1. Brautag

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Philippinenbrauer
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1. Brautag

#1

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 02:18

Moin Leute, ich habe heute meinen ersten Brautag und hätte Fragen an Euch:

Kann ich das Braurezept was ich geschrieben habe so machen?

Insbesondere die Rasten, kann ich das so wie beschrieben machen und zwischen den Rasten einfach weiter Aufheizen bis zur nächsten Rast? Klar, rühren nicht vergessen...


Brau Konzept für 17 Liter „Helles“, fertiges Bier.

Zutaten:
4,1 kg Wiener Malz und 200g Carapils Malz

Wasserqualität:
Wasser halb aufbereitetes (Gefiltert) und halb destilliertes Wasser.
PH Wert Sollwert: PH Wert Istwert gemessen:
(Messen 10 min nach dem Einmaischen.)

Einmaischen:
14 l Wasser in dem Topf auf 60°C erwärmen.
Maische Einfüllen, gut rühren.
5 min rühren und mit 2 Liter zusätzlichem heißem oder kalten Wasser die Temperatur auf 57°C einstellen.

1.Rast: 57 °C für 10 min
Deckel drauf und gut verpackt 10 min stehen lassen. (Nicht reinschauen)

2.Rast: 62 °C für 30 min
Deckel drauf und gut verpackt 30 min stehen lassen. (Nicht reinschauen)

3.Rast: 72 °C für 20 min
Deckel drauf und gut verpackt 20 min stehen lassen. (Nicht reinschauen)

Jodprobe:
Jodprobe machen.
Ggf. weitere 10 min Kochen

Abmaischen: 78 °C

Abläutern:
Nach den insgesamt 60 min die Würze in den Läuterbottich schöpfen.

Nachguß:
In einen Topf 12 Liter Wasser erhitzen auf 75 Grad und in den Läuterbottich auf eine gelochte Kelle vorsichtig giessen.

Läuterruhe:
10 min stehen lassen.
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der
Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf giessen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.

Aufheizen:
Messung in Plato vor dem Kochen:
Dann 70 min kochen. Sollten ca. 17 Liter übrigbleiben.

1. Hopfengabe:
(Alpha Werte? Sollwert?)
Saazer Hopfen 18g bevor es zu kochen beginnt.

2. Hopfengabe:
(Alpha Werte Sollwert?)
Dann 40 min nach Kochbeginn nochmals 8g Tettnanger Hopfen dazu. Und noch 30 min weiterkochen.
Kochzeit insgesamt 70 min.

Messung Restextrakt nach dem Kochen:
Stammwürze messen, Sollwert: 12 bis 13 °Plato
Falls zu viel. Mit dest. Wasser verdünnen bis gewünschte Stammwürze erreicht.

Whirlpool
Umschlauchen in Gärbehälter (Keg)

Abkühlen:
Möglichst schnell auf 12°C Kühlen im vorgekühlten Kegerator.

Hefegabe:
Wenn 12°C erreicht die Hefe hinzu, Saflager W 34/70,
etwa 20g mit 200ml Wasser von 23°C rehydrieren. Nach dem rehydrieren Hefesuspension auf 10°C kühlen und dann zur Würze geben.
Innerhalb 48 Stunden sollte die Gärung beginnen.

Temperaturerhöhung:
Gärtemperatur 12 Grad C
Alle 3 Tage die Temperatur um 1 °C erhöhen für bis Zieltemperatur 14° C erreicht sind.

Zwischenmessungen:
7 Tage nach der Hefegabe zum ersten Mal eine Messung durchführen in Brix bzw. Plato
Danach alle weiteren 7 Tage.
Mit Glas oder einen Spindelzylinder und die Spindel. Wichtig alles abkochen und reinigen, was mit dem Jungbier in Berührung kommt. Probe etwas stehen lassen, damit das CO2 entweichen kann, das sich bereits im Bier gebildet hat.

Lagerung und Karbonisierung:
Gärung zu Ende
Umfüllen in ein neues Keg. Wichtig! ohne die Hefe die sich am Boden abgesetzt hat mitzunehmen.
Zuletzt geändert von Philippinenbrauer am Freitag 10. September 2021, 09:28, insgesamt 6-mal geändert.

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Re: 1. Brautag

#2

Beitrag von Braufex » Freitag 10. September 2021, 07:00

Philippinenbrauer hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 02:18
3.Rast: 72 °C für 20 min
Deckel drauf und gut verpackt 20 min stehen lassen. (Nicht reinschauen)

Abmaischen: 78 °C
Was mir bei kurzer Durchsicht auffällt:
Jodprobe nach der 72°C Rast nicht vergessen!
Wenn Jodnormal, kann abgemaischt werden, ansonsten einfach im Abstand von 10min nochmal prüfen.
Das Aufheizen auf 78°C ist nicht nötig.

Gruß Erwin

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Re: 1. Brautag

#3

Beitrag von emjay2812 » Freitag 10. September 2021, 07:08

Da ist soviel falsch.

1. Das runterkühlen auf 57°C ist unnötig.
Maische mit 16 Litern Hauptguss ein. Die Temperatur sollte dann bei ca. 62°C liegen.

2. Während der Rasten rühren, das hast du richtig erkannt.

3. Du gibst nach dem Maischen die gesamte Würze in dein Läutergefäß. Lässt das Ganze 20. Minuten stehen (Läuterruhe) und gibst dann die 12 Liter Nachguss vorsichtig nach und nach über den Treber. Wie läuterst du überhaupt? Du solltest ein Gefäß mit Hahn und Läutervorrichtung haben, so das die Würze dann in ein zweites Gefäß ablaufen kann. Die ersten Liter fängt man auf und gibt sie wieder über den Treber, bis die Würze klarläuft.

Hopfenmengen kann man z. B. mit dem kleinen Brauhelfer berechnen. Dann weiß man wievielt man braucht.

14°C ist meiner Meinung nach zu warm für untergärig. Das erste Bier würde ich obergärig mit einer neutralen Hefe wie Nottingham oder US 05 vergären Untergärig ist Tricky.

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Re: 1. Brautag

#4

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 07:56

Braufex hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 07:00
Philippinenbrauer hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 02:18
3.Rast: 72 °C für 20 min
Deckel drauf und gut verpackt 20 min stehen lassen. (Nicht reinschauen)

Abmaischen: 78 °C
Was mir bei kurzer Durchsicht auffällt:
Jodprobe nach der 72°C Rast nicht vergessen!
Gruß Erwin
Hab die Jodprobe vergessen hehehe

Bin im Moment bei der Läuterruhe und anschliessenden Nachguss…

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Re: 1. Brautag

#5

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 08:05

emjay2812 hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 07:08
Da ist soviel falsch.

1. Das runterkühlen auf 57°C ist unnötig.
Maische mit 16 Litern Hauptguss ein. Die Temperatur sollte dann bei ca. 62°C liegen.

2. Während der Rasten rühren, das hast du richtig erkannt.

3. Du gibst nach dem Maischen die gesamte Würze in dein Läutergefäß. Lässt das Ganze 20. Minuten stehen (Läuterruhe) und gibst dann die 12 Liter Nachguss vorsichtig nach und nach über den Treber. Wie läuterst du überhaupt? Du solltest ein Gefäß mit Hahn und Läutervorrichtung haben, so das die Würze dann in ein zweites Gefäß ablaufen kann. Die ersten Liter fängt man auf und gibt sie wieder über den Treber, bis die Würze klarläuft.

Hopfenmengen kann man z. B. mit dem kleinen Brauhelfer berechnen. Dann weiß man wievielt man braucht.

14°C ist meiner Meinung nach zu warm für untergärig. Das erste Bier würde ich obergärig mit einer neutralen Hefe wie Nottingham oder US 05 vergären Untergärig ist Tricky.
Habe den Nachguss umgerührt! Fehler!
Die Würze läuft nun aus, in den Kochtopf…

Mein Läuterbottich mit Hexe 😁 Eigenbau…
Dateianhänge
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Re: 1. Brautag

#6

Beitrag von Micha Ale » Freitag 10. September 2021, 08:16

14°C ist meiner Meinung nach zu warm für untergärig. Das erste Bier würde ich obergärig mit einer neutralen Hefe wie Nottingham oder US 05 vergären Untergärig ist Tricky.
Er fängt ja bei 10°C an, und will dann die Temperatur nur alle Tage gradweise anpassen.
Kann man machen, denke ich.
Ich lass es eigentlich immer 2 Wochen bei 9°C und schaue dann, ob sich noch was tut.
Zur not gehe ich dann noch auf 12°C oder wärmer.

An den TE:
Alles gute zum ersten Sud,
super, das das endlich losgeht bei dir :Drink

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Re: 1. Brautag

#7

Beitrag von dieck » Freitag 10. September 2021, 09:06

Die Hexe wirkt übrigens wohl besser wenn man sie nicht rund aussen, sondern in "Brezelform" legt, also das vom Auslass entfernte Ende Richtung Auslass bewegt, so dass sich zwei Schlaufen bilden.

Gut Sud!
20L-Klasse. Einkocher, Läuterhexe im Thermo, 3.5k Induktion, Brew Monk Edelstahl Gärfass, umgebaute Gefriertruhe als Gärschrank, NC-Kegs und Bügelflaschen.

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Re: 1. Brautag

#8

Beitrag von Commander8x » Freitag 10. September 2021, 09:13

Wenn du den Nachguss umgerührt hast : einfach wieder ein paar Minuten warten ohne Rühren, quasi eine kleine Läuterruhe.

Gruß Matthias
-----------------------------------------
Illegitimis non carborundum.

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Re: 1. Brautag

#9

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 11:43

Also der erste Brautag ist noch ganz glimpflich verlaufen. Trotz kleiner Fehler…
Die gekochte Würze befindet sich noch im Kochtopf bis morgen
früh (Zeit hier jetzt kurz vor 18:00 Uhr, 6 Stunden voraus).

Es sind jetzt noch etwa 20 Liter Würze im Topf…
Stammwürze 13 Brix

Ich bin nicht unzufrieden…😄

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Re: 1. Brautag

#10

Beitrag von ggansde » Freitag 10. September 2021, 11:49

Ohne Hefe?
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: 1. Brautag

#11

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 12:21

Ja muss abkühlen das dauert. Haben hier ständig um 30 Grad Lufttemperatur dadurch dauerts halt länger…
Mit der Hefe dann morgen früh…

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Re: 1. Brautag

#12

Beitrag von OS-Schlingel » Freitag 10. September 2021, 14:10

Super hinbekommen!
Toll gemacht. Die Routine und Erfahrungen kommen mit den nächsten Suden.

Die Anmerkung von Markus interpretiere ich mal für dich zum besseren Verständnis.

Zwischen 30-40°C sind die Bierschädlinge verstärkt unterwegs. Ohne Hefezugabe ist die Würze schutzlos, daher möglichst schnell mit der Temperatur runter.

....und jetzt nicht jede Stunde den Gärbehälter öffnen um zu sehen, ob die Hefe schon aktiv ist....

Gruß Stephen
Or kindly when his credit's out
Surprise him with a pint of Stout
:Smile

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Re: 1. Brautag

#13

Beitrag von Sebasstian » Freitag 10. September 2021, 14:24

Welche Temperatur hat die Würze im Topf noch? Du planst ja im vorgekühlten Kegerator runter auf 12°C zu kommen. Fang doch möglichst bald damit an. Erst im Topf auf phillipinische Umgebungstemperatur und dann erst weiter runter im Kühlschrank zieht das ganze nur in die Länge und erhöht damit die Gefahr einer Infektion.
Also lieber zügig in den kühlen Kühli damit.
Ansonsten scheint alles gut geklappt zu haben. :thumbup
Grüße,
Sebastian

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Re: 1. Brautag

#14

Beitrag von dieck » Freitag 10. September 2021, 15:42

Wenn du recht stabil durchgehend diese Temperaturen hast, bietet es sich an evtl. mal Kveik-Hefen zu probieren, die sich dann da direkt wohlfühlen.
Aber ich weiß natürlich nicht, ob du die auf den Philippinen gut bekommen kannst.
20L-Klasse. Einkocher, Läuterhexe im Thermo, 3.5k Induktion, Brew Monk Edelstahl Gärfass, umgebaute Gefriertruhe als Gärschrank, NC-Kegs und Bügelflaschen.

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Re: 1. Brautag

#15

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 21:18

dieck hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 15:42
Wenn du recht stabil durchgehend diese Temperaturen hast, bietet es sich an evtl. mal Kveik-Hefen zu probieren, die sich dann da direkt wohlfühlen.
Aber ich weiß natürlich nicht, ob du die auf den Philippinen gut bekommen kannst.
Danke für den Hinweis, das wäre natürlich gut wenn ich ungekühlt Vergären könnte...

Ich bräuchte dann im Kegerator nicht die beiden Kegs mit gärenden Bier sondern dann käme ich meinem Ziel näher im Kegerator:
1.) Ein Leichtbier mit 4,5 %I
2.) Ein Starkbier mit 6,5 %
3.) Sodawasser, sprich Selterwasser
Zuletzt geändert von Philippinenbrauer am Freitag 10. September 2021, 22:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 1. Brautag

#16

Beitrag von fg100 » Freitag 10. September 2021, 21:26

Philippinenbrauer hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 21:18
dieck hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 15:42
Wenn du recht stabil durchgehend diese Temperaturen hast, bietet es sich an evtl. mal Kveik-Hefen zu probieren, die sich dann da direkt wohlfühlen.
Aber ich weiß natürlich nicht, ob du die auf den Philippinen gut bekommen kannst.
Danke für den Hinweis, das wäre natürlich gut wenn ich ungekühlt Vergären könnte...
Dann wird das aber kein Helles mehr, sondern eher ein fruchtiges Pale Ale.

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Re: 1. Brautag

#17

Beitrag von fg100 » Freitag 10. September 2021, 21:32

dieck hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 09:06
Die Hexe wirkt übrigens wohl besser wenn man sie nicht rund aussen, sondern in "Brezelform" legt, also das vom Auslass entfernte Ende Richtung Auslass bewegt, so dass sich zwei Schlaufen bilden.

Gut Sud!
Das ist das ein Panzerschlauch. Da ist die Empfehlung mit der Brezelform vollkommen "für die Katz".

Nur nebenbei: Das mit der Brezelform ist eigentlich auch nur nötig, wenn man die "alte" Läuterhexe hat, die als Zugfeder ausgeführt wurde und das in Kombination mit einem großen Topfdurchmesser. Bei der "neuen" Hexe sind die Windungen wie beim Läuterfreund als Druckfeder ausgeführt und somit ist ein Spalt immer gegeben. Einzig "Spezialisten" die viel Mehl beim Schroten erzeugen haben dann noch Probleme.

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Re: 1. Brautag

#18

Beitrag von Spittyman » Freitag 10. September 2021, 22:12

dieck hat geschrieben:
Freitag 10. September 2021, 09:06
Die Hexe wirkt übrigens wohl besser wenn man sie nicht rund aussen, sondern in "Brezelform" legt, also das vom Auslass entfernte Ende Richtung Auslass bewegt, so dass sich zwei Schlaufen bilden.

Gut Sud!
Ganz ehrlich, den größten Druckabfall gibt es Richtung Hahn, egal wie du die Hexe legst. Mein Tipp: Etwas Maische am anderen Ende, d.h. in entgegengesetzter Richtung von Hahn vorsichtig wegnehmen und quasi über den Bereich des Hahn anhäufen und im Gegensatz dazu den Nachguss dort hauptsächlich einbringen, wo du die die Maische entnommen hast. Konnte so meine Ausbeute auf jeden Fall steigern.

Gruß
Fabian
Menschen, die bestimmte Biere aufgrund ihrer Herkunft, Brauart oder Farbe als "Hundepisse" bezeichnen, tun mir leid. :thumbdown Es lebe der Geschmack und die Vielfalt in jederlei Hinsicht! :Bigsmile

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Re: 1. Brautag

#19

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 10. September 2021, 22:13

@ fg100
Danke für Deine Hinweise, die mir geholfen haben mein Braukonzept zu schreiben, der erste Brautag hat dadurch gut geklappt :thumbup

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Re: 2. Brautag

#20

Beitrag von Philippinenbrauer » Montag 13. September 2021, 04:22

2. Brautag ist in Sichtweite :-)


Moin Leute, mein 2. Brautag ist nicht mehr weit.
Ich möchte daher mein Braukonzept vervollständigen so das keine Fehler mehr drin sind. Ich bräuchte daher wieder Eure Hilfe...

Ich habe soweit alle Hinweise von Euch im Konzept umgesetzt.

Bei den Rasten gibt es verschiedene Meinungen:
1.) Deckel zu und bis zum nächsten Aufheizen nicht mehr aufmachen.
2.) Rühren
Was wäre richtig?

1. Rast bei 57 Grad C nicht nötig?

Gibt es sonst noch Hinweise über Fehler?


.......................................................................................................

Brau Konzept für 17 Liter „Helles“, fertiges Bier.

Zutaten:
4,1 kg Wiener Malz und 200g Carapils Malz

Wasserqualität:
Wasser halb aufbereitetes (Gefiltert) und halb destilliertes Wasser.
PH Wert Sollwert: PH Wert Istwert gemessen:
(Messen 10 min nach dem Einmaischen.)

Einmaischen:
14 l Wasser in dem Topf auf 58°C erwärmen.
Malz Einfüllen, gut rühren.

1.Rast: 57 °C für 10 min
Deckel drauf und gut verpackt 10 min stehen lassen.

2.Rast: 62 °C für 30 min
Deckel drauf und gut verpackt 30 min stehen lassen.

3.Rast: 72 °C für 20 min
Deckel drauf und gut verpackt 20 min stehen lassen.

Jodprobe:
Jodprobe machen.
Ggf. weitere 10 min Kochen

Abmaischen: 78 °C
Nach den insgesamt 60 min die Würze in den Läuterbottich schöpfen.

Läuterruhe:
10 - 20 min stehen lassen.
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf gießen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.

Nachguß:
Wenn der Flüssigkeitsstand der Würze kurz vor dem Treber ist, bereits 75°C erhitztes Wasser auf gelochter Kelle vorsichtig über den Treber gießen.

Aufheizen:
Messung in Plato vor dem Kochen:
Dann 70 min kochen. Sollten ca. 17 Liter übrigbleiben.

1. Hopfengabe:
(Alpha Werte? Sollwert?)
Saazer Hopfen 18g bevor es zu kochen beginnt.

2. Hopfengabe:
(Alpha Werte Sollwert?)
Dann 40 min nach Kochbeginn nochmals 8g Tettnanger Hopfen dazu. Und noch 30 min weiterkochen.
Kochzeit insgesamt 70 min.

Messung Restextrakt nach dem Kochen:
Stammwürze messen, Sollwert: 12 bis 13 °Plato
Falls zu viel. Mit dest. Wasser verdünnen bis gewünschte Stammwürze erreicht.

Whirlpool
Umschlauchen in Gärbehälter (Keg)

Abkühlen:
Möglichst schnell auf 12°C Kühlen im vorgekühlten Kegerator.

Hefegabe:
Wenn 12°C erreicht die Hefe hinzu, Saflager W 34/70,
etwa 20g mit 200ml Wasser von 23°C rehydrieren. Nach dem rehydrieren Hefesuspension auf 10°C kühlen und dann zur Würze geben.
Innerhalb 48 Stunden sollte die Gärung beginnen.

Temperaturerhöhung:
Gärtemperatur 12 Grad C
Alle 3 Tage die Temperatur um 1 °C erhöhen für bis Zieltemperatur 14° C erreicht sind.

Zwischenmessungen:
7 Tage nach der Hefegabe zum ersten Mal eine Messung durchführen in Brix bzw. Plato
Danach alle weiteren 7 Tage.
Mit Glas oder einen Spindelzylinder und die Spindel. Wichtig alles abkochen und reinigen, was mit dem Jungbier in Berührung kommt. Probe etwas stehen lassen, damit das CO2 entweichen kann, das sich bereits im Bier gebildet hat.

Lagerung und Karbonisierung:
Gärung zu Ende
Umfüllen in ein neues Keg. Wichtig! ohne die Hefe die sich am Boden abgesetzt hat mitzunehmen.
Zuletzt geändert von Philippinenbrauer am Mittwoch 15. September 2021, 09:43, insgesamt 6-mal geändert.

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Re: 2. Brautag

#21

Beitrag von Braufex » Montag 13. September 2021, 06:59

Philippinenbrauer hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 04:22
2. Brautag ist in Sichtweite :-)


3.Rast: 72 °C für 20 min
Deckel drauf und gut verpackt 20 min stehen lassen. (Nicht reinschauen)

Jodprobe:
Jodprobe machen.
Ggf. weitere 10 min Kochen

Abmaischen: 78 °C

ABMAISCHEN (nicht Abläutern, das kommt später):
Nach den insgesamt 60 min die Würze in den Läuterbottich schöpfen.

Läuterruhe:
10 min stehen lassen.

LÄUTERN:
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der
Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf giessen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.

NACHGUSS:
(BEGINNT, KURZ BEVOR DER FLÜSSIGKEITSSTAND IM LÄUTERBOTTICH DIE OBERFLÄCHE DES TREBERS ERREICHT HAT.
DER TREBER SOLL NICHT TROCKENLAUFEN, DA ER SICH SONST SETZT UND VERDICHTET.
ACHTUNG: NICHT ERST JETZT DAS WASSER ERHITZEN. BRAUCHT JA AUCH SEINE ZEIT ...)
In einen Topf 12 Liter Wasser erhitzen auf 75 Grad und in den Läuterbottich auf eine gelochte Kelle vorsichtig giessen.


Aufheizen:
Messung in Plato vor dem Kochen:
Dann 70 min kochen. Sollten ca. 17 Liter übrigbleiben.
Hab die Läutern/Abmaischen-Reihenfolge angepasst, Änderungen in Großschrift
Sind nur die Dinge, die mir auf die Schnelle aufgefallen sind

Ach ja, da Du bereits mit 12°C Gärtemperatur beginnst (ich starte bei ca. 8-9°C) , würde ich frühestens nach ca. drei Tagen mit der Anhebung der Temperatur beginnen, bzw. wenn die Hauptgärung fast durch ist.
Nicht schon am ersten Tag.


Gruß Erwin

Edit: Fettschrift ausgeschaltet
Zuletzt geändert von Braufex am Montag 13. September 2021, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 1. Brautag

#22

Beitrag von emjay2812 » Montag 13. September 2021, 07:03

Während der Rasten rühren, sonst kann die Maische anbrennen.

MajorBird
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Re: 1. Brautag

#23

Beitrag von MajorBird » Montag 13. September 2021, 07:14

emjay2812 hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 07:03
Während der Rasten rühren, sonst kann die Maische anbrennen.
Die Maische kann nur anbrennen wenn während der Rasten geheizt wird um die Temperatur zu halten. Das wurde nicht klar gesagt.

fg100
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Re: 2. Brautag

#24

Beitrag von fg100 » Montag 13. September 2021, 08:50

Philippinenbrauer hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 04:22

Einmaischen:
14 l Wasser in dem Topf auf 60°C erwärmen.
Maische Einfüllen, gut rühren.
5 min rühren und mit 2 Liter zusätzlichem heißem oder kalten Wasser die Temperatur auf 57°C einstellen.
Das stammt doch noch aus der Planung in der du mit Läutersack maischen wolltest. Mit separatem Läuterbottich ist das Quatsch.

Rühren nur wenn geheizt wird.
Außer du hast ein Rührwerk und lässt das aus Gründen der Vereinfachung durchlaufen.
Oder dir ist ansonsten langweilig.
Oder du brauchst das zur mentalen Selbstfindung.
Oder willst beschäftigt und wichtig wirken, damit Zuseher glauben das ist eine anspruchsvolle Arbeit.

Zum Ablauf des Läutern ist ja schon was geschrieben.

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Re: 1. Brautag

#25

Beitrag von Philippinenbrauer » Montag 13. September 2021, 12:02

MajorBird hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 07:14
emjay2812 hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 07:03
Während der Rasten rühren, sonst kann die Maische anbrennen.
Die Maische kann nur anbrennen wenn während der Rasten geheizt wird um die Temperatur zu halten. Das wurde nicht klar gesagt.
Ich habe hier tagsüber über 30 Grad, da habe ich keinen nennenswerten Temperaturabfall.
Ok, dann muss ich nicht nachheizen und muss auch nicht Rühren, klar 😊
Danke…

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Re: 1. Brautag

#26

Beitrag von Philippinenbrauer » Dienstag 14. September 2021, 02:03

Danke für Eure Hinweise, habe den Text soweit geändert...

Falls noch weitere Änderungen oder Ergänzungen, gerne...

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Re: 2. Brautag

#27

Beitrag von Braufex » Dienstag 14. September 2021, 06:46

Philippinenbrauer hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 04:22
Abmaischen: 78 °C
Nach den insgesamt 60 min die Würze in den Läuterbottich schöpfen.

Nachguß:
Wenn der Flüssigkeitsstand der Würze kurz vor dem Treber ist, bereits 75°C erhitztes Wasser auf gelochter Kelle vorsichtig über den Treber gießen.

Läuterruhe:
10 min stehen lassen.
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der
Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf giessen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.
Die Läuterruhe erfolgt unmittelbar nach dem Abmaischen, der absinkende Treber bildet in dieser Zeit ein Filterbett aus.
Ich lass dem Treber dafür 15-20min Zeit; in dieser Zeit kann ich dann zum Beispiel den Maischetopf reinigen, in den dann bei mir beim Läutern die Würze läuft.

Der Nachguß beginnt erst, wenn nach dem Beginn des Läuterns der Flüssigkeitsstand knapp über dem Treber ist.

Also nochmal die korrigierte Reihenfolge:

Abmaischen: 78 °C
Nach den insgesamt 60 min die Würze in den Läuterbottich schöpfen.

Läuterruhe:
10 min stehen lassen.
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der
Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf giessen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.

Nachguß:
Wenn der Flüssigkeitsstand der Würze kurz vor dem Treber ist, bereits 75°C erhitztes Wasser auf gelochter Kelle vorsichtig über den Treber gießen.


Gruß Erwin

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Re: 1. Brautag

#28

Beitrag von Philippinenbrauer » Mittwoch 15. September 2021, 09:44

Alles klar, habs geändert, Danke

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Re: 1. Brautag

#29

Beitrag von Philippinenbrauer » Mittwoch 15. September 2021, 09:49

Die Würze gärt jetzt bei etwa 12 Grad C.

Zeitweilig kommen aber keine Blasen, als ob es nur von Zeit zu Zeit gärt?

Ist das bei Euch auch so?
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Re: 1. Brautag

#30

Beitrag von Philippinenbrauer » Mittwoch 15. September 2021, 15:17

Scheint zu kalt zu sein die Würze, ok jetzt Jung Bier?
Habe den Deckel abgemacht und gemessen, 6 Grad...

Temperatur im Kegerator war aber 12 Grad?
Habe die Temperatur nun höher eingestellt...

Hätte diese Temperaturprobleme längst hinter mir lassen müssen...
Wenn ich es gewusst hätte...

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Re: 1. Brautag

#31

Beitrag von dertommi » Mittwoch 15. September 2021, 19:08

Philippinenbrauer hat geschrieben:
Mittwoch 15. September 2021, 15:17
Habe den Deckel abgemacht und gemessen, 6 Grad...
Temperatur im Kegerator war aber 12 Grad?
Wie misst du denn die Temperatur in deinem Kegerator? Mit einem Thermometer oder mit einer Anzeige unbekannter Beschaffenheit? Klingt, als wäre da was bei der Regelung / Messung für die Regelung schiefgelaufen...

Im Allgemeinen kann es eigentlich nicht sein, dass die angestellte Würze kälter wird als ihre Umgebung, sie ist während der Gärung durch die Hefeaktivität eher wärmer.

Ich würde vorschlagen, dass du ein Thermometer dauerhaft direkt an das Keg packst und dich eher nach dieser richtest, oft muss man die Temperatur des Kühlapparats je nach Gäraktivität sogar 1-2 °C unter der "Zieltemperatur" einstellen, damit's bei der Würze stimmt.

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Re: 1. Brautag

#32

Beitrag von Philippinenbrauer » Freitag 17. September 2021, 05:38

Die Anzeige am Kegerator ist die gleiche Temperatur die das Jungbier im Keg hat.
Die (Luft) Temperatur im Kegerator ist um die 10 Grad C höher (mit dem Thermometer gemessen) Das hat mich anfänglich verunsichert und hatte die Solltemperatur zu tief eingestellt.
Das funktioniert aber jetzt und im Keg hat das Jungbier jetzt (gemessen) durchgehend um die 13 Grad und gärt jetzt auch ohne Unterbrechung gut...
Ich warte jetzt mal ab bis die Gärung nachläßt bzw. aufhört...

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Re: 2. Brautag

#33

Beitrag von Philippinenbrauer » Montag 27. September 2021, 16:28

fg100 hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 08:50
Philippinenbrauer hat geschrieben:
Montag 13. September 2021, 04:22

Einmaischen:
14 l Wasser in dem Topf auf 60°C erwärmen.
Maische Einfüllen, gut rühren.
5 min rühren und mit 2 Liter zusätzlichem heißem oder kalten Wasser die Temperatur auf 57°C einstellen.
Dann anstatt 14 Liter, 16 Liter Wasser auf 60 Grad C erwärmen...

Das hatte ich nicht beachtet und hatte als Endergebnis nur 17 Liter anstatt 19 Liter Bier...

Richtig mit den 16 Liter Wasser?

Morgen ist der zweite Brautag :-)

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Re: 2. Brautag beendet...

#34

Beitrag von Philippinenbrauer » Samstag 2. Oktober 2021, 08:59

So, habe den 2. Brautag erfolgreich beendet.

Die Würze hatte nach dem Kochen von 70 min. 13 Brix obwohl ich beim Nachguß anstatt 12 Liter wie beim 1. Brautag - 13 Liter genommen habe. Es sind dann anstatt 17 Liter - 18 Liter Bier geworden. Das passt, dann ist im Keg nach obenhin noch ca. 10 cm für die Kräusen Platz...

Habe das Braukonzept beim Nachguß von 12 auf 13 Liter geändert, plus zusätzliche Kleinigkeiten bei der Hefegabe und Karbonisierung...

Wenn kein weiterer Fehler im Braukonzept ist können wir das so lassen denke ich...

Das ist das Grundrezept was ich mit Eurer Hilfe auf meine Bedürfnisse abgeändert habe:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... torha2=4.2

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Brau Konzept für 18 Liter „Helles“, Bier:

Zutaten:
4,1 kg Wiener Malz und 200g Carapils Malz

Wasserqualität:
Wasser halb aufbereitetes (Gefiltert) und halb destilliertes Wasser.
PH Wert Sollwert: PH Wert Istwert gemessen:
(Messen 10 min nach dem Einmaischen.)

Einmaischen:
14 l Wasser im Topf auf 58°C erwärmen.
Malz Einfüllen, gut rühren.

1.Rast: 57 °C für 10 min
Deckel drauf und gut verpackt 10 min stehen lassen.

2.Rast: 62 °C für 30 min
Deckel drauf und gut verpackt 30 min stehen lassen.

3.Rast: 72 °C für 20 min
Deckel drauf und gut verpackt 20 min stehen lassen.

Jodprobe:
Jodprobe machen.
Ggf. weitere 10 min Kochen

Abmaischen: 78 °C
Nach den insgesamt 60 min die Würze in den Läuterbottich schöpfen.

Läuterruhe:
10 - 20 min stehen lassen.
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf gießen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.

Nachguß:
Wenn der Flüssigkeitsstand der Würze kurz vor dem Treber ist, 13 Liter bereits 75°C erhitztes Wasser auf gelochter Kelle vorsichtig über den Treber gießen.

Aufheizen:
Messung in Plato vor dem Kochen:
Dann 70 min kochen. Sollten ca. 18 Liter übrigbleiben.

1. Hopfengabe:
(Alpha Werte? Sollwert?)
Saazer Hopfen 18g bevor es zu kochen beginnt.

2. Hopfengabe:
(Alpha Werte Sollwert?)
Dann 40 min nach Kochbeginn nochmals 8g Tettnanger Hopfen dazu. Und noch 30 min weiterkochen.
Kochzeit insgesamt 70 min.

Messung Restextrakt nach dem Kochen:
Stammwürze messen, Sollwert: 12 bis 13 °Plato
Falls zu viel. Mit dest. Wasser verdünnen bis gewünschte Stammwürze erreicht.

Whirlpool
Umschlauchen in Gärbehälter (Keg)

Abkühlen:
Möglichst schnell auf 12°C Kühlen im vorgekühlten Kegerator.

Hefegabe:
Wenn 12°C erreicht die Hefe hinzu, Saflager W 34/70,
Etwa 20g mit 200ml abgekochten Wasser in einem abgekochten Gefäß von 23°C rehydrieren. Nach dem rehydrieren Hefesuspension auf 10°C kühlen und dann zur Würze geben.
Innerhalb 48 Stunden sollte die Gärung beginnen.

Temperaturerhöhung:
Gärtemperatur 12 Grad C
Alle 3 Tage die Temperatur um 1 °C erhöhen für bis Zieltemperatur 14° C erreicht sind.

Zwischenmessungen:
7 Tage nach der Hefegabe zum ersten Mal eine Messung durchführen in Brix bzw. Plato
Danach alle weiteren 7 Tage.
Mit Glas oder einen Spindelzylinder und die Spindel. Wichtig alles abkochen und reinigen, was mit dem Jungbier in Berührung kommt. Probe etwas stehen lassen, damit das CO2 entweichen kann, das sich bereits im Bier gebildet hat. Die Probe nicht wieder zurück in den Keg geben (Infektionsgefahr).

Lagerung und Karbonisierung:
Gärung zu Ende
Umfüllen in ein neues Keg. Wichtig! ohne die Hefe die sich am Boden abgesetzt hat mitzunehmen.
Mit einem Bierschlauch vorsichtig von oben nach unten abziehen. Den letzten Rest durch ein abgekochtes Tuch gießen.
Anschließend zwangskarbonisieren mit CO2, Druck 2,5 Bar für 2 Tage, dann CO2 Druck zum Zapfen auf 12 PSI reduzieren…
Zuletzt geändert von Philippinenbrauer am Samstag 2. Oktober 2021, 16:36, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: 1. Brautag

#35

Beitrag von Sebasstian » Samstag 2. Oktober 2021, 09:43

Alles sehr strukturiert und durchdacht. Dafür, dass du erst vor nicht allzu langer Zeit angefangen hast dich mit dem Thema zu beschäftigen, hast du schon sehr viele Dinge korrekt berücksichtigt und nahezu alle Ratschläge hier auch gut umgesetzt. Und auch vor dem Hintergrund deines Brauortes (schwierige Beschaffung von Rohstoffen, klimatische Bedingungen) kann ich nur sagen: Respekt und weiter so. :thumbup
Grüße,
Sebastian

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Re: 1. Brautag

#36

Beitrag von Sebasstian » Samstag 2. Oktober 2021, 19:43

Läuterruhe:
10 - 20 min stehen lassen.
Dann die Würze ablaufen lassen und die Würze zu der Würze im anderen Topf geben.
Den ersten Liter vorsichtig wieder zurück in den Topf gießen, ggf. wiederholen bis die Würze klarkommt.
Hier sind die letzten beiden Sätze vertauscht denke ich.
Grüße,
Sebastian

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