Läuterdauer

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Dr.Edelherb

Läuterdauer

#1

Beitrag von Dr.Edelherb » Montag 7. März 2016, 21:33

Hi,

den meisten berichten hier zufolge dauert das läutern ja ca. 1-1,5h, bei manchen läufts wohl sogar noch langsamer.
Wenn ich den Hahn voll aufdrehen würde, wär in 30 Sekunden vermutlich alles durch inkl. ner Menge Schmodder..
Ich lass bei minimal aufgedrehtem Hahn immer ca 500ml durch, spätestens dann läuft alles glasklar, gieße das dann erneut oben drauf und fang dann schon an, das ganze dauert maximal 20 Minuten inkl. Nachguss.
Mach ich jetzt irgendwas falsch oder hab ich einfach nur Glück das es immer so gut läuft?
Ich musste auch noch nie den Treber aufhacken und wenn am Ende alles durch ist kann ich auch nie irgendwelche Kanäle erkennen.
Ich hab bisher mit der Läuterhexe, dem Läuterator und mittlerweile mit dem Mattmill Läuterblech geläutert, es ist immer exakt dasselbe.
Die Treberschicht müsste ca. 12-14 cm sein und die Läuterruhe beträgt immer ca. 20 Minuten.
Wunder mich eben wie gesagt immer nur weil so viele von Läuterproblem bzw, stundenlangem läutern schreiben, deswegen die Frage.

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Re: Läuterdauer

#2

Beitrag von Hausbrauer » Montag 7. März 2016, 21:41

Eine Treberhöhe von 12-14 cm erscheint mir nicht sonderlich viel. Des weiteren kommt es maßgeblich auf die Schrotung an.
Und ja, du kannst dich glücklich schätzen, dass es so Reibungslos funktioniert :)

Dr.Edelherb

Re: Läuterdauer

#3

Beitrag von Dr.Edelherb » Montag 7. März 2016, 21:48

Ja in der Einkocherklasse bekomm ich die net höher, je nach Schüttung kanns manchmal sogar grenzwertig an 10 cm rankommen.. hab meist zwischen 3,7 und 4,2 Kilo Malz,
geläutert wird dann in nem 34L Kübel mit dem Läuterblech.
Aber wenn du sagst ich kann mich glücklich schätzen bin ich ja beruhigt :thumbsup :Bigsmile

Ahso ja, und was die Schrotung angeht ich benutz die JSP MaltMill mit verstellbaren Walzen, allerdings auf die Original Markierung.., das müssten 1,14mm oder so sein wenn ich das irgendwo mal richtig gelesen hab..
Dann scheint das Ding ja sein (Schweine)teures Geld wert zu sein :)

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Alt-Phex
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Re: Läuterdauer

#4

Beitrag von Alt-Phex » Montag 7. März 2016, 21:52

Läutern ist kein Wettrennen, schneller ist hier nicht gleich besser.

Es geht, neben dem abtrennen der Malzreste, darum möglichst viel Extrakt
aus den Trebern zu waschen. Wird zu schnell geläutert bleibt viel Extrakt im
Treber zurück und die Ausbeute sinkt. Einer der Gründe warum sich Anfänger
oft wundern das am Ende nur 16L statt 20L (Beispiel) im Gärfaß landen.

Die Dauer ist natürlich von vielen Faktoren anhängig. Läutersystem, Volumen,
Schrotung, Schüttung, Menge der Nachgüsse. Da muss jeder für seine Anlage
das Optimum finden. Aber "so schnell wie möglich" ist kontraproduktiv. Besser
wäre "so langsam wie nötig".
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Läuterdauer

#5

Beitrag von Rudiratlos » Montag 7. März 2016, 21:53

12cm Treberhöhe findet man als eine Art "Mindest-Richtgröße", wenn ich mich richtig erinnere unter anderem auch im alten Forum immer wieder. Erscheint mir jetzt auch als ganz passabler Wert.

Wenn du mit dem Klarlauf deiner Würze und deiner Sudhausausbeute (kann ja sehr stark von der Läuterarbeit beeinflusst werden) zufrieden bist, ist doch alles in Ordnung...

Dr.Edelherb

Re: Läuterdauer

#6

Beitrag von Dr.Edelherb » Montag 7. März 2016, 22:00

Ok dann passt alles :)
Mich hats halt einfach nur gewundert das es bei manchen so extrem lang dauert.. dachte ich mach irgendwas falsch.
@ Alt-Phex, Ich lass das Zeug natürlich net durchschießen, ich meinte nur theoretisch könnte ichs, das läuft wie nix..
Ich lass immer sone Art "Rinne" laufen und drück dann den Schlauch ein paarmal das es sich komplett füllt, in der Hoffnung so weniger Luft reinzubekommen.. (Keine Ahnung ob das was bringt).
Ausbeute liegt immer bei ca 60-65%.

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Re: Läuterdauer

#7

Beitrag von afri » Montag 7. März 2016, 22:11

Wenn es übermäßig lange dauert, dann läuft was falsch, im wahren Wortsinn. Ich läutere mit etwas weniger als 1l/min und das passt ganz gut. 20 Minuten im Einkocher ist zwar sportlich, aber wenn du mit der Ausbeute zufrieden bist, go for it, alles gut, wie schon Rudiratlos schrub.

Ich muss beispielsweise gefühlte 10l rezirkulieren, bis es aus der Hexe halbwegs klar läuft. Die Ursache vermute ich in der Malzmühle, sehe aber keinen Handlungsbedarf.
Achim
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Re: Läuterdauer

#8

Beitrag von Dr.Edelherb » Montag 7. März 2016, 22:21

Hi afri,

das mit den "gefühlten 10 Litern" hatte ich so beim Läuterator, bei der Hexe komischerweiße nicht. (Habe die Hexe schon anstelle des Läuterrators im Einkocher verbaut)
Und ich hab grundsätzlich festgestellt das es beim Läutern aus einem separatem Eimer (statt direkt aus dem Einkocher), wesentlich früher klar läuft.
Obendrein glaub ich auchnoch, das mit Paddel selbst rühren (statt Rührwerk), ebenfalls vorteilhaft für schnelleren Klarlauf ist.
Ich bleib jetzt aber bei Rührwerk und separatem Läuterbottich mit Läuterblech, funktioniert für mich am besten.

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Re: Läuterdauer

#9

Beitrag von Bierolo » Montag 7. März 2016, 22:40

Bierolo startet in der 20L Einkocher-Liga.

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Re: Läuterdauer

#10

Beitrag von afri » Dienstag 8. März 2016, 21:46

Dr.Edelherb hat geschrieben: Und ich hab grundsätzlich festgestellt das es beim Läutern aus einem separatem Eimer (statt direkt aus dem Einkocher), wesentlich früher klar läuft.
Bei mir ist das nicht so. Ich läutere jetzt immer im separaten Läutergefäß, aber hier wie dort sind die gefühlten 10 Liter Vorschuss nötig. Beim doppelten Oskar hatte ich das Verhalten jedoch ebenso, daher vermute ich den Grund in meiner Schrotqualität.
Achim
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Re: Läuterdauer

#11

Beitrag von Bierolo » Dienstag 8. März 2016, 22:48

Evtl. sollte auch das Läuter-Hilfe-Hardware-Setup erwähnt werden.
z.B. Einkocher PC (alte Version 1) mit Läuterator und Rührwerk / mein Setup
oder Läuterhexe oder Läuterblech oder ... ?
Bierolo startet in der 20L Einkocher-Liga.

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