Batch Sparge

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Re: Batch Sparge

#51

Beitrag von gulp » Freitag 13. September 2019, 08:42

Bierbert hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 07:50
Was machst Du mit dem 2°Plato Wasser?
Wegschütten.

Gruß
Peter
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Re: Batch Sparge

#52

Beitrag von Kolbäck » Freitag 13. September 2019, 08:53

gulp hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 08:42
Bierbert hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 07:50
Was machst Du mit dem 2°Plato Wasser?
Wegschütten.
Ja. Oder besser: Gar nicht so schwach werden lassen. Wenn man einen Treber, aus dem nur die Vorderwürze geerntet wurde, mit dem Nachguss aufrührt, dann muss das Verhältnis von Malz/Nachguss schon sehr klein sein, dass da 2°P rauskommen.

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Re: Batch Sparge

#53

Beitrag von Bierbert » Freitag 13. September 2019, 14:24

Bei mir sind es am Ende immer 3°Plato. Wenn das noch genug Geschmack hat, zB. bei einem Baltic Porter, dann habe ich das separat mit Kristallzucker hochgezogen und quasi Partiegyle gemacht. War einfach zu gut zum wegwerfen. Ergebnis war dann auch gut. Ganz anders als das Bier. Aber sehr trinkbar

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Re: Batch Sparge

#54

Beitrag von olibaer » Samstag 14. September 2019, 20:51

Hallo nursbeschde,
nursbeschde hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 21:30
Verstehe ich das richtig, beim batch sparge muss ich nicht auf die Läutergeschwindigkeit achten, also ich kanns richtig laufen lassen?
Auch ein Batch Sparge hebelt die Läuterphysik nicht aus und "richtig laufen lassen" kann man es dann, wenn es gut läuft. Wie immer beim Läutern.

Die geänderten Vorzeichen durch ein Batch Sparge sprechen zwar dafür, dass es nach dem Abzug der Vorderwürze etwas einfacher(schneller) wird, ein Freibrief für ein unsachgemäßes "Hahnen auf", wird dadurch aber nicht erteilt.

Beim Läutern hat der Brauer die Brauerbrille immer auf und er interagiert stetig zwischen Erfahrung und Ist-Zustand. Daran ändert auch ein Batch Sparge nichts - kein Läuterverfahren vermag das zu ändern.
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#55

Beitrag von Max_L » Mittwoch 18. September 2019, 09:13

Jetzt habe ich endlich auch mit dem Oli-Batch-Sparge Verfahren gebraut. Das macht den ganzen Prozess doch entspannter. Letztendlich muss man nur einmal aufpassen. (Die erste freie Sicht auf den Treberkuchen)
Der Rest geht entspannt. :Pulpfiction
Meine Sudhausausbeute ist aber weder gestiegen noch gesunken. Ich hatte sogar erstmalig bei der Rast im Thermoport nach der hälfte gerührt.

Zusammengefasst mag ich dieses Verfahren. Kein ständiges geplätschere, kein kontinuierliches kontrollieren des Treber/Würzehaufens.

Einmal aufpassen, immer mal den Würzefluss im Blick, das wars.

Danke Oli fürs teilen.

Max

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Re: Batch Sparge

#56

Beitrag von monsti88 » Mittwoch 18. September 2019, 09:40

Moin!

Hab das Verfahren auch bei meinem letzten Sud probiert und fand das Läutern so viel entspannter! Über die SHA kann ich nicht viel sagen, da ich am Ende etwas mehr NG als geplant gegeben hatte und dann noch im Grünhopfen einiges hängen geblieben ist. Beim nächsten regulären Sud weiß ich mehr!

Grüße

Monsti
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Re: Batch Sparge

#57

Beitrag von secuspec » Mittwoch 18. September 2019, 17:47

Hallo zusammen,

ich finde das Oli Batch Sparge Verfahren auch hochinteressant, allerdings bin ich im Moment etwas verwirrt und stehe offenbar völlig auf dem Schlauch. :puzz

Wie sieht es mit der Kapazität meines Läuterbottichs aus?

Nehmen wir an ich habe eine geplante Ausschlagmenge von 60 Litern bei 12,65 kg Schüttung mit meinen 80 Liter Töpfen. Der Hauptguss sind 51 Liter, der Nachguss 39 Liter.
Nach Olis Methode würde ich also

1.) Abmaischen und Läuterruhe halten
2.) Trübwürze rückführen bis Klarlauf (Läuterhahn offen)
3.) Weiter über den Grant abziehen (Läuterhahn offen) bis Treber sichtbar wird und in die Würzepfanne pumpen
4.) 20% Nachguss geben -> 7,8 Liter bei weiter geöffnetem Läuterhahn
5.) Treber wird wieder sichtbar -> Läuterhahn wird geschlossen
6.) Restliche 31,2 Liter zugeben und Treberkuchen aufarbeiten ohne Schmatzen
7.) Abziehen über Grant und in die Würzepfanne zum Kochen pumpen.

Klingt soweit einleuchtend.

Ich komme aber auf insgesamt 90 Liter Wasser, was die Kapazität meines Läuterbottichs übersteigen würde. Ist das dann nicht so wie bei einem No Sparge, wo die ganze Nachgussmenge gegeben wird, eben ohne Aufarbeiten des Treberkuchens? Da reduziert sich die erzielbare Ausschlagmenge ja auf das Gesamtfassungsvermögen meines 80 Liter Thermo Läuterbottichs (Würze und Trebervolumen)

Habe ich einen Denkfehler?

Für Eure Hilfe schonmal besten Dank,

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Batch Sparge

#58

Beitrag von olibaer » Mittwoch 18. September 2019, 18:13

Servus Steffen, hallo zusammen,
olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
Dann gebe ich ca.20%(5-6L) vom NG darüber, der Läuterhahn bleibt geöffnet.

Für dein Beispiel:

NG 39 L - 7,8 L Anschwänzmenge vom NG zum VW ausschieben = 31,2 L Restnachguss

Die 31,2 L Restnachguss passen doch locker in den Topf, zumal sie sich das Topfvolumen nur mit dem Treber teilen müssen. Der Rest befindet sich doch schon in der Pfanne bzw. ist abgeläutert.
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#59

Beitrag von secuspec » Mittwoch 18. September 2019, 18:17

olibaer hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 18:13
Servus Steffen, hallo zusammen,
olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
Dann gebe ich ca.20%(5-6L) vom NG darüber, der Läuterhahn bleibt geöffnet.

Für dein Beispiel:

NG 39 L - 7,8 L Anschwänzmenge vom NG zum VW ausschieben = 31,2 L Restnachguss

Die 31,2 L Restnachguss passen doch locker in den Topf, zumal sie sich das Topfvolumen nur mit dem Treber teilen müssen. Der Rest befindet sich doch schon in der Pfanne bzw. ist abgeläutert.
Hi Oli,

ahh - das ist ja genial ! Perfekt, das wird beim nächsten Brautag umgehend ausprobiert ! DANKE ! :thumbsup

Grüße,
Steffen
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Re: Batch Sparge

#60

Beitrag von Max_L » Donnerstag 19. September 2019, 10:29

Sag mal Oli, macht das einen Unterschied ob ich nach dem ersten 20% Nachguss den Treber erstmal nahezu trocken laufen lasse oder beim Sichtbar werden des Trebers den Hahn schließe.
Beim Trockenlaufen wäre halt erstmal alles raus, beim Hahn schließen nachdem ich den Treber sehe habe ich ja noch paar Literchen vom 20% Nachguss drinnen.
Letztendlich doch Jacke wie Hose?

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Re: Batch Sparge

#61

Beitrag von olibaer » Donnerstag 19. September 2019, 18:20

Hallo Max,
Max_L hat geschrieben:
Donnerstag 19. September 2019, 10:29
Sag mal Oli, macht das einen Unterschied ob ich nach dem ersten 20% Nachguss den Treber erstmal nahezu trocken laufen lasse oder beim Sichtbar werden des Trebers den Hahn schließe. Beim Trockenlaufen wäre halt erstmal alles raus, beim Hahn schließen nachdem ich den Treber sehe habe ich ja noch paar Literchen vom 20% Nachguss drinnen. Letztendlich doch Jacke wie Hose?
Letztlich ja, aber:

Wenn der Treber gänzlich trocken läuft habe ich persönlich bedenken, dass sich durch den fehlenden Auftrieb die Spannfeder oder die Bleche mit Grießen, Oberteig und/oder Spelzen verlegen könnten. Diese "Durchflußbegrenzer" bekomme ich aber mit aufhacken oder mit "Treber auf links machen" nicht mehr aus dem System.

Wenn es dumm läuft, ist der anvisierte Vorteil hinsichtlich Geschwindigkeit dahin und daher die Praxis, den Treber immer etwas schwimmen zu lassen und das gesamte Läutersystem stets unter Wasser zu halten.
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#62

Beitrag von Max_L » Freitag 20. September 2019, 10:13

:thumbup :Drink

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Re: Batch Sparge

#63

Beitrag von Kero » Freitag 20. September 2019, 13:18

Von mir auch ein positives Feedback zu Olis Methode, wurde am letzten Brautag ausprobiert und hat gut funktioniert. Lediglich beim "Start"-Nachguss (erste 20%) war ich wohl etwas übereifrig, da hat sich ein Tunnel gebildet (könnte aber auch an 15% Haferflocken gelegen haben). Hab dann schon bei 10% gestoppt und den Batch-NG zugegeben. Trotzdem eine Ausbeute von 65%! Ich werde es wohl öfter so machen, ist echt entspannter.

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Re: Batch Sparge

#64

Beitrag von Archie » Montag 21. Oktober 2019, 20:53

Hallo,
ich habe diesem Thread mit großem Interesse gelesen und ich wollte die Batch Sparge Methode bei meinem nächsten Brauvorgang unbedingt anwenden. Am letzten Sonnabend war es dann soweit, ein Export (Export) wurde gebraut.
olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17

Die Ausbeute erhöht sich deutlich und zeitliche Verluste sind auch keine zu erwarten, da die als erstes gewonnene Vorderwürze schon beinahe kocht, bis der Nachguß zu laufen beginnt - man kann richtig Gas geben mit dem Abzug des Nachguß.
Die beschriebene Erhöhung der Ausbeute war mein Antrieb. Ich kann die Aussage von olibaer bestätigen, meine Ausbeute hat sich um sagenhafte 13%!!! von 60% auf über 73% erhöht. :thumbsup Ich bin begeistert und ich hoffe natürlich, dass ich keinen Rechenfehler begangen habe.

Ich habe aber auch einen zweiten Parameter bei diesem Brauvorgang verändert, ich habe ein anderes Thermometer benutzt und die Temperaturen der Rasten äußerst genau gehalten. Da aber das neue Themometer, genau wie das alte, ein DS18B20 ist glaube ich nicht, dass diese Veränderung zu der starken Erhöhung der Ausbeute geführt hat.
olibaer hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 20:51
Die geänderten Vorzeichen durch ein Batch Sparge sprechen zwar dafür, dass es nach dem Abzug der Vorderwürze etwas einfacher(schneller) wird, ein Freibrief für ein unsachgemäßes "Hahnen auf", wird dadurch aber nicht erteilt.
Auch das kann ich bestätigen. Ungeduldig habe ich beim Nachguss den Hahn optimistisch nach kurzer Läuterdauer weit geöffnet. Das Ergebnis war eine trübere Würze, die gegen Ende des Läuterns wieder klar wurde, aber kein Verstopfen.

Viele Grüße
Archie

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Re: Batch Sparge

#65

Beitrag von Michael Wendt » Montag 21. Oktober 2019, 22:21

Archie hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:53
Ich kann die Aussage von olibaer bestätigen, meine Ausbeute hat sich um sagenhafte 13%!!! von 60% auf über 73% erhöht. :thumbsup Ich bin begeistert und ich hoffe natürlich, dass ich keinen Rechenfehler begangen habe.
Von 60 auf über 73 - dann hattest du sogar eine um mehr als 20 % bessere Ausbeute. [/Klugscheißer-Modus aus] :Drink
„Ah, das schmeckt wie ein richtiges Vierzehnzwanziger“

Meine Anlage: viewtopic.php?f=20&t=12052
Meine Vorstellung: viewtopic.php?f=50&t=11885
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Re: Batch Sparge

#66

Beitrag von Archie » Dienstag 22. Oktober 2019, 00:26

Michael Wendt hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 22:21

Von 60 auf über 73 - dann hattest du sogar eine um mehr als 20 % bessere Ausbeute. [/Klugscheißer-Modus aus] :Drink
Archie hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:53
Ich bin begeistert und ich hoffe natürlich, dass ich keinen Rechenfehler begangen habe.
Da habe ich mich wohl doch verrechnet! :Shocked :Grübel :Ahh

Gruß
Archie

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Re: Batch Sparge

#67

Beitrag von olibaer » Mittwoch 23. Oktober 2019, 02:20

Michael Wendt hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 22:21
Archie hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:53
Ich kann die Aussage von olibaer bestätigen, meine Ausbeute hat sich um sagenhafte 13%!!! von 60% auf über 73% erhöht. :thumbsup Ich bin begeistert und ich hoffe natürlich, dass ich keinen Rechenfehler begangen habe.
Von 60 auf über 73 - dann hattest du sogar eine um mehr als 20 % bessere Ausbeute. [/Klugscheißer-Modus aus] :Drink
Naja Michael,

Archie schreibt ja nicht, dass er eine um x% "bessere Ausbeute" hatte, das war deine Wortwahl, sondern er schreibt, dass sich die (Sudhaus)Ausbeute um 13% erhöht hat. Die ausgewiesene Differenz von 13% in der Sudhausausbeute, im Vergleich vorher/nachher, passt schon so. Wortklauberei.

Auf jeden Fall kann er jetzt ~16,5% mehr Extrakt ausbeuten als zuvor. Das sind satte 130 g Extrakt mehr pro 1000 g Malzschüttung.
Das sind Extraktgewinn in % ... verflixt, schon wieder die Zahl 13 :Wink
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#68

Beitrag von ssegelhorst » Samstag 26. Oktober 2019, 19:22

Ich hab es heute dann auch mal mit batch sparge probiert; mit der Methode nach olibaer. Hat ganz gut funktioniert. Deutlich entspannter, aber durch die zweite Läuterruhe kein riesiger Zeitgewinn. Die SHA war bei mir etas niedriger, etwa 3-5%. Das mag aber auch einem Anteil Weizenflocken geschuldet sein. Werde ich definitiv nochmal ausprobieren und vielleicht auch zu meinem Standard machen.
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Beste Grüße
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#69

Beitrag von ssegelhorst » Sonntag 27. Oktober 2019, 20:19

Was mir noch einfiel, als ich bei Schritt 3 eine Menge Wasser auf den Treiber kippte: wie seht ihr eigentlich das Risiko beim batch sparge eine deutlich größere Menge Sauerstoff in die Würze zu bringen?
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Re: Batch Sparge

#70

Beitrag von afri » Sonntag 27. Oktober 2019, 22:04

ssegelhorst hat geschrieben:
Sonntag 27. Oktober 2019, 20:19
wie seht ihr eigentlich das Risiko beim batch sparge eine deutlich größere Menge Sauerstoff in die Würze zu bringen?
Nicht existent, würde ich mal behaupten. Mit dem NG bringt jeder hier reichlich Sauerstoff ein, über diese oder jene Methode. Wenn du das vermeiden wolltest, müsstest du fortan nurmehr Verderwürzebier brauen.
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Re: Batch Sparge

#71

Beitrag von daleipi » Montag 28. Oktober 2019, 19:45

afri hat geschrieben:
Sonntag 27. Oktober 2019, 22:04
....
Mit dem NG bringt jeder hier reichlich Sauerstoff ein, über diese oder jene Methode...
nicht unbedingt:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ng#p343459

ich mach's aber auch grade nach der Ollli-Sparge-Methode

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Re: Batch Sparge

#72

Beitrag von Sebasstian » Montag 28. Oktober 2019, 21:02

daleipi hat geschrieben:
Montag 28. Oktober 2019, 19:45
afri hat geschrieben:
Sonntag 27. Oktober 2019, 22:04
....
Mit dem NG bringt jeder hier reichlich Sauerstoff ein, über diese oder jene Methode...
nicht unbedingt:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ng#p343459

ich mach's aber auch grade nach der Ollli-Sparge-Methode
Genau. Siehe auch bereits
Beitrag#40
Grüße,
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#73

Beitrag von ssegelhorst » Dienstag 29. Oktober 2019, 08:41

Sebasstian hat geschrieben:
Montag 28. Oktober 2019, 21:02
daleipi hat geschrieben:
Montag 28. Oktober 2019, 19:45
afri hat geschrieben:
Sonntag 27. Oktober 2019, 22:04
....
Mit dem NG bringt jeder hier reichlich Sauerstoff ein, über diese oder jene Methode...
nicht unbedingt:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ng#p343459

ich mach's aber auch grade nach der Ollli-Sparge-Methode
Genau. Siehe auch bereits
Beitrag#40
Ah, Danke! Den Teil habe ich tatsächlich übersehen, als ich den thread las. :)
Bei dem ganzen Geplätscher (das ich sonst tunlichst vermeide) hatte ich schon ein komisches Gefühl. Und jetzt ist das Jungbier im Gärbehälter auch noch dunkler als ich es erwartet hätte... Das wird jetzt aber wohl eher Zufall sein.
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Re: Batch Sparge

#74

Beitrag von matschie » Donnerstag 7. November 2019, 22:37

WIe sieht es beim Batch Sparge, insbesondere bei der Auf-Links-Dreh-Methode mit Läuterruhe und Vorschiessen eigentlich mit dem Maische PH aus? Sollte man den Nachguss anders vorbehandeln?
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Batch Sparge

#75

Beitrag von olibaer » Freitag 8. November 2019, 08:42

Hallo matschie,
matschie hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 22:37
WIe sieht es beim Batch Sparge [...] eigentlich mit dem Maische PH aus?
Zu diesem Zeitpunkt ist doch der Maische-pH längst Geschichte. Die Vorderwürze ist bereits abgezogen und heizt ggf. schon zum Kochen auf.
matschie hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 22:37
Sollte man den Nachguss anders vorbehandeln?
Ich wüsste im Moment nicht, weshalb man gesondert vorgehen sollte.
Es gelten die Einflußgrößen, die für einen Nachguss oder eine Gußführung ganz allgemein gelten (Temperatur, Brauwasserqualität, pH-Wert, Menge, Zeitpunkt).
Gruss
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Re: Batch Sparge

#76

Beitrag von matschie » Freitag 8. November 2019, 08:49

Irgendwas in meinem Hinterkopf sagt mir, dass durch den anderen PH Wert und bei der Methode die "lange Verweilzeit" des Nachgusses im Treberkuchen ungewollte Gerb- und Bitterstoffe gelöst werden können. Aber vielleicht haben sich da auch nur irgendwelche Synapsen falsch verbunden. Ich werde das nochmal nachlesen.
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Batch Sparge

#77

Beitrag von olibaer » Freitag 8. November 2019, 09:06

matschie hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 08:49
Irgendwas in meinem Hinterkopf sagt mir, dass durch den anderen PH Wert und bei der Methode die "lange Verweilzeit" des Nachgusses im Treberkuchen ungewollte Gerb- und Bitterstoffe gelöst werden können.
Das stimmt schon so, dass durch längere Verweilzeiten und höhere pH-Werte mehr unedle Substanzen aus dem Treberkuchen gewaschen werden. Das gilt immer und grundsätzlich.
Batchsparge erhöht doch aber weder den pH-Wert im Vergleich zum herkömmlichen Nachguß, noch verlängert sich die Verweildauer. Im günstigsten Fall verkürzt sich die Läuterdauer insgesamt und das bei zusätzlichem Extrtaktgewinn.
Gruss
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Re: Batch Sparge

#78

Beitrag von secuspec » Freitag 8. November 2019, 09:14

:thumbsup :thumbup Also das Ganze gehört ins Wiki - hat wunderbar funktioniert !
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Re: Batch Sparge

#79

Beitrag von matschie » Freitag 8. November 2019, 09:45

olibaer hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 09:06
Das stimmt schon so, dass durch längere Verweilzeiten und höhere pH-Werte mehr unedle Substanzen aus dem Treberkuchen gewaschen werden. Das gilt immer und grundsätzlich.
Okay, dann war ich da schonmal nicht völlig auf dem Holzweg.
Batchsparge erhöht doch aber weder den pH-Wert im Vergleich zum herkömmlichen Nachguß, noch verlängert sich die Verweildauer. Im günstigsten Fall verkürzt sich die Läuterdauer insgesamt und das bei zusätzlichem Extrtaktgewinn.
Das sehe ich etwas anders - wenn ich herkömmlich den Nachguss gebe, läuft er ja nur einmal mehr oder weniger schnell durch den Treberkuchen.

Bei ca. 30 Liter Volumen und Läutergeschwindigkeit von ca. 1 L/min bleibt das Wasser also ca. 30 Minuten im Treberkuchen.
Wenn ich alles "auf links drehe" und mit dem Läuterwasser vermische, dann Läuterruhe halte (15-20'), dann Trübwürzepumpe (5'), und dann mit 1 L/min läutere, bleibt der Nachguss bis zu 55', also fast doppelt so lange, mit dem Treber in Kontakt.
Oder habe ich da einen Denkfehler?
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Batch Sparge

#80

Beitrag von stefan78h » Freitag 8. November 2019, 11:18

das Thema wäre auch was für die HBcon "Poster Sessions"
Gruß
stefan

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Re: Batch Sparge

#81

Beitrag von Archie » Sonntag 10. November 2019, 18:30

Leider muss ich mich verbessern.
Archie hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:53

Die beschriebene Erhöhung der Ausbeute war mein Antrieb. Ich kann die Aussage von olibaer bestätigen, meine Ausbeute hat sich um sagenhafte 13%!!! von 60% auf über 73% erhöht. :thumbsup Ich bin begeistert und ich hoffe natürlich, dass ich keinen Rechenfehler begangen habe.
Nach dem Abfüllen der Flaschen habe ich festgestellt, dass die Ausschlagmenge von mir viel zu optimistisch geschätzt wurde, obwohl ich sehr genau die eingesetzte Wassermenge und meine Verdampfung bei der Schätzung mit einbezogen habe. Das war der letzte Anstoß für mich, eine Literskala in meine Edelstahltöpfe zu ätzen. Die Schablonen dafür wurden bereits bei Happyhibo bestellt.

Gruß
Archie

stefan78h
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Re: Batch Sparge

#82

Beitrag von stefan78h » Montag 2. Dezember 2019, 09:31

habs gestern mal probiert mit dem "Batch Spark" nach @Olibaer

hat sehr gut und schnell geklappt!
Werde ich jetzt immer so machen.
Gruß
stefan

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Re: Batch Sparge

#83

Beitrag von helles » Samstag 8. Februar 2020, 20:45

Habe heute auch das erste mal Olibaers Methode probiert. Stressfrei und 66% Sudausbeute find ich gut :Smile :Drink .
Das werde ich so beibehalten.

Danke Oli!

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Re: Batch Sparge

#84

Beitrag von Sebasstian » Sonntag 9. Februar 2020, 10:38

matschie hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 09:45
olibaer hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 09:06
Das stimmt schon so, dass durch längere Verweilzeiten und höhere pH-Werte mehr unedle Substanzen aus dem Treberkuchen gewaschen werden. Das gilt immer und grundsätzlich.
Okay, dann war ich da schonmal nicht völlig auf dem Holzweg.
Batchsparge erhöht doch aber weder den pH-Wert im Vergleich zum herkömmlichen Nachguß, noch verlängert sich die Verweildauer. Im günstigsten Fall verkürzt sich die Läuterdauer insgesamt und das bei zusätzlichem Extrtaktgewinn.
Das sehe ich etwas anders - wenn ich herkömmlich den Nachguss gebe, läuft er ja nur einmal mehr oder weniger schnell durch den Treberkuchen.

Bei ca. 30 Liter Volumen und Läutergeschwindigkeit von ca. 1 L/min bleibt das Wasser also ca. 30 Minuten im Treberkuchen.
Wenn ich alles "auf links drehe" und mit dem Läuterwasser vermische, dann Läuterruhe halte (15-20'), dann Trübwürzepumpe (5'), und dann mit 1 L/min läutere, bleibt der Nachguss bis zu 55', also fast doppelt so lange, mit dem Treber in Kontakt.
Oder habe ich da einen Denkfehler?
Hi Matschi,
Ich glaube ein Denkfehler besteht zB darin, dass du davon ausgehst, dass es nach der zweiten Läuterruhe wieder/immernoch 30 Liter sind. Da musst du aber das erste Batch abziehen. D.h. es ist erstens weniger Wasser, dass für diese Zeit Treberkontakt hat (NG Batch 1 ist ja schon mit der Vorderwürze in der Sudpfanne) und zweitens ist auch die Läuterzeit dadurch kürzer, nicht nochmal 30 Minuten.

Ich bin jetzt grade am Läutern und mache es heute zum zweiten mal nach dieser Methode. Mir gefällt's, werd wohl dabei bleiben. In Summe dauert es tatsächlich nicht länger als mit der kontinuierlichen NG Methode die ich vorher angewendet hab.

Übrigens, heute ganz neu, basierend auf Anregung durch deine schon etwas älteren Posts: Läutern mit Pumpe direkt in Sudpfanne ohne Grant. Bisher alles prima geklapt (bin grade bei Läuterruhe 2)!
Grüße,
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#85

Beitrag von matschie » Montag 10. Februar 2020, 11:57

Sebasstian hat geschrieben:
Sonntag 9. Februar 2020, 10:38
Hi Matschi,
Ich glaube ein Denkfehler besteht zB darin, dass du davon ausgehst, dass es nach der zweiten Läuterruhe wieder/immernoch 30 Liter sind. Da musst du aber das erste Batch abziehen. D.h. es ist erstens weniger Wasser, dass für diese Zeit Treberkontakt hat (NG Batch 1 ist ja schon mit der Vorderwürze in der Sudpfanne) und zweitens ist auch die Läuterzeit dadurch kürzer, nicht nochmal 30 Minuten.
Ja, da hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Der Unterschied wäre ja dann beim "normalen" Läutern ca. 30 Minuten (Da insgesamt 30L NG)
Beim "Batch Sparge" wären es 6L (20%) in 6' und anschließend 24L im Batch Sparge, also bei 1L/min, 15' Läuterruhe und 5' Trübwürzepumpen bin ich dann bei 44Minuten - also kürzer als zuerst gerechnet, aber immer noch länger.
Aber gut - scheint ja kein Problem zu sein.

Ich habe das Verfahren die letzten male auch angewendet, bei meinem letzten Sud war ich dann bei >70% SHA.
Übrigens, heute ganz neu, basierend auf Anregung durch deine schon etwas älteren Posts: Läutern mit Pumpe direkt in Sudpfanne ohne Grant. Bisher alles prima geklapt (bin grade bei Läuterruhe 2)!
Freut mich! Ich habe die Methode allerdings noch nie bei "Problematischen" Schüttungen eingesetzt, der Test bleibt aus.
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

Allzeit Gut Sud!
Matthias

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Re: Batch Sparge

#86

Beitrag von olibaer » Dienstag 11. Februar 2020, 00:34

Hallo zusammen,

Nachtrag zum Eintrag #8. Dort steht u.a. zu lesen, Eigenzitat:
"...Kommt der Treberkuchen ein weiteres mal zum Vorschein, schließe ich den Läuterhahn und gebe den Rest vom Nachguß dazu... "

Es bleibt alles wie in #8 beschrieben, nur dass ich mir inzwischen das Schließen des Läuterhahns schenke.
Bleibt die Treberschicht, die direkt an der Feder anliegt in Takt, muss "Trübwürzepumpen" nicht zwangsweise die Folge sein.

Zeigt die Läuterwürze hinsichtlich Trübung dennoch ein anderes Bild, kann man immer noch in die Variante "Trübwürzepumpen" ausweichen.

Hinweis in dieser Sache:
"Trübwürzepumpen" ist Teil des "Vorderwürzeabzugs". "Trübwürzepumpen" unterbricht den Vorgang des "Vorderwürzeabzugs" nicht. Vielmehr bedeutet die Umstellung von Trübwürze auf Vorderwürze nur, dass sich das Zielgefäß ändert. Mehr nicht.
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#87

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 12. Februar 2020, 09:52

olibaer hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 00:34
Bleibt die Treberschicht, die direkt an der Feder anliegt in Takt, muss "Trübwürzepumpen" nicht zwangsweise die Folge sein.
Meinst du damit das du nur den hoeher liegender teil vom beet auch durchmischt? Oder ueberhaupt nicht mehr? Im letzten fall ist mann dann doch wieder bei dem fly sparge, mit nur dem unterschied das der flug kuerzer, einmalig, ist.

Auf der kuechenanlage mache ich es wie du es hier beschreibs, zwei spuehlwassergaben, fertig.

Auf der grossen eigentlich auch, aber da wird durchgemischt weil ich das wasser von unten dazu gebe, was von hilfe ist wenn das beet etwas kompaktiert ist. "Underletting"

Ingo
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