NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

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Patrick1988
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NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#1

Beitrag von Patrick1988 » Freitag 26. Juni 2020, 17:04

Hallo liebe Braumenschen,

ich habe heute in meinem Braumeister 20+ ein NEIPA nach Ferdinand Laudage gebraut. Ich muss sagen, eher schlecht als recht. Sogar eher richtig schlecht... Die Schüttung bestand aus 4,45 KG Pilsner Malz, 0,75 KG Wiener Malz, 0,65 KG Weizenmalz, sowie 0,65 KG Haferflocken... Das ganze bei 21,4 Liter Hauptguss, sowie 13,2 Liter Nachguss, um auf ca. 23 Liter Ausschlagwürze zu kommen. Soviel zu den Hardfacts.

Beim Einmaischen habe ich schon gemerkt, dass das alles irgendwie semiger als sonst war - war auch mein erstes Sud mit Haferflocken. Sprich: Dementsprechend auch erstes NEIPA. Ich habe direkt gemerkt, dass die Pumpe des Braumeisters irgendwie nicht richt "durchgekommen" ist. Es hat nur sehr langsam geplätschert und nur sehr wenig Wasser durch das Malz gepumpt...
Kommt das von zuviel haferflocken im Rezept? Was sind da eure Erfahrungen? Nehmt ihr zarte oder grobe Haferflocken? Schrotet ihr die auch noch zusätzlich?

Im Rezept habe ich eine Kombirast von 66°C (30 MIN), sowie eine Verzuckerungsrast von 72"C (30 MIN) gehabt - nach der letzten Rast war die Jodprobe allerdings noch komplett schwarz/violett... Dann habe ich mir gedacht, ich haue noch eine 69°C Kombirast hinterher, um die Stärke zu lösen, was wahrscheinlich geklappt hat. Diese Rast musste ich fast noch 50 Minuten durchjagen, damit sich was getan hat...

Wie sind eurer Erfahrungen damit? Warum konnte die Pumpe heute nicht wirklich durchpumpen? Muss man Haferflockenrezepte einfach deutlich verlängern, damit sie in Malzrohrsystemen wie dem Braumeister funktionieren? Bin da gerade echt ratlos und riesig enttäuscht von meiner eigenen Brauleistung heute...

Allerbeste Grüße aus Hamburg,

Patrick
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#2

Beitrag von BrauervomRotenBerg » Freitag 26. Juni 2020, 21:47

Hallo
Ich verwende im Braumeister zB beim Stout auch reichlich Haferflocken (1kg, zarte von Kölln, schrote ich mit). Das geht problemlos, daran kann es nicht liegen.
Du hast fast 7kg Schrot auf 21 l Hauptguss, das ist eher das Problem. Ich nehme beim BM+ immer 28l Hauptguss. Dann gehen bis 6,5 kg Schrot oder leicht mehr.

Grüße
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#3

Beitrag von Patrick1988 » Samstag 27. Juni 2020, 09:19

Lieben Dank für die Antwort!

Irgendwie hab ich da einen Knick im Gehirn. Um das Malzrohr war ja immer Wasser und die Heizdrähte waren auch unter Wasser.
Wie meinst du beeinflusst das den Ablauf genau? Nutzt du immer 28 L Hauptguss? Und wieviel Nachguss üblicherweise? Bei wieviel Ausschlagwürze?

Freue mich über Antwort!
Liebe Grüße aus HH,
Patrick
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#4

Beitrag von BrauervomRotenBerg » Samstag 27. Juni 2020, 13:28

Hallo
Du hattest ja geschrieben, daß die Pumpe nicht genug Wasser durch das Malz gepumpt hat. Eventuell war das Malz im Malzrohr also „zu dicht“.
Wenn ich 28l Hauptguss nehme, dann läuft das Malrohr beim einmaischen fast über. Ich rühre kräftig beim einmaischen und verwende ein Distanzrohr. So erhalte ich eine lockere Eher flüssige Schrot-Wassermischung im Malzrohr. Da kommt die Pumpe gut durch, es gibt keine Fontänen. Auch nicht mit Haferflocken.
Siehe : https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... raumeister

Ich hatte überlegt, dass bei wenig Wasser Und viel Malz Und evtl ohne Distanzrohr das Malzrohr eher mit einem Dicken „Kuchen“ gefüllt ist, bei dem sich die Pumpe dann schwer tut.

Grüße
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#5

Beitrag von hobipivo » Samstag 27. Juni 2020, 23:02

Hallo Patrick,
ich kann die Erfahrung vom "BrauervomRotenBerg" bestätigen, an der Haferflockenzugabe liegt es nicht, egal ob fein oder grob.
Die Malzmenge für den Braumeister 20L wird von Speidel mit max. 6kg angegeben. Erst mit dem LOB-Kit können 7kg verwendet werden.
Weiters würde ich auch ein Distanzrohr empfehlen, damit das Malz nicht von den Sieben verdichtet wird.
Gruß
Christian
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#6

Beitrag von Patrick1988 » Samstag 27. Juni 2020, 23:52

Lieben Dank für eure Antworten! Ich bin allerdings aus dem „Distanzrohr“ noch nicht richtig schlau geworden. Kannst du das einmal genauer erläutern? Wo gibts das? Was ist das genau?
Und du nutzt immer 28L Hauptguss? Wieviel Nachguss denn dann meist?

Beste Grüße! :Drink
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#7

Beitrag von Patrick1988 » Samstag 27. Juni 2020, 23:59

Edit: Habe es beim Zapfanlagendoktor auf der Website gefunden. Das hält quasi einfach die Siebe auf Distanz, richtig? So habe ich also eine lockerere Malzmasse? Eigentlich Ja sehr easy. Und das funktioniert gut? Dann scheinen die knapp 20 Euro ja gut angelegt!
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#8

Beitrag von BrauervomRotenBerg » Sonntag 28. Juni 2020, 00:14

Ich benutze fast immer stur 28 l Hauptguss und 10 l Nachguss. Eigentlich immer gleich. Die Stammwürze reguliere ich über die Malzmenge (KBH). Nur bei extremen oder Außergewöhnlichen Suden weiche ich davon ab.

Distanzrohr lohnt sich.
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#9

Beitrag von hobipivo » Sonntag 28. Juni 2020, 09:22

Hallo Patrick,
Distanzrohr: Vielleicht kann dir jemand von einem Edelstahlrohr mit 16-18mm Innendurchmesser ein Stück von 288mm Länge abschneiden.
Weiters - nicht zu fein schrotten: Walzenabstand bei der Mühle auf 1,6mm einstellen.
Gruß
Christian
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#10

Beitrag von Patrick1988 » Sonntag 28. Juni 2020, 20:41

Lieben Dank für eure Antworten! Habe mir heute mal den Riesen-Braumeister thread angeschaut, trotzdem aber noch eine doofe Frage.
Wie rechnet ihr generell die Rezepte auf euren Braumeister um? Habe nun sehr oft von Brauern gelesen, die einfach pauschal immer eine Menge X an Hauptguss nehmen... :Drink
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Re: NEIPA im Braumeister - Fragen und Probleme...

#11

Beitrag von Patrick1988 » Montag 29. Juni 2020, 10:50

Update:
Aus diversen Threads und Beiträgen habe ich jetzt ein Mittel rausgelesen... Habe den KBH nun so eingestellt, dass er beim nächsten Sud von 25,5 L Hauptguss + 7 L Nachguss ausgeht. Dazu noch eine Nachgusskorrektur von -2 L... Sieht erstmal recht gut aus...
Mal schauen, ob die neue Hauptgussmenge + Distanzrohr so richtig was bringt!
Wenn ich nach einem alten Post (im Braumeister Tuning Thread) von Ruthardt gehe, dann freue ich mich richtig auf das Maischen mit Distanzrohr. Müsste dann ja alles wunderbar durchgeschüttelt werden!
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