Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

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VolT Bräu
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Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#1

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 6. Juli 2018, 15:15

Moin,

ich bin noch blutiger Anfänger, habe mich aber denke ich schon ganz gut eingelesen und habe einen mathematischen und wissenschaftlichen Background, so dass ich sehr anfällig bin für theoretische Überlegungen, die meinen praktischen Erfahrungsschatz weit übersteigen :Smile
Ich hoffe das Ganze ist nicht zu einfach oder zu blöd gedacht... ich bitte also um Nachsicht und freue mich über Korrekturen, Ergänzungen etc.

Grundthese ist: Ich bleibe in der Einkocherklasse mit Bottichmaische im Einkocher, d. h. ich bin primär limitiert durch die Größe des Einkochers. Gäreimer kosten ja nichts und da könnte ich mir entsprechend viele hinstellen. Mir ist klar, dass die Optimierung nur in gewissen Grenzen sinnvoll ist und man ab einem gewissen Punkt sicherlich diese Festlegung auf den Einkocher hinterfragen muss.

Das Ziel der ganzen Überlegung ist möglichst viel Anstell-Würze zu erzeugen. Es geht also in Richtung High Gravity... dazu gibt es ja u. a. eine Diplomarbeit, aus der hervorgeht, dass man beim Anstellen ca. bis 20% ohne Qualitätsverluste verdünnen kann (ich hoffe das habe ich richtig herausgelesen). Das ist ja schonmal nicht wenig. Wahrscheinlich kann man auf dem Hobby-Niveau also auch noch drüber gehen, ohne dass es gleich kritisch wird.

Die Sudhausausbeute wird dabei natürlich nicht gut sein, aber das interessiert mich eher nur aus statistischen Gründen. Interessant fand ich zum Thema SHA den folgenden Artikel http://fzarchiv.sachon.de/pdf/Getraenke ... tionen.pdf - Besonders die Abb. 1 finde ich sehr aufschlussreich.

Zurück zur eigentlichen Frage: Mehr Schüttung => Mehr Bier - das kann man mal so platt behaupten? Probleme gibt es dann wohl vor allem a) beim Maischen (wird dicker, also schwerer rührbar usw) und b) beim Läutern (zu hoher Treber ist auch nicht gut)
Ich gehe mal davon aus, dass man das schwer festlegen kann, wo da die Grenzen sind und es ist sicher auch abhängig davon welches Läutersystem man hat, was man noch gerührt bekommt und bestimmt noch x weitere Faktoren. Da kann man sich ja rantasten, wie hoch man mit der Schüttung im gegebenen System gehen kann.

Ich habe mich gefragt, ob ich irgendwie abschätzen kann (von/bis oder Idealwert) wie die hoch der Extraktgehalt bei der Vorderwürze sein wird? Bei der SHA ist ja die Formel ziemlich simpel und verschieden Malze o.ä. fließen da gar nicht ein. Also wird der Einfluß solcher Faktoren ja nicht so groß sein? Außerdem habe ich mal versucht ein Bildchen oder eine Formel zu finden, wie der Extraktgehalt von Vorderwürze bis x Grad Plato Glattwasser kontinuierlich abnimmt (linear? welches Gefälle?)

Ich würde läutern bis Pfanne voll, dann kochen und vor dem Anstellen auf die gewünschte Stammwürze verlängern. Natürlich mit den entsprechenden Anpassungen der Hopfengabe. Aus diesem Grund würde ich es auch gerne vorher möglichst genau berechnen, weil ich ja sonst nicht weiß wie viel Hopfen ich nehmen muss, wenn ich vorher nicht genau weiss wie groß die Anstellmenge am Ende sein wird.

Ich nehme an das ist so weit keine neue Erfindung... ich habe nur irgendwie keine Berechnungsformeln o.ä. dazu gefunden.

Erweiterungsfrage: Mein "Glattwasser" wird ja nach diesem Vorgehen noch einen ziemlich hohen Extraktgehalt haben. Da würde sicherlich noch eine reelle Menge Leichtbier herausfallen - auch dafür wäre es spannend das ungefähr abzuschätzen worauf es hinausläuft wenn ich da nochmal eine Pfanne voll herauskitzele.
Oder zweite Variante: Das Glattwasser noch mal neu einmaischen. Das sollte sich doch eigentlich auch deutlich bemerkbar machen, wenn ich noch irgendwas knapp an die 10 Plato Wasser zum Einmaischen verwende? Gibt es dazu eine Kurve aus der man abschätzen kann wie viel mehr Extraktgehalt die Vorderwürze haben wird, wenn man x Grad Plato Maischewasser verwendet?
Irgendwann muss ich natürlich das Restwasser mal wegkippen, das ich ja nicht täglich braue.... apropos: Wie lange meint ihr kann man das Wasser lagern, kurz aufkochen und dann wieder einmaischen oder ist das unter den von mir beschriebenen Umständen eh sinnlos? Solange ich das nicht Exzessiv mache bis auf wenige Plato runter, sollten ja negative Effekte wie das auswaschen von Bitterstoffen kein großes Thema sein?

Wie gesagt: Das Ganze unter dem Aspekt: Mit 1-2 Kochvorgängen die Anstellmenge(!) zu maximieren ohne Beachtung der SHA oder Wirtschaftlichkeit.

Danke für euren Input, Links, Richtigstellungen etc.
Viele Grüße
Volker
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#2

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 10. Juli 2018, 12:09

Moin,

Ich habe einen Thread gefunden, der ein paar Antworten und viele wertvolle Anregungen zu dem Thema enthält:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=14568

Ich werde mich dann mal damit befassen, einen Versuch unternehmen und mich beizeiten mit Fragen zu konkreten Mengenangaben bzw meinen Resultaten zurückmelden.

Viele Grüße
Volker
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#3

Beitrag von schlupf » Dienstag 10. Juli 2018, 12:51

Moin,

Nachdem ich das jetzt alles gelesen habe, wage ich mal einen Schuss ins Blaue, auch wenn ich jetzt nicht ganz verstanden habe, worauf es dir im Speziellen ankommt.

Also es geht um Bottichmaischen im Einkocher...
Ich meine, mich dunkel an einen Thread zu erinnern, wo es hieß, dass ca. 8,5kg Schüttung im Einkocher die praktische Grenze ist, was Rührbarkeit angeht. Da du vermutlich auch im Einkocher kochst, bist du mit der Pfannevollmenge auf ca. 25L beschränkt. Da bei so hohen Stammwürzen und beim Bottichmaischen die Ausbeute etwas leiden könnte, denke ich, dass du über den dicken Daumen dann vor dem Kochen irgendwo bei 18-20 Plato bzw. Gewichtsprozent landen solltest.
Dann steigt die Stammwürze durchs Kochen, während du im Bruch Volumen verlierst, dass du am Ende vielleicht gut 21L mit 22-25P zum Anstellen und ggf. Verdünnen hast. (Werte geschätzt!)


Wenn es dir jetzt darauf ankommt, nichts an Extrakt zu verschenken, kannst du natürlich beim Läutern danach weitermachen, bis du den Hauptguss für den nächsten Brautag zusammen hast, der dann schon entsprechend Extrakt enthält. Machen die Schotten beim Whisky genauso. Allerdings wird das natürlich auch geschmackliche Auswirkungen haben. Falls du nicht immer dasselbe brauen willst und wegen der Auslaugung der Spelzen ist die Idee vielleicht nicht so gut. Außerdem musst du gucken, wie du das ganze bis zum nächsten Sud lagerst, ohne dass es "umkippt".

Viele Grüße,
Sebastian

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#4

Beitrag von gulp » Dienstag 10. Juli 2018, 13:07

so dass ich sehr anfällig bin für theoretische Überlegungen, die meinen praktischen Erfahrungsschatz weit übersteigen
Brauen, brauen und brauen, dann wird das besser! :Greets
Das Ziel der ganzen Überlegung ist möglichst viel Anstell-Würze zu erzeugen. Es geht also in Richtung High Gravity...
Nicht zwangsläufig. Eine Vergrößerung der Anlage jenseits der Einkocherklasse ist da sicher sinnvoller. :Smile

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#5

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 10. Juli 2018, 13:26

Ich schliesse mich Peter an - brau erstmal.

Und vor allem mit "normalen" Schüttungen. Versuche Dich an bestehenden Rezepten, versuche verschiedene Stile, bis Du weißt, was Dir schmeckt und wie das auf Deiner Anlage funktioniert.

Wenn Du reproduzierbar brauen kannst, dann mach Dir Gedanken darüber, wie Du Deine Ausschlagmenge vergrößern kannst. Da gibt es jede menge Stellschrauben und Möglichkeiten.

Gruß
Bierwisch
Der Klügere kippt nach!

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#6

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 10. Juli 2018, 13:32

Vielen Dank Sebastian, mit diesen Schätzwerten kann ich super starten!
Es geht mir nur darum mit dem Einkocher mehr raus zu holen. Wie ich oben schon geschrieben habe, ist mir klar, dass das nur in einem begrenzten Rahmen sinnvoll ist. In erster Linie verschwende ich aber nur ein bisschen Malz und damit kann ich gut leben. Die Anschaffung eines größeren Kochers ist halt doch eine Hürde. Bevor ich die evtl überspringe, will ich erst mal Erfahrung sammeln und dann auch sofort passend dimensionieren.

Den oben zitierten Thread habe ich leider zu spät gefunden (nicht gut genug recherchiert) ... der bietet ja viele Informationen.
Wie gesagt: Gebt mir ein paar Wochen/Monate, dann komme ich mit neuen Fragen und meinen Ergebnissen zurück :)
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#7

Beitrag von Taim » Dienstag 10. Juli 2018, 16:24

Wenn Du zwei Tage hintereinander Zeit hast, kannst Du hier im Forum auch mal nach "Drauflassen" suchen. Im Prinzip braust Du zweimal dasselbe Rezept und gibst den zweiten Sud zur bereits angestellten Würze vom ersten Tag. Ergo, doppelt so viel Bier! :Drink :Bigsmile
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#8

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 10. Juli 2018, 16:40

Taim hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 16:24
Wenn Du zwei Tage hintereinander Zeit hast, kannst Du hier im Forum auch mal nach "Drauflassen" suchen. Im Prinzip braust Du zweimal dasselbe Rezept und gibst den zweiten Sud zur bereits angestellten Würze vom ersten Tag. Ergo, doppelt so viel Bier! :Drink :Bigsmile
Danke, wieder was dazu gelernt. Aber das hilft mir nur bedingt bzw. als zusätzliche Maßnahme bei der Erreichung des eigentlichen Ziels.
"Normales" brauen mit drauflassen hätte ja im Grunde nur den Vorteil, dass ich (möglicherweise) weniger Hefe benötige und einen größeren statt zwei kleinere Gärtanks, richtig? Doppelter Aufwand = doppelter Ausstoß, wie bei zwei Einzelsuden.
In Kombination mit High Gravity ist es aber schon auch wichtig zu beachten, denn wenn ich wie angedacht möglicherweise 2 Sude hintereinander mache, muss ich natürlich die entsprechend dimensionierten Gärtanks haben. Wobei: Flexibler wäre ich dann wohl auch wenn ich trotz drauflassen 2 kleinere nehme und teile. Sonst bin ich auf das drauflassen festgelegt und habe für einzelne Sude einen deutlich überdimensionierten Gärtank.
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#9

Beitrag von Taim » Dienstag 10. Juli 2018, 16:46

Ja, ist schon richtig, ist eher "aus der Not eine Tugend machen". Natürlich ist es am besten, wenn alle Gerätschaften zueinander passen. Der größte Vorteil beim Drauflassen ist in der Tat, dass die Hefe im 1. Sud (im Ideallfall) schon angekommen und hoch aktiv ist.
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#10

Beitrag von afri » Dienstag 10. Juli 2018, 22:10

schlupf hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 12:51
Ich meine, mich dunkel an einen Thread zu erinnern, wo es hieß, dass ca. 8,5kg Schüttung im Einkocher die praktische Grenze ist, was Rührbarkeit angeht.
Wenigstens das kann ich bestätigen. Ich habe einen 29l-Bielmeier und braue normalerweise mit 8kg Schüttung und 21l HG, das ist schon recht dick und bis zum Rand nicht mehr viel Platz, viel mehr geht da nicht. Läutereimer dito, ich nehme den Standardeimer (von HuM oder anderen) mit 30l Volumen, viel mehr Schüttung und es läuft über beim geben der Nachgüsse.
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#11

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 10. Juli 2018, 22:17

Top! Genau die Art von Tipps, die ich gesucht habe. Mir sind wohl nicht die richtigen Stichwörter eingefallen. Ich denke ich werde es dann erst mal mit max. 7 antesten
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#12

Beitrag von mo* » Dienstag 10. Juli 2018, 23:01

Suche mal nach "High-gravity im Einkocher" in den bebilderten Braudokus (ich schaffs auf dem Handy grad nicht zu verlinken). Da hatte ich 9.4kg im Weck. War mehr Birchermüesli als was anderes. Resultat: Vorsicht vor Anbrennen, schlechte Temperaturkontrolle, keine genauen Rasttemperaturen machbar... lohnt sich also nur bedingt
Beste Grüsse, mo

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#13

Beitrag von contraste » Dienstag 10. Juli 2018, 23:59

Moin Volker,

ich möchte einmal zum Thema Einkocherklasse (ebenfalls theoretisch) einen anderen Gedankengang anstoßen:

du bist noch jung dabei, mee too. Doch für mich hat sich herausgestellt, daß in meinem Investitionsetat mittlerweile die Braukapazität einen wesentlich kleineren Platz eingenommen hat, denn die Gär- oder Lagerkapazität. Ich würde gerne jedes Wochenende brauen, alleine ich schaffe es nicht, weil die Gär und Lagerkeller voll sind.

Oder andersherum gesagt, bei mir wäre die Optimierung des Gär- und Reifekellers wesentlich wichtiger, denn die Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse, in der ich mich ja auch bewege.

Eine Verdoppelung des Ausstoßes ist in der Tat schnell mit HG, Pfannenerweiterung, Drauflassen oder Doppelsud geschehen. Easy. Doch wie gäre und lager ich das ganze? Das eine bedingt das andere. Ich denke, hier sollte eigentlich primär die zweite Frage vor der ersten Frage angegangen werden. Brauen ist bei mir kein Problem, ordentliches gären und reifen dagegen schon. Sprich: ich brauch mal eben die doppelte Menge an Kühlschrank & Steuerung, und ebenfalls mindestens die verdoppelte Menge an KEGs. Oder sind dafür die Kapazitäten dafür bei dir nicht begrenzt?

Nichts für ungut, mit lieben Grüßen und
allzeit gut Sud :Drink

joerch
Lehrling in der 20l-Klasse: 2 doppelwandige 30l Edelstahl-Pfannen als e-BIAB-HERMS + NC-Keg/GDA

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#14

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 11. Juli 2018, 00:25

Hi Joerch,

das ist ein Interessanter Aspekt. Auch könnte man sich die Frage stellen: Wer soll das alles saufen? :Drink Vermutlich nicht das größte Problem bei der Sache - solange es schmeckt. :Smile Bei mir ist es jedenfalls nicht so, dass ich jedes Wochenende Zeit hätte (Lust momentan schon) zu brauen und das Lagerproblem stellt sich mir bisher noch nicht. Trotzdem natürlich gut schon mal drüber nachzudenken. Ich fange erstmal mit Flaschen an und bei dem Thema Kühlung muss ich mal gucken.... Wenn ich bei ~18 Grad OG vergären kann, kann ich ja auch bei der Temperatur nachgären und beim kalt lagern muss ich dann wahrscheinlich erstmal ein paar Abstriche machen bis ich mir evtl. dafür eine eigene Kühlung gönne.
Wir reden hier ja von 20% oder im Extremfall vielleicht 50% mehr Ausstoß - ich wollte keine Gastronomie aufmachen :Wink
Der Punkt ist dabei eher: Pro Brautag (also mit möglichst kleinem zeitlichen Aufwand) einen 30 Liter Gärtank passend voll zu bekommen (beim ersten Versuch war's deutlich drunter - das war die Motivation). Randvoll natürlich nicht, aber ich würde eben schon anstreben, dass der Ausstoß am Ende passt. Dafür ist eben mein ~27 Liter Kocher einen Tick (je nach Rezept auch mehr als einen Tick) zu klein. Das ist eigentlich ziemlich unabhängig von der späteren Lagerung und diesen Teil würde ich gerne für mich anpassen soweit es sinnvoll möglich ist. Wenn ich dafür "nur" etwas dicker einmaischen muss, finde ich das schon theoretisch sinnvoll und Wert es auszuprobieren.
Wie gesagt - vielen Dank für die Anregung, das hat mir auch wieder etwas zu denken gegeben weil es ja ein generell wichtiges Thema ist, aber ich glaube für die Frage ist es im engeren Sinne nicht relevant.

Viele Grüße
Volker
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#15

Beitrag von Stoffal02 » Donnerstag 19. Juli 2018, 16:55

contraste hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 23:59

du bist noch jung dabei, mee too. Doch für mich hat sich herausgestellt, daß in meinem Investitionsetat mittlerweile die Braukapazität einen wesentlich kleineren Platz eingenommen hat, denn die Gär- oder Lagerkapazität. Ich würde gerne jedes Wochenende brauen, alleine ich schaffe es nicht, weil die Gär und Lagerkeller voll sind.
Du hast es gut, ich würde gern mehr brauen, nur komm ich zeitlich einfach nicht dazu. Wenn es mir alle 8-10 Wochen ausgeht ist das schon viel. Somit bin ich meistens trocken... :crying

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#16

Beitrag von Kurt » Donnerstag 19. Juli 2018, 17:07

Auf kurz oder lang werden dir die episch langen Aufheizzeiten im Einkocher auf den Keks gehen. Außerdem wird dich das Rühren der dicken MaIsche nerven. Die beste Optimierung des Brauprozesses war bei mir die Induktionskochplatte und ein großer Topf.

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#17

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 19. Juli 2018, 17:20

Kurt hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 17:07
Auf kurz oder lang werden dir die episch langen Aufheizzeiten im Einkocher auf den Keks gehen. Außerdem wird dich das Rühren der dicken MaIsche nerven. Die beste Optimierung des Brauprozesses war bei mir die Induktionskochplatte und ein großer Topf.
Mal sehen. Glaub ich Dir natürlich, kein Frage. Aber den Kocher hab ich nunmal schon (auch nichts dafür bezahlt) - daher fang ich damit erstmal an. Sicher werde ich nicht an mein Lebensende mit dem ollen Ding weiterbrauen.

Ich glaube habe auch so langsam verstanden warum dieser Ansatz so zurückhaltend bewertet wird von den erfahrenen Brauern...
Meine Idee basierte primär auf der Beobachtung in Sud #1, dass ich nach Pfanne voll noch ~10°Plato Glattwasser hatte. Das war wohl einer lange nicht ausgereiften Technik geschuldet, möglicherweise auch ein Meßfehler und nicht zuletzt war das halt auch nur eine kleine Menge und meine naive Vorstellung - "wenn da noch so viel Extrakt im letzten Liter ist, dann muss da ja noch einiges rauszuholen sein" nicht zutreffend.
Beim zweiten Mal hatte ich bei 5 kg Schüttung Pfanne voll + ca. 6 Liter 4°Glattwasser, die ich dann einfach noch seperat erhitzt und zugebrüht habe als wieder Platz in der Pfanne war. So habe ich denke ich aus den 5kg für meinen Prozess das Maximum rausgeholt. Aber richtig viel macht das am Ende halt nicht aus.
Nächster Schritt ist eben jetzt die Schüttung mal zu erhöhen - mal schauen wie es mit 6 oder 7 kg aussieht.
Ich werde weiter berichten...

Edit: Das aufheizen nervt tatsächlich, aber nur beim Rasten fahren. Zum Einmaischen kann ich mit Wasserkocher und Töpfen auf dem Herd schnell genug heißes Wasser produzieren und zum Kochen hilft der Tauchsieder.
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#18

Beitrag von Braubart » Donnerstag 19. Juli 2018, 23:24

Denke auch daran im Gärfass ca. 30% Steigraum für die Kräusen einzukakulieren. Ansonsten haste ne Schaumparty :puzz
Beste Grüße, Jörg

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#19

Beitrag von hyper472 » Donnerstag 19. Juli 2018, 23:34

Zu schnelles aufheizen bei Den Rasten soll gar nicht gut sein. 1°/min sei ideal, habe ich mir sagen lassen.
Wo der Einkocher etwas schwach ist, ist nachher beim Hopfen kochen. Stört aber auch nicht wirklich, dauert dann halt 20 Minuten länger.
Und noch ein Aspekt, den ich eben nicht gesehen habe: bis 20/25 Litet kannst du alles locker heben und alleine wuchten. Danach brauchst du Hilfe, Flaschenzüge, Hebebühnen und so weiter. Oder einen guten Orthopäden.
Viele Grüße, Henning
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#20

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 19. Juli 2018, 23:41

Ja, da würde ich gerne hinkommen, dass in dem 30 Liter Speidel nur noch 30% Steigraum sind :thumbsup
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#21

Beitrag von Sura » Freitag 20. Juli 2018, 00:20

VolT Bräu hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 17:20
[...]
Ich glaube habe auch so langsam verstanden warum dieser Ansatz so zurückhaltend bewertet wird von den erfahrenen Brauern...
Meine Idee basierte primär auf der Beobachtung in Sud #1, dass ich nach Pfanne voll noch ~10°Plato Glattwasser hatte.
Das hat so rein garnichts mit dem Topf zu tun. Wenn dein Glattwasser noch 10°P hat, dann hast du falsch nachgegossen und falsch geläutert und falsch berechnet und (weil nicht zuende geläutert bis 3-4°P) auch noch eine falsche Sudhausausbeute am Ende berechnet. Aber ist der erste Sud, da macht man nunmal vieles falsch, kein Beinbruch. Aber beim zweiten hättest du schon schlauer sein dürfen.
Wenn man seine Anlage (und die Werte der Anlage!) kennt, dann hat man nach dem läutern und nachgiessen 3-4°P Glattwasser, die Menge im Kochtopf stimmt, und die Stammwürze stimmt. Nahezu unabhängig vom Rezept, maximal im Rahmen von 5% Abweichung. Der Anlagenaufbau selbst hat damit NICHTS zu tun.
Braubart hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 23:24
Denke auch daran im Gärfass ca. 30% Steigraum für die Kräusen einzukakulieren. Ansonsten haste ne Schaumparty :puzz
Nö, geht auch mit Blowoff. Hier gut zu sehen: http://www.olybrew.com/makebeer.html
Muss man allerdings im Auge haben.... dann aber super handlebar.
hyper472 hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 23:34
Zu schnelles aufheizen bei Den Rasten soll gar nicht gut sein. 1°/min sei ideal, habe ich mir sagen lassen.
Ist eigentlich ziemlich egal. Solange man es nicht anbrennen lässt, und aufpasst, das man bestimmte Zonen nicht zu schnell durchheizt, wenn das im Rezept anders gedacht war. Kaum jemand ausserhalb der "Einkocherzone" eiert mit 1°C/min rum. Davon abgesehen wäre das beim Bottichmaischen und bei Dekoktion auch etwas kompliziert.
Kurt hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 17:07
Auf kurz oder lang werden dir die episch langen Aufheizzeiten im Einkocher auf den Keks gehen. Außerdem wird dich das Rühren der dicken MaIsche nerven. Die beste Optimierung des Brauprozesses war bei mir die Induktionskochplatte und ein großer Topf.
!!!!!

Mein größter Fortschritt war die Anschaffung einer Hendi 3500. Die mehr als doppelte ankommende Leistung will man nicht missen. Aber vor allem ist das reinigen eines Topfes wesentlich einfacher, als das eines Einkochers, bei dem ich Rücksicht auf Elektrik nehmen muss, wenn ich mit Wasser darin rumplantsche....
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#22

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 20. Juli 2018, 00:59

Sura hat geschrieben:
Freitag 20. Juli 2018, 00:20
VolT Bräu hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 17:20
[...]
Ich glaube habe auch so langsam verstanden warum dieser Ansatz so zurückhaltend bewertet wird von den erfahrenen Brauern...
Meine Idee basierte primär auf der Beobachtung in Sud #1, dass ich nach Pfanne voll noch ~10°Plato Glattwasser hatte.
Das hat so rein garnichts mit dem Topf zu tun. Wenn dein Glattwasser noch 10°P hat, dann hast du falsch nachgegossen und falsch geläutert und falsch berechnet und (weil nicht zuende geläutert bis 3-4°P) auch noch eine falsche Sudhausausbeute am Ende berechnet. Aber ist der erste Sud, da macht man nunmal vieles falsch, kein Beinbruch. Aber beim zweiten hättest du schon schlauer sein dürfen.
Wenn man seine Anlage (und die Werte der Anlage!) kennt, dann hat man nach dem läutern und nachgiessen 3-4°P Glattwasser, die Menge im Kochtopf stimmt, und die Stammwürze stimmt. Nahezu unabhängig vom Rezept, maximal im Rahmen von 5% Abweichung. Der Anlagenaufbau selbst hat damit NICHTS zu tun.
Nochmal langsam und zum mitschreiben, ich versteh bei vielem nicht so ganz was Du mir sagen willst:
Ja, das mit den 10° war nicht ideal, das hab ich ja gesagt. Aber wieso hat das nichts mit dem Topf zu tun? Wenn die Pfanne voll ist, ist sie voll. Es gibt natürlich Workarounds, die ich beim zweiten Mal ja auch angewendet habe - aber wenn ich stumpf läutere bis Pfanne voll und dann koche - wozu soll ich dann noch weiter läutern? Nur für die Statistik?
Beim zweiten Mal war ich schlauer und hatte 4°Plato Glattwasser. Klar könnte ich das so optimieren, dass das dann zusammenfällt mit Pfanne voll. Ich denke darauf willst Du hinaus? Aber das ist das Gegenteil von dem was ich erreichen will. So habe ich noch etwas zugebrüht und hatte nach Verdünnung mehr zum Anstellen. Wenn ich die Schüttung erhöhe, sollte da noch etwas mehr möglich sein?!
Natürlich habe ich dabei eine schlechtere Ausbeute und kippe im Zweifel etwas Glattwasser >4° weg. Das stört mich aber nicht.

Ich habe nicht behauptet, dass es etwas mit dem Anlagenaufbau zu tun hat. Die Grundidee ist doch einfach: Wenn ich so viel Malz nehme, dass ich im Extremfall nur Vorderwürze koche, kann ich bei fixem Kochvolumen doch hinterher mehr strecken und habe mehr Ausschlag. Das ist doch auch die Idee hinter High Gravity?! Es muss natürlich nicht gleich nur Vorderwürze sein und durch zubrühen beim Kochen kann ich auch noch was erreichen.. etc.
Ist das alles Blödsinn?
Was Du schreibst klingt für mich alles nach Optimierung der Sudhausausbeute?
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#23

Beitrag von Sura » Freitag 20. Juli 2018, 01:06

Nicht nach Optimierung. Nach Feststellung.
Ich mag es vorher zu wissen, wie viel ich raus bekomme. Natürlich geht auch Blindflug, ist aber blöd, weil man dann rumeiern muss um die gewünschte Stammwürze auf die (knappe) Topfgrösse hinzuschummeln.... wozu so'n Stress, wenn es deutlich einfacher geht?
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
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VolT Bräu
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#24

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 20. Juli 2018, 09:06

Ja, ok. Ich glaube ich verstehe es. Die Stammwürze beim kochen ist mir relativ egal... Die soll möglichst hoch sein. Was ich schon gerne möglichst genau wissen sollte ist der Ausschlag incl. Verdünnung zur Berechnung der Hopfengaben. Das meinst du mit Blindflug? Du gehst davon aus, dass nichts mehr zugebrüht oder kalt verlängert wird und dann weiß ich schon vor dem Kochen ob ich passend beim kalkulierten Ausschlag lande?
Ja, ich mache es mir etwas schwerer bzgl. der Kalkulation der Hopfengaben und ich muss die Rezepte selbst nachkorrigieren. Die Sudhausausbeute für den Gesamtprozess kann ich aber doch trotzdem ausrechnen und wenn ich das nach ein paar Versuchen gut eingestellt habe, dann müsste sich das auch auf eine Ausbeute einpendeln die ich als Korrekturfaktor im MMuM Rechner eingeben kann und ich kann dann z. B. auf 24 Liter (die ich eben aufgrund des zu kleinen Einkochers sonst niemals erreichen kann, unabhängig wie gut ich bin) und X% SHA korrigieren und dann sollte mir der Rechner auch passende Werte ausgeben?
Die SHA hängt ja direkt proportional von der Schüttung ab - wenn ich da systematische "Fehler" in meinen Prozess einbaue sollte sich das auch mit einem einfachen Korrekturfaktor berechnen lassen.
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Braubart
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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#25

Beitrag von Braubart » Sonntag 22. Juli 2018, 21:56

Danke für den Tipp mit der Blowofftube :thumbup
Beste Grüße, Jörg

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Re: Optimierung der Anstellmenge in der Einkocherklasse

#26

Beitrag von Sura » Sonntag 22. Juli 2018, 22:07

Die SHA ist bei mir interessanterweise relativ gleich. Unabhängig davon ob ich hohe Stammwürze oder niedrige Stammwürze habe, ob ich eine Dekoktion mache oder nicht, ob da reines Pilsener drin ist, oder 20% anderes Malz, Testsud oder Topf bis zu Kante voll...... so um und bei 65% liegt mein Wert, und das geht vielleiht 1-2% rauf oder runter.
Der angenehme Nebeneffekt: Ich kann alles komplett in Ruhe vorbereiten: Starter, Hopfen, Zugaben...... Direkt nach dem einmaischen fülle ich die einzelnen Becher, und fahre dann ganz in Ruhe meinen Brautag ziemlich überraschungsarm durch. Die Pfanne ist ziemlich genau mit Liter/Stammwürze gefüllt wie ich das haben wollte, und das restliche Glattwasser hat noch 3-4°P.

Und weil das alles so stressfrei abläuft, wird auch immer alles was nicht mehr benötigt wird geputzt, und sobald der Sud gekühlt im Gärbottich ist, ist auch schon alles wieder aufgeräumt. :Pulpfiction
(Klappt dann wenn Gäste da sind nicht mehr, aber das ist ja normal. Da wird zuviel gesabbelt und zu wenig "vorwärts" gedacht :Smile )
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