"Belgische" Trockenhefen

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Bergbock
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"Belgische" Trockenhefen

#1

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 17. November 2016, 11:08

Ich lese momentan das Buch "Brew like a monk", gewissermassen als Vorbereitung in Zukunft den ein oder anderen Belgier (nach)zu brauen. Ein wirklich sehr lesenswertes Buch.
Ziemlich detailliert wird auf die Hefetypen der einzelnen Brauereien eingegangen, sowie welchen Wyeast- bzw. Whitelabs Hefen jeweils derselbe Stamm zugrunde liegt.

Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde, es gibt ja inzwischen auch von Danstar, Fermentis, Mangrove etc. viele Trockenhefen, die als belgische Hefen bezeichnet bzw. beworben werden. Da ich in dem Bereich noch völlig unerfahren bin :
Wie verhalten sich denn diese Trockenhefen qualitativ im Vergleich zu den Flüssighefen? Liefern die schon ähnliche oder gar gleich gute Ergebnisse oder klaffen hier doch noch grössere Unterschiede?

Frank

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#2

Beitrag von Seed7 » Donnerstag 17. November 2016, 12:00

Es gibt keine gute oder schlechte hefe, nur hefen die deine geschmack entsprechen oder nicht.
Alle trockenhefenlieferanten haben Belgische hefen im programm, aber Belgisch ist ein sehr breiter begriff. Geht von Saison hefen ueber Wit hefen zu "klosterhefen" und vieles dazwischen.
Fermentis; T-58 & BE256
Danstar: Abbaye, Belle Saison
Brewferm: Blanche & Top
http://mangrovejacks.com/collections/cr ... ies-yeasts

Ingo
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#3

Beitrag von Boludo » Donnerstag 17. November 2016, 12:03

Das Problem bei den belgischen Trockenhefen ist, dass man sie nicht genau einer Brauerei zuordnen kann.
Bei Flüssighefen weiß man meistens genau, was man bekommt. Z.B. die Original Westmalle/Westvleteren Hefe, Rochefort oder Chimay, Duvel oder Hoegaarden usw.

Stefan

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#4

Beitrag von OS-Schlingel » Donnerstag 17. November 2016, 12:11

.... und freundlicher Weise, lassen sich Westmalle und Co. auch noch strippen und zu einem Starter verarbeiten.

Dies in Bezug auf originale Brauereihefen!



Gruß


Stephen
Or kindly when his credit's out
Surprise him with a pint of Stout
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#5

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 17. November 2016, 12:13

Ich stand gerde vor der gleichen Frage und habe mich entschieden, aus Chimay (rot) zu strippen.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#6

Beitrag von ggansde » Donnerstag 17. November 2016, 12:25

Westmalle Hefe (Dubbel) aus drei verschiedenen Quellen war leider tot. Ist wohl doch Glücksache.
VG, Markus
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#7

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 17. November 2016, 12:27

Ok. Also sicherheitshalber eine Trockenhefe bereitlegen, oder?
(Ich hab eh imemr welche da, nur keine belgische...)

Edith sagt: Das Buch habe ich mir auch mal bestellt!
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#8

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 17. November 2016, 12:36

ggansde hat geschrieben:Westmalle Hefe (Dubbel) aus drei verschiedenen Quellen war leider tot. Ist wohl doch Glücksache.
VG, Markus
Steht in erwähntem Buch auch beschrieben, dass das Hefe-Strippen gelinde gesagt suboptimal ist.
Selbst wenn sie noch nicht tot war.

Frank

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#9

Beitrag von ggansde » Donnerstag 17. November 2016, 12:36

Nein, wieso? Dann kaufe ich eben Flüssighefe von WYEAST oder WLP. Die sind zuverlässig. Strippen ist für mich nur Abenteuerlust
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#10

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 17. November 2016, 12:44

ggansde hat geschrieben:... Strippen ist für mich nur Abenteuerlust
VG, Markus
Ein Schelm, wer falsches dabei denkt... hahahaha

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#11

Beitrag von wet273 » Donnerstag 17. November 2016, 13:34

Da hänge ich mich doch auch schnell rein!

Gibt es eine Übersicht (ev. im Wiki - hab da aber nichts finden können), welche Trockenhefe für welchen belgischen Style passen würde?

Speziell würden mich Dubble und Tripple interesieren.

Bis anhin habe ich Flüssighefen verwendet, aber ev. gibt es ja gute Alternativen?

Gruss
Marcel

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#12

Beitrag von ggansde » Donnerstag 17. November 2016, 13:48

Moin,
Abbaye is an ale yeast of Belgian origin selected for its ability to produce great
Belgian style beers including high gravity beers such as Dubbel, Trippel and Quads.
Das ist die Trockenhefe von Danstar. Evtl. interessant für Dich.
VG, Markus
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#13

Beitrag von wet273 » Donnerstag 17. November 2016, 14:19

Hallo Markus

Danke dir!

mfG
Marcel

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#14

Beitrag von gulp » Donnerstag 17. November 2016, 14:32

Die Maitre Brasseur ist auch für Dubbel und Tripel gut geeignet und gemischt mit der Mangrove Jacks Belgian Ale habe ich heuer ein gutes Belgian Blonde gebraut.

Gruß
Peter
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#15

Beitrag von Brauknecht96 » Donnerstag 17. November 2016, 15:08

ggansde hat geschrieben:Strippen ist für mich nur Abenteuerlust
Jetzt musste ich mir dich aber mal ganz kurz in der goldenen Unterbuchse an der verchromten Stange vorstellen. :Bigsmile :Bigsmile :Bigsmile

Wieso "Hefeklauen" (im rechtlichen Sinne ist es natürlich kein klauen) überhaupt als "Strippen" bezeichnet wird, erschließt sich mir so gar nicht. Ich bin mir aber ABSOLUT sicher, dass die Geschichte hierzu auf einem schweren Missverständniss basiert und sich folgendermaßen zugetragen haben muss:

Unsere Altvorderen haben früher Bier gebraut, um es zu trinken. Also richtig trinken. Ich meine trinken im Sinne von saufen. Da blieb ab und an natürlich mal was auf der Strecke. Diese ganze Hippie-Nipperei von heute kannte man gar nicht. ("Hmm ja. Zitrus, grüner Apfel und Litschi.", "Ja stimmt, Litschi auch.", "Bla bla bla ...") Hobbybrauershops gab es nicht. Das Besorgen der Zutaten war daher was ganz anderes als heute. Dann kam jemand auf die Idee, die Hefe aus Bodensätzen aufzuziehen. Als dies geklappt hat, hat dieser Brauer in einem Zustand höherer Ordnung einem Kollegen davon geschrieben. Man bezeichnete dies auch als Hefekidnapping, neudeutsch Heferippen (also klauen, entwenden, usw.) Er wollte Heferippen schreiben, hat sich aber so verhauen, dass dann Hefestrippen in der Mail stand. Der Empfänger, ebenfalls glückselig beschwingt, hat gedacht, dass wäre der offizielle Fachterminus hierfür. Und so kam es dann, dass sich anstatt eines Wortes für (Hefe) AUFziehen (Heferippen), ein Wort für AUSziehen (Hefestrippen) etablierte.

Ich glaube, genauso musste es gewesen sein (oder vielleicht auch nicht). :Drink

Joh
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#16

Beitrag von Joh » Donnerstag 17. November 2016, 15:54

Brauknecht96 hat geschrieben: Unsere Altvorderen haben früher Bier gebraut, um es zu trinken. Also richtig trinken. Ich meine trinken im Sinne von saufen. Da blieb ab und an natürlich mal was auf der Strecke. Diese ganze Hippie-Nipperei von heute kannte man gar nicht. ("Hmm ja. Zitrus, grüner Apfel und Litschi.", "Ja stimmt, Litschi auch.", "Bla bla bla ...") Hobbybrauershops gab es nicht. Das Besorgen der Zutaten war daher was ganz anderes als heute. Dann kam jemand auf die Idee, die Hefe aus Bodensätzen aufzuziehen. Als dies geklappt hat, hat dieser Brauer in einem Zustand höherer Ordnung einem Kollegen davon geschrieben. Man bezeichnete dies auch als Hefekidnapping, neudeutsch Heferippen (also klauen, entwenden, usw.) Er wollte Heferippen schreiben, hat sich aber so verhauen, dass dann Hefestrippen in der Mail stand. Der Empfänger, ebenfalls glückselig beschwingt, hat gedacht, dass wäre der offizielle Fachterminus hierfür. Und so kam es dann, dass sich anstatt eines Wortes für (Hefe) AUFziehen (Heferippen), ein Wort für AUSziehen (Hefestrippen) etablierte.

Ich glaube, genauso musste es gewesen sein (oder vielleicht auch nicht). :Drink
YMMD :Drink

Da musste ich doch erstmal gucken, wann du das geschrieben hast; aber nee, war nicht heute nacht um 0:45 nach Genuß von zu viel Bodensatz...

Joh

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#17

Beitrag von gulp » Freitag 18. November 2016, 19:43

Dann kam jemand auf die Idee, die Hefe aus Bodensätzen aufzuziehen. Als dies geklappt hat, hat dieser Brauer in einem Zustand höherer Ordnung einem Kollegen davon geschrieben.Man bezeichnete dies auch als Hefekidnapping, neudeutsch Heferippen (also klauen, entwenden, usw.) Er wollte Heferippen schreiben, hat sich aber so verhauen, dass dann Hefestrippen in der Mail stand.
Ist ja nett gemeint, aber bei den "Altvorderen" gabs weder Mail noch Brauerkollegen, zumindest in meinem Umfeld nicht. Da ist man alleine im Drogerie oder Baumarkt gestanden und hat sich besorgt was eben ging. Hefe gabs immerhin aus der Brauerei, Malz und Hopfen schon von der Braumesse :Bigsmile

Gruß
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Re: "Belgische" Trockenhefen

#18

Beitrag von Brockmann24 » Freitag 18. November 2016, 20:42

Ich habe jetzt zweimal die "Mangrove Jack's M 31 - Belgian Triple" verwendet. Die Hefe ergibt nach meiner Meinung sehr gute Ergebnisse und kommt auch mit hohen
Alkoholgraden klar. Sie hat mir ein Bier innerhalb einer Woche von 18% auf 2,4% runtervergoren, sedimentiert gut und nach 6 Wochen schmeckt das Bier richtig toll und hat den typischen würzigen Geschmack belgischer Starkbiere.
Gruß von der Mosel
Wolfgang

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frei nach William Shakespeare (1564 - 1616)

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Re: "Belgische" Trockenhefen

#19

Beitrag von DerDallmann » Freitag 18. November 2016, 21:09

Die hab ich auch noch da und schwanke beim nächsten Sud zwischen der und der M27. Mal sehen..
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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