Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

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Trisman
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Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#1

Beitrag von Trisman » Freitag 13. Februar 2015, 19:13

Nachdem ich in einem anderen Thread gefragt wurde ob ich meine Methode zur Wasseraufbereitung genauer vorstellen könnte. Ich habe mich wegen einer besseren Übersichtlichkeit einen neuen Thread aufzumachen. Ich habe mir diese Methode nach dem durchlesen unterschiedlichster Quellen selber zusammen gebastelt aus den jeweils für mich am besten geeigneten Methoden. Ich kann nicht dafür garantieren, dass alles 100%ig korrekt ist, was ich hier schreibe, ich hoffe dass die Wasser Experten mich verbessern, wenn sie Fehler finden, das wäre dann ja nicht nur für mich hilfreich, sondern auch für alle, die sich vielleicht an meiner Methode orientieren wollen. Wenn Fehler auftauchen werde ich sie sofort hier im Eingangsposting ändern damit die Übersicht bewahrt bleibt.


1. Das Wasser wird von mir vollentsalzt.
Ich benutze dafür einen Mischbett Vollentsalzer. Meinen Entsalzer habe ich bei "Aquarichtig" gekauft und bin zufrieden damit, man kann änhliche Entsalzer aber auch bei anderen Anbietern finden.
http://www.aquarichtig.de/Mischbett-Vol ... filter-Duo
Der Ablauf des Entsalzens ist sehr einfach. Der Eingangsschlauch wird an den Wasserhahn angeschloßen, den Ausgangsschlauch hänge ich in einen Gäreimer. Dann wird das Wasser aufgedreht. Der Hersteller empfielt eine Fließgeschwindigkeit von etwa 60 Liter in der Stunde. Ich messe den Durchfluss mit einem Durchflussmesser, man kann natürlich auch einen Messbecher befüllen, die Zeit pro Liter stoppen und dann nachkorrigieren.
Ich habe mich für einen Mischbettentsalzer entschieden, weil er mir für meine Situation am besten geeignet vorkam. Ich braue in 20 Liter Suden ca. 100-200 Liter im Jahr. Dabei habe ich keinen festen Rythmus. Es kann also auch mal sein, dass ich 3-4 Monate gar nicht braue. Eine Osmoseanlage ist für so eine unregelmäßige Benutzung nicht geeignet. Bei dem Entsalzer lasse ich alle 3-4 Wochen ein paar Liter Wasser durch laufen, damit das Wasser im Entsalzer nicht zu lange steht. Der Verkäufer hatte mir am Telefon versichert, dass diese Art von Wartung reicht um den Entsalzer in Schuß zu halten. Einen fauligen Geruch beim Wasserabzapfen konnte ich bisher noch nicht feststellen. Es gibt auch Entsalzer, die Kationen und Anionen Harz einzeln in unterschiedlichen Kartuschen aufbewahren. Diese Harze kann man dann regenerieren. Das Regenerieren beinhaltet aber das Arbeiten mit Säuren und besondere Sicherheitsmaßnahmen. Ich habe als absoluter Laie was Chemie angeht daher abstand davon genommen selber zu regenerieren und werde mir neues Harz kaufen, wenn das alte Aufgebraucht ist. Ich werde hier daher auch keine Tipps oder Anleitungen zum regenerieren rein schreiben, oder verlinken.
Das Nachfüllharz kostet 25€:
http://www.aquarichtig.de/Mischbettharz ... tfernung_3
Das Harz soll für ca 750 Liter Wasser von mittlerer Härte halten. Mittlere Härte ist soweit ich weiß eine Gesamtwasserhärte von 8,4 bis 14°dH. Ich habe eine Härte von 6°dH komme also wohl weiter damit, wer ein härteres Wasser filtert kommt weniger weit.
Für Leute, die in einem höheren Rythmus mit höherer Wasserhärte brauen wird sich so ein Vollentsalzer warscheinlich eher nicht lohnen, vielleicht sollten diejenigen sich mal nach Osmoseanlagen umschauen, dazu gibt es hier im Forum und im alten Forum eine Menge Material zu finden.


2. Einstellen der Wasserwerte
Der nöchste Schritt ist sich zu überlegen, welche Werte das Brauwasser für den speziellen Biertyp, der gebraut wird, haben sollte. Das schwierige dabei ist, dass oftmals sehr unterschiedliche Angaben zu den Wasserwerten einzelner Biersorten zu finden sind. Für das Wasserprofil für ein Pilsener habe ich ca. 20 verschiedene Angaben gefunden, die teilweise in einzelnen Werten sehr weit auseinander gingen. Da es in Amerika viel verbreiteter ist entsalztes Wasser aufzusalzen findet man die meisten Ergebnisse, auch zu ausgefalleneren Bierstilen, wenn man im englischen Sprachraum sucht. Eine Internetsuche nach "water profile *Bierstil*" bringt meist viele Ergebnisse. Ich habe noch keine Quelle gefunden bei der ich das Gefühl hatte, dass die angegebenen Werte durch die Bank plausibel sind, daher poste ich hier erst mal keine Links.
Wenn ich ein überzeugendes Profil gefunden habe oder mir aus mehreren Quellen eines zusammengestellt habe, mache ich mich nun daran auszurechnen wie viel Gramm von jedem Brausalz ich brauche um meine gesamte Brauwassermenge (Haupt- und Nachguss) einzustellen. Für mich hat sich hier der Rechner von brewersfriend.com am brauchbarsten herausgestellt:
http://www.brewersfriend.com/water-chemistry/
Es gibt noch einige andere Rechner, ich fand diesen aber am einfachsten und intuitivsten. Es wird die Menge an Brauwasser eingegeben und die Werte, die das Wasser später haben soll (target minarals). Unter Source minerals sollte überall eine 0 stehen, da das Wasser ja vollentsalzt wurde. Man kann auch aus den Wasserprofilen auswählen, die der Rechner eingespeichert hat, die meisten davon kommen dem recht nahe was in anderen Quellen auch geschrieben steht.
Nun kommt etwas Puzzle Arbeit. Ich habe mir alle Brausalze besorgt, die im Rechner angegeben werden (CaCO3, NaHCO3, CaSO4, CaCl2, MgSO4, NaCl). Wer nicht alle diese Salze hat, fügt nur Salze hinzu, die auch vorrätig sind. Viele der Salze findet man in den einschlägigen Hobbybrauershops, bei anderen hilft eine einfache Google Suche. Der Laden in dem ich meine Salze jeweils als 1kg Packung günstig gekauft habe hat mittlerweile leider dicht gemacht.
Im Rechner kann man nun die einzelnen Salze hinzufügen und sieht sofort, wie das Ionenprofil sich ändert. Spielt nun so lange mit unterschiedlichen Werten herum, bis ihr alle Werte annähernd getroffen habt. Wenn ein Kalziumwert von 150 verlangt wird, sehe ich auch mal darüber hinweg, wenn es 145 oder 155 sind. Je kleiner der Zielwert ist, desto genauer sollte er natürlich auch getroffen werden. Ob 5mg/L oder 10mg/L ist ja schon ein riesen Unterschied. Zur Orientierung: Die Salze werden für 20 Liter Sude eher im einstelligen Grammbreich mit einer Nachkommastelle zugefügt. Fangt also mal bei 1-2 Gramm an und nicht bei 20-30 Gramm ;-)

Beispiel Altbier:
Brewersfriend.jpg
Nun benutze ich den EZ Watercalculator (http://www.ezwatercalculator.com/) und trage dort meine Wasserdaten und die Schüttung ein. Nun wird der MaischePH Wert errechnet. Nach der Exel Tabelle und einigen anderen Quellen sollte der PH Wert zwischen 5,4 und 5,6 liegen. Es gibt Quellen, die diese Werte weiter ins saure oder alkalische legen, aber der im EZ Calculator angegebene Wert scheint recht gut im Mittel zu liegen. Wenn der Wert nun zu hoch ist, kann noch Milchsäure dazu gegeben werden bis der PH Wert stimmt. VORSICHT: Die Angabe für die Milchsäure bezieht sich nur auf den eingegebenen Hauptguss. Dem Nachguß gebe ich später die selbe Menge ml Milchsäure pro Liter Wasser zu. Ausserdem solltet ihr darauf achten in welcher Konzentration eure Milchsaäufe vorliegt. Die Exel Tabelle ist standartmäßig auf 88% eingestellt. Wenn ihr eine andere Konzentration habt, könnt ihr den Wert in der Tabelle einfach ändern und es wird mit eurer Wert gerechnet.

Beispiel für das Altbier oben:
EZ Watercalculator.jpg
Das ausgerechnete Wasserprofil und alle Gramm und ml Angaben für Salze und Milchsäure notiere ich mir im Rezept.
Mittlerweile gibt es von brewersfriend.com auch einen Rechner, der einige Funktionen mehr hat und den MaischePH auch mit ausrechnet, wenn man die Schüttung eingibt, alleridings bin ich mit dem Rechner nicht so ganz warm geworden und nutze lieber diese etwas umständliche Methode. Den Link zum Rechner möchte ich natürlich niemandem vorenthalten:
http://www.brewersfriend.com/mash-chemi ... alculator/

3. Das Aufsalzen
Das Aufsalzen ist jetzt eigentlich nur noch eine Formalität. Ich wiege die Salze mit meiner Hopfenwaage ab und gebe sie zusammen mit der Milchsäure zum Wasser. Es wird ordentlich umgerührt, so dass sich die Salze lösen können. Meist bereite ich das Wasser schon am Abend vorher auf um am nächsten Morgen schneller anfangen zu können.



Was ich in nächster Zukunft noch tun werde ist mir zwei Messgeräte anschaffen. Einmal einen Leitfähigkeitsmesser, mit dem ich messen kann wann das Mischharz erschöpft ist. Die Dinger gibt es in verschiedenen Ausführungen und mit verschiedenen Anzeigen. Am praktischsten für mich wäre wohl eine Anzeige von ppm. Beispielsweise dieser hier:
http://www.amazon.de/Apollo23-Digital-P ... %A4higkeit
Ausserdem noch ein PH Messgerät um zu überprüfen, ob der berechnete MaischePH auch wirklich so stimmt.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Ablauf vielleicht einigen Leuten einen Anstoß geben kann sich mehr mit dem Thema Brauwasser zu beschäftigen. Ausserdem hoffe ich, dass ich keinen alzugroßen Unsinn erzählt habe. Falls das doch der Fall sein sollte, darf man mich wie gesagt sehr gerne verbessern.



Liebe Grüße



Stephan

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#2

Beitrag von Elektrowok » Dienstag 17. Februar 2015, 00:16

Oh, das würde doch zufällig ins nächste Braumagazin passen...? :Smile
Danke, sehr hilfreich.
Prost! /Moritz

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#3

Beitrag von Tobieras » Mittwoch 18. Februar 2015, 13:00

Danke nochmal für das sehr umfangreiche Tutorial. :thumbup
Ich habe noch eine Frage zum Entsalzer. Ich habe relativ hartes Wasser(23,1 °dH) und brauche die Komplettelsalzung eigentlich nur für Pils (dunkle Biere, Ales schmecken alle tadellos), also höchstens 2-3 Mal pro Jahr.
Dort ist von"mittlerer Härte" die Rede, heißt das einfach nur, dass die Chemikalien dann bei meinem Wasser nur schneller ausgereizt sind oder, dass mein Wasser dann noch Restsalze enthält? Stellt man den Entsalzungsgrad dann mit der Fließgeschwindigkeit ein?

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#4

Beitrag von Fricky » Mittwoch 18. Februar 2015, 14:04

Das Wasser ist dann genauso vollentsalzt.
Nur die Harze sind schneller verbraucht.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#5

Beitrag von Trisman » Mittwoch 18. Februar 2015, 14:39

Fricky hat es schon gesagt, die Harze halten dann nicht so lange. Im Prinzip wirst du in etwa die Hälfte der Menge an entsalztem Wasser heraus bekommen wie sie in der jeweiligen Produktbeschreibung angegeben wird.
Es kann natürlich auch sein, dass du die Fließgeschwindigkeit etwas runter regeln musst, weil sonst nicht alle Ionen ausgetauscht werden können, aber das könntest du ja mit dem Messgerät überprüfen, dass ich oben verlinkt hatte. Du bekommst auf jeden Fall auch dein Wasser vollentsalzt.

Wenn du nur ca 2-3 Mal im Jahr so weiches Wasser brauchst und in der 20 Liter Klasse braust(?!) könnte es sich für dich auch lohnen das "Purania" Wasser zu kaufen. Davon kosten 5 Liter 1€ und das ist fast so weich wie das Wasser in Pilsen. Du kannst damit ein Klasse Pils brauen, das habe ich vor der Vollentsalzung auch gemacht. FÜr 20 Liter brauchst du ja ca 30 Liter Wasser, das sind 6€. Also 18€ im Jahr. Das könnte also insgesamt einfacher und günstiger für dich sein. Das Purania Wasser gibt es im Real oder Edeka Markt. Such mal in diesem oder dem alten Forum nach Purania, da findest du einiges zu.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#6

Beitrag von Tobieras » Mittwoch 18. Februar 2015, 14:51

Trisman hat geschrieben:Fricky hat es schon gesagt, die Harze halten dann nicht so lange. Im Prinzip wirst du in etwa die Hälfte der Menge an entsalztem Wasser heraus bekommen wie sie in der jeweiligen Produktbeschreibung angegeben wird.
Es kann natürlich auch sein, dass du die Fließgeschwindigkeit etwas runter regeln musst, weil sonst nicht alle Ionen ausgetauscht werden können, aber das könntest du ja mit dem Messgerät überprüfen, dass ich oben verlinkt hatte. Du bekommst auf jeden Fall auch dein Wasser vollentsalzt.

Wenn du nur ca 2-3 Mal im Jahr so weiches Wasser brauchst und in der 20 Liter Klasse braust(?!) könnte es sich für dich auch lohnen das "Purania" Wasser zu kaufen. Davon kosten 5 Liter 1€ und das ist fast so weich wie das Wasser in Pilsen. Du kannst damit ein Klasse Pils brauen, das habe ich vor der Vollentsalzung auch gemacht. FÜr 20 Liter brauchst du ja ca 30 Liter Wasser, das sind 6€. Also 18€ im Jahr. Das könnte also insgesamt einfacher und günstiger für dich sein. Das Purania Wasser gibt es im Real oder Edeka Markt. Such mal in diesem oder dem alten Forum nach Purania, da findest du einiges zu.
Ahhh, nie gehört von diesem Wasser, aber das ist auch eine Möglichkeit.
Gibt wohl einige "Billigwässer" mit denen man Pils brauen kann, habe ich gerade gesehen, aber das eignet sich durch seinen doch sehr niedrigen Preis sehr gut.
Danke für die Anregungen.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#7

Beitrag von cfarrell » Mittwoch 18. Februar 2015, 20:26

Was spricht dagegen destilliertes Wasser mit Brausälze zu behandeln?

uli74
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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#8

Beitrag von uli74 » Mittwoch 18. Februar 2015, 20:44

Handelt es sich beim Mischbett Vollentsalzer um sowas wie einen überdimensionierten Britta-Filter?

Sorry wenn ich so dumm frage, ich versteh nicht viel von solchen Apparaturen...
Gruss

Uli

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#9

Beitrag von Trisman » Mittwoch 18. Februar 2015, 20:48

@cfarrel:
Je nachdem wie viel man braut kommt man mit gekauftem destilliertem Wasser sehr schnell in sehr hohe Preisliche Regionen. Ich habe ja vorher mit Purania Wasser gebraut, da ging es mir auch ein bisschen auf die Nerven für zwei Brautage den kompletten Kofferraum meines damaligen Toyota Yaris mit Wasserkanistern vollgestellt zu haben, und nach dem Brautag die gelbe Tonne voll mit leeren Kanistern.
Was die Lebensmittel Eignung von destilliertem Wasser aus dem Baumarkt oder sonst woher angeht, kann ich nichts sagen. Wenn es da von den Experten hier keine Bedenken gibt und du mit den oben geschriebenen Nachteilen leben kannst, spricht im Grunde nichts dagegen.

@ulli74:
Soweit ich weiß filtern die Britta Filter nur einen Teil der Ionen aus, oder tauschen diese sogar nur gegen andere Salze aus. Ich habe aber schon öfter gelesen, dass diese Britta Filter nicht wirklich für die Brauwasser Aufbereitung geeignet sind. Die genaue Funktionsweise dieser Filter kenne ich aber nicht. Fürs brauen sind sie wegen ihrer kleinen Kapazität wohl sowieso nicht zu gebrauchen zu sein.
Die Mischbett Entsalzer binden die Ionen im oder am Harz und entziehen sie dem Wasser somit vollkommen.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#10

Beitrag von cfarrell » Mittwoch 18. Februar 2015, 20:54

Trisman hat geschrieben:Was die Lebensmittel Eignung von destilliertem Wasser aus dem Baumarkt oder sonst woher angeht, kann ich nichts sagen. Wenn es da von den Experten hier keine Bedenken gibt und du mit den oben geschriebenen Nachteilen leben kannst, spricht im Grunde nichts dagegen.
Darauf wollte ich im Grunde hinaus - was ist die Unterschied zwischen was aus deinnew Anlage rauskommt und destilliertes Wasser? Ich denke ich könnte schon relativ günstig an destilliertem Wasser kommen aber aus den Gründen die du bereits erläutert hast, ist es evtl sowieso nicht sinnvoll. Ich überlege echt, einen solchen Anlage zu kaufen. Das Wasser hier in meinem Gegend ist nur bedingt zum brauen geeignet...

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#11

Beitrag von uli74 » Mittwoch 18. Februar 2015, 20:56

Trisman hat geschrieben: @ulli74:
Soweit ich weiß filtern die Britta Filter nur einen Teil der Ionen aus, oder tauschen diese sogar nur gegen andere Salze aus. Ich habe aber schon öfter gelesen, dass diese Britta Filter nicht wirklich für die Brauwasser Aufbereitung geeignet sind. Die genaue Funktionsweise dieser Filter kenne ich aber nicht. Fürs brauen sind sie wegen ihrer kleinen Kapazität wohl sowieso nicht zu gebrauchen zu sein.
Die Mischbett Entsalzer binden die Ionen im oder am Harz und entziehen sie dem Wasser somit vollkommen.

Danke, das wollte ich wissen. Brittafilter sollen für die Aufbereitung von Brauwasser nicht geeignet zu sein.
Das würde bedeuten dass das Wasser aus Deinem Filter quasi beinahe destilliert ist?
Gruss

Uli

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#12

Beitrag von Trisman » Mittwoch 18. Februar 2015, 21:06

Im Prinzip ja. Da ich in Chemie eine absolute Niete bin kann ich dir nicht sagen, ob beim destillieren nicht noch andere Prozesse stattfinden als das entsalzen. Aber für den Brauprozess geht es ja vor allem darum, dass keine Salze (oder nur noch ein minimalster Rest) mehr im Wasser sind und ich durch das Aufsalzen eine genau berechenbare Menge an Ionen ins Wasser bekomme.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#13

Beitrag von Fricky » Mittwoch 18. Februar 2015, 21:43

Also diese entsalzer filtern nicht in dem sinne.
Es sind ionentauscher. Sprich es werden ionen gegen andere ionen gleicher ladung ausgetauscht. (Als nichtchemiker kann ich das nicht besser erklären, ist nur prinzipiell die funktionsweise). Entweder man hat 2 Säulen, wovon eine für Kationen (positiv geladen) und eine für Anionen (negativ) zuständig ist . Dann gibt's noch mischbett tauscher. Da sind die harze in einer Säule gemischt. Tauscher mit 2 Säulen sind leichter zu regenerieren als mischbett, weil zum regenerieren die Harze erst getrennt werden müssen.

Gruß, Peter

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#14

Beitrag von cfarrell » Sonntag 22. Februar 2015, 23:09

Nun kommt etwas Puzzle Arbeit. Ich habe mir alle Brausalze besorgt, die im Rechner angegeben werden (CaCO3, NaHCO3, CaSO4, CaCl2, MgSO4, NaCl). Wer nicht alle diese Salze hat, fügt nur Salze hinzu, die auch vorrätig sind. Viele der Salze findet man in den einschlägigen Hobbybrauershops, bei anderen hilft eine einfache Google Suche. Der Laden in dem ich meine Salze jeweils als 1kg Packung günstig gekauft habe hat mittlerweile leider dicht gemacht.
Ich suche seit 2 Stunden die unterschiedlichen Brausälze im Internet. Auf eine Webseite finde ich sie nicht - Schnapsbrenner.eu hat einiges aber bei weitem nicht alles. Diaclean (auch über Amazon) hat auch einiges, aber es fehlt zB von ihm CaSO4, CaCl2 (es gibt CaCl2 2H2O aber ich weiss nicht ob das vergleichbar ist) und NaCl.
Kennt irgendjemand eine Webseite bzw Webshop wo man alles auf einmal kaufen kann - bzw ob von den oben erwähnten Chemikalien wirklich alles benötigt werden?

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#15

Beitrag von happyhibo » Sonntag 22. Februar 2015, 23:46

cfarrell hat geschrieben: Kennt irgendjemand eine Webseite bzw Webshop wo man alles auf einmal kaufen kann
Ich bin selbst auf der Suche nach den Salzen...
Dabei bin ich auf den Shop gestoßen.
Die haben so ziemlich alles. Zu prüfen, obs da auch günstig ist, kam ich noch nicht dazu...
Gruß
Alex / HappyHibo

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#16

Beitrag von Darkangle » Montag 23. Februar 2015, 00:04

Nur so als Tip

NaCl = K Ochs Alz :Angel :Notme

Gruß, Rene

EditH sagt: NaCl im Kochsalz entdeckt

Mehrere deutsche Institute wiesen etwa zur gleichen Zeit hohe Konzentrationen von NaCl im Kochsalz nach.
Sie schlugen jetzt Alarm, nachdem festzustehen scheint, daß so gut wie alle europäischen Salzwerke betroffen sind. Ob auch das aus Meerwasser gewonnene Kochsalz diese Chemikalie enthält, wird zur Stunde geprüft. Das Bundesgesundheitsamt hält es für wahrscheinlich, will den Ermittlungen aber nicht vorgreifen.

NaCl bedeutet "Natriumchlorid"; es ist also eine Natrium-Chlor-Verbindung. Natrium ist ein hochagressives Element; es darf nicht einmal in normaler Raumluft gelagert werden; direkter Hautkontakt ist unbedingt zu vermeiden und kann zu schweren Verätzungen führen.

Und was Chlor ist, weiß heute jedes Kind. Man gibt es dem Wasser in Badeanstalten zu, verwendet es zur Herstellung von Reinigungsmitteln und setzt es in Form von Chloroform zur Betäubung ein, um nur einige Beispiele zu nennen.

Und so etwas im Kochsalz?

Da faßt man sich doch an den Kopf und versteht die Welt nicht mehr.
Wie kam das NaCl ins Kochsalz? Warum wurde es erst jetzt darin entdeckt? Wer sind die Verantwortlichen? Das sind die Fragen, deren schnelle Beantwortung die Öffentlichkeit jetzt mit Nachdruck fordert.

Der Bundesgesundheitsminister: "Wir werden die Sache rückhaltlos aufklären."

Der Oppositionsführer: "Es gibt für uns keinen Zweifel, daß die Bundesregierung auch hier wieder versagt hat."

Dr. Salinowsky vom Verband Deutsches Salz: "Natriumchlorid war auch früher schon im Kochsalz."

"Also schon wieder Verschleierungstaktik!", argwöhnen die Grünen; sie vermuten atomare Aufspaltung des Salzes durch bis in große Tiefen reichende Strahlung aus den Kernkraftwerken.

Die Welt haelt den Atem an, da droht schon der naechste Skandal:
Bei Untersuchungen des Oeko-Instituts Hamburg wurden in Bier erschreckend hohe Konzentrationen von Ethanol nachgewiesen!
Beer you, Beer me, Beer us together.... ;-)

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#17

Beitrag von Boludo » Montag 23. Februar 2015, 08:20

Das ist ja mal ein Shop in dem Link oben!
Ob das alles so legal ist, weiß ich auch nicht.
Die verkaufen da ein paar ganz heiße Benzaldehyde....

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#18

Beitrag von Kurt » Montag 23. Februar 2015, 10:23

Meiner Meinung nach kommt man mit CaSO4 (Braugips) und CaCl2 schon sehr weit. NaCl hat wohl jeder zuhause - dann aber das ohne Iod nehmen. Die Magnesiumsalze sind entbehrlich und den pH-wert wird man nur in den seltensten Fällen anheben müssen. Selbst dann gibt es Natron in fast jedem Supermarkt.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#19

Beitrag von ggansde » Montag 23. Februar 2015, 10:42

Als Privatperson bekommt man bestimmte Sachen nicht:
Wir beliefern sowohl Firmen als auch Privatpersonen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
Scheint also alles mit rechten Dingen zu zu gehen.
VG, Markus
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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#20

Beitrag von cfarrell » Montag 23. Februar 2015, 11:41

Kurt hat geschrieben:Meiner Meinung nach kommt man mit CaSO4 (Braugips) und CaCl2 schon sehr weit. NaCl hat wohl jeder zuhause - dann aber das ohne Iod nehmen. Die Magnesiumsalze sind entbehrlich und den pH-wert wird man nur in den seltensten Fällen anheben müssen. Selbst dann gibt es Natron in fast jedem Supermarkt.
:goodpost:

Das ist was ich hören wollte. Diaclean hat mir geschrieben:
Unser Produkt Cacl2 * 2H2O ist Dihydrat nachzulesen auch auf Wikipedia, wenn Sie nach Calciumchlorid suchen.
.

Das passt also vermutlich (ohne Ahnung von Chemie ist man echt aufgeschmissen. Eine Buchstabe mehr oder weniger und das Wasser wird zu Alientötende Säureschleim).

MgSO4 7H2O: http://is.gd/PirS6w
CaCl2 2H2O: http://is.gd/kVnZpW
CaCO3: http://is.gd/G7opYS
CaSO4: scheint nicht auf diaclean.de zu sein aber es gibt evtl im Baumarkt?
NaHCO3: http://is.gd/JPj7QH (bzw im Supermarkt?)

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#21

Beitrag von Ladeberger » Montag 23. Februar 2015, 11:51

cfarrell hat geschrieben: CaSO4: scheint nicht auf diaclean.de zu sein aber es gibt evtl im Baumarkt?
Ja, ideal wenn du Wände verspachteln willst. Für alles was in Lebensmittel kommt, ist auf den Zusatz "Lebensmittelqualität" oder die E-Nummer zu achten.

Gruß
Andy

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#22

Beitrag von Malzwein » Montag 23. Februar 2015, 11:53

Wo ist mein Eintrag hin? Gut noch einmal:

Ich habe Salze bei Purux über Ama"dingsbums" bezogen.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#23

Beitrag von Brauwolf » Montag 23. Februar 2015, 12:57

Der angehende Alchimist sollte beim Chemikalienkauf nicht nur auf Lebensmittel- oder Pharmaqualität achten (technische Qualität hat im Bier nichts zu suchen), sondern auch zwischen "crist." und "sicc." unterscheiden.
Wer sich beispielsweise 1 Gramm MgSO4 wasserfrei ins Brauwasser schüttet, hat nachhert die doppelte Menge an MgSO4 im Sud als bei 1 Gramm kristallinem MgSO4*7H2O. Die Äquivalente muss sich der Brauer für jede Chemikalie selbst errechnen.

Die schnellste Beschaffungsquelle ist die nächste Apotheke. Apotheken gibt es buchstäblich an jeder Ecke und jede bestellbare Chemikalie ist innerhalb zwei Stunden da. Das kostet dann zwar auch Apothekenpreise, bei den homöopathischen Mengen die der Hobbybrauer braucht, fällt das aber kaum ins Gewicht. 250g CaCl2*2H2O (ca 8€) halten beim 200l/pa Durchschnittsbrauer etwa 12,5 Jahre bei 2g/20 Liter Brauwasser. Die 1kg aus dem Versandhandel zum gleichen Preis plus Versand halten dann 50 Jahre.

Und wenn der freundliche Apotheker mehr sein will als nur ein Lagerverwalter der Pharmaindustrie und sich noch erinnert, was er mal gelernt hat, dann hilft er auch beim Umrechnen der Äquivalenzmengen.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#24

Beitrag von Trisman » Montag 23. Februar 2015, 18:31

Im Kochsalz sind meist neben Jod auch noch irgendwelche Trennmittel enthalten. Ich habe keine AHnung was das für Mittel sind, in welche Konzentration sie vorliegen und wie sie sich wenn überhaupt auswirken.
Die DM Drogeriemärkte und der Biosupermarkt bei mir um die Ecke sind bisher die einzigen Quellen für Trennmittelfreies Salz, die ich gefunden habe. Und was soll ich sagen, das Salz bleibt genau so Klumpenfrei wie das mit Trennmitteln auch...

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#25

Beitrag von ggansde » Montag 23. Februar 2015, 18:46

Dann nimm doch grobes Meersalz.
VG, Markus
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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#26

Beitrag von Trisman » Montag 23. Februar 2015, 18:50

Das habe ich für die Mühle sowieso. Und mit dem Salz aus dem DM bin ich auch zufrieden.
Es ging auch nur darum das einige hier meinten Kochsalz sei reines NaCl.
Ich bin mir aber auch bewusst, dass im Leitungswasser eh schon Spuren von allem möglichem drin ist:
http://www.tzw.de/index.php?content_id=238

Man muss halt sehen, dass man es nicht übertreibt mit der Vorsicht. Mein Einwurf oben war also mehr der Vollständigkeit halber.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#27

Beitrag von Brauwolf » Montag 23. Februar 2015, 19:13

ggansde hat geschrieben:Dann nimm doch grobes Meersalz.
VG, Markus
Oder nimm 200 Millionen Jahre altes Himalaya Salz, welches momentan so exzessiv beworben wird. Gibt es jetzt sogar im Angebot, wegen MHD 2017.

Cheers, Ruthard
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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#28

Beitrag von Darkangle » Montag 23. Februar 2015, 20:50

Trisman hat geschrieben: Es ging auch nur darum das einige hier meinten Kochsalz sei reines NaCl.
NaCl ist reines Kochsalz, dass was man im Laden normalerweise kauft, ist Speisesalz. Also eine Kochsalzzubereitung

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#29

Beitrag von fufi » Freitag 27. Februar 2015, 18:57

Sehr spannendes System, ich glaube, in der RIchtung werde ich mich auch mal versuchen, mein Leitungswasser ist nicht gerade optimal für hopfige Pale Ales.

Was ich mich aber frage ist, was denn der Grund-pH-Wert des aufgesalzenen Wassers ist und wie sich dieser auf die Maische auswirkt.
Der EZ-Water-Calculator unterschlägt den ja völlig, während bei Brewer's Friend dafür ein Feld vorgesehen ist. Nimmt EZ-Water-Calculator da einfach einen Grundwert an?

Ich frage mich vor allem, wie ich mit dem Nachguss umgehen soll. Nehmen wir mal an, ich will ein IPA machen und lese im Rezept "pH 5,4". Jetzt stelle ich mir das Wasser nach Profil ein und trage es in EZ ein, berechne mir die zuzugebende Milchsäure für bsw. 10l Hauptguss und erhalte dann im Optimalfall ein Wasser, das einen leicht höheren pH-Wert hat und vom Malz auf 5,4 runtergesäuert wird. Wie stelle ich jetzt aber den Nachguss ein? Will ich für den Rest des Rezepts auf 5,4 bleiben, muss ich dann den Nachguss schon auf 5,4 runtersäuern, so dass er im Vgl. mit der Maische neutral ist, oder stelle ich den Nachguss auf den gleichen pH-Wert wie dem Hauptguss (wie das im Eröffnungspost steht), der ja etwas über den 5,4 liegt? Und was passiert mit dem pH-Wert, wenn beim kochen 3 Liter Wasser verkocht werden?

Ich hoffe, ihr versteht meine wirren Gedanken und könnt mir da auf die Sprünge helfen =)

Danke schonmal

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#30

Beitrag von Trisman » Freitag 27. Februar 2015, 20:33

Der Ez-Water-Calculator errechnet sich den Grund PH-Wert des Wassers aus der Ionenkonzentration des Wassers, die man oben in den Feldern angibt. Änder mal bei einem fertig ausgefüllten Rezept einfach die HCO3 Konzentration, dann wirst du sehen, dass sich der Maische PH nach oben oder nach unten verschiebt.

Was mit dem PH Wert passiert, wenn das Wasser verkocht ist eine gute Frage, da kann ich dir nicht helfen und bin selbst gespannt auf die Antwort von den Experten hier im Forum.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#31

Beitrag von hoggel1 » Freitag 27. Februar 2015, 22:38

Hallo,

ich bin kein Experte, aber der EZ-Calculator säuert nur den HG an. Ich bin der Ansicht, das auch der NG angesäuert werden muss, um im optimalen Bereich zu bleiben. Über einen normalen 3 Satz rechne ich die benötigte Milchsäure aus (lasse ausrechnen).

So wie ich es verstanden habe kümmer der EZ Calculator sich nur um die Maische, was später in der Würze passiert wird nicht berücksichtigt.

Ich benutzte den EZ Calculator schon seit 1 Jahr und bin zufrieden damit. Meine Biere passen. Wenn es nicht so wäre würde ich mir mehr gedanken machen.

MfG
Thomas

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#32

Beitrag von fufi » Samstag 28. Februar 2015, 08:13

Aber bringt man dann den Nachguss mit Dreisatz auf die gleiche Konzentration wie den Hauptguss (also knapp über Ziel-pH, da das Malz noch runtersäuert) oder versucht man, beim Nachguss direkt auf der Maische-pH zu landen?
Bei ersterem kann man ja ohne pH zu messen einfach die Milchsäuregabe vom Hauptguss auf den Nachguss skalieren, das ist die Technik aus dem Eröffnungspost und vmtl das, was von hoggel1 mit dem Dreisatz gemeint ist. Für die zweite Technik bräuchte man irgendwo mal eine Angabe, wie sich der pH-Wert des Wassers ohne Malze verhält/berechnet, die habe ich noch nirgends gefunden (oder man muss tatsächlich messen, das wäre aber Aufwand^^).

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#33

Beitrag von cfarrell » Montag 9. März 2015, 20:13

Apropos diesen Äquivalenzmengen bzw Umrechnung, bei drei Dosen habe ich 'Zusatzangaben':

MgSO4 7H20
CaCl2 2H20
CaSO4 Hemihydrat
Brauwolf hat geschrieben: Wer sich beispielsweise 1 Gramm MgSO4 wasserfrei ins Brauwasser schüttet, hat nachhert die doppelte Menge an MgSO4 im Sud als bei 1 Gramm kristallinem MgSO4*7H2O. Die Äquivalente muss sich der Brauer für jede Chemikalie selbst errechnen.
Ich gehe Mal davon aus, bei MgSO4 und CaCl2 2H20, ich kann einfach die errechnete Menge direkt ins Wasser geben. Aber was ist mit CaSO4 'Hemihydrat' gemeint? Kann ich das Zeug genauso 'pur' eingeben?

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#34

Beitrag von cfarrell » Samstag 4. Juli 2015, 20:58

Was ich in nächster Zukunft noch tun werde ist mir zwei Messgeräte anschaffen. Einmal einen Leitfähigkeitsmesser, mit dem ich messen kann wann das Mischharz erschöpft ist. Die Dinger gibt es in verschiedenen Ausführungen und mit verschiedenen Anzeigen. Am praktischsten für mich wäre wohl eine Anzeige von ppm. Beispielsweise dieser hier:
http://www.amazon.de/Apollo23-Digital-P ... %A4higkeit
So ein Leitfähigkeitsmessgerät habe ich letzte Woche gekauft. Meine Ergebnisse (Leitfähigkeit (in Siemens??) waren:

Gemeindewasser: 450
Brunnenwasser: 580
Entsalzt: 040

Ich benuzte den gleichen Entsalzer wie der Threadstarter: http://www.aquarichtig.de/Mischbett-Vol ... filter-Duo - bisher sind ca 100l durchgelaufen.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#35

Beitrag von Boludo » Samstag 4. Juli 2015, 21:07

Der pH Wert des Wassers vor dem Einmaischen sagt kaum was aus.
Wenn da wenig puffernde Salze gelöst sind, reicht schon ganz wenig Säure um einen großen pH Sprung zu erzeugen.
Sind viele puffernde Salze enthalten, kann der pH Wert stabil bleiben, trotz Zugabe von Malz.
Also vergesst den pH Wert des Wassers und schaut auf den der Maische bzw Würze.
Den Nachguß arbeitet man ganz einfach genau so auf wie den Hauptguß und fertig.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#36

Beitrag von cfarrell » Sonntag 5. Juli 2015, 11:00

Boludo hat geschrieben:Der pH Wert des Wassers vor dem Einmaischen sagt kaum was aus.
Wenn da wenig puffernde Salze gelöst sind, reicht schon ganz wenig Säure um einen großen pH Sprung zu erzeugen.
Sind viele puffernde Salze enthalten, kann der pH Wert stabil bleiben, trotz Zugabe von Malz.
Also vergesst den pH Wert des Wassers und schaut auf den der Maische bzw Würze.
Den Nachguß arbeitet man ganz einfach genau so auf wie den Hauptguß und fertig.
Ich wollte zeigen wie die Leitfähigkeit (nicht pH) des Wassers sich ändert bei Benutzung des Vollentsalzers. Die Zahlen von mir sind nicht in Siemens, wie ich gedacht habe, sonder in ppm. Damit gibt es Faktor 10 Unterschied zwischen vollentsalztes Wasser und 'normales' Wasser (hier bei mir).

Ich verstehe zwar das mit dem pH Sprung bei entsaltzem Wasser und, dass pH von Maische wichtiger ist, aber ich würde schon aufsalzen vor dem Einmaischen.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#37

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 5. Juli 2015, 11:38

cfarrell hat geschrieben:Ich gehe Mal davon aus, bei MgSO4 und CaCl2 2H20, ich kann einfach die errechnete Menge direkt ins Wasser geben. Aber was ist mit CaSO4 'Hemihydrat' gemeint? Kann ich das Zeug genauso 'pur' eingeben?
Wenn du kristallines MgSO4 hast, ja.

Zum Hemy-/Dihydrat habe ich hier schon mal was geschrieben.


Cheers, Ruthard
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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#38

Beitrag von Neisaufdepp » Dienstag 14. Juli 2015, 13:09

Fricky hat geschrieben:Also diese entsalzer filtern nicht in dem sinne.
Es sind ionentauscher. Sprich es werden ionen gegen andere ionen gleicher ladung ausgetauscht. (Als nichtchemiker kann ich das nicht besser erklären, ist nur prinzipiell die funktionsweise). Entweder man hat 2 Säulen, wovon eine für Kationen (positiv geladen) und eine für Anionen (negativ) zuständig ist . Dann gibt's noch mischbett tauscher. Da sind die harze in einer Säule gemischt. Tauscher mit 2 Säulen sind leichter zu regenerieren als mischbett, weil zum regenerieren die Harze erst getrennt werden müssen.

Gruß, Peter
Hallo!
Mein Wasser hat rund 24°dH!
Dunkle malzige Biere sind gut trinkbar, helle hopfige gehen garnicht.
Sind diese Vollentsalzer geeignet für mein Wasser?
Meine Wasserwerte schwanken stark, wird aus 3 Brunnen je nach Verfügbarkeit verschnitten.
Sehe ich es richtig, das das "entsalzte" Wasser einen Leitwert nahe 0 in Siemens haben soll?
Das Aufsalzen wie oben in den Rechnern beschrieben hab ich verstanden.
Bitte keine Vorschläge mit Kalkmilch etc., ist mir zu aufwändig und ungenau (Ergebnis für mich nicht messbar).

Grüße und Danke!

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#39

Beitrag von cfarrell » Dienstag 14. Juli 2015, 13:17

Neisaufdepp hat geschrieben:Mein Wasser hat rund 24°dH! Dunkle malzige Biere sind gut trinkbar, helle hopfige gehen garnicht. Sind diese Vollentsalzer geeignet für mein Wasser?
Ich denke schon. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Unterschied macht ob du 12°dh oder 24°dh hast. Die Geschwindigkeit bei der du das Wasser durch das Gerät fliessen lässt dagegen schon. Max 60l/Stunde sollen durch. Bei sehr hartem Wasser würde ich zu deutlich weniger tendieren.
Neisaufdepp hat geschrieben:Sehe ich es richtig, das das "entsalzte" Wasser einen Leitwert nahe 0 in Siemens haben soll?
Ich habe da einen Fehler gemacht, denke ich. Der Leitfähigkeitsmesser misst (soweit ich das verstehe) in ppm, nicht in Siemens. Es gibt bestimmt eine Umrechnung. Bisher kam ich bei 040 ppm raus, was Faktor 10 weniger als das Quellwasser war.
Neisaufdepp hat geschrieben:Das Aufsalzen wie oben in den Rechnern beschrieben hab ich verstanden. Bitte keine Vorschläge mit Kalkmilch etc., ist mir zu aufwändig und ungenau (Ergebnis für mich nicht messbar).
Vollentsalzen und aufsalzen auf Wasserprofil ist aber auch aufwändig. Vor allem das Ausrechnen. Es wird sich aber lohnen, wenn du lust auf Pils/Helles hast. Am Samstag braue ich damit ein Pale Ale. Das letzte wurde weggeschüttet (mit normalen Wasser gebraut, statt mit Felsquellwasser, eh, aufgesaltzes Wasser).

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#40

Beitrag von Neisaufdepp » Dienstag 14. Juli 2015, 13:23

cfarrell hat geschrieben:
Neisaufdepp hat geschrieben:Mein Wasser hat rund 24°dH! Dunkle malzige Biere sind gut trinkbar, helle hopfige gehen garnicht. Sind diese Vollentsalzer geeignet für mein Wasser?
Ich denke schon. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Unterschied macht ob du 12°dh oder 24°dh hast. Die Geschwindigkeit bei der du das Wasser durch das Gerät fliessen lässt dagegen schon. Max 60l/Stunde sollen durch. Bei sehr hartem Wasser würde ich zu deutlich weniger tendieren.
Neisaufdepp hat geschrieben:Sehe ich es richtig, das das "entsalzte" Wasser einen Leitwert nahe 0 in Siemens haben soll?
Ich habe da einen Fehler gemacht, denke ich. Der Leitfähigkeitsmesser misst (soweit ich das verstehe) in ppm, nicht in Siemens. Es gibt bestimmt eine Umrechnung. Bisher kam ich bei 040 ppm raus, was Faktor 10 weniger als das Quellwasser war.
Neisaufdepp hat geschrieben:Das Aufsalzen wie oben in den Rechnern beschrieben hab ich verstanden. Bitte keine Vorschläge mit Kalkmilch etc., ist mir zu aufwändig und ungenau (Ergebnis für mich nicht messbar).
Vollentsalzen und aufsalzen auf Wasserprofil ist aber auch aufwändig. Vor allem das Ausrechnen. Es wird sich aber lohnen, wenn du lust auf Pils/Helles hast. Am Samstag braue ich damit ein Pale Ale. Das letzte wurde weggeschüttet (mit normalen Wasser gebraut, statt mit Felsquellwasser, eh, aufgesaltzes Wasser).


Danke für deine Antwort.
Ich würde das gesamte Brauwasser in der Pfanne vorlegen und dann solange langsam durch den "Filter" pumpen bis der Leitwert stimmt.
Danach mit laufendem Rührwerk aufsalzen. Wäre für mich der einfachste Weg.
Hat jemand Bedenken!

Grüße!

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#41

Beitrag von Boludo » Dienstag 14. Juli 2015, 13:30

Mein Gefühl sagt mir, dass es schneller geht, wenn du das Wasser nicht im Kreis pumpst, sondern komplett durch den Ionentauscher in einen zweiten Behälter.
Kann mich aber auch irren.

Stefan

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#42

Beitrag von Fricky » Dienstag 14. Juli 2015, 13:40

Neisaufdepp hat geschrieben: Sind diese Vollentsalzer geeignet für mein Wasser?
ja, das geht wunderbar, Du kannst Dein Wasser genau so einstellen wie du es brauchst.
Entweder vollentsalzen und dann entsprechen aufsalzen, oder das vollentsalzte Wasser mit normalem Wasser verschneiden bis die Werte passen. Musst Du halt die Mischung ausrechnen.
Neisaufdepp hat geschrieben: Sehe ich es richtig, das das "entsalzte" Wasser einen Leitwert nahe 0 in Siemens haben soll?
Ja, das sind so 20 bis 30 Microsiemens, je nachdem, wie schnell Du das Wasser durch die Säulen schickst.

Zu bedenken ist allerdings das Regenerieren. Wenn Du mit gefährlichen Stoffen wie Laugen und Säuren nichts am Hut hast und wenn Du keine Erfahrung mit solchen Chemikalien hast, nimm besser eine Umkehrosmoseanlage. Preislich ist nicht viel Unterschied. Ansonsten müssen die Harze halt mit Natronlauge bzw. Salzsäure regeneriert werden, wenn sie verbraucht sind. Wie gesagt, das ist _NICHT_ ungefährlich. Also Handschuhe, Lüftung, Schutzbrille und alte Klamotten sind da Minimum. Desweiteren ist Salzsäure in höheren Kontentrationen nicht unbedingt und überall zu bekommen. Alternativ kannst Du einen Mischbett Vollentsalzer nehmen, den kannst Du aber nicht selber regenerieren.

Die Kapazität der Vollentsalzer wird in Härtelitern angegeben. D.h. Kapazität 10000 Härteliter bedeutet bei Deinem Wasser mit 24°dH, du bekommst ungefähr 416 Liter Wasser vollentsalzt bis die Hatze regeneriert werden müssen. Also lieber nicht zu klein nehmen.

Gruß, Peter.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#43

Beitrag von cfarrell » Dienstag 14. Juli 2015, 13:43

Fricky hat geschrieben:Die Kapazität der Vollentsalzer wird in Härtelitern angegeben. D.h. Kapazität 10000 Härteliter bedeutet bei Deinem Wasser mit 24°dH, du bekommst ungefähr 416 Liter Wasser vollentsalzt bis die Hatze regeneriert werden müssen. Also lieber nicht zu klein nehmen.
Beim Kauf habe ich gleich für ca €25 eine zweite Ladung Harz mitgenommen. Ich denke es ist einfacher und ungefährlicher als mit Lauge zu hantieren. Die Kosten sind da überschaubar, denke ich.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#44

Beitrag von Neisaufdepp » Dienstag 14. Juli 2015, 15:22

Danke!
Das Ding ist gekauft.

Grüße!

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#45

Beitrag von Neisaufdepp » Samstag 26. September 2015, 18:33

Mit was kann man vollentsalztes Wasser aufsalzen um die Restalkalität zu erhöhen (z.B. Weizenbier zwischen 5-10°dH)?

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#46

Beitrag von Boludo » Sonntag 27. September 2015, 08:19

Mit unbehandeltem Rohwasser verschneiden.
Kann man auf MMuM auch ausrechnen.

Stefan

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#47

Beitrag von fufi » Samstag 19. Dezember 2015, 12:45

cfarrell hat geschrieben:
Was ich in nächster Zukunft noch tun werde ist mir zwei Messgeräte anschaffen. Einmal einen Leitfähigkeitsmesser, mit dem ich messen kann wann das Mischharz erschöpft ist. Die Dinger gibt es in verschiedenen Ausführungen und mit verschiedenen Anzeigen. Am praktischsten für mich wäre wohl eine Anzeige von ppm. Beispielsweise dieser hier:
http://www.amazon.de/Apollo23-Digital-P ... %A4higkeit
So ein Leitfähigkeitsmessgerät habe ich letzte Woche gekauft. Meine Ergebnisse (Leitfähigkeit (in Siemens??) waren:

Gemeindewasser: 450
Brunnenwasser: 580
Entsalzt: 040

Ich benuzte den gleichen Entsalzer wie der Threadstarter: http://www.aquarichtig.de/Mischbett-Vol ... filter-Duo - bisher sind ca 100l durchgelaufen.
Ich hab das Gerät seit März und schätze mal, dass da bis jetzt so 500l durchgelaufen sind. Jetzt hab ich endlich so ein Leitfähigkeitsmessgerät und habe mal meine Werte gemessen:

Leitungswasser: 330 uS/cm
Entsalzt: 140 uS/cm

=( Sehe ich das richtig, dass es höchste Zeit ist, das Harz zu tauschen?
Zuletzt geändert von fufi am Samstag 19. Dezember 2015, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#48

Beitrag von Trisman » Samstag 19. Dezember 2015, 13:35

Vielleicht lässt du das Wasser auch zu schnell durchlaufen. Ich brauche für für 50 Liter von ca 600 uS/m auf ca 50 uS/m etwa 70 Minuten.

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#49

Beitrag von fufi » Samstag 19. Dezember 2015, 15:15

ich habs mit 0,5l/min durchlaufen lassen und dann zum testen auch das entsalzte nochmal durch den Entsalzer laufen lassen, danach war ich auf nem Wert von 120

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Re: Wasseraufbereitung mit Vollentsalzer und Brausalzen

#50

Beitrag von Neisaufdepp » Montag 21. Dezember 2015, 06:18

Mein Leitungswasser hat etwa 700 µS und nach 200 Liter durch den Entsalzer steigt der Wert dann auch schon auf über 50 µS. Der Wert steigt dann immer schneller. Kann schon sein das das Harz verbraucht ist. 12,5 EUR für 2,5 Liter Harz sind aber auch nicht teurer als kräftiges Hopfenstopfen!

Mich würde mal interessieren wer für welche Biere mit welchen Salzen auf x mg/L aufsalzt und welche Erfahrungen gemacht hat.

Für helle Biere stelle ich auf ca. 60-70mg Chlorid und ca 70-80mg Sulfat mit Calziumchlorid und Calziumsulfat ein.
Calzium liegt danach dann bei um die 50 mg/Liter. Restalkalität -2°dH. Damit bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. Brauche aber deutlich mehr Hopfen - weiche Wässer = Hopfenfresser.

Für dunkles Bier oder Weizen geht das garnicht, wird zu sauer.
Habe jetzt beim letzten Sud die Restalkalität mit Nartriumhydrogencarbonat (Natron) auf 6°dH erhöt. Die anderen Werte beibehalten.
Das Bier schmeckt etwas eintönig, aber nicht mehr sauer.

Schüttung:
80% MüMa typ 2
10% Pilsner
10% Carahell

gehopft auf 30 Bittereinheiten mit Perle

Hefe: W34/70

Hat einer eine Idee ob vielleicht Magnesium dem Ganzen etwas mehr Charakter gibt?

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