Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

KWX9000
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#151

Beitrag von KWX9000 » Mittwoch 11. April 2018, 13:53

Nein, da spricht überhaupt nichts dagegen, ich handhabe das schon seit zwei Jahren so.
Allerdings kommen in die 2ml-Zentrifugenröhrchen 1,5ml Kochsalzlösung und eine Impföse voll "Hefekolonieschleim".
Ich lasse die einzulagernde Hefe nämlich vorher noch auf Agarplatten ausgestrichen wachsen damit ich sichergehen kann dass da keine Verunreinigungen stattgefunden haben.

Zum wieder gärbereit machen kommt jeweils ein Röhrcheninhalt in ein 10ml-Reagenzglas mit Würze. Je nach benötigtem Starter werden die Reagenzglasinhalte dann mit 10facher Aufstockung weitergeführt, bei einem 1-Liter-Starter wären die Schritte also 10, 100, 1000ml, bei 2-Liter-Startern beginnt das Spiel eben mit zwei Reagenzgläsern.
Das mit den Agarplatten und Kryoröhrchen mache ich auch so. Es ist sogar ohne Übung ziemlich einfach die Hefe zu erkennen. Die Unterschiede zu den "ungebetenen Gästen" sind erheblich. Und wie Hefe auf Agar aussieht verrät z.B. Google.
Aus den Kryos impfe ich aber jedesmal nur mit einem winzigen Tropfen wieder eine Agarplatte, von der ich dann 2ml Würze (8-9 °P) impfe.
Also: Kryo --> Agar --> 2 ml --> 20 ml --> 200 ml usw.
So lässt sich der Kryo sehr oft benutzen.
Dank dieses Threads werde ich jetzt aber meine "Lieblinge" auch in Miniflacs lagern, sodass ich direkt 20ml Hefe-NaCl in 200ml Propagationswürze spritze. So brauche ich 3 Tage weniger zum Herführen, muss nicht jedesmal einen Nährboden machen, seltener Würzeagar in Eiskugelbeuteln herstellen...Und nach 5 Suden muss halt mal ein neuer her.
Vielen Dank für diese Idee :)

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#152

Beitrag von woody76 » Sonntag 13. Mai 2018, 20:36

Guten Abend zusammen,

ich muss direkt eines vorrausschicken. Ich habe bisher keine Erfahrung mit den Flüssighefen am Markt. Wohl aber habe ich eine Hefe gestrippt und damit auch gute Erfahrungen gesammelt was Starter und Co. anbelangt. Diese habe ich auch auf NaCl eingelagert und bereits einige Male reaktiviert. Nun möchte ich mir die ein oder andere Flüssighefe zum Brauen bestellen und diese auch einlagern. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind in den SmackPacks von Wyeast 125 ml Hefe. Da sehe ich ja kein Problem hinsichtlich der zu entnehmenden Menge von 20 ml um diese auf NaCl einzulagern. Wenn ich hingegen die PurePitch Hefen von WLP sehe, da ist ja nur eine Menge von 40 ml drin. Wenn ich davon 20 ml einlagere (wovon 40 ml für 20 Liter Würze gedacht sind) habe ich da nicht viel zu viel Hefe? Oder habe ich da etwas völlig falsch verstanden?

Verwirrte Grüße
Thorsten

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#153

Beitrag von Tozzi » Sonntag 13. Mai 2018, 20:48

Die WLP Tütchen enthalten angeblich genauso viele Zellen wie die voluminöseren Wyeast Activator Packs.
D.h. Du nimmst einfach weniger. Wobei ich grundsätzlich erst mal einen Starter mache, bevor ich Hefen auf NaCl konserviere, es sei denn, das Päckchen ist wirklich noch taufrisch.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#154

Beitrag von woody76 » Sonntag 13. Mai 2018, 21:02

Hallo Stephan.

Das heißt, Du entnimmst z. B. einen Milliliter Hefe. Und machst damit einen Starter. In 10 ml, 100 ml 1 Liter und lagerst dann die Hefe ein?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#155

Beitrag von Tozzi » Sonntag 13. Mai 2018, 21:25

Hallo Thorsten,

nein, das wäre mir zu umständlich.
Ich warte, bis ich die Hefe in einem Sud verwenden will.
Dann mache ich einen entsprechenden Starter, und bevor ich den zur Würze gebe, entnehme ich ca. 20 ml für das NaCl Glas.
Je nachdem, wie gut die Hefe sedimentiert, versuche ich natürlich, möglichst viele Zellen zu erwischen.
Dazu gebe ich einen Teil des Starters in einen kleineren Behälter/Kolben und mache vor der Entnahme einen Cold Crash mit Dekantieren.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#156

Beitrag von woody76 » Sonntag 13. Mai 2018, 21:47

Hallo Stephan,

schon mal vielen Dank für die ganzen Infos.
Eine letzte Frage habe ich allerdings noch (na gut ich glaube es sind eher 2 :Angel )
Wenn Du den Starter für den Sud machst nimmst Du da einen 2 Liter Erlenmeyerkolben, oder braucht man da etwas größeres?

Schönen Restsonntag

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#157

Beitrag von Tozzi » Sonntag 13. Mai 2018, 21:55

Das kommt natürlich auf die Menge der Würze an, ebenso auf die Stammwürze und die Gärtemperatur (og/ug) und bei weitem nicht zuletzt die Hefe selber.
Für 50 Liter UG brauche ich durchaus 5 Liter Starter.
Für 25 Liter OG bei 12-14˚P reicht auch 1 Liter.
Einen Anhaltspunkt gibt's hier: http://www.mrmalty.com/calc/calc.html
Der Rechner ist aber sehr pessimistisch, der Rest ergibt sich aus Erfahrungswerten.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#158

Beitrag von woody76 » Sonntag 13. Mai 2018, 22:03

Da ich eigentlich nur bis maximal 25 Liter braue, sollte ich also mit dem 2 Liter Erlenmeyerkolben hinkommen. Aber dann gibt's demnächst wohl doch noch eine Nummer größer. Vielen Dank für die Infos.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#159

Beitrag von DevilsHole82 » Sonntag 13. Mai 2018, 22:09

Tozzi hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 21:25
Hallo Thorsten,

nein, das wäre mir zu umständlich.
Ich warte, bis ich die Hefe in einem Sud verwenden will.
Dann mache ich einen entsprechenden Starter, und bevor ich den zur Würze gebe, entnehme ich ca. 20 ml für das NaCl Glas.
Je nachdem, wie gut die Hefe sedimentiert, versuche ich natürlich, möglichst viele Zellen zu erwischen.
Dazu gebe ich einen Teil des Starters in einen kleineren Behälter/Kolben und mache vor der Entnahme einen Cold Crash mit Dekantieren.
Ich würde die abgezogene Menge aber noch ausgären lassen, denn der Starter wird ja möglichst in seiner aktivsten Phase in der Würze angestellt und hat daher noch Restextrakt.
Mir ist nämlich mal der Gummistopfen des NaCl Glas heraus "geploppt" weil die Hefe noch aktiv war. Hab mich gewundert warum ne offene Flasche im Kühler stand und dann erst den Gummistopfen daneben liegen gesehen.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#160

Beitrag von Tozzi » Sonntag 13. Mai 2018, 22:18

:goodpost:
Hatte ich vergessen, zu erwähnen. Das ist in der Tat wichtig.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#161

Beitrag von woody76 » Sonntag 13. Mai 2018, 22:48

:Drink Danke, Männer!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#162

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 14. Mai 2018, 08:28

Eine Kleinigkeit mache ich bei gekauften Reinzuchthefen anders. Diese Hefen kommen immer direkt ohne Zwischenstarter in NaCl Lösung. Die SmackPacks oder Röhrchen müssen dafür bei mir auch nicht super frisch sein. Nicht abgelaufen und gut gelagert reicht.
Die Kontaminationsgefahr durch den Zwischenstarter wäre mir einfach zu hoch. Um einen neuen Starter aus der NaCl Suspension zu ziehen braucht man im Grunde nur einige wenige lebende Zellen. Zum Hochpropagieren nehme ich in der Regel 3-5ml der NaCl Suspension. Da sind definitiv immer mehr lebende Zellen drin, als z.B. an einer Kryoperle kleben und dort funktioniert es auch.
Bei Strip- oder Erntehefen komme ich ebenfalls nicht ohne den Zwischenstarter aus.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
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Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#163

Beitrag von woody76 » Montag 14. Mai 2018, 09:00

Hallo Jens,

darf ich fragen, wieviel ml Du dann bei den Röhrchen / PurePitch Päckchen entnimmst?

Einen guten Wochenstart
Thorsten

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#164

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 14. Mai 2018, 09:27

Ich nehme immer maximal 20ml Hefesuspension auf 100ml NaCl Lösung. Egal ob die Suspension aus einem Röhrchen, Smackpack, PurePitch, Erntehefe oder Zwischenstarter kommt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#165

Beitrag von migra » Mittwoch 6. Juni 2018, 11:37

Soeben 10 x 100 ml NaCl Lösung im Ecoflac und einen Liter Ethanol 70% bestellt!
Muss mir jetzt noch Gedanken zum Magnetrührer machen (wahrscheinlich ein Eigenbau wie hier im Forum gezeigt)
und dann kann ich meine S23n die momentan gärt, auch gleich ernten und einlagern!

Vielen Dank für den großartigen Imput hier,
ihr seit Spitze!
Danke und lg
Michael

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#166

Beitrag von migra » Mittwoch 13. Juni 2018, 11:24

Mal ganz ehrlich:
Wie oft verwendet ihr diese Einwegspritzen wirklich?
Wirklich nur ein einziges Mal oder kann ich diese einfach reinigen, desinfizieren und wieder verwenden?

Ich ziere ich doch etwas jetzt ein 100 Pack Einwegspritzen zu kaufen!

Da heute endlich meine Lieferung von der Apotheke gekommen ist, kann ich am Samstag schon mal die erste Erntehefe einlagern!
lg Michael

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#167

Beitrag von glassart » Mittwoch 13. Juni 2018, 11:28

Ich nehme immer eine neue Spritze + Nadel da ich nicht unbedingt "Fremdlinge" auf NaCl lagern will und die mir dann 10 x den Sud versauen :Greets

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#168

Beitrag von SchlatzPopatz » Mittwoch 13. Juni 2018, 11:35

migra hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 11:24
Mal ganz ehrlich:
Wie oft verwendet ihr diese Einwegspritzen wirklich?
Wirklich nur ein einziges Mal oder kann ich diese einfach reinigen, desinfizieren und wieder verwenden?
Hallo Michael,
ich nutze Spritze und Kanüle nur ein Mal. Ich habe bei mir 200 Spritzen in der Ecke liegen, aber die werden ja auch nicht schlecht und es wäre es mir nicht Wert, durch Sparsamkeit mir eine Infektion einzufangen.

Gruß
Markus

Edit: schlecht werden sie nicht, aber es gibt tatsächlich ein MHD.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#169

Beitrag von beryll » Mittwoch 13. Juni 2018, 12:07

Moin... wie die beiden Vorredner: nur 1x, danach wandern sie in den Müll - gilt für Spritzen und Kanülen.
VG Peter
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#170

Beitrag von migra » Mittwoch 13. Juni 2018, 13:29

Danke, habs mir schon gedacht!

Kanülen hab ich als Modellbauer ja sowieso zuhause, hab glaub ich noch um die 250 Stück!
Muss ich mich mal umsehen wo ich günstige Spritzen herbekomme!

Danke
Michael

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#171

Beitrag von wwershofen » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:27

Die Kanülen benutze ich auch nur einmal, aber die Spritzen verwende ich wieder. Vor der Benutzung koche ich sie ca. 10 Minuten in einem Topf und sprühe sie zur Sicherheit kurz vor dem Aufziehen der Hefe nochmal mit Isopropanol ein. Hat bislang immer wunderbar funktioniert.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#172

Beitrag von Dyrdlingur » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:38

wwershofen hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 21:27
Die Kanülen benutze ich auch nur einmal, aber die Spritzen verwende ich wieder. Vor der Benutzung koche ich sie ca. 10 Minuten in einem Topf und sprühe sie zur Sicherheit kurz vor dem Aufziehen der Hefe nochmal mit Isopropanol ein. Hat bislang immer wunderbar funktioniert.
Ist das günstiger als eine neue einmal Spritze für 12 Cent?
Klaus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#173

Beitrag von wwershofen » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:45

Dyrdlingur hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 21:38
Ist das günstiger als eine neue einmal Spritze für 12 Cent?
Klaus
Wenn man die Versandkosten noch dazu rechnet... Außerdem vermeidet es Plastikmüll... :Wink

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#174

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:48

Mehr Risiko ist es auf alle Fälle. Ich verwende alles nur einmal. Sogar soweit, dass ich beim Konservieren mit einer Kanüle aufziehe und mit einer neuen Einspritze.
Wenn überhaupt, dann würde ich eher dazu tendieren die Kanülen mehrfach zu verwenden und sie vor der Benutzung im obligatorischen Brenner auszuglühen.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#175

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 13. Juni 2018, 22:38

Tipp: Beim Hausarzt oder in der Apotheke nach abgelaufenen Spritzen fragen.
Da gibt's dann öfters mal auch 200 Stück für völlig lau bzw. 2 Euro in die Kaffeekasse.
Ich würde nicht auf die Idee kommen, die Dinger zweimal zu verwenden, es sei denn, um Wasserzugaben abzumessen oder eine EasyDens Probe zu ziehen.

//EDIT: Genau wie Jens verwende ich hingegen auch mal eine Kanüle mehrmals. Ausglühen reicht in dem Fall, genau wie bei Impfösen, die schmeißt man ja auch nicht nach jeder Benutzung weg. Wenn ich fertig bin, fliegen Spritze und Kanüle in den Abfall.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#176

Beitrag von Alien_TM » Mittwoch 13. Juni 2018, 23:04

Alles was mit Hefebanking, Hefe strippen etc zu tun hat, nutze ich nur neue Spritzen / Kanülen 1x. Die Kanüle werfe ich weg, die Plastikspritzen schwimmen mal mit im Oxibad und dienen mir (wie bei Tozzi) z.B. zum Würzemessen mit dem Easydense.

Doch, ich hab ne Kanüle, mit der ich nur die NaCl Lösung aus den Fläschchen ziehe, die verwend ich mehrmals... aber das wars schon.

Ausgewaschenerweise dienen die Spritzen beim nächsten Gänse/Hühnchenbraten/Fleisch zum Einspritzen mit Salzwasser, werden zum Anziehen von Pflänzchen hergenommen. Bei 12,60€ für 100 Stück denk ich da net so drüber nach

...Alex

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#177

Beitrag von Lapfanne » Donnerstag 14. Juni 2018, 11:19

Hi, super faszierendes Thema, ich arbeite mich gerade parallel noch durch den Hefebank Thread, der ja nicht gerade klein ist. Der Magnetrührer ist in Mache und Spritzen und Ecoflacs sind besorgt.

Mein Plan ist zu Beginn und zum Experimentieren die 3068 aus einem aktuellen Sud zu ernten (der Weg ist klar) und eine Hefe zu strippen.

Bei der Menge an Info :puzz bin ich mir noch unsicher in einigen Fragen:
1. Ich hab verstanden, wenn ich Hefe strippe soll ich erst einen Starter ansetzen und daraus was einlagern. Frage: Wann und wie entnehme ich die Hefe? Zw. Lag und Log, wie erkenne ich das? Wie viele Propagationsschritte? Unter der Annahme, ich mach den Starten nur zum Einlagern.

2. Es wird häufig von der Anzahl der Zellen /ml pro Grad Plato gesprochen, die man zur Berechnung zum Anstellen braucht. Frage: Wie kann man die bestimmen? Die „Wunderlupe“ zum Zählen wird man ja nirgendwo bestellen können?

Gruß
Lars

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#178

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 14. Juni 2018, 13:01

1.
Den Starter musst du komplett ausgären lassen, bevor du die Hefe einlagerst. Sonst platzt dir der Ecoflac weg.
Nach dem Einlagern sicherheitshalber noch ein paar Tage lang kontrollieren, ob der Ecoflac dicke Backen macht.

2.
Mikroskop mit Zählkammer.

Nützliches Zubehör:
- Methylenblau (zum einfärben inaktiver Zellen)
- Kolbenhubpipette und Reagenzgläser zum Erstellen von reproduzierbaren Verdünnungsreihen
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Viele Grüße
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#179

Beitrag von Lapfanne » Donnerstag 14. Juni 2018, 13:20

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 14. Juni 2018, 13:01
1.
Den Starter musst du komplett ausgären lassen, bevor du die Hefe einlagerst. Sonst platzt dir der Ecoflac weg.
Wär mal ne neue Art von Flaschenbombe

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 14. Juni 2018, 13:01
2.Mikroskop mit Zählkammer.

Nützliches Zubehör:
- Methylenblau (zum einfärben inaktiver Zellen)
- Kolbenhubpipette und Reagenzgläser zum Erstellen von reproduzierbaren Verdünnungsreihen
Hm..., das heißt ja für die meisten Hobbybrauer dann schätzen und viel Vertrauen haben.

Danke Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#180

Beitrag von CastleBravo » Donnerstag 14. Juni 2018, 20:00

In Anbetracht der Tatsache, dass man die auf NaCl gelegten Hefekulturen bei knapp über 0°C lagert ist der Begriff der Flaschenbombe doch reichlich hoch gegriffen.

Ein Mikroskop ist auch für die Brau-QS allein sehr sinnvoll, Infektionen können so leicht nachgewiesen werden.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#181

Beitrag von brauflo » Donnerstag 14. Juni 2018, 20:27

beryll hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 12:07
Moin... wie die beiden Vorredner: nur 1x, danach wandern sie in den Müll - gilt für Spritzen und Kanülen.
VG Peter
Aus ärztlicher Sicht muß ich hierzu mal anmerken, daß Kanülen niemals nicht in den Müll gehören!
Auch nicht mit wieder aufgesetzter Schutzkappe.
Abgesehen davon, dass das Wieder aufsetzen der Kappe (im Krankenhaus und aus Arbeitsschutz-Gründen) ein No-Go ist (da haben wir es aber auch mit Blut und echt fiesen Infektionskeimen zu tun).
Die Kanülen kommen in einen fest verschließbaren Container, der dann in den Müll wandert.
(Im KH auch spezielle Entsorgung von kontaminiertem Material - was hier kein Thema ist).
Aber jeder Müllwerker wird sich bedanken, wenn er durch den Müllsack und die Arbeitshandschuhe hindurch eine Nadel in die Hand bekommt.
Der weiß ja auch nicht, daß da "nur" leckere Saccharomyces dran sind und kein Hepatitis- oder HI-Virus...

Bei manchen Dingen bin ich pingelig, bei anderen (Drosophila) entspannter....

VG
Florian
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... wollte ich immer schon mal machen...


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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#182

Beitrag von beryll » Donnerstag 14. Juni 2018, 21:12

Dann versuch‘ mal in der Apotheke Deine Kanülen als Otto Normalverbraucher abzugeben... ich wurde mit meiner Tüte Kanülen und Spritzen nach Hause geschickt, die sollten in den Hausmüll. Und hier hat es sich um Heparinspritzen gehandelt, die ich mir 4 Wochen lang selbst spritzen musste.
Wenn ich mir ansehen, was die Menschen alles in den Mülleimer schmeißen oder halt auch nicht, dann bin ich zu 99% sprachlos... schau Dir mal den Wald in Deiner Nähe oder die nächste Autobahnauffahrt an.

Nochmal zurück: ich kann die Kanülen nur über den Hausmüll entsorgen, die Apotheke nimmt sie hier nicht. Sag mir ne Adresse und das Zeug geht seine Reise dorthin!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#183

Beitrag von whatwouldjesusbrew » Donnerstag 14. Juni 2018, 21:36

Deine Hausarztpraxis sollte Abwurfboxen haben - aber wer Geld in Kanülen investiert, kann sich auch einfach günstig einen Abwurfbehälter mit dazu kaufen. Kosten beim großen Auktionshaus keine 5€, und bis die mit Kanülen gefüllt sind, dauert es erfahrungsgemäß ne ganze Weile (solange nicht noch Pflaster, Spritzen etc. darin mit entsorgt werden). Die gefüllte und sicher geschlossene Box darf dann im Haushalt entsorgt werden.
cheers, Bene

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#184

Beitrag von brauflo » Donnerstag 14. Juni 2018, 22:15

:goodpost:
Genau so würde ich es empfehlen
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... wollte ich immer schon mal machen...


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#185

Beitrag von beryll » Freitag 15. Juni 2018, 07:59

whatwouldjesusbrew hat geschrieben:
Donnerstag 14. Juni 2018, 21:36
Deine Hausarztpraxis sollte Abwurfboxen haben - aber wer Geld in Kanülen investiert, kann sich auch einfach günstig einen Abwurfbehälter mit dazu kaufen. Kosten beim großen Auktionshaus keine 5€, und bis die mit Kanülen gefüllt sind, dauert es erfahrungsgemäß ne ganze Weile (solange nicht noch Pflaster, Spritzen etc. darin mit entsorgt werden). Die gefüllte und sicher geschlossene Box darf dann im Haushalt entsorgt werden.
Geordert.... allerdings direkt aus dem Krankenhaus, kann mir meine Schwester mitbringen :Smile
Danke für den Tipp!

VG Peter
Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn...!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

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