Läutern klöppt nicht...

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hoern66
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Läutern klöppt nicht...

#1

Beitrag von hoern66 » Samstag 9. Juni 2018, 17:48

Hallo liebe Braugemeinde, ich bin ein Brauanfänder und habe durch ein Set zum Brauen gefunden. Jetzt habe ich viel gelesen, und wollte einen 12liter Sud brauen. Ich habe dazu einen Weck-Edelstahl-Topf mit 1/2" Hahn und Läuterhexe ausgestattet. Ich habe 12 Liter Wasser auf 55°C erhitzt und 3kg Schüttung rein. Eine 10min Eiweißrast bei 52°C, eine 60min Maltoserast bei 63°C, eine 20min Verzuckerungsrast bei 75°C gemacht und bei 78°C abgemaischt. Da ich die Läuterhexe im Topf drin hatte (ist nix angebrannt, habe ständig gerührt!), habe ich dann nach einer 30 min Läuterruhe läutern wollen...und da fing mein Problem an...es ging kaum was aus dem Hahn, es hätte ein paar Jahre gedauert...irgendwann habe ich abgebrochen und über ein Sieb geläutert (also den Treber ins Sieb und nach der Würze noch den Nachguß drüber gelassen...alles schön langsam). Das ist nur eine Notlösung, klar...aber woran könnte das liegen, daß aus dem Hahn kaum was gelaufen ist? Ich hoffe auf verständnisvolle Brauer, habt Nachsicht...ich bin neu :Angel !
Liebe Grüße, Ingo

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Bitter
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Re: Läutern klöppt nicht...

#2

Beitrag von Bitter » Samstag 9. Juni 2018, 17:57

Hallo Ingo,

Zunächst mal herzlich Willkommen im Forum!
Eigentlich sollte das prima funktionieren, unabhängig von den gefahreren Rasten. Die einzige Erklärung ist, dass der Hahn sich mit Malz zugesetzt hat. Da könntest du mit einem Draht mal versuchen, für Durchgang zu sorgen.

Gruß Lothar

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Re: Läutern klöppt nicht...

#3

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 9. Juni 2018, 18:02

Die Spirale setzt sich während des maischens schonmal zu. Da hilft es die mit dem Braupaddel/Kochlöffel etwas zu bewegen. Zusätzlich den Hahn kurz 2-3x aufreissen, sogenanntes vorschiessen lassen.

Grundsätzlch wäre ein separater Läuterbottich sowieso die bessere Lösung, das spart viel Zeit und Energie.
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§11
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Re: Läutern klöppt nicht...

#4

Beitrag von §11 » Samstag 9. Juni 2018, 18:05

Hatt dein Einkocher nen Klöpperboden? Sonst kann das nicht klöppen :Ahh :thumbsup

Ich entschuldige mich aufrichtig für diesen flachen Witz....
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Boludo
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Re: Läutern klöppt nicht...

#5

Beitrag von Boludo » Samstag 9. Juni 2018, 18:25

Wenn man die Hexe beim Maischen schon drin hat, kann sie zuschmieren. Warum immer alle unbedingt direkt ais der Maischepfanne heraus Läutern wollen, werde ich nie verstehen, es sei denn, man hat eine extra Würzepfanne. Das Umschöpfen in einen separaten Läuferbottich dauert ca 3 Minuten. Dann kann man direkt in den Einkocher zurück läutern und bereits heizen.

Stefan

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Re: Läutern klöppt nicht...

#6

Beitrag von Rici- » Samstag 9. Juni 2018, 18:40

§11 hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 18:05
Hatt dein Einkocher nen Klöpperboden? Sonst kann das nicht klöppen :Ahh :thumbsup

Ich entschuldige mich aufrichtig für diesen flachen Witz....

:thumbsup :thumbsup :thumbsup
Der war super
Viel Spaß noch weiterhin :Drink
Rainer

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Re: Läutern klöppt nicht...

#7

Beitrag von hyper472 » Samstag 9. Juni 2018, 19:05

Da schmiert nix zu, sorry Stefan.
Es hilft, vor der Läuterruhe das hintere Ende der Hexe nach vorne in Richtung Hahn zu ziehen. Dann erst die Läuterruhe, dann vorschießen lassen wie beschrieben, die ersten ein bis 2 l zurück gießen, bis es klar läuft. Dann Läutern.
Das klappt einwandfrei. Ich hatte wohl nur das Glück, diese Info rechtzeitig zu finden.
Willkommen im Forum und viel Erfolg; alles andere hast du ganz ordentlich gemacht.
Viele Grüße, Henning
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Re: Läutern klöppt nicht...

#8

Beitrag von Boludo » Samstag 9. Juni 2018, 20:18

Das mit dem Zuschmieren hab ich auch noch nie erlebt, da ich in einem Thermoport läutere.
Ich hab das hier nur oft gelesen. Man kann den Schmodder aber in der Tat wieder entfernen, indem man an der Hexe rumfummelt. Ich denke schon, dass das der Grund in diesem Fall für das Problem war.
Es kommt dabei aber auch sehr auf die Art des Rührens an.

Stefan

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Re: Läutern klöppt nicht...

#9

Beitrag von lupusbrau » Montag 23. Juli 2018, 17:28

Also ich schöpf immer zum Abmaischen um in einen "Brau- und Gärbottich" wo ich eine Läuterhexe eingebaut habe. Bislang ( ca 15 Sude) hat alles ohne wesentliche Probleme geklappt, bei einem Weissbier war es etwas langwieriger, aber das ist dort meist so.

Ich finde das mit der Läuterhexe absolut praktisch, leicht zu reinigen, unkompliziert in der Anwendung.

Ich sehe keinen Vorteil gleich aus dem Einkochtopf zz läutern, da ich dann ja sowieso wieder zurück in den Topf zum Hopfenkochen schöpfen ( oder pumpen) muss. S.o kann ich schon während des Läuterns beginnen den Topf wieder aufzuheizen

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Re: Läutern klöppt nicht...

#10

Beitrag von Felix83 » Montag 23. Juli 2018, 17:31

Liegt die Läuterhexe im Kreis oder in Nierenform?
Wenn die im Kreis liegt, können die Schlitze zu schmal sein und es kann verstopfen.
In Nierenform sollte es immer einwandfrei gehen!
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

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Re: Läutern klöppt nicht...

#11

Beitrag von Damasus » Dienstag 31. Juli 2018, 15:46

Boludo hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 18:25
Das Umschöpfen in einen separaten Läuferbottich dauert ca 3 Minuten. Dann kann man direkt in den Einkocher zurück läutern und bereits heizen.

Stefan
Mini-Rückfrage: Ab wann sollte man mit dem hochheizen beim Läutern beginnen? Ich warte immer ungefährt 3/4 des Läuterns ab und lege dann los.
Bier kalt stellen ist auch irgendwie kochen.

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Re: Läutern klöppt nicht...

#12

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 31. Juli 2018, 15:49

Wenn du keine Vorderwürzhopfung machst kannst du direkt losheizen. Bei Suden mit VWH lasse ich den Hopfen in der ersten Würze etwa 20 Minuten ziehen, bevor hochgeheizt wird.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Läutern klöppt nicht...

#13

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 31. Juli 2018, 22:41

Damasus hat geschrieben:
Dienstag 31. Juli 2018, 15:46
Boludo hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 18:25
Das Umschöpfen in einen separaten Läuferbottich dauert ca 3 Minuten. Dann kann man direkt in den Einkocher zurück läutern und bereits heizen.

Stefan
Mini-Rückfrage: Ab wann sollte man mit dem hochheizen beim Läutern beginnen? Ich warte immer ungefährt 3/4 des Läuterns ab und lege dann los.
Läutern dauert und hochheizen auf Kochtemperatur dauert auch, je mehr du diese Vorgänge zeitlich überlappen lässt, desto mehr Zeit sparst du. Im Idealfall hast du zwischen Läuterende und Kochbeginn nur wenige Minuten. Wie sich das bei deiner Anlage umsetzen lässt, musst du dich mit Ausprobieren herantasten. Heizt dein Einkocher beispielsweise mit 1°/min nach oben, wirst das von 75°C bis Kochbeginn 25 Minuten brauchen (geht am Anfang schneller, weil du noch nicht soviel Würze im Topf hast). Läuterst du etwa 0,7 Liter Würze pro Minute aus deiner Maische, brauchst du für 22 Liter Würze etwa 30 Minuten (ein eher optimistischer Wert, selber ausprobieren). Beginnst du jetzt 5 Minuten nach Läuteranfang mit dem Heizen, hast du 5 Minuten nach Läuterende den Kochbeginn. Die Zeit brauchst du auch, um das Ankochen zu überwachen. Brodelt die Brühe später gleichmäßig vor sich hin, kannst du mit dem Austrebern beginnen.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Läutern klöppt nicht...

#14

Beitrag von Damasus » Mittwoch 1. August 2018, 09:12

Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 31. Juli 2018, 22:41
Läutern dauert und hochheizen auf Kochtemperatur dauert auch, je mehr du diese Vorgänge zeitlich überlappen lässt, desto mehr Zeit sparst du. Im Idealfall hast du zwischen Läuterende und Kochbeginn nur wenige Minuten. Wie sich das bei deiner Anlage umsetzen lässt, musst du dich mit Ausprobieren herantasten. Heizt dein Einkocher beispielsweise mit 1°/min nach oben, wirst das von 75°C bis Kochbeginn 25 Minuten brauchen (geht am Anfang schneller, weil du noch nicht soviel Würze im Topf hast). Läuterst du etwa 0,7 Liter Würze pro Minute aus deiner Maische, brauchst du für 22 Liter Würze etwa 30 Minuten (ein eher optimistischer Wert, selber ausprobieren). Beginnst du jetzt 5 Minuten nach Läuteranfang mit dem Heizen, hast du 5 Minuten nach Läuterende den Kochbeginn. Die Zeit brauchst du auch, um das Ankochen zu überwachen. Brodelt die Brühe später gleichmäßig vor sich hin, kannst du mit dem Austrebern beginnen.

Cheers, Ruthard
Danke für diese Überlegungen. 0,7 Liter pro Minute läutere ich nicht, dass mache ich langsamer. Das dürften so um die 0,5l pro Minute sein, das heißt dennoch, dass ich deutlicher früher mit dem Hochheizen beginnen kann (als bisher).
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