Läutern mit Pfannenspritzschutz

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lilienpriester
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Läutern mit Pfannenspritzschutz

#1

Beitrag von lilienpriester » Mittwoch 14. August 2019, 09:52

Hallo Braufreunde, hier direkt mal eine Frage an die Experten:

Ich möchte nun zu Edelstahl umbauen, nachdem ich ein paar Sude in Plastikeimern zubereitet habe. Dafür habe ich mir einen Thermobehälter zugelegt, einen Schengler mit 25l Inhalt (Ist der von der Größe her ausreichend für die Einkocherklasse?) und habe gestern mal getestet, dass mein Pfannenspritzschutz perfekt hineinpassen würde.

Spricht irgendetwas gegen diese Vorgehensweise? Ich finde nur einen einzigen Beitrag mit der Suchfunktion und da wird abgeraten, aber nicht erklärt warum.

Ich habe bisher im 30l Plastikeimer geläutert, ebenfalls mit einem Pfannenspritzschutz.Das hat funktioniert, aber gefühlt viel zu schnell, denn wenn ich lese das Läutern dauert 30 bis 60min und bei mir lief das in 10-15min durch wundert mich das. Ich habe aber auch die Läuterruhe vergessen beim letzten Versuch.

Einen Strainbuddy habe ich auch, das lief auch bei einem Versuch sehr schnell durch. Ich weiß auch nicht wie klar die Würze überhaupt werden kann, damit ich mal einen Anhaltspunkt habe.

Jetzt schon vielen Dank für eure Hilfe.

Viele Grüße,
Simon

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Re: Läutern mit Pfannenspritzschutz

#2

Beitrag von Braufex » Mittwoch 14. August 2019, 13:03

Servus Simon,
der 25l-Schengler-Thermoport passt zu einem 27l-Einkocher; hab ich selber.
Hier ein paar Grundlagen zum Läutern:
https://braumagazin.de/article/laeutertechnik/
http://braumagazin.de/article/auf-dem-w ... ng-teil-2/
Lies Dir das ganze mal in Ruhe durch, dann wird Dir klar, warum Dir ohne Läuterruhe in 10 min Deine Würze durchläuft:
Das Filtern geschieht nicht durch Deinen Strainbuddy oder den Pfannen-Spritschutz sondern durch den Treber, der in der Zeit der Läuterruhe, einen Filterkuchen ausbildet.

Viel Spaß beim Schmökern
Gruß Erwin
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Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Läutern mit Pfannenspritzschutz

#3

Beitrag von lilienpriester » Mittwoch 14. August 2019, 16:02

Hallo Erwin,
hab das gerade durchgelesen, vielen Dank. Also ist es weitgehend unerheblich was ich als Boden einsetze. Nächstes Mal gibt es eine
Ausreichende Läuterruhe und dann wird das mit Sicherheit auch klarer ablaufen. Ich werde nur darauf achten müssen, dass ich nicht zu schnell läutere.

Nochmals danke und Gruß,
Simon

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Re: Läutern mit Pfannenspritzschutz

#4

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 14. August 2019, 17:07

lilienpriester hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 16:02
Also ist es weitgehend unerheblich was ich als Boden einsetze.
Je nach dem Verständnis von "weitgehend": Sind die Löcher oder Schlitze zu weit, fallen die Feststoffe hindurch; sind sie zu eng, verstopfen sie zu schnell.

Moritz

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Re: Läutern mit Pfannenspritzschutz

#5

Beitrag von Braufex » Mittwoch 14. August 2019, 17:13

lilienpriester hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 16:02
Also ist es weitgehend unerheblich was ich als Boden einsetze.
Es ist sicher nicht(!) unerheblich, was Du als Boden einsetzt.
Ich würde es mit dem Strainbuddy versuchen, den hast Du ja eh schon und der ist fürs Läutern gebaut und geeignet.
Falls Du den Strainbuddy verwenden willst, prüfe, ob Du ihn in den Thermoport einbauen kannst, oder ob Du evtl. ein Pass-Stück oder Adapter brauchst.
Frag doch mal bei Daniel Laizure (www.amihopfen.com) nach, er kann Dich sicher gut beraten.
Hier im Forum evtl. über PN unter "Daniel.Laizure".

Mit dem Spritzschutz wäre mir zu riskant. Es entsteht ein ganz schöner Unterdruck unter dem Sieb.
Wenn das zu schwach ist, geht es kaputt, biegt sich durch oder/und wird am Rand durchlässig.
Dann hast Du eine kleinere Schweinerei vor Dir.
Oder es setzt sich zu, dann gilt das gleiche.

Aber Versuch macht Kluch; vieleicht willst Du ja Deine Erfahrungen selber sammeln.

lilienpriester hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 16:02
Nächstes Mal gibt es eine ausreichende Läuterruhe und dann wird das mit Sicherheit auch klarer ablaufen. Ich werde nur darauf achten müssen, dass ich nicht zu schnell läutere.
Genau so :thumbup

Viel Erfolg
Gruß Erwin

EDIT: Jetzt hab ich mir zuviel Zeit gelassen und Moritz war schneller.
Aber mit ihm hast Du nun den gewünschten Experten und Verfasser des Artikels :Wink
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Re: Läutern mit Pfannenspritzschutz

#6

Beitrag von lilienpriester » Mittwoch 14. August 2019, 21:56

Mit dem Spritzschutz wäre mir zu riskant. Es entsteht ein ganz schöner Unterdruck unter dem Sieb.
Wenn das zu schwach ist, geht es kaputt, biegt sich durch oder/und wird am Rand durchlässig.
Dann hast Du eine kleinere Schweinerei vor Dir.
Oder es setzt sich zu, dann gilt das gleiche.
Also das leuchtet mir ein. Ich habe zwar schon mit dem Spritzschutz geläutert, aber da ich ja die Läuterruhe übersprungen habe und das alles in 10min durch war, hat sich ja auch nie der Unterdruck aufgebaut. Da ich auf Schweinerei (mit Würze) nicht so stehe und meine Verlobte MICH läutern würde wenn das passiert, werde ich den Strainbuddy nehmen. Ich habe mir schon einen Edelstahlhahn besorgt, muss jetzt nur schauen wie ich den da einbaue. Danke für diesen Einwand!

Den Amihopfen Shop kenne ich, ich schau da mal durch. :thumbup

Gruß,
Simon

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Re: Läutern mit Pfannenspritzschutz

#7

Beitrag von TMT2018 » Donnerstag 15. August 2019, 08:55

Schau mal hier, da wird das auch ein bissel erklärt wegen Unterdruck, Strainbuddy und laaaaangsam läutern:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 59#p344559

Ich denke wenn Du ein Trichter noch als Läutergrant benutzt, dann sollte sich der Unterdruck in Grenzen halten.
Ansonsten: Versuch macht kluch. Probier es aus.
MFG Torben

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