Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

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Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#1

Beitrag von markrickenbacher » Dienstag 12. Juni 2018, 22:34

Hi Leute

Die nachfolgende Flüssighefe war vier Tage lang ohne Kühlpads unterwegs zu mir. Aus noch ungeklärten Gründen wurde das Packet statt am Freitag erst am darauf folgenden Montag ausgeliefert. Ich gehe davon aus das die Hefe über einen längeren Zeitraum Temperaturen von 25..28°C ausgesetzt war.

Bedenkenlos zu gebrauchen oder besser ersetzen? Ich könnte die Tüten 3 Tage vorher smacken und sehen ob sich da was tut. Aber ich schätze, dass das Aufblähen kein zwingender Garant dafür ist, dass genügend vitale Zellen vorhanden sind.

4 Pack für 80L bei 13°Plato und 15° Gärtemperatur
IMG_20180612_182943.jpg

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#2

Beitrag von Maex » Dienstag 12. Juni 2018, 23:01

Wenn nach dem smacken ein Aufblähen zu beobachten ist, sind ja noch aktive Hefezellen da.
Kannst du einen Starter machen?

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#3

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 13. Juni 2018, 01:38

Ist bei Flüssighefe nicht immer ein Starter zu empfehlen? Würde ich jedenfas machen, ist ja kein Hexenwerk.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#4

Beitrag von markrickenbacher » Mittwoch 13. Juni 2018, 07:23

Danke für Eure Antworten

Aus viel Zeit zum Brauen und wenig Output ist in den letzten zwei Jahren weniger Zeit zum brauen und mehr Output geworden. Aus dieser Schräglage heraus versuche ich wo immer möglich pragmatisch zur Sache zu gehen. Im konkreten Fall heißt das, dass ich nicht mit Startern arbeite und mit dem direkten Anstellen durchwegs gute Erfahrungen gemacht habe (immer Flüssighefen von Wyeast).

In diesem Falle würde ein Starter aber, wie Ihr es empfehlt, sinn machen. Leider kann ich nicht belüften und leider habe ich nur Malzextrakt zur Hand.

Gruss und herzlichen Dank an Euch, Mark

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#5

Beitrag von beryll » Mittwoch 13. Juni 2018, 07:34

Da ist sicher noch genug Leben drin... wenn eine Flüssighefe nach fast 2 Jahren über dem MDH immer noch anspringt, dann tut es diese auch .... sofern sie nicht in der Sonne gegrillt wurde ;-)
Mach nen Starter, geht auch ohne Belüftung. Zum Malzextrakt werfe ich in der letzten Zeit immer ein wenig Zucker mit rein, ich hatte wohl eine Charge erwischt, die die damalige Problematik nach sich zog :-(
Oder mach den Starter hiermit, das dauert ja nun auch nicht lange und dort zieht das Zeug direkt an: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... tte=rezept

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#6

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 09:42

Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 01:38
Ist bei Flüssighefe nicht immer ein Starter zu empfehlen? Würde ich jedenfas machen, ist ja kein Hexenwerk.
Ne, Bernd. Es kommt auf die Lebendzellzahl an. Ein frisches Smack Pack kommt mit 100 Mrd. lebenden Zellen. Das reicht um 19-20 Liter (5 gal) Ale-Würze anzustellen. Also kein Starter nötig. Der stresst die Hefe im Zweifel sowieso stärker als es nützt.

Bei einem Päckchen kurz vorm Ablaufdatum, das dann auch noch mehrere Tage ungekühlt war, sieht das eventuell schon anders aus. Aber ohne echte Kontrolle der Lebendzellzahl ist auch das nur vage zu beantworten.

Hab es neulich beim Stammtisch schon gesagt und wiederhole es hier gerne: Ohne Mikroskop (oder eine andere Möglichkeit der Zellzählung) kann man mMn nicht reproduzierbar mit Hefe arbeiten (D.h. Starter, Anzucht aus Dauerkulturen, Backslopping). Das ist dann immer ein Blindflug.

LG Florian

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#7

Beitrag von beryll » Mittwoch 13. Juni 2018, 12:01

Flothe hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 09:42
Hab es neulich beim Stammtisch schon gesagt und wiederhole es hier gerne: Ohne Mikroskop (oder eine andere Möglichkeit der Zellzählung) kann man mMn nicht reproduzierbar mit Hefe arbeiten (D.h. Starter, Anzucht aus Dauerkulturen, Backslopping). Das ist dann immer ein Blindflug.
Das mag sein, ich verlasse mich da aber auch gerne auf die aufmunternden Worte von Ulrich, von dem ich genug Tipps aufschnappen durfte... und ich betreibe das nun auch nicht erst seit gestern.
Vor ein paar Monaten hat hier im Forum niemand mit einem Mikroskop gearbeitet, ging doch auch und nicht nur "irgendwie" :Grübel

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#8

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 14:09

beryll hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 12:01
Das mag sein, ich verlasse mich da aber auch gerne auf die aufmunternden Worte von Ulrich, von dem ich genug Tipps aufschnappen durfte... und ich betreibe das nun auch nicht erst seit gestern.
Vor ein paar Monaten hat hier im Forum niemand mit einem Mikroskop gearbeitet, ging doch auch und nicht nur "irgendwie" :Grübel
Ja und nein. Natürlich kann man ohne diese Methoden brauen und bekommt vermutlich auch gutes Bier.
Mit einiger Erfahrung kann ein guter Brauer mit Sicherheit auch ohne Mikroskop auskommen. Das ging jahrhunderte bis jahrtausende eigentlich in jeder Brauerei so. Aber die Qualitätsschwankungen waren früher vermutlich erheblich größer und Reproduzierbarkeit wurde auch nicht so groß geschrieben. Dann schmeckte das Bier halt von Charge zu Charge immer etwas anders. Bei manchen Brauereien gehört das ja auch heute noch zum Charme.

Natürlich kommt jetzt das fette ABER: Das gilt mMn für Brauer in großen Betrieben, die tagaus, tagein mit der selben Hefe arbeiten.
Die meisten hier arbeiten aber immer wieder mit verschiedenen Hefen, die verhalten sich aber alle etwas anders. Bei der einen Hefe sind "200 mL dickbreiiger Bodensatz" halt 100 Mrd. Zellen und bei einer anderen Hefe schon 300 Mrd. Hinzu kommt noch, dass von Sud zu Sud unterschiedliche Mengen an Kühltrub ausfallen und das Hefesediment unterschiedlich verdünnen.

Ich würde mal tippen, dass heute in jeder mittelständigen Brauerei irgendwo ein Mikroskop steht. In den Industrieanlagen sowieso, die betreiben ja ganze Analyselabore. Und was ist der Effekt? Die Brauen jeden Tag das selbe Bier, haargenau das selbe. 100 %ige Reproduzierbarkeit.

Wer seinen Prozess von vorne bis hinten unter Kontrolle haben will, der kommt um eine Mikroskop nicht drumherum. Das ist halt eines dieser vielen Paradoxa, die Hopfenpellets werden auf die zweite Nachkommastelle genau abgewogen, die Nachisomerisierungszeit auf die Minute genau bestimmt, aber bei der Hefe reicht dann ein "passt schon". Dabei hat die Hefe einen so gewaltigen Einfluss auf den Geschmack.
Ein gutes Mikroskop, mit dem man Hefe zählen kann, bekommt man ab 150 €.

Früher wurden hier auch Flaschen gebacken. Daher ist das "Haben wir noch nie so gemacht." für mich kein Argument.

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#9

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 14:38

Um aber auch noch mal einen konkreten Tipp für den TE zu geben.

Ich nehme an, dass du keine Möglichkeit hast die Quälität der Hefe zu testen? Hast du das nötige Equipment um aus 4 Smack Packs einen hinreichenden Starter zu ziehen? Da sprechen wir ja schon von einigen Litern Starter-Volumen.
Wenn nicht, dann stell einfach deinen Sud mit den Packs an, wie sie sind. Im Zweifel geht das besser, als wenn du jetzt anfängst rumzupanschen und dir noch eine Infektion einfängst oder die Hefe unnötig schwächst.

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#10

Beitrag von respect » Mittwoch 13. Juni 2018, 15:45

Bei uns im Haus steht ein Mikroskop. Aber wie stell ich so eine Zählung an?
Alles in einem ('Norm')Tropfen wird gezählt?
Keine Erfahrung im Labor - hatte aber schon einmal die US05 unter der Linse - jedoch ohne Zählabsicht.
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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#11

Beitrag von beryll » Mittwoch 13. Juni 2018, 15:51

Ich würde die Hefe (ohne zu "smacken") in 50ml Würze geben
Dann nach 24h folgende Schritte gehen: 100ml -> 200ml -> 500ml -> 1150ml (jedesmal komplett reinschütten ohne den Überstand abzukippen).

Ulrich meinte damals dazu :
nix Glück, => richtig gemacht!
hier ist das magische Wort "50ml" (Das Original war mal für 20l vorgesehen!)
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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#12

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:15

beryll hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 15:51
Ich würde die Hefe (ohne zu "smacken") in 50ml Würze geben
Dann nach 24h folgende Schritte gehen: 100ml -> 200ml -> 500ml -> 1150ml (jedesmal komplett reinschütten ohne den Überstand abzukippen).

Ulrich meinte damals dazu :
nix Glück, => richtig gemacht!
hier ist das magische Wort "50ml" (Das Original war mal für 20l vorgesehen!)
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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#13

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:17

respect hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 15:45
Bei uns im Haus steht ein Mikroskop. Aber wie stell ich so eine Zählung an?
Alles in einem ('Norm')Tropfen wird gezählt?
Keine Erfahrung im Labor - hatte aber schon einmal die US05 unter der Linse - jedoch ohne Zählabsicht.
Mathias
Du brauchst eine sog. Zählkammer. Gibts z.B. bei Ebay für um die 10 €.
Das sind spezielle Objektträger in die feine Gitter geätzt oder geschliffen sind. Zusammen mit speziellen Deckgläschen bilden die ein definiertes Flüssigkeitsvolumen zwischen Objektträger und Deckgläschen innerhalb der eingeätzten Quadrate. Due zählst dann einfach die Zellen in 10 dieser Quadrate aus und rechnest das auf z.B. einen Liter hoch.

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#14

Beitrag von beryll » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:22

Flothe hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 16:15
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 15:51
Ich würde die Hefe (ohne zu "smacken") in 50ml Würze geben
Dann nach 24h folgende Schritte gehen: 100ml -> 200ml -> 500ml -> 1150ml (jedesmal komplett reinschütten ohne den Überstand abzukippen).

Ulrich meinte damals dazu :
nix Glück, => richtig gemacht!
hier ist das magische Wort "50ml" (Das Original war mal für 20l vorgesehen!)
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Er hat aber 4 Päckchen :Wink (80 L Würze zum Anstellen)
Was soll ich dazu schreiben? Hau alle 4 rein und zieh einen Starter hoch?
Ich persönlich würde mir aus einem Smackpack einen Starter hochziehen und zwar in den o.a. Schritten. Da es für 80 Liter ausreichen soll, dann halt gerne noch eine weitere Stufe. Ein 5 Liter Starter wird sicherlich mit 80 Liter Würze umgehen können ;-)
Was sagt denn Mr.Malty dazu?

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#15

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:26

beryll hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 16:22
Was soll ich dazu schreiben? Hau alle 4 rein und zieh einen Starter hoch?
Ich persönlich würde mir aus einem Smackpack einen Starter hochziehen und zwar in den o.a. Schritten. Da es für 80 Liter ausreichen soll, dann halt gerne noch eine weitere Stufe. Ein 5 Liter Starter wird sicherlich mit 80 Liter Würze umgehen können ;-)
Was sagt denn Mr.Malty dazu?
Es ging mir auch eher um die Frage, ob er das Equipment hat um einen 5-Liter-Starter zuhause hochzuziehen.

Ich bleibe dabei: Ohne Kenntnis über die aktuelle Qualität der Hefe lieber nix machen, als zu viel des Guten.

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#16

Beitrag von beryll » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:36

Jo, Florian, so gehen die Meinungen auseinander und das ist in einem Forum ja auch gut so! :-)
Ich bleibe bei: den Mutigen gehört die Welt...!

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#17

Beitrag von markrickenbacher » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:40

Nein, leider habe ich keine Möglichkeit zur Zählung der Hefezellen. Ich denke aber schon längere Zeit darüber nach mir das entsprechende Equipment zu zulegen.

Deine Aussage (Florian), dass die Flüssighefen von Wyeast schon mit einem Optimum an vitalen Zellen kommen (ca. 100Mrd Zellen für 5 Gal) und ich keinen Starter brauche, spielt meinem bisherigen Vorgehen ja in die Karten, ich bin beruhigt.

Ich hätte (altes) Malzextrakt und könnte einen Starter machen. Auch hätte ich noch ein altes Gärfass von Speidel (30L, PE). Aber wohl ist mir definitiv nicht dabei.

Wenn von Eurer Seite nichts dagegen spricht, werde ich mich an der Zeit nach Aktivierung bis Beutel gebläht orientieren. Bei 20-23° dauert das im Normalfall und bei der genannten Hefe ca. 4h. Dauert das deutlich länger gehe ich mal davon aus, die Hefe in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Gruss, Mark

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#18

Beitrag von Flothe » Mittwoch 13. Juni 2018, 16:54

beryll hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 16:36
Jo, Florian, so gehen die Meinungen auseinander und das ist in einem Forum ja auch gut so! :-)
Ich bleibe bei: den Mutigen gehört die Welt...!

VLG Peter
Zumindest sind wir uns einig, dass wir uns uneinig sind, das ist doch auch was Gutes :)

LG Florian

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#19

Beitrag von PalmPower » Mittwoch 13. Juni 2018, 17:12

ich habe ebenfalls kürzlich eine Flüssigseife (Funktown, die 5 Tage übers Wochenende unterwegs war) von einem schwedischen (nicht dem Möbelhaus) Versender erhalten. Die war jedoch gut gekühlt verpackt und auch nach 5 Tagen noch kühl.
Habe einen Starter damit angestellt, gestern bis in die Abendstunden ein NEIPA gebraut, die Hefe gegen 22:00 in den Gäreimer gegeben und die Hefe ging schon in der Frühe ab wie Meiers Lumpi.

LG Peter

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#20

Beitrag von Bitter » Mittwoch 13. Juni 2018, 17:22

Hallo Peter,

du solltest das Bier, das du mit Flüssigseife anstellst, hier mal etwas näher beschreiben! :Drink

Sorry!

Gruß Lothar

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#21

Beitrag von PalmPower » Mittwoch 13. Juni 2018, 17:33

Hallo Lothar,

falls ich mit der näheren Beschreibung gemeint bin: gerne, aber bitte noch ein wenig Geduld, denn es war mein erster Starter mit Magnetrührer, meine erste Flüssighefe, mein erstes NEIPA und erstmalige Gärung mit Inkbird 308S im neuen (gebrauchten) Kühlschrank. Sobald die Gärung durch ist, ist eine Doku geplant. Jetzt gärt das Ding mal so vor sich hin:

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#22

Beitrag von Bitter » Mittwoch 13. Juni 2018, 18:57

Hallo Peter,

duch die sch.... Wortvervollständigung habe ich auch schon den größten Blödsinn geschrieben:
PalmPower hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 17:12
ich habe ebenfalls kürzlich eine Flüssigseife (Funktown, die 5 Tage übers Wochenende unterwegs war).....
Gruß Lothar

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#23

Beitrag von PalmPower » Mittwoch 13. Juni 2018, 19:26

jetzt verstehe ich es erst ;-) ich hoffe nur, dass es nicht so schmecken wird :thumbsup

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#24

Beitrag von markrickenbacher » Mittwoch 20. Juni 2018, 06:47

Hi Leute.

Ich bin wie beschrieben vorgegangen und habe die 4 Pack Flüssighefe 4 Tage vorab zum Brautag aktiviert um nötigenfalls noch neue bestellen zu können.

Bereits nach 4h waren die Beutel bei 21 Grad satt gebläht, alles gut also, der Hefe geht es blendend.

Frage: Soll die aktivierte Hefe zurück in den Kühlschrank oder besser bis Samstag bei 20 Grad stehen bleiben?

Gruss, Mark

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Re: Flüssighefe nach Unterbruch der Kühlkette verwenden

#25

Beitrag von Westvleteren » Mittwoch 20. Juni 2018, 08:50

@Peter: Etwas off-topic, aber ich würde mir an Deiner Stelle mal 12mm Siebdruckplatten für Deinen Gärkühlschrank zuschneiden lassen. Der Abstellrost biegt sich ja bedenklich stark durch.

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