Es Gärt in Erlangen

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msonst
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Es Gärt in Erlangen

#1

Beitrag von msonst » Donnerstag 14. Januar 2021, 20:46

Hallo zusammen,

Nachdem es bei uns eine hohe Brauereidichte in der Region gibt (Franken) hat es mich schon länger in den Fingern gejuckt das selbst zu probieren.

Anfang letzten Jahres habe ich dann zum ersten Mal mit Freunden, die schonmal einen Kurs gemacht hatten im Wurschtkessel gebraut.

Was soll ich sagen... Wir mussten mit knappen 100 Flaschen die Wiese düngen. Die Flaschen waren wohl nicht sauber genug :redhead Könnten auch Tränen dabei gewesen sein. Naja, die Wiese wächst dort auf alle Fälle wie blöd.

Hatten später zusammen einen Brauautomat gekauft, ihn aber nur einmal benutzt.

Mitte letzten Jahres hat es mich dann gepackt und ich habe mir vorgenommen weiter zu machen und mich dem Thema systematischer zu nähern.

Habe nun ein zweites Setup zusammengestellt (SS brewtech 5.5gal/19l zum maischen und läutern, 36l Pfanne, 30l BrewMonk Gärtank, Hendi 3500M) um kleine Chargen zu brauen, damit das Herz nicht mehr so bluten muss.

Interesse habe ich vor allem an typischen fränkischen / regionalen Bieren a la Meister, Hetzelsdorfer, Schlänkerla, Steinbach, Krug, Held, Gansbräu, Gutmann (nicht fränkisch, ich weiß :Drink)

Hefe mikroskopiere ich auch, wenn ich nicht gerade mit der Drohne Bier ausfliege oder die Daten der iSpindel in FHEM verfolge :-)

Grüße
Michael
Zuletzt geändert von msonst am Donnerstag 14. Januar 2021, 21:20, insgesamt 2-mal geändert.

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marsabba
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Re: Es Gärt in Erlangen

#2

Beitrag von marsabba » Donnerstag 14. Januar 2021, 21:08

Herzlich Willkommen

In der Region gibt es nicht nur eine hohe Brauereidichte, sondern eine noch höhere Hobbybrauerdichte. Ich bin sicher, wir werden uns eher früher als später über den Weg laufen.

Viele Grüße aus Adelsdorf
Martin

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Re: Es Gärt in Erlangen

#3

Beitrag von msonst » Donnerstag 14. Januar 2021, 21:10

marsabba hat geschrieben:
Donnerstag 14. Januar 2021, 21:08
Herzlich Willkommen

In der Region gibt es nicht nur eine hohe Brauereidichte, sondern eine noch höhere Hobbybrauerdichte. Ich bin sicher, wir werden uns eher früher als später über den Weg laufen.

Viele Grüße aus Adelsdorf
Martin

Grüße nach Adelsdorf aus Dechsendorf (das kennt nur meist keiner, daher die Grüße aus Erlangen vorhin)
Zuletzt geändert von msonst am Donnerstag 14. Januar 2021, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Es Gärt in Erlangen

#4

Beitrag von hyper472 » Donnerstag 14. Januar 2021, 21:11

Du hast Dir das schwierigste ausgesucht...
Ich empfehle Dir, erst mal ein paar Ales / Weizen / Alt zu brauen, um ins Thema zu kommen. Das ist auch lecker, aber toleranter gegenüber Fehlern. Willkommen bei den Bierverrückten!
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: Es Gärt in Erlangen

#5

Beitrag von msonst » Donnerstag 14. Januar 2021, 21:15

hyper472 hat geschrieben:
Donnerstag 14. Januar 2021, 21:11
Du hast Dir das schwierigste ausgesucht...
Ich empfehle Dir, erst mal ein paar Ales / Weizen / Alt zu brauen, um ins Thema zu kommen. Das ist auch lecker, aber toleranter gegenüber Fehlern. Willkommen bei den Bierverrückten!
Viele Grüße, Henning
Wieso würdest Du das als schwierig einschätzen?

Sagen wir so, da will ich hin. :-D

Momentan iteriere ich mit einem SMASH. https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread
Am WE geht es in die zweite Runde


Gruß Michael

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Re: Es Gärt in Erlangen

#6

Beitrag von diapolo » Freitag 15. Januar 2021, 10:04

Morgen und Grüße aus Raitersaich, Markt Roßtal!

Leider muss ich Henning beipflichen die Bierstiele, die du dir rausgesucht hast erfordern viel Erfahrung und vorallem Materialeinsatz in Form von Equipment.
Ich habe lange gebraucht (ca. 3-4 Jahre immer gleiches Rezept) um meinen Prozess so anzupassen, dass es ein vernünftiges fränkisches Bier wird.

Aber nur Mut wird schon werden hast ja auch nach dem ersten Fehlversuch die Flinte nicht ins Korn geschmissen :thumbup

Wenn wir wieder rausdürfen und Versammlungen wieder erlaubt werden, denke ich läuft man sich sicher über den weg!

mfg

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Re: Es Gärt in Erlangen

#7

Beitrag von ak59 » Freitag 15. Januar 2021, 12:30

Hallo,

noch ein Gruß aus dem Aurachgrund. Wir haben das Interesse an fränkischen Bieren gemeinsam, aber seit ich hier mitlese/braue habe ich meinen Geschmackshorizont um einiges erweitert.

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#8

Beitrag von msonst » Freitag 15. Januar 2021, 20:50

diapolo hat geschrieben:
Freitag 15. Januar 2021, 10:04
Morgen und Grüße aus Raitersaich, Markt Roßtal!

Leider muss ich Henning beipflichen die Bierstiele, die du dir rausgesucht hast erfordern viel Erfahrung und vorallem Materialeinsatz in Form von Equipment.
Ich habe lange gebraucht (ca. 3-4 Jahre immer gleiches Rezept) um meinen Prozess so anzupassen, dass es ein vernünftiges fränkisches Bier wird.

Aber nur Mut wird schon werden hast ja auch nach dem ersten Fehlversuch die Flinte nicht ins Korn geschmissen :thumbup

Wenn wir wieder rausdürfen und Versammlungen wieder erlaubt werden, denke ich läuft man sich sicher über den weg!

mfg

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Gibt es das Rezept nachdem Du braust online?

Um ehrlich zu sein tue ich mir auch ein bisschen schwer zu definieren was es eigentlich ist was mir am fränkischen Bier schmeckt. Am besten trifft es wohl, dass man mit einem fränkischen Bier schon eine Mahlzeit hat im Vergleich zu einem Getränk ;-)

Aber wie genau definiert sich eigentlich ein fränkisches Bier?

Michael

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Re: Es Gärt in Erlangen

#9

Beitrag von diapolo » Samstag 16. Januar 2021, 09:40

Hi Michael,
für die Definition ist Peter (glup) zuständig :Pulpfiction
Ich würde sagen ein helles bis Bersteinfarbenes UG mit deutschem Hopfen und um 25 IBU
Mein Ur-Rezept ist bei MMuM hinterlegt, es hat sich aber zum aktuellen wenig geändert.

Das aktuelle ist nicht öffentlich, da es kommerziell genutzt wird :Drink

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Re: Es Gärt in Erlangen

#10

Beitrag von ak59 » Samstag 16. Januar 2021, 11:11

Hi,

ich trau mich kaum fränkisches Bier definieren zu wollen, deshalb ist das nur meine individuelle Sicht.

Relativ viele helle Biere, nicht zu stark gehopft vor allem kann ich mich kaum an gestopfte Biere erinnern bzw. an intensive Fruchtaromen. Lager-, Keller- oder Landbiere, früher kaum Weizen, wenn dann Kristall. Und dann vor allem die Vielfalt davon, wegen der vielen kleinen Brauereien. Dann noch die Kultur dazu mit Bierkellern (für die, die‘s nicht kennen: eine Art Biergarten, oft noch mit eigenem Bier, kleine Brotzeiten und zum Bier passende Gerichte einfach gemütlich).

Aber das hat sich im Laufe der Zeit auch etwas geändert und sicher gibt es andere Meinungen dazu.

Gruß,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#11

Beitrag von schweizer-franke » Samstag 16. Januar 2021, 22:56

Oh wow, da ist schon viel Aufwand in diverse Setups geflossen!

Fränkische Biere zu brauen ist interessant, aber du sitzt ja andererseits auch an der Quelle für gutes Kaufbier. Mir hat's bislang viel Freude bereitet, mich mit Bierstilen zu beschäftigen, die man vor Ort nicht ganz so häufig bekommt... Aber ein gutes fränkisches Landbier auf einem Keller ist tatsächlich was Feines und das selberzumachen ist toll.

Viele Grüsse von einem Exil-Franken aus dem Aischgrund...
Max

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Re: Es Gärt in Erlangen

#12

Beitrag von ak59 » Sonntag 17. Januar 2021, 00:20

schweizer-franke hat geschrieben:
Samstag 16. Januar 2021, 22:56
... mit Bierstilen zu beschäftigen ...

Max
Dafür bin ich ja hier ;-)

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Re: Es Gärt in Erlangen

#13

Beitrag von msonst » Sonntag 17. Januar 2021, 02:12

schweizer-franke hat geschrieben:
Samstag 16. Januar 2021, 22:56
Viele Grüsse von einem Exil-Franken aus dem Aischgrund...
Max
Hast Du die fränkische mit der echten Schweiz verwechselt? Oder gibt's in der Schweiz auch gutes Bier?
;-)

Grüße nach Genf!
Michael

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Re: Es Gärt in Erlangen

#14

Beitrag von msonst » Sonntag 17. Januar 2021, 02:23

ak59 hat geschrieben:
Samstag 16. Januar 2021, 11:11
Relativ viele helle Biere, nicht zu stark gehopft vor allem kann ich mich kaum an gestopfte Biere erinnern bzw. an intensive Fruchtaromen. Lager-, Keller- oder Landbiere, früher kaum Weizen, wenn dann Kristall.
"Ungespundetes Bier, vorwiegend in Franken üblich,"
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ungespundetes_Bier
Weiß jemand, ob es dafür einen Grund gibt?

"Zwickelbier (kurz Zwickel, regional Zwickl), auch Kellerbier genannt, ist ein ungefiltertes, „naturtrübes“ Bier. Das Bier wird meist direkt nach dem Nachgärungsprozess in Gastwirtschaften angeboten"
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zwickelbier

Interessant :
"In der Literatur wird das Kellerbier oftmals als Synonym für das Zwickelbier verwendet, was nicht ganz korrekt ist. Bei einem Kellerbier handelt es sich um ein etwas stärker gehopftes Bier mit etwas höherem Alkoholgehalt und somit auch einer besseren Lagerungsfähigkeit. "
https://craftbeer-revolution.de/biersti ... kellerbier

Warum ist es denn bei vielen Bieren nötig noch länger zu lagern, um den Geschmack zu verbessern? Was wirkt hier?

Generell schmecken die Biere irgendwie voller und garnicht wässrig. Woher kommt das? Nimmt man so die Trübstoffe wahr?

Gibt es Besonderheiten / Charakteristika beim Maischen, Gärführung oder ähnliches?

Gruß Michael
Zuletzt geändert von msonst am Montag 18. Januar 2021, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Es Gärt in Erlangen

#15

Beitrag von schweizer-franke » Sonntag 17. Januar 2021, 15:38

msonst hat geschrieben:
Sonntag 17. Januar 2021, 02:12
Hast Du die fränkische mit der echten Schweiz verwechselt?
Nee nee, kann schon noch Schweiz und Fränkische Schweiz auseinanderhalten. :Wink
Wobei einige Schweizer die Tatsache, dass es auch die Fränkische Schweiz gibt, wohlwollend zur Kenntnis genommen haben (und gerne als Beweis für die Schönheit der "echten" Schweiz interpretieren)...
msonst hat geschrieben:
Sonntag 17. Januar 2021, 02:12
Oder gibt's in der Schweiz auch gutes Bier? ;-)
Interpretationssache... ;-) Hier am Genfersee gibt's seit 2-3 Jahren tatsächlich ein paar gute kleine Brauereien. Als ich vorher in der Deutschschweiz gewohnt habe, war ich vom lokal verfügbaren Kaufbier aber nicht besonders angetan - kann sich aber inzwischen geändert haben. Immerhin gab es recht häufig Rothaus aus Deutschland, das im Vergleich zu den Schweizer Brauereien quasi zu Dumping-Preisen rausgehauen wurde.
Die Bierkeller-Kultur ist aber tatsächlich eines von den Dingen, die mir fehlt...

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Re: Es Gärt in Erlangen

#16

Beitrag von msonst » Montag 18. Januar 2021, 00:46

diapolo hat geschrieben:
Samstag 16. Januar 2021, 09:40
Hi Michael,
für die Definition ist Peter (glup) zuständig :Pulpfiction
Ich würde sagen ein helles bis Bersteinfarbenes UG mit deutschem Hopfen und um 25 IBU
Mein Ur-Rezept ist bei MMuM hinterlegt, es hat sich aber zum aktuellen wenig geändert.

Das aktuelle ist nicht öffentlich, da es kommerziell genutzt wird :Drink

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Das hier?
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... ff=Diapolo

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Re: Es Gärt in Erlangen

#17

Beitrag von diapolo » Montag 18. Januar 2021, 07:44

Morgen,
ja genau das

mfg

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Re: Es Gärt in Erlangen

#18

Beitrag von ak59 » Montag 18. Januar 2021, 19:44

diapolo hat geschrieben:
Samstag 16. Januar 2021, 09:40
Hi Michael,
für die Definition ist Peter (glup) zuständig :Pulpfiction
Ich würde sagen ein helles bis Bersteinfarbenes UG mit deutschem Hopfen und um 25 IBU
Mein Ur-Rezept ist bei MMuM hinterlegt, es hat sich aber zum aktuellen wenig geändert.

Das aktuelle ist nicht öffentlich, da es kommerziell genutzt wird :Drink

mfg

Bernd
Hi,

ist das „nicht aktuelle“ das Raitersaicher Kellergold?

Gruß,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#19

Beitrag von diapolo » Montag 18. Januar 2021, 20:11

Hi Andreas,
nein das war das Grundrezept nachem ich die Anlage Entwickelt habe.
Das jetzige Keller Hell is etwas anders aber von den Grundzügen her gleich.

Ich habe die Hopfen etwas geändert und das Schüttungsverhältnis angepasst.

mfg

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Re: Es Gärt in Erlangen

#20

Beitrag von ak59 » Montag 18. Januar 2021, 20:17

diapolo hat geschrieben:
Montag 18. Januar 2021, 20:11
Hi Andreas,
nein das war das Grundrezept nachem ich die Anlage Entwickelt habe.
Das jetzige Keller Hell is etwas anders aber von den Grundzügen her gleich.

Ich habe die Hopfen etwas geändert und das Schüttungsverhältnis angepasst.

mfg

Bernd
Hi,

dann anders gefragt: welches Rezept für ein typisches fränkisches Helles würdest Du mir denn empfehlen? Das alte ginge dann doch erstmal, oder? Ich könnte dann ja selber variieren.

Viele Grüße,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#21

Beitrag von diapolo » Montag 18. Januar 2021, 20:29

Hi Andreas,
ja ich würde es so übernehmen als Grundrezept zum Weiterentwickeln gehts auf jeden Fall!

By the way, ich kann dir auch mal eines von mir vorbei langen ich fahr unter der Woche jeden Tag an Emskirchen vorbei auf dem Weg nach SEF

mfg

Bernd
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Re: Es Gärt in Erlangen

#22

Beitrag von gulp » Dienstag 19. Januar 2021, 09:48

diapolo hat geschrieben:
Samstag 16. Januar 2021, 09:40
Hi Michael,
für die Definition ist Peter (glup) zuständig :Pulpfiction
Ich würde sagen ein helles bis Bersteinfarbenes UG mit deutschem Hopfen und um 25 IBU
Mein Ur-Rezept ist bei MMuM hinterlegt, es hat sich aber zum aktuellen wenig geändert.

Das aktuelle ist nicht öffentlich, da es kommerziell genutzt wird :Drink

mfg

Bernd
Schwieriges Thema, darum habe ich auch etwas gezögert. Aber gut, versuche ich es halt mal.

DAS fränkische Bier gibt es nicht, dafür gibt es zu viele unterschiedliche. In jedem Kaff wird ein Anderes gebraut und auf jedem Keller kann man Tipps zum besten fränkischen Bier erhalten und jedes wird anders schmecken. Zwischen einem Lindenbräu Vollbier und sagen wir mal Krug Geisfeld liegen Welten. Von malzig vollmundig, bis trocken hopfig. Etwa in der Mitte zwischen beiden extremen liegt da das zu Recht allseits beliebte Hetzelsdorfer.

Wir, der "Hefe Ulrich" und ich haben uns vor ein paar Jahren mal an einer Definition versucht, hier die groben Richtwerte:

Farbe: Gold bis Mittelfarbig.

Schüttung: Münchner Malz und Wienermalz
Billigversion: PiMa und 1-2 % Cara Dunkel
mindestens: PiMa und MüMa, kein ausgeprägter Caramelgeschmack.

Es sollen eher vollmundige Biere und ein wenig malzbetont sein, aber nicht mastig. Stammwürze zwischen 12 und 13,5 P.
Gute, aber feine Bittere, eher Aromahopfen oder Feinstaromahopfen und Bitterhopfen (hochalpha) IBU: 20 - 35, aber keine Hopfenaromabombe.

Hefe, tendenziell nicht diacetylbetont, wie z.B. böhmisches Bier. (Da gibt es aber etliche fränkische Biere die hier rausfallen).
Langsame und kalte Gärung, nicht SO2 (Schwefelstinker) betont wie z.B. bayerisches Helles.
tendenziell: wenig höhere Alkohole, geringe Konzentration an Acetaldehyd, nicht ganz endvergoren.

Das ist schon ein breiter Rahmen und oft fällt das Wörtchen tendenziell. Der Bierstil fränkisches Lager lässt sich halt schwer greifen. BJCP mäßig passt noch am ehesten die 7c.

Gruß und Feuer frei. :P
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#23

Beitrag von renzbräu » Dienstag 19. Januar 2021, 23:28

gulp hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 09:48
Gruß und Feuer frei. :P
Peter
Nach Deinen Ausführungen traut man sich ja gar nicht mehr gegen zwei Autoritäten zu stellen. :P
Ein, zwei Ergänzungen hätte ich nach paar Überlegungen dennoch.
gulp hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 09:48

Schwieriges Thema, darum habe ich auch etwas gezögert. Aber gut, versuche ich es halt mal.

DAS fränkische Bier gibt es nicht, dafür gibt es zu viele unterschiedliche. In jedem Kaff wird ein Anderes gebraut und auf jedem Keller kann man Tipps zum besten fränkischen Bier erhalten und jedes wird anders schmecken. Zwischen einem Lindenbräu Vollbier und sagen wir mal Krug Geisfeld liegen Welten. Von malzig vollmundig, bis trocken hopfig. Etwa in der Mitte zwischen beiden extremen liegt da das zu Recht allseits beliebte Hetzelsdorfer.
Da hat Franken wirklich eine Vielfalt, die eine einheitliche Beschreibung schwer macht. Bereits bei den gegebenen Ressourcen könnte es konträrer nicht sein: Während in der Fränkischen Schweiz Brauereien neben Quellen mit steinernen Rinnen und Sinterterrassen stehen, gibt es schon ein paar Kilometer weiter ein völlig anderes Wasserprofil, teils sogar Pils tauglich ohne jede Aufbereitung. Alleine das fördert die Vielfalt und die Unterschiede.

gulp hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 09:48
Wir, der "Hefe Ulrich" und ich haben uns vor ein paar Jahren mal an einer Definition versucht, hier die groben Richtwerte:

Farbe: Gold bis Mittelfarbig.

Schüttung: Münchner Malz und Wienermalz
Billigversion: PiMa und 1-2 % Cara Dunkel
mindestens: PiMa und MüMa, kein ausgeprägter Caramelgeschmack.

Es sollen eher vollmundige Biere und ein wenig malzbetont sein, aber nicht mastig. Stammwürze zwischen 12 und 13,5 P.
Gute, aber feine Bittere, eher Aromahopfen oder Feinstaromahopfen und Bitterhopfen (hochalpha) IBU: 20 - 35, aber keine Hopfenaromabombe.

Hefe, tendenziell nicht diacetylbetont, wie z.B. böhmisches Bier. (Da gibt es aber etliche fränkische Biere die hier rausfallen).
Langsame und kalte Gärung, nicht SO2 (Schwefelstinker) betont wie z.B. bayerisches Helles.
tendenziell: wenig höhere Alkohole, geringe Konzentration an Acetaldehyd, nicht ganz endvergoren.

Das ist schon ein breiter Rahmen und oft fällt das Wörtchen tendenziell. Der Bierstil fränkisches Lager lässt sich halt schwer greifen. BJCP mäßig passt noch am ehesten die 7c.
Andererseits passt häufiges Verwenden von "tendenziell" und schwer greifbar wieder zu einem Bier, das zu Franken und "dem" Franken passt. Denn "den" Franken gibt es nicht. Franken war historisch gesehen nie eine Einheit oder gar Einheitlichkeit: Da gab es verschiedene Herrschaften, von Markgrafschaften, Klein-Ritter-Herrschaften aus drei Ortschaften, Fürstbischöfe, freie Reichsstädte und freie Reichsdörfer, die meisten Bier(haupt)städte auf einem Fleck - ein Flickenteppich. Seit der Reformation auch noch konfessionell geprägt. Selbst der fränkische Dialekt trennt mehr als er eint. Der Autor und Essayist Hans Max von Aufsess beschrieb den Franken: "Der Franke ist ein Gewürfelter". Von jeder Seite anders, facettenreich und schwer im ganzen erfassbar. Wie das Bier, so auch die Bratwurst. Überall "a bissla annersch" (ein bisschen anders). Es gibt vielleicht mehr Bratwurstsorten als Käsesorten in Frankreich. Charles De Gaulles soll gesagt haben: "Es ist schwer, ein Volk zu regieren, das 246 Sorten Käse hat." Wie soll man da einen einheitlichen Bierstil beschreiben?
Also passt tendenziell das fränkische Bier zum Franken. Und tendenziell Eure Beschreibung zum fränkischen Bier - nicht sehr gut, weil: nix gsachd, is globd gnuch. :Angel Aber tendenziell schwer greifbar- das Brauwasser, der Franke oder das fränkische Bier? Tendenziell... Auf den Facettenreichtum! In diesem Sinne - Prost! :Drink
Gott gebe Glück und Segen drein!
Johannes

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Re: Es Gärt in Erlangen

#24

Beitrag von msonst » Mittwoch 20. Januar 2021, 09:02

Evtl wäre es hilfreich spezielle (Meister, Hetzelsdorfer, Schlänkerla, Steinbach, Krug, Held, Gansbräu), bekanntere Marken zu beschreiben und von dort ausgehend nach Gemeinsamkeiten zu suchen?
Klar wird es auch Brauereien geben, die Pilz brauen, als häufig/typisch nehme ich das nicht an.

Die meisten denken bei fränkischem Bier wohl eher an Kellerbier.

Gruß Michael

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Re: Es Gärt in Erlangen

#25

Beitrag von ThomasBr » Mittwoch 20. Januar 2021, 09:31

Gud Moing aus Boddenstaa, also ich hab auch mit UG angefangen und bin dabei geblieben. Vorteil an den vielen Brauereien man kommt relativ leicht an frischer Brauereihefe.

Grüße

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Re: Es Gärt in Erlangen

#26

Beitrag von ak59 » Mittwoch 20. Januar 2021, 14:24

Das mit dem typisch fränkischen Bier ist nicht so einfach, wie man sieht. Wenn ich es mir recht überlegen, ist es vielleicht genau die Vielfalt (wenn auch in einem bestimmten Rahmen) wegen der immer noch vielen verschiedenen Brauereien.

@gulp & @renzbräu: welches Rezept file Euch als erstes ein - wenn Ihr ein (öffentlich zugängliches) teilen wolltet? Ich möchte dieses oder nächstes Wochenende die No. 11 von MMuM als Splitsud einmal mit Nottingham Ale obergärig, bzw. Saflager W34/70 untergärig brauen.

Gruß,

Andreas

P.S.: Boddensdaa, bidde ;-) des 't' kherd in Sempft

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Re: Es Gärt in Erlangen

#27

Beitrag von gulp » Mittwoch 20. Januar 2021, 15:14

ak59 hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 14:24
Das mit dem typisch fränkischen Bier ist nicht so einfach, wie man sieht. Wenn ich es mir recht überlegen, ist es vielleicht genau die Vielfalt (wenn auch in einem bestimmten Rahmen) wegen der immer noch vielen verschiedenen Brauereien.

@gulp & @renzbräu: welches Rezept file Euch als erstes ein - wenn Ihr ein (öffentlich zugängliches) teilen wolltet? Ich möchte dieses oder nächstes Wochenende die No. 11 von MMuM als Splitsud einmal mit Nottingham Ale obergärig, bzw. Saflager W34/70 untergärig brauen.

Gruß,

Andreas

P.S.: Boddensdaa, bidde ;-) des 't' kherd in Sempft
Mit der Zymoferm Z001 sowie 50/50 PiMa/MüMa1 und zweifacher Dekoktion wird das noch besser. 28 IBU reichen.

Gruß
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#28

Beitrag von gulp » Mittwoch 20. Januar 2021, 15:15

renzbräu hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 23:28
gulp hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 09:48
Gruß und Feuer frei. :P
Peter
Nach Deinen Ausführungen traut man sich ja gar nicht mehr gegen zwei Autoritäten zu stellen. :P
Ein, zwei Ergänzungen hätte ich nach paar Überlegungen dennoch.
gulp hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 09:48

Schwieriges Thema, darum habe ich auch etwas gezögert. Aber gut, versuche ich es halt mal.

DAS fränkische Bier gibt es nicht, dafür gibt es zu viele unterschiedliche. In jedem Kaff wird ein Anderes gebraut und auf jedem Keller kann man Tipps zum besten fränkischen Bier erhalten und jedes wird anders schmecken. Zwischen einem Lindenbräu Vollbier und sagen wir mal Krug Geisfeld liegen Welten. Von malzig vollmundig, bis trocken hopfig. Etwa in der Mitte zwischen beiden extremen liegt da das zu Recht allseits beliebte Hetzelsdorfer.
Da hat Franken wirklich eine Vielfalt, die eine einheitliche Beschreibung schwer macht. Bereits bei den gegebenen Ressourcen könnte es konträrer nicht sein: Während in der Fränkischen Schweiz Brauereien neben Quellen mit steinernen Rinnen und Sinterterrassen stehen, gibt es schon ein paar Kilometer weiter ein völlig anderes Wasserprofil, teils sogar Pils tauglich ohne jede Aufbereitung. Alleine das fördert die Vielfalt und die Unterschiede.

gulp hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 09:48
Wir, der "Hefe Ulrich" und ich haben uns vor ein paar Jahren mal an einer Definition versucht, hier die groben Richtwerte:

Farbe: Gold bis Mittelfarbig.

Schüttung: Münchner Malz und Wienermalz
Billigversion: PiMa und 1-2 % Cara Dunkel
mindestens: PiMa und MüMa, kein ausgeprägter Caramelgeschmack.

Es sollen eher vollmundige Biere und ein wenig malzbetont sein, aber nicht mastig. Stammwürze zwischen 12 und 13,5 P.
Gute, aber feine Bittere, eher Aromahopfen oder Feinstaromahopfen und Bitterhopfen (hochalpha) IBU: 20 - 35, aber keine Hopfenaromabombe.

Hefe, tendenziell nicht diacetylbetont, wie z.B. böhmisches Bier. (Da gibt es aber etliche fränkische Biere die hier rausfallen).
Langsame und kalte Gärung, nicht SO2 (Schwefelstinker) betont wie z.B. bayerisches Helles.
tendenziell: wenig höhere Alkohole, geringe Konzentration an Acetaldehyd, nicht ganz endvergoren.

Das ist schon ein breiter Rahmen und oft fällt das Wörtchen tendenziell. Der Bierstil fränkisches Lager lässt sich halt schwer greifen. BJCP mäßig passt noch am ehesten die 7c.
Andererseits passt häufiges Verwenden von "tendenziell" und schwer greifbar wieder zu einem Bier, das zu Franken und "dem" Franken passt. Denn "den" Franken gibt es nicht. Franken war historisch gesehen nie eine Einheit oder gar Einheitlichkeit: Da gab es verschiedene Herrschaften, von Markgrafschaften, Klein-Ritter-Herrschaften aus drei Ortschaften, Fürstbischöfe, freie Reichsstädte und freie Reichsdörfer, die meisten Bier(haupt)städte auf einem Fleck - ein Flickenteppich. Seit der Reformation auch noch konfessionell geprägt. Selbst der fränkische Dialekt trennt mehr als er eint. Der Autor und Essayist Hans Max von Aufsess beschrieb den Franken: "Der Franke ist ein Gewürfelter". Von jeder Seite anders, facettenreich und schwer im ganzen erfassbar. Wie das Bier, so auch die Bratwurst. Überall "a bissla annersch" (ein bisschen anders). Es gibt vielleicht mehr Bratwurstsorten als Käsesorten in Frankreich. Charles De Gaulles soll gesagt haben: "Es ist schwer, ein Volk zu regieren, das 246 Sorten Käse hat." Wie soll man da einen einheitlichen Bierstil beschreiben?
Also passt tendenziell das fränkische Bier zum Franken. Und tendenziell Eure Beschreibung zum fränkischen Bier - nicht sehr gut, weil: nix gsachd, is globd gnuch. :Angel Aber tendenziell schwer greifbar- das Brauwasser, der Franke oder das fränkische Bier? Tendenziell... Auf den Facettenreichtum! In diesem Sinne - Prost! :Drink
:goodpost:

Gruß
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#29

Beitrag von ak59 » Mittwoch 20. Januar 2021, 15:27

gulp hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 15:14
ak59 hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 14:24
Das mit dem typisch fränkischen Bier ist nicht so einfach, wie man sieht. Wenn ich es mir recht überlegen, ist es vielleicht genau die Vielfalt (wenn auch in einem bestimmten Rahmen) wegen der immer noch vielen verschiedenen Brauereien.

@gulp & @renzbräu: welches Rezept file Euch als erstes ein - wenn Ihr ein (öffentlich zugängliches) teilen wolltet? Ich möchte dieses oder nächstes Wochenende die No. 11 von MMuM als Splitsud einmal mit Nottingham Ale obergärig, bzw. Saflager W34/70 untergärig brauen.

Gruß,

Andreas

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Mit der Zymoferm Z001 sowie 50/50 PiMa/MüMa1 und zweifacher Dekoktion wird das noch besser. 28 IBU reichen.

Gruß
Peter
Sch...ade, hatte vorhin eine Bestellung für MüMa I rückgängig gemacht - hätte auf mein Gefühl hören sollen. Egal, hab das Storno storniert, warte die Zymoferm-Lieferung ab und vergäre damit rein untergärig.

Mal sehen ob ich das mit der Dekoktion diesmal besser hinkriege.

Dank und Gruß,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#30

Beitrag von Snowman » Mittwoch 20. Januar 2021, 17:55

Kein Ding mit dem „Münchner“! Als echter Franke mag man das eh net im Bier - allein schon wegen der Bezeichnung :Bigsmile
Hab auch mal mit Uli ein fränkisches Lager ausgebastelt: mit 100% Wiener!
Dann kannst auch Dekoktion weglassen, das is eh als Hobbybrauer ein Quell der Oxidation und da reagiert dann alles mit allem (O-Ton).

Gut Sud!
Björn

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Re: Es Gärt in Erlangen

#31

Beitrag von ak59 » Mittwoch 20. Januar 2021, 18:08

Naja, wenn schon, denn schon, das 1. Mal fand ich's im Prinzip einfacher als eine mehrstufige Infusion, bin nur hektisch geworden, als ich nicht immer die Temperatur getroffen habe und darauf nicht gut vorbereitet war.

Ich muss meinen Plan aber mal im geeigneten Unterforum zur Durchsicht einstellen.

Gruß,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#32

Beitrag von gulp » Mittwoch 20. Januar 2021, 18:09

Snowman hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 17:55
Kein Ding mit dem „Münchner“! Als echter Franke mag man das eh net im Bier - allein schon wegen der Bezeichnung :Bigsmile
Hab auch mal mit Uli ein fränkisches Lager ausgebastelt: mit 100% Wiener!
Dann kannst auch Dekoktion weglassen, das is eh als Hobbybrauer ein Quell der Oxidation und da reagiert dann alles mit allem (O-Ton).

Gut Sud!
Björn
Oxidation ist in dem Fall völlig egal, weil das sicher nicht alt wird. Da muss man aufpassen dass die Gläser nicht mitgefressen werden. :P
Und Wien ist wohl besser als München? Etz aber... :Ahh

Gruß
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#33

Beitrag von Snowman » Mittwoch 20. Januar 2021, 18:18

Da muss man aufpassen dass die Gläser nicht mitgefressen werden. :P
Und Wien ist wohl besser als München? Etz aber... :Ahh
Da hast schon Recht! Alt wird das nicht :Smile
Das musst du ja sagen als alter Münchner :Drink

LG Björn

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Re: Es Gärt in Erlangen

#34

Beitrag von guenter » Mittwoch 20. Januar 2021, 18:26

Snowman hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 18:18
Da hast schon Recht! Alt wird das nicht :Smile
Das ist auch ein anderer Bierstil, dazu obergärig und gehört zur Region Düsseldorf :Bigsmile :Bigsmile :Bigsmile
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Es Gärt in Erlangen

#35

Beitrag von gulp » Mittwoch 20. Januar 2021, 18:30

guenter hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 18:26
Snowman hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 18:18
Da hast schon Recht! Alt wird das nicht :Smile
Das ist auch ein anderer Bierstil, dazu obergärig und gehört zur Region Düsseldorf :Bigsmile :Bigsmile :Bigsmile
Ich sach ma: Groß und Kleinschreibung beachten! :Bigsmile

Gruß
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#36

Beitrag von Snowman » Mittwoch 20. Januar 2021, 18:38

Ihr seid so herrlich bekloppt! :thumbsup

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Re: Es Gärt in Erlangen

#37

Beitrag von ak59 » Dienstag 2. Februar 2021, 17:16

gulp hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 15:14
ak59 hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 14:24
Das mit dem typisch fränkischen Bier ist nicht so einfach, wie man sieht. Wenn ich es mir recht überlegen, ist es vielleicht genau die Vielfalt (wenn auch in einem bestimmten Rahmen) wegen der immer noch vielen verschiedenen Brauereien.

@gulp & @renzbräu: welches Rezept file Euch als erstes ein - wenn Ihr ein (öffentlich zugängliches) teilen wolltet? Ich möchte dieses oder nächstes Wochenende die No. 11 von MMuM als Splitsud einmal mit Nottingham Ale obergärig, bzw. Saflager W34/70 untergärig brauen.

Gruß,

Andreas

P.S.: Boddensdaa, bidde ;-) des 't' kherd in Sempft
Mit der Zymoferm Z001 sowie 50/50 PiMa/MüMa1 und zweifacher Dekoktion wird das noch besser. 28 IBU reichen.

Gruß
Peter
Hi,

wie anderweitig erwähnt ist am letzten Samstag nicht alles ideal gelaufen, aber das ist rum, und die SVG sagt mir 77% und 5.5%, also das passt wohl. Bleibt eine Frage zur Gärführung. Ich habe bei 7.4°C die Hefe mit knapp unter 10°C angestellt dann (da mein KS im überdachten Freien steht) mit 1° pro Stunde auf 10°C erwärmt - alleine hätte sie das wohl nicht geschafft. Ich sehe lt. iSpindel eigentlich sehr zügig Änderungen (kalibriert habe ich sie nicht anständig, weil mir eigentlich nur der Kurvenverlauf wichtig ist).

Nun zu meiner Frage: ich gehe mal grob von 2 Wochen aus, aber auch davon unabhängig: soll ich die Temperatur ab einem bestimmten Zeitpunkt erhöhen, wenn ja wann und wieviel pro Tag etwa? Ich hätte damit angefangen, wenn die Gärung langsam abflaut und dann so 1° am Tag angehoben bis ich bei sagen wir 18°C ende.

Viele Grüße,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#38

Beitrag von gulp » Dienstag 2. Februar 2021, 20:01

Bei mir steht das bei 8-10° Umgebungstemperatur. Ich mache da keine Temperaturerhöhungen. Nach einer Woche ist es durch, nach 2 Wochen fülle ich ab. Eine Diacetylrast mache ich nur, wenn das nach Butter riecht.

Gruß
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#39

Beitrag von marsabba » Dienstag 2. Februar 2021, 20:07

Wenn die Gärung so 2/3 durch ist kannst du mit der Temperaturerhöhung beginnen. 1 Grad/Tag scheint mir OK, ich bin manchmal auch noch etwas mutiger. Wenn du zu langsam erhöhst, dann liegt die meiste Hefe halt schon schlafend am Boden, und die Temperaturerhöhung ist nicht so wirkungsvoll wie möglich.
Kuck mal hier

Aber wie Peter grad schrieb, ohne gehts auch, musst du halt etwas länger Geduld haben bis du das Bier trinken kannst.

Grüße
Martin

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Re: Es Gärt in Erlangen

#40

Beitrag von ak59 » Dienstag 2. Februar 2021, 20:42

... einfacher ist mir lieber, dann mach ich das auch ohne, danke. Das mit den 2 Wochen würde dann zu meinem nächsten UG-Sud passen. Oder spricht etwas dagegen, wenn ich die Hefe ohne Temperaturerhöhung weiterverwende?

Gruß,

Andreas

P.S.: Sorry, dass ich die nette Neuvorstellung gekapert habe.

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Re: Es Gärt in Erlangen

#41

Beitrag von msonst » Sonntag 7. Februar 2021, 20:28

ak59 hat geschrieben:
Dienstag 2. Februar 2021, 20:42
P.S.: Sorry, dass ich die nette Neuvorstellung gekapert habe.
Überhaupt kein Problem, ich lese mit Interesse mit und lerne :thumbsup

ak59
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Re: Es Gärt in Erlangen

#42

Beitrag von ak59 » Dienstag 16. Februar 2021, 14:31

gulp hat geschrieben:
Dienstag 2. Februar 2021, 20:01
Bei mir steht das bei 8-10° Umgebungstemperatur. Ich mache da keine Temperaturerhöhungen. Nach einer Woche ist es durch, nach 2 Wochen fülle ich ab. Eine Diacetylrast mache ich nur, wenn das nach Butter riecht.

Gruß
Peter
Hab gestern abgefüllt - Probeschluck war einwandfrei, recht lecker. Jetzt noch eine Frage zur Nachgärung: steht bei mir grade im KS im Carport, muss also auch heizen, um die 10°C zu halten. Oder erfolgt die Nachgärung bei Dir bei höheren Temperaturen?

Gruß,

Andreas

P.S.: Die Hefe konnte ich am Samstag nicht wiederverwenden - war mir viel zu kalt im Freien.

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Re: Es Gärt in Erlangen

#43

Beitrag von gulp » Dienstag 16. Februar 2021, 18:00

Hab gestern abgefüllt - Probeschluck war einwandfrei, recht lecker.
:thumbup

Hefe auf NaCL ziehen: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=12310

Ich mache keine Nachgärung. Die Fässer werden zwangscarbonisiert: https://stixbraeu.de/tipps-und-tricks

Gruß
Peter
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Re: Es Gärt in Erlangen

#44

Beitrag von ak59 » Dienstag 16. Februar 2021, 19:56

Asoo, naja, dann bleib ich bei 10°C, werdschowern.

Das mit NaCl muss ich mir später ansehen, zusammen mit dem Thema Starter.

Gruß,

Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#45

Beitrag von beastinside » Mittwoch 17. Februar 2021, 17:50

gulp hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 18:09
Snowman hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 17:55
Kein Ding mit dem „Münchner“! Als echter Franke mag man das eh net im Bier - allein schon wegen der Bezeichnung :Bigsmile
Hab auch mal mit Uli ein fränkisches Lager ausgebastelt: mit 100% Wiener!
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Oxidation ist in dem Fall völlig egal, weil das sicher nicht alt wird. Da muss man aufpassen dass die Gläser nicht mitgefressen werden. :P
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Gruß
Peter
Wer mal komplett Im schönen Frankenland bleiben und auf Wiener und Münchner verzichten möchte, die Mälzerei Schubert in Schweinfurt (Unterfranken, dem schönsten der Drei :Angel ) gibt es seit kurzem Fränkisch Hell und Fränkisch Dunkel als Malzsorten im Angebot. :Greets
LG Andreas

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Re: Es Gärt in Erlangen

#46

Beitrag von Wengertsbräu » Freitag 19. Februar 2021, 14:20

Gibt es das als Sackware?

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