Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

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Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#1

Beitrag von slimcase » Mittwoch 3. März 2021, 23:56

Hallo Freunde,

ich habe heute mit meiner noch recht frischen neuen Brauanlage ein Müncher Helles versucht und bin statt der erwarteten 12% bei 17,5% gelandet und frage mich jetzt woran das liegen könnte!? Lieber zu hoch als zu niedrig und mit Wasserverdünnung komme ich ja auf die 12% aber könnt ihr mir vlt einen Tip geben wie ich direkt auf die 12% gekommen wäre ?

Ich habe vor kurzem noch im Einkochtopf gebraut und bin damit immer recht stimmig auf die erwartete Stammwürze gekommen. Seit kurzem verwende ich einen 50L Maischetopf mit Läuterfreund und einen Einkochtopf für den Nachguss. Der Nachguss läuft direkt in den Maischetopf sobald der Treber dort leicht trocken wird. Gekocht wird in einer 70L Pfanne.

Ich habe mein Brauwasser am Tag zuvor abgekocht und am Brautag selbst mit Milchsäure behandelt. Nach dem Maischen bin ich auf 5,5 Ph gelandet.

Mein Rezept:
Ziel:
Ausschlagwürze 45,0 Liter
Stammwürze 12,0 °P
Alkohol 4,9% vol

Wasser:
Gesamt: 56,5 Liter
Hauptguss: 35 Liter
Nachguss: 21,5 Liter

Schüttung:
Pilsener Malz 8,09 kg (85,7%)
Carahell 0,90 kg (9,5%)
Carapils 0,45 kg (4,8%)
Gesamtschüttung 9,44 kg

Maischeplan:
Einmaischen 65°C
1. Rast 62°C - 50 min
2. Rast 72°C - 20
Abmaischen 78°C

Hopfen:
Kochzeit: 90 min
Hallertauer Tradition (6,8%) 0 min nach Kochbeginn 38,1 g
Hallertauer Tradition (6,8%) 45 min nach Kochbeginn 14,0 g
Hallertauer Tradition (6,8%) 60 min nach Kochbeginn 21,0 g Whirlpool
Abgeleitet wurde das Rezept von:

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... 3%BCnchner

Über ein paar Ratschläge würde ich mich freuen :)

Gruß

Danilo

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#2

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 4. März 2021, 00:37

Dann hast du mit deiner neuen Anlage eine höhere Sudhausausbeute erreicht als vorher im Einkocher. Und die Auschlagmenge war garantiert auch deutlich geringer als die geplanten 45L. Letzteres liegt dann an einer zu hohen Verdampfungsrate beim Würzekochen. Da kannst du die Heizleistung etwas reduzieren, das muss nicht brodeln wie ein Vulkan. Rollendes Kochen reicht völlig aus.
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#3

Beitrag von slimcase » Donnerstag 4. März 2021, 01:00

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 00:37
Dann hast du mit deiner neuen Anlage eine höhere Sudhausausbeute erreicht als vorher im Einkocher. Und die Auschlagmenge war garantiert auch deutlich geringer als die geplanten 45L. Letzteres liegt dann an einer zu hohen Verdampfungsrate beim Würzekochen. Da kannst du die Heizleistung etwas reduzieren, das muss nicht brodeln wie ein Vulkan. Rollendes Kochen reicht völlig aus.
Hallo Alt-Phex,

dieses Rezept habe ich zum ersten mal gebraut. Vlt wäre ich im Einkocher damit auch so hoch hinaus gekommen ?

Als Verdampungsrate habe ich 2,9 Liter pro Stunde gewählt. Das gilt es vlt mal zu überprüfen :Smile

Ein wenig hat es schon an einen Vulkan erinnert:
vulkan.JPG

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#4

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 4. März 2021, 01:02

Wieviel Liter sind denn am Ende rausgekommen? 45L können es ja nicht gewesen sein.
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#5

Beitrag von slimcase » Donnerstag 4. März 2021, 11:04

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 01:02
Wieviel Liter sind denn am Ende rausgekommen? 45L können es ja nicht gewesen sein.
Ich kann bisher leider nur schätzen da meine Töpfe noch nicht geätzt sind. Ich habe so einen Durchlaufzähler von Gardene aber den benutze ich nur beim Befüllen der Töpfe mit frischem Brauwasser und traue mich nicht 100 Grad heiße Würze durch das Plastikteil laufen zu lassen. Weniger als 45 Liter sind es ganz bestimmt. Ich würde schätzen 39-41 Liter.

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#6

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 4. März 2021, 11:08

slimcase hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 11:04
Ich würde schätzen 39-41 Liter.
Bei 40L wäre das eine SHA von fast 80% und das ist ziemlich unrealistisch. Sicher das du Messfehler ausschliessen kannst?
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#7

Beitrag von bierfaristo » Donnerstag 4. März 2021, 11:16

Töpfe haben ja im Allgemeinen die angenehme Eigenschaft nahezu zylindrisch zu sein. Du hättest ganz einfach z.B. über dein Braupaddel die Füllhöhe bestimmen können, um darüber auf das Pfannevollvolumen bzw. das Ausschlagvolumen zu schließen.

Insgesamt scheint mir dein Brauwasser etwas wenig zu sein für 45l, aber das kann natürlich auch deiner Anlage geschuldet sein.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#8

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 4. März 2021, 11:34

Der Rezeptberechnung liegen anscheinend 60 % SHA zugrunde. Ich denke wie Bernd, dass die Ausbeute hier besser ausgefallen ist.

Man kann überschlägig davon ausgehen, dass bei einer Gesamtverdampfung von 10 % für 45 l Kaltwürze nach Anwendung eines Korrekturfaktors von 4 % eine Pfannenvollwürzevolumen von ca. 52 l hätte vorhanden sein müssen. Ferner bleiben bei dieser Schüttung ca. 9 l Wasser im Treber zurück. Ein passendes Gesamtgussvolumen hätte demnach 61 l betragen.

Zusammenfassend:
- Im Rezept sind 5 l Guss zu wenig zum Einsatz gekommen
- (Dennoch) höhere Ausbeute als geplant
- Die Verdampfung könnte im ungewohnt kraftvollen Setup höher ausgefallen sein als geplant.

Im Ergebnis findet sich die hohe Konzentration der Ausschlagwürze. Soweit alles nicht überraschend, das wird sich mit besserer Anlagenkenntnis alles einschleifen.

An 39 - 41 l Ausschlag mit 17,5 °P glaube ich indes auch nicht. Würde ich als Messfehler abhaken und keinesfalls als Rechengrundlage heranziehen. Die Sudhausausbeute im ersten Ansatz mal um 5 % höher ansetzen und dann mit sauberer Extrakt- und Volumenbestimmung über die nächsten Sude verfeinern.


Gruß
Andy

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#9

Beitrag von E6903 » Donnerstag 4. März 2021, 18:28

Seit ich das Nachgusswasser im abgeläuterten Treber nochmals zeihen lasse und dies dann abläutere, komme ich auch auf höhere Ausschlagmenge, kann aber dadurch meine Zielstammwürze besser treffen, ohne die Würze zu verwässern.
(Den Nachguss natürlich mindestens 30 Min mitkochen)
Was, wenn Adam ein Bier, statt des Apfels genommen hätte? :Grübel
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#10

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 4. März 2021, 18:37

Hab ich nicht verstanden. Nachgusswasser im abgeläuterten Treber?

Gruß
Andy

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#11

Beitrag von slimcase » Donnerstag 4. März 2021, 18:45

Danke für die vielen Tips und Hinweise.

Ich kann tatsächlich nicht genau sagen wieviel Würze letztendlich mit 17% SW im Gärfass gelandet ist. Das Fass war ziemlich genau halb voll (60L von Speidel) und somit würde ich fast noch sagen dass es weniger als 40L waren. Aber solange ich ich die Würzemengen nicht ganz genau bestimme bleibt es Spekulation und ich werde den Rat beherzigen das Ganze nicht als Referenz zu verwenden.

Der Stammwürzegehalt sollte auf jedenfall gepasst haben. Ich habe mehrfach gemessen und per App die Spindeltemperatur von 20° ins Verhältnis gestellt.

Verdünnt habe ich nun auf 12%. Dafür waren ziemlich genau 12 Liter Wasser nötig. Lässt das vlt Rückschlüsse auf die Würzemenge nach dem Kochen schließen ? Ich bin nicht gerade ein Mathegenie :Mad2

Ich werde beim nächsten Versuch dann den Guss um 5 Liter erhöhen und die Yato Platte ein wenig herunter schrauben. Zusätzlich werde ich mir eine Messlatte für beide Töpfe basteln damit ich die Mengen exakter bestimmen kann :) So mache ich dann hoffentlich einen Schritt in die richtige Richtung :)

Gruß

Danilo

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#12

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 4. März 2021, 18:47

Ladeberger hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:37
Hab ich nicht verstanden. Nachgusswasser im abgeläuterten Treber?
Er meint vermutlich Batch Sparging.
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#13

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 4. März 2021, 18:51

slimcase hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:45
Verdünnt habe ich nun auf 12%. Dafür waren ziemlich genau 12 Liter Wasser nötig. Lässt das vlt Rückschlüsse auf die Würzemenge nach dem Kochen schließen ?
Klar. 17v = 12 * (v+12). Ergibt 28,8 l vor Verdünnung.

Gruß
Andy

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#14

Beitrag von slimcase » Donnerstag 4. März 2021, 18:54

Danke Andy,

28,8l Ausschlagwürze und 56,5l Gesamtguss ? Da kann ja was nicht stimmen.

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#15

Beitrag von Y-L » Donnerstag 4. März 2021, 19:33

Mein erstes Bier hatte damals 2° Plato zu wenig.
Lag bei mir aber zum Glück nur an einem falsch justiertem Refraktometer! :Ahh
Wie und womit hast du gemessen, und bei welchen Temperaturen?
Messe ich heiße und kalte Würze, habe ich gelegentlich bis zu 3 Brix Unterschied.
Das macht mich wahnsinnig. :Shocked

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#16

Beitrag von Braufex » Donnerstag 4. März 2021, 20:24

Servus Danilo,
hast Du eigentlich den Extraktgehalt der geläuterten Würze in Deiner 70l-Sudpfanne und des Glattwassers gemessen?
Wie bist Du auf Deine Nachgussmenge von 21,5 Litern gekommen? Aus dem Rezept?
Die Menge des Nachgusses ergibt sich normalerweise beim Läutern.

Ich persönlich läutere und gebe solange Nachguss, bis das erste der drei folgenden Ereignisse eintritt:

1. Pfanne voll, bei mir sind das 2cm bis unter den Einkocherrand, also 25 Liter.
Bei Deiner großen 70l-Pfanne (im Vergleich zum 50l-Maischetopf) wird das eher nicht passieren.

2. Der Extraktgehalt der geläuterten Würze sinkt auf ca. 10% -15 % unter der gewünschten Stammwürze.
Durch den Verlust beim anschließenden Kochen passt dann auch die Ziel-Stammwürze
Das wären bei gewünschten 12°P ca. 10,4-10,8 % w/w
Ich überwache dies mit einer Läuterspindel; sie ist für 70°C ausgelegt und schwimmt in der geläuterten Würze.
Beim Läutern heize ich die Würze darum in der Pfanne geregelt auf 70°C.

Die verdampfte Menge beim Kochen solltest Du Dir notieren, so kannst Du in Zukunft den Prozess des Kochens besser in die Berechnung beim Planen Deiner Zielstammwürze mit einbeziehen.


3. Der Extraktgehalt des Glattwassers sinkt bis auf 3 % w/w.
Unterhalb wäscht Du Dir verstärkt Gerbstoffe aus dem Treber aus.
Du kannst natürlich aus Qualitätsgründen auch schon früher aufhören (4-5%).

Solange keine der 3 Bedingungen erreicht ist, läutere ich weiter.
Wenn Dein Prozess optimal abgestimmt ist, tritt Punkt 2 und 3 relativ gleichzeitig ein.

Sonderfall:
Falls (bei Pfanne voll) das Glattwasser noch einen hohen Extraktgehalt aufweist (>5%w/w) und ich noch nicht unter 10% der Zielstammürze in der Pfanne habe, hebe ich mir bis zu zwei Liter Glattwassser auf, die ich ganz oder teilweise während des Kochens zugebe. Bis max 30 min vor Kochende.
Dabei achte ich darauf, dass ich nicht nach Kochende unter die Zielstammwürze falle.

Vielleicht hilft Dir der Beitrag für die Zukunft ...

Gruß Erwin

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#17

Beitrag von slimcase » Freitag 5. März 2021, 00:24

Das hilft mir auf jeden Fall und beleuchtet einen Ansatz an den ich noch gar nicht gedacht habe und in meinen Büchern so auch nie beschrieben wurde :)

Ich habe das Rezept von MMuM in den KBH2 eingetragen und da kam dann diese Nachgussmenge zustande. Kann natürlich sein, dass ich auf Grund von Unerfahrenheit den KBH2 falsch bedient habe, das möchte ich nicht ausschließen.

Das Verdünnen auf die richtige Stammwürze ist ja auch nicht sooo schlimm außer, dass die IBUs dann nicht mehr passen. Und das könnte doch auch zum Problem werden wenn man nach deiner Methode läutert ?

Ich habe nachdem die Pfanne voll war nach dem Läutern den Gehalt in der Sudpfanne gemessen, direkt vor dem Kochen. Das Glattwasser ist doch der letzte Rest vom Anschwänzen ? Den fange ich dann mit einem Messzylinder auf und höre auf mit dem Nachguss bei 3-5% ? Zeitgleich sollte der Würzegehalt in der Pfanne dann 10,4-10,8% betragen wenn ich auf 12% kommen will ? Ich hoffe ich habe das so richtig verstanden :D

Den Würzegehalt trifft man auf diese weise wohl ziemlich genau, aber ich befürchte halt das andere Probleme auftreten können wenn vor Braubeginn nicht klar ist wie hoch der Gesamtguss sein wird ? Gerade in Bezug auf Hopfen.

Lieben Gruß

Danilo

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#18

Beitrag von E6903 » Freitag 5. März 2021, 04:11

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:47
Ladeberger hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:37
Hab ich nicht verstanden. Nachgusswasser im abgeläuterten Treber?
Er meint vermutlich Batch Sparging.
Richtig!
Gibt es dafür auch einen deutschen Begriff?
Was, wenn Adam ein Bier, statt des Apfels genommen hätte? :Grübel
:Drink

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#19

Beitrag von Braufex » Freitag 5. März 2021, 06:40

E6903 hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 04:11
Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:47
Er meint vermutlich Batch Sparging.
Richtig!
Gibt es dafür auch einen deutschen Begriff?
Oli nennt es:
olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
... ich bin schon immer ein Batch-Sparger (ich nenne es allerdings den "Treberkuchen komplett auf links machen") :Smile
...
Hier sein Vorgehen:
Batch Sparge

Gruß Erwin

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#20

Beitrag von Braufex » Freitag 5. März 2021, 07:00

slimcase hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 00:24
Ich habe das Rezept von MMuM in den KBH2 eingetragen und da kam dann diese Nachgussmenge zustande. Kann natürlich sein, dass ich auf Grund von Unerfahrenheit den KBH2 falsch bedient habe, das möchte ich nicht ausschließen.
Du musst über mehrere Sude Deine Sudhausausbeute ermitteln.
Das kannst Du z.B. über den KBH, oder auch einfach selber ausrechnen.
Wenn Du den KBH richtig "fütterst", dann stimmt auch Deine Wassermenge ungefähr(!).
Aufgrund von Rohstoffschwankungen oder Unterschiede beim Maischen etc. kann die Ausbeute schwanken.
So sollte die Nachgussmenge eigentlich immer dem jeweiligen Sud angepasst werden.

Das Verdünnen auf die richtige Stammwürze ist ja auch nicht sooo schlimm außer, dass die IBUs dann nicht mehr passen. Und das könnte doch auch zum Problem werden wenn man nach deiner Methode läutert ?
Wenn Du Deine Sudhausausbeute ungefähr kennst und im Griff hast, wird Deine berechnete Ausschlagsmenge ziemlich passen.
Dann verdünnst Du auf Deine gewünschte Stammwürze, Du landest dann aber normalerweise auch bei der berechneten Menge.
Somit passen dann auch Deine IBU.
Ich habe nachdem die Pfanne voll war nach dem Läutern den Gehalt in der Sudpfanne gemessen, direkt vor dem Kochen. Das Glattwasser ist doch der letzte Rest vom Anschwänzen ? Den fange ich dann mit einem Messzylinder auf und höre auf mit dem Nachguss bei 3-5% ? Zeitgleich sollte der Würzegehalt in der Pfanne dann 10,4-10,8% betragen wenn ich auf 12% kommen will ? Ich hoffe ich habe das so richtig verstanden :D
Das Glattwasser ist die letzte, dünne Würze, die beim Läutern gewonnen wird.
Das fange ich nur auf, wenn meine Sudpfanne voll ist und der Extraktgehalt des Glattwassers noch gut über 5% liegt und der Extraktgehalt in der Pfanne noch (in diesem Fall) bei über 10,5 %w/w liegt.
Das sollte allerdings bei Deiner 70l-Pfanne nicht vorkommen ...

Gruß Erwin

Edith hat im letzten Absatz noch inhaltlich detailiert/ergänzt
Zuletzt geändert von Braufex am Freitag 5. März 2021, 09:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#21

Beitrag von Bergbock » Freitag 5. März 2021, 07:21

Wenn Du Deine Sudhausausbeute ungefähr kennst und im Griff hast, wird Deine berechnete Ausschlagsmenge ziemlich passen.
Dann verdünnst Du auf Deine gewünschte Stammwürze, Du landest dann aber normalerweise auch bei der berechneten Menge.
Somit passen dann auch Deine IBU.
Das ist völlig richtig. Besser noch, man berechnet die genauen Hopfenmengen nicht im Vorfeld, sondern erst, wenn man die genaue Menge und Stammwürze bestimmt hat und somit kennt. Dann stimmt es nämlich auf jeden Fall mit Stammwürze und IBUs.

Frank

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#22

Beitrag von Commander8x » Freitag 5. März 2021, 08:39

E6903 hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 04:11
Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:47
Ladeberger hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:37
Hab ich nicht verstanden. Nachgusswasser im abgeläuterten Treber?
Er meint vermutlich Batch Sparging.
Richtig!
Gibt es dafür auch einen deutschen Begriff?
Wozu?

Als waschechter Hobbybrauer englischisiert man sich, so schnell und vollständig wie möglich.

Gruß Matthias
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#23

Beitrag von Braufex » Freitag 5. März 2021, 09:25

Bergbock hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 07:21
Besser noch, man berechnet die genauen Hopfenmengen nicht im Vorfeld, sondern erst, wenn man die genaue Menge und Stammwürze bestimmt hat und somit kennt. Dann stimmt es nämlich auf jeden Fall mit Stammwürze und IBUs.
Servus Frank,
ist natürlich noch besser :thumbup
Man lernt nicht aus ...
Wobei man die genaue Menge und Stammwürze ja erst nach dem Kochen kennt :Wink
Aber da ich meinen Verlust beim Kochen und den damit verbundenen Extraktanstieg ja kenne, kann ich direkt nach dem Läutern abschätzen, was ich nach dem Kochen in der Pfanne hab.
Das wäre dann der Zeitpunkt zum Berechnen und Abwiegen der Hopfengaben.
So passt die Hopfengabe auch bei unerwartet niedrigen oder hohen Ausbeuten beim Maischen.
Klasse Ansatz ...

Gruß Erwin

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#24

Beitrag von Braufex » Freitag 5. März 2021, 09:38

Braufex hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 07:00
Du musst über mehrere Sude Deine Sudhausausbeute ermitteln.
Das kannst Du z.B. über den KBH, oder auch einfach selber ausrechnen.
Hier ein Link zur schnellen und einfachen Berechnung bei MMuM:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... usausbeute
Wichtig: die Ausschlagmenge ist die Menge, die nach dem Kochen in der Pfanne ist, inklusive Trub und Hopfen!
Dabei die Temperatur beachten!
Die Erläuterungen unter der Berechnung sind sehr informativ und sollten auf jeden Fall gelesen werden.

Gruß Erwin

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#25

Beitrag von Bergbock » Freitag 5. März 2021, 09:51

Wenn ich ein Bier mit 13°P haben will, stelle ich die Würze nach dem Läutern auf 13 °P ein. Zusammen mit der genauen Menge an Würze berechne ich die nötigen Hopfenmengen für die angepeilten IBUs.
Im Laufe des Kochens gehen bei mir etwa 4 l Wasser als Dampf raus, davon werden etwa 2 l permanent durch Glattwasser ausgeglichen, die anderen ca 2 l final definiert zugesetzt, um die Stammwürze des Wunsches einzustellen. Das ist, denke ich mal, eine mehr als ausreichende Genauigkeit.
Durch dieses Vorgehen, ist die Hauptvariable die Ausschlagsmenge und nicht Stammwürze oder IBU. War meine SHA besser als gedacht wird es ein Liter mehr, andersrum eben einfach weniger.
Das funktioniert natürlich nur, wenn Du deine SHA relativ gut kennst und nicht komplett daneben liegst.

Frank

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#26

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 5. März 2021, 11:49

E6903 hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 04:11
Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:47
Ladeberger hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:37
Hab ich nicht verstanden. Nachgusswasser im abgeläuterten Treber?
Er meint vermutlich Batch Sparging.
Richtig!
Gibt es dafür auch einen deutschen Begriff?
Nein, nicht das ich wüsste. Umgekehrt gibt es im englischen auch viele nicht übersetzte deutsche Begriffe.
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#27

Beitrag von slimcase » Freitag 5. März 2021, 12:39

Super viele Tips und Hinweise! Da eröffnen sich mich mich auf jeden Fall einige Möglichkeiten meine Sude auf der neuen Anlage besser in den Griff zu bekommen.

Ich werde mir auf jeden Fall auch eine Spindel für 70° bestellen um den Gehalt nach dem Abläutern und den des Glattwassers besser zu ermitteln.

Falls ich dann den Nachguss erhöhe also auf mehr Gesamtwasser komme, kann diese Änderung in den KBH2 eintragen und er passt dann die Menge meiner Hopfengaben an ?

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#28

Beitrag von Ladeberger » Freitag 5. März 2021, 13:08

E6903 hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 04:11
Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 18:47


Er meint vermutlich Batch Sparging.
Richtig!
Gibt es dafür auch einen deutschen Begriff?
Diskontinuierliches Anschwänzen.

Gruß
Andy

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Braufex
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#29

Beitrag von Braufex » Freitag 5. März 2021, 14:03

slimcase hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 12:39
Falls ich dann den Nachguss erhöhe also auf mehr Gesamtwasser komme, kann diese Änderung in den KBH2 eintragen und er passt dann die Menge meiner Hopfengaben an ?
Stell diese Frage mal in den KBH-Thread, da wird Dir sicher besser geholfen

Gruß Erwin

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olibaer
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#30

Beitrag von olibaer » Freitag 5. März 2021, 14:23

Hallo zusammen,

ich versuche das hier gesagte noch mal einzusammeln. Vielleicht kommt ja eine brauchbare Übersetzung für "batch sparging" dabei heraus.
Grundsätzlich wird eine berechnete oder vorgegebene Gesamgussmenge in Hauptguss und Nachguss aufgeteilt:

Während der Hauptguss zumeist diejenige Wassermenge repräsentiert, die zum Einmaischen der Gesamtschüttung vorgelegt und angewärmt wird, repräsentiert die Nachgussmenge denjenigen Anteil vom Gesamtguss, der für das Auswaschen von verbliebenen Extraktmengen aus dem Treber verantwortlich zeichnet.

Im Umfeld "Aufteilung der Nachgussmenge" steht dem Brauer frei, ob er sich lieber in Richtung Qualität oder Quantität orientiert - oder ob für Beides ein goldener Mittelweg gesucht wird. Oftmals werden solche Entscheidungswege auch dadurch beeinflusst, welche Anlage gerade zur Verfügung steht. Jedenfalls macht sich der Brauer Gedanken darüber, ob eine Gesamt-Nachgussmenge nochmals in Teil-Nachgüsse aufgeteilt werden soll(batch sparging), oder eben nicht(no batch sparging).

Die Gussführung im allgemeinen Sprachgebrauch und in Struktur dargestellt:
  • 1. Gesamtguss
    • 1.1 Hauptguss
    • 1.2 Nachguss
      • 1.2.1 (1. Nachguss)
      • 1.2.x (2. bis x. Nachguss)
      • ...
In Worte gefasst:
1. wer die gesamte Nachgussmenge in einem Rutsch in den Läuterbottich gibt, das ist ein sparger(1.2.1)
2. wer die gesamte Nachgussmenge zusätzlich in mehrere Teilnachgüsse aufteilt, das ist ein batch-sparger(1.2.x)
(Ob der Definition, muss ich gerde grinsen)

Jedenfalls hat die getroffene Einteilung nichts damit zu tun, ob zwischenzeitlich der Treber komplett auf links gemacht wird. Das kann in beiden Fällen (1.+2.) gemacht werden - oder eben nicht.

Sinngemäß würde ich batch-sparging mit Nachgussaufteilung übersetzen. Wer den Nachguß nicht in Teil-Nachüsse aufteilt, der betreibt eben kein batch-sparging, oder wie Andy sagen würde: ein Kontinuierliches Anschwänzen.
Gruss
Oli
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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#31

Beitrag von bierfaristo » Freitag 5. März 2021, 14:51

olibaer hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 14:23

...
1. wer die gesamte Nachgussmenge in einem Rutsch in den Läuterbottich gibt, das ist ein sparger(1.2.1)
2. wer die gesamte Nachgussmenge zusätzlich in mehrere Teilnachgüsse aufteilt, das ist ein batch-sparger(1.2.x)
...

1. wäre für mich batch sparging und 2. fly sparging. :Grübel

Edit: Zitat eingefügt, um zu verdeutlichen worauf sich meine Antwort bezieht.
Zuletzt geändert von bierfaristo am Freitag 5. März 2021, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#32

Beitrag von guenter » Freitag 5. März 2021, 15:49

bierfaristo hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 14:51
1. wäre für mich batch sparging und 2. fly sparging. :Grübel
Die Frage war doch nach deutschen Begriffen :Grübel
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#33

Beitrag von bierfaristo » Freitag 5. März 2021, 15:56

Das weiß ich.
Ich habe mich auf Olis Beitrag bezogen.

Edit: Zitat in meinem vorherigen Beitrag eingefügt, um zu verdeutlichen worauf sich meine Antwort bezieht. Günters Einwand ist/war berechtigt.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#34

Beitrag von slimcase » Samstag 6. März 2021, 12:14

Braufex hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 14:03
slimcase hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 12:39
Falls ich dann den Nachguss erhöhe also auf mehr Gesamtwasser komme, kann diese Änderung in den KBH2 eintragen und er passt dann die Menge meiner Hopfengaben an ?
Stell diese Frage mal in den KBH-Thread, da wird Dir sicher besser geholfen

Gruß Erwin
Ich teste es einfach mal aus :) wieder mal danke für die Zusammenfassung Erwin!

Gruß

Danilo

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#35

Beitrag von spaddel » Samstag 13. März 2021, 09:05

slimcase hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 12:39
Ich werde mir auf jeden Fall auch eine Spindel für 70° bestellen um den Gehalt nach dem Abläutern und den des Glattwassers besser zu ermitteln.
Besorg Dir doch einfach ein Refraktometer 🙂

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#36

Beitrag von gulp » Samstag 13. März 2021, 09:50

slimcase hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 12:39
Super viele Tips und Hinweise! Da eröffnen sich mich mich auf jeden Fall einige Möglichkeiten meine Sude auf der neuen Anlage besser in den Griff zu bekommen.

Ich werde mir auf jeden Fall auch eine Spindel für 70° bestellen um den Gehalt nach dem Abläutern und den des Glattwassers besser zu ermitteln.

Falls ich dann den Nachguss erhöhe also auf mehr Gesamtwasser komme, kann diese Änderung in den KBH2 eintragen und er passt dann die Menge meiner Hopfengaben an ?
Eine Läuterspindel ist immer eine gute Idee: https://stixbraeu.de/tipps-und-tricks/s ... einstellen

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#37

Beitrag von slimcase » Samstag 13. März 2021, 11:57

Muss beim Refraktometer keine Temepratur der Würze beachtet werden ? Die paar Tropfen die auf das Glas kommen werden ja sehr schnell ihre Temperatur verändern sodass man wohl unmöglich sagen kann wieviel grad die paar Tropfen Würze nach einer Minute haben ?

Gruß

Danilo

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Re: Viel zu hoher Stamwürzegehalt. Zuviel Malz oder zu wenig Wasser ?

#38

Beitrag von guenter » Samstag 13. März 2021, 12:04

Ich kühle erst die Würze in der Pipette, die halte ich unter kaltes Leitungswasser. Damit habe ich annähernd Raumtemperatur. Reicht zum abschätzen völlig aus. Exakte Werte ermittle ich später mit Easy Dense.
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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