Treber und jetzt wohin?

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Re: Treber und jetzt wohin?

#151

Beitrag von Kobi » Montag 12. Februar 2018, 15:11

Moin,
also, das mit der Verwertung im eigenen Garten habe ich mir vor einigen Jahren abgeschminkt, als ich eine gut genährte Maus aus dem Thermokomposter kommen sah, den ich bisher immer mit dem Treber gefüttert hatte... Da wir hier aber nicht nur gut genährte Mäuse haben, sondern sich auch die etwas größere Verwandtschaft in menschlicher Nähe zunehmend wohl fühlt, verzichte ich mittlerweile komplett darauf und nehme die Biotonne. Habt Ihr Selbstkompostierer denn keine Sorge, Euch Viecher heranzuholen? (Ich meine, ich will ja nicht kompostieren und gleich das Rattengift mit hineinschmeißen...)
Viele Grüße
Andreas
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Re: Treber und jetzt wohin?

#152

Beitrag von JohnMcBarren » Sonntag 18. März 2018, 22:22

Ich arbeite den Treber ins Hochbeet ein. Super Dünger

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Re: Treber und jetzt wohin?

#153

Beitrag von Tozzi » Sonntag 18. März 2018, 22:26

Wie machen das denn die Brauereien eigentlich?
Ein Sud mit dem BM50 und meine Biotonne ist halb voll. Dauerte letztens auch 10 Tage bis die abgeholt wurde.
Im Sommer möchte ich das nicht haben, da kommt ja die Kripo vorbei und sucht nach dem Leichnam...
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Treber und jetzt wohin?

#154

Beitrag von christianf » Sonntag 18. März 2018, 22:34

Die Hausbrauereien hier in Düsseldorf verkaufen den Stoff meines Wissen als Tierfutter.

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Re: Treber und jetzt wohin?

#155

Beitrag von Bierokrat » Sonntag 18. März 2018, 22:45

christianf hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 22:34
Die Hausbrauereien hier in Düsseldorf verkaufen den Stoff meines Wissen als Tierfutter.
Verkaufen ist gut gesagt.
Ein Kleinbrauer im Nachbardorf meinte, er verschenkt den Treber an nen Bauern in der Nachbarschaft.
Als ihm die Steuerbehörde auf die Finger geklopft hat, und meinte, er könne das als Betrieb mit Gewinnerzielungsabsicht nicht verschenken, verlangte er halt nen Euro pro Anhänger. :thumbsup
Prost!

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Re: Treber und jetzt wohin?

#156

Beitrag von Alt-Phex » Montag 19. März 2018, 02:09

Ja, das Zeug wird als Tierfutter verkauft. Von trocknen und pressen als Brennstoff hab ich aber auch schon gehört.
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Re: Treber und jetzt wohin?

#157

Beitrag von Tozzi » Montag 19. März 2018, 03:36

Als Städter bleibt dann in punkto angestrebter Nachhaltigkeit wohl nur die Flucht aufs Land, "back to the roots".
Hühner und Schweine züchten (oder Straußen, mögen die auch Treber?), und am besten noch eine Bäckerei mit anschließen...
Mal drüber nachdenken. :Grübel
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Treber und jetzt wohin?

#158

Beitrag von Alt-Phex » Montag 19. März 2018, 03:53

Deswegen braue ich immer immer Montags oder Dienstags. Mitwochs wird der Müll abgeholt und der Treber ist weg. Seinen Zweck hat er doch erfüllt, warum man da soviel Energie in die weitere Nutzung investiert verstehe ich nicht. Vorallem wenn so ein Viech dann plötzlich tot auf der Weide liegt, Gruß an Boludo, muss es ja zwangsläufig am Hobbybrauer Treber gelegen haben. Ne danke, den Stress brauche ich nicht.
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Re: Treber und jetzt wohin?

#159

Beitrag von Tozzi » Montag 19. März 2018, 04:03

Das mit der Straußenfarm wird ja auch erst mal nix, leider.
Immerhin machen die Stadtwerke/Abfallwirtschaft AWM hier Blumenerde draus.
Viel besser als "ein Schaf auf dem Gewissen" oder gar am Ende das Pferd einer Freundin oder sowas...
Manchmal brauchen sie aber 2 Wochen bis sie's holen, und das kann im Sommer ziemlich eklig werden.

Jetzt aber ab in die Falle, bevor Frudel noch auf weitere Ideen kommt... :P
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Treber und jetzt wohin?

#160

Beitrag von KCSteevo » Montag 19. März 2018, 09:54

vielleicht gibts bei euch ja ein Wertstoffhof in der Nähe? Mal anrufen und klären, obs als eine Art "Grünschnitt" abgeben kannst. Die haben bei uns jedenfalls montags bis Samstags offen. Und da wird da dann auch zu Erde weiterverarbeitet.
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
:Drink

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Re: Treber und jetzt wohin?

#161

Beitrag von Boludo » Montag 19. März 2018, 10:21

Tozzi hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 22:26
Wie machen das denn die Brauereien eigentlich?
So viel ich weiß, kann man den Treber ganz einfach in einer Biogasanlage verwerten.

Stefan

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Re: Treber und jetzt wohin?

#162

Beitrag von Braufuzi » Montag 19. März 2018, 15:23

Entweder kommt der Treber bei mir auf den Kompost für den Garten oder ab in die Biotonne :thumbsup
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!
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Re: Treber und jetzt wohin?

#163

Beitrag von Pizzaolio » Montag 19. März 2018, 15:41

Ich habe eine Futterkrippe hinterm Haus. Die Rehe und auch mal ein Elch sind immer begeistert.

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Re: Treber und jetzt wohin?

#164

Beitrag von chris! » Mittwoch 28. März 2018, 00:59

Aktuell versorge ich 3 Selbstbrotbacker, werfe einen Teil in den Teich (Rotaugen und Koi) und verteile den Rest unter den Bäumen.
Werde aber wohl auch mal eine Freundin mit Pferdehof fragen und die links ganz oben mal ausprobieren.

hopfige Grüße
Chris!

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Re: Treber und jetzt wohin?

#165

Beitrag von Felix83 » Mittwoch 28. März 2018, 01:23

Weiss jemand trennscharf, ob Treber als Grünschnitt durchgeht? Der städtische Grünschnittcontainer ist gerade paar hundert Meter von meinem Haus entfernt und ich hab bald 40 Kilo Treber pro Sud und es gibt hier leider kaum Betriebe, die es als Futtermittel nehmen.
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Re: Treber und jetzt wohin?

#166

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 28. März 2018, 01:44

Felix83 hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 01:23
Weiss jemand trennscharf, ob Treber als Grünschnitt durchgeht?
Laut Definition wohl eher nicht. Besser du fragst vorher mal nach, könnte sonst teuer werden.
Wikipedia hat geschrieben:Als Grünschnitt werden frisch geschnittene, wenig oder nicht verholzte Pflanzenreste bezeichnet, wie sie vielfach als Abfall beim Mähen oder beim Schnitt in der Garten-, Landschafts-, Straßenrand- und Waldpflege anfallen.
Ausserdem fängt Treber schnell an zu gammeln und zu stinken, das sind die 100m Entfernung eher ein Nachteil als ein Vorteil. :Greets
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Re: Treber und jetzt wohin?

#167

Beitrag von §11 » Mittwoch 28. März 2018, 04:39

geeignete Tiere zu verfüttern.
Der Graf Toerring zu Jettenbach hat damit in den alten Eisweihern vor der Brauerei prima fette Karpfen gebacken, äh gezüchtet

Gruß

Jan (der sogar da angeln durfte auf höchst gräflichen Erlass und von gräflicher Gnade)
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Treber und jetzt wohin?

#168

Beitrag von grüner Drache » Freitag 30. März 2018, 08:22

§11 hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 04:39
geeignete Tiere zu verfüttern.
Der Graf Toerring zu Jettenbach hat damit in den alten Eisweihern vor der Brauerei prima fette Karpfen gebacken, äh gezüchtet

Gruß

Jan (der sogar da angeln durfte auf höchst gräflichen Erlass und von gräflicher Gnade)
Morgen!

Noch ein Grund mehr mir en eigenen Forellenpuff, äh Forellenpool in den Garten zu bauen... :thumbsup
Und Forellen werden es wohl auch nicht werden, soviel fliessendes, Sauerstoffreiches Wasser krieg ich nich hin, vielleicht besser kleine Welse oder so ....
Allzeit gut Sud!
:Drink
Ciao,Alex!
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

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Re: Treber und jetzt wohin?

#169

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 22. Mai 2019, 09:32

Die Homebrewers Association hat gerade ein Rezept für Treber Pizzateig gepostet: https://www.homebrewersassociation.org/ ... gh-recipe/

Darin gibts auch links zu Hundeleckerlies aus Treber.
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Treber und jetzt wohin?

#170

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Mittwoch 22. Mai 2019, 10:18

Achtung, nicht an Forellen verfüttern! Ein Freund von mir, Forellen Züchter hat das getestet. Die können den Treber nicht richtig verdauen und quellen auf.
Geh zum nächsten Bauer mit Kühen, Pferden oder Federvieh, den machst du voll happy!

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Treber und jetzt wohin?

#171

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 22. Mai 2019, 11:32

grüner Drache hat geschrieben:
Freitag 30. März 2018, 08:22
..., vielleicht besser kleine Welse oder so ...
Welse sind Raubfische, die - schätze ich mal - läßt der Treber kalt. Dann schon eher Karpfen, die könnten sich möglicherweise dafür interessieren. Oder eben Kois, aber das sind ja auch Karpfen.

Aber auch siehe oben schon mal gewarnt: Pferde haben auch ab und zu mal die Angewohnheit, bei ungewöhnlichem Futter zu Koliken zu neigen, daher unbedingt mit dem Besitzer abklären.

Aber vielleicht ist ein Brauereigaul da genügsamer ... ;-)

Edit:
Gerade im Beitrag über Kois in Wikipedia gefunden: "Die Tiere dürfen nicht zu üppig gefüttert werden, da sie nicht selbst die Nahrungsaufnahme beenden, solange sich noch etwas Fressbares in der Umgebung befindet."
Da bekommste doch locker 20 kg Treber mit 3 Kois vernichtet ... :Waa :Shocked :redhead :-)
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Re: Treber und jetzt wohin?

#172

Beitrag von dadieda » Mittwoch 22. Mai 2019, 15:01

Ursus007 hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 11:32
Da bekommste doch locker 20 kg Treber mit 3 Kois vernichtet ... :Waa :Shocked :redhead :-)
Eher andersrum :Shocked

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Re: Treber und jetzt wohin?

#173

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 23. Mai 2019, 03:32

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 2. Februar 2018, 22:23
Brot und Pizza backe ich auch gelegentlich aus dem Treber. Sonst geht er immer in die Biotonne. Selbst die Ponyhöfe in der Umgebung wollen ihn nicht. Egal, dann wird er eben zu Biogas :-).
Das hängt damit zusammen, dass du die Fütterung durcheinander bringst mit Treber. Wenn die gut eingestellt sind mit der Zusatzmenge an Körnerfutter (eigentlich brauchen die nur genug Heu, wenn sie keine Leistung bringen müssen (oder sonst schwach sind, schlecht/zu wenig heu fressen) dann lässt man das so, weil Verdauung vom Pferd/Pony/Esel doch arg empfindlich/anfällig ist. Ist arg kompliziert, aus dem Körnerfutter den Anteil rauszurechnen, den du mit Treber ersetzen würdest.

Wenn du Pferdekekse draus machst, ist das was anderes. Also etwas, was die als Leckerlie nur ab- und zu bekommen. (Bonbons halt)

das mache ich mit meinem Treber: Brot backen, Pferdeleckerlie und alles was ich sonst über habe geht an Freunde, die Hühner haben.
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Re: Treber und jetzt wohin?

#174

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 23. Mai 2019, 03:43

Ursus007 hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 11:32
grüner Drache hat geschrieben:
Freitag 30. März 2018, 08:22
..., vielleicht besser kleine Welse oder so ...
Aber auch siehe oben schon mal gewarnt: Pferde haben auch ab und zu mal die Angewohnheit, bei ungewöhnlichem Futter zu Koliken zu neigen, daher unbedingt mit dem Besitzer abklären.
Pferde haben eine saumäßig empfindliche Verdauung. Die sollen eigentlich, wenn sie nicht Hochleistungs-Sportpferde, Schulpferde, Kutschpferde etc. sind GAR KEIN Getreide fressen.

Heu, und zwar gutes Heu 24/7 in ausreichender Menge und wenn die im Stall stehen müssen, dann das Heu an mehreren Stellen im Stall anbieten, damit die von einer Futterquelle zur nächsten ein paar Schritte gehen müssen und die darmbewegung gewährleistet ist. Kolik beim Pferd ist verdammt oft tödlich.
Um ein Pferd ausgewogen und seinen Bedürfnissen entsprechend zu füttern, braucht man Fachwissen.
Ich füttere jeden Tag 40 Pferde und wenn die krankheitsbedingt oder anderweitig auf neues Futter umgestellt werden müssen, dann wird das über Tage langsam angepasst (also 1/8 erstzen, ein 1/4 erstzen etc. bis man bei dem neuen Futter ankommt)

Wenn man Treber einfach Pferden geben könnte, hätte ich kein Problem, wo ich mit meinem hin soll, dann würde mein Pferd halt nur Treber fressen. das funzt so aber nicht.

Bitte keine Fremdpferde ohne Absprache mit dem Besitzer mit Treber füttern, das kann ganz schnell ganz arg nicht gut enden.
Überhaupt sollte man Pferde, die man nicht kennt nicht füttern. Gibt Pferde, die eine Tendenz haben, sich z.B. an Äpfeln oder Karotten zu verschlucken und zu ersticken. Oder die keinen Zucker bekommen dürfen etc.

Aber Pferdekekse aus Treber machen und dem Besitzer schenken, geht gut.
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Re: Treber und jetzt wohin?

#175

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 23. Mai 2019, 08:16

Danke für den Hinweis, @Eowyn.

Wir hatten auch vor ein paar Jahren den Fall, dass ein Schaf in Zusammenhang mit zu viel Treber verendet ist, und vor Koliken bei Pferden wird hier auch immer wieder gewarnt. Das ist jetzt aber m.W. der erste Hinweis hier direkt von jemandem, der bzw. die sich tatsächlich und täglich mit Pferdefütterung befasst.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Treber und jetzt wohin?

#176

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 23. Mai 2019, 15:40

Johnny H hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 08:16
Danke für den Hinweis, @Eowyn.

Wir hatten auch vor ein paar Jahren den Fall, dass ein Schaf in Zusammenhang mit zu viel Treber verendet ist, und vor Koliken bei Pferden wird hier auch immer wieder gewarnt. Das ist jetzt aber m.W. der erste Hinweis hier direkt von jemandem, der bzw. die sich tatsächlich und täglich mit Pferdefütterung befasst.
Gerne.

Ist jetzt bei uns kein Thema weil wir keine Besucher auf dem Hof haben und keine Spaziergänger, die an den Koppeln vorbei wandern, aber in Deutschland hatten wir an einigen Koppeln Schilder mit "bitte nicht füttern" weil die Leute es gut gemeint haben, aber halt null Ahnung, was sie anrichten, wenn sie den Pferden irgendwas zum fressen geben. Aber je mehr Leute wissen, dass das nicht gut ist, um so mehr spricht es sich vielleicht herum und kann dem ein oder anderen Besitzer und Pferd große Sorge ersparen.

Ich denke ein guter Hinweis für alle nicht Huftierbesitzer ist: würdet ihr jemanden euren Hund/Katze füttern lassen, den ihr nicht kennt und von dem ihr nicht wisst, ob derjenige weiß, was er tut? Und wenn die Antwort nein ist, dann ist es eigentlich logisch = immer lieber mit jemandem sprechen, der sich damit auskennt bevor man es gut meint und was weniger gutes anrichtet. Und noch besser, den Besitzer fragen. (am Besten den Stallbesitzer, weil furchtbar viele Pferdebesitzer gar nicht wissen, was ihr Pferd frisst)
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Re: Treber und jetzt wohin?

#177

Beitrag von UntergärigesPils » Donnerstag 23. Mai 2019, 19:38

Johnny H hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 08:16
Das ist jetzt aber m.W. der erste Hinweis hier direkt von jemandem, der bzw. die sich tatsächlich und täglich mit Pferdefütterung befasst.
Generell sollte man keine fremden Tiere, Wildtiere inbegriffen, füttern. Wenn man sich nicht mit den Nahrungsgewohnheiten der Tiere auskennt, schon gleich zweimal nicht.

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Re: Treber und jetzt wohin?

#178

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 23. Mai 2019, 21:28

UntergärigesPils hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 19:38
Johnny H hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 08:16
Das ist jetzt aber m.W. der erste Hinweis hier direkt von jemandem, der bzw. die sich tatsächlich und täglich mit Pferdefütterung befasst.
Generell sollte man keine fremden Tiere, Wildtiere inbegriffen, füttern. Wenn man sich nicht mit den Nahrungsgewohnheiten der Tiere auskennt, schon gleich zweimal nicht.
das sehe ich genauso - aber die leute machen das ja nicht aus bösem Willen sondern wissen es nicht besser.
Deshalb find ich, dass wenn man ein bewusstsein schaffen kann, schon viel geholfen ist.

Spaziergänger, die Reitern beim Ausritt begegenen sind mein nächstes Lieblingsthema, die versuchen nämlich auch alles richtig zu machen und machen es grad so schlimm, wies schlimmer kaum geht :)

Und am Rande, damit man sich das vielleicht besser vorstellen kann:
von den Pferden, die ich füttere, bekommen keine zwei das gleiche Futter.
Das ist für jedes Pferd komplett individuell, haargenau auf den Bedarf von dem Pferd eingestellt.

Meiner (Ex-Rennpferd) z.B. bekommt eine achtel Tasse Hafer und der Rest ist Rübenschnitzel mit Fenchel, Anis, Schwarzkümmel und Zink. Und das komplette Futter was er zusätzlich zum Heu bekommt ist im Winter 1/2 "scoop" (das sind ca. 250 gr.) morgens und am Abend und im Sommer 1/4 scoop (weil er da mehr Gras draußen frisst)

Und wenn man sich im Gegensatz dazu mal vorstellt, wieviel Treber man von einem 20l Sud übrig hat, kann man sich glaub ganz gut vorstellen, wie verheerend das ist, wenn irgendein Pferd das alles auf einmal wegfrisst.
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Re: Treber und jetzt wohin?

#179

Beitrag von diapolo » Freitag 24. Mai 2019, 07:34

Morgen,
unsere Pferde mögen den Treber nicht mal...wir hatten es mal ausprobiert.
Meinen Treber schütte ich immer auf den Treberhaufen eines befreundeten Bauern für die Milchviehhaltung. Kühe fressen relativ viel Treber da sehr eiweisshaltig was die Milchproduktion wieder steigert.

mfg

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