Hopfen im Garten - und nun?

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Fichtenknicker
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Hopfen im Garten - und nun?

#1

Beitrag von Fichtenknicker » Freitag 19. August 2016, 18:17

Ein Bekannter hat sich gemeldet und mir mitgeteilt, dass in einem Garten von ihm Hopfen so durch die Gegend wächst.
Mit Dolden (= weiblich), soweit ich das Foto interpretieren kann.

Da ich nur so gar keine Ahnung von dem Thema habe:
Ernte wann? Habe was von am Rande gebräunten Deckblättern gelesen.
Kann man den nachträglich noch typisieren?
Wenn nicht, kann ich irgendwie alpha% ermitteln?
Was muss ich nach der Ernte machen, damit das braufähiger Hopfen wird?

Gruß
Guido
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der_dennis
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#2

Beitrag von der_dennis » Freitag 19. August 2016, 22:14

Alphawert und Sorte hinterher zu bestimmen wird glaub ich schwer, es bleibt wohl immer ein Schuss ins Blaue.
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#3

Beitrag von afri » Freitag 19. August 2016, 22:56

Ich meine, im September wird geerntet, kann aber auch jetzt sein. Ich persönlich würde sowas höchstens als Aromahopfenexperiment machen, als Bitterhopfen ohne Analyse viel zu unsicher.

Aber wenn es dich interessiert: mache doch mal einen Tee daraus und rieche daran. Wenn das supergummigut riecht, kannst du damit Bier brauen. Für die Beurteilung der Bitterkeit müsstest du vermutlich ein bisschen Erfahrung damit haben.
Achim (lieber bekannte Hopfen benutzend)
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#4

Beitrag von der_dennis » Freitag 19. August 2016, 23:33

Hier http://www.eickelmann.de/Hopfen/index.p ... ltur/ernte unten stehen die Erntezeiten in der Hallertau. Daran kannst du dich ja orientieren
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#5

Beitrag von Boludo » Samstag 20. August 2016, 08:19

Jedes Jahr, wenn der Hopfen reift die selben Fragen hier. Das wird doch langsam langweilig.

Wann soll ich ernten?
Welche Sorte ist das?
Wie trocknet man?
Was soll ich damit machen?

:zzz :zzz :zzz


Stefan

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#6

Beitrag von grüner Drache » Samstag 20. August 2016, 09:56

Morgen!

Wenn der Hopfen gut riecht, also intensiv riecht, kommt der als Aromahopfen in Frage, wie Achim meinte, einfach mal testen.
Trocknen wenn die Dolden noch en bissel klebrich sind und viel gelben Puder an den Innenseiten der Doldenblätter angesetzt haben.
Auf jeden Fall im Dunkeln trocknen und aufpassen dass sich die Feuchtigkeit nich staut.
Und immer schön Fragen stellen !
Allzeit gut Sud!
:Drink
Ciao, Alex !
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#7

Beitrag von Boludo » Samstag 20. August 2016, 10:07

Also gut, ich gebs zu, schlecht geschlafen.

Also: Die Hopfensorte bestimmen ist beinahe unmöglich.
Erntezeitpunkt ist auch schwierig. Wenn er braun wird ist es beinahe zu spät. Er sollte halt möglichst viel gelbes Pulver enthalten. Ein Hinweis ist auch, wenn sich die Dolde schließlich und die Blätter sich anlegen.
Trocknen geht, aber besser ist es den Hopfen frisch geerntet zu verbrauen. Das gibt dann noch schönes fresh hop Aromen und man macht nichts falsch. Hat man zu viel kann man einfrieren.
Die Alphasäure kann man nur schwer abschätzen, manche machen das mit Tee. Bei bekannten Sorten kann man sich am Mittwert orientieren und sicherheitshalber etwas abziehen. Nasser Hopfen hat ungefähr das sechsfache Gewicht im Vergleich zu getrocknetem.
Ich persönlich finde es am besten, den Hopfen so zu verbrauen, dass die Alphasäure egal ist und möglichst viel Aroma rüber kommt. Also Stopfen und/oder in den 80 Grad Whirlpool. Da kann man im Prinzip die ganze Ernte reinhauen.
Beim Stopfen mit ungetrocknetem Hopfen kann man sich aber unter Umständen was einfangen, sagen zumindest die Leute von Braufactum.

Ich mach da jetzt ein Lesezeichen um das für nächstes Jahr zu verlinken :P

Und Kaffee geht bei mir gar nicht, mit der Droge komm ich überhaupt nicht klar. Da werd ich vollkommen kirre. :puzz

Stefan

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#8

Beitrag von Biermann » Samstag 20. August 2016, 14:15

Hallo Guido,

Also reif fürs Flücken ist er wenn er klebrig und voll mit Blütenstaub ist. Meist Abfang - Mitte September.

Photos machen dann kannst Du auch nachher nochmal nachschauen und anhand von Blatt, Stengel und Dolden mit Listen vergleichen.


Hier ist etwas an Info; http://www.uvm.edu/~pass/perry/hops.html sonst mal ordentlich im WWW suchen.

Pflücken und trocknen, dann Vakuum verpacken und einfrieren. Mal ein Bier brauen und vergleichen.

Wenn das alles zu viel ist, einfach das Thema fallen lassen und beim Händler Päckchen mit Namen und Werten kaufen, dafür macht der Hopfenanbauer sich die Arbeit.

Also, viel Spaß an den der sich die Arbeit machen will.

Jörg
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#9

Beitrag von Gasflasche » Samstag 20. August 2016, 15:08

Stefan,
ich weiss es ist jetzt OT: irgendwo kann ich deinen Frust verstehen, aber die Welt hat sich inzwischen wieder ein Jahr gedreht, Kenntnisse kommen dazu, manche gehen verloren, auch mit Mitgliedern geht das so.. Es kann ja daher schon mal sein, dass heute irgendjemand was zu verzählen hat, was letztes Jahr nicht so war & das was heute gilt, gilt morgen vielleicht nicht mehr.. Es gibt auch diese gigantische "Minderheit", die das Forum nicht so in- und auswendig kennt wie du :Wink Darum, nimm's bitte nicht schräg, es ist tief menschlich es anders zu wollen, aber die Welt ist nicht statisch, Gott sei Dank :P

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#10

Beitrag von Boludo » Samstag 20. August 2016, 16:21

Ich habs doch noch brav beantwortet, was habt ihr denn? :Smile
Und man muss das Forum übrigens nicht auswendig kennen, um an die entsprechenden Informationen zu kommen. Insbesondere nicht beim Thema Hopfen aus dem Garten :Greets

Stefan

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#11

Beitrag von Rainer » Samstag 20. August 2016, 21:24

Hallo,
stelle mir gerade vor was wäre, wenn alle nur die Sufu nähmen, alles direkt finden und nichts mehr fragen.
Gruß
Rainer

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#12

Beitrag von Boludo » Samstag 20. August 2016, 21:41

Ja, dann wäre das Forum tot.
Aber mal ehrlich, diese Hopfenerntefrage kommt doch wirklich regelmäßig.
In jedem anderen Forum wird man da sehr ruppig auf die SuFu hingewiesen.
Naja egal, von mir aus, ich muss es ja nicht lesen.

Ein Forum, in dem immer die selben Fragen in einer art hot Rotation wiederholt werden, wäre aber auch nicht sehr prickelnd. Nur um sich mal das andere Extrem vorzustellen.



Stefan

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#13

Beitrag von Rainer » Samstag 20. August 2016, 21:56

Hallo Stefan,
wie gesagt, ich stelle mir das nur vor, das heißt nicht, dass ich glaube einen Weg zu kennen, wie man verfahren sollte. Der goldene Mittelweg ist es warscheinlich.
Beste Grüße
Rainer

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#14

Beitrag von hutschpferd » Samstag 20. August 2016, 23:59

Danke für die Zusammenfassung! Hilft uns heuer weiter

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#15

Beitrag von Enfield » Sonntag 21. August 2016, 09:03

Entschuldigt wenn ich das Thema kurz entführe. Ich überlege mir auch, mir vielleicht ein oder zwei Hopfenpflanzen in den Garten zu holen - sofern ich die Genehmigung meiner Frau bekomme ;-)

Wo kauft man die am besten und seriösesten? Eickelmann habe ich gefunden, gibt es sonst auch noch Quellen, die ihr empfehlen könnt?

Und vor allem, kriegt man da immer, was man will? Ich kenne es leider nur zur Genüge, dass Gärtnereien und Baumschulen auf's Etikett schreiben, was ihnen grade einfällt. Falsche Veredlungsunterlagen bei Bäumen, als rote Himbeeren gekaufte Pflanzen sind dann im Garten plötzlich gelb, der "James Grieve" stellt sich als "Klarapfel" heraus und der gelbe Blockpaprika ist ein roter Chili...

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#16

Beitrag von grüner Drache » Sonntag 21. August 2016, 09:36

Morgen Max!

( vielleicht besser en eigen Beitrag aufmachen / oder beim Hopfensnbau 2016 posten)

Ich kenne leider auch keine andere Quelle als Eickelmann - dieses Jahr wollte noch en Kumpel für mich Aromasorten bestellen (Cascade/Saphir/Smaragd etc) und hat vergebens auf die angekündigten Fechserstecklinge im Mai/Juni gewartet.
Ich habe 2015 vier Pflanzen von denen gekriegt, dieses Jahr noch 12 Pflanzen davon geclont - jetzt liegt es an mir die nicht durcheinander zu bringen :Wink
Also die Pflanzen von Eickelmann waren schon okai, auch denke ich mal richtig deklariert.
Wachsen tut der Hopfen wie sau, sogar nach dem fiesen Unwetter im Juni haben sich 3 von vier Pflazen wieder berappelt...
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#17

Beitrag von Havana » Sonntag 21. August 2016, 09:53

Habe meine Hopfenpflänzchen alle von Eickelmann. Dieses Jahr musste ich auch auf den Comet warten, vielleicht weil die Nachfrage zu groß war und das Wetter zu schlecht? Habe aber rechtzeitig meine 2 Pflänzchen bekommen und beide haben sich prächtig entwickelt.

Ich kann nur positives berichten, vor allem die Kommunikation und Unterstützung durch H. Seidl bei meinen Fragen war hervorragend. :thumbsup

Ich bin weder verwandt noch verschwägert noch persönlich bekannt.

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Hopfen im Garten - Alphasäure bestimmen

#18

Beitrag von Spacerider » Mittwoch 24. August 2016, 08:23

Moin moin,

ich bin hier auch neu und habe im Prinzip die gleiche Frage ;-)

Und klar, für die alten Hasen ist es "the same procedure as every year" - immer wieder die gleichen Fragen & Themen.
Als blutiger Anfänger tut man sich manchmal aber auch schwer mit den richtigen Suchbegriffen :redhead
Aber, wie hier auch Rainer schrieb, wenn alle die Suchfunktion benutzen würden, wäre das Forum tot.
Ich sehe es so, Zeitschriften und Magazine bringen auch nicht nur neue Themen, sondern zyklisch immer wieder die gleichen ollen Kamellen. :P

Bei mir ist es so, dass ich demnächst umziehe, raus auf's Land und dort ein wunderschöner Hopfen steht :Bigsmile
Da kribbelt es mich in den Fingern, den zu ernten - ich weiß, ich weiß, kaufen ist einfacher & sicherer.
Aber da ist so ein Forscherdrang in mir, es interessiert mich einfach brennend, ob man den benutzen kann oder nicht.
Ich denke, ich werde auch erstmal versuchen, einen Tee zu kochen.

Die Hopfensorte zu bestimmen, finde ich auch ilosorisch, aber ...
... was mich noch rein Interesse halber interessiert, ist, wie man die Alphasäure bestimmt.
Ja, ich will's wissen.
Und ja, ich habe schon die Suchfunktion benutzt und auch Tante Google befragt, bin aber leider nicht fündig geworden.
Ich habe früher mal im Labor gearbeitet, von daher interessiert mich einfach der Weg, egal ob das nun für den Hobbybrauer durchführbar ist oder nicht.

Herzliche Grüße
Petra :Drink

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#19

Beitrag von ggansde » Mittwoch 24. August 2016, 08:49

Moin,
das wurde in unserem Forum schon einmal ausführlich diskutiert:
http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... erdate=ASC
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: Hopfen im Garten - Alphasäure bestimmen

#20

Beitrag von grüner Drache » Mittwoch 24. August 2016, 09:20

Spacerider hat geschrieben:
Bei mir ist es so, dass ich demnächst umziehe, raus auf's Land und dort ein wunderschöner Hopfen steht :Bigsmile
...
Aber da ist so ein Forscherdrang in mir, es interessiert mich einfach brennend, ob man den benutzen kann oder nicht.
Hallo Petra!

Ersteinmal sollte man hierbei seiner Nase folgen. Meistens gibt auch der allerschönste Hopfen der irgendwo rumsteht gar nix an, oder nur wenig oder auch eher "knoblauchartige" Gerüchen ab.
Da lohnt sich dann auch nicht das aufwendige Messen der Alphasäuren.
Allzeit gut Sud!
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Ciao, Alex!
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#21

Beitrag von Spacerider » Mittwoch 24. August 2016, 11:05

ggansde hat geschrieben:Moin,
das wurde in unserem Forum schon einmal ausführlich diskutiert:
http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... erdate=ASC
VG, Markus
SUPER, danke :thumbsup
Da lese ich mich dann mal durch

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Re: Hopfen im Garten - Alphasäure bestimmen

#22

Beitrag von Spacerider » Mittwoch 24. August 2016, 11:13

grüner Drache hat geschrieben:
Hallo Petra!

Ersteinmal sollte man hierbei seiner Nase folgen. Meistens gibt auch der allerschönste Hopfen der irgendwo rumsteht gar nix an, oder nur wenig oder auch eher "knoblauchartige" Gerüchen ab.
Da lohnt sich dann auch nicht das aufwendige Messen der Alphasäuren.
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Hallo Alex,
aber logisch, folge ich meiner Nase bzw. werde mal ein Hopfentee-Experiment machen, das ist nicht aufwendig und kostet nix wenn's für die Tonne ist :puzz

Messen? Nein, will ich ja gar nicht! Mich interessiert es nur aus Labor-technischer Sicht, was da überhaupt gemacht wird.
Genaus wie es interessant ist, zu wissen, wie Malz hergestellt wird - habe ich schon nach gelesen :Smile - werde ich das noch lange nicht machen.

Lg Petra :Drink

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#23

Beitrag von Brewtotype » Mittwoch 24. August 2016, 18:11

In der MEBAK kannst du 1:1 die Analysenvorschriften nachlesen, die Bestimmung der alpha-Säure (die Analysenschritte) hab ich leider nicht mehr im Kopf, ist leider zu lange her :redhead
Gruß Daniel

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#24

Beitrag von §11 » Mittwoch 24. August 2016, 18:44

Brewtotype hat geschrieben:In der MEBAK kannst du 1:1 die Analysenvorschriften nachlesen, die Bestimmung der alpha-Säure (die Analysenschritte) hab ich leider nicht mehr im Kopf, ist leider zu lange her :redhead
Aus dem Kopf... Ausschuetteln in Iso-Oktan (angeaeuerte Probe) und dann photometrisch..... :Grübel
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Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#25

Beitrag von Sura » Mittwoch 24. August 2016, 19:44

Im alten Forum hatte ich da einen Tipp gelesen der recht einfach klang: zwei-drei Tees machen, zwei mit bekanntem Hopfen, einen mit Gartenhopfen. Und dann vergleichen wie die bittere im Vergleich geworden ist.
Ich hab nämlich bald das selbe Problem und versuche mich da etwas schlau zu lesen. Trocknen ist wohl recht einfach: Backofen bei 50-60°C, und dann so lange, bis die Dolden nur noch ca. 20% des vorherigen Gewichtes hat.
Reif soll er sein, wenn die Dolden sich wieder anfangen zu schliessen, leicht kleben, und ordentlich nach Hopfen riechen.

Den Thread müsste ich nochmal suchen.....

Gruß,
Kai
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#26

Beitrag von Brewtotype » Mittwoch 24. August 2016, 20:16

§11 hat geschrieben:
Brewtotype hat geschrieben:In der MEBAK kannst du 1:1 die Analysenvorschriften nachlesen, die Bestimmung der alpha-Säure (die Analysenschritte) hab ich leider nicht mehr im Kopf, ist leider zu lange her :redhead
Aus dem Kopf... Ausschuetteln in Iso-Oktan (angeaeuerte Probe) und dann photometrisch..... :Grübel
Nein sorry Jan, des war Iso-Alpha im Bier/Würze.
Hopfen Analyse war ein Methanol-Extrakt, dann glaub ich Abdampfen im Roti und anschließende Titration mit Bleiacetat

Edit: Und die Salzsäure im Iso-Octan nicht vergessen :Wink
Gruß Daniel

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#27

Beitrag von Boludo » Mittwoch 24. August 2016, 20:32

War das keine Extraktion mit Toluol?
Toluol ist übrigens mein lieblings Lösemittel im Labor.

Stefan

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#28

Beitrag von Brewtotype » Mittwoch 24. August 2016, 21:10

Ja glaub auch das es Toluol war, Methanol war nur zum Reinigen, wenn fiese Hopfenextrakte analysiert wurden.
Wie gesagt ist schon zu lange her :redhead

Edit: Dichlormethan :Wink
Gruß Daniel

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#29

Beitrag von Spacerider » Donnerstag 25. August 2016, 07:23

Brewtotype hat geschrieben:In der MEBAK kannst du 1:1 die Analysenvorschriften nachlesen, die Bestimmung der alpha-Säure (die Analysenschritte) hab ich leider nicht mehr im Kopf, ist leider zu lange her :redhead
WOW :puzz
das sind ja echt fette Schinken :Shocked
nach der Lektüre ist man dann ausgebildeter Braumeister :Bigsmile
Grüße Petra

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#30

Beitrag von giggls » Montag 29. August 2016, 15:33

Sura hat geschrieben:Trocknen ist wohl recht einfach: Backofen bei 50-60°C, und dann so lange, bis die Dolden nur noch ca. 20% des vorherigen Gewichtes hat.
Ich verwende einen Dörrautomat für Trockenfrüchte.

Sven

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#31

Beitrag von Fichtenknicker » Montag 5. September 2016, 10:20

hallo nochmal an alle.

Wollte nicht rumnerven....."schulligung Papa" würde meine Kleine jetzt sagen.

Naja, nächsten WE wird geerntet.

Dann werden 15L angesetzt und als Versuch in 3 verschiedenen Rutschen gekocht.
Schaun mer mel.
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#32

Beitrag von chaos-black » Sonntag 18. September 2016, 17:44

@giggls: Wie lang dauert sowas denn in deinem Automaten? Und welchen benutzt du?
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#33

Beitrag von Flat E. » Donnerstag 29. September 2016, 11:06

Hallo Freunde des Gerstensaftes,

ich hab neulich auf unserer Pferdekoppel ein „edles Gewächs“ entdeckt,und natürlich gleich ans Brauen gedacht. :Drink

Wenn man die Dolden aufbricht riecht es schon sehr aromatisch.
Bloß nach was genau kann ich nicht definieren. :Waa

Wie seht ihr das?
Lohnt sich eurer Meinung nach die Ernte und würdet Ihr damit nen Brauversuch starten.
Oder ist der Hopfen evtl. schon zu reif?

Bin auf eure Meinungen gespannt

Gruß
Eric
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#34

Beitrag von Hopfen-Q » Donnerstag 29. September 2016, 11:20

Hi Eric,
wenn es aromatisch riecht wäre es einen Versuch wert. Ohne irgendetwas über die Alphasäure zu wissen ist es aber natürlich schwer die richtige Portionierung zu finden.
Man will sich ja nicht einen ganzen Sud aus zig Litern ruinieren...
Ich bin in der gleichen Situation. Gestern hab ich darum mal zwei Liter der Vorderwürze abgezweigt und in einem eigenen Topf mit dem eigenen Hopfen gekocht. Am Ergebnis kann ich dann hoffentlich bald abschätzen, welchen Einfluss dieser Hopfen hat, erster Eindruck aufgrund des Geruchs war: ein geringer...
Grüße, Micha

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#35

Beitrag von holledauer » Donnerstag 29. September 2016, 13:16

Hallo Eric,

der Hopfen schaut befruchtet aus
Gruß Martin aus der Hallertau

+++++++++++++

Meine Vorstellung:
---klick---

Hopfen-Online-Shop und eine kleine Auswahl von Hefen + Zubehör :Greets :
www.hopfenhandel-resch.de

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#36

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 29. September 2016, 13:17

Oder du braust einen Sud der weder durch Malz- noch Hefegeschmack dominiert wird, stellst die IBU durch eine sehr frühe Gabe eines bekannten Hopfens ein und gibst die Dolden am Ende in den 80°C Whirlpool. Habe am Wochenende ähnliches mit meiner Gartencascade in einem Erntebock vor.

befruchtet wäre tatsächlich auch möglich. Auf dieser Webseite ganz unten siehst du ein Beispielbild dafür: https://www.lfl.bayern.de/ipz/hopfen/108626/index.php
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#37

Beitrag von Flat E. » Donnerstag 29. September 2016, 13:43

Danke für eure Antworten.

holledauer hat geschrieben:Hallo Eric,

der Hopfen schaut befruchtet aus
Was hat das für Auswirkungen, wenn der hopfen befruchtet ist??

inem
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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#38

Beitrag von inem » Donnerstag 29. September 2016, 15:24

Flat E. hat geschrieben: Was hat das für Auswirkungen, wenn der hopfen befruchtet ist??
Deutlicher Rückgang Bitterkeit und Aroma.

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Re: Hopfen im Garten - und nun?

#39

Beitrag von hauti123 » Donnerstag 3. November 2016, 13:36

Enfield hat geschrieben:Entschuldigt wenn ich das Thema kurz entführe. Ich überlege mir auch, mir vielleicht ein oder zwei Hopfenpflanzen in den Garten zu holen - sofern ich die Genehmigung meiner Frau bekomme ;-)

Wo kauft man die am besten und seriösesten? Eickelmann habe ich gefunden, gibt es sonst auch noch Quellen, die ihr empfehlen könnt?

Und vor allem, kriegt man da immer, was man will? Ich kenne es leider nur zur Genüge, dass Gärtnereien und Baumschulen auf's Etikett schreiben, was ihnen grade einfällt. Falsche Veredlungsunterlagen bei Bäumen, als rote Himbeeren gekaufte Pflanzen sind dann im Garten plötzlich gelb, der "James Grieve" stellt sich als "Klarapfel" heraus und der gelbe Blockpaprika ist ein roter Chili...

Du bist ja auch aus der Linzer Gegend, soweit ich mich erinnere, oder? Ich hab mir heuer im Frühjahr vier Pflanzerl beim Hopfenerlebnishof in St. Ulrich geholt (http://www.hopfenerlebnis.at). Ich finde zwar die Seite wo sie den Verkauf explizit anbieten grade nimmer, aber ich denke schon das die noch was haben (also nextes Frühjahr halt). Die Sortenauswahl ist halt net so mächtig (ich hab Aurora, Perle, Tettnanger und Tradition). Die Abholung lässt sich auch nett mit einem Ausflug verbinden, die haben a recht fesche Jausenstation und Hofstetter liegt auch am Weg ;-)

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