Rückenschonend brauen

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Bierwisch
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Rückenschonend brauen

#1

Beitrag von Bierwisch » Montag 11. Dezember 2017, 15:47

Hallo Hobbybrauer,

dem Einen oder Anderen mag es aufgefallen sein, daß ich seit einigen Wochen nichts mehr gepostet habe. Trotz meines jugendlichen Alters, von nicht mal 50 Jahren, hat mich die Bandscheibe ereilt. Von jetzt auf sofort und fast ohne Vorwarnung. Derzeit bin ich in der Reha und denke darüber nach, wie ich meine Brauerei von Muskelkraft auf rückenschonend umstellen kann.

Ich vermute mal, daß da Bedarf besteht und würde euch gerne bitten, hier ein paar Ideen und Anregungen zu posten. Ich weiß, daß bereits in diversen Threads die Vorzüge von Pumpen, Flaschenzügen und Scherenhubtischen erörtert wurden, aber vielleicht bringt es ja was, wenn wir das alles mal sammeln.

Kurz zu meinen Plänen - ich möchte nach wie vor keine automatisierte Brauanlage, daher denke ich, daß eine leistungsstarke Pumpe mit Vitondichtung und entsprechenden Schläuchen und Kupplungen ausreichen sollte. Welche Schläuche / Kupplungen sind für diese Pumpe zu empfehlen?

Außerdem möchte ich in Zukunft in einem Drucktank vergären. Ein Bekannter hat mir einen unbenutzten Transportbehälter für Gefahrstoffe vermacht. Der Behälter ist bis 1,2 bar druckfest und soll mit CC-Anschlüssen (inklusive verlängertem Steigrohr) versehen werden. Vermutlich muß ich nur ein Überdruckventil an den CO2-Nippel anschliessen... Das ganze wird auf Rollen gestellt und an der tiefsten Stelle ein Ablasshahn für die Reinigung angebracht.
Später muß ich mir noch Gedanken zur Temperierung machen, vielleicht habt ihr ja auch dazu Ideen (ich braue nur obergärig).

Soviel zu meinen nächsten Plänen, ich würde mich über eure Gedanken zum Thema freuen.

Danke & Gruß,
Bierwisch
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Re: Rückenschonend brauen

#2

Beitrag von hyper472 » Montag 11. Dezember 2017, 16:22

Das ist für mich der Hauptgrund, in der 20-25-l-Klasse zu bleiben. Auch das ist ja gelegentlich schon grenzwertig für die Bandscheibe.
Zu Pumpen und Druckbehältern kann ich mich nicht vernünftig äußern.
Dir gute Besserung!
Viele Grüße, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: Rückenschonend brauen

#3

Beitrag von bierkind » Montag 11. Dezember 2017, 16:42

Mir schwebt bei dem Gedanken immer eine Anlage vor, wo man zur Reinigung nichts mehr bewegen muss, sprich, keinen Topf irgendwo in die Dusche zerren dass der wieder ordentlich sauber wird. Das Thema CIP ist da ganz vorne dabei für mich. auch die Hähne, etc so positionieren dass keine "Lackerl" in den Töpfen stehen bleiben können. Aus selbigen Grund haben wir uns die Arbeit angetan ein Mannloch in unseren 150L Milchtank Läuterbottich zu schweißen. Ich will nix mehr da rausschaufeln müssen :Drink
Trotzdem gibts noch genug zum verbessern. Der 200L Topf hat deswegen auch schon einen 3/4" Totalablauf in den Boden bekommen weil einfach zu viel drinnen stehen bleibt, trotz großem 2,5" Maischehahn mit Scheibenventil

Da ich für meine Wohnung (Man Cave im Haus der Eltern gibts dann nimmer :redhead ) gerade am brainstormen bin ich gespannt was für Ideen da kommen. Wäre für gute Ideen auch sehr dankbar.

Im grunde schwebt mir eine Anlage mit fix verbauten /verschweißten Töpfen vor, angelehnt an diese:

https://www.youtube.com/watch?v=8xqfv56FyLY&t=192s

Alex, der sich nach einem Brautag auch einen Tag den Rücken spürt :Greets
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Re: Rückenschonend brauen

#4

Beitrag von Malzwein » Montag 11. Dezember 2017, 17:03

Erst einmal wünsche ich dir eine gute Besserung! Aber wie sagt mein Hausarzt immer: Wir sind im knackigen Alter, wenn wir aufstehen, knackt es irgendwo.

Ich hatte mir auch mal dazu Gedanken gemacht und bin letztlich auch auf die Verkleinerung der Anlage als wichtigsten und einfachsten Schritt gekommen. Was mir bei Überlegungen sonst in den Sinn gekommen ist, war immer sehr teuer und hat letztlich das Problem nie vollständig gelöst. Brauen ist nun mal ein körperlich schweres Handwerk. Ich braue jetzt mit dem GF und habe einen CC/NC Keg als Ausschlag. Zusätzlich bleiben noch die üblichen Vereinfachungen wie Hubwagen, Seilzug und - bei mir vor allem - alles zum Brauen in einen Raum zu verlagern. Spätestens beim Heben von Malzsäcken und putzen geht es mir aber trotzdem auf den Rücken.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung.
Gruß Matthias

Heute ist mein Leberwursttag, heute ist mir meine Leber Wurst.

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Re: Rückenschonend brauen

#5

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 11. Dezember 2017, 17:27

Moin Moin,

Ich als alter Leidensgenosse möchte mich hier auch zu Wort melden.
Vorarb erstmal alles Gute und gute Besserung.
Ich habe nun seit 10 Jahre. 3 Bandscheiben Vorfälle L2/L3/L4... und ich bin erst 30 Jahre jung...
Ich habe alles durch und weiß auch bestens Bescheid, Rückenschonend arbeiten ist wichtig und eigentlich total einfach was aber nicht heißt das du nichts mehr heben sollst, ganz im Gegenteil du musst halt nur wissen wo deine Grenze ist und Sachen die du hebst möglichst nicht mit ausgestreckten Armen sondern dicht am Körper genauso wie du etwa vom Boden aufhebst immer aus den Knien mit gerade durchgestrecktem Rücken.
Wenn man diese paar Sachen immer mal wieder verinnerlicht ist ein brauen in der 25-30 Liter klasse gut zu bewältigen.

Alles darüber zb in der 50 Liter klasse ist ohnehin nicht mehr gesund auch nicht mit einem gesunden Rücken.

Wichtig auch immer daran denken keinen kalten Rücken zu bekommen, in der Brauerei malochen und Zug bekommen an den verschwitzten Rücken ist absolut Gift! Besorge dir eine Art Nieren Gurt, ich nutze von meiner Frau aus der Schwangerschaft so einen Bauchwärmer der ist schön warm beim arbeiten auch am Rücken.
Klingt vielleicht doof aber wer einmal in den Genuss gekommen ist von Bandscheiben schmerzen, dem ist so ziemlich alles egal Hauptsache es hilft.

Ich wünsche dir alles gute und gute Besserung.

Bandscheiben geschädigte Grüße

Chris
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Re: Rückenschonend brauen

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. Dezember 2017, 18:01

Von mir auch gute Besserung und liebe Grüße.
Ich kann auch leise mitjammer. Meine L2 wurde vor 21 Jahren operiert, weil wegturnen, Pillen, Spritzen und nackig durch den Wald hüpfen nicht mehr geholfen haben. Zum Thema maßvolle Belastung und rückenschone Körperhaltung hat Chris das Wichtigste geschrieben. Das hast du inzwischen sicher auch schon oft genug von deinen Physiotherapeuten gehört, dass du alles mitsingen kannst. Daher von mir eine Idee zum Kühlen des Drucktanks, damit ich auf der Camba 2018 wieder leckere Berliner Weiße mit Erdbeersirup abstauben kann. :-)
Kennst Du diese Kühlmatten? http://satura-shop.com/epages/0d9a7005- ... 51884db248
Vorteil an den Teilen ist, dass man keine innenliegenden Teile im Gär-/Drucktank hat. Nachteil ist der Wirkungsgrad. Für OG wird es sicher ausreichen. Dazu einen Begleitkühler für Zapfanlagen. Die bekommt man gebraucht recht günstig. Neue mit 760W Kühlleistung sind mit rund 500 EUR auch noch relativ fair. Lass dir in den Drucktank gleich einen 1/2" Flansch für eine Tauchhülse einschweißen, damit du die Kühlung steuern kannst. Um den Wirkungsgrad zu verbessern kannst du eine Armaflex Isolierung um die Kühlmatten bauen. Mit Pumpen kenne ich mich nicht aus. Die Speck-Pumpen werden hier sehr oft empfohlen. Die Pumpe wäre sicher auch stark genug, um den Drucktank per CIP Düse zu reinigen. Bräuchte aber wieder einen entsprechenden eingeschweißten Flansch im Tank. Rotierende Niederdruck CIP Düsen brauchen 1-3 Bar Arbeitsdruck. Entsprechend kannst du die Pumpe wählen.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Montag 11. Dezember 2017, 18:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rückenschonend brauen

#7

Beitrag von Oberbräu » Montag 11. Dezember 2017, 18:15

Mich hats am Freitag auch erwischt. 50l Topf musste auf den Kocher. Auaaua. Ich überlege, mir einen Lastarm mit Laufkatze und Seilwinde in den Brauraum zu bauen.

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Re: Rückenschonend brauen

#8

Beitrag von schliene » Montag 11. Dezember 2017, 19:00

Der einfachste Weg wäre ein Hilfsarbeiter...

Die Schwerkraft ist auch ein Freund. 4 oder 5-stufig zu brauen wär eine Möglichkeit. Dabei sind zwei Stockwerke extrem hilfreich...

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Re: Rückenschonend brauen

#9

Beitrag von cicero85 » Montag 11. Dezember 2017, 21:02

Bierwisch hat geschrieben:
Montag 11. Dezember 2017, 15:47
Hallo Hobbybrauer,

dem Einen oder Anderen mag es aufgefallen sein, daß ich seit einigen Wochen nichts mehr gepostet habe. Trotz meines jugendlichen Alters, von nicht mal 50 Jahren, hat mich die Bandscheibe ereilt. Von jetzt auf sofort und fast ohne Vorwarnung. Derzeit bin ich in der Reha und denke darüber nach, wie ich meine Brauerei von Muskelkraft auf rückenschonend umstellen kann.
Hallo,
Zunächst einmal wünsche ich dir eine gute Genesung.

Wie sieht deine Anlage denn jetzt aus? Diese Information wäre für die Ausarbeitung möglicher Veränderungen sehr hilfreich.

Gruß

Kilian

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Re: Rückenschonend brauen

#10

Beitrag von gertstensaft » Montag 11. Dezember 2017, 21:51

Mensch Torsten,
in Deinem Alter, was soll ich sagen ?
Spass beiseite ! Meinst Du dass das vom Brauen kommt, oder eher weil Du zu viel im (falschen) Auto rumsitzt ?

Ich kenne ja Deine Gegebenheiten ein Wenig, ich denke Du würdest mit Hubtisch oder Flaschenzug am Besten kommen.
Höhe für 3 Stufen ( Brauturm) hat Dein Raum ja nicht.
Also eher:
Maischen, Hochheben*, Läutern in ebenerdiges Gefäß,
Kochen, Hochheben*, Whirlpool in ebenerdiges Gefäß
...
* Flaschenzug, falls Deine Decke da hält sonst Hubtisch
Auf jeden Fall: Gute Besserung

Gruß
Gert
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Re: Rückenschonend brauen

#11

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. Dezember 2017, 22:11

In unseren Hobbymaßstäben kommt kein richtiges Gewicht für einen Flaschenzug zusammen. Das sollte jede Decke aushalten.
Mein BM50 Malzkorb hängt an einem 12 EUR - 200Kg Flaschenzug vom Buchladen. Der Flaschenzug hängt an einem Deckenhaken mit 8mm Dübel. Zur Probe durfte meine Tochter mich dicken Hund daran hochziehen. Alles save :-) ...
Eine niedrige Deckenhöhe ist beim Flaschenzug von Vorteil. Da kannst du dir an allen prädestinierten Stellen Deckenhaken reindrehen und kannst den Flaschenzug ohne zu hopsen umhängen.
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Re: Rückenschonend brauen

#12

Beitrag von Alien_TM » Montag 11. Dezember 2017, 23:56

also der allgemeine durchschnittliche Hobbybrauer is IT´ler, hört Metal und hat nen Bandscheibenvorfall?

Check *lol*

Edit *und grillt/smoked gerne* :)

...Alex

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Re: Rückenschonend brauen

#13

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 12. Dezember 2017, 00:22

Alien_TM hat geschrieben:
Montag 11. Dezember 2017, 23:56
also der allgemeine durchschnittliche Hobbybrauer is IT´ler, hört Metal und hat nen Bandscheibenvorfall?

Check *lol*

Edit *und grillt/smoked gerne* :)

...Alex
Scheint, als bräuchten wir brauchen eine neue Umfrage :thumbsup
Die Klassik Fraktion war auch nicht gerade schwach.
Frage Ideen:
- ITler / Bier- bzw. Brauprofi / Sonstige
- Mucke: Hard,Rock / Klassik / Poppä / Räva / Bayrischer Schenkelklatscher / Sonsige
- Rubiks Cube Size unter 5 Minuten: ich passe, 3x3x3, 4x4x4, 5x5x5, 6x6x6, 7x7x7, 8x8x8, 9x9x9, größer China Clone
- BBQ: machen lassen / selbst bruzzeln / Bäh...Bin Veggie
- Bierwampe: Nö / Hm...Nö /Jepp
- Rücken?: Nö / selten / immer / saniert

:thumbsup
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Re: Rückenschonend brauen

#14

Beitrag von KeePon » Dienstag 12. Dezember 2017, 01:01

Ich hatte versuchsweise mal das selbe Rezept, einmal mit und einmal ohne Rückenschonung, gebraut.

Schmeckte beides gleich …

:Bigsmile

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Re: Rückenschonend brauen

#15

Beitrag von Tozzi » Dienstag 12. Dezember 2017, 02:08

Oh je, ich kenn das nur zu gut.
Ich hatte meinen ersten (und toi toi toi bisher letzten) Bandscheibenvorfall vor knapp 30 Jahren.
L5/L6 Sequester (ja, ich habe einen sechsten Lendenwirbel, ist eine Normvariante bei soweit ich weiß ca. 5% der Bevölkerung)
Führte letztlich für mich dann auch zum Abbruch des Medizinstudiums (2 Stunden Haken halten im OP war no-go).
Peronaeus Lähmung, Paraesthesien bis in den kleinen Zeh, das war volles Programm.

Zur richtigen Hebetechnik wurde schon alles gesagt, Hubtische und Flaschenzüge machen definitiv Sinn.
Auch über eine CIP Anlage würde ich nachdenken und an der Stelle mal wieder die Sachen von Ss Brewtech empfehlen.
Rollen sind auch eine sehr gute Idee.

Die Novax Pumpe ist super, hat aber extrem Power.
Hol Dir noch einen Kugelhahn dazu, dann kannst Du sie drosseln.
Schläuche und Tüllen halt entsprechend dem, was Du sonst noch da hast, 1/2", 3/4"...
Wichtig: Schlauchschellen.
Und nicht zu weiche (Silikon) Schläuche nehmen. Die vom Malt Miller sind sehr gut.
Ich habe mit dem Ding schon mal einige Liter Würze im Braukeller ringsum verteilt. Nicht zu unterschätzen.
Das wird sonst schnell zur Spaßbremse.

Zur Umfrage (weil ich offenbar fast voll ins Schema passe):
  • ITler
  • Meist Klassik aber auch mal eher eklektisch (Kraftwerk, Pink Floyd, Rammstein, PsyTrance). Undogmatisch und sehr launisch.
  • Rubik's Cube: Nö. Zu ungeduldig. Landet sehr schnell sehr unsanft in der Ecke. Blödes Teil.
  • BBQ: Aber klaro! Pulled Pork im Weber mit Minion Ring. Wenn schon, denn schon. Aber meistens doch lieber Sous-Vide vorgegart. Und: Alles schmeckt besser mit Bacon (bzw. Pancetta).
  • Bierwampe: Definitiv. Ursache klar. Augustinermuskel.
  • Rücken: Schlimm aber inzwischen tolerabel. Die zwei Wirbel sind zusammengewachsen und ich tue alles, um einen erneuten Vorfall drüber oder drunter zu vermeiden.
Scherz beiseite, ich wünsche Dir umgehend gute Besserung!
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Rückenschonend brauen

#16

Beitrag von ggansde » Dienstag 12. Dezember 2017, 06:45

Moin,
ich glaube, man kann es drehen und wenden wie man will, Bier brauen ist immer rückenschädlich. Selbst wenn ein rückenschonendes Sudhaus im Keller steht, bleiben immer diverse Hubarbeiten mit Malzsäcken, Gärfässern, KEG's, vollen Kästen, etc.. Ich denke, man sollte jede Bewegung bedacht angehen und den Rücken immer schön warm halten.
VG, Markus
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Re: Rückenschonend brauen

#17

Beitrag von Malzwein » Dienstag 12. Dezember 2017, 08:13

Rücken warm halten muss ich auch mal probieren, wenn ich auf der Terrasse braue.

Ansonsten sehe ich es auch so, dass sich nicht jede Belastung vermeiden lässt ... aber auch, dass mit einem paar Tausendern, viele schöne und geniale Vereinfachungen möglich sind. Oder für 100.000€ (was kostet so etwas wirklich??) eine 200 Liter vollautomatische Kaspar Schulz im Anbau steht. Aber selbst da muss jemand mit der Hand austrebern, und Malzsäcke und volle Kegs bewegen.
Gruß Matthias

Heute ist mein Leberwursttag, heute ist mir meine Leber Wurst.

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Re: Rückenschonend brauen

#18

Beitrag von glassart » Dienstag 12. Dezember 2017, 09:38

Hallo Torsten,

vor genau 2 Jahren lag ich mit Morphium-Schmerzpumpe 2 Wochen im Krankenhaus ( jetzt kenne ich mich im Drogensuchbereich auch aus :Pulpfiction ) und nach einem kurzen "Gastspiel über Weihnachten" zuhause wurde ich dann doch operiert. Die 3 Monate nachher lösche ich lieber aus meinem Gedächtnis aber !- ich braue wieder !! :thumbsup

Mir hat der Umbau mit einem Scherenhubtisch und ein Treppenaufbau enorm geholfen. Den Tisch würde ich nie wieder hergeben :thumbup .
Die Novax 20 macht dann den Rest.
Was natürlich nachwievor ein Thema ist das sind die Keg´s, das Malz ( unser lokaler Mälzer hat beschlossen von 25 kg auf 50 kg umzusteigen - super, die Wirbelsäule dankt :thumbdown ).
Richtiges Heben wirst du ja jetzt intensiv während der Reha lernen und das habe auch ich, leider etwas zu spät, richtig in meinen alten Kopf hinein bekommen.

Alles Gute und überlege dir das mit dem Hubtisch, der ist genial

lg Herbert :Drink

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Re: Rückenschonend brauen

#19

Beitrag von bierkind » Dienstag 12. Dezember 2017, 10:19

Das stimmt - Die Malzsäcke und Kegs/Kisten werden wohl bleiben- hierfür wäre vielleicht wirklich ein Helfer am einfachsten :Grübel


Trotzdem wunderts mich das doch viele zu einem Flaschenzug/Scherenhubtisch raten und 50L als zu groß/ schwer ansehen. An sowas hätte ich echt noch nie gedacht. Ok ich hatte zwar noch nie wirklich schlimme Rückenprobleme und hoffe das bleibt so, ich denke aber das sich eine 50L Anlage durchaus bedienen lässt, vielleicht sogar besser wie ein Einkocher, jedenfalls gleich gut. Die Töpfe stehen bei mir auch auf gleicher Höhe, manchmal jedenfalls :Angel

Setup:
-Einen kombinierten Maisch/Läuterbottich (Topf mit Rührwerk, Heizung und Läuterboden)
-eine "China Pumpe" o.Ä. zum Zirkulieren der Würze
-optional ein kleiner Läutergrand (funktioniert aber auch mit drosseln der Chinapumpe)
-NG Mit Einkocher der erhöht steht, oder mit kleiner Pumpe
-Einen 2en Topf zum Würzekochen (Whirlpool am Ende)
-Mit china pumpe in Gärfass transferieren. Gärfass steht erhöht. Abfüllung per Bierheber

Ich braue jetzt doch schon lange so und grundsätzlich funktioniert es sehr gut. Die Probleme was ich bei der Anlage habe waren durch anfängliches Unwissen beim Bau:

-zu großer Hahn (Loch), der Läuterboden ist zu weit vom Boden entfernt
-kein Totalablauf im Boden
-Bei Bockbieren mit hoher Schüttung und ungedrosselter "Läuterpumpe" macht halt dann doch der Treber dicht :redhead
-Zu viel Würze in Pfanne- kocht über und dann darf wieder der ganze Topf in die Dusche zum Putzen. Das ist echt nicht rückenfreundlich
-Auch hier in der Würzepfanne fehlt ein Totalablauf zum einfachen entleeren/reinigen des Hopfenschmodders
-fixe verschlauchung mit 3 Wege Hahn und "CIP Reinigungsoption"

Wenn man die Möglichkeit hat die Anlage fix stehen zu lassen sehe ich keinen Unterschied zu einem Einkocher. Klar die Schüttung fällt mehr ins Gewicht, aber da kann man sich ja mit einem Schauferl abhelfen :Greets

Wünsch dir trotzdem alles erdenklich Gute für deinen Rücken

Greets,

Alex
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Re: Rückenschonend brauen

#20

Beitrag von Beerbrouer » Dienstag 12. Dezember 2017, 10:22

Genau. Stichwort "Schrenhubtisch". Ich habe zwei davon, beide auf Rollen. Super flexibel, keine Pumpe notwendig. Sobald die Würze im Gärtopf ist (der dann auch auf dem Scherenhubtisch steht), kann ich diesen beliebig wegrollen. Kann ich wirklich empfehlen.

Gruß

Gerald

(der trotz 50 + noch nie ernsthaft "Rücken" gehabt hat - toi, toi, toi)
Die Würze des Bieres ist unantastbar!

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Re: Rückenschonend brauen

#21

Beitrag von uli74 » Dienstag 12. Dezember 2017, 10:23

Bevor es zum Bandscheibenvorfall kommt wäre es dem einen oder anderem ans Herz zu legen, dass der regelmässige Besuch im Fitnesstudio gut für die Bandscheiben ist. Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz.

Anstatt die Ausschlagmenge zu reduzieren (kontraproduktiv weil dann öfter gebraut und somit gehoben werden muss, wenn auch nicht so schwer) sollte trainiert werden. Das hilft auch, das eine oder andere Bierchen zu verkraften ohne dass das Brauereigeschwür wächst.
Gruss

Uli

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Re: Rückenschonend brauen

#22

Beitrag von Alien_TM » Dienstag 12. Dezember 2017, 10:52

uli74 hat geschrieben:
Dienstag 12. Dezember 2017, 10:23
dass der regelmässige Besuch im Fitnesstudio gut für die Bandscheiben ist. Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz.
:thumbup und bitte net die Bauchmuskulatur vergessen, die stützt das Ganze von Vorne ab^^. Kombiniert mit Dehn und Streckübungen klappts auch bei mir 17Jahre nach der OP von L5 S1 schmerzfrei zu bleiben... bei einer zu langen Pause, fängt das Zwicken wieder an. Das musste ich schmerzhaft lernen, daher -> regelmässig in die Muckibude... und das wird mit zunehmenden Alter net besser werden. Aber mei, gibt schlimmeres

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Re: Rückenschonend brauen

#23

Beitrag von flamberger » Dienstag 12. Dezember 2017, 11:33

Erstmal gute Besserung von meiner Seite. Ich kann es dir nachfühlen. Auch wenn ich kein Bandscheiben-Patient bin so habe ich dennoch einen verschobenen Wirbel (Angeboren, L5) und seit einem Jahr in der Halswirbelsäule eine Bandscheibe weniger dafür ein Kunststoffteil mehr inklusive etwas Titan.
Der L5 macht immer mal wieder Probleme. Das fühlt sich dann an wie ein Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss.
Ich möchte mich daher dem Uli74 anschliessen, auch wenn Training kein Allheilmittel ist. So kann es doch extrem viel bewirken. Vorbeugend als auch als Therapie.
Beim Bandscheibenvorfall muss man aber auch sehen, das es reichen kann sich zu bücken um den Schlüss aufzuheben. Dafür braucht es keinen 25kg Malzsack.

Ich an deiner Stelle würde daher auf Hubtische setzten und versuchen so viel möglich auf eine gute Höhe stellen zu können. Keine Bewegung bzw. nichts mehr heben ist meiner Erfahrung nach keine Lösung!


Und zur Statistik:

Kein IT Mensch
Schwedische Volksmusik aka Metal
BBQ: Aber immer doch!
Bierwampe: Nein nur ein kleiner Bauchansatz. Danke viel Training
Rücken: Seit meinem Unfall wieder besch.... Aber im Prinzip ganz gut, kann ja schliesslich noch laufen.

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Re: Rückenschonend brauen

#24

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 12. Dezember 2017, 11:48

Danke für die guten Wünsche!
uli74 hat geschrieben:
Dienstag 12. Dezember 2017, 10:23
Bevor es zum Bandscheibenvorfall kommt wäre es dem einen oder anderem ans Herz zu legen, dass der regelmässige Besuch im Fitnesstudio gut für die Bandscheiben ist. Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz.
Das muß ich leider entkräften - meine sehr gut entwickelten Bauch- und Rückenmuskeln haben den vorhandenen Schaden solange überdeckt, bis nichts mehr ging und ich nicht mehr laufen konnte. Situps etc. bringen für den Rücken nicht sehr viel, es ist die tiefe Rückenmuskulatur, die man stärken muß! Nur leider lernt man das erst während der Physiotherapie, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Aber zurück zum Thema - Ausschlagmenge zu verkleinern fällt aus, da müßte ich sonst jeden zweiten Tag brauen... Ganz im Gegenteil plane ich, einen größeren Thermoport anzuschaffen. Geläutert wird dann in einen GN-Behälter und von dort in die Pfanne (in Zukunft dann 100l) gepumpt. Das sollte die kleine Kunststoffpumpe aus China schaffen.
Nach dem Kochen und Whirlpool möchte ich mit der Novax per Schwanenhals direkt in den Gärbehälter umpumpen. Dann verschliessen und mit CO2 bis 1,2 bar Druck beaufschlagen. Nach dem Abkühlen wird die Hefe dazugegeben und ab diesem Moment kommt die Würze / das Bier erst wieder beim Ausschenken mit Luft oder Licht in Kontakt. Wobei mir an dieser Stelle einfällt, daß die Hefe ja irgendwoher Sauerstoff braucht. Es muß also noch eine Lösung für das sterile Belüften gefunden werden. Vermutlich über das Getränkeventil mit einer Aquarienpumpe und einem Sterilaufsatz für Spritzen.

Da es mir an ausreichend Platz mangelt und ich den Griffen und Aufhängungen meiner Töpfe etc. nicht vertraue, möchte ich auf Seilzüge lieber verzichten. Einen fahrbaren Scherenhubtisch mit möglichst geringen Abmassen würde ich mir dagegen gerne zulegen, den kann man auch für andere Gelegenheiten nutzen. Wenn jemand eine Bezugsquelle kennt, würde ich mich über Infos freuen.

Also beste Grüße aus der Reha und kümmert euch gefälligst um eure Bandscheiben!

Gruß,
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Re: Rückenschonend brauen

#25

Beitrag von Beerbrouer » Dienstag 12. Dezember 2017, 19:11

Bierwisch hat geschrieben:
Dienstag 12. Dezember 2017, 11:48

Einen fahrbaren Scherenhubtisch mit möglichst geringen Abmassen würde ich mir dagegen gerne zulegen, den kann man auch für andere Gelegenheiten nutzen. Wenn jemand eine Bezugsquelle kennt, würde ich mich über Infos freuen.
Hi Thorsten,

such mal in der Bucht nach "Motorradheber". Hier z.B.: https://www.ebay.de/itm/TrutzHolm-Motor ... SwPzhZ6Lv~

Ich habe auf die Schnelle aber zz. keine fahrbaren gesehen. Aber du hast ja gerade Zeit, in Ruhe zu suchen :P .

Gute Besserung!

Gruß

Gerald
Die Würze des Bieres ist unantastbar!

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Re: Rückenschonend brauen

#26

Beitrag von Beerbrouer » Dienstag 12. Dezember 2017, 19:16

Ah doch, hier mit Rädern z.B.: https://www.ebay.de/itm/Hebebuhne-Motor ... gKTY1-9wmQ

Gruß

Gerald
Die Würze des Bieres ist unantastbar!

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Re: Rückenschonend brauen

#27

Beitrag von glassart » Dienstag 12. Dezember 2017, 19:28

genau den ohne Räder habe ich auch

lg Herbert

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Re: Rückenschonend brauen

#28

Beitrag von Bierwisch » Mittwoch 13. Dezember 2017, 09:03

Super! Danke für den Link.
Der Klügere kippt nach!

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