RHG oder neulich im BR:

Alle rechtlichen Fragen rund ums Brauen
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Bierfetischist
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Re: Heute im BR:

#101

Beitrag von Bierfetischist » Freitag 15. Januar 2016, 21:07

Ladeberger hat geschrieben: von Ladeberger » Freitag 15. Januar 2016, 17:32

Bierfetischist hat geschrieben:
Sicher ist der Einsatz von Chemikalien heutzutage in vielen bereichen nicht mehr wegzudenken, aber da wo es geht möchte ich darauf verzichten. Ein schönes Beispiel dafür ist mein Hopfen der letztes Jahr massiv von Blattläusen befallen war. Ich habe Brennnesseljauche angesetzt und den Hopfen damit erfolgreich behandelt.

Mal angenommen Brennesseljauche killt tatsächlich Blattläuse (was ich nicht glaube): Hast du auch mal geschaut, welche der Substanzen aus Brennesseln bzw. der Fermentation bei der Jaucheherstellung dann für die Abtötung der Blattläuse sorgt? Oder gehst du pauschal davon aus, dass alles was in der Natur vorkommt und schon von Opa verwendet wurde unbedenklich ist?

Gruß
Andy
Hallo Andy,

wer behauptet denn hier, Brennesseljauche killt Blattläuse? :Waa Ob die Blattläuse nun gekillt oder nur vertrieben wurden kann ich nicht beurteilen.
Fakt ist jedenfalls das es nach jeder Anwendung zusehends weniger wurden. Welche Substanzen der Brennesseljauche nun letztendlich dafür zuständig sind kann ich dir leider nicht sagen, aber vielleicht kannst du mir ja den alles entscheidenden Hinweis geben?
Fakt ist aber auch das viele Insektizide nachweislich gesundheitsschädigend sind, nicht umsonst werden die mengen zur Ausbringung dieser Gifte stark begrenzt.

Gruß Heiko :Drink

der seine Blattläuse weiterhin mit natürlicher Brennesseljauche zu leibe rückt, und seine Pflanzen damit düngt.

Brennesseljauche zum Düngen und Läuse vertreiben>>>http://www.haushalt-garten-ratgeber.de/brennesseljauche :thumbsup
Gruß Heiko

Mein Bierblog>>>https://bierfetischist.wordpress.com/
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Re: Heute im BR:

#102

Beitrag von hyper472 » Freitag 15. Januar 2016, 21:22

Andy,
ich habs doch schon geschrieben.
Aber vergöttere Du Deinen Hass auf das Reinheitsgebot, wie andere das Reinheitsgebot vergöttern. Es macht keinen Unterschied.
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: Heute im BR:

#103

Beitrag von hyper472 » Freitag 15. Januar 2016, 21:26

Fichtenknicker hat geschrieben:Gebe ich die Ochsengalle jetzt in den Whirlpool oder zu Kochbeginn?
In den Whirlpool - da brauchst Du weniger und hast schon wieder Micro-Money gespart. Auf dass ehrliche Brauereien mit richtigem Hopfen möglichst schnell eingehen und nur noch "Hipster-Scheiße" und Industrieplörre übrigbleiben.

Edit "Hipster-Scheiße" in Anführungszeichen gesetzt. Die meisten werden es verstehen.
Zuletzt geändert von hyper472 am Freitag 15. Januar 2016, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
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Re: Heute im BR:

#104

Beitrag von Bierfel » Freitag 15. Januar 2016, 21:28


Hallo Andy,

wer behauptet denn hier, Brennesseljauche killt Blattläuse? :Waa Ob die Blattläuse nun gekillt oder nur vertrieben wurden kann ich nicht beurteilen.
Fakt ist jedenfalls das es nach jeder Anwendung zusehends weniger wurden. Welche Substanzen der Brennesseljauche nun letztendlich dafür zuständig sind kann ich dir leider nicht sagen, aber vielleicht kannst du mir ja den alles entscheidenden Hinweis geben?
Fakt ist aber auch das viele Insektizide nachweislich gesundheitsschädigend sind, nicht umsonst werden die mengen zur Ausbringung dieser Gifte stark begrenzt.

Gruß Heiko :Drink

der seine Blattläuse weiterhin mit natürlicher Brennesseljauche zu leibe rückt, und seine Pflanzen damit düngt.

Brennesseljauche zum Düngen und Läuse vertreiben>>>http://www.haushalt-garten-ratgeber.de/brennesseljauche :thumbsup
Somit wäre zumindest bewiesen das Blattläuse eine Nase und guten Geschmack haben und das einzig richtige tun bei der stinkenden Brühe.... abhauen!

Ich hoffe nur, der Hopfen hat im nachhinein nicht danach gerochen :Wink

Servus
Gerrit

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Re: Heute im BR:

#105

Beitrag von Brewtotype » Freitag 15. Januar 2016, 21:31

Was ich nicht verstehe, dass hier Leute schreien und postulieren, dass keine Chemie ins Bier darf, aber beim nächsten Brauvorgang ihr Wasser mit CaSO4, CaO oder Milchsäure aufbereiten....
Achja oder das Bier mit Kieselgur, Gelantine etc. zur Schönung verwenden, aber bloß keine Chemie ins Bier

Also wenn das keine "Chemie" ist, dann wiederuf ich mein Beruf und breche das Studium ab :Ahh
Gruß Daniel

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Re: Heute im BR:

#106

Beitrag von hyper472 » Freitag 15. Januar 2016, 21:49

Daniel,
Danke für den Beitrag. Die Frage ist viel zu vielschichtig, um sie auf "RHG Abschaffen" vs. "RHG unverändert beibehalten" zu reduzieren.
Viele Grüße, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
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Re: Heute im BR:

#107

Beitrag von El Gordo » Freitag 15. Januar 2016, 21:52

hyper472 hat geschrieben:
El Gordo hat geschrieben: Im bösen Amerika wo Bier angeblich hauptsächlich aus Ochsengalle und Schwefelsäure gebraut wird, macht gerade im Schnitt alle 18 Stunden eine neue Brauerei auf.

Stefan
Ja. Aus Verzweiflung. Da ist der Leidensdruck ein ganz anderer als hier. Frag Dich mal warum.
Leidensdruck in den USA?
Seltsames Argument.
Früher vielleicht.
Heute ist das ein Bierparadies. Und das ganz ohne RHG.
Die USA sind veradezu ein Paradebeispiel dafür, wie man Bier aus der Schmuddelecke holen kann und die Leute dafür begeistern. Anstatt davon zu lernen, klammern wir uns lieber an Traditionen und Verbote.

Stefan
Zuletzt geändert von El Gordo am Freitag 15. Januar 2016, 22:09, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Heute im BR:

#108

Beitrag von Bierfetischist » Freitag 15. Januar 2016, 22:00

Brewtotype hat geschrieben: von Brewtotype » Freitag 15. Januar 2016, 21:31
Was ich nicht verstehe, dass hier Leute schreien und postulieren, dass keine Chemie ins Bier darf, aber beim nächsten Brauvorgang ihr Wasser mit CaSO4, CaO oder Milchsäure aufbereiten....
Achja oder das Bier mit Kieselgur, Gelantine etc. zur Schönung verwenden, aber bloß keine Chemie ins Bier

Also wenn das keine "Chemie" ist, dann wiederuf ich mein Beruf und breche das Studium ab :Ahh
:goodpost:
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, volle Zustimmung!
Gruß Heiko

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Re: Heute im BR:

#109

Beitrag von hyper472 » Freitag 15. Januar 2016, 22:10

El Gordo hat geschrieben:
hyper472 hat geschrieben:
El Gordo hat geschrieben: Im bösen Amerika wo Bier angeblich hauptsächlich aus Ochsengalle und Schwefelsäure gebraut wird, macht gerade im Schnitt alle 18 Stunden eine neue Brauerei auf.

Stefan
Ja. Aus Verzweiflung. Da ist der Leidensdruck ein ganz anderer als hier. Frag Dich mal warum.
Leidensdruck in den USA?
Früher vielleicht.
Heute ist das ein Bierparadies. Und das ganz ohne RHG.
Die USA sind veradezu ein Paradebeispiel dafür, wie man Bier aus der Schmuddelecke holen kann und die Leute dafür begeistern. Anstatt davon zu lernen, klammern wir uns lieber an Traditionen und Verbote.
Seltsames Argument....

Stefan
Und wo kam der Leidensdruck her? Denk doch mal ein bißchen nach. Du drehst Dir alles irgendwie hin, um Deinen Götzen zu dienen.
Und wenn Du es nicht endlich begreifst, werde ich es irgendwann in Großbuchstaben schreiben: Ich bin nicht vorbehaltlos für das Reinheitsgebot, ich bin nur dafür, dass man beim Denken über das ja-nein-Schema hinauskommt. Auch, wenns schwierig ist.

Das Thema ist zu ernst, um es mit religiösem Fanatismus zu führen. Hirn ist gefragt.

Viele Grüße, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
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Re: Heute im BR:

#110

Beitrag von Ladeberger » Freitag 15. Januar 2016, 22:21

hyper472 hat geschrieben:Andy,
ich habs doch schon geschrieben.
Aber vergöttere Du Deinen Hass auf das Reinheitsgebot, wie andere das Reinheitsgebot vergöttern. Es macht keinen Unterschied.
Hallo Henning,

dass ich eigene Standpunkte vergöttere oder übermäßig emotionalisiere, entspricht nicht meinem Stil. Ich habe lediglich deine Aussagen aufgegriffen, die meines Erachtens mit der "Chemiebrühe" unnötig polemisiert haben. Ich erkenne darin noch nicht die feinen Abstufungen, zu denen du hier bereits mehrmals ermahnt hast.

Schreib doch z.B. mal, worin deine Vorbehalte ggü. dem RHG bestehen. Erwähnt hast du diese ja nun bereits mehrfach, geliefert aber noch nicht.

Gruß
Andy

El Gordo

Re: Heute im BR:

#111

Beitrag von El Gordo » Freitag 15. Januar 2016, 22:38

Der Leidensdruck in den USA hatte niemals etwas mit dem RHG zu tun sondern mit mangelnder Vielfalt. Sonst würde dieser Leidensdruck ja heute noch bestehen.
So viel zum Thema Dinge verdrehen.

Ok. Wir reden aneinander vorbei.
Dir geht es nicht um die Sache an sich, sondern eher um philosophische Aspekte.

Das mit dem religiösen Fanatismus war jetzt aber in meinem Fall echt lustig :Pulpfiction


Stefan
Zuletzt geändert von El Gordo am Freitag 15. Januar 2016, 23:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Heute im BR:

#112

Beitrag von GutGrut » Freitag 15. Januar 2016, 23:03

Fe2O3 hat geschrieben:
Neubierig hat geschrieben:
Jm010265 hat geschrieben: Wenn ich Zucker, Ascorbinsäure oder andere NGOs in meinen Sudkessel schütten muß das man die Plörre trinken kann
geb ich meinen Gesellenbrief ab!

:Drink
Zucker ist gleich Plörre? Ehrlich? Guck mal ein bisschen über den Tellerrand, probiere mal ein Belgisches Blonde, Dubbel oder Tripel, und erst dann melde Dich wieder.

Es gibt andere Länder mit langen Brautraditionen, und Du hast die alle als "Plörre" gekennzeichnet. :thumbdown
Ganz ehrlich - ich will auch keine Plörre trinken, in der NGOs drinne sind!! Und da ist mir egal ob die NGO jetzt Greenpeace, Ärzte ohne Grenzen, NABU, Foodwatch oder das Deutsche Rote Kreuz ist.
NGO-Biere - das geht garnicht!
Dann lieber Zucker, Vitamin-C oder Rohfrucht ;)
Naja, wenn man das RHG so autoritär auslegt, müssen NGO-Biere natürlich verboten werde.

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Re: Heute im BR:

#113

Beitrag von hyper472 » Freitag 15. Januar 2016, 23:15

Ladeberger hat geschrieben:
hyper472 hat geschrieben:Andy,
ich habs doch schon geschrieben.
Aber vergöttere Du Deinen Hass auf das Reinheitsgebot, wie andere das Reinheitsgebot vergöttern. Es macht keinen Unterschied.
Hallo Henning,

dass ich eigene Standpunkte vergöttere oder übermäßig emotionalisiere, entspricht nicht meinem Stil. Ich habe lediglich deine Aussagen aufgegriffen, die meines Erachtens mit der "Chemiebrühe" unnötig polemisiert haben. Ich erkenne darin noch nicht die feinen Abstufungen, zu denen du hier bereits mehrmals ermahnt hast.

Schreib doch z.B. mal, worin deine Vorbehalte ggü. dem RHG bestehen. Erwähnt hast du diese ja nun bereits mehrfach, geliefert aber noch nicht.

Gruß
Andy
Guten Abend Andy,

"Chemiebrühe" hat hier ein Glaubenskrieger eingebracht, ich habe nur dessen eindimensionale Aussage persifliert.

Aber ich greife Deine Anregung gerne auf und schlage darüber hinaus vor, dass wir hier eine Sammlung von Vorschlägen aufmachen, was man am RHG ändern könnte. Das wird schwierig, denn es viel einfacher, etwas zu zerstören, als es zu verbessern.

Mich persönlich stört am RHG,
dass es aktuell Bierimporteure besser behandelt als einheimische Brauer,
dass willkürlich für UG Biere andere Regeln bestehen als für OG,
dass in der aktuellen Diskussion keine Seite unterscheiden will zwischen dem Erlass von 1516 und der aktuellen Rechtslage,
dass entgegen der Urfassung Rohfrucht verboten ist,
dass bei Weißbier behauptet werden darf, es entspreche dem RHG von 1516,
dass behauptet wird, es sei das älteste Lebensmittelgesetz,
dass Hilfsmittel nicht wenigstens deklariert werden müssen,
dass in Deutschland die Rechtslage nicht einheitlich ist (m.E. hinken hier die Bayern mal hinterher),
dass geeignete andere Zutaten verboten sind (s.u.)
[wird fortgesetzt]

Meine Ideen wären (aus der Hüfte formuliert):
Beide Regelungen, die aktuelle, die in mehreren Gesetzen festgelegt ist, und die von 1516, festzuschreiben mit der Maßgabe, dass, wer sich daran hält, dies entsprechend auf seinem Bier deklarieren darf.
Dass andere geeignete Rohstoffe (klar, da geht's ins Detail, ich kann mir jedes Getreide, Kartoffeln, Kürbis, Rohfrucht, Rüben bzw. Rübensaft sowie Gewürze - Salz, Pfeffer, Kardamom, vorstellen. Sicher gibt's da noch einige andere), zugelassen werden. Meine bisherige Idee, solche Getränke nicht als Bier bezeichnen zu dürfen, muss ich auf den Hinweis von Peter [Gulp] fallenlassen.
Dass ungeeignete Rohstoffe (Ochsengalle, synthetische Chemikalien, wobei natürliche es auch täten - Beispiel: Erdbeerjoghurt) verboten bleiben bzw. werden.

Leider bin ich u.a. volkswirtschaftlich eine Null und hätte gerne sichergestellt, dass die phantastische Fränkische Biervielfalt nicht zerstört wird. Das ist einem Biertrinker aus Krombitstein natürlich nicht so wichtig. Für mich ist diese Vielfalt ein Indiz, dass manche eben mit der aktuellen Rechtslage umgehen können, andere aber nicht. Schaut Euch mal beim Whisky um, da ist die Rechtslage rein steuerrechtlich inspiriert und zieht nicht minder willkürliche Grenzen, trotzdem kann jeder Brenner damit umgehen.

Bin gespannt auf andere Ideen!

Ein anderer Vorschlag: Das Thema RHG ist anscheinend so sehr mit Emotionen belastet, dass sich hier Leute anzicken, die im wirklichen Leben wahrscheinlich friedlich miteinander einen heben würden. Wie wäre es, eine Themenecke zum RHG aufzumachen? Wer da reinblickt, weiß, dass er vermintes Gelände betritt. Und andere Threads laufen nicht wieder aus dem Ruder, weil jede Stellungnahme zum RHG dorthin geschoben wird.

Viele Grüße, Henning

Edith, die erste:
nicht ganz meine Meinung, aber differenziert und daher lesenswert: http://www.neubierig.de/2013-07-07/das- ... -4969.html. Vor allem denke ich, dass die RHGe durchaus auch "Verbraucherschutz" waren, wenn man auch damals eher "Untertanenverwertbarkeit" im Fokus hatte. Nur gesunde Untertanen können Steuern zahlen, in den Krieg geschickt und zu Frondiensten herangezogen werden und so die Macht des Herrschers stärken. Da hatten alle Herrscher sicher großes Interesse dran.
Zuletzt geändert von hyper472 am Samstag 16. Januar 2016, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: Heute im BR:

#114

Beitrag von Snowman » Freitag 15. Januar 2016, 23:31

Der besagte Hans-Ludwig Straub betreibt einen Braugasthof aller erster Güte! Ich finde es lächerlich, wenn man Angaben von "Ratebeer" als Argument heranzieht, wenn man selbst von dessen Qualität keine Ahnung hat. Hast Du zu viel Zeit sowas nachzurecherchieren, "Bierhistoriker"?
Zuletzt geändert von Snowman am Freitag 15. Januar 2016, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Heute im BR:

#115

Beitrag von GutGrut » Freitag 15. Januar 2016, 23:39

Naja, seine eigenen subjektiven Eindrücke gegen viele andere subjektive Eindrücke(Ratebeer) zu stellen, und dann zu behaupten, die eigene wäre relevanter, ist epistemologischer Unfug.

Snowman
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Re: Heute im BR:

#116

Beitrag von Snowman » Freitag 15. Januar 2016, 23:50

Mir geht es gar nicht um eine Gegenüberstellung von Eindrücken. Mich stört viel mehr, dass er diesen Menschen schlecht zu machen versucht ohne dabei auf dessen Argumente einzugehen. Er vertraut auf die Meinungen anderer. Das ist genauso Unfug.
Und nur so nebenbei: Ich kenne Herrn Hans-Ludwig Straub, seine Biere und seinen Betrieb persönlich. Da nehme ich mir heraus, dass mein Eindruck relevanter ist. Andernfalls könnte ich mich ja gleich einbuddeln, wenn ich nicht zu meiner Meinung stehe.

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Re: Heute im BR:

#117

Beitrag von GutGrut » Samstag 16. Januar 2016, 01:43

Diese "Argumente" sind aber schon x-mal durchgekaut und für nicht stichhaltig befunden worden, da kann man sich das Gegenargument sparen.
Jetzt wendest du ein, dass dein subjektiver Eindruck des Werkes von Herrn Straub nicht dem entspricht was auf ratebeer darüber gesagt wird.
Selbstverständlich ist dein Eindruck für dich persönlich wichtiger(Das ist selbsterklärend).
Nun stehen da deutlich mehr Meinungen dagegen.
Stell dir mal vor du wärst ein komplett Außenstehender.
Würdest du eher einer einzigen subjektiven Meinung glauben schenken, oder doch eher der Meinung von vielen?

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Re: Heute im BR:

#118

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 16. Januar 2016, 03:35

Hut ab, da wart ihr ja mal fleissig. :thumbup

Aber da ich grade in Stimmung bin, spiele ich mal mit. Ist ja der erste große
RHG Thread im neuen Jahr, den darf man ja nicht verpassen, oder ?

Muss das Reinheitsgebot abgeschafft werden ? - Nein, es muss modernisiert werden.
Wobei ich einfach mal vorraussetze das den RHG-Verteidigern bekannt ist, das es A)
so niemals 500 Jahre Anwendung fand und B) auch heute keine Anwendung findet.

Ausschlaggebend ist allein was im Biersteuergesetz steht und da steht leider willkürlicher
Unsinn drin. Bestes Beispiel, und worüber ich mich am meisten ärgere, ist die Teilung
in Ober- und Untergärig. Wo bei obergärigem Bier sehr viel erlaubt ist, und dem Brauer
in diesem Rahmen auch sehr viel Freiheit einräumt, landen wir bei untergärigen Bieren
wieder in dieser "Zwangsjacke" - Gerstenmalz, sonst nichts.

Warum, wer hat das aus welchen Gründen so bestimmt ? Warum soll ein mit Weizen- und
Roggenmalz gebrautes, untergäriges Bier nicht als solches verkauft werden. Und warum
kann sowas überhaupt bestraft werden ?

Auch ich war mal ein glühender Verfechter des Reinheitsgebots, bekam ich ja während der
Ausbildung auch entsprechend indoktriniert, Heute sehe ich das wesentlich kritischer.
Warum ? - Ich habe mich mal gründlich mit der Thematik befasst, was einige andere ganz
offensichtlich noch nicht getan haben. Da wird immer noch das Stammtisch-RHG in den
Himmel gelobt und amerikanische Biere sind ja böse Chemie-Plörre.

Aber das 500ste Jubiläum hat ja grade mal begonnen, da werden wir dieses Jahr noch einiges
zu hören bekommen. Einen besseren Zeitpunkt für eine Reformation gibt es doch gar nicht.

Um mal zum eigentlich Topic zurück zu kommen, den Beitrag vom BR, bin ich schonmal froh
das es ausgerechnet ein bayrischer Sender ist, der das ganze auch mal kritisch unter die Lupe
nimmt. Ich kann nur hoffen das es mehr solcher Beiträge geben wird.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Snowman
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Re: Heute im BR:

#119

Beitrag von Snowman » Samstag 16. Januar 2016, 08:26

@GutGrut: Da gebe ich Dir doch Recht!
Aber wenn hier schon ein RHG-Thread, dann mit Argumenten und nicht mit der Masche "Ich mach Dich schlecht, wenn ich nicht mehr weiter weiß" oder wenn alle Gegenargumente schon
"x-mal durchgekaut"
wurden.
"Statt zu posten und die Klappe weit aufzureissen,"
kann man auch die Meinung anderer stehen lassen.

LG Björn

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Re: Heute im BR:

#120

Beitrag von Schlinsermändle » Samstag 16. Januar 2016, 09:42

Hallo zusammen,

seht mal auf youtube kulturgut bier. eine phönix reportage. echt gut gemacht. das was dort markus berberich in einem interview von sich gibt, dem stimme ich vollinhaltlich zu. ich braue auch nach diesem motto. berberich ist für mich schon ein vorbild.

ausserdem: gibt das reinheitsgebot anworten auf die persizitbelastung der böden, der pflanzen, unserer braurohstoffe??
von der tollen ami erfindung der genmanipulation, gott ich liebe monsanto, ganz zu schweigen. :P

vielleicht schaut ihr mal in die doku rein, es lohnt sich.
Gruss Thomas :Smile

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Re: Heute im BR:

#121

Beitrag von Malzwein » Samstag 16. Januar 2016, 09:51

Kann mal jemand bitte den Titel ändern? Sonst verpassen vielleicht Forenmitglieder die wichtigste Diskussion in diesem Jahr ... und ein Stück gute Unterhaltung ... :popdrink
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Heute im BR:

#122

Beitrag von Kirk1701 » Samstag 16. Januar 2016, 09:56

El Gordo hat geschrieben:
hyper472 hat geschrieben:
El Gordo hat geschrieben: Im bösen Amerika wo Bier angeblich hauptsächlich aus Ochsengalle und Schwefelsäure gebraut wird, macht gerade im Schnitt alle 18 Stunden eine neue Brauerei auf.

Stefan
Ja. Aus Verzweiflung. Da ist der Leidensdruck ein ganz anderer als hier. Frag Dich mal warum.
Leidensdruck in den USA?
Seltsames Argument.
Früher vielleicht.
Heute ist das ein Bierparadies. Und das ganz ohne RHG.
Die USA sind veradezu ein Paradebeispiel dafür, wie man Bier aus der Schmuddelecke holen kann und die Leute dafür begeistern. Anstatt davon zu lernen, klammern wir uns lieber an Traditionen und Verbote.

Stefan
Na Stefan,

du kannst die Finger auch nicht ruhig halten. Aber besser hätte ich es auch nicht formulieren können. :thumbup

Die USA sind veradezu ein Paradebeispiel dafür, wie man Bier aus der Schmuddelecke holen kann und die Leute dafür begeistern. Anstatt davon zu lernen, klammern wir uns lieber an Traditionen und Verbote.

Kirk

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Re: Heute im BR:

#123

Beitrag von Tyrion » Samstag 16. Januar 2016, 10:16

Ich denke niemand hätte ein Problem damit, dass Brauereien, weiterhin jedes Bier das RHG-konform ist auch mit einem fetten Aufdruck auf der Flasche,als solches bewerben. Es sollte aber auch möglich sein Bier zu brauen und als "Bier" zu verkaufen, das weitere Zutataen enthält. Das muss ja nichts chemisches sein.
Beim Orangensaft kann man ja auch Direktsaft oder aus Konzentrat angemischten kaufen. Wer Wert drauf legt hat dann die frei Wahl.

Gruss
Matthias

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Re: RHG oder neulich im BR:

#124

Beitrag von gerhard63 » Samstag 16. Januar 2016, 10:55

Igendwie versteh ich die ganze Diskussion nicht.
Jeder kann doch brauen uns verkaufen was immer er will. Soll er halt ErdBIERgetränk oder Holunderaufguss oder was auch immer drauf schreiben... ist doch easy. :Pulpfiction

Beim verlinkten Film hat sich mir der Mageninhalt nach oben bewegt. "Ein Laden für böses Bier". "Bei uns verhindert dies das RHG", "Wir müssen sehr creativ sein ... ohne RHG". Blablabla. Der Beitrag wäre ganz gut bei DMAX aufgehoben.

P.S.
Ich freu mich heut abend auf die erste Verkostung meines "Münchner Dunkel"

Prost
Gerhard
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
Benjamin Franklin (1706-1790)

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Re: RHG oder neulich im BR:

#125

Beitrag von hyper472 » Samstag 16. Januar 2016, 12:17

gerhard63 hat geschrieben:Igendwie versteh ich die ganze Diskussion nicht.
Jeder kann doch brauen uns verkaufen was immer er will.
Gerhard
Eben nicht. Ob "leider" oder "Gott sei Dank" ist Gegenstand dieses Threads. Zum Glück können wir als Hobbybrauer das halten, wie wir wollen.
Viel Spaß mit Deinem Dunklen, meins macht immer noch nicht Platz im Gärbottich...
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
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Re: RHG oder neulich im BR:

#126

Beitrag von Griller76 » Samstag 16. Januar 2016, 12:29

Wie hat es der Moderator so schön gesagt: "Jetzt feiern wir noch schön 500 Jahre Reinheitsgebot und dann anschließend gehört das Reinheitsgebot gleich ins Museum!"
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

Ich bin: Der Seelenbräu – Himmlisches Bier vereint Herz und Seele!

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Re: Heute im BR:

#127

Beitrag von Fossy » Samstag 16. Januar 2016, 19:03

El Gordo hat geschrieben:Bier mit chemischen Zusätzen hätte auf dem deutschen Markt null Chancen.
Mhm ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher.

Meine persönliche Wahrnehmung geht eigentlich eher in die Richtung: Hauptsache billig. Ob da jetzt Chemie drin ist oder nicht interessiert viele gar nicht.
Ein anderer Aspekt ist, dass es auch viele Chemikalien gibt die nicht unbedingt Deklarationspflichtig sind.

Meine persönliche Meinung ist trotzdem:

1.) Ich denke nicht, dass eingesessene (Klein-)Brauereien künftig nur noch "Chemiebrühe" herstellen würden. Dazu identifizieren sich zuviele (Handwerks-)Brauer viel zu sehr mit Ihrem Erzeugnis
2.) Eine Reform des RHG würde - glaube ich - eine gewisse Variantenvielfalt ermöglichen und wäre
3.) vielleicht ein kleiner Weckruf für neue Experimentiere
MfG Flo

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Re: Heute im BR:

#128

Beitrag von giggls » Samstag 16. Januar 2016, 20:14

Tyrion hat geschrieben:Ich denke niemand hätte ein Problem damit, dass Brauereien, weiterhin jedes Bier das RHG-konform ist auch mit einem fetten Aufdruck auf der Flasche,als solches bewerben.
Hm also nach meiner Vorstellung entspricht ein Stout mit Gerstenflocken dem RHG, ein Weizenbier aber nicht.

Will sagen ich habe nichts dagegen wenn auf Bier gebraut nach dem RHG draufsteht wenn es auch stimmt. Das was der dt. Brauerbund mit diesem Label versehen möchte hat aber halt mit dem Gerstenverbot von 1516 kaum noch was zu tun.

Sven

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Re: RHG oder neulich im BR:

#129

Beitrag von giggls » Samstag 16. Januar 2016, 20:16

Griller76 hat geschrieben:Wie hat es der Moderator so schön gesagt: "Jetzt feiern wir noch schön 500 Jahre Reinheitsgebot und dann anschließend gehört das Reinheitsgebot gleich ins Museum!"
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Doch, ich füge mal ein +1 hinzu :)

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Re: RHG oder neulich im BR:

#130

Beitrag von Jörg » Samstag 16. Januar 2016, 21:17

gerhard63 hat geschrieben:Igendwie versteh ich die ganze Diskussion nicht.
Jeder kann doch brauen uns verkaufen was immer er will. Soll er halt ErdBIERgetränk oder Holunderaufguss oder was auch immer drauf schreiben... ist doch easy. :Pulpfiction

Beim verlinkten Film hat sich mir der Mageninhalt nach oben bewegt. "Ein Laden für böses Bier". "Bei uns verhindert dies das RHG", "Wir müssen sehr creativ sein ... ohne RHG". Blablabla. Der Beitrag wäre ganz gut bei DMAX aufgehoben.

P.S.
Ich freu mich heut abend auf die erste Verkostung meines "Münchner Dunkel"

Prost
Gerhard
Da kann ich diese Lektüre empfehlen:
http://www.camba-bavaria.de/news/artike ... eschichte/

Das zeigt ganz gut, wie amtliche Verbortheit eigentlich gute Ideen zunichte macht.


Cheers, Jörg
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Re: Heute im BR:

#131

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 16. Januar 2016, 22:47

Snowman hat geschrieben:Der besagte Hans-Ludwig Straub betreibt einen Braugasthof aller erster Güte! Ich finde es lächerlich, wenn man Angaben von "Ratebeer" als Argument heranzieht, wenn man selbst von dessen Qualität keine Ahnung hat. Hast Du zu viel Zeit sowas nachzurecherchieren, "Bierhistoriker"?
der liebe Herr Straub hat in seinem Post hemmungslos polemisiert, vermutlich über ein Thema, von dem er recht wenig Ahnung hat, sonst würde er über belgische Biere generell nicht so einen Unfug schreiben. Gänstaller z.B. ist in Deutschland allererste Güte, um Mal beim Thema zu bleiben ...


Hat mich übrigens 3 Minuten gekostet, ihn zu finden - google + ratebeer !

.... Dein Tonfall ist übrigens ähnlich polemisch wie der von Herrn Straub , denn meine Zeit geht dich mit Verlaub, einen feuchten Kehricht an!

Gruß
Jürgen

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Re: RHG oder neulich im BR:

#132

Beitrag von Fossy » Sonntag 17. Januar 2016, 11:28

Jetzt vielleicht mal eine ganz blöde Frage:

Wie könnten wir denn den Anstoß zur Reform des RHG/ Biersteuergesetz / Zollrichtlinie ändern?

Ich mein:
Ein Stout darf man in Deutschland nicht brauen (bzw. verkaufen) da der "mündige" Konsument es ja für Bier halten könnte obwohl es wohl keines ist.
Auf einem unserer Keller wurde dem Brauer untersagt, sein Cherry Dream "Bier" weiter zu verkaufen.

Eigentlich müsste man ja wegen Irreführung gegen das RHG klagen .....
MfG Flo

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Re: RHG oder neulich im BR:

#133

Beitrag von Jörg » Sonntag 17. Januar 2016, 11:51

der richtige Weg wäre wohl eine Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/

Das Problem wird es aber sein eine Formulierung bzw. Forderungen zu finden, die möglichst viele mitzeichnen...


Cheers, Jörg
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Re: RHG oder neulich im BR:

#134

Beitrag von Bergbock » Sonntag 17. Januar 2016, 11:53

Warum nur kommt mir bei dieser Diskussion Karl Valentin in den Sinn, der da sagte :
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." :Grübel

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Re: RHG oder neulich im BR:

#135

Beitrag von Rob5 » Sonntag 17. Januar 2016, 13:01

Fossy hat geschrieben:Jetzt vielleicht mal eine ganz blöde Frage:

Wie könnten wir denn den Anstoß zur Reform des RHG/ Biersteuergesetz / Zollrichtlinie ändern?
Sollten tatsächlich die Bereitungsvorschriften neu gefasst werden, geschieht dies durch eine Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit Zustimmung des Bundesrats. Der Bundestag hat sich hierfür selbst abgeschafft (was natürlich nicht heißt, dass das durch Gesetz nicht wieder zurückzunehmen wäre, seit der Neuordnung des Lebensmittelrechts ist aber beabsichtigt so etwas durch Rechtsverordnungen zu regeln).

Mit dem Biersteuergesetz hat das allerdings nichts mehr zu tun. Seit nunmehr über 20 Jahren stehen die Bereitungsvorschriften im vorläufigen Biergesetz (ohne Steuer).

Auf eine Erweiterung des Verzeichnisses der Zutaten um Filterhilfsmittel oder wieder entfernte Mittel zur Stabilisierung (Kieselgel/PVPP) - wie hin und wieder gefordert -, welche sich bis auf minimale Rückstände nicht im Produkt wiederfinden, braucht man allerdings nicht hoffen. Dies sind nach der LMIV keine Zutaten. Dass überhaupt ein Zutatenverzeichnis bei Bier vorgeschrieben ist, liegt auch nur an einer bestehenden nationalen Vorgängerregelung, welche die LMIV unberührt lässt. Nach der LMIV braucht es nämlich bei >1,2 ABV eigentlich keines Verzeichnisses der Zutaten. Sonst könnte man über die Allergen-Kennzeichnung nur erahnen, was drin ist.

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Re: RHG oder neulich im BR:

#136

Beitrag von gerhard63 » Sonntag 17. Januar 2016, 13:01

Jörg hat geschrieben:
Da kann ich diese Lektüre empfehlen:
http://www.camba-bavaria.de/news/artike ... eschichte/

Das zeigt ganz gut, wie amtliche Verbortheit eigentlich gute Ideen zunichte macht.


Cheers, Jörg
Hi Jörg

Wenn das wirklich so abgelaufen ist wie im verlinkten Artikel steht, dann ist das eine echte Sauerei!
Ich hab keine Ahnung ob sich Camba leisten kann das mal gerichtlich zu klären. Wünschenswerte wäre das.
Abgesehen von solchen steuerrechtlichen Klimmzügen stimmt meine Aussage aber trotzdem.

Grüße
Gerhard
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
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Re: Heute im BR:

#137

Beitrag von der_ak » Sonntag 17. Januar 2016, 13:48

LupusLupulus hat geschrieben:
gulp hat geschrieben: Hmm, Gerste, ohne Enzyme? Genau genommen konnten die damit gar nicht brauen, mit ihren drei Märchenzutaten.
Mal dumm gefragt: Vermälzte Gerste ist doch auch Gerste, oder nicht? :Waa

Will damit sagen: Dieses Dekret von 1516 schließt doch Malz nicht aus. Oder sehe ich das falsch?
Nur das komische vorläufige Gesetz von 1993 spricht von "Malz" und schließt damit Rohfrucht aus.
Das Mälzen fügt der Gerste ja (außer Wasser) nichts hinzu, ist also nur ein Prozess, und damit inkludiert.

Spannender wird die Thematik meiner Meinung nach dann, wenn man sich das Bayerische RHG von 1516 im Kontext ihrer Vorgänger ansieht, insbesondere dem Münchner RHG von 1487 und dem Landshuter RHG von 1493. Das Münchner RHG spricht von Gerste, während im Landshuter RHG von Malz die Rede ist. Das Bayerische RHG von 1516 war explizit dazu gedacht, eine einheitliche Regelung für Gesamtbayern zu schaffen, d.h. die vorherigen RHG waren bekannt. Dass nun explizit von Gerste die Rede ist, nicht von Malz oder Gerstenmalz, ist meiner Meinung nach ein sehr starker Hinweis darauf, dass den Verfassern klar war, dass mit einem gewissen Anteil Rohfrucht gebraut werden kann, und dass durch diese Formulierung auch noch einmal bekräftigt werden soll, dass es explizit erlaubt ist.

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Re: RHG oder neulich im BR:

#138

Beitrag von flying » Sonntag 17. Januar 2016, 13:53

..und ein herzoglicher Erlaß von 1551 lässt Koriander, Lorbeer und Hefe (Fermentata) zu.. :Smile
Brasserie de la sécheresse montagne

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Heute im BR:

#139

Beitrag von Rob5 » Sonntag 17. Januar 2016, 19:42

Alt-Phex hat geschrieben:Bestes Beispiel, und worüber ich mich am meisten ärgere, ist die Teilung
in Ober- und Untergärig. Wo bei obergärigem Bier sehr viel erlaubt ist, und dem Brauer
in diesem Rahmen auch sehr viel Freiheit einräumt, landen wir bei untergärigen Bieren
wieder in dieser "Zwangsjacke" - Gerstenmalz, sonst nichts.

Warum, wer hat das aus welchen Gründen so bestimmt ?
Das lässt sich vermutlich relativ einfach erklären mit: das ist historisch so gewachsen. Im Königreich Bayern war Mitte des 19. Jahrhunderts verordnet worden: "Die Verwendung anderer Stoffe oder Surrogate für Gerstenmalz und Hopfen zur Bereitung von Braunbier bleibt verboten". Braunbier, so hieß das Bier, welches nach bayerischer Brauart (also untergärig) gebraut wurde und welches dem bayerischen Brauwesen zu Weltruf verholfen haben soll. Für Baden hieß es in der Gesetzesbegründung Ende des 19. Jhd., dass die Beschränkung auf Gerstenmalz bei untergäriger Brauweise dem "ausdrücklichen Wunsche der im Jahre 1883 über den Gesetzentwurf gehörten Interessenten und Sachverständigen" entspreche. Bei obergäriger Brauart war die Verwendung anderer Malze zulässig.

Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm man die Regelung der süddeutschen Staaten in den der norddeutschen Brausteuergemeinschaft angeschlossenen Ländern mit leichten Modifikationen bei obergäriger Brauweise (u.a. Erweiterung um Zucker), nachdem die dort ansässigen Brauereien nach einer Übernahme der Regelungen der süddeutschen Staaten gerufen haben sollen.

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Re: RHG oder neulich im BR:

#140

Beitrag von hyper472 » Montag 18. Januar 2016, 00:07

Jörg hat geschrieben:der richtige Weg wäre wohl eine Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/

Das Problem wird es aber sein eine Formulierung bzw. Forderungen zu finden, die möglichst viele mitzeichnen...


Cheers, Jörg
Das wäre zumindest eine Möglichkeit. Schaffen wir hier aber sicher nicht. Auch, wenn es hier durchaus moderate Stimmen gibt, die eine Modernisierung statt einer Abschaffung fordern, sind die - meiner Meinung nach häufig blindwütigen - RHG-Ablehner in der Überzahl. Und Revolutionen sind selten erfolgversprechender als Evolutionen.
Interessant ist ja auch, dass man als Befürworter einer Modernisierung aufgefordert wird "zu liefern", reine "I-hate-RHG"-Poster dagegen nicht...
Soll mir aber egal sein, mit meinem letzten Sud bin ich zufrieden.
Falls mal ein Ministerialbeamter in dieses Forum stolpert, um "Volkes Stimme" zum RHG zu erforschen, wird er sich wahrscheinlich versetzen lassen...
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: RHG oder neulich im BR:

#141

Beitrag von grüner Drache » Montag 18. Januar 2016, 08:16

Moin !

Verdammt ! Hier tobt seit 4 Tagen ein RHG-Thread und ich hab nix davon mit bekommen :Mad !!! :P
Und dann gibt es auch noch alle möglichen Nebenkriegsschauplätze wie genetisch manipulierte Mikroorganismen die Vitamine produziren !!!
Und alle machen mit, manche finden es gleichsam unsinnig und melden an "raus zu sein" - Aber machen doch mit bei der Diskussion :P
Nun, wie ging es denn los? :Grübel :
sweet hat geschrieben:"Bierprobleme in Bayern: Der Bierdurst geht seit Jahren zurück und innovative Brauer klagen über das Reinheitsgebot als Kreativitätsbremse. Capriccio räumt heute um 22 Uhr auf mit populären Ansichten zum Reinheitsgebot."

http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... tml#&time=
RHG als Kreativitätsbremse die schuld ist am Rückgang des Bier- konsums ?

Meine Meinung : NEIN !

Wir stehen bei der Anzahl der Brauereien auf hohen Niveau und versorgen viele andere Länder mit Bier.
Es gibt sehr viele verschiedene Biersorten in Deutschland, wer will, der kann Ausnahmen beantragen um nicht RHG-konforme Sachen zu brauen.
Und die Vielfalt wächst, da gibt's keinen Zweifel, wobei die nicht RHG - KONFORmen Biere jetz nicht die große Rolle spielen, warum?
(Meine Meinung :) weil das RHG Vielfalt geschaffen hat !
Man denke nur an die ganzen verschiedenen Malze, hätte man die wohl so differenziert entwickelt, wenn man sich mit verschiedenen Zuckern behelfen würde?
Allzeit gut Sud !
:Drink
Ciao, Alex !
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

El Gordo

Re: RHG oder neulich im BR:

#142

Beitrag von El Gordo » Montag 18. Januar 2016, 08:24

Was für ein Argument!
Darum brauen die Belgier und die Engländer ja auch nur mit Pilsner Malz, oder wie? :Ahh

Das RHG braucht kein Mensch um gutes Bier zu brauen.


Stefan

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Re: RHG oder neulich im BR:

#143

Beitrag von gerhard63 » Montag 18. Januar 2016, 08:43

Das RHG wird aber gebraucht um den "Müll" aus der Brauerei fernzuhalten. Das Stichwort Erdbeerjoghurt ist ja schon mehrmals gefallen.
Ich will definitiv nicht erst das Kleingedruckte studieren müssen um zu wissen was ich kaufen kann und was nicht.

Gerade wir Brauer als "Nicht 0815 Konsumenten" sollten froh sein das das RHG existiert!

Grüße
Gerhard
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Re: RHG oder neulich im BR:

#144

Beitrag von Lasso » Montag 18. Januar 2016, 09:24

grüner Drache hat geschrieben:Moin !

Und die Vielfalt wächst, da gibt's keinen Zweifel, wobei die nicht RHG - KONFORmen Biere jetz nicht die große Rolle spielen, warum?
(Meine Meinung :) weil das RHG Vielfalt geschaffen hat !
Das "RHG" beschränkt hierzulande doch die Vielfalt. Und die könnte man auch im Rahmen einer überarbeiteten Version des Biersteuergesetzes mit Zusatzstoffbeschränkung - hier auch schon als "Natürlichkeitsgebot" beszeichnet erweitern. Meine Meinung...
El Gordo hat geschrieben:Was für ein Argument!
Darum brauen die Belgier und die Engländer ja auch nur mit Pilsner Malz, oder wie? :Ahh
Genau, und der Geschmack wird mit Zucker eingestellt :Wink
gerhard63 hat geschrieben:Gerade wir Brauer als "Nicht 0815 Konsumenten" sollten froh sein das das RHG existiert!
Also ich bin mit der bestehenden Version nicht einverstanden und verkonsumiere und braue gerne hervorragende Biere die hierzulande gegen das RHG verstoßen würden. Und dabei verwende ich wesentlich weniger Zusatzstoffe als das Biersteuergesetz erlaubt. Allerdings hau ich auch mal so richtig fiese Sachen wie Koriander, Orangenschalen, Süßholzwurzel und achtung: sogar Rohfrucht in mein Bier. Und Zucker... achja... obergärig ist der ja sogar erlaubt. :Wink
Wenn ich mal über die Stränge schlage braue ich auch mal ein Märzen. Mit ohne alles... Hach ja die schöne Vielfalt... :Wink
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Re: RHG oder neulich im BR:

#145

Beitrag von philipp » Montag 18. Januar 2016, 10:09

gerhard63 hat geschrieben:Das RHG wird aber gebraucht um den "Müll" aus der Brauerei fernzuhalten. Das Stichwort Erdbeerjoghurt ist ja schon mehrmals gefallen.
Und genau so falsch wie es genannt wird:

Wie kommen denn die Erdbeeraromen in die Billig-Joghurts? Mit Eichenauszügen.
Und was verwenden Leute, die ihr Edel-Bier in Eichenfässern lagern? Eichenauszüge!

Dann schmeckt das Bier nach Vanille und Erdbeere, ohne dass da Vanille und Erdbeere drinne ist. Viel mehr noch, ein frisches Weizenbier schmeckt nach Banane, ohne dass da Banane drin ist. Und ein IPA mit Cascade sogar nach Zitrone, ohne dass da Zitrone drin ist!

Skandal! Solche Biere gehören verboten!
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: RHG oder neulich im BR:

#146

Beitrag von gerhard63 » Montag 18. Januar 2016, 10:12

Wenn Erdbeer drauf steht will ich Erdbeer und keine Holzspäne.
Wenn Bier draufsteht will ich Bier und keine Erdbeeren.
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
Benjamin Franklin (1706-1790)

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Re: RHG oder neulich im BR:

#147

Beitrag von El Gordo » Montag 18. Januar 2016, 10:19

gerhard63 hat geschrieben:Wenn Erdbeer drauf steht will ich Erdbeer und keine Holzspäne.
Wenn Bier draufsteht will ich Bier und keine Erdbeeren.
Und wer gibt Dir das Recht, zu bestimmen, dass ein Wit oder ein Stout mit Röstgerste kein Bier sei?
Ich persönlich betrachte das als Herabwürdigung der sehr faszinierenden belgischen bzw britischen Bierkultur.


Stefan

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Re: RHG oder neulich im BR:

#148

Beitrag von philipp » Montag 18. Januar 2016, 10:20

gerhard63 hat geschrieben:Wenn Erdbeer drauf steht will ich Erdbeer und keine Holzspäne.
Klar.
Wenn Bier draufsteht will ich Bier und keine Erdbeeren.
Ja dann trink doch bitte weiter Fernsehpils und schwenk dabei die RHG-Fahne. Und stell dir bitte nicht die Frage, warum das so klar werden konnte.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

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Re: RHG oder neulich im BR:

#149

Beitrag von gerhard63 » Montag 18. Januar 2016, 10:26

Manno El Gordo

Mir gehts doch nicht um deine Erdbeeren, aber der Jogurt ist nun mal ein tolles Beispiel.
Angenommen das RHG ist ab morgen abgeschafft. Innerhalb kurzer Zeit wirst du die deutsche Bierlandschaft nicht mehr wieder erkennen. Ich will keine Stabilisatoren, Emulgatoren, Geschmacksverstärker, künstliche Hopfenaromen oder was weis ich noch alles in der Flasche haben.
Genau das wird die Folge sein, weil Geld frist Hirn. Das ist in der Bierindustrie nicht anders als beim Rest der Lebensmittelindustrie.
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Re: RHG oder neulich im BR:

#150

Beitrag von gerhard63 » Montag 18. Januar 2016, 10:29

philipp hat geschrieben: Ja dann trink doch bitte weiter Fernsehpils und schwenk dabei die RHG-Fahne. Und stell dir bitte nicht die Frage, warum das so klar werden konnte.
Na toll. Ist jetzt echt n bisschen plump...
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
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