Resistive Spindel

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§11
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Resistive Spindel

#1

Beitrag von §11 » Dienstag 6. Februar 2018, 23:08

Moin,

ich bastel gerade in Gedanken an meiner Brauerei im Keller. Dabei bin ich ueber den sogenannten e-tape sensor gestolpert. Ein solid state sensor, der an Hand des Druckes auf den Sensor die Fuellhoehe bestimmen kann. Das Ding ist knapp 20cm lang und misst mit einer Genauigkeit von 0.25mm.

Meine Idee waere es das Ding jezt eben nicht als Fuellstandssensor zu verwenden, sondern an einem Schwimmkoerper, wie eine Spindel eben. Dann wuerde er eben nicht den Fuellstand, sondern die Eintauchtiefe anzeigen.

Denke ich gerade falsch? :Grübel

Hier der Link zu dem Teil: https://milonetech.com/products/standard-etape

Gruss

Jan

Philius
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Re: Resistive Spindel

#2

Beitrag von Philius » Mittwoch 7. Februar 2018, 01:52

Könnte klappen. Du müsstest nur ne Lösung finden wie das Ding aufrecht steht und nicht unter geht, sprich unten ein Gewicht und dann über die Länge verteilt einen Schwimmkörper. Mit den entsprechenden Kalibrierung wäre das schon eine brauchbare Spindel.
Achja, du müsstest wohl kabellos ausmessen, sonst würden die Kabelgewichte deine Kalibrierung ruinieren bzw die Spindel verziehen.

Alles in allem: In Zeiten von der iSpindel wohl etwas teuer und technisch aufwändig :Grübel

Lg

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Re: Resistive Spindel

#3

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 7. Februar 2018, 06:35

Netter Gedanke.
Allerdings wird das wohl eine etwas große Spindel werden:
Eine Spindel löst ja umso feiner auf, je größer das Verhältnis von Schwimmervolumen zum Querschnitt des Halses mit der Skala ist. Deshalb haben ja genaue Spindeln so einen dicken Bauch und so einen dünnen Hals.
Wenn nun aber schon der Sensor, den Du an den Hals kleben möchtest (wenn ich Dich und das Datenblatt richtig verstehe), ein Zoll breit ist, wie groß soll dann der Rest der Spindel werden?

Moritz

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§11
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Re: Resistive Spindel

#4

Beitrag von §11 » Mittwoch 7. Februar 2018, 13:18

Bierjunge hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 06:35
Netter Gedanke.
Allerdings wird das wohl eine etwas große Spindel werden:
Eine Spindel löst ja umso feiner auf, je größer das Verhältnis von Schwimmervolumen zum Querschnitt des Halses mit der Skala ist. Deshalb haben ja genaue Spindeln so einen dicken Bauch und so einen dünnen Hals.
Wenn nun aber schon der Sensor, den Du an den Hals kleben möchtest (wenn ich Dich und das Datenblatt richtig verstehe), ein Zoll breit ist, wie groß soll dann der Rest der Spindel werden?

Moritz
Moin Moritz,

im Grunde hast du recht. Aber, nach dem die Aufloesung 0.25mm betraegt hab ich mal ueberschlaegig folgendes Gedankenspiel angestellt. Der Einfachheit halber und da ich nicht weiss ob man den Sensor knicken kann, wuerde ich die Spindel einfach als langestrecketen Quader mit rechteckigem Querschnitt machen. Die lange Seite waere dann entsprechend 26mm, die kurze z.B. 10mm

Nimmt der Extrakt zum Beispiel von 14mas% auf 12mas% ab, anedert sich die Dichte von 1,05504 g/cm^3 auf 1,04666 g/cm^3 daraus ergibt sich eine Volumenaenderung von etwa 0,75cm^3, was einer Laenge auf meiner "Spindel" von etwa 2,9 mm entspricht oder etwa 11 mal der minimalen Aufloesung. Sagen wir 10 mal, weil Anfangszustand und Endzustand wohl nie durch Zufall genau an der Grenze eines Messfeldes im Sensor liegen. Das heisst aber, wenn ich nicht total daneben liege, die Spindel wuerde ohne Probleme eine Aufloesung von 0,2mas% erreichen.

@Philius
Natuerlich hast du recht mit der Ispindel. Ich habe mir, in guter alter Ingenieurs- Marnier, nur gerade ueberlegt wie sich das Patent der ISpindel gekonnt umgehen laesst. Im Grunde waere das einfachste eine genuae Waegezelle unter den Behaelter packen, da das CO2 waehrend der Gaerung entweicht und durch die Ballingformel ja auch vom CO2 Gewicht auf den verbrauchten Extrakt rueckgerechnet werden kann.

Gruss

Jan

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Re: Resistive Spindel

#5

Beitrag von Flothe » Mittwoch 7. Februar 2018, 13:30

§11 hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:18
@Philius
Natuerlich hast du recht mit der Ispindel. Ich habe mir, in guter alter Ingenieurs- Marnier, nur gerade ueberlegt wie sich das Patent der ISpindel gekonnt umgehen laesst. Im Grunde waere das einfachste eine genuae Waegezelle unter den Behaelter packen, da das CO2 waehrend der Gaerung entweicht und durch die Ballingformel ja auch vom CO2 Gewicht auf den verbrauchten Extrakt rueckgerechnet werden kann.

Gruss

Jan
Patent schon gesichert :thumbsup

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 49#p259149

LG Florian

Jeder Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko.
- Zitat: Hildegard von Bingen in ihrem Buch über Heilverfahren "Causae et Curae"

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Re: Resistive Spindel

#6

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 7. Februar 2018, 13:31

§11 hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:18
Der Einfachheit halber und da ich nicht weiss ob man den Sensor knicken kann, wuerde ich die Spindel einfach als langestrecketen Quader mit rechteckigem Querschnitt machen. Die lange Seite waere dann entsprechend 26mm, die kurze z.B. 10mm

Nimmt der Extrakt zum Beispiel von 14mas% auf 12mas% ab, anedert sich die Dichte von 1,05504 g/cm^3 auf 1,04666 g/cm^3 daraus ergibt sich eine Volumenaenderung von etwa 0,75cm^3, was einer Laenge auf meiner "Spindel" von etwa 2,9 mm entspricht
Hallo Jan, Du hast uns in Deinem Rechenbeispiel verschwiegen, mit welcher Masse der Spindel bzw. mit welcher (eingetauchten) Länge Du gerechnet hast. Das ist ganz entscheidend!
Lass mich raten (nein, rückrechnen): 100 Gramm, entsprechend 36,5 cm in Würze Nr. 1. Richtig? :Bigsmile

Moritz

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Re: Resistive Spindel

#7

Beitrag von §11 » Mittwoch 7. Februar 2018, 15:40

Bierjunge hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:31
§11 hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:18
Der Einfachheit halber und da ich nicht weiss ob man den Sensor knicken kann, wuerde ich die Spindel einfach als langestrecketen Quader mit rechteckigem Querschnitt machen. Die lange Seite waere dann entsprechend 26mm, die kurze z.B. 10mm

Nimmt der Extrakt zum Beispiel von 14mas% auf 12mas% ab, anedert sich die Dichte von 1,05504 g/cm^3 auf 1,04666 g/cm^3 daraus ergibt sich eine Volumenaenderung von etwa 0,75cm^3, was einer Laenge auf meiner "Spindel" von etwa 2,9 mm entspricht
Hallo Jan, Du hast uns in Deinem Rechenbeispiel verschwiegen, mit welcher Masse der Spindel bzw. mit welcher (eingetauchten) Länge Du gerechnet hast. Das ist ganz entscheidend!
Lass mich raten (nein, rückrechnen): 100 Gramm, entsprechend 36,5 cm in Würze Nr. 1. Richtig? :Bigsmile

Moritz
Man macht es sich ja gerne leicht :thumbsup

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Re: Resistive Spindel

#8

Beitrag von §11 » Mittwoch 7. Februar 2018, 15:44

Flothe hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:30
§11 hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:18
@Philius
Natuerlich hast du recht mit der Ispindel. Ich habe mir, in guter alter Ingenieurs- Marnier, nur gerade ueberlegt wie sich das Patent der ISpindel gekonnt umgehen laesst. Im Grunde waere das einfachste eine genuae Waegezelle unter den Behaelter packen, da das CO2 waehrend der Gaerung entweicht und durch die Ballingformel ja auch vom CO2 Gewicht auf den verbrauchten Extrakt rueckgerechnet werden kann.

Gruss

Jan
Patent schon gesichert :thumbsup

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LG Florian
Im Prinzip ja- wenn du es vor deiner Veröffentlichung angemeldet hast :Wink

Die Tücken des Patentrechts (oder warum Nestlé nie ein Patent auf LC1 hatte...)

Gruß

Jan

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Re: Resistive Spindel

#9

Beitrag von Mailänder » Dienstag 20. Februar 2018, 14:37

Das Ding scheint aber für aggressive Flüssigkeiten nicht geeignet zu sein. :thumbdown

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Re: Resistive Spindel

#10

Beitrag von flying » Dienstag 20. Februar 2018, 17:36

Das sollte ja auch mit dem am Boden fest installiertem Sensor funktionieren. Die Flüssigkeit verliert durch die Gärung an Gewicht weil das CO2 entweicht. Der Druck der Flüssigkeitsäule ändert sich. Du misst letztendlich dann auch nur wieder den CO2- Verlust und brauchst vergleichende Dichtemessungen um dabei eine Formel abzuleiten... :puzz
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(John Ciardi)

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