Tap5erle und Mundschenk XXL

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Rain2018
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Tap5erle und Mundschenk XXL

#1

Beitrag von Rain2018 » Donnerstag 21. Februar 2019, 21:03

Hallo zusammen
Habe heute vergeblich versucht das Rezept vom Tap 5erle nachzubrauen.
tap5erle.jpg
Das Material habe ich vom Hobbyb*.versand geschrotet bestellt.
Habe noch gelesen das es vorteilhaft wäre ca 350 gr Kernige Haferflocken hinzuzufügen.
Vorher habe ich Zwickel / Kellerbier gebraut, das hat echt gut funktioniert…. Na ja einmal sass das Problem vor dem Apparat :Ahh

Habe einen Mundschenk XXL und der hat mir heute jedesmal bei ca 52 Grad abgeschaltet. Er hat sich aber dann nach einiger Zeit wieder selbst eingeschaltet.
Habe dann das ganze Material (kann man das schon Würze nennen :Waa ) und Malz entfernt und nachgeschaut.
In der Mitte am Boden war alles angebrannt (schwarz).

Gut, dann habe ich alles geputzt und wieder alles eingefüllt (ein Versuch wars wert :thumbdown )

Diesesmal aber nur mit 400 Watt aufgeheizt. Genau das gleiche, wieder bei ca 53 Grad mehrmals abgestellt.
Wieder alles angebrannt..

Habe dann mit klarem Wasser versucht ob das Problem dort auch besteht. Da läuft er einwandfrei und schaltet sich nicht aus.
Das Malz schreibe ich ab unter Lehrgeld…

Habt Ihr mir einen Tip wie ich das Rezept doch irgendwie im XXL nachbrauen kann? Oder kann (soll) man das anders schroten lassen?
Vielen Dank für Eure Hilfe und Beratung
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#2

Beitrag von Shortbreaker » Donnerstag 21. Februar 2019, 21:29

Ich denke schon, dass die dort wissen was sie tun und das geschrottete Malz zumindest nicht komplett ungeeignet sein dürfte. Ich habe selbst schon mit fertig geschrottem Malz im Mundschenk XXL Weizenbier gebraut und nie Probleme gehabt.
Als Anmerkung würde ich jedoch an deiner Stelle die Hauptgussmenge anpassen, da du beim Mundschenk ja immer noch den Totraum unter dem Malzrohr mit Flüssigkeit füllen musst. Ich berechne das immer so: HG=Malzgewichtx2.5+8l, also bei obigem Rezept ca. 30l.
Kann es sein, dass dir der Raum unter dem Rohr leergelaufen ist und es deswegen zum anbrennen und überhitzen kam? Weizenmalz braucht üblicherweise länger zum Läutern, also die Würze fliesst langsamer hindurch. Du musst die Pumpe also so regeln, dass der Raum unten nicht schneller leergepumpt wird, als oben Würze nachläuft.
Falls du Plätschergeräusche gehört haben solltest, dann hat die Pumpe zuviel gefördert.

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#3

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 21. Februar 2019, 21:31

Hast du mit 24l Hauptguss gearbeitet, wie im Rezept angegeben? Diese Angaben gelten für "klassische" Brausysteme, für Malzrohrsysteme wie den MSXXL ist das zuwenig.

Als Faustregel gilt: Schüttung in kg mal 2,5 plus 8 = HG in Litern
Die 8 steht für die 8 Liter Wasser, die schon im Topf sind, bevor das Wasser den Boden des Malzrohrs überhaupt berührt.

Bei deinem Rezept wären das also gut 30l Hauptguss.

Wenn zuwenig Wasser im System ist und beim Durchfluss des Wassers durch die Maische stockt etwas (was bei Schüttungen mit hohem Weizenmalzanteil gerne mal vorkommt), dann wird unter dem Malzrohr Wasser weggepumpt, ohne dass neues Wasser von oben nachströmt - der Topfboden läuft trocken und brennt an.

Wenn ausreichend Wasser im System ist, ist das Problem mit dem stockenden Durchfluss zwar immer noch nicht gelöst, aber es kann Wasser über das Zentralrohr zurücklaufen und der Topfboden läuft nicht trocken.

Das Bier wird zwar nichts, aber der Topf bleibt heil - ist doch schon mal ein Anfang.

Dem Problem mit stockendem Durchfluss bei Weizenmalzschüttungen kannst du mit Reishülsen gegensteuern. Die ersetzen die beim Weizenmalz fehlenden Spelzen - gibt es im einschlägigen Braubedarfshandel.

Cheers, Ruthard
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#4

Beitrag von Rain2018 » Donnerstag 21. Februar 2019, 21:46

Hallo. Vielen Dank an Euch für die guten Tipps. Ich hatte kurz nach Braubeginn gemerkt das es etwas zu wenig Wasser ist und nochmals 6 Liter 53 Grad warmes Wasser nachgelegt.(zu den 24 Litern). aber wahrscheinlich wars trotzdem zu wenig. Ich probiers nochmals.. ein Versuch ist noch gar nix 😎😎.
Und werde mehr Geduld haben...hoffentlich...🤤🤤.
Danke für Eure geschätzte Hilfe und die Tips lg Rainer
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#5

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 21. Februar 2019, 22:15

Auch wenn du nach der Faustformel rechnest, solltest du bei Braubeginn den Pumpenhahn voll öffnen und beobachten, ob genug Wasser nach oben gepumpt wird, dass es über das Zentralrohr zurückläuft. Wenn das nicht der Fall ist, solltest du Wasser nachlegen. Danach kannst du den Pumpenhahn nach Gusto zurückregeln.

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#6

Beitrag von Shortbreaker » Freitag 22. Februar 2019, 09:25

Ruthard hat natürlich grundsätzlich recht, es können sich aber auch durchaus Situationen ergeben, bei mir regelmässig der Fall, da macht es mehr Sinn den Würzespiegel im Auge zu behalten und ihn gar nicht erst weiter als z.B. ca. 5cm über dem oberen Sieb ansteigen zu lassen.
Ich habe häufiger das Problem, dass ich gerade so beide Rohre nehmen muss und der Abstand zum Überlauf ungefähr dem Volumen des Raumes unter dem Malzrohr entspricht. Da hört man dann schon das plätschern, bevor der Überlauf erreicht ist.

Ich habe für mich aufnotiert, dass ich bis ca. 25l Maischevolumen! etwa nur das lange Rohr einsätze und danach dann beide Rohre, allerdings mit dem kurzen beginnend (also unten verbaut). Würde man mit dem längeren beginnen, säße das obere Sieb nämlich unter Umständen haargenau auf dem Verbindungsstück auf, was auch ziemlich nervig ist...
Es geht zwar trotzdem, macht das ganze aber zu einer sehr wackeligen Angelegenheit.

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#7

Beitrag von danieldee » Freitag 22. Februar 2019, 09:31

Kann es sein, dass Malzrohrsysteme eher ungeeignet sind um Weizen herzustellen? (ohne jetzt noch zusätzlich Reisspelzen hinzuzugeben)
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#8

Beitrag von Brauwolf » Freitag 22. Februar 2019, 10:22

Malzrohrsysteme sind nicht grundsätzlich ungeeignet für Weizenschüttungen, solche Probleme kann es auch bei "normalen" Anlagen geben.
Die wenigsten Probleme hatte ich mit den Speidel Braumeistern, weil die nicht auf Schwerkraft basieren, sondern die Würze rigoros per Pumpe(n) durch das Schrot pressen.

Dem leidigen Problem mit dem 1/2/1+2 Zentralrohr des Mundschenk kann man begegnen, wenn man sich was stufenlos verstellbares baut:

WP_20190213_16_16_51_Rich.jpg
gezeigt jeweils in kürzester und längster Stellung, mittig zum Vergleich das verstellbare Rohr des Brauheld 45
WP_20190213_16_18_07_Rich.jpg
WP_20190213_16_20_33_Rich.jpg
WP_20190213_16_21_29_Rich.jpg
Cheers, Ruthard
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#9

Beitrag von danieldee » Freitag 22. Februar 2019, 10:47

Brauwolf hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 10:22
Malzrohrsysteme sind nicht grundsätzlich ungeeignet für Weizenschüttungen, solche Probleme kann es auch bei "normalen" Anlagen geben.
Die wenigsten Probleme hatte ich mit den Speidel Braumeistern, weil die nicht auf Schwerkraft basieren, sondern die Würze rigoros per Pumpe(n) durch das Schrot pressen.

Dem leidigen Problem mit dem 1/2/1+2 Zentralrohr des Mundschenk kann man begegnen, wenn man sich was stufenlos verstellbares baut:


WP_20190213_16_16_51_Rich.jpg

gezeigt jeweils in kürzester und längster Stellung, mittig zum Vergleich das verstellbare Rohr des Brauheld 45

WP_20190213_16_18_07_Rich.jpg

WP_20190213_16_20_33_Rich.jpg

WP_20190213_16_21_29_Rich.jpg

Cheers, Ruthard
Ich habe genau einmal auf einem BM20 gebraut, ein Weizen mit 50% Schüttungsanteil. War ne Katastrophe. Die ganze Zeit der Treber dicht, obwohl ich den Empfehlungen des Forums nachgegangen bin.
Mir scheint es nur so, dass Malzrohrsysteme anfälliger sind bei Weizen
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#10

Beitrag von Rain2018 » Freitag 22. Februar 2019, 11:59

Hallo Ruthard
Das sieht ja super aus.. ich denke sowas werde ich auch machen ... habe einen Metaller in der Familie 🤗🤗
Danke Euch allen für Euren tollen Input glg Rainer
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#11

Beitrag von alx.core » Dienstag 26. Februar 2019, 07:24

Brauwolf hat geschrieben:
Donnerstag 21. Februar 2019, 21:31
Hast du mit 24l Hauptguss gearbeitet, wie im Rezept angegeben? Diese Angaben gelten für "klassische" Brausysteme, für Malzrohrsysteme wie den MSXXL ist das zuwenig.

Als Faustregel gilt: Schüttung in kg mal 2,5 plus 8 = HG in Litern
Die 8 steht für die 8 Liter Wasser, die schon im Topf sind, bevor das Wasser den Boden des Malzrohrs überhaupt berührt.

Bei deinem Rezept wären das also gut 30l Hauptguss.

Wenn zuwenig Wasser im System ist und beim Durchfluss des Wassers durch die Maische stockt etwas (was bei Schüttungen mit hohem Weizenmalzanteil gerne mal vorkommt), dann wird unter dem Malzrohr Wasser weggepumpt, ohne dass neues Wasser von oben nachströmt - der Topfboden läuft trocken und brennt an.

Wenn ausreichend Wasser im System ist, ist das Problem mit dem stockenden Durchfluss zwar immer noch nicht gelöst, aber es kann Wasser über das Zentralrohr zurücklaufen und der Topfboden läuft nicht trocken.

Das Bier wird zwar nichts, aber der Topf bleibt heil - ist doch schon mal ein Anfang.

Dem Problem mit stockendem Durchfluss bei Weizenmalzschüttungen kannst du mit Reishülsen gegensteuern. Die ersetzen die beim Weizenmalz fehlenden Spelzen - gibt es im einschlägigen Braubedarfshandel.

Cheers, Ruthard
Wie haltest du es dann mit dem Nachguss?
Würdest du diesen dann um die Differenz vom Rezept verringern?

z.B.
(8,65kg x 2,5) + 8L = ~30L HG
Rezept 24L HG

Ohne Leerraum 21,63L also ~3,5L differenz zum Rezept würde den Nachguss also von 19L auf 14 od.15L korrigieren.

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#12

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 26. Februar 2019, 11:23

Wie haltest du es dann mit dem Nachguss?
Würdest du diesen dann um die Differenz vom Rezept verringern?
Im Prinzip ja, wobei die Mengenangabe im Rezept reine Spekulation ist und nur auf die Anlage des Rezepterstellers passt.

Ich selber läutere bis ich Zielstammwürze minus Verdampfungsrate zusammen habe. Will ich also ein Bier mit 12% Stammwürze brauen, läutere ich bis 10,8° runter, weil meine Anlage 10% der Würze verbruzzelt. Am Ende der Kochzeit habe ich dann meine 12% wieder.

Beim MS ist mit aufgesetztem Malzrohr die Stammwürze freilich schwer zu messen, weil man im Prinzip nur über den Hahn an die Würze kommt und so keine homogene Durchmischung hat. Ich geben also Nachgüsse grob nach Menge, stelle dann das Malzrohr in/auf einen Eimer, rühre die Würze durch und messe. Passt es, erkläre ich das Läutern für beendet, andernfalls wird noch in den Eimer weitergeläutert und die neue Würze zum MS dazu gegeben, bis das Ergebnis eben passt.

Cheers, Ruthard
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#13

Beitrag von alx.core » Dienstag 26. Februar 2019, 13:05

Ah verstehe!
Hast mir soeben auch gleich meine nächste Frage erklärt.
Da ich (zumindest errechnet) auch ca. 10% Verdampfung habe werd ich deinen Tipp dieses Wochenende mal austesten.

Klingt für ein genaues arbeiten auf jeden Fall sehr vielversprechend, danke dir.

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#14

Beitrag von Rain2018 » Donnerstag 28. Februar 2019, 20:40

Hallo zusammen. Es blubbert im Fass.. gestrippte Hefe macht einen superjob, hatte auf dem Weg dahin noch einige Probleme.. schwamm drüber freue mich auf das fertige Weizen.. Weizen geht nicht ganz so einfach auf MS... Danke für Eure Hilfe... Grüsse / Rainer
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#15

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 28. Februar 2019, 22:53

Erzähl mal von deinen Problemen, das ist für alle interessant.

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#16

Beitrag von Rain2018 » Freitag 1. März 2019, 17:50

Hallo zusammen. Nach Euren Tipps habe ich am Dienstag 26. Feb nachmittag den Sud aufgesetzt so gegen 1700h...30 Liter HG bei 8.5 Malz Kg. Alles ziemlich gut funktioniert, allerdings aufgrund der 50 % Weizenschüttung (siehe oben) floss durch den Treber fast nichts durch.

Nächstes Mal probiere ich das mit den Spelzen aus. :thumbup :thumbup

Im Detail:

18:25h 3 Rast nach ende ca 6 Brix gemessen :thumbdown :thumbdown :thumbdown
Nach einiger Zeit habe ich das obere Blech rausgenommen und das Braupaddel bemüht und gründlich im Topf gerührt... das hat sich bis am Schluss so durchgezogen war auch den gemessenen Grad Plato (Brix) sehr zuträglich... wollte nicht nur heisses Wasser produzieren :Drink :Drink

bis 21:00h :Mad2 :Mad2:
Habe halt solange bei 72 Grad ausgeharrt und gerührt bis die Jodprobe endlich gut war.. und auch mein Refraktometer etwas akzeptables angezeigt hat.

22:00h:
Hatte dann etwa 23 Liter bei ca 18 Brix, habe dann 10 Liter Nachguss durch den Treber durchmanovriert :thumbdown (mit rühren, ging ja kaum was durch)

gegen 23:30h :zzz
Am Schluss hat der MS wieder bei 99 Grad gefunden es wird ihm zu heiss und hat den Dienst verweigert.
Aber man hat ja einen relativ grossen Tauchsieder. :thumbup

00:50h :zzz :zzz Saphir zugegeben.

00:55h 12.8 Brix 44.5 Liter im Topf

01:00h 143 gr Saphir ins Fass zum Stopfen

bis 0230: abkühlen mittels Kühlspirale und Hefe ins Fass, aufräumen und beschlossen dass es jetzt reicht..


Ja Weizen braucht lange, aber die gestrippte Hefe funktioniert einwandfrei, das duftet schon sehr vielversprechend aus dem Gärfass, ich bin sehr gespannt..

1.3.2019 17:40 im Moment habe ich 7.8 Brix gemessen bin mal gespannt wie weit es noch runter geht. Im Moment blubbert es fast nicht mehr in der Gärglocke.

Na ja ich denke oben detaillierte Aufstellung lässt erahnen wo das Problem in etwa war.. aber man lernt ja (auch durch Eure Hilfe) ständig dazu.

Das zweite mal gehts sicher besser...

Frei nach dem Motto, man gab sich und hatte Mühe.. hat aber trotzdem irgendwie Spass gemacht :thumbsup :thumbsup

Grüsse Rainer
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#17

Beitrag von Rain2018 » Freitag 8. März 2019, 11:27

Update:
7.3.2019 18:00h abgefüllt (Danke an meinen Bier interessierten Cousin.. :Greets :Greets :Greets, er war auch ganz angetan vom Geruch und Geschmack.. jetzt schon!!!!) hatte noch 7.5 Brix gemessen.
Habe mich für eine Karbonisierung von ca 8 g CO2/l entschieden (Zucker: 13 gr. * 35 liter = 455 gr Zusatz). Steht im Heizraum (ca 20 Grad) und macht was es soll.
Hatte heute früh schon ca 2.8 Bar auf den 0.5 l Flaschen.
Der Kaminfeger :thumbsup :thumbsup kam auch schon vorbei.. na wenn das kein Glück bringt .. und es kein gutes Bier wird :Drink :Drink weiss ich auch nicht....
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#18

Beitrag von Rain2018 » Dienstag 12. März 2019, 21:22

Update 12.3.2019
Habe ca 4.5 bar auf dem Flaschenmanometer. Flaschen stehen noch im Heizraum. Habe heute aus Neugierde mal eine vorsichtig aufgemacht.
Das war eine gute Entscheidung. Na ja Geschmack erahnt man wohin es geht. Schaum ohne Ende. Wird aber wohl durch Einsatz des Kühlschranks in ca 3 Tagen eingedämmt werden können.
Es bleibt spannend.
Lg Rainer
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#19

Beitrag von Rain2018 » Montag 18. März 2019, 07:55

Sonntag 17.März
Ich konnte es nicht wirklich abwarten.

Flaschenmanometer zeigt 5 bar an bei den Flaschen im Heizraum.

Vorgestern habe ich mal versuchshalber eine in den Kühlschrank gestellt.

Gestern habe ich sie probiert. Sehr schönes Geräusch beim Flaschenöffnen. Vorsichtshalber im freien geöffnet :Grübel Bier bleibt aber in der Flasche und sprudelt nicht heraus. Sehr schön. :thumbsup

Es hat sehr fein in Richtung Maracuja gerochen und auch geschmeckt.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat.
:Drink
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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#20

Beitrag von guenter » Montag 18. März 2019, 18:11

Rain2018 hat geschrieben:
Montag 18. März 2019, 07:55
Flaschenmanometer zeigt 5 bar an bei den Flaschen im Heizraum.
Meiner Meinung nach sind 5 Bar viel zu viel. Ich würde ab 4 Bar nervös werden und entlüften. Musste ich bisher noch nicht.
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Tap5erle und Mundschenk XXL

#21

Beitrag von Tomalz » Montag 18. März 2019, 20:02

13g/l is aber wirklich etwas happig.
Ich liege bei 9,6g/l und das passt mit 7g CO2/l.
Ich würde die Flaschen 4-5 mal pro Tag entlüften.
Handschuhe an und Schutzbrille auf!
Bei gebrauchten Flaschen können Schädigungen im Glas vorhanden sein.
Gruß Thomas

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