Kohlensäure, was ist da los?

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razel
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Kohlensäure, was ist da los?

#1

Beitrag von razel » Samstag 27. Februar 2021, 16:54

Moin moin zusammen!

Ich bin neu hier in der Community und habe vor kurzem mein erstes Pils, nach dem Rezept “Pils fürs Volk“, gebraut. Hat auch soweit alles super geklappt, nur habe ich ein Problem mit der Kohlensäure.
Nach dem Brauen habe ich den Sud über Nacht abkühlen lassen und am nächsten Tag 1 Päckchen der untergärigen Hefe (11,5g) Saflager w34/70 auf 6,5L hinzugegeben und zwei Wochen zwischen 9-12 Grad gären lassen.
Nach den zwei Wochen habe ich das Jungbier aus dem Eimer mittels Silikonschlauch vorsichtig in die vorher gut gespülten und desinfizierten 0,33er „Ploppgläser“ gefüllt und anschließend mit ca. 2-3g Zucker versetzt (leider keine Feinwaage gehabt). Kurz im geschlossenen Zustand gedreht und bei 9-12 Grad stehen lassen.
Nach einer Woche eine Flasche getestet, recht hefige Note am Anfang des Schlucks, der sich dann in eine herbe Pilsnote abändert, interessant :). Auch die Kohlensäure hat nach einer Woche schon einen ordentlichen Eindruck gemacht.
Nach zwei Wochen Faschengärung dann die Ernüchterung, so gut wie keine Kohlensäure mehr vorhanden!? Wie kann das sein? Habe 3 Flaschen probiert, alle das selbige Problem!
Das verstehe ich nicht, durch die Bügelflaschen sollte doch alles dicht sein und wenn zu es an wenig Zucker liegen sollte, hätte doch trotzdem wenigstens „genauso viel“ Kohlensäure da sein müssen?🤔
Auch an zu wenig Hefe sollte es doch eigentlich nicht liegen oder?

Ich wäre über jeden Rat sehr dankbar, so schmeckt das einfach nicht!😅

Viele Grüße

Alex

fg100
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#2

Beitrag von fg100 » Samstag 27. Februar 2021, 17:47

Stell erst mal die Flaschen wärmer. Darf ruhig auch an die 20°C rangehen. Dann nach einer Woche nochmals testen. Zu wenig Hefe hat man als Hobbybrauer normalerweise nicht.
Wenn aber der Druck schon da war und jetzt kein Druck mehr drauf ist, ist vermutlich der Bügelverschluss undicht.
Ist nicht so ungewöhnlich.
Längerfristig würde ich auf Kronkorken umstellen.

razel
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#3

Beitrag von razel » Samstag 27. Februar 2021, 18:02

Danke für das schnelle Feedback!

Ich bin nur so verwundert, dass gleich 3/3 so „abgebaut“ haben.
Also stelle ich das mal wärmer und das ist kein Problem für die kälteliebende Untergänge Hefe?
Denn bei obergärigen Bieren liest man ja, dass man es recht kalt langern soll zum Schluss? 🙂

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schwarzwaldbrauer
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#4

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Samstag 27. Februar 2021, 19:13

razel hat geschrieben:
Samstag 27. Februar 2021, 18:02

Denn bei obergärigen Bieren liest man ja, dass man es recht kalt langern soll zum Schluss? 🙂
Gilt für og sowie ug, sobald die Nachgärung durch ist.
Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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afri
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#5

Beitrag von afri » Samstag 27. Februar 2021, 21:10

Fehlt denn nur die CO2 oder schmeckt das Bier noch sehr süß? Bei letzterem hat die NG noch nicht stattgefunden, dann solltest du das in der Tat etwas wärmer stellen.
Achim
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#6

Beitrag von t-u-f » Sonntag 28. Februar 2021, 12:47

Moin,
Willkommen im Forum...
Auzs welcher Ecke kommst du her?

Gruß
T-u-F
Klopf Klopf
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Kann NICHT sein - Bier kann nicht sprechen... :Drink

razel
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#7

Beitrag von razel » Montag 1. März 2021, 15:27

Vielen Dank für das super Feedback! :)

Das Bier schmeckt nicht süß, hat einfach nur kein Dampf. Ich wundere mich nur, wie es Felns ect. machen, denen geht doch auch nicht so viel Kohlensäure verloren in den Bügelfalschen 🤔.
Oder verhält es sich da, wie mit Uhren und Batteriedichtungen?

Ich komme aus dem Berliner Raum 😉

Viele Grüße

Alex

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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#8

Beitrag von secuspec » Montag 1. März 2021, 16:17

razel hat geschrieben:
Montag 1. März 2021, 15:27
Vielen Dank für das super Feedback! :)

Das Bier schmeckt nicht süß, hat einfach nur kein Dampf. Ich wundere mich nur, wie es Felns ect. machen, denen geht doch auch nicht so viel Kohlensäure verloren in den Bügelfalschen 🤔.
Oder verhält es sich da, wie mit Uhren und Batteriedichtungen?

Ich komme aus dem Berliner Raum 😉

Viele Grüße

Alex
Hallo Alex,

wenn ich mich recht entsinne, ist das Berliner Wasser oft extrem hart - also eigentlich, ohne Vorverhandlung, zum Brauen eines Pils nicht wirklich geeignet. Es ist und bleibt halt auch ein Bierstil an dem man sich auch als fortgeschrittener Brauer abarbeiten kann. Pils und Helles gelten als Königsdisziplinen.
Von der Gärführung leist sich das was Du gemacht hast eigentlich richtig.
Über Nacht abkühlen ist allerdings auch mit gewissen Risiken verbunden und wird hier im Forum öfters diskutiert. Eine aktive Kühlmöglichkeit hilft Dir da auch.
Lasse die Flachen ein paar Tage wärmer stehen - die Hefe dürfte dann, wenn inzwischen nichts weiter Negatives mit dem Bier passiert ist, nochmal anspringen und die vorhandenen Zucker zu CO2 umbauen.
Was Du nicht tun solltest, wäre Zucker nachschütten - das kann sprittig werden.
Der "interessante" Geschmack kann von er nicht aktiven Kühlung und der damit verbundenen unkontrollierbaren Nachisomerisierung herrühren, als auch von anderen Einflüssen wie Plätschern, bei der Du Oxidation erzeugt hast. Die dürfte sich dann auch an einer dunkleren Farbe des Biers manifestieren.

Bleibe auf jeden Fall dran und berichte mal, ob das wärmer stellen was gebracht hat.

Viele Grüße,
Steffen :Drink
Sudhaus aus Brewpaganda 80l Töpfen,IDS2 Platte (Maischen),ULP 8kW Heizelement (Kochen), 3,5kW Element für Nachguss.
Gesteuert mit BREWBLOX (https://brewblox.netlify.app).

HBST Rhein Main & Brausportgruppe e.V.
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Re: Kohlensäure, was ist da los?

#9

Beitrag von Grandes » Mittwoch 31. März 2021, 16:51

Hallo Alex,

hat sich schon etwas mit deiner Kohlensäure getan???
Schöne Grüße von der Mosel

Ralf
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An der Mosel wird nicht nur guter Wein gemacht sondern auch lecker Biiiieeerrr :Drink

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