehen da Fliesen, Epoxidharz etc. alles was nicht offenporig ist. Wände können sogar aus Holz sein genau wie die Decke, vorausgesetzt sie sind mit einem Spezial Lack der für die Lebensmittel Industrie zugelassen ist versiegelt.
Bei mir wurde noch gesagt keine Kreuzwege, das heißt das du nicht die Möglichkeit hast mit Strassenklamotten durch die Produktion zu laufen sondern vorher die Möglichkeit hast dich umzuziehen und dort soll dann auch ein Handwaschbecken sein.

LG Chris
Also gilt - wie immer wieder gesagt - redet mit den Mitarbeitern der zuständigen Behörde. Alles andere sind Spekulationen im Graufeld der Könnte- und Sollte-Welt.

Und gräm dich nicht wegen der Halle, das klingt nach erweiterbarer Kapazität und sollte der Meisterzwang kommen, ist ein Betriebsumzug wegen des möglicherweise nur begrenztem Bestandsschutz u. U. nicht so einfach möglich.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#66

Beitrag von Chrissi_Chris » Samstag 28. September 2019, 08:08

Malzwein hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 07:13
Chrissi_Chris hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 06:39

Das ist leider auch immer auslegungssache des Veterinärs... je nach Laune sagen die mal hü und mal hot.
Fakt ist einfach es muss einfach zu reinigen und abwaschbar sein. Boden gehen da Fliesen, Epoxidharz etc. alles was nicht offenporig ist. Wände können sogar aus Holz sein genau wie die Decke, vorausgesetzt sie sind mit einem Spezial Lack der für die Lebensmittel Industrie zugelassen ist versiegelt.
Bei mir wurde noch gesagt keine Kreuzwege, das heißt das du nicht die Möglichkeit hast mit Strassenklamotten durch die Produktion zu laufen sondern vorher die Möglichkeit hast dich umzuziehen und dort soll dann auch ein Handwaschbecken sein.

LG Chris
Also gilt - wie immer wieder gesagt - redet mit den Mitarbeitern der zuständigen Behörde. Alles andere sind Spekulationen im Graufeld der Könnte- und Sollte-Welt.

Und gräm dich nicht wegen der Halle, das klingt nach erweiterbarer Kapazität und sollte der Meisterzwang kommen, ist ein Betriebsumzug wegen des möglicherweise nur begrenztem Bestandsschutz u. U. nicht so einfach möglich.
Genau, reden reden reden!!

Ich habe mir bevor ich auch nur einen Lichtschalter gewechselt habe eine Begehung vom Veterinär organisiert, geht super schnell und Mega einfach kostet meistens nichts, jedenfall bei mir war es umsonst.
Ich habe dann vor Ort genau mit dem der dann die Abnahme macht besprochen was ich brauche und was nicht und kann nun ruhigen Gewissens umbauen was nötig ist.

LG Chris

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#67

Beitrag von §11 » Samstag 28. September 2019, 14:14

Und genau diese unterschiedlichen Ansprüche zeigen das Problem der „Auslegung“ doch recht genau. Das gilt eben nicht nur im Baurecht.

Während der eine Veterinär (Lustigerweise ist ja noch nicht mal das einheitlich wer zuständig ist) zum Beispiel holzverkleidete Wände zulässt, will der andere Fliese bis unter die Decke. Es gibt da in Deutschland keine einheitlichen und vor allem genau definierten Regelungen. Da ist dieser Faden wieder teilweise verwoben mit dem „Meisterzwang“ Faden, denn in Deutschland gilt der „Stand der Technik“ den der Fachmann einhalten muss, der aber eben dehnbar ist bzw. nicht in einem Dokument/ einer Quelle definiert wird.
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#68

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 10:09

so günstigen Moment erwischt, und das eventuelle vorhaben meiner Frau vorgestellt....

hatte auf alle ABER, und WENN`s eine Antwort :Angel

Jetzt liegts mehr oder weniger an mir....

Im prinzip will ich das ja nicht Mega groß sonder so mini wie möglich machen.
Jetzt muss ich mal zusammenstellen was an Fix /Unkosten auf mich zukommen würde.

- Baugenehmigung für Umnutzung 500€ Gebühren, (Architekt brauch ich nicht dafür)
- Umbaukosten des Brauraums 2000€
- größere Kühlmöglichkeit 1000€
- Brauanlage hat momentan 60l Ausschlag, das würde ich erst mal lassen
- Handwerkskammer ? ist glaube ich nicht erforderlich, muss ich nochmal nachfragen
- Firmengründung ?
- Versicherung?
- Flaschenabfüllen?


Absatz und Verkauf wo und wie... :Grübel
hab da schon paar Ideen


Darf ich mal in die Runde fragen was die Preisgestaltung angeht.
Craftbeer wir ja meist um die 3€/ Flasche 0,33l gehandelt.
Da ich auf dem Land wohne, Craftbeer da noch nicht so angekommen ist, habe ich da etwas bedenken was die Preisgestaltung angeht.
Wie macht Ihr das bzw. ist das weniger ein Problem? Wird für Lokale Produkte mehr bezahlt? Habt Ihr Stammkundschaft oder ist es vielen zu teuer?
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#69

Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 11:42

stefan78h hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 10:09
so günstigen Moment erwischt, und das eventuelle vorhaben meiner Frau vorgestellt....

hatte auf alle ABER, und WENN`s eine Antwort :Angel

Jetzt liegts mehr oder weniger an mir....

Im prinzip will ich das ja nicht Mega groß sonder so mini wie möglich machen.
Jetzt muss ich mal zusammenstellen was an Fix /Unkosten auf mich zukommen würde.

- Baugenehmigung für Umnutzung 500€ Gebühren, (Architekt brauch ich nicht dafür)
- Umbaukosten des Brauraums 2000€
- größere Kühlmöglichkeit 1000€
- Brauanlage hat momentan 60l Ausschlag, das würde ich erst mal lassen
- Handwerkskammer ? ist glaube ich nicht erforderlich, muss ich nochmal nachfragen
- Firmengründung ?
- Versicherung?
- Flaschenabfüllen?


Absatz und Verkauf wo und wie... :Grübel
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Darf ich mal in die Runde fragen was die Preisgestaltung angeht.
Craftbeer wir ja meist um die 3€/ Flasche 0,33l gehandelt.
Da ich auf dem Land wohne, Craftbeer da noch nicht so angekommen ist, habe ich da etwas bedenken was die Preisgestaltung angeht.
Wie macht Ihr das bzw. ist das weniger ein Problem? Wird für Lokale Produkte mehr bezahlt? Habt Ihr Stammkundschaft oder ist es vielen zu teuer?
Du sattelst gerade das Pferd falsch herum auf.

Überleg dir was dich die Herstellung von einer 0.33 Flasche kostet. Du musst dir auch überlegen das 3 Euro im Laden nicht bedeutet das du 3 Euro davon bekommst. Es geht die Marge des Händlers weg und Steuern.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#70

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 11:54

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 11:42
Du sattelst gerade das Pferd falsch herum auf.

Überleg dir was dich die Herstellung von einer 0.33 Flasche kostet. Du musst dir auch überlegen das 3 Euro im Laden nicht bedeutet das du 3 Euro davon bekommst. Es geht die Marge des Händlers weg und Steuern.
Das ist mir schon bewusst... das ich eine Vollkosten Kalkulation brauche.

Aber ich kann das Bier nicht für 15€/Kasten verkaufen wie im Getränkemarkt. (im Direktverkauf)

das sind 0,75€/Flasche (0,5er), da brauche ich nicht anfangen zu rechnen.... :Grübel



Die Frage ist, wieviel mehr wird vom Kunden noch bezahlt für ein Lokales Produkt?
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#71

Beitrag von diapolo » Montag 7. Oktober 2019, 12:09

Diese Auslegung kann dir keiner vorrechnen, da niemand deine Gegebenheiten kennt.
Es gibt Regionen in denen der Preis für 3€/0,33l bezahlt wird, wo anders eben nicht.
Bei mir in Region wird es schwer das 0,5l Lagerbier für 2€ los zubekommen eher so 1,50€
Pale-Ales etc. gehen auf dem Land bei uns sehr sehr schlecht, hier ein Gewerbe damit zu betreiben kann in MEINER Region sehr schwierig werden.

So sieht es bei mir aus..

Mfg

Bernd
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#72

Beitrag von hopfenbär » Montag 7. Oktober 2019, 12:12

diapolo hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:09

Pale-Ales etc. gehen auf dem Land bei uns sehr sehr schlecht, hier ein Gewerbe damit zu betreiben kann in MEINER Region sehr schwierig werden.

So sieht es bei mir aus..
Manchmal frage ich mich ob die Biere auf dem Land einfach nicht PaleAle heißen sollten. Der englische Name weckt bei vielen gleich einen gewisse Argwohn. Ein Weißbier ist ja auch ein Ale. :puzz

Vielleicht Obergärige Bierspezialität, oder wenn es ein NEIPA wird, einfach Neu Englisch Indisches Helles Obergäriges :Bigsmile .
Zuletzt geändert von hopfenbär am Montag 7. Oktober 2019, 12:15, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#73

Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 12:13

Das werden wir dir nicht beantworten können, sondern nur der Kunde :Wink

Das Preisgefüge kann in einem Ballungsraum ganz anders aussehen als im ländlichen Raum. In einer Weingegend ohne Konkurrenz anders als in der fränkischen Schweiz.

Da hilft nur den Markt anschauen und mit den potenziellen Vertriebskanälen sprechen.

Wie schon oft gesagt ist der Aufwand nicht gutes Bier zu brauen, sondern es zu verkaufen
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#74

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 12:14

diapolo hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:09
Diese Auslegung kann dir keiner vorrechnen, da niemand deine Gegebenheiten kennt.
Es gibt Regionen in denen der Preis für 3€/0,33l bezahlt wird, wo anders eben nicht.
Bei mir in Region wird es schwer das 0,5l Lagerbier für 2€ los zubekommen eher so 1,50€
Pale-Ales etc. gehen auf dem Land bei uns sehr sehr schlecht, hier ein Gewerbe damit zu betreiben kann in MEINER Region sehr schwierig werden.

So sieht es bei mir aus..

Mfg

Bernd
OK genau das dachte ich mir, Pale Ale usw... geht bei uns auch nicht, habe das schon mit meinem Getränke Händler besprochen.

1,50-2,00€ für die Flasche 0,5er Lokales Lagerbier ist für mich vorstellbar im Direktverkauf...
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#75

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 12:18

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:13
Das werden wir dir nicht beantworten können, sondern nur der Kunde :Wink

Das Preisgefüge kann in einem Ballungsraum ganz anders aussehen als im ländlichen Raum. In einer Weingegend ohne Konkurrenz anders als in der fränkischen Schweiz.

Da hilft nur den Markt anschauen und mit den potenziellen Vertriebskanälen sprechen.

Wie schon oft gesagt ist der Aufwand nicht gutes Bier zu brauen, sondern es zu verkaufen
ich wollte nur mal Erfahrungswerte anderer Brauer.... Danke Diapolo

Ich bin hier in einer Weingegend da wird für eine Flasche Wein beim Lokalen Winzer 3,50-4€ Ausgegeben. Da kann ich für 0,33l nicht 3€ verlangen..... das ist nur schwer vorstellbar für mich.
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#76

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 12:20

hopfenbär hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:12
Manchmal frage ich mich ob die Biere auf dem Land einfach nicht PaleAle heißen sollten. Der englische Name weckt bei vielen gleich einen gewisse Argwohn. Ein Weißbier ist ja auch ein Ale. :puzz

Vielleicht Obergärige Bierspezialität, oder wenn es ein NEIPA wird, einfach Neu Englisch Indisches Helles Obergäriges :Bigsmile .
ja das stimmt schon,.....

Hab neulich für eine Party ende des Jahres vorgeschlagen das ich Bier mache.
Kommentar war .... aber kein Craftbeer!!!!!

Das Landbier (Lager) wie letztes Jahr war super....
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#77

Beitrag von FloNRW » Montag 7. Oktober 2019, 12:30

Bei uns in der Region gibt es schon ein paar kleinere Brauer. Wir haben einen der nimmt 3,50€ für 0,33l der andere nimmt 2,50€ für 0,33l und ein dritter nimmt 10€ für 6x0,33l (lässt größere Mengen Lohnbrauen).
Besonders bei kleineren Mengen solltest du dir überlegen mit individuellen Etiketten oder im Holzträger als Geschenkt dein Bier anzubieten. Auf Weihnachtsmärkten oder anderen Festen sind höhere Preis ebenfalls "normal".
Mit Biersinnlichen Grüßen
Florian :Drink

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#78

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 12:37

2,50-3,50€ für Craftbeer ist ja üblich...

Aber das Lokal verkauft zu bekommen denke ich ist was anderes....
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#79

Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 12:43

stefan78h hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:18
§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:13
Das werden wir dir nicht beantworten können, sondern nur der Kunde :Wink

Das Preisgefüge kann in einem Ballungsraum ganz anders aussehen als im ländlichen Raum. In einer Weingegend ohne Konkurrenz anders als in der fränkischen Schweiz.

Da hilft nur den Markt anschauen und mit den potenziellen Vertriebskanälen sprechen.

Wie schon oft gesagt ist der Aufwand nicht gutes Bier zu brauen, sondern es zu verkaufen
ich wollte nur mal Erfahrungswerte anderer Brauer.... Danke Diapolo

Ich bin hier in einer Weingegend da wird für eine Flasche Wein beim Lokalen Winzer 3,50-4€ Ausgegeben. Da kann ich für 0,33l nicht 3€ verlangen..... das ist nur schwer vorstellbar für mich.
Und was nützt dir ein Erfahrungswert wenn er nicht übertragbar ist?

2.50 - 3.00 Euro ist im Bottleshops in Großstädten üblich.

Und wie gesagt, die Frage die nur du dir beantworten kannst ist, was müsste die Flasche kosten um kostendeckend zu arbeiten? Welche Vetriebswege hast du? Die Gastronomie, gerade in Weingegenden ruft andere Preise auf als der Einzelhandel.

Sicherlich zahlen Leute mehr für lokale Produkte, aber was macht deine Lokalität aus? Was ist dein Alleinstellungsmerkmal? Wenn du das 200. IPA auf den Markt bringst, ohne Bezug zu deiner Gegend, dann werden die Leute auch keinen „Lokalitätsbonus“ zahlen. Kannst du die Nische Bier in einer Weingegend ausnutzen? Dazu fällt mir gleich eine Reihe Dinge ein. Weintrinker sind höhere Preise gewöhnt und wenn dein Bier mit der gleichen Wertigkeit auftritt werden die Preise auch gezahlt, dafür gibt es einige gute Beispiele.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#80

Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 12:49

Ich verkaufe 5l Top Kegs für 22,90 € ( 1,53 € umgerechnet auf 0,33l).
0,75l Flaschen für 4,50 plus Pfand (also 2 € umgerechnet auf 0,33l)
0,75l Flaschen von ganz besonderen Bieren (Imp. Stout, Barley Wine, Kveik, English IPA) sind geplant zwischen 4,90-5,50 € (2,18 -2,44 € umgerechnet auf 0,33l)
Außerdem 20,5l Ecofässer mit Durchlaufkühler und Theke für 78 € (1,27 € - umgerechnet auf 0,33l).
Lokale/Bars bekommen sie für 72 €

Teurer kannst hier in der Karlsruher Gegend vergessen. Das ist keine Hipsterstadt.
Alles Direktverkauf.
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stefan78h
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#81

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 13:37

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:43

Und was nützt dir ein Erfahrungswert wenn er nicht übertragbar ist?

2.50 - 3.00 Euro ist im Bottleshops in Großstädten üblich.

Und wie gesagt, die Frage die nur du dir beantworten kannst ist, was müsste die Flasche kosten um kostendeckend zu arbeiten? Welche Vetriebswege hast du? Die Gastronomie, gerade in Weingegenden ruft andere Preise auf als der Einzelhandel.

Sicherlich zahlen Leute mehr für lokale Produkte, aber was macht deine Lokalität aus? Was ist dein Alleinstellungsmerkmal? Wenn du das 200. IPA auf den Markt bringst, ohne Bezug zu deiner Gegend, dann werden die Leute auch keinen „Lokalitätsbonus“ zahlen. Kannst du die Nische Bier in einer Weingegend ausnutzen? Dazu fällt mir gleich eine Reihe Dinge ein. Weintrinker sind höhere Preise gewöhnt und wenn dein Bier mit der gleichen Wertigkeit auftritt werden die Preise auch gezahlt, dafür gibt es einige gute Beispiele.
Ich bin halt nicht in der Hippen Großstadt.... :thumbsup
Was die Flasche mich Kostet muss ich noch genau ermitteln....darum geht s mir gradee nicht. Sorry wenn wir uns da grade falsch verstehen!


Hier gibts nur einen Nebenerwerbs Brauer im Umkreis (8km Entfernt). Also die große Konkurenz hätten wir nicht was das Lokale Umfeld angeht.
Dann ist im Umkreis von 30km nichts was mir bekannt ist in der Form.

Klar Zahlen Weintrinker mehr.... aber es muss noch im Verhältnis stehen... denke ich zumindest.
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#82

Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 13:55

Ja mei, was soll ich sagen. Dann wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg, wenn du meinen Rat nicht willst und wenn du meinst das es nicht wichtig ist was deine Kosten sind.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#83

Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 14:04

Übern Daumen kalkuliert kann man sagen, dass es ab 600l pro Sud langsam rentabel wird. Dann verdient man im Direktvertrieb wirklich ordentlich (wenn die Leute kommen!) und im Handel so lala. Handel bei Craft will etwa 60% Gewinnspanne.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#84

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 14:05

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 13:55
Ja mei, was soll ich sagen. Dann wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg, wenn du meinen Rat nicht willst und wenn du meinst das es nicht wichtig ist was deine Kosten sind.
@§11
das stimmt doch garnicht! Ich hab doch geschrieben das ich eine Vollkostenkalkulation noch mache.
Natürlich interessiert mich deine Meinung!

Nur bin ich noch nicht soweit.
Und mich interessiert das Preisgefüge anderer Nebenerwerbsbrauer.... was ist daran verkehrt den Markt zu scannen bevor es zu spät ist?
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#85

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 14:14

Felix83 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 14:04
Übern Daumen kalkuliert kann man sagen, dass es ab 600l pro Sud langsam rentabel wird. Dann verdient man im Direktvertrieb wirklich ordentlich (wenn die Leute kommen!) und im Handel so lala. Handel bei Craft will etwa 60% Gewinnspanne.
ok sehr interessant.
Also in den Handel wollte ich garnicht... 60% ist aber ordentlich :thumbdown

Ich dachte an Direktverkauf, auf Bestellung und Weihnachsmarkt.... wenn es klappt Lokale Gastronomie.

Wenn 6hl Sude .... eine Microbrauerei sind dann muss ich die Überschrift ändern in "Nano Brauerei" :Grübel

Ich habe mir vorgestellt 10*60L= 6hl/Jahr wenns gut läuft 10hl/Jahr ...
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#86

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 7. Oktober 2019, 14:23

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:13
Das werden wir dir nicht beantworten können, sondern nur der Kunde :Wink

Das Preisgefüge kann in einem Ballungsraum ganz anders aussehen als im ländlichen Raum. In einer Weingegend ohne Konkurrenz anders als in der fränkischen Schweiz.

Da hilft nur den Markt anschauen und mit den potenziellen Vertriebskanälen sprechen.

Wie schon oft gesagt ist der Aufwand nicht gutes Bier zu brauen, sondern es zu verkaufen
Genau so ähnlich sieht es aus... Gutes Bier brauen können so einige doch der Vertrieb und die Preisgestaltung ist der springende Punkt.
Schmatz Dir das mit den 3€ pro Flasche mal ganz schnell von der Backe, denn im realen Leben bekommt davon der Brauer im besten Fall 1€ /Flasche.
Klar gibt es Städte da wird Craft Beer extrem gehypt und für 3,50€ angeboten. Das ist aber auch alles nur solange der Hype da ist und m.E nicht beständig.
Wenn du vom Land kommst dann gehe doch einfach den beständigeren Weg und braue handwerklich einwandfreie Biere wie Weizen, Pils, kellerbier etc. Saisonal vielleicht mal was Richtung Pale Ale.

In deiner 60L Größe wird das ganze wenn es gut läuft kostendeckend sein. Denn bedenke ganz viele Sachen die dir erst auffallen wenn es soweit ist. Du möchtest dein Produkt im Ort an den Gastronomen oder Kneipe verkaufen, dann wird der Gastronom nicht seine komplette Karte ändern sondern du brauchst Tischaufsteller, Flyer oder / und Bierdeckel. Getränkemarkt ist ein knallharte Preiskalkulation, da wird oft nichtmal 1€ für dich abfallen.
Keiner stellt sich von etwas 5 Kisten hin und verkauft sie für dich, hier musst du auch gerade zu Anfang immer ein paar Probe Artikel mit einrechnen.

Wenn du wirklich möchtest das etwas dabei übrig bleibt ist die beste Alternative dein Produkt in Form von Fassbier frisch und lecker gezapft vor Ort in der Brauerei/tap room. Hier kannst du ja ohne Probleme 2€ /0,33l gezapftes berechnen was fair ist und für dich den maximalen Ertrag bringt! Vorausgesetzt du darfst das bei dir vor Ort.

Ich finde es gut das du das dennoch machen möchtest und die Idee klein anfangen mit kleinem Budget wird dich nicht Kopf und Kragen kosten wenn es nichts wird.
Oft beantworten sich viele Fragen in ein paar Wochen nach dem Start selbst, du wirst sehen wie es angenommen wird und was du verlangen kannst und was nicht.
Das ist von Region zu Region wirklich sehr individuell und schwer gute Tips zu geben.

LG Chris

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#87

Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 14:25

stefan78h hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 14:05
§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 13:55
Ja mei, was soll ich sagen. Dann wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg, wenn du meinen Rat nicht willst und wenn du meinst das es nicht wichtig ist was deine Kosten sind.
@§11
das stimmt doch garnicht! Ich hab doch geschrieben das ich eine Vollkostenkalkulation noch mache.
Natürlich interessiert mich deine Meinung!

Nur bin ich noch nicht soweit.
Und mich interessiert das Preisgefüge anderer Nebenerwerbsbrauer.... was ist daran verkehrt den Markt zu scannen bevor es zu spät ist?
Welcher Markt? :Wink

Ich versuche dir die ganze Zeit zu sagen das du dir erstmal Gedanken must was du wie verkaufen willst, und nicht anders rum was irgendwer anders irgendwo anders in Deutschland fuer sein Bier verlangt.

Wie willst du dein Bier verkaufen? Welche Vertriebswege willst du bedienen?

Auch deine Aussage zu regional und local ist schoen und gut, aber was verstehst du darunter? Es stimmt das Leute fuer regionale Produkte mehr ausgeben, aber nur wenn das Produkt Relevanz hat und die Regionalitaet einen Mehrwert darstellt. Eine Brauerei ohne Bezug zur Region mag zwar trotzdem in der Region regional sein, aber das ist dem Kunden doch erstmal vollkommen egal, wenn das Bier aus der Brauerei 30 km weiter gut ist und nur die Haelfte kostet.

Aus mein Erfahrung liegt hier oft der grundlegende Fehler bei Start Ups. Kosten und Einnahmen sind ein Teil, aber was ist dein Businessplan, wer solen deine Kunden sein und warum sollen sie dein Bier kaufen und nicht Radebitsteiner?
„porro bibitur!“
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#88

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 7. Oktober 2019, 14:28

stefan78h hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 13:37
§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:43

Und was nützt dir ein Erfahrungswert wenn er nicht übertragbar ist?

2.50 - 3.00 Euro ist im Bottleshops in Großstädten üblich.

Und wie gesagt, die Frage die nur du dir beantworten kannst ist, was müsste die Flasche kosten um kostendeckend zu arbeiten? Welche Vetriebswege hast du? Die Gastronomie, gerade in Weingegenden ruft andere Preise auf als der Einzelhandel.

Sicherlich zahlen Leute mehr für lokale Produkte, aber was macht deine Lokalität aus? Was ist dein Alleinstellungsmerkmal? Wenn du das 200. IPA auf den Markt bringst, ohne Bezug zu deiner Gegend, dann werden die Leute auch keinen „Lokalitätsbonus“ zahlen. Kannst du die Nische Bier in einer Weingegend ausnutzen? Dazu fällt mir gleich eine Reihe Dinge ein. Weintrinker sind höhere Preise gewöhnt und wenn dein Bier mit der gleichen Wertigkeit auftritt werden die Preise auch gezahlt, dafür gibt es einige gute Beispiele.
Ich bin halt nicht in der Hippen Großstadt.... :thumbsup
Was die Flasche mich Kostet muss ich noch genau ermitteln....darum geht s mir gradee nicht. Sorry wenn wir uns da grade falsch verstehen!


Hier gibts nur einen Nebenerwerbs Brauer im Umkreis (8km Entfernt). Also die große Konkurenz hätten wir nicht was das Lokale Umfeld angeht.
Dann ist im Umkreis von 30km nichts was mir bekannt ist in der Form.

Klar Zahlen Weintrinker mehr.... aber es muss noch im Verhältnis stehen... denke ich zumindest.

Deine größte Konkurenz bleibt immer die Kiste Radebitburgsteiner im Getränkehandel, nicht in Form von Qualität sondern vom Preis, wenn du den Kunden zum 5 mal versuchst zu überzeugen wieso dein Bier ein Vielfaches mehr kostet.
Deshalb strebe den Direktvertrieb in irgendeiner Form an wenn möglich.

LG Chris

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#89

Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 14:38

Genau, da hilft ein Verkostungsraum.
Im Endeffekt gehts drum, ob die Kunden bereit sind den Mehrpreis zu bezahlen und das können sie am besten beurteilen, wenn sie das Bier probieren, bevor sie es kaufen.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#90

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 14:40

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 14:23
§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 12:13
Das werden wir dir nicht beantworten können, sondern nur der Kunde :Wink

Das Preisgefüge kann in einem Ballungsraum ganz anders aussehen als im ländlichen Raum. In einer Weingegend ohne Konkurrenz anders als in der fränkischen Schweiz.

Da hilft nur den Markt anschauen und mit den potenziellen Vertriebskanälen sprechen.

Wie schon oft gesagt ist der Aufwand nicht gutes Bier zu brauen, sondern es zu verkaufen
Genau so ähnlich sieht es aus... Gutes Bier brauen können so einige doch der Vertrieb und die Preisgestaltung ist der springende Punkt.
Schmatz Dir das mit den 3€ pro Flasche mal ganz schnell von der Backe, denn im realen Leben bekommt davon der Brauer im besten Fall 1€ /Flasche.
Klar gibt es Städte da wird Craft Beer extrem gehypt und für 3,50€ angeboten. Das ist aber auch alles nur solange der Hype da ist und m.E nicht beständig.
Wenn du vom Land kommst dann gehe doch einfach den beständigeren Weg und braue handwerklich einwandfreie Biere wie Weizen, Pils, kellerbier etc. Saisonal vielleicht mal was Richtung Pale Ale.

In deiner 60L Größe wird das ganze wenn es gut läuft kostendeckend sein. Denn bedenke ganz viele Sachen die dir erst auffallen wenn es soweit ist. Du möchtest dein Produkt im Ort an den Gastronomen oder Kneipe verkaufen, dann wird der Gastronom nicht seine komplette Karte ändern sondern du brauchst Tischaufsteller, Flyer oder / und Bierdeckel. Getränkemarkt ist ein knallharte Preiskalkulation, da wird oft nichtmal 1€ für dich abfallen.
Keiner stellt sich von etwas 5 Kisten hin und verkauft sie für dich, hier musst du auch gerade zu Anfang immer ein paar Probe Artikel mit einrechnen.

Wenn du wirklich möchtest das etwas dabei übrig bleibt ist die beste Alternative dein Produkt in Form von Fassbier frisch und lecker gezapft vor Ort in der Brauerei/tap room. Hier kannst du ja ohne Probleme 2€ /0,33l gezapftes berechnen was fair ist und für dich den maximalen Ertrag bringt! Vorausgesetzt du darfst das bei dir vor Ort.

Ich finde es gut das du das dennoch machen möchtest und die Idee klein anfangen mit kleinem Budget wird dich nicht Kopf und Kragen kosten wenn es nichts wird.
Oft beantworten sich viele Fragen in ein paar Wochen nach dem Start selbst, du wirst sehen wie es angenommen wird und was du verlangen kannst und was nicht.
Das ist von Region zu Region wirklich sehr individuell und schwer gute Tips zu geben.

LG Chris
Mein Plan war auch so wie du schreibst "handwerklich einwandfreie Biere wie Weizen, Pils, kellerbier etc. Saisonal vielleicht mal was Richtung Pale"Ale.

Mir ist schon klar das es viele gibt die gutes Bier brauen....

wegen den 3€ pro Flasche: Das ist genau das was ich Meine! Ist bei mir unrealistisch!

Vertrieb:
Mein gedanke (da ich es ja so klein halte) erst mal nur Lokal Werbung über Mundpropaganda... villeicht mal ein Fass der Feuerwehr zur Weihnachstfeier spendieren.... um ins gespräch zu kommen.
Lokale Hochzeitsmesse... Einen Stand
Weihnachtsmarkt einen Stand
usw... wird sich ergeben, sehe ich dann obs angenommen wird...
Gastro: Es gibt Lokale Gaststätten da würde ich es vorstellen, wenn es klappt gut wenn nicht dann nicht.... ich muss nicht davon leben....

Eigener Ausschank geht nicht!Und will ich nicht!

Genau ich will klein Anfangen, muss auch nicht gleich Kostendeckend sein... Aber das solte das Ziel sein....

Was die Preisgestaltung angeht, würde ich vorher mal eine Umfrage in meinem Bekanntenkreis machen.... Aber eure Infos sidn trotzdem hilfreich für mich.

Danke
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#91

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 14:45

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 14:25
Welcher Markt? :Wink

Ich versuche dir die ganze Zeit zu sagen das du dir erstmal Gedanken must was du wie verkaufen willst, und nicht anders rum was irgendwer anders irgendwo anders in Deutschland fuer sein Bier verlangt.

Wie willst du dein Bier verkaufen? Welche Vertriebswege willst du bedienen?

Auch deine Aussage zu regional und local ist schoen und gut, aber was verstehst du darunter? Es stimmt das Leute fuer regionale Produkte mehr ausgeben, aber nur wenn das Produkt Relevanz hat und die Regionalitaet einen Mehrwert darstellt. Eine Brauerei ohne Bezug zur Region mag zwar trotzdem in der Region regional sein, aber das ist dem Kunden doch erstmal vollkommen egal, wenn das Bier aus der Brauerei 30 km weiter gut ist und nur die Haelfte kostet.

Aus mein Erfahrung liegt hier oft der grundlegende Fehler bei Start Ups. Kosten und Einnahmen sind ein Teil, aber was ist dein Businessplan, wer solen deine Kunden sein und warum sollen sie dein Bier kaufen und nicht Radebitsteiner?
Du hast ja recht!!! ich wiederspreche doch garnicht!

Was und wie Post vorher...

Zu Lokal und Regional: Dazu muss ich mir gedanken machen der einwand ist berechtigt!

Sorry mit Businessplan einer Brauerei hatte ich noch nie was zu tun. :Waa
Ich bin in einer anderen Branche... und nur in der Technik nicht im Verkauf/Vertrieb.... :Ahh
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#92

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 14:48

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 14:28
Deine größte Konkurenz bleibt immer die Kiste Radebitburgsteiner im Getränkehandel, nicht in Form von Qualität sondern vom Preis, wenn du den Kunden zum 5 mal versuchst zu überzeugen wieso dein Bier ein Vielfaches mehr kostet.
Deshalb strebe den Direktvertrieb in irgendeiner Form an wenn möglich.

LG Chris
Das ist mir klar!!
Deshalb überlege ich ja was vertretbar ist... Abgesehen von den realen Kosten.

Direktvertrieb würde ich auf jeden Fall machen...
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#93

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 14:50

Felix83 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 14:38
Genau, da hilft ein Verkostungsraum.
Im Endeffekt gehts drum, ob die Kunden bereit sind den Mehrpreis zu bezahlen und das können sie am besten beurteilen, wenn sie das Bier probieren, bevor sie es kaufen.
Verkostungsraum zum Probieren wäre eventuell machbar... (Baurechtlich müsste ich das noch abklären)
aber kein Ausschank/Gaststätte!
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#94

Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 15:07

Kostenlos darfst du Proben ausschenken. Ich kann dir sagen, wenn du Direktvertrieb machst, werden dich mind. 90% der Leute vor Ort fragen: "Ich weiss nicht was ich nehmen soll/kann mir darunter nichts vorstellen/ kann man das vorher probieren?"

Das Problem beim Direktvertrieb ist, dass die Leute nicht während des normalen Einkaufs eine Flasche mit in den Wagen packen können. Also müssen sie extra zu dir fahren. Bei dem extra Aufwand wollen sie dann gleich ein wenig mehr mitnehmen (soweit sie es mögen). Ähnlich wie beim Weingut Direktvertrieb, bei dem auch eher ne ganze Kiste oder ne Auswahl gekauft wird, und nicht nur eine Flasche.
Daher wollen sie es vorher probieren und nicht die Katze im Sack kaufen. Außerdem willst du auch mehr verkaufen pro Person. Wenn da jeder nur kommen würde um ne Flasche für 2,50 € zu holen, dann noch halbe Stunde palaber, Kartenzahlung. Das wäre komplett unrentabel.

Analog zum Weingut ist das auch ein derber Unterschied, ob du in nem Keller verkostest, in dem ne Bauleuchte an der Decke hängt in schön blauweiss, oder ob es ein gemütlicher Raum ist, in dem sich die Leute wohl fühlen und auch überrascht sind, beim reinkommen. Das Ambiente trinkt mit, sozusagen.
Zuletzt geändert von Felix83 am Montag 7. Oktober 2019, 15:14, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#95

Beitrag von FloNRW » Montag 7. Oktober 2019, 15:07

Ich finde, du machst dir viel zu viele Gedanken. Ich hoffe das Finanzamt liest nicht mit, aber ein Nebengewerbe muss doch nicht auf Teufel komm raus Umsatz machen. Wir haben eine tolle Nachbarschaft, größere Familie und einige Vereine die einen Unterstützen wollen und auch mal gerne mehr zahlen für was besonderes ( z. B. Flasche mit eigenem Etikett). Was nicht verkauft wird, wird selber getrunken, wie man das als Hobbybrauer jahrelang gemacht hat.
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#96

Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 15:08

Vertrieb:
Mein gedanke (da ich es ja so klein halte) erst mal nur Lokal Werbung über Mundpropaganda... villeicht mal ein Fass der Feuerwehr zur Weihnachstfeier spendieren.... um ins gespräch zu kommen.
Lokale Hochzeitsmesse... Einen Stand
Weihnachtsmarkt einen Stand
usw... wird sich ergeben, sehe ich dann obs angenommen wird...
Gastro: Es gibt Lokale Gaststätten da würde ich es vorstellen, wenn es klappt gut wenn nicht dann nicht.... ich muss nicht davon leben....
Das kann bei der Groesse ein ganz guter Ansatz sein. Beim Stichwort Hochzeitsmesse, vielleicht kannst du mit Catering Unternehmen zusammenarbeiten? Wenn Flaschenabfuellung auch geplant ist, vielleicht mit entsprechenden Etiketten, mit den Bildern des Brautpaares usw.

Gastro ist im Grunde gut, weil Fassbier, das weniger Arbeit macht. Hier must du halt bedenken, ist die Gastro "brauereifrei" oder gehoert sie einer Brauerei? Wem gehoert die Zapfanlage? Wem die Glaeser? Hat der Wirt Brauereivertraege? Das kann naemlich auch ins Geld gehen, wenn du dem Wirt Zapfanlage und Glaeser stellen must.
„porro bibitur!“
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#97

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 15:11

Felix83 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 15:07
Kostenlos darfst du Proben ausschenken. Ich kann dir sagen, wenn du Direktvertrieb machst, werden dich mind. 90% der Leute vor Ort fragen: "Ich weiss nicht was ich nehmen soll/kann mir darunter nichts vorstellen/ kann man das vorher probieren?"

Das Problem beim Direktvertrieb ist, dass die Leute nicht während des normalen Einkaufs eine Flasche mit in den Wagen packen können. Also müssen sie extra zu dir fahren. Bei dem extra Aufwand wollen sie dann gleich ein wenig mehr mitnehmen (soweit sie es mögen). Ähnlich wie beim Weingut Direktvertrieb, bei dem auch eher ne ganze Kiste oder ne Auswahl gekauft wird, und nicht nur eine Flasche.
Daher wollen sie es vorher probieren und nicht die Katze im Sack kaufen.
Ja das ist klar. Kenne ich auch so von Weingut Direktvertrieb...

kostenlos zum Versuchen braucht man keien Schankerlaubnis.... OK dann wäre das kein Problem.
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#98

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 15:12

FloNRW hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 15:07
Ich finde, du machst dir viel zu viele Gedanken. Ich hoffe das Finanzamt liest nicht mit, aber ein Nebengewerbe muss doch nicht auf Teufel komm raus Umsatz machen. Wir haben eine tolle Nachbarschaft, größere Familie und einige Vereine die einen Unterstützen wollen und auch mal gerne mehr zahlen für was besonderes ( z. B. Flasche mit eigenem Etikett). Was nicht verkauft wird, wird selber getrunken, wie man das als Hobbybrauer jahrelang gemacht hat.

gebe ich dir vollkommen recht. Ich sehe das auch nicht so verbissen....
Aber um legal verkaufen zu dürfen gehts halt nicht anders...
Gruß
stefan

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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#99

Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 15:19

§11 hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 15:08
Vertrieb:
Mein gedanke (da ich es ja so klein halte) erst mal nur Lokal Werbung über Mundpropaganda... villeicht mal ein Fass der Feuerwehr zur Weihnachstfeier spendieren.... um ins gespräch zu kommen.
Lokale Hochzeitsmesse... Einen Stand
Weihnachtsmarkt einen Stand
usw... wird sich ergeben, sehe ich dann obs angenommen wird...
Gastro: Es gibt Lokale Gaststätten da würde ich es vorstellen, wenn es klappt gut wenn nicht dann nicht.... ich muss nicht davon leben....
Das kann bei der Groesse ein ganz guter Ansatz sein. Beim Stichwort Hochzeitsmesse, vielleicht kannst du mit Catering Unternehmen zusammenarbeiten? Wenn Flaschenabfuellung auch geplant ist, vielleicht mit entsprechenden Etiketten, mit den Bildern des Brautpaares usw.

Gastro ist im Grunde gut, weil Fassbier, das weniger Arbeit macht. Hier must du halt bedenken, ist die Gastro "brauereifrei" oder gehoert sie einer Brauerei? Wem gehoert die Zapfanlage? Wem die Glaeser? Hat der Wirt Brauereivertraege? Das kann naemlich auch ins Geld gehen, wenn du dem Wirt Zapfanlage und Glaeser stellen must.
Allg.möchte ich vermeiden in Flaschen abzufüllen.
Das 5l System würde mir gefallen https://fass-frisch.com/shop/top-keg-5- ... hwarzgrau/

Das mit dem Hochzeitsbier in Flaschen ok.... ist überschaubar...

Gastro: Das wäre ein bekannter der eine Besenwirtschaft/Weinausschank hat ohne Brauerei.... Aber viele Feiern macht und da auch Bier ausschenkt.... das müsste man mal durchsprechen ob wir beide das machen wollen ....
Gastro nur wenn ich keien Zapfanlage und Gläser usw bringen muss.... Etwas Werbung oder so OK....
Zuletzt geändert von stefan78h am Montag 7. Oktober 2019, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Re: Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe"

#100

Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 16:10

Das bin ich :Wink Mach den Link lieber weg. Hier ist Werbung nicht so erwünscht.
Kostet 5 € Netto pro Keg plus Spedition. 150 Stück pro Palette
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