Mauri aus Frankfurt

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Mauri
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Mauri aus Frankfurt

#1

Beitrag von Mauri » Donnerstag 14. Oktober 2021, 14:14

Ei Gude!

nachdem ich nun schon länger backe, werde ich am Samstag das Brauen beginnen und ggf. als drittes der Königin ein Kind machen. Aber Schritt für Schritt:
Ich komme aus Frankfurt Niederrad, befasse mich auch ansonsten hobbymäßig mit guten Tropfen (Apfelwein). Nach nun etwa 3 Wochen rein akademischer Beschäftigung mit dem Thema Bierbrauen habe ich vor, am Samstag meinen ersten Versuch zu unternehmen.

Es soll ein Clone eines australischen Bieres (Little Creatures Pale Ale) werden. Das Rezept habe ich im Brewfather gefunden und etwas angepasst (wegen abweichenden Alphasäuregehalts im Hopfen). Ich habe es in den Anhang gehängt.

Der Weck 24a Einkochautomat ist geputzt, ein Läuterbottich samt Läutereinsatz ist vorhanden, Filtertücher, Messbecher, Refraktometer, Definfektionsmittel, Hefe, Malz und Hopfen liegen bereit. Die Bügelflaschen werden wir am Wochenende mit Freunden noch leeren :Bigsmile

Ich frage mich jetzt als blutiger Anfänger (der natürlich auch keine Messwerte des Frankfurter Wassers vorliegen hat), ob und wie ich mein Wasser vorbehandeln muss / sollte. Oder ist da für den Anfang erst mal wumpe und kann getrost vernachlässigt werden?

Beim brauen werde ich mal Fotos machen und Euch mitteilen, wie es gelaufen ist.

Herzliche Grüße
Mauri
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§11
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Re: Mauri aus Frankfurt

#2

Beitrag von §11 » Donnerstag 14. Oktober 2021, 15:20

Viel Erfolg!
In Niederrad war ich früher regelmäßig, erst beim VDMA, dann im Nestle Hochhaus.

Gruss

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Mauri aus Frankfurt

#3

Beitrag von secuspec » Donnerstag 14. Oktober 2021, 15:51

Hallo Mauri,

Wasserwerte Mainova Frankfurt: https://www.mainova.de/resource/blob/77 ... 1-data.pdf

Müsste auch für Niederrad gelten.
Sudhaus aus Brewpaganda 80l Töpfen,IDS2 Platte (Maischen),ULP 8kW Heizelement (Kochen), 3,5kW Element für Nachguss.
Gesteuert mit BREWBLOX (https://brewblox.netlify.app).

HBST Rhein Main & Brausportgruppe e.V.
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Mauri
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Re: Mauri aus Frankfurt

#4

Beitrag von Mauri » Freitag 15. Oktober 2021, 11:44

Hey secuspec,

ganz lieben dank für den Link zur Mainova. Sowas hatte ich schon mal gesucht, aber bislang noch nicht gefunden.
Jetzt bin ich allerdings etwas erschlagen von der Informationsdichte in dem Dokument. Daher mal die Frage an erahrenere Brauhasen: Sollte ich für ein australien Pale Ale an dem Wasser irgendetwas verändern?

Danke und Grüße
Mauri

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Re: Mauri aus Frankfurt

#5

Beitrag von schweizer-franke » Samstag 16. Oktober 2021, 13:43

Hallo,

ich hab in dem PDF von secuspec vor allem Grenzwerte für Verunreinigungen gefunden, aber nicht die für Brauwasser relevanten Angaben (Magnesium, ...). Ansonsten habe ich nur die Wasser-Angaben bei Brewersfriend gefunden (Volltext-Suche nach Frankfurt in der langen Liste), die sich auf ein Mainova-PDF beziehen, dass es inzwischen nicht mehr gibt (also: keine Ahnung, ob das stimmt).

Gibt man diese Angaben in den Brewersfriend-Wasserrechner ein und nimmt die Ziel-Wasser-Angaben aus deinem Rezept (rechts unten), dann sieht man, dass dein Wasser recht gut passt, aber Ca+2 und SO4-2 etwas niedrig ist. Bei diesen Werten heisst es "low, but not really an issue" - und genau so würde ich es bei deinem ersten Sud auch behandeln (nämlich gar nicht).

Meine persönliche Erfahrung von meinem ersten Sud ist, dass man noch den Brau-Prozess kennenlernen muss und man bei den folgenden Suden vieles besser macht. Trotz etlicher "Fehler" bei meinem ersten Sud kam ein trinkbares Bier raus - sicher nicht das beste Bier der Welt, aber eben eindeutig Bier erkennbar und auch mit deutlicher Ähnlichkeit zu meinem Ziel (Sierra Nevada Pale Ale - wollte etwas als Referenz haben, um zu sehen, wie nahe ich dran bin).

Wenn du kein katastrophales Wasser hast, finde ich Wasseraufbereitung einen sinnvollen zweiten Schritt nach den ersten Suden. Ich persönlich habe ab meinem vierten Sud damit angefangen, als der restliche Brau-Prozess recht routiniert lief.
EDIT als Ergänzung: Wenn du dich damit beschäftigen willst, gibt es im Braumagazin einen sehr guten Artikel (Von der Wasseranalyse zum Brauwasser) und auch gute Rechner von deutschen Seiten, z.B. bei Maische, Malz und Mehr. Ich habe Brewersfriend hier vor allem verlinkt, weil das direkt zu deinem Rezept passt und man sich die Umrechnerei spart für eine schnelle Einschätzung.

Gutes Gelingen bei deinem ersten Sud!

Beste Grüsse,
Max

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Mauri
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Re: Mauri aus Frankfurt

#6

Beitrag von Mauri » Montag 18. Oktober 2021, 17:09

Ganz lieben Dank für Deine Antwort inkl. Deiner Einschätzung! Da wir seit Freitagmittag Besuch haben, konnte ich mich mit dem Wasser gar nicht weiter beschäftigen und habe es mir tatsächlich egal sein lassen, sondern einfach mal losgelegt. Bei zukünfitgen Suden werde ihch mir den Wasserrechner einmal genauer anscheun.

Inzwischen gärt mein Jungbier vor sich hin. Die Würze habe ich probiert. Ergebnis: Bierig, aber auch recht bitter. Vermutlich weil ich vergessen habe, die Abkühlzeit zwischen Sudkochen und Whirpool-Hopfengabe als auch die 10 Minuten Whirlpool-Hopfung selbst als Teil der Kochzeit des Hopfens zu berücksichtigen. Könnten also schon 41 IBUs werden.

Nimmt die Bitterkeit während des Gärens noch mal ab? Oder doch eher zu (-->weniger Zucker)?

Ob das Bier etwas wird oder nicht: In jedem Fall mache ich weiter, nachdem ich am Samstag die unglaubliche intensität und das geile Aroma von Hopfen gerochen habe :-)

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Re: Mauri aus Frankfurt

#7

Beitrag von §11 » Montag 18. Oktober 2021, 21:14

Mauri hat geschrieben:
Montag 18. Oktober 2021, 17:09
G

Nimmt die Bitterkeit während des Gärens noch mal ab? Oder doch eher zu (-->weniger Zucker)?

Ja, die nimmt noch ab
„porro bibitur!“
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