Bier Brauen - Jan Brücklmeier

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Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#1

Beitrag von philipp » Freitag 16. März 2018, 15:29

Das Buch von Jan ist seit Dienstag raus. Tut eurem lokalen Buchhändler einen Gefallen und bestellt es dort: ISBN 9783800109272 (Es gibt auch eine PDF-Version, ISBN: 9783818602512 ). Der Buchhandel verdient an einem Buch zwischen 30-40% - besser als wenn das Geld an Amazon ginge.

Ich werde es in den folgenden Tagen durchlesen und eine ausführliche Rezension verfassen. An alle, die gerade noch wegen des Preises abgeschreckt sind: 50€ für die gedruckte Version ist krass, das stimmt. Aber das sind 500 Blatt Papier, das Format ist fast DIN A4, stellt euch also einfach mal einen Block Druckerpapier vor.

@Jan: Bitte nicht in den Verteidigungsmodus verfallen oder angegriffen fühlen, wenn Leute das Buch kritisieren... ;-)

Also: Die nächsten Tage werden duster, kalt und nass: Verbringt sie sinnvoll. Lasst uns hier diskutieren, was Jan anders gemacht hat als andere Autoren - vielleicht habt ihr auch eines der Rezepte schon ausprobiert?
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#2

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 16. März 2018, 15:43

Ich habe mein Exemplar heute auch bekommen und locker zwei Stündchen darin geschmöckert. Das Buch ist jeden Cent wert, denn Jan geht auf alle relevanten Themen ausführlich ein. Man kann in diesem Hobby weit mehr Geld für unnützere Dnge ausgeben. Klare Kaufempfehlung.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#3

Beitrag von hyper472 » Freitag 16. März 2018, 15:46

Dem kann ich mich nur anschließen. Im gängigen Format wären das satte 1.000 Seiten! Und, wie Jan schon geschrieben hat, vom Niveau wohl eher nicht als Einsteiger-Lektüre zu empfehlen.
Jan, vielleicht macht der Verlag eine Errata-Seite? Einen hab ich nämlich schon gefunden: das Nürnberger Gerstengebot ist nicht von 1392 sondern von circa 1302 - in meiner alten Signatur stand das noch drin :Greets
Viele Grüße, Henning

Edith weist darauf hin, dass diese Jahreszahl allein eine eigene Errata-Seite natürlich nicht rechtfertigt.
Zuletzt geändert von hyper472 am Freitag 16. März 2018, 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#4

Beitrag von stefan78h » Freitag 16. März 2018, 15:48

Nach meinem zweiten Sud genau richtig!
Jetzt wo mehr Fragen da sind als am Anfang!
:)
Gruß
stefan

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#5

Beitrag von Brauwolf » Freitag 16. März 2018, 15:54

Ich hab mir gleich am 8. vormittags das pdf heruntergeladen (gedruckte Version soll noch kommen), es lässt sich hochkant sehr gut auf dem Tablett lesen.
Was soll ich sagen? 500 Seiten geballte Information, flüssig lesbar, anschauliche Grafiken und nützliche Tabellen - ich bin überzeugt, das Werk wird der "Narziß des kleinen Mannes".

Großer Vorteil: ich muss Nachwuchsbrauern nicht mehr die Welt erkläeren, ich kann jetzt einfach sagen "steht so im 'Brücklmeier' ":
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 85#p265485

Das Thema gibt sicher Stoff für weit mehr als 1000 Seiten her und die große Kunst besteht darin, so ein Werk auf 500 Seiten zu begrenzen, ohne was wichtiges wegzulassen. Das ist auf jeden Fall gelungen!

Cheers, Ruthard
Man kann über fast alles lachen. Nur nicht mit jedem.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#6

Beitrag von Johnny H » Freitag 16. März 2018, 15:57

hyper472 hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 15:46
[...]
Jan, vielleicht macht der Verlag eine Errata-Seite? [...]
Viele Grüße, Henning
Dazu hatte Jan schon was gepostet:
§11 hat geschrieben:
Samstag 10. März 2018, 15:05

:redhead das ist natürlich richtig. Nach dem 20 mal lesen wird man „betriebsblind“. Euer Feedback ist wirklich wichtig um eine eventuelle weitere Auflage zu verbessern. Bitte schreibt mir all eure „Funde“ an Jans.Braubuch@gmail.com dann hab ich die alle gesammelt.

An alle, vielen Dank für euer positives Feedback! Da wird man ja direkt verlegen. :redhead

Ich bin übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach erst wieder im Oktober in Deutschland zu den Brauertagen in Lüneburg

Gruß

Jan
Ich habe auch schon einen Fehler gefunden, S. 42, poste das aber gleich direkt.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#7

Beitrag von hyper472 » Freitag 16. März 2018, 16:05

Johnny H hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 15:57

Ich habe auch schon einen Fehler gefunden, S. 42, poste das aber gleich direkt.
Hast Recht, das ist eleganter!
Viele Grüße, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#8

Beitrag von schliene » Freitag 16. März 2018, 16:27

hyper472 hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 16:05
Johnny H hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 15:57

Ich habe auch schon einen Fehler gefunden, S. 42, poste das aber gleich direkt.
Hast Recht, das ist eleganter!
Viele Grüße, Henning
Warum nicht hier??? :Grübel

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#9

Beitrag von Boludo » Freitag 16. März 2018, 17:32

Ich hab einen auf Seite 142 gefunden, die Einmaischtemperatur ist zu hoch. Jan weiß aber schon bescheid. Außerdem würde ich beim Rasten den Einkocher ausschalten.
Ich denke, solche kleinen Fehler sind bei einer Erstauflage normal und trüben nicht die Freude an dem wirklich schön gemachten Buch. Das Geld ist es auf alle Fälle wert :thumbup

Stefan

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#10

Beitrag von §11 » Freitag 16. März 2018, 17:41

Boludo hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 17:32
Ich hab einen auf Seite 142 gefunden, die Einmaischtemperatur ist zu hoch. Jan weiß aber schon bescheid. Außerdem würde ich beim Rasten den Einkocher ausschalten.
Ich denke, solche kleinen Fehler sind bei einer Erstauflage normal und trüben nicht die Freude an dem wirklich schön gemachten Buch. Das Geld ist es auf alle Fälle wert :thumbup

Stefan
Ja, bei der Temperatur haben sich zwei drei Grad dazugemogelt. Kocher würde ich nicht ausschalten, aber auf die richtige Temperatur, also die Rasttemperatur, einstellen. Dann ist der Prozess unabhängig von den etwaigen Verlusten wiederholbar.

Gruß

Jan
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Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#11

Beitrag von Boludo » Freitag 16. März 2018, 17:55

Kommt auf den Einkocher drauf an. Vor allem bei älteren Modellen ist die Temperatureinstellung eine Lotterie und man sollte dann auch unbedingt permanent Rühren. Aber egal, das sind nur Details und viele Wege führen nach Rom.

Stefan

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#12

Beitrag von hyper472 » Freitag 16. März 2018, 19:45

schliene hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 16:27
hyper472 hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 16:05
Johnny H hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 15:57

Ich habe auch schon einen Fehler gefunden, S. 42, poste das aber gleich direkt.
Hast Recht, das ist eleganter!
Viele Grüße, Henning
Warum nicht hier??? :Grübel
Geschmackssache. Die Grenze zwischen „Herr Lehrer, ich weiß was, da ist ein Fehler“, hilfreichen Hinweisen und ernsthaften Diskussionsbeiträgen ist manchmal nicht leicht zu finden.
Meinetwegen können wir auch gerne hier weiter sammeln, aber wenn Jan darum bittet, ihn direkt anzumailen, warum nicht? Im Gegenzug wäre dann die genannte Errata-Seite, wie sie bei Kompendien dieses Umfangs nicht unüblich ist, sehr hilfreich für die Leser.
Viel Spaß weiterhin beim Lesen!
Henning
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#13

Beitrag von schliene » Freitag 16. März 2018, 20:53

hyper472 hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 19:45


Geschmackssache. Die Grenze zwischen „Herr Lehrer, ich weiß was, da ist ein Fehler“, hilfreichen Hinweisen und ernsthaften Diskussionsbeiträgen ist manchmal nicht leicht zu finden.
Meinetwegen können wir auch gerne hier weiter sammeln, aber wenn Jan darum bittet, ihn direkt anzumailen, warum nicht? Im Gegenzug wäre dann die genannte Errata-Seite, wie sie bei Kompendien dieses Umfangs nicht unüblich ist, sehr hilfreich für die Leser.
Viel Spaß weiterhin beim Lesen!
Henning
Herr Lehrer macht ja wohl keine absichtlichen Fehler..., oder?
Für den Benutzer kann das unter Umständen hilfreich sein!

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#14

Beitrag von §11 » Freitag 16. März 2018, 21:32

So, jetzt haben wir uns wieder lieb, gell?

Mir geht es vor allem darum das mir die Fehler nicht durch die Lappen gehen. Das tun sie aber hier im Laufe eines Diskussionsfadens. Ihr könnt Ungereimtheiten natürlich gerne hier öffentlich diskutieren, wäre nur super wenn Ihr mit trotzdem eine Mail schickt, dann hab ich eben alles beieinander und kann sie in ein Korreturexemplar übertragen.

Schöne Grüße

Jan
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#15

Beitrag von Johnny H » Freitag 16. März 2018, 21:41

Habe es Jan jetzt gemailt, von daher auch hier für Mitlesende:

Die Überschrift der Tabelle auf S.42 ist m.E. nicht korrekt: es ist hier die Rede vom Stammwürze-Bittereinheiten-Verhältnis, aber es muss wohl eher umgekehrt vom Bittereinheiten-Stammwürze-Verhältnis gesprochen werden, wie es auch über der Grafik auf S. 42 und auf S.43 korrekt erläutert ist.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#16

Beitrag von hyper472 » Freitag 16. März 2018, 22:06

Die Beiträge #13 und #14 Satz 1 verstehe ich nicht. Ich freue mich über Aufklärung über PN.
Danke und Prost,
Henning
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#17

Beitrag von Tozzi » Samstag 17. März 2018, 00:17

Meins ist jetzt endlich auch angekommen.
Bin begeistert. Tolle Qualität, sehr gutes Papier, hochwertig gebunden, perfekte Druckqualität.
Wirklich ein Schmuckstück für das Bücherregal.
Inhaltlich fallen als erstes die vielen Abbildungen, Tabellen und Diagramme auf.
Da wurde eine Marktlücke gefüllt. Könnte der deutsche "Palmer" werden. Umfangreicher und besser, eventuell.
Ich freue mich auf's Lesen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#18

Beitrag von Kolbäck » Samstag 17. März 2018, 07:56

Johnny H hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 21:41
Die Überschrift der Tabelle auf S.42 ist m.E. nicht korrekt: es ist hier die Rede vom Stammwürze-Bittereinheiten-Verhältnis, aber es muss wohl eher umgekehrt vom Bittereinheiten-Stammwürze-Verhältnis gesprochen werden, wie es auch über der Grafik auf S. 42 und auf S.43 korrekt erläutert ist.
Und bei der entsprechenden Formel hat sich ein Faktor 100 zu viel eingeschlichen. :Smile
--
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#19

Beitrag von Johnny H » Samstag 17. März 2018, 09:12

Kolbäck hat geschrieben:
Samstag 17. März 2018, 07:56
Johnny H hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 21:41
Die Überschrift der Tabelle auf S.42 ist m.E. nicht korrekt: es ist hier die Rede vom Stammwürze-Bittereinheiten-Verhältnis, aber es muss wohl eher umgekehrt vom Bittereinheiten-Stammwürze-Verhältnis gesprochen werden, wie es auch über der Grafik auf S. 42 und auf S.43 korrekt erläutert ist.
Und bei der entsprechenden Formel hat sich ein Faktor 100 zu viel eingeschlichen. :Smile
Richtig! Das hatte ich übersehen.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#20

Beitrag von haefner » Samstag 17. März 2018, 09:33

Meins ist auch vor mir. Kann mich der allgemeinen Begeisterung nur anschließen. Ich hab schon lange auf ein Buch gewartet, das nicht nur Anfänger und Fortgeschrittene anspricht, sondern gut und verständlich aber tief ins Detail geht, und Expertenwissen vermittelt. Bin überglücklich mit dem Kauf :-)

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#21

Beitrag von philipp » Sonntag 18. März 2018, 10:11

Bitte ab jetzt nur noch Diskussionen zum Buch an sich. Kleinere Fehler bitte einfach direkt per Mail an Jan - die brauchen wir ja nicht alle im Detail hier durchzukauen. Für die kleinen Dinge gibt es auch noch den Parallel-Laber-Thread zum Buch: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... &start=300

Große Schnitzer, Verständnisfragen u.s.w. - das gehört hier hin ;-)
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#22

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 18. März 2018, 10:36

Vielleicht solltest du den/die Threadtitel eindeutiger formulieren, im Moment läuft die Diskussion nämlich parallel und durenand.

Cheers, Ruthard
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#23

Beitrag von Malzwein » Sonntag 18. März 2018, 10:58

Zweckmäßig wäre es, erst einmal alle vermeintlichen Fehler und Unstimmigkeiten an Jan zu melden, der das dann prüfen kann. Nicht jeder vermeintliche Fehler muss einer sein, aber ich würde mich gerne über echte Fehler und mißverständliche Formulierungen informieren können. Ausufernde Diskussionen sind mir primär nur bedingt nützlich. Das wäre dann wohl ein Errata.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Fachliche Besprechung: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#24

Beitrag von philipp » Sonntag 18. März 2018, 14:31

Brauwolf hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 10:36
Vielleicht solltest du den/die Threadtitel eindeutiger formulieren, im Moment läuft die Diskussion nämlich parallel und durenand.
Man achte auf das Subforum und die immer oben angeschlagenen Regeln - aber ich werde es mal aufgreifen ;-)
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#25

Beitrag von Kolbäck » Donnerstag 22. März 2018, 08:17

So, ich habe das Buch jetzt gut zur Hälfte gelesen und den Rest überflogen. Ich werde selbigen nicht fortlaufend lesen, sondern nach Bedarf, deshalb ist es an der Zeit, meine Meinung loszuwerden; vielleicht interessiert es ja jemanden. Kurz zur Einordnung: Ich braue seit anderthalb Jahren (28 Sude à ~30L) und habe vor diesem zwei andere Bücher zum Thema gelesen: How to Brew von Palmer, Radical Brewing von Mosher.

Übergreifend sehr positiv an Jans Buch ist auf jeden Fall, dass so gut wie jeder Hobbybrauer daraus etwas lernen kann. Es hat eine Fülle an Information und praktischen Tipps, gepaart mit zahlreichen Bildern und Zeichnungen. Selbst wenn man für den eigenen Anspruch schon genug zu wissen glaubt, ist eine neue Perspektive und Formulierung eines Themas immer eine Bereicherung.

Ohne diese Leistung schmälern zu wollen - ich könnte es schließlich keineswegs besser - hoffe ich, dass die Dinge, die mir weniger gefallen haben und im folgenden angekrittelt werden, in dem konstruktiven Ton aufgenommen werden, in dem sie gemeint sind.

Was mich am meisten gestört hat ist der Text und dessen Sprache. Ich bin kein Lektor, aber finde, ein besserer solcher hätte dem Buch gutgetan (für eigene Texte wird man leicht "blind"). Gelegentliche Grammatikfehler störten meinen Lesefluss genauso wie der hohe Anteil an Füllwörtern wie "auch", "doch" (oft ohne dass der implizierte Widerspruch erkennbar wäre), "sozusagen", "ungemein", "noch", "allerdings", etc. Dazu kommt die Neigung, lieber den komplizierteren Bergriff als das gebräuchlichere Synonym zu verwenden, was sich mit dem gewollt flapsigen und humoristischen Plauderton beißt. Ich fand die Lektüre generell frustrierender als ich erwartet hätte.

Querverweise auf andere Kapitel (meist ohne Seiten- oder Kapitelnummer) kommen häufig vor, was ein Hinweis auf suboptimale Struktur ist. Als Beispiel sind Hefestarter auf S.207, Hefe ernten und einlagern auf S.245, und was Hefe so tut und welche verschiedene es gibt dann erst auf S.345ff. Dazu kommt, dass der Querverweis oft unnötig ist, weil die referenzierte Stelle z.B. lediglich eine vorausschauende Erwähnung ist, die nicht wert ist zurückzublättern. Damit zusammen hängt mein Eindruck, dass generell wenig gekürzt wurde am Text; alles musste rein. Die Einordnung, also die Wichtigkeit eines Aspekts im Vergleich zu anderen, geht dabei unter, weil naturgemäß ein komplizierter Sachverhalt mehr Platz zum erklären braucht, auch wenn er für die meisten Hobbybrauer wenig relevant ist.

Außerdem haben sich kleine Fehler eingeschlichen. Mal ist ein Faktor in einer Formel zu viel, mal ist ein böhmisches Pils auf derselben Seite unter "geringere" und "ausgeprägte" Bittere eingeordnet. Oder aus Wattsekunden werden W/h und kW/h anstatt Wh und kWh; und der "Messbecher mindestens 3L" hat eine Größenangabe von "1-2 L". Nichts von alledem ist ein grober Schnitzer, aber es verstärkte den Eindruck der Erstauflage, der eine Revision gut täte. (Ja, die Email an Jan mit der vollständigen Liste ist in Arbeit.) Der Index ist mit zwei Seiten recht kurz, eine Literaturliste fehlt, dafür gibt es Listen zu Lieferanten und Weiterbildungen.

Bereue ich wegen all dem, 30€ für ein PDF ausgegeben zu haben? Keineswegs! Ich werde es sicherlich noch öfter aufmachen und etwas nachlesen. Ich wünsche dem Buch allen Erfolg, nicht nur aber auch wegen der vielen Zeit und großen Hilfsbereitschaft, die §11 hier im Forum an den Tag legt. :thumbup

Viele Grüße
Thomas

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#26

Beitrag von Cubase » Samstag 31. März 2018, 14:34

Hallo, ich habe das Buch jetzt fast durch und finde es klasse. Es ist genau dass, was ich mir nach der Lektüre von Einsteigerliteratur als Fortsetzung gewünscht habe.
Was ich aber sehr bedenklich finde, ist die Propagierung von täglichem Bier trinken. Das ist, vor dem Hintergrund von mehreren Millionen Alkoholkranken, meiner Meinung nach sehr bedenklich. Der Schritt von täglichem Alkoholkonsum zur Sucht ist klein.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#27

Beitrag von §11 » Sonntag 1. April 2018, 14:23

Cubase hat geschrieben:
Samstag 31. März 2018, 14:34
Hallo, ich habe das Buch jetzt fast durch und finde es klasse. Es ist genau dass, was ich mir nach der Lektüre von Einsteigerliteratur als Fortsetzung gewünscht habe.
Was ich aber sehr bedenklich finde, ist die Propagierung von täglichem Bier trinken. Das ist, vor dem Hintergrund von mehreren Millionen Alkoholkranken, meiner Meinung nach sehr bedenklich. Der Schritt von täglichem Alkoholkonsum zur Sucht ist klein.
Das freut mich das es dir gefällt.

Zum Thema Propagieren von täglichem Alkoholkonsum, ich denke da sprichst du auf Prof. Piendls Zitat an, oder?

Auf der gegenüberliegenden Seite steht auch ein Zitat von ihm zur Menge. Damit ist er eigentlich im Einklang mit den „dietary guidelines“ der WHO. Die sagen aber ganz klar das diese Angaben eine Obergrenze sind, also niemand sollte deshalb mehr trinken oder gar zum Trinken anfangen. Allerdings gehe ich jetzt davon aus das niemand mein Buch über Bierbrauen kaufen wird, der nicht schon vorher auch Bier trinkt. Im Grunde sollte das jeder für sich selbst entscheiden.

Schöne Ostergrüsse

Jan
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#28

Beitrag von Kolbäck » Sonntag 1. April 2018, 16:21

§11 hat geschrieben:
Sonntag 1. April 2018, 14:23
Zum Thema Propagieren von täglichem Alkoholkonsum, ich denke da sprichst du auf Prof. Piendls Zitat an, oder?

Auf der gegenüberliegenden Seite steht auch ein Zitat von ihm zur Menge. Damit ist er eigentlich im Einklang mit den „dietary guidelines“ der WHO.
Zitate von einem Bier-Professor finde ich in dem Zusammenhang einigermaßen unglaubwürdig. Und dass die WHO wie Piendl ein tägliches Bier empfiehlt (anstatt keinem), glaube ich erst, wenn ich es sehe. (Nach zehn Minuten suche hab' ich bei der WHO bisher nur Info zu Risiken gefunden.)

Ich habe auf diese zwei Seiten im Buch ähnlich reagiert wie Cubase. Eine lange Liste von Gesundheitsvorteilen gegenüber drei unkonkreten Zeilen zu Risiken, obwohl der wissenschaftliche Konsens meines Wissens immer noch ist, dass bei Alkohol, egal in wie kleinen Maßen, die negativen Auswirkungen überwiegen. Das Wort Krebs mögen wir als Biertrinker vielleicht nicht gern hören, aber die Verharmlosung an dieser Stelle im Buch erregte ein mulmiges Gefühl bei mir und ich fand sie vor allem unnötig, weil
§11 hat geschrieben:
Sonntag 1. April 2018, 14:23
Im Grunde sollte das jeder für sich selbst entscheiden.
Genau. :Smile
--
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#29

Beitrag von §11 » Sonntag 1. April 2018, 16:44

Und dass die WHO wie Piendl ein tägliches Bier empfiehlt (anstatt keinem), glaube ich erst, wenn ich es sehe.
Du hattest aber meinen Beitrag schon ganz gelesen?
Die sagen aber ganz klar das diese Angaben eine Obergrenze sind, also niemand sollte deshalb mehr trinken oder gar zum Trinken anfangen
Natürlich birgt Biertrinken ein Risiko für die Gesundheit. Das sollte jedem klar sein der mit dem Brauen beginnt. Ich weiß aber nicht ob ich deshalb in meinem Buch in einem Disclaimer darauf aufmerksam machen muss/ soll. Ich bin mir nicht bewusst im Buch irgendjemand zum Trinken verführt zu haben :Grübel

Ich weiß nicht ob zum Beispiel in Reparaturanleitungen für Autos und Motorräder ein Disclaimer auf die Risiken hinweist die Auto oder Motorradfahren birgt.

Schöne Ostergrüsse

Jan
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#30

Beitrag von §11 » Sonntag 1. April 2018, 16:47

WHO dietary guidelines appendix 9
If alcohol is consumed, it should be in moderation—up to one drink per day for women and up to two drinks per day for men—and only by adults of legal drinking age. For those who choose to drink, moderate alcohol consumption can be incorporated into the calorie limits of most healthy eating patterns. The Dietary Guidelines does not recommend that individuals who do not drink alcohol start drinking for any reason; however, it does recommend that all foods and beverages consumed be accounted for within healthy eating patterns.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#31

Beitrag von Kolbäck » Sonntag 1. April 2018, 17:02

§11 hat geschrieben:
Sonntag 1. April 2018, 16:44
Und dass die WHO wie Piendl ein tägliches Bier empfiehlt (anstatt keinem), glaube ich erst, wenn ich es sehe.
Du hattest aber meinen Beitrag schon ganz gelesen?
Die sagen aber ganz klar das diese Angaben eine Obergrenze sind, also niemand sollte deshalb mehr trinken oder gar zum Trinken anfangen
Kein Widerspruch dazu, aber das ist halt nicht, was im Buch steht, im Gegenteil: Beide Piendl-Zitate sagen explizit, dass kein Bier ungesünder ist als eins. Und die Liste, was Bier gesund macht, impliziert dasselbe.

Dir auch Frohe Ostern! :Greets

Edit: Unklare Formulierung.
Zuletzt geändert von Kolbäck am Sonntag 1. April 2018, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
--
Viele Grüße, Thomas
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#32

Beitrag von HelDi » Sonntag 1. April 2018, 17:05

In dem Buch geht es um Bier brauen. Wem das hergestellte Produkt zu ungesund ist, den steht es frei, die Gärfässer durch ausschütten wieder frei zu bekommen.
Man kann echt aus allem einen Staatsakt machen.
Btw, das Lesen von Forenbeiträgen auf Monitoren kann Schädigungen am Sehvermögen begünstigen.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#33

Beitrag von Dyrdlingur » Sonntag 1. April 2018, 18:10

Ich habe über das angesprochene Zitat herzlich geschmunzelt und es im Bekanntenkreis bereits mehrfach zitiert. :Smile
Mit dem Zitat von Sepp Maier ging es mir genauso :Drink
Ich hoffe der letzte Smiley ist nicht auf inrgendeinem Index.
Klaus

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#34

Beitrag von Sura » Montag 2. April 2018, 08:27

Dyrdlingur hat geschrieben:
Sonntag 1. April 2018, 18:10
Ich habe über das angesprochene Zitat herzlich geschmunzelt und es im Bekanntenkreis bereits mehrfach zitiert. :Smile
Ich finde das Zitat auch sehr gelungen und passend.
(Sich über solch ein Zitat in einem Braubuch zu beschweren, ist wie der Formel 1 ein Tempolimit von 100km/h zu empfehlen. Ich denke solch eine Grundsatzdiskussion (über Biermenge) hat in diesem Thread auch wenig zu suchen.)

Ansonsten gefällt mir der erste Teil des Buches auch sehr. Ich hab aber noch 2/3 vor mir... :Smile
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#35

Beitrag von herrpaul » Freitag 6. April 2018, 08:50

Wir würden gerne mal das Kartoffelbier und das Waldbier nachbrauen, aber da haben sich noch einige Fragen ergeben:
  1. Beim Kartoffelbier steht im allgemeinen Teil auf S. 308, dass Knollen unbedingt vorher vorverkleistert, also gekocht werden müssen. Im Rezept auf S. 309 werden sie dann roh verwendet. Was stimmt denn nun?
  2. Beim Kartoffelbier wird als Pfannevollwürzemenge 13 Liter angegeben, während auf S. 12 steht dass alle Rezepte auf 20 Liter fertiges Bier ausgelegt sind. In dem Fall kommen dann aber nur ca. 10 Liter raus, oder? Wobei ich bei der Menge des Schüttung und der Zielstammwürze von 10,5 °P schon eine höhere Ausbeute erwarten würde... (Edit: Ok, mit 13 Liter ist die Nachgussmenge gemeint, alles klar)
  3. Beim Waldbier auf S. 376 wird das Brauwasser auf 71 °C erwärmt, eingemaischt und das soll 56 °C ergeben. So weit fällt das bei uns nie ab, maximal 3-5 °C. Das scheint sich aber durch's Buch zu ziehen (z. B. auch S. 142). Eventuell verstehe ich da etwas falsch?
  4. Beim Waldbier soll die Würze auf 25 °C abgekühlt werden, mit der Nottingham angestellt und dann das Ende der Hauptgärung bei 14-16 °C abgewartet werden. Einerseits kommt mir 25 °C als Anstelltemperatur zu hoch vor, andererseits ist mir nicht klar, wann dann auf 14-16 °C weiter gekühlt werden soll. Sollte da statt 25 °C vielleicht 15 °C stehen?

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#36

Beitrag von Neubrauer » Sonntag 8. April 2018, 08:37

Das Buch sieht extrem gut aus. Zuerst wollte ich doch ein oder zwei Rezepte probieren, um zu sehen, ob auch die was taugen. Aber schon die ersten Zeilen davon machen mich wundern.

Für mich ist es immer ein echtes Problem beim Maischen gewesen: wenn man das Malz am Anfang einrührt, was für Temperatur sollte das Wasser haben, damit die Mischung – sogleich – die gewünschte Temperatur erhält? In den Rezepten des Buches wird das folgendermaßen gelöst:
Im Einkocher X Liter Brauwasser auf Y°C erwärmen. Die Schüttung gut einrühren. Es sollte sich eine Mischtemperatur von Z°C ergeben.
Zum Beispiel (Seite 319, Honigbier, Malzmenge 3,15 kg): X=11; Y=88; Z=67.

Temperatur der Mischung gleich 67°C? Das ist nicht einmal nahe dem Wert, den ich mit meinen bisherigen Rechnereien finde, nämlich Z=81°C.

Diese "bisherigen Rechnereien" gehen davon aus, dass die Temperatur der Maisch-Wasser-Mischung das gewichtete Mittel der zwei Temperaturen ist: (Mw*Tw + p*Mm*Tm)/(Mw + p*Mm), wo
  • Mw = Wassermenge [kg]
    Tw = Wassertemperatur [°C]
    Mm = Malzmenge [kg]
    Tm = Malztemperatur [°C]
p sorgt für den Unterschied der Wärmekapazitäten von Malz und Wasser, und ist gleich etwa 0,4. Mit diesem Wert kommt man im obigen Beispiel auf 72°C anstelle von 88°C als die Anfangs-Temperatur des Wassers.

Vielleicht ist "mein" p falsch (funktioniert aber ziemlich gut). Aber konstant sollte p doch sein, oder?

In den Rezepten won "Bier brauen" ist p aber nicht konstant:
  • S.135 p=0.80
    S.148 p=1,40
    S.236 p=0,45
    S.319 p=1,56
Auf S.436 gibt es eine Erklärung der "BERECHNUNG TEMPERATUR HAUPTGUSS", aber... Ist das wirklich eine Erklärung?

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#37

Beitrag von Barney Gumble » Sonntag 8. April 2018, 12:48

Neubrauer hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 08:37
Das Buch sieht extrem gut aus. Zuerst wollte ich doch ein oder zwei Rezepte probieren, um zu sehen, ob auch die was taugen. Aber schon die ersten Zeilen davon machen mich wundern.

Für mich ist es immer ein echtes Problem beim Maischen gewesen: wenn man das Malz am Anfang einrührt, was für Temperatur sollte das Wasser haben, damit die Mischung – sogleich – die gewünschte Temperatur erhält? In den Rezepten des Buches wird das folgendermaßen gelöst:
Im Einkocher X Liter Brauwasser auf Y°C erwärmen. Die Schüttung gut einrühren. Es sollte sich eine Mischtemperatur von Z°C ergeben.
Zum Beispiel (Seite 319, Honigbier, Malzmenge 3,15 kg): X=11; Y=88; Z=67.

Temperatur der Mischung gleich 67°C? Das ist nicht einmal nahe dem Wert, den ich mit meinen bisherigen Rechnereien finde, nämlich Z=81°C.

Diese "bisherigen Rechnereien" gehen davon aus, dass die Temperatur der Maisch-Wasser-Mischung das gewichtete Mittel der zwei Temperaturen ist: (Mw*Tw + p*Mm*Tm)/(Mw + p*Mm), wo
  • Mw = Wassermenge [kg]
    Tw = Wassertemperatur [°C]
    Mm = Malzmenge [kg]
    Tm = Malztemperatur [°C]
p sorgt für den Unterschied der Wärmekapazitäten von Malz und Wasser, und ist gleich etwa 0,4. Mit diesem Wert kommt man im obigen Beispiel auf 72°C anstelle von 88°C als die Anfangs-Temperatur des Wassers.

Vielleicht ist "mein" p falsch (funktioniert aber ziemlich gut). Aber konstant sollte p doch sein, oder?

In den Rezepten won "Bier brauen" ist p aber nicht konstant:
  • S.135 p=0.80
    S.148 p=1,40
    S.236 p=0,45
    S.319 p=1,56
Auf S.436 gibt es eine Erklärung der "BERECHNUNG TEMPERATUR HAUPTGUSS", aber... Ist das wirklich eine Erklärung?
für Leute, die das Buch nicht vorliegen haben; welche Formel steckt beim Brücklmeier dahinter? Anders gefragt, welche Gleichung steckt hinter "ist folgendermaßen gelöst"?

vg
Shlomo (der da echt pimalAuge bzw. nach seinen alten Rezepten vorgeht, aber jetzt mit neuer Anlage wieder seehr lange braucht sich an seine Standard-T bei dem Standard-Rezept ranzutasten und sehr interessiert ist an der Varianz verschiedender Formeln);

PS: die Wärmekapazität der eigenen Anlage (d. h. wie viel Grad schluckt Deines kalten Bottichs) ist doch eigentlich das Entscheidende oda?
beim Hanghofer (S. 119, 2. Auflage 2008) ist das ja:
Einmaisch-Wassertemperatur = Zieltemperatur + (0,32 x Malzmenge (kg) + (näherungsweise) Gewicht des Bottichs (worin eingemaischt wird)) x (Zieltemperatur - Ausgangstemperatur (RT, also 20 °C idR))/Einmaisch-Wassermenge;

bei mir derzeit z. B. (Kombirast) = 67°C + (0,32 (Einheit wohl L/kg) x 10 kg + 5 (?) kg) x (67 °C - 20 °C)/30 L = 79,8 (sprich 80 °C); klingt für mich halbwegs plausibel, wobei das Gewicht des kegs jetzt noch sehr konservativ ausgelegt ist (vielleicht sogar 10 kg siehe http://www.braulotse.de/gewerbe/verpackung.html (abzüglich weggeschnittenem Deckel), dann bräuchte ich schon 88 °C; scheint mir aber definitiv zu hoch)
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! :Drink
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#38

Beitrag von Neubrauer » Sonntag 8. April 2018, 16:08

Barney Gumble hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 12:48
für Leute, die das Buch nicht vorliegen haben; welche Formel steckt beim Brücklmeier dahinter? Anders gefragt, welche Gleichung steckt hinter "ist folgendermaßen gelöst"?
Das ist wohl die Gleichung auf S.436. Aber da stimmen die Einheiten nicht.
Barney Gumble hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 12:48
PS: die Wärmekapazität der eigenen Anlage (d. h. wie viel Grad schluckt Deines kalten Bottichs) ist doch eigentlich das Entscheidende oda?
in den Rezepten wird das Wasser im Einkocher zuerst erwärmt und das Malz dann dazu gegeben, so dass (laut Brücklmeier, S.437) der Effekt des kalten Bottichs wegfällt.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#39

Beitrag von hyper472 » Sonntag 8. April 2018, 16:09

Da sind ein paar Fehler bei den Temperaturen drin. Wurde weiter oben schon angesprochen.
Bin ich eigentlich der einzige, der Interesse an einer Errata Seite (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Errata_ ... rzeichnis) hat?
Viele Grüße, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#40

Beitrag von §11 » Sonntag 8. April 2018, 16:41

Ich arbeite daran. Ich bin mit dem Verlag in Kontakt und werde mich auch noch direkt hier melden.

Ich hoffe auf eure Geduld, leider bin ich ja kein Vollzeitautor, sondern muss noch einer „Brötchen- Tätigkeit“ nachgehen :redhead

Schöne Grüße

Jan
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#41

Beitrag von hyper472 » Sonntag 8. April 2018, 20:03

§11 hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 16:41
Ich arbeite daran. Ich bin mit dem Verlag in Kontakt und werde mich auch noch direkt hier melden.

Ich hoffe auf eure Geduld, leider bin ich ja kein Vollzeitautor, sondern muss noch einer „Brötchen- Tätigkeit“ nachgehen :redhead

Schöne Grüße

Jan
Danke fürs Feedback! Ich hoffe, Du siehst das nicht als Meckern an. Im Gegenteil fände ich es schade, wenn das imo wirklich gelungene Buch an so einem vermeidbaren Makel leiden würde! Das ist eigentlich eine Aufgabe des Verlages; bei C.H. Beck liegt sogar oft eine Postkarte dabei, in der man Fehler mitteilen möge.
Viele Grüße, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#42

Beitrag von §11 » Sonntag 8. April 2018, 20:56

hyper472 hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 20:03
§11 hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 16:41
Ich arbeite daran. Ich bin mit dem Verlag in Kontakt und werde mich auch noch direkt hier melden.

Ich hoffe auf eure Geduld, leider bin ich ja kein Vollzeitautor, sondern muss noch einer „Brötchen- Tätigkeit“ nachgehen :redhead

Schöne Grüße

Jan
Danke fürs Feedback! Ich hoffe, Du siehst das nicht als Meckern an. Im Gegenteil fände ich es schade, wenn das imo wirklich gelungene Buch an so einem vermeidbaren Makel leiden würde! Das ist eigentlich eine Aufgabe des Verlages; bei C.H. Beck liegt sogar oft eine Postkarte dabei, in der man Fehler mitteilen möge.
Viele Grüße, Henning
Absolut nicht. Ärgert mich eher das sich Fehler eingeschlichen haben.

Schöne Grüße

Jan
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#43

Beitrag von Tozzi » Sonntag 8. April 2018, 21:59

§11 hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 20:56
Ärgert mich eher das sich Fehler eingeschlichen haben.
Bei einem Werk dieses Umfangs absolut unvermeidlich. :Drink
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#44

Beitrag von Barney Gumble » Montag 9. April 2018, 08:27

Neubrauer hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 16:08
Barney Gumble hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 12:48
für Leute, die das Buch nicht vorliegen haben; welche Formel steckt beim Brücklmeier dahinter? Anders gefragt, welche Gleichung steckt hinter "ist folgendermaßen gelöst"?
Das ist wohl die Gleichung auf S.436. Aber da stimmen die Einheiten nicht.
Barney Gumble hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 12:48
PS: die Wärmekapazität der eigenen Anlage (d. h. wie viel Grad schluckt Deines kalten Bottichs) ist doch eigentlich das Entscheidende oda?
in den Rezepten wird das Wasser im Einkocher zuerst erwärmt und das Malz dann dazu gegeben, so dass (laut Brücklmeier, S.437) der Effekt des kalten Bottichs wegfällt.

Ok, dann fällt das weg. Da ich aber in meinem Bottich nicht erhitzen kann (Gas würde mir den Hahn wegschmelzen) brauche ich die Formel vom Hanghofer. Selbst wenn ich heißes Wasser in den erst noch kalten Bottich vorlegen würde, müsste ich wissen wieviel Grad der Bottich vom heißen Wasserschluckt damit ich nicht zubrühen / kaltwasserzugeben muss um genau auf Einmaisch-T zu kommen.
Vg
Shlomo
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#45

Beitrag von Boludo » Montag 9. April 2018, 09:06

Mit dem Mueggeland Rechner kann man so was meiner Meinung nach ziemlich gut ausrechnen:
https://brauerei.mueggelland.de/maischfuehrung.html

Stefan

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#46

Beitrag von tauroplu » Montag 9. April 2018, 13:26

Egal, wie oft man Korrektur liest, es werden sich immer wieder Fehler einschleichen. Solange es nicht so einer, wie der folgende ist - womöglich auf der Titelseite - geht's eigentlich :Bigsmile
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SOTP.jpg (45.02 KiB) 3669 mal betrachtet
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#47

Beitrag von Neubrauer » Montag 9. April 2018, 16:42

Boludo hat geschrieben:
Montag 9. April 2018, 09:06
Mit dem Mueggeland Rechner kann man so was meiner Meinung nach ziemlich gut ausrechnen:
https://brauerei.mueggelland.de/maischfuehrung.html
Danke für den Tip. Ich habe eine Anzahl Rezepte (des Buches) damit durchgecheckt. Und: der Müggelland-Rechner scheint das gleiche gewichtete Mittel benutzen wie ich (meine "bisherigen Rechnereien", s.oben). Ihr p ist irgendwas (konstant) zwischen 0,35 und 0,40, schätze ich.

Allerdings nur, wenn man die Müggelland-"Bottichmasse" gleich Null setzt. Aber das ist es ja, was auf S.437 von "Bier brauen" festgestellt wird: wenn man das Wasser im Einkocher erwärmt, ist der Effekt der Bottichmasse gleich null.

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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#48

Beitrag von olibaer » Montag 9. April 2018, 18:15

Hallo zusammen,

das betrifft doch ohnehin nur diejenigen, die während des Einmaischens nicht in der Lage sind zu heizen.

Wer das kann, dreht die Brennerleistung unter der Pfanne kurz vor dem Einmaischen auf 100% - ganz klar.
"Brauwassertemperatur" und geplante "Einmaischtemperatur" bleiben so und für die ~10 min Einmaischen in etwa beieinander.

Überdies der schonenste Weg für die Enzyme, da "überhöhte Brauwassertemperatur-Vorlage" nicht im Bauch haben muss, was geschätzt an Abkühlung beim Einmaischen passiert.
Gruss
Oli
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#49

Beitrag von §11 » Dienstag 10. April 2018, 02:26

Wie gesagt, ich bin grad etwas eingespannt, um nicht zu sagen ich hab den A... voll Arbeit. Ich bin aber bemueht hier nach und nach zu antworten. Es kann durchaus sein das ich mich bei anderen Rezepten verechnet habe, ich picke jetzt her wahllos eins raus


Im Einkocher X Liter Brauwasser auf Y°C erwärmen. Die Schüttung gut einrühren. Es sollte sich eine Mischtemperatur von Z°C ergeben.

Zum Beispiel (Seite 319, Honigbier, Malzmenge 3,15 kg): X=11; Y=88; Z=67.
Das Problem ist das Wasser und Malz unterschiedliche Waermekapazitaeten haben. Das heist das Mischungskreuz muss um einen Faktor (f) korrigiert warden. Der Ergibt sich aus dem Bruch der Waermekapazitaeten.

Waermekapaziaet Malz= ~ 1,7 KJ/Kg*K
Waermekapazitaet Wasser (80C)= 4,2 KJ/Kg*K
Masse Malz= 3,15 Kg= m1
Masse Wasser= 11 Kg (was natuerlich nur in etwa stimmt) = m2
Temperatur Malz= 20C=TM
Temperatur Wasser= 88C= TW
Zieltemperatur Maische= 67C= Tmisch

f= (1,70 KJ/Kg*K)/(4,2 KJ/Kg*K)= 0.40 (dimensionslos)

f1=3,15 Kg*0,40*20K=25.2Kg/K
f2= 11Kg*88K= 968 Kg/K

f1+f2=993,2 Kg/K

mg=m1+m2= 14.15 Kg

Tmisch= (993,2 Kg/K)/ 14.15= 70C

Du hast natuerlich recht 70C sind keine 67C. Der Unterschied ist sehr leicht zu erklaeren. Schaust du dir die Rezepte an, habe ich den Hauptguss immer auf ganze Liter angegeben. Persoenlich halte ich nicht viel davon Rezepte auf die Exakte Menge des Wassers auszulegen, weder beim Hauptguss, noch beim Nachguss. Beim Hauptguss ist die Zieltemperatur wichtig. Deshalb folgt immer der Hinweis gegebenfalls mit Kaltwasser oder mit Aufheizen die Temperatur anzupassen. So ganz exakt ist die Wissenschaft hier eh nicht, weil ich natuerlich nicht absehen kann wieviel Energie bei der ganzen Prozedur verloren geht. Beim Nachguss ist die einzig interessante Groesse die Temperatur und die Zielstammwuerze. Die Menge ist zweitrangig. Meine Angaben sind immer so berechnet das einem das warme Wasser nicht ausgeht.

Es stimmt auch das sich in der Formel auf Seite 436 mit mHopfen [mg] ein Fehler eingeschlichen hat.

Schoene Gruesse

Jan

p.s: Ich beantworte natuerlich alle Fragen im Laufe der naechsten Tage.
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Re: Bier Brauen - Jan Brücklmeier

#50

Beitrag von Neubrauer » Dienstag 10. April 2018, 07:32

§11 hat geschrieben:
Dienstag 10. April 2018, 02:26
f1=3,15 Kg*0,40*20K=25.2Kg/K
f2= 11Kg*88K= 968 Kg/K
f1+f2=993,2 Kg/K
Hier werden Kg und K multipliziert. Die EInheit des Ergebnisses ist also nicht Kg/K, sondern Kg*K. Und K ist Kelvin, nicht Celsius. Das heißt, man muss mit Kelvin arbeiten. Das bedeutet

f1 = 3,15Kg * 0,40 * 293K = 369 Kg*K
f2 = 11Kg * 361K = 3971 Kg*K
f1+f2 = 4340 Kg*K
§11 hat geschrieben:
Dienstag 10. April 2018, 02:26
mg=m1+m2= 14.15 Kg

Tmisch= (993,2 Kg/K)/ 14.15= 70C
Hier ist die Einheit auf der linken Seite (Kg/K)/Kg, also 1/K, und die Einheit auf der rechten Seite, C. Das geht nicht. Mit den korrekten Einheiten kommt man zu

Tmisch = (f1+f2)/(m1+m2) = (4340 Kg*K )/ 14,15 Kg = 307 K

Zurück zu Celsius: Tmisch = 34°C. Irgendwas stimmt hier nicht.

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