Ist Rühren beim Maischen im Braumeister kontraproduktiv?

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Ntvfrank
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Ist Rühren beim Maischen im Braumeister kontraproduktiv?

#1

Beitrag von Ntvfrank » Sonntag 3. Juni 2018, 20:23

Moin moin,

ich braue im Braumeister 50L und das Malz mahle ich in einer Sommer Haferquetsche sehr grob. Zum Einmaischen habe ich mir einen neuen Edelstahlrührer gekauft und mit meiner Metabo Bohrmaschine angetrieben. Zum Hopfenkochen nehme ich immer Edelstahlkörbe die sich eigentlich gut bewährt haben.

Nach dem Einmaischen habe ich die Maische noch mal komplett durchgerührt, gebraut wurde das Weizen aus MMuM Tritcum Wormatia.

Abläutern ging problemlos und ich hatte schon über 13° Brix. Vor dem Kochen musste ich schon eine erhebliche Menge Eiweissbruch abschöpfen. Nach dem Hopfenkochen und der Kühlung lasse ich den Sud immer in den Edelstahlbehälter ab und habe normalerweise nicht so viel Schmodder im Behälter sodass ich ohne Monofilamentfilter auskomme. Bei diesem Sud gab es aber extrem viel Schmodder, ich schätze über 10 Liter.


Kann es sein das durch heftiges Rühren man erheblich viel Mehl produziert und sollte man lieber ganz langsam rühren?


Wie sind Eure Erfahrungen und was könnte man besser machen.

Viele Grüße aus Rheinhessen


Frank

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Dyrdlingur
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Re: Ist Rühren beim Maischen im Braumeister kontraproduktiv?

#2

Beitrag von Dyrdlingur » Sonntag 3. Juni 2018, 20:33

Hallo Frank,
ich rühre nach dem Einmaischen auch mit einem Edelstahlrührer, der bei mir aber relativ langsam angetrieben wird. Bin damit sehr zufrieden. Ob ein schnelleres Rühren schadet, kann ich nicht beurteilen.
10l Schmodder kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich kühle allerdings nicht im BM sondern mit einem Plattenkühler. Mehr als 2-3 l Schmodder habe ich vermutlich noch nie gehabt - wirklich gemessen habe ich aber auch nicht.
Wirklich helfen, kann ich dir also leider nicht.
VG
Klaus

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Re: Ist Rühren beim Maischen im Braumeister kontraproduktiv?

#3

Beitrag von wfritz » Sonntag 3. Juni 2018, 21:15

Hallo Frank,
ich habe einen 30 l Sudkessel und ein Rührwerk von Brauhardware mit einem Durchmesserverhältnis Rührer/Behälter von 0,87. Der Rührer dreht während des gesamten Maischevorgangs mit ca. 50 Upm. Ich glaube es ist wichtig ein möglichst großes Durchmesserverhältnis und eine verhältnismäßig kleine Drehzahl zu wählen, sonst entsteht Abrieb. Den "Schmodder" trenne ich nach dem Hopfenkochen mit Whirlpool und Trubfiltergewebe ab. Der Rücksatnd liegt dabei immer zwischen 1 und 2 Liter.
Ich glaube Du hast mit einer zu hohen Drehzahl Feingut erzeugt, das aber eigentlich im Filtergewebe zurückgehalten werden kann.
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s3b0
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Re: Ist Rühren beim Maischen im Braumeister kontraproduktiv?

#4

Beitrag von s3b0 » Montag 4. Juni 2018, 11:24

Habe das selbe Setup wie Du.
Der Eiweisbruch ist bei mir oft unterschiedlich. Mal viel mit großen Flocken, mal wenig mit kleinen Krümeln.
Ich führe das bisher auf unterschiedliche Malz-Chargen zurück.
>> Umgerührt wird bei mir nur mit dem klassischen Einmaisch-Paddel aus Holz

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Re: Ist Rühren beim Maischen im Braumeister kontraproduktiv?

#5

Beitrag von Tomalz » Dienstag 12. Juni 2018, 21:11

Also ich denke, ein langsames gleichmäßiges Rühren beim Einmaischen ist sinnvoll.
Idealerweise zu zweit. 12kg in drei Minuten eingemaischt :Wink
Gerührt wird bei uns mit Akkubohrer und Edelstahlrührer.
Gute Durchmischung der Malzbestandteile, keine Klumpenbildung, gleichmäßige Verteilung der Temperatur im Malzrohr während des Einmaischvorgang's etc..
Schmodder bei mir ca. 3-5 Liter, aber die gehen eh nochmal durch den Filter.

Also im BM bleiben bei mir ca. 1,5 als letzter Rest übrig.
WP im BM gestaltet sich meiner Meinung nach schwer.
Gruß Thomas

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