Niedrige SHA mit Mundschenk XXL nach Umstieg auf Mattmill Master

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Pala123
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Niedrige SHA mit Mundschenk XXL nach Umstieg auf Mattmill Master

#1

Beitrag von Pala123 » Sonntag 21. März 2021, 17:05

Hallo zusammen,

Ich bin seit ca. 3 Jahren im Braugeschät und habe Dank dieses Forum hier einiges in meinem Brauprozess verbessern können.
Dafür möchte ich mich schonmal vorab bei allen die hier mitdiskutieren bedanken :thumbsup

Nach und nach habe ich auch mein Equipment aufgerüstet und habe seit der letzen Änderung leider ein Problem mit der SHA.
Ich benutze ein Malzrohrsystem, einen Mundschenk XXl zum Maischen und Läutern. Bisher hatte ich bei meinen Suden immer eine SHA von ca. 55%. Geschrotet habe ich mein Malz mit einer Gusseisen Scheibenmühle handbetrieben.

Da ich speziell für‘s schroten aufrüsten wollte (ich war es Leid die Handkurbel zu benutzen :crying ) habe ich mir eine Mattmill Master gegönnt und bin von der Verarbeitungsqualität begeistert! Jedoch beginnt hier mein Problem, bei dem ich nun um Erfahrungen/Hinweise von euch erhoffe.

Die ersten zwei Sude (Mais Lager und ein Helles) mit der Mattmill liefen soweit wie gewohnt und ich bin auf ähnliche SHA‘s gekommen. Walzeneinstellung waren immer teilweise mit 1,3mm und 1,1mm Abstand.

Die letzten 2 Versuche gingen aber leicht daneben was die Ausbeute angeht.
Die Schüttungen und Rasten sind meine gewohnten Rezepte, welche schon mehrfach erfolgreich gebraut wurden. Wenn das hilft poste ich die natürlich gerne noch. Ich vermute aber den Fehler woanders, weswegen ich mich mal auf die anderen Prozessänderungen konzentriere.
Helles Weizen (60% Weizenmalz, 40% Wiener) 9,2kg : 40l Ausschlag, geplante Stammwürze 12P, bekommen habe ich 9P.
Dachte evtl. habe ich den Fehler gemacht die Malze vor dem Schroten gemischt zu haben und das dadurch das Weizenmalz nicht richtig aufgebrochen wurde. Also neuer Versuch dieses Mal Weizenmalz getrennt geschrotet.

Weizen IPA (50% Weizenmalz, 40% Pale Ale Malz, 10% Cara Hell) 8,8kg : 40l Ausschlag, komme immer ca. auf 11,5-12P, Ergebnis gestern abend 8P :Shocked .
Geschrotet habe ich dieses Mal das Weizenmalz mit 1,1mm, den Rest mit 1,3mm Einstellung der Mattmill und dachte damit sollte es passen.

Gibt es da Erfahrung von anderen Malzrohrsystemnutzern mit der Mattmill welche Einstellungen hier sinnvoll sind?
Zusätzlich beschäftigt mich gerade die Tatsache, dass die zwei ersten Sude ohne Weizenschüttung soweit eigentlich meine angepeilte Zielstammwürze erreicht haben. Für die letzten 2 Sude habe ich einen neuen Sack Weizenmalz geöffnet. Kann es am Malz liegen? Überlege gerade einen neuen Sud zu planen und dafür nochmal Weizenmalz von einer anderen Mälzerei als Test zu machen.

Grüße,
Steffen
Zuletzt geändert von Pala123 am Sonntag 21. März 2021, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

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guenter
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Re: Niedrige SHA nach Umstieg auf Mattmill Master bei Malzrohrsystem, Mundschenk XXl

#2

Beitrag von guenter » Sonntag 21. März 2021, 18:19

Beim Braumeister werden sogar 1.6 mm Walzenabstand empfohlen, egal welche Mühle. Bei 60% Weizenanteil ist das Läutern so oder so nicht einfach (aber machbar).

Ich habe auch eine Master und den Braumeister 10. Der Walzenabstand ist eins höher als die mittlere Stufe (Standard), ich meine, das sind 1,45 mm. Das mache ich nur bei Weizenbier, ansonsten bleibe ich beim Standard. Allerdings habe ich nur 50% Weizenanteil.

Ich vermute, dass bei dir der Mehlanteil viel zu hoch ist.

Allerdings solltest du den Titel anpassen und auf dein Brausystem hinweisen. Generell treten solche Probleme bei der Master nicht auf
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Niedrige SHA nach Umstieg auf Mattmill Master

#3

Beitrag von Frank-99 » Sonntag 21. März 2021, 18:37

Hallo,
Ich gehöre zwar auch zu den BM Nutzern, da dieser aber auch ein Malzrohrsystem ist muss ich sagen dass meine SHA bei zu feinem Schrot deutlich in die Knie geht. Daher nutze ich die MattMill Master auf einer gröberen Einstellung. Walzenverstellung +1 nach oben eingestellt. Damit fahre ich sehr gut und hole mit all meinem Equipment das ich zum BM50 nutze Mittlerweile eine SHA von 60 und mehr raus.
Noch eine kleine Anmerkung... Die Überschrift zu diesem Beitrag finde ich eher unglücklich gewählt.

Probier mal eine etwas gröbere Einstellung als die von Dir eingestellte.

Gruß
Frank

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Rumborak
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Re: Niedrige SHA nach Umstieg auf Mattmill Master

#4

Beitrag von Rumborak » Sonntag 21. März 2021, 18:38

Hi,

ich würde den Fehler woanders suchen.
Gerade die MM Master bietet mit dem 1,45mm - 1,6mm Walzenabstand beste Voraussetzungen für Malzrohrsysteme.

Und mit 1,1mm Weizenmalz für Malzrohrsysteme schroten ist nicht gerade zielführend...da sind Kanalbildungen durch den hohen Mehlanteil und die fehlenden Spelzen vorprogrammiert.

Für meinen Brauheld 15 und den Mundschenk XXL nutze ich die Einstellung 1,3mm bis 1,6mm der MattMill Master. Dies hat bei mir zu deutlich verbesserten SHA's geführt. Wobei ich mein Malz konditioniere und per Hand schrote.

Vlt. hilft dir das ja weiter.

VG
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Pala123
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Re: Niedrige SHA mit Mundschenk XXL nach Umstieg auf Mattmill Master

#5

Beitrag von Pala123 » Sonntag 21. März 2021, 18:50

Danke für den Hinweis. Ich habe den Titel mal angepasst um Missverständnisse zu vermeiden. Hoffe das passt jetzt.

Oh, in diese Richtung habe ich noch nicht gedacht... Ich war eher auf dem Trichter eher zu grob geschrotet zu haben. Habe versucht das Schrotbild vgl. wie meine Scheibenmühle hin zu bekommen. Das mit dem Mehlanteil hatte ich irgendwie ignoriert :Ahh
Läutern ging trotz der feinen Schrotung gerade noch so. Mit NG ca. 1,5h geläutert.

Danke für die Hinweise! Das werde ich beim nächsten Mal versuchen und die Einstellung gröber wählen. Manchmal hilft das beste Equipment nicht wenn man es falsch verwendet. :thumbup :Drink

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