Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

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Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#1

Beitrag von secuspec » Samstag 20. Juni 2020, 14:57

Hallo zusammen,

Im CraftbeerPi Faden wurde vorgeschlagen einen neuen Faden zum Thema Brewblox zu eröffnen, was ich hiermit tue.

Da sich im Moment im Bereich CraftbeerPi nicht mehr so viel zu tun scheint, bin ich wieder eimal auf BrewBlox von BrewPi gestoßen. Ich habe von BrewPi meine Ringheizelemente und die SSRs, allerdings habe ich nie den BrewPi selbst oder den SPARK Controller verwendet (https://www.brewpi.com).

In einem netten Telefonat mit Elco Jacobs, dem Gründer von BrewPi, hatter er im letzten Jahr nebenläufig erwähnt, dass er etwas in der Pipeline hätte, das vielleicht für all diejenigen hochinteressant sein könnte, die sich gerne mit Prozessautomation bzw. eben der Steuerung ihrer Brauerei beschäftigen wollen.

Entstanden ist über einige Zeit Brewblox https://brewblox.netlify.app

Das Konzept erscheint, im Gegensatz zu CraftbeerPi, auf den ersten Blick wesentlich komplexer. Allerdings erscheint mir das Ganze richtig gut durchdacht, sehr gut dokumentiert, quelloffen und vor allem aktiv gepflegt. Im Grunde ist es das was CraftbeerPi mit der Version 4 vielleicht irgendwann man hätte werden sollen.

Sehr interessant ist nämlich, dass gerade die interkomponentenkommunikation auf MQTT gestellt wird. Selbst die UI subscribed sich lediglich zu diesem Eventbus.

Eine sehr aktive Community gibt es hier : https://community.brewpi.com/

Ich habe mir das Ganze mal installiert und versucht meine Brauerei abzubilden. Das ging erstaunlich gut 😊.

Noch ist der SPARK Controller noch eine simulierte Vesrion. Ich werd ihn mir aber definitiv zulegen.

Ich bin als Informatiker natürlich begeistert. Die Lernkurve ist sicher steiler, aber die ganze Plattform hat, wenn demnächst die Automation Function Blocks offiziell integriert sind, ein Riesenpotenzial. Vor allem steht dahinter ein kleines Team, hochetablierte Hardware und eine aktive kleine Community.

Würde mich freuen wenn sich noch ein paar von euch dafür begeistern könnten.

Viele Grüße,
Steffen :Drink
Sudhaus aus Brewpaganda 80l Töpfen,IDS2 Platte (Maischen),ULP 8kW Heizelement (Kochen), 3,5kW Element für Nachguss.
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#2

Beitrag von morpheus_muc » Dienstag 23. Juni 2020, 18:32

Hallo!

Spannende Entwicklung das! Mit dem alten BrewPi hatte ich sehr sehr gute Erfahrungen, da die SD-Karte abgeraucht war, musste ich diesen aber neu aufsetzen. So hab ich gleich die neue Brewblox aufgespielt, was mit der online-Hilfe auch ganz gut geklappt hat und es läuft auch alles! :thumbsup

Leider scheitere ich jetzt an der Konfiguration, ich möchte nur eine PID-Kühlsteuerung, so wie sie beim alten BrewPi auch lief... Der Quick Start Wizard für den "Fermentation Fridge" funktioniert leider nicht, da sich dieser nur mit einem zweiten Sensor für's heizen einrichten lässt. Hab ich aber gar nicht... :Grübel

Hat das Ding schon jemand erfolgreich konfiguriert?

Viele Grüße
Michael
Beer is the answer, but I don't remember the question...

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#3

Beitrag von Sebasstian » Dienstag 23. Juni 2020, 22:23

So, hab mich jetzt auch mal bisschen da rein gelesen. Sieht alles ganz gut aus. Eine Testinstallation hab ich aber noch nicht gemacht. Wird wohl auch erstmal nix werden bevor ich nicht meine neue Brauerei in Betrieb habe. Das ist wichtiger. :Bigsmile
Aber ich werde dran bleiben. Eine Sache die mich etwas stört, falls ich das richtig verstanden habe: ich brauche zwingend 2x Hardware!? Einen Raspi (oder ein beliebiges anderes Linux System) und zusätzlich den BrewPi Spark? :Grübel
Grüße,
Sebastian

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#4

Beitrag von Sebasstian » Dienstag 23. Juni 2020, 22:31

morpheus_muc hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 18:32
Leider scheitere ich jetzt an der Konfiguration, ich möchte nur eine PID-Kühlsteuerung, so wie sie beim alten BrewPi auch lief... Der Quick Start Wizard für den "Fermentation Fridge" funktioniert leider nicht, da sich dieser nur mit einem zweiten Sensor für's heizen einrichten lässt. Hab ich aber gar nicht... :Grübel
Kann dir jetzt nicht so ganz konkret helfen, aber das hier klingt nach einen Lösungsansatz:
Temp Sensor (Mock)
This is a simulated sensor that allows you to manually set the 'measured' value. You can use it to play with the system, to see how it will respond.
Grüße,
Sebastian

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#5

Beitrag von secuspec » Donnerstag 25. Juni 2020, 13:41

Sebasstian hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 22:31
morpheus_muc hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 18:32
Leider scheitere ich jetzt an der Konfiguration, ich möchte nur eine PID-Kühlsteuerung, so wie sie beim alten BrewPi auch lief... Der Quick Start Wizard für den "Fermentation Fridge" funktioniert leider nicht, da sich dieser nur mit einem zweiten Sensor für's heizen einrichten lässt. Hab ich aber gar nicht... :Grübel
Kann dir jetzt nicht so ganz konkret helfen, aber das hier klingt nach einen Lösungsansatz:
Temp Sensor (Mock)
This is a simulated sensor that allows you to manually set the 'measured' value. You can use it to play with the system, to see how it will respond.
Ja, genau so gehts.

Ansonsten gibts auch Slack Gruppe in die Bob oder Elco gerne einlädt.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#6

Beitrag von secuspec » Freitag 21. August 2020, 10:58

Hallo zusammen,

der neueste Homebrewdiy Podcast hat Aaron Bandler zu Gast, der seine Brauerei komplett mit Brewblox betreibt.

https://podcasts.apple.com/de/podcast/h ... 0488680070

Viel Spaß beim Zuhören.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#7

Beitrag von secuspec » Mittwoch 26. August 2020, 17:30

Hallo zusammen,

heute kam ein großes und umfangreiches Update von Brewblox!

https://community.brewpi.com/t/brewblox ... -26/4555/2

Die Automation ist noch einmal massiv ausgebaut worden und erlaubt nun ZUSÄTZLICH Scripting in einer JavaScript ähnlichen Syntax mit einem dedizierten intelligenten Editor.

Es gibt nun auch zwei weitere Wizards die die Erstinstalltion erheblich erleichtern und helfen initiale PID Werte einzustellen.

Sehr beeindruckend wie aktiv hier die Entwicklung vonstatten geht.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#8

Beitrag von train1811 » Mittwoch 26. August 2020, 21:09

Dieser Tröt kommt mir wie gerufen.

Ich habe noch einen CraftBeerPi auf einem Raspi1 mit Entwicklerboard laufen.
Das Ding ist genial, einfach und funktioniert. Leider ist Python2 depricated und das portieren auf Python3 ist recht aufwändig.

Brewblox habe ich gestern auf einem Raspi3 nach Anleitung installiert und habe mich schon ein wenig über die ganzen Docker Container geärgert.

Die grafischen Tools sehen aber top aus und die Oberfläche recht zugänglich.

Mir scheint jedoch, dass das System komplett auf den SPARK ausgelegt ist und einfache I/O des Raspi (GPIO und 1Wire) nicht direkt implementiert sind - oder habe ich hier was übersehen?

Für den nächsten Sud muss definitiv nochmal der CraftBeerPi herhalten...

Matthias

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#9

Beitrag von secuspec » Donnerstag 27. August 2020, 16:44

train1811 hat geschrieben:
Mittwoch 26. August 2020, 21:09
Dieser Tröt kommt mir wie gerufen.

Ich habe noch einen CraftBeerPi auf einem Raspi1 mit Entwicklerboard laufen.
Das Ding ist genial, einfach und funktioniert. Leider ist Python2 depricated und das portieren auf Python3 ist recht aufwändig.

Brewblox habe ich gestern auf einem Raspi3 nach Anleitung installiert und habe mich schon ein wenig über die ganzen Docker Container geärgert.

Die grafischen Tools sehen aber top aus und die Oberfläche recht zugänglich.

Mir scheint jedoch, dass das System komplett auf den SPARK ausgelegt ist und einfache I/O des Raspi (GPIO und 1Wire) nicht direkt implementiert sind - oder habe ich hier was übersehen?

Für den nächsten Sud muss definitiv nochmal der CraftBeerPi herhalten...

Matthias
Hi Matthias,

ja, der SPARK ist zentraler Bestandteil, da dort die Blocks (u.a PIDS) laufen. One Wire ist im SPARK implementiert - sogar RS485. Du kannst so z.B. ein one wire Relay Board anschließen, oder den Valve Actuator, oder die FTSS vom SS Brewtech Fermenter ersetzen - alles an jeweils einem Kabel, das dann erst am Wirkort die Sensoren und Autoren aufsplittert. Sehr coole Sache. Es geht nur ein Kabel zum Fermenter. Dort ist eine kleine Box angeschlossen per OneWire die dann die Sensoren dran hat, als auch den Pumpen und Heizmatten Ausgang. Sehr sauber das Ganze - kannst auch kaskadieren wenn nötig.
Das ist auch einer der ganz großen Vorteile der Umgebung. Der Spark ist um Längen stabiler als der Raspberry. Somit hat man also das Beste aus beiden Welten. Die Stabilität des SPARK kombiniert mit der Leistungsfähigkeit des Raspberry und seiner Fähigkeit die UI sowie den Message- und Eventbus zu fahren.
Um das Ganze auszuprobieren, kannst Du den SPARK auch simulieren, dann eben mit simulierten Sensoren und Autoren. Passt alles, dann ist die Überführung zu einem echten SPARK ein Klacks. So bin ich übrigens vorgegangen.

Die Container geben der ihre Sache Flexibilität. Du hast ja damit dann selbst garnicht mehr so viel mit zu tun.

Wie gesagt, ich bin schwer begeistert. Der Support ist erstklassig.

Viele Grüße,
Steffen :Drink
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JoGr
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#10

Beitrag von JoGr » Mittwoch 16. September 2020, 10:23

Hallo,
Habe mich versucht einzulesen... hatte irgendwo gelesen, dass eine Anbindung via MQTT unterstützt wird.... finde die Info aber nicht mehr.

Daher meine Frage: wird MQTT unterstützt?

Grüße
Joachim

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#11

Beitrag von secuspec » Mittwoch 16. September 2020, 13:18

JoGr hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 10:23
Hallo,
Habe mich versucht einzulesen... hatte irgendwo gelesen, dass eine Anbindung via MQTT unterstützt wird.... finde die Info aber nicht mehr.

Daher meine Frage: wird MQTT unterstützt?

Grüße
Joachim
Hi Joachim,

ja, MQTT wird voll unterstützt. Der gesamte Message Bus ist inzwischen auf MQTT umgestellt.

Siehe hierzu auch :

https://brewblox.netlify.app/dev/refere ... gging.html

https://brewblox.netlify.app/dev/refere ... l#eventbus

https://brewblox.netlify.app/dev/refere ... us-address



Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#12

Beitrag von train1811 » Mittwoch 16. September 2020, 17:10

Ich muss mir das mal in Ruhe anschauen, vll kann man ja mit den lokalen GPIOs mittels MQTT aufspringen....

https://github.com/flyte/pi-mqtt-gpio

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#13

Beitrag von secuspec » Freitag 2. Oktober 2020, 12:38

train1811 hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 17:10
Ich muss mir das mal in Ruhe anschauen, vll kann man ja mit den lokalen GPIOs mittels MQTT aufspringen....

https://github.com/flyte/pi-mqtt-gpio
Das liest sich passend. Müsste m.E. leicht möglich sein mit einen Custom Stream.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#14

Beitrag von secuspec » Freitag 16. Oktober 2020, 15:03

train1811 hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 17:10
Ich muss mir das mal in Ruhe anschauen, vll kann man ja mit den lokalen GPIOs mittels MQTT aufspringen....

https://github.com/flyte/pi-mqtt-gpio
Bob Steers sieht sich das gerade an und findet, dass es eine interessante Möglichkeit zur GPIO Abstraktion sein könnte. Einzig unschön ist, dass die verwendete pyyaml Version eine dicke Sicherheitslücke hat und daher auf eine neuere Version gehoben werden muss. Das kann nur Ellis, der Autor machen.

Ich habe dazu auch ein Issue in Github aufgemacht.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#15

Beitrag von secuspec » Samstag 17. Oktober 2020, 01:19

Die MQTT GPIO Library wird vom Autor Ellis Percival im Lauf des Wochenendes aktualisiert, so dass Raspberry GPIOs über MQTT zugänglich gemacht werden können.

Grundsätzlich ist Elco allerdings weniger von GPIOs und wackeligen Dupont Kabeln daran begeistert. Die Erfahrungen mit dem früheren auf Arduino basierenden Fermenter Controller war nicht die beste.
Wer also irgendwas an den Raspberry direkt anschließen will, kann das gerne über die oben beschriebene Möglichkeit tun, erhält aber definitiv keinen Support dafür.

Jetzt aber kommt die gute Nachricht!

In der Pipeline sind headless boards auf ESP32 Basis für die verschiedensten Anwendungsfälle. Alles auch DIN Rail mountable. Diese werden OneWire als auch RS-485 unterstützen und auf eine gemeinsame Firmware Basis gestellt. Da sind dann Drucksensoren, Flowmeter, PH Sonden, PT1000 Fühler, Ventile, Pumpen und was noch alles anschließbar. Alles grundsolide, kabelgebunden oder WLAN gestützt.

Die Trennung von extrem stabilen Microcontroller für die Sensoren und Aktoren und einen beliebigen Linux System für die Oberfläche und die Docker Container macht das Ganze noch tauglicher für den kommerziellen Einsatz.
Das sind dann keine fusseligen Bastellösungen mehr, sondern ein modularer, klar durchdachtes System das wachsen kann.

Es stehen also super spannende Entwicklungen an. Dies kommt der Mindstorms Idee die Jan Brückelmeier angesprochen hat schon sehr nahe bzw. kann noch mehr in einer stabilen und praxistauglichen open source Gesamtplattform.

Und nein, es gibt nach meiner Info noch keine konkreten Zeitpläne wann die headless boards kommen.
So lange ist also die bisherige Kombination aus SPARK 3 Controller und einem Linux System weiterhin die Basis für Brewblox und eine gute Investition.
Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#16

Beitrag von Sebasstian » Samstag 17. Oktober 2020, 08:36

Spannend. :thumbup
Danke für die Info. Du scheinst ja mittlerweile in sehr engem Kontakt zu sein.
Grüße,
Sebastian

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#17

Beitrag von Malzknecht » Dienstag 8. Dezember 2020, 18:36

secuspec hat geschrieben:
Samstag 17. Oktober 2020, 01:19
..So lange ist also die bisherige Kombination aus SPARK 3 Controller und einem Linux System weiterhin die Basis für Brewblox und eine gute Investition.
Hi Steffen, danke für deine Infos hier.

Plane auch gerade etwas mehr Automatisierung und bin irgendwie von Brewblox ganz angetan. Ich weiß nur nicht, ob ich das Konzept richtig verstanden habe. Ich hoffe du kannst mir helfen. So habe ich es verstanden:

Der SPARK 3 Controller - in Kombination mit Brewblox - ist eigentlich nur für die direkte Interaktion mit den Sensoren / Aktoren zuständig.

Brewblox läuft auf dem Raspi und dient der grafischen Konfiguration des SPARK 3 Controllers und hat keine eigene Logik. Dafür muss man die BrewPi Firmware überschreiben (bei älteren Modellen, oder man kauft sich eine neuen Spark).

In Brewblox kann man sich den aktuellen Status der Sensoren und Aktoren anzeigen lassen, aber die PIDs und alles andere wird auf dem SPARK 3 Controller berechnet.

Mir ist z.B. nicht ganz klar, wie das MQTT integriert wurde. Der Controller wird per USB an den Raspi angeschlossen. Wer macht den MQTT broker? Ich habe zufällig einen mosquitto server im LAN. Kann ich den auch irgendwie dafür nutzen oder bauen die Geräte ein eigenes MQTT Netz auf?

Mich verunsichert auch etwas, dass beim SPARK häufig nur von Fermentation gesprochen wird. Ich nehme an, dass der BrewPi damals hierfür ausgelegt war aber mit Brewblox nun das ganze Sudhaus abgebildet werden kann.

Was mich auch etwas stutzig macht ist, dass es keine Spark Version ohne Display gibt. Ich vermute deshalb dass ich das Konzept noch nicht ganz verstanden habe, da ich dieses Display irgendwie sinnlos finde. Die UI spielt sich ja auf dem Raspi ab. Ich würde also einen Kasten bauen mit Screen für den Raspi und der Spark Controller wäre im Kasten verbaut, sodass man das Display gar nicht sieht. In etwa so:
spark3.PNG
spark3.PNG (15.86 KiB) 2362 mal betrachtet
Ich gehe auch davon aus, dass ich mit dem Spark sowohl Maischen, als auch Gärführung parallel machen kann.

Bitte korrigiere mich, wenn ich hier falsch liege.

Besten Dank schon mal im Voraus!
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#18

Beitrag von secuspec » Dienstag 8. Dezember 2020, 19:51

Hallo Tobi,

Soweit alles perfekt erfasst. Zwischen Raspberry und Spark kann auch alternativ eine WiFi Verbindung aufgebaut werden! Es ist also kein USB Kabel notwendig.

Der MQTT Broker läuft auf dem Linux System. Wenn Du schon einen Mosquitto laufen hast, dann kannst Du den natürlich nehmen, klar. Dazu musst Du halt die Adresse im Yaml file ändern, aber das war’s dann auch schon.

Der BrewPi war tatsächlich vordringlich für die Fermenter Steuerung gedacht.

Das Display im Spark ist frei konfigurierbar und kann jeden Block anzeigen, auch, bei Bedarf im Wechsel. Ist aber nur eine Anzeige - brauchen tut man die nicht, so dass der in die Box gesteckt werden kann.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#19

Beitrag von Malzknecht » Dienstag 8. Dezember 2020, 21:20

Hi Steffen,

danke für die schnelle Antwort.

Okay super, das hilft mir wirklich weiter. Das mit dem Display wusste ich auch noch nicht. Kann mir vorstellen, dass zukünftige Sparks diesen Display als Optional haben werden, da bestimmt viele auf Brewblox umsteigen werden.
Das Konzept überzeugt mich schon sehr. Sieht professionell aus mit solider Technik.

Ich werde mir jetzt mal alle Komponenten zusammenstellen und dann über die Feiertage die Automatisierung aufbauen. Berichte dann mal über meinen Fortschritt. :Drink
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#20

Beitrag von secuspec » Mittwoch 9. Dezember 2020, 15:42

Malzknecht hat geschrieben:
Dienstag 8. Dezember 2020, 21:20
Hi Steffen,

danke für die schnelle Antwort.

Okay super, das hilft mir wirklich weiter. Das mit dem Display wusste ich auch noch nicht. Kann mir vorstellen, dass zukünftige Sparks diesen Display als Optional haben werden, da bestimmt viele auf Brewblox umsteigen werden.
Das Konzept überzeugt mich schon sehr. Sieht professionell aus mit solider Technik.

Ich werde mir jetzt mal alle Komponenten zusammenstellen und dann über die Feiertage die Automatisierung aufbauen. Berichte dann mal über meinen Fortschritt. :Drink
Hi Tobi,

ja, es wird sog. "headless" controller geben - sehr wahrscheinlich auf ESP32 Basis wie Elco angedeutet hat. Noch ist das nicht soweit, aber es wird bereits daran gearbeitet.

Ja, ist schon eine schöne Sache. Im Moment steht die Überlegung an, ob das Automatisierungsmodul neben der einfachen Variante der UI Konfiguration zukünftig NodeRed implementiert. Derzeit gibt es eben die UI Variante (reicht meist schon völlig aus) und zusätzlich die Möglichkeit per Java Script zu automatisieren. NodeRed als Editor/Backend für den Service hört sich schon ganz spannend an. Mal sehen was da die nächsten Wochen kommt.


https://brewblox.netlify.app/dev/decisi ... ml#context


Viel Spaß schonmal,

Viele Grüße,
Steffen :Drink
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#21

Beitrag von Malzknecht » Montag 14. Dezember 2020, 18:59

So kurzes Update. Inzwischen ist alles angekommen. Somit habe ich für die Lockdown-Weihnachtszeit ein bisschen was zu basteln :Greets

Das Gehäuse wird aus Multiplex gebaut und mit Lautsprecher-Strukturlack lackiert.
Innen dann die Elektronik in einem zugelassenen Schaltschrank. Der Holzkasten dient nur der Optik.

Ich habe lange überlegt, ob ich einen Raspberry Pi Touch-Screen einbauen soll oder nicht. Am Ende habe ich mich dagegen entschieden und bevorzuge folgende Lösung:

Es wird eine Art "Dockingstation" für ein Tablet geben. Mit USB Ladeanschluss. Dort hänge ich vorm Brautag das Tablet ein und dort startet er dann über WLAN die Brewblox. Es dient während des Brauens als Control Panel.

Somit bin ich flexibel und kann z.B. das Tablet mit ins Haus nehmen und von dort aus den Prozess überwachen, oder morgens im Bett schon mal den Heizvorgang starten. Außerdem kann ich das Tablet dann während ich nicht braue, also quasi fast immer, für andere Zwecke nutzen. Z.b. Heimautomatisierung oder einfach nur auf der Couch.

Das ist zumind. mein Plan. Ich hoffe das haut alles so hin wie ich mir das vorstelle :Drink

Ich werde berichten. (Sorry, war etwas Offtopic, aber vielleicht interessiert das den einen oder anderen)
control_items_compressed.JPG
Zuletzt geändert von Malzknecht am Montag 14. Dezember 2020, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#22

Beitrag von Parlue » Montag 14. Dezember 2020, 19:12

Sieht gut aus... Ich tendiere auch zu Brewpi. Das sieht ziemlich ausgereift aus.
LG
Dirk
There is no place like home.. klack klack klack

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#23

Beitrag von jbrand » Dienstag 15. Dezember 2020, 07:44

Malzknecht hat geschrieben:
Montag 14. Dezember 2020, 18:59
(Sorry, war etwas Offtopic, aber vielleicht interessiert das den einen oder anderen)
Hi Tobi,

ich find's gar nicht Offtopic sondern ganz im Gegenteil sehr interessant und es dreht sich doch genau um Brewblox. Berichte bitte weiter darüber.
Viele Grüße

Jens

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#24

Beitrag von secuspec » Dienstag 15. Dezember 2020, 16:42

Ja, bitte berichten. Die Idee mit dem Multiplex Kasten drum herum klingt interessant. Ich habe nur einen schnöden Kunststoffkasten. Erfüllt den Zweck, aber wirklich schön ist halt anders. :redhead

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#25

Beitrag von Sebasstian » Dienstag 15. Dezember 2020, 17:55

Malzknecht hat geschrieben:
Montag 14. Dezember 2020, 18:59
Ich werde berichten. (Sorry, war etwas Offtopic, aber vielleicht interessiert das den einen oder anderen)
Absolut! Ich hab ganz feuchte Augen bekommen bei dem Bild mit den Parts. Ich werde einen detailierten Bau- und Erfahrungsbericht jedenfalls gerne gespannt verfolgen.
Grüße,
Sebastian

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#26

Beitrag von Frudel » Dienstag 15. Dezember 2020, 18:11

Ich habe mich mit einem Bier auch schon zurückgelegt :)
Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#27

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 20. Dezember 2020, 14:23

Alles klar, ihr habt mich überzeugt :Wink

Aktuell plane ich das Innen- und Außenleben des Schaltschranks.
So soll es in etwa von Vorne aussehen. Das Tablet ist noch nicht ausgesucht, aber ich denke es passt da gut hin. Der Kasten wird später relativ hoch montiert, da ich da drunter den Platz zum Brauen benötige.
schaltschrank-planung-knöpfe.JPG
Und so solls innen aussehen. Die SSR Passivkühler nehmen schon relativ viel Platz weg, aber der Kasten ist groß genug. Es wird alles hineinpassen :thumbsup
schaltkasten_planung.JPG

Aber ich brauche noch eure Hilfe. Ich stehe vor einer Frage und ich weiß nicht wie ich weitermachen soll. Es geht um die Kühlung.
Rechts im Bild seht ihr einen 12V Ventilator. Meine ursprüngliche Idee war, den innen ans Gehäuse zu montieren, sodass er die Luft rausblasen kann. Auf der Gegenseite dann Lamellen, wo frische Luft nachkommt.

Mir kommen aber die Zweifel, ob das eine gute Lösung ist. Ich habe bei "the electric brewery" gesehen, dass die keine Ventilatoren verwenden, sondern Passivkühlung außen am Gehäuse. Die SSRs sind dann quasi innen an der Wand montiert.

Ist eine Öffnung nach Außen notwendig um keinen Hitzestau im Kasten zu bekommen?

Darf ich einen Ventilator verwenden, oder saugt das zu viel feuchte Luft in den Kasten? Der Plan war, den auf 8V zu begrenzen. Dann dreht er nur langsam. Ich habe zwar eine Absaugung, aber gerade beim Läutern (Nachgusswasser und Thermoport dampfen) erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Wie würdet ihr das lösen? Der Schaltschrank hat eine große Metallfläche auf der alle SSR Kühlungen montiert werden. Die größte Hitze entsteht an 2 SSRs durch die Hendi (3500 Watt) und den Einkocher (2000 Watt). Hat da jemand Erfahrung mit der Hitzeentwicklung?

Ich bohre derweil dann mal noch ein paar Löcher in den Kasten :Smile
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#28

Beitrag von JackFrost » Sonntag 20. Dezember 2020, 15:31

Der Verlust eines SSRs ist meist ca. 2V, die Spannung ist so gut wie nicht vom durchflossenen Strom abhänig. Macht bei der Hendi mit max. 16A also 32W / SSR . Beim Einkocher werden es dann ca. 18W.
Macht also bei deinen 3 SSRs also 82W, wenn alles mit Vollast läuft.

Das ist schon nicht wenig Leistung die dir dein Gehäuse aufheizt. Du kannst ja mal eine 60W 12V Birne in das Gehäuse setzen und
schauen wie warm das wird.

Gruß JackFrost
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#29

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 20. Dezember 2020, 17:48

JackFrost hat geschrieben:
Sonntag 20. Dezember 2020, 15:31
Der Verlust eines SSRs ist meist ca. 2V, die Spannung ist so gut wie nicht vom durchflossenen Strom abhänig. Macht bei der Hendi mit max. 16A also 32W / SSR . Beim Einkocher werden es dann ca. 18W.
Macht also bei deinen 3 SSRs also 82W, wenn alles mit Vollast läuft.

Das ist schon nicht wenig Leistung die dir dein Gehäuse aufheizt. Du kannst ja mal eine 60W 12V Birne in das Gehäuse setzen und
schauen wie warm das wird.

Gruß JackFrost
Danke für die Rechnung. Den Test finde ich super. Hab ihn gerade direkt umgesetzt. Dank Brewblox und Spark ein Kinderspiel :redhead
60w_test.jpg
Alle Löcher sind abgeklebt und die Box steht jetzt bei mir im Zimmer. Ich lasse es ein paar Stunden laufen.
Was wäre ein kritischer Wert deiner Meinung nach?

VG
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#30

Beitrag von JackFrost » Sonntag 20. Dezember 2020, 19:43

Malzknecht hat geschrieben:
Sonntag 20. Dezember 2020, 17:48
JackFrost hat geschrieben:
Sonntag 20. Dezember 2020, 15:31
Der Verlust eines SSRs ist meist ca. 2V, die Spannung ist so gut wie nicht vom durchflossenen Strom abhänig. Macht bei der Hendi mit max. 16A also 32W / SSR . Beim Einkocher werden es dann ca. 18W.
Macht also bei deinen 3 SSRs also 82W, wenn alles mit Vollast läuft.

Das ist schon nicht wenig Leistung die dir dein Gehäuse aufheizt. Du kannst ja mal eine 60W 12V Birne in das Gehäuse setzen und
schauen wie warm das wird.

Gruß JackFrost
Danke für die Rechnung. Den Test finde ich super. Hab ihn gerade direkt umgesetzt. Dank Brewblox und Spark ein Kinderspiel :redhead

60w_test.jpg

Alle Löcher sind abgeklebt und die Box steht jetzt bei mir im Zimmer. Ich lasse es ein paar Stunden laufen.
Was wäre ein kritischer Wert deiner Meinung nach?

VG
Ich hab zu den SSRs kein Datenblatt gefunden. SSRs der Größe und Bauform von Omron dürfen laut Datenblatt bis 40 °C mit Kühlkörper mit ihrem Nennstrom belastet werden. Bis 80 °C sinkt die Belastung und bei 80°C ist schluss,

Omron gibt eine Verlustspannung von 1,6Veff an. damit ist die Betrachtung mit 2 Veff auf der Sicheren Seite.

Gruß JackFrost
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#31

Beitrag von kalausr » Sonntag 20. Dezember 2020, 19:51

Hi Leute, ich spiele grade mit Brewblox herum und habe 2 Anfängerfragen.
Habe alle relevanten Komponenten in meiner Anlage, Sensoren, SSR's etc. bereit, alles läuft derzeit auf CBP3.
Siehe hier https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... it=kalausr

1. Kann ich Brewblox als Brausystem auch ohne Spark verwenden?
2. Brewblox startet derzeit noch nicht, da ich diesen Fehler bekomme:
pi@raspberrypi:~/brewblox $ brewblox-ctl up
ERROR:
Can't find a suitable configuration file in this directory or any
parent. Are you in the right directory?
Supported filenames: docker-compose.yml, docker-compose.yaml
Command 'docker-compose up -d --remove-orphans' returned non-zero exit status 1.

aber die gefragte Datei liegt hier - oder ist da was nicht i.o.:
pi@raspberrypi:~/brewblox/brewblox_ctl_lib/data/config $ ls
docker-compose.shared.yml docker-compose.yml traefik-cert.yaml

Was mache ich falsch?
LG Klaus
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#32

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 20. Dezember 2020, 21:46

JackFrost hat geschrieben:
Sonntag 20. Dezember 2020, 19:43
Ich hab zu den SSRs kein Datenblatt gefunden. SSRs der Größe und Bauform von Omron dürfen laut Datenblatt bis 40 °C mit Kühlkörper mit ihrem Nennstrom belastet werden. Bis 80 °C sinkt die Belastung und bei 80°C ist schluss,

Omron gibt eine Verlustspannung von 1,6Veff an. damit ist die Betrachtung mit 2 Veff auf der Sicheren Seite.

Gruß JackFrost
Nach 2 Stunden war's in der Box 46°C und noch leicht steigend. Wenn man bedenkt, dass ich da noch eine Holzverkleidung gerne drumherum bauen möchte (evtl. isolierende Luftschicht) und es in dem Raum im Sommer auch wohl mal 30°C sein können, ist mir das etwas zu hoch.

Das ist alles was ich dazu habe: https://temcocontrols.com/wp-content/up ... -Relay.pdf. Dort steht 75°C max, aber du sagtest ja schon, dass die Belastung sinkt.

Ich denke ich werde das ganze kühlen müssen. :(

Aktuell bevorzuge ich eine Lösung, bei dem ich oben im Kasten eine Aussparung mache und ein Alu-Blech anbringen. An das kommen innen die SSRs geschraubt und außen am Gehäuse dann ein paar Kühlkörper.
Wenn jemand noch eine bessere Idee hat, gerne melden :Wink

@Klaus:
So wie ich das verstanden habe, ist es mit Spark am stabilsten. Du kannst MQTT über GPIO am Raspberry durch die lib (oben in einem Post verlinkt) einrichten und darüber die Pins ansprechen. Mit etwas Bastelarbeit etc. kann man das bestimmt auch so irgendwie lösen.
Zu dem Softwareproblem kann ich leider nichts sagen, kenne brewblox erst seit ein paar Tagen.
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#33

Beitrag von JackFrost » Sonntag 20. Dezember 2020, 22:19

Oder in den sauren Apfel beissen und das geklacke von 2x 25A Schützen für die beiden Hendis nehmen.
Das wären dann, sofern sie beide gleichzeitig laufen 48 W weniger Verlustleistung und je 24W mehr, die
du in den Sud steckst, ist wenig, muss aber nicht abgeführt werden.

Bei einem SSR zählt nur der Strom für die Verlustleistung. Wenn dein Rührwerk am DC SSR 5A zieht sind das noch mal 12,5 W.
Erde deine Aluplatte für SSR gut, vor allem mit Zahnscheiben für Erdung die sich in das Alu graben und die Oxidschicht durch dringen.

Gruß JackFrost
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#34

Beitrag von fff » Montag 21. Dezember 2020, 01:34

JackFrost hat geschrieben:
Sonntag 20. Dezember 2020, 22:19
Oder in den sauren Apfel beissen und das geklacke von 2x 25A Schützen für die beiden Hendis nehmen.
Ich finde den Apfel gar nicht so sauer - ich kann im Wohnzimmer hören, wenn im Keller nachgesteuert wird :-)

Aber alternativ gäbe es auch z.B. so etwas Finder 22.32.0.230.4340, nicht zu hören, nur 2,2W für die Spule und von der Schaltleistung mehr als ausreichend.

Grüße
Kurt

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#35

Beitrag von jbrand » Montag 21. Dezember 2020, 10:28

Relais und Schütze sind aber nicht so gut geeignet, wenn du eine PID-Regelung realisieren willst.
Viele Grüße

Jens

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#36

Beitrag von JackFrost » Montag 21. Dezember 2020, 10:53

jbrand hat geschrieben:
Montag 21. Dezember 2020, 10:28
Relais und Schütze sind aber nicht so gut geeignet, wenn du eine PID-Regelung realisieren willst.
Ist nicht so. Die Hendi kann eh nur gepulst werden. Meist ab 200-300W sind Phasenanschnitt für ohmsche Lasten nach TAB nicht erlaubt. Ohne Sync mit dem Netz ist das eh schlecht. Dann kann man den Winkel gleich auswürfeln.

Wellenpaket mit 20s Zyklus ist für ein Schütz machbar. Klar mit einem SSR das Nullspannungsschaltend ist besser, aber die Verlustleistung muss halt abgeführt werden.
Entweder muss man die Verlustleistung abführen oder nach 70.000 - 200.000 Schaltspielen das Schütz wechseln. Wenn das Schütz nicht auf Kante genäht ist hält es auch länger.
Aber beides geht mit einem PID.

Bei nem Schütz kann ich eine Normale Sicherung nehmen. Bei einem SSR brauch ich schon eine Ultrarapid. Andere lohnen sich nicht da das SSR dann eh mit stirbt.

Gruß JackFrost
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#37

Beitrag von Malzknecht » Montag 21. Dezember 2020, 11:19

So ich hab noch mal lange recherchiert gestern. Aluplatte ans Gehäuse? Peltier-Kühlung? Umsteigen auf Schütze? ...

Da ich die SSRs und Kühlkörper alle da habe, möchte ich sie jetzt auch verwenden. Daher habe ich mir nochmal alle Infos zu den Komponenten aufgelistet und die Verlustleistung an den SSRs berechnet.
Es gibt nur eine Situation wo max. etwa 50W Verlustleitung entstehen: Beim Läutern, wenn ich die Würze schon heize, aber noch Nachgüsse gebe und gleichzeitig den Kühlschrank schon kalt stelle.
Beim Maischen ist nur die Hendi an und dort werde ich sie nicht auf 3500W betreiben, sondern auf 3000 drosseln, da die Heizleistung sonst zu stark ist.

Beim Kochen brauche ich eigentlich auch kein SSR und Reglung um die Temperatur zu steuern. Hab mir vorhin überlegt einen Schalter zu verwenden, durch den ich auf manuellen Betrieb umschalten kann. Also beim Maischen lasse ich alles über die Steuerung laufen und wenn ich Koche, dann lege ich einen Schalter um und dann ist das SSR außenvor.

Hab sogar noch einen Schalter hier liegen: LW26-20/1. Angeblich 20A Dauerstrom möglich. Bin gerade nur nicht sicher, welcher Gebrauchskategorie die Hendi entspricht. Der Schalter hat AC21 lu=lth 20A, AC-15A 6A.
Ist die Hendi eine elektromagnetische Last und fällt unter die AC-15A Kategorie?

Es wird also nichts gekühlt und ich hoffe dass der Kasten die Wärme entsprechend abgibt. Daher verzichte ich erst einmal auf die Holzkonstruktion und schaue, wie es mit der Hitzeentwicklung im Kasten aussieht.

Danke euch
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#38

Beitrag von JackFrost » Montag 21. Dezember 2020, 11:36

Eine Induktionsplatte ist keine induktive Last.
Eher Richtung Kondensatormotor, wegen dem Zwischenkreis der beim einschalten geladen wird.

Gruß JackFrost
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#39

Beitrag von kalausr » Montag 21. Dezember 2020, 19:35

Hi Leute. Danke für die Antwort Tobi.
Bin etwas weiter gekommen. Brewblox läuft, ich muss den Setup Befehl in der Beschreibung übersehen haben. Nun kann ich Brewblox im Browser aufrufen und habe schon mal einfach meine Brauerei mithilfe des simulierten Sparks angefangen abzubilden.
Screenshot 2020-12-21 at 19.25.38.png
Da ich aber keine teuren Extrageräte kaufen möchte, würde ich gerne herausfinden, wie ich die Sensoren (DS18B20) auslesen und die Relais schalten kann.
Ich lese viel über MQTT, verständliche Anleitungen scheint es aber nicht zu geben... Muss ich erst Python lernen??? Bin kein Programmierer und deshalb sehr an einer (oder zwei) Hilfen interessiert. :Wink
Im schlimmsten Fall wird der Chip eben formatiert, und dann kommt Craftbeerpi3 drauf, das läuft wenigstens.

Danke, Klaus
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#40

Beitrag von Malzknecht » Montag 21. Dezember 2020, 21:58

kalausr hat geschrieben:
Montag 21. Dezember 2020, 19:35
[...] Bin etwas weiter gekommen. Brewblox läuft [...]
Im schlimmsten Fall wird der Chip eben formatiert, und dann kommt Craftbeerpi3 drauf, das läuft wenigstens.
Hi Klaus,

das sieht grafisch auf jeden Fall schon mal gut aus :Wink
Ich befürchte aber, dass du wohl vorerst auf craftbeerpi zurückgehen wirst. Sobald die Node-Red Integration da ist, kannst du ganz leicht per drag and drop im grafischen Frontend deine Anlage konfigurieren.

Ich hatte vor ein paar Wochen mal ein Feature-Request gestartet. Da ging es um das Ansprechen eines Potis über GPIO im Brewblox. Der Entwickler meinte, es wäre mit der Node-RED Integration später möglich. Dann wirst du auch deine DS18B20 über einen GPIO Pin ansprechen können.
Wie das alles technisch aussieht, steht aber noch in den Sternen.

Hab gerade mal nachgeschaut: LINK.
Das ist der neuste Artikel dazu. Offensichtlich wird da zwar dran entwickelt, aber es ist nicht deren Prio 1.
The automation service is a useful, but not the most important feature of Brewblox as a system. Our top priorities are to build a system around the Spark controller, and to offer a generic platform for integration with third-party devices.
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#41

Beitrag von kalausr » Dienstag 22. Dezember 2020, 00:19

Hi Tobi.
Danke für die Info. So werde ich es machen.
Schade, die Software offen zu gestalten, dient natürlich nicht dem Interesse des Herstellers seine Hardware zu verkaufen. Insofern ist es momentan leider kein offenes System. Ich würde durchaus für die Software bezahlen.
Naja, CBP3 läuft ja noch, dann bekommt der Manuel eben meine Kohle.
Ich behalte die Code Red Sache aber im Auge :Wink
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#42

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 27. Dezember 2020, 17:38

Ich habe in den letzten Tagen große Fortschritte gemacht. Sobald meine Steuerung vernünftig läuft, zeige ich euch Fotos vom Aufbau und dann auch im Anschluss meine ersten Erkenntnisse in Brewblox. :Smile

Aktuell stehe ich vor einem Problem, bzw. ich bin mir nicht sicher ob es eins ist. Auf jeden Fall bin ich mir unsicher und benötige eure Hilfe:
Vergesst es, mir ist das Problem gerade aufgefallen :Ahh

Danke euch
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#43

Beitrag von secuspec » Montag 28. Dezember 2020, 12:40

Hallo zusammen,

ich will Tobi (Malzknecht) nicht direkt vorgreifen. Da ich aber für Brewblox getrommelt habe, möchte ich Euch auch nicht vorenthalten, wie das Ganze bei mir aussieht.

Das Brauerei Dashboard
Bild

Die Automatisierung (Ausschnitt)
Bild

In Aktion
Bild

Die Gärsteuerung
Bild

Die Hardware der Steuerung ist unspektakulär.

Das MQTT Device für die GGM Gastro Platte
Bild

Und hier der große graue Kasten :-)
Bild

Das Ganze im Überblick
Bild

Viele Grüße,
Steffen :Drink
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#44

Beitrag von Malzknecht » Montag 28. Dezember 2020, 13:37

Sieht richtig cool aus! Danke fürs Zeigen.
Du hast dich ja ja offenbar schon sehr mit auseinander gesetzt.

Schaue ich mir die Tage mal genauer an, da ich aktuell noch am Stromproblem hänge :Waa

Könnt ihr mir bitte helfen das Problem zu verstehen? Erst dachte ich es liegt an den LEDs aber die habe ich abgeklemmt und es ist immer noch ein Problem da.

Das ist meine Schaltung. Inzwischen habe ich die LED und den manuellen Schalter auch abgeklemmt, wegen der Fehlersuche.
ssr_problem.PNG
ssr_problem.PNG (71.28 KiB) 1045 mal betrachtet
Mein Problem: Wenn das SSR kein Schaltstrom hat, dann ist liegen im Kreis trotzdem ~25V Spannung an. Nach langem Herumsuchen und Ausschließen sämtlicher Fehlerquellen liegt es wohl an den SSRs. Die lassen trotz fehlendem Steuerstrom bei mir Strom durch. Es sind alle 5 SSRs betroffen, daher vermute ich auf eine gewollte Funktion.
Das führt dazu, dass meine Signallampen kontinuierlich - wenn auch nicht stark - leuchten.

Ist das ein normales Verhalten? Also lassen die ohne Steuerspannung Strom durch?

Danke für die Hilfe
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#45

Beitrag von secuspec » Montag 28. Dezember 2020, 13:44

Malzknecht hat geschrieben:
Montag 28. Dezember 2020, 13:37
Sieht richtig cool aus! Danke fürs Zeigen.
Du hast dich ja ja offenbar schon sehr mit auseinander gesetzt.

Schaue ich mir die Tage mal genauer an, da ich aktuell noch am Stromproblem hänge :Waa

Könnt ihr mir bitte helfen das Problem zu verstehen? Erst dachte ich es liegt an den LEDs aber die habe ich abgeklemmt und es ist immer noch ein Problem da.

Das ist meine Schaltung. Inzwischen habe ich die LED und den manuellen Schalter auch abgeklemmt, wegen der Fehlersuche.

ssr_problem.PNG

Mein Problem: Wenn das SSR kein Schaltstrom hat, dann ist liegen im Kreis trotzdem ~25V Spannung an. Nach langem Herumsuchen und Ausschließen sämtlicher Fehlerquellen liegt es wohl an den SSRs. Die lassen trotz fehlendem Steuerstrom bei mir Strom durch. Es sind alle 5 SSRs betroffen, daher vermute ich auf eine gewollte Funktion.
Das führt dazu, dass meine Signallampen kontinuierlich - wenn auch nicht stark - leuchten.

Ist das ein normales Verhalten? Also lassen die ohne Steuerspannung Strom durch?

Danke für die Hilfe
Hi Tobi,

Die SSRs haben einen Leckstrom - das ist bis zu einer gewissen Grenze normal und die Signallampe wird schwach leuchten. Daher, wenn Du diesen Effekt ausschließen möchtest, müsstest Du die Signallampe in die Steuerleitung einschleifen - dann natürlich funktioniert nur mit entsprechenden Lampen die auf 12V oder weniger ausgelegt sind.

Viele Grüße,
Steffen
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#46

Beitrag von Malzknecht » Montag 28. Dezember 2020, 14:00

secuspec hat geschrieben:
Montag 28. Dezember 2020, 13:44
Hi Tobi,

Die SSRs haben einen Leckstrom - das ist bis zu einer gewissen Grenze normal und die Signallampe wird schwach leuchten. Daher, wenn Du diesen Effekt ausschließen möchtest, müsstest Du die Signallampe in die Steuerleitung einschleifen - dann natürlich funktioniert nur mit entsprechenden Lampen die auf 12V oder weniger ausgelegt sind.

Viele Grüße,
Steffen
Hi Steffen,

danke für den Hinweis. Jetzt wird mir einiges klar. Laut Datenblatt wäre der Off Leakage Strom 2mA.
D.h. es ist erstmal nur ein "optisches Problem" wegen der Lampen und wäre kein Desaster für angeschlossene Geräte (Hendi, Kocher, Kühlschrank), richtig?
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#47

Beitrag von fff » Montag 28. Dezember 2020, 14:19

Malzknecht hat geschrieben:
Montag 28. Dezember 2020, 13:37
Mein Problem: Wenn das SSR kein Schaltstrom hat, dann ist liegen im Kreis trotzdem ~25V Spannung an.
Spannungsfrei im Aus-Zustand stelle ich mir anders vor - ist das bei allen SSR-Typen so?

Grüße
Kurt

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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#48

Beitrag von JackFrost » Montag 28. Dezember 2020, 14:30

fff hat geschrieben:
Montag 28. Dezember 2020, 14:19
Malzknecht hat geschrieben:
Montag 28. Dezember 2020, 13:37
Mein Problem: Wenn das SSR kein Schaltstrom hat, dann ist liegen im Kreis trotzdem ~25V Spannung an.
Spannungsfrei im Aus-Zustand stelle ich mir anders vor - ist das bei allen SSR-Typen so?

Grüße
Kurt
Das ist bei allen SSRs so, vor allem wenn eine Snubber verbaut ist um das dU/dt klein zu halten, da der Triac sonst selber
zündet.

Spannungsfrei bist du nur wenn du eine Relais oder Schütz davor schaltest.

Gruß JackFrost
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fff
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#49

Beitrag von fff » Montag 28. Dezember 2020, 15:07

Danke für die Info!

Grüße
Kurt

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Malzknecht
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Re: Brewblox eine echte Alternative zu CraftbeerPi

#50

Beitrag von Malzknecht » Montag 28. Dezember 2020, 19:31

Soo ... dank der Feiertage konnte ich sehr viel Energie in dieses Projekt stecken.
Der Schaltschrank ist aufgebaut und verkabelt. Hier ein paar Eindrücke

Erstmal habe ich die Positionen der Leuchten etc. geplant.
schaltschrank-planung-knöpfe_image006.jpg
Dann wurde alles gebohrt, ausgeschnitten und das Innenleben geplant. Der Kasten wurde in einer Strukturfarbe lackiert. Es ist die gleiche Farbe, die beim Bau von Lautsprechern verwendet wird. Fühlt sich toll an. Die Front ist mir am Ende zu rau geworden, da während des Trocknens ein kleines Malheur passiert ist und ich die Front noch einmal überlackieren musste, obwohl es noch nicht ganz trocken war. Tja, so ist das bei Selbstgebautem :Wink
IMG_8456_image002.jpg
IMG_8469_image004.jpg
Der Kasten wurde auch schon in meinen Brauraum integriert. Wer meinen Blog ließt, der kennt bereits den Umbau der Anlage und weiß, dass ich 2 Stromkreise dort habe, einmal für die Hendi und einmal für den Nachguss. Ursprünglich kamen die beiden Stromleitungen von Oben runter zur Steckdose, in die ich dann meine Hendi und Einkocher eingesteckt hatte.

Jetzt habe ich die beiden Kreise aufgetrennt und oben in die Box laufen lassen. Dort findet dann die Schaltung der beiden Steckdosen statt. Die Box ist quasi also jetzt dazwischen geschaltet.

Außerdem habe ich noch ein 5x1,5 mit 2 Phasen nach unten laufen lassen, damit ich dort den Kühlschrank und die Gärheizung abwechselnd schalten kann. Dazu gibt's unterm Tisch jetzt die neue 2er Steckdose. (Alles innerhalb des 2. Kreis. Also keine Mischung!)

Rechts am Kasten (leider nicht zu sehen) gibts einen Schalter durch den ich in den manuellen Betrieb der Hendi umschalten kann, z.b. wenn ich mal eben was erhitzen will oder halt beim Hopfenkochen.
IMG_8454_image001.jpg
Und hier einmal der Aufbau innen. Nicht perfekt, aber ich komme damit gut zurecht. Die beiden Kreise sind komplett voneinander getrennt, sodass man da nicht durcheinander kommen kann.

Der Lüfter ist nur für die Durchmischung im Inneren zuständig und es gibt keine Frischluft von außen.

Da der Spark Controller RJ11 Stecker hat, musste ich im Inneren noch ein paar Kabel krimpen. Dazu habe ich ein altes CAT 6 Kabel umfunktioniert, daher die silberne Ummantelung.
IMG_8474.JPG
Der Spark Controller ist übrigens nicht dafür vorgesehen, dass man ihn irgendwo befestigt. :Wink
Man muss sich erstmal eine Konstruktion überlegen, wenn man ihn z.B. in den Deckel integrieren will. Er hat leider keine Löcher oder Ösen, die man verwenden kann. Ich habe mir einfach eine Konstruktion aus Multiplex gebaut, seitlich ein Gewinde ins Holz geschnitten und mit einer M2 Schraube den Spark reingeklemmt.
IMG_8192.JPG
Also es ist jetzt alles verkabelt, ein Netzwerkkabel habe ich auch noch verlegt und der PI ist bereits als Host im Netz bekannt. Die Software läuft auch schon und der Spark 3 ist auch hell und kann meinen Test-Temperatursensor auslesen. Aber aktuell bekomme ich noch folgende Fehlermeldung im Brewblox Frontend.
brewblox_problem_image007.jpg
Das hat ja alles schon funktioniert. Ich musste kurzerhand das USB Kabel tauschen, da es zu kurz war für den Einbau in die Box. Ich vermute ich habe eins erwischt, das kein Datenkabel hat und nur zum Aufladen geeignet ist. Der Spark Controller bekommt ja Saft vom Raspi.

Darum kümmere ich mich in den nächsten Tagen.

Viele Grüße
Viele Grüße,
Tobi

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