2 abgelaufene Trockenhefen

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2 abgelaufene Trockenhefen

#1

Beitrag von HopfenHugo » Samstag 19. November 2016, 17:49

Moin! Ich plane morgen ein Porter zu brauen 4kg Pima 0,5kg Haferflocken und 0,5kg Chocolatemalt. Soll 22l mit 12°P ergeben. Im Rezept steht Danstar Nottingham zu nehmen. Nun hab ich aber bei der Durchsicht meiner Hefen entdeckt, dass ich eine Mangrove M44 US WestCoast und eine M27 BelgianAle ,beide seit einem Monat abgelaufen, habe. Mein Gedanke ist beide Hefen zu vergären, da sie eventuell nicht mehr voll vital sind. Meint ihr das kann was werden?

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#2

Beitrag von HopfenHugo » Samstag 19. November 2016, 17:58

und dann hatte ich letztens ein Porter oder Stout, wo das herkam kann ich mich leider nicht mehr erinnern, das angenehm auf der Zunge geprickelt hat und schöne fruchtige Noten hatte. Ich frag mich ob die M27 dem zuträglich sein könnte. Als Hopfen wollte ich Bramling Cross verwenden

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#3

Beitrag von uli74 » Samstag 19. November 2016, 19:41

Hefen die einen Monat über MHD sind je nach Lagerung problemlos einsatzfähig.
Gruss

Uli

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#4

Beitrag von HopfenHugo » Samstag 19. November 2016, 19:45

warn im Kühlschrank

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#5

Beitrag von afri » Mittwoch 1. März 2017, 20:51

Ich hole dieses Thema mal aus dem Grab, weil es eine ähnliche Problematik beschreibt, wie ich sie gerade habe.

Ich will schick brauen, gucke in den Kühli und meine verquollenen Augen erblicken zwei Tütchen S-04 und eine mit Notti. Letztere hat MHD 5/2016, die S-04 ist noch relativ lange haltbar. Der Plan: ich nehme alle drei für einen Einkochersud von ca. 30l mit ca. 14°P. Spricht 'was dagegen? Geschmacksprofil ist nicht so wichtig, da ich mal wieder böses Lemongras beifüge, das riecht und schmeckt dann eh mehr danach als nach irgendwelchen Estern.

Ich danke für hilfreiche Anregungen.
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#6

Beitrag von Enfield » Mittwoch 1. März 2017, 21:12

Würde sagen, dass das ein wenig Overpitching ist, aber an sich spricht da nichts dagegen. Meine am längsten abgelaufene Trockenhefe war eine Brewferm Top, hatte ein knappes Jahr über MHD auf dem Buckel. Die hab ich am Anfang meiner Karriere mal gekauft und war damals schon nicht mehr lange Haltbar...
Habe mit dem 6 g Päckchen vor kurzem 11 Liter Würze angestellt und nichts Negatives bemerkt zu "frischeren" Trockenhefen. Aufbewahrung war immer im Kühlschrank.

Meine persönliche Meinung: die abgelaufene Notti steckt die 30 Liter Sud auch ohne die Hilfe der S-04 problemlos weg. Die Gärtemperatur hätte ich dabei aber nicht am unteren Ende gefahren sondern täte irgendwo um die +-19° C bleiben. Würde die Notti also alleine nehmen um geschmacklich dem Lemongras den ganzen Raum für sich alleine zu geben. Die Ester der S-04 könnten eventuell etwas störend wirken.

Wenn du alle drei Tüten Hefe verwendest, würde ich mit der Gärtemperatur ans untere Ende gehen. So hast du wenige störende Ester, für kühle Temperaturen genug Hefe gepitcht und eine sichere Variante. :Bigsmile

Also reine Geschmacksache. :Smile

P.S. ich weiß, du rehydrierst die Hefe normalerweise in dünner Würze mit guten Resultaten. Nimmst Du die Notti alleine, würde ich sie aber in diesem Fall ausnahmesweise in Wasser rehydrieren um sicherheitshalber keine Zellen mehr zu verlieren.

Gut Sud und erzähl uns dann, für welche Methode Du dich entschieden hast und wie das Bier geworden ist! :Drink

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#7

Beitrag von afri » Mittwoch 1. März 2017, 22:01

Enfield hat geschrieben: P.S. ich weiß, du rehydrierst die Hefe normalerweise in dünner Würze mit guten Resultaten. Nimmst Du die Notti alleine, würde ich sie aber in diesem Fall ausnahmesweise in Wasser rehydrieren um sicherheitshalber keine Zellen mehr zu verlieren.

Gut Sud und erzähl uns dann, für welche Methode Du dich entschieden hast und wie das Bier geworden ist!
Danke schön, ich werde diesmal am besten alle drei in Wasser rehydrieren und damit anstellen. Da ich tatsächlich bei eher untergärigen Temperaturen gären lassen will, ist das overpitching sicher nicht verkehrt. Wie geschrieben, die Ester sind mir eher mumpe, aber davon dürften dann ja nicht allzuviele entstehen.

Nochwas zum Aroma der Notti: ich finde, die hat schon einen eigenen Geruch und Geschmack, was man auch bei Lemongras-Gabe merkt. Diesmal hoffentlich nicht allzusehr. Hmm, vielleicht sollte ich die Notti gar nicht nehmen, sondern nur die S-04?! *grübel* Dann müsste ich jedoch in Richtung "viel Restsüße" gehen, damit es wie intendiert nach Radler schmeckt. Andererseits ist die S-04 auch kein solcher Übervergärer, dann vielleicht doch Kombirast 67°...

Na mal sehen, die Schüttung habe ich mir noch garnicht ausgedacht. Sind noch ein paar Tage Zeit. Den Bericht habe ich schon im Kalender stehen, damit ich das auch wirklich mache :-)
Achim
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#8

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 1. März 2017, 22:05

Ich wuerde eine viertel packung S-04 nehmen und einen 2-3 l starter damit machen,

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#9

Beitrag von uli74 » Donnerstag 2. März 2017, 00:11

Das MHD ist ne nette Sache, vor allem bei Trockenhefen.

Danstar, Safale, Mangrove Jacks und wie sie alle heissen garantieren die Haltbarkeit ohne Einfluss auf die Lagerbedingungen zu haben. Wenn eine Trockenhefe kühl und originalverschlossen aufbewahrt wurde ist sie weit über MHD hinaus verwendbar.

Deine Notti reicht dicke um Deinen Sud zu vergären, lass die Schalke im Kühli und stell mit dem Päckchen Notti an. Und falls die Hefe wider Erwarten doch nicht ankommt kannst Du immer noch die S-04 als Ersatzhefe einsetzen. Aber so weit wirds nicht kommen.

Ahja, ich seh grade dass Du Dir Sorgen machst ob die Notti geschmacklich für Dein Bier passt. Falls Du Dir nicht sicher bist dann nimm die S-04 und lass die Notti im Kühler, die kannst Du später immer noch verarbeiten.
Gruss

Uli

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#10

Beitrag von Enfield » Donnerstag 2. März 2017, 07:03

@afri: da geb ich dir völlig Recht, eigentlich haben die meisten Hefen, die als neutral beschrieben werden ein ganz eigenes Geschmacksprofil. Die Brewferm Top zb erkenne ich auch in jedem nicht extrem gehopften Bier. Und die Nottingham hat auch ihren Charakter.
Deshalb vergäre ich auch meist an der unteren Temperaturgrenze.

Du bist also noch in der Rezeptentwicklung. Find ich spannend! Wie hast du dir das fertige Bier vorgestellt? Mit lemongras habe ich noch nie gebraut. Wann genau gibst du das zu?

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#11

Beitrag von afri » Donnerstag 2. März 2017, 07:26

uli74 hat geschrieben:Wenn eine Trockenhefe kühl und originalverschlossen aufbewahrt wurde ist sie weit über MHD hinaus verwendbar.
Danke uli, normalerweise bei anderen Lebensmitteln bin ich auch nicht empfindlich, einen ein Jahr abgelaufenen Joghurt habe ich auch schon verarbeitet, das ging. Nur bei der Hefe dachte ich, dass nach MHD halbwegs schnell die Zellen sterben, das wäre dann ja nicht "schlecht geworden" im Sinn von ungenießbar, sondern underpitching.
Enfield hat geschrieben:Wie hast du dir das fertige Bier vorgestellt? Mit lemongras habe ich noch nie gebraut. Wann genau gibst du das zu?
Das fertige Bier schmeckt wie Radler, hat aber volle STW. Eine Kollegin fährt voll drauf ab und ich selbst mag es auch ganz gern trinken. Ist halt obergäriges Gelump' :-) Schüttung mit Malz, das noch da ist (hauptsächlich Pi, etwas Wei), Zugabe Lemongrastee mit ~2g/l in den WP. Hopfen nehme ich TnT, den kenne ich noch nicht, mal sehen ob VWH oder klassisch und fürs Aroma etwas davon nach WP <80°, vielleicht 1g/l Pellets.
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#12

Beitrag von philipp » Donnerstag 2. März 2017, 09:14

afri hat geschrieben: Danke uli, normalerweise bei anderen Lebensmitteln bin ich auch nicht empfindlich, einen ein Jahr abgelaufenen Joghurt habe ich auch schon verarbeitet, das ging. Nur bei der Hefe dachte ich, dass nach MHD halbwegs schnell die Zellen sterben, das wäre dann ja nicht "schlecht geworden" im Sinn von ungenießbar, sondern underpitching.
Naja, die Zellen sterben ja nicht plötzlich, sondern kontinuierlich.

D.h. das MHD ist der Zeitpunkt wo gerade noch genug Zellen drin sind, um die Qualitätserwartungen des Verbrauchers zu erfüllen.
Da wir im Hobbybereich sowieso häufig mit zu wenig lebenden Zellen anstellen, kann das dann schon ein Problem sein.

Für die Notti steht im Datenblatt als Beispiel ein Verhältnis von 1g Hefe auf 1l Würze ( http://www.danstaryeast.com/system/file ... download=1 ) - das wären selbst bei Hefe vor dem MHD bei einem 24l Sud 3 Päckchen. Ähnliche Werte errechnen auch die Yeast-Berechner im Netz ( http://www.brewersfriend.com/yeast-pitc ... alculator/ ).

Natürlich: Bier wird's immer. Aber wir machen das ja nicht, um "irgendwie Bier" zu bekommen. Warum sollte ich mich 8 Stunden nach draußen stellen um dann die Hefe zu versauen.

Bleiben zwei Alternativen: Wenn noch mehr als 36 Stunden bis zum Anstellen Zeit sind: Starter machen. Ist einfach, funktioniert gut. Ansonsten: Bei Braukollegen rumfragen und Hefe besorgen. (Oder halt Hefen mischen, wie hier vorgestellt wurde. Aber irgendwie würde ich auch das nur bei sehr ähnlichen machen.)
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#13

Beitrag von Laurion » Donnerstag 2. März 2017, 13:15

Ich habe kürzlich ein Hefeweizen gebraut,mit einer Trockenhefe die war 2013 abgelaufen.Mit einem ordentlichen Starter kein Problem.Hatte sie allerdings im Kühlschrank aufbew.

Gruß Stefan

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#14

Beitrag von afri » Samstag 25. März 2017, 21:19

So, wie versprochen, der Bericht: Ich habe ursprünglich Lemongrastee verwenden wollen, dies jedoch verworfen, als ich am Hopfen roch. Das Zeug (TnT) hat ein ziemlich verführerisches zitroniges Aroma verströmt, so dass ich in als single hop verwendet habe.

Die Gärung mit der abgelaufenen Notti habe ich mir erspart, dafür die zwei Tüten S-04 genommen. Es verlief für OG relativ schleppend, aber ich war auch am unteren Limit, der auf der Packung steht (15°C), Raumtemperatur, außen am edelstählernen Gärbottich habe ich gar 19°C gemessen! Jedenfalls hat das Ganze zwei Wochen gedauert und ich bin nicht mal richtig sicher, ob das schon das Ende der Fahnenstange war, denn die SVP hat 0,5°B weniger gehabt, aber das ist hier immer so.

Letzten Sonntag habe ich abgefüllt und auch die NG ist eher verhalten. Bis heute habe ich gerade mal 0,9bar auf dem Flaschenbarometer stehen, da hätte ich bei den momentan warmen Temperaturen mehr erwartet, aber offenbar lassen sich die Ladies recht viel Zeit (ich lasse bei RT nachgären). Geschmack kann ich also nicht berichten, das braucht wohl noch ein bisschen. Da ich oben aber geschrieben habe, wie ich mich entschieden habe, wollte ich das tun und das sei hiermit geschehen, wenn auch ziemlich OT (denn die Hefe war ja nicht abgelaufen).
Achim (nächste Woche nochmals brauend, diesmal aber UG)
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#15

Beitrag von Boludo » Sonntag 26. März 2017, 08:05

Hallo Achim, TNT ist eine Mischung aus verschiedenen Hopfen.
Also doch kein Single Hop :Smile

Stefan

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#16

Beitrag von afri » Sonntag 26. März 2017, 23:31

Ach, naja, nicht so schlimm. Mal sehen wie es schmeckt, gegen eine Hopfenmischung spricht ja erstmal nix.
Achim
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#17

Beitrag von DarkUtopia » Montag 27. März 2017, 08:31

Wollte hier auch Mal meine Erfahrungen vom WE berichten, habe ein 100%Münchner gebraut 15P mit Warrior gehopft auf 30IBU , meine Danstar Windsor war 3 Monate abgelaufen. Dehydriert und abgestellt. Innerhalb von 3 Stunden gabs Blubbern. Also wenn die Hefe in Kühlschrank war (das Päckchen nicht beschädigt oder aufgebläht) einfach rein damit.

Lg

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#18

Beitrag von Brauladi » Montag 27. März 2017, 08:59

Das entspricht auch meiner Erfahrung. Mehrfach mit abgelaufener gekühlter Trockenhefe gebraut und nie Probleme gehabt. Mache aber auch immer nen Starter.

Hans Dieter

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#19

Beitrag von Exedus » Montag 27. März 2017, 09:34

Ich habe am Samstag gebraut, mein Onkel hat parallel mit Extrakt "gebraut".

Die Extraktdosen waren 2 Jahre abgelaufen, die Hefe ebenfalls. Beides wurde nicht gekühlt. Das Anraten meinerseits wenigstens frische Hefe zu nehmen wurde abgelehnt :redhead

Naja, was soll ich sagen, haben die Hefe stumpf in 150ml seiner Würze rehydriert und dann angestellt. Keine 12h später war die Hefe angekommen :Grübel

Ob die Suppe nachher auch noch nen Bier wird, kann ich noch nicht sagen. Aber die Hefe scheint zumindest ihre Arbeit zu vollrichten, ist wohl zäher, als gedacht :Grübel
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

Steven

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#20

Beitrag von afri » Montag 27. März 2017, 23:34

Exedus hat geschrieben: Die Extraktdosen waren 2 Jahre abgelaufen, die Hefe ebenfalls. Beides wurde nicht gekühlt.
Habe ich hinter mir, der einzige (bislang) Sud, den ich in den Gulli gekippt habe. Extrakt abgelaufen, Hefe hatte ich glaube ich frisch gegeben, aber das schmeckte und roch nicht mehr gut.
Achim (die Schaumfontänen gut erinnernd)
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#21

Beitrag von christianf » Dienstag 28. März 2017, 00:02

Was kann den bei Extrakt-Kits schlecht werden? Doch höchstens die Hefe.

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#22

Beitrag von ggansde » Dienstag 28. März 2017, 06:54

Moin,
der Extrakt kann schimmeln.
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Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#23

Beitrag von Exedus » Dienstag 28. März 2017, 09:13

Hm, darum hab ich mir keine Gedanken gemacht, da ja in Konservendosen gelagert.

Er hat das Zeug auch Roh verkostet und nix feststellen können.

Der Gärgeruch ist zugegebener Maßen merkwürig^^

Naja, mal sehen. Sone Extraktdose zu erwärmen stellt ja auch keinen Arbeitsaufwand da, hauptsache der richtige Sud schmeckt :D

Werde mal Feedback geben, sobald das Bier verkostet wurde!
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

Steven

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#24

Beitrag von christianf » Dienstag 28. März 2017, 09:50

ggansde hat geschrieben:Moin,
der Extrakt kann schimmeln.
Ich war von einer geschlossenen Dose ausgegangen :)

VG, Christian

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#25

Beitrag von afri » Dienstag 28. März 2017, 23:05

Meine Dosen waren verschlossen, das Zeug hat dennoch nicht geschmeckt. Das hat von Anfang an nicht besonders gerochen, anderthalb Jahre über MHD.

Da ich aber überdies keine Erfahrungen mit Kits habe, schreibe ich es als Experiment ab, das mich zudem nix gekostet hat (geschenkt bekommen).
Achim
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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#26

Beitrag von Barney Gumble » Mittwoch 29. März 2017, 07:18

Hab im Februar einen Splitsud gemacht und versucht ein geöffnetes halbes Pakerl s-33, dass herstelldatum 2011 aufwies zu startern.
Während eine zweijährig abgelaufene Brewferm Lager (verschlossen) noch ankam und das Bier trinkbar ist, ging bei der s-33 nix mehr. Tote Krümelchen blieben in Starter (Karamalz) ohne Vermehrung/Blasenbildung/sonstige Lebenszeichen liegen.
Da ich noch sechs weitere (z. T.) frisch geerntete Hefen mit dabei hatte (70 L Sud), hat die kaputte s-33 nur ein Schlückchen Karamalz (mag ich eh ned) gekostet.
Übrigens hab ich aber (noch) nur Schütteln als Starter-Hardware..

Von dem Splitsud (noch mit dabei og: notti, amsterdam ale, gozdawa ogl 9, und ug: S-189, selbstgeerntete hella bock, brauhaushefe (Münchner Großbrauerei mit feiner craft-mini-Brauerei), wlp south German ale) mach ich nach der Verköstigung mal eine Zusammenfassung.

Vg
Shlomo
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! :Drink
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#27

Beitrag von hyper472 » Sonntag 16. September 2018, 19:16

uli74 hat geschrieben:
Donnerstag 2. März 2017, 00:11
Danstar, Safale, Mangrove Jacks und wie sie alle heissen garantieren die Haltbarkeit ohne Einfluss auf die Lagerbedingungen zu haben. Wenn eine Trockenhefe kühl und originalverschlossen aufbewahrt wurde ist sie weit über MHD hinaus verwendbar.
Bin gerade am Aufräumen und überlege mir, ob oder welche welche Hefen weg müssen. Gelagert sind sie bei mir immer im Kühlschrank; grundsätzlich würde ich, wenn ich eine abgelaufene Hefe verwende, immer eine gleiche Reserve-Hefe in der Hinterhand halten. Was meint Ihr, bis zu wieviel Monaten Überschreitung hat der Versuch noch Sinn? "weit über MHD" ist ja relativ relativ...

Danke, Henning
Wenn man etwas positiv oder negativ auslegen kann, meine ich es positiv.
Es ist möglich, dass sich meine Meinung nicht mit der Meinung anderer deckt.
Wer will, ist herzlich eingeladen, mir in Anwendung von Boardregel Nr. 6 eine PN zu senden.

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#28

Beitrag von Johnny H » Sonntag 16. September 2018, 20:09

Barney Gumble hat geschrieben:
Mittwoch 29. März 2017, 07:18
Hab im Februar einen Splitsud gemacht und versucht ein geöffnetes halbes Pakerl s-33, dass herstelldatum 2011 aufwies zu startern.
[...]
Da hat die furztrockene Trockenhefe nach Öffnung des Päckchens vermutlich ein wenig Feuchtigkeit aus der Luft gezogen, ist dann aus ihrer Stasis erwacht und nach Verbrauch aller ihrer Nährstoffe vermutlich verhungert.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#29

Beitrag von Micha Ale » Sonntag 16. September 2018, 21:11

Bin gerade am Aufräumen und überlege mir, ob oder welche welche Hefen weg müssen. Gelagert sind sie bei mir immer im Kühlschrank; grundsätzlich würde ich, wenn ich eine abgelaufene Hefe verwende, immer eine gleiche Reserve-Hefe in der Hinterhand halten. Was meint Ihr, bis zu wieviel Monaten Überschreitung hat der Versuch noch Sinn? "weit über MHD" ist ja relativ relativ...

Danke, Henning
Hab heute früh um 10 ein Stout und ein Porter mit der S33 angestellt.
Ein Tütchen war seit Mai oder Juni abgelaufen, eins noch lange haltbar.
Ich habe die Hefe direkt aufgestreut (Ich weiss, ist nach Ansicht vieler nicht Ideal. Funzt aber bei mir, und ich mag es basic).
Nach 4 Stunden haben beide Sude ordentlich gegoren.

Im Zweifel, sagen wir ab nem halben Jahr über MHD, würde ich einzwei Tage vorher nen Starter machen.
Dann biste auf der sicheren Seite.

LG,
Micha

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Re: 2 abgelaufene Trockenhefen

#30

Beitrag von Enfield » Montag 17. September 2018, 07:44

Ich habe zu meiner Anfangszeit viel zu viel eingekauft, darunter auch jede Menge Hefen.
Inzwischen sind alle Anfang bis Mitte 2017 abgelaufen... Also teils 1,5 Jahre.
Anfangs hatte ich Bedenken, aber nach einer ganzen Menge von Suden mit dem abgelaufen Zeug verwende ich sie wie wenn die Tüten frisch wären. Hatte noch nie Probleme.

Trotzdem bin ich froh, wenn ich alle weg habe.

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