Malz kaufen

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Re: Malz kaufen

#51

Beitrag von Commander8x » Samstag 16. Januar 2021, 18:56

afri hat geschrieben:
Freitag 15. Januar 2021, 23:14
Commander8x hat geschrieben:
Freitag 15. Januar 2021, 05:29
Die empfindlichen Spelzen gehen hauptsächlich auf die trockene Witterung der letzten Jahre zurück.
Meine Spelzen sehen zwar recht gut aus nach dem Schroten, aber könnte das sein, dass die Malze durch die letzten trockenen Sommer insgesamt schlechter wurden? Ich habe seit vier oder fünf Suden unterirdische Ausbeuten von ~50%, früher waren auch mal 60% und mehr drin, es wundert mich gerade so ein wenig, auch wenn es mich nicht wirklich stört (dann halt ein paar Flaschen weniger von der Standardschüttung).
Achim
Nicht leicht pauschal zu beantworten. Die Extraktgehalte in den Laboranalysen waren bei der 19er Ernte generell niedriger und sind jetzt bei der 20er Ernte wieder etwas besser. Es hängt sehr von den lokalen und regionalen Wetterbedingungen ab. Von der ganzen Aufwuchszeit bis manchmal in den letzten Stunden vor der Ernte. Aber auch das Maischverfahren kann eine Rolle spielen.

Gruß Matthias
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Re: Malz kaufen

#52

Beitrag von Commander8x » Sonntag 17. Januar 2021, 12:00

Ach ja, vergessen: man sieht in diesem Jahr deutlich vermehrt, dass der Stärkekörper von vielen Gersten nicht mehr glatt weiss ist, sondern irgendwie hart-kristallin, grau und körnig. Aber nicht zwangsläufig resultiert das in schlechterer Malzqualität, vor allem ist die Wasseraufnahme dann langsamer.
(Aber das kann ich so nur für die Gerste sagen, die bei uns verarbeitet wird)

Gruß Matthias
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Re: Malz kaufen

#53

Beitrag von Thomas93 » Montag 22. März 2021, 20:10

Hab auch das letzte mal bei der Bamberger Mälzerei geholt,
hab mich heute mal noch ein bisschen informiert.
In Schweinfurt ist die Mälzerei Schubert bietet Sackware 25/50kg an.
Pilsner 25kg für 18€
Wiener 25kg für 18,60€
Melanoidin 25kg für 19,50€
Fränkisch, Münchner, Dunkel für ähnliche Preise
Da werde ich eventuell demnächst mal vorbeischauen.

mfg Thomas

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Re: Malz kaufen

#54

Beitrag von renzbräu » Dienstag 23. März 2021, 00:06

Thomas93 hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 20:10
Fränkisch, Münchner, Dunkel für ähnliche Preise
Fränkisch ist mir als Malzbezeichnung noch nicht unter gekommen. Auf der Herstellerseite schauen die Daten des hellen -für mich- dem Pilsner recht ähnlich... :Grübel Fränkischer Badriodismus?
Weiß jemand was drüber? Schonmal verbraut?
Gott gebe Glück und Segen drein!
Johannes

Bottichmaischer und Spaß dabei!

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Re: Malz kaufen

#55

Beitrag von Herbert52 » Dienstag 23. März 2021, 02:11

Fränkische Landgerste ist eine historische Gerste die auch unter anderen von der Rhön Mälzerei in Mellrichstadt vertrieben wird.
Infos hierzu nachfolgend:
Die „Neuen Alten“ Es war einmal..., da gab es auf jedem Hof und jeder Region Getreidesorten, die mit speziellen Eigenschaften an ihre Umwelt angepasst waren. Seit ca. 1900 verengte sich das Sortiment. In den letzten Jahrzehnten entstanden immer mehr Aktionen, um andersartige und vergessene alte Sorten wieder in die landwirtschaftliche Praxis zu übernehmen und dort zu einem weiteren Leben zu erwecken. Auch wir bewahren solche Sorten seit 1995 und haben unseren Fundus aus den Beständen der weltweiten Sammlungen der deutschen Genbank des IPK in Gatersleben aufgebaut. In den letzten 20 Jahren wurde aus einigen Körnchen Saatgut aus den Genbankbeständen erhalten, vermehrt und an Landwirte weitergegeben. Damit entstand ein Sortenpool als Basis zur Entwicklung interessanter Projekte und als Rohstoff für innovative Produkte. Welche Vorteile bieten die alten Sorten als Rohstoffe? In diesem Spektrum existiert eine große genetische Vielfalt, die sich in sehr differenzierten individuellen Formen und Eigenschaften von früher genutzten Unterarten und Sorten zeigt. Bisherige Analyseergebnisse zeigen ein ebenso vielfältiges Angebot von Inhaltsstoffen, die im vergangenen Jahrhundert züchterisch nicht keine Rolle spielten. Diese alten Getreideformen verfügen damit über hohe Identifikationsmöglichkeiten von der Primärproduktion bis zum Verbraucher. Zur Realisierung von Projekten steht inzwischen nicht nur vielfältiges Saatgut zur Verfügung, sondern es kann auch auf langjährige Erfahrungen vom Anbau bis zum fertigen Getränk zurückgegriffen werden. Damit ergibt sich ein Werkzeug, um neue Märkte durch hochwertige Agrarprodukte zu erschließen.
Die schwierigste Hürde war es einen Partner für die Mälzung zu finden. Inzwischen haben wir dafür eine jahrelange mit der Rhön-Malz-GmbH Erfahrungen sammeln können.
Rhön-Malz GmbH
Sondheimer Straße 2-4
97638 Mellrichstadt

Landgersten: Hordeum vulgare L. convar. distichon (L.) Alef. var. nutans (Rode) Alef. Der Namenszusatz mit einer regionalen Bezeichnung deutet bei einer Landgerste auf eine weit zurückreichende regionale Anbautradition hin. Seit wann Landgersten im Anbau sind und woher sie stammen ist unbekannt. Beschrieben wurden sie zum Beginn des 19. Jahrhunderts, waren da aber schon in den jeweiligen Regionen seit langem verbreitet. Allen gemein ist die nickende Ähre! Da die Wurzeln tief in das Erdreich eindringen, bringen sie typische Geschmacksvariationen in das Korn, wie sie im Weinbau als „Terroir“ bezeichnet werden. Neben dem regionaltypischen, charaktervollen Geschmack entsteht durch den hohen Eiweißgehalt und der hohen Enzymaktivität eine grasige Frische. Die Landgersten sind reich an Polysacchariden, löslichen Ballaststoffen, zu denen Schleimstoffe, Stärkearten und Pektine zählen. Biere aus diesen Gersten sollten darum frisch genossen werden, um die zusätzlichen Inhaltstoffe der Gerste zu nutzen. Da ihre Wurzeln tief in das Erdreich eindringen, bringen Sie mit den typischen Mineralien Geschmacksvariationen in das Korn, wie sie im Weinbau als Terroir bezeichnet werden. Dadurch entsteht ein regionaltypischer charaktervoller Geschmack, durch den hohen Eiweißgehalt entsteht eine grasige Frische, verbunden mit vollem Mundgefühl durch die höhere Viskosität des Bieres. Auf etwas anderes als mit der natürlichen Trübung sollte man sich nicht einstellen.
Beispiele: „Kraffts Riedgerste" wurde aus einer Landgerste der Region Hessisches Ried gezüchtet. Das Ried stellt eine alte Kulturlandschaft dar, in der nach der Antike mit den Römern die Pfalzwirtschaft unter "Karl dem Großen" ("Kloster Lorch") dazu beitrug die Landnutzung zu entwickeln. Die genauen Herkünfte dieser Landgersten verlieren sich in der Geschichte. Regional immer wieder angebaut wurden diese Typen als, über die Jahrhunderte hinweg angepasster und verarbeitungstauglicher Sorten. "Mahndorfer Hanna" wurde nach der Jahrhundertwende auf dem Gut Mahndorf bei Halberstadt, aus einer Landgerste der böhmisch-mährischen Hannaregion gezüchtet. „Landgerste von Neuhaus“ um 1900 hatte der Züchter Zeiner, Neuhaus bei Bad Mergentheim aus einer Kollektion von fränkischen Landgersten einige ertragsstarke Muster
gefunden, die auch heute noch ansprechende Ertragseigenschaften haben. Die Brauversuche mit dieser Gerste zeigten ebenfalls ansprechende Ergebnisse mit eigenem regionaltypischen Charakter.
Gruß Herbert

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Re: Malz kaufen

#56

Beitrag von Commander8x » Dienstag 23. März 2021, 05:07

Danke für die Info!

Gruß Matthias
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Re: Malz kaufen

#57

Beitrag von ggansde » Sonntag 28. März 2021, 11:57

Moin,
ich war gerade im Keller: Malznotstand. Ein Blick bei den üblichen shops hat mich geschockt, Apothekenpreise. Leider sind es bis zur nächsten Mälzerei, die Sackware für Hobbybrauer anbietet etwas 100 km (Schriesheim). Die Preise beim Holländer sind mit 24 €/25 kg gerade noch erträglich. Hat da evtl. in letzter Zeit jemand Sackware bestellt? Die Lieferkosten sind mir nicht ganz klar. Evtl. beauftragen die bei 4 Säcken eine Spedition. Dann wird es schnell unerschwinglich.
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Re: Malz kaufen

#58

Beitrag von diapolo » Sonntag 28. März 2021, 14:10

Hallo Markus,
die IREKS liefert auch an Privatpersonen. ca 25€/Sack inkl Fracht.
Schreibe einfach eine Anfrage an Malzbestellung@ireks.com

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Re: Malz kaufen

#59

Beitrag von hkpdererste » Sonntag 28. März 2021, 15:36

Ich hab am Mittwoch 2 Säcke von Brouwland geliefert bekommen. Verpackt jeweils einzeln im Karton und Versand via DPD. Dauer war etwas länger, aber das rechne ich mal dem englischen Malz und dem Brexit an.

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Re: Malz kaufen

#60

Beitrag von ggansde » Sonntag 28. März 2021, 16:44

Hi,
Brouwmarkt ist doch belgisch und nicht Braumarkt NL oder? Was hat Du an Versandkosten bezahlt?
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Re: Malz kaufen

#61

Beitrag von ggansde » Sonntag 28. März 2021, 16:45

diapolo hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 14:10
Hallo Markus,
die IREKS liefert auch an Privatpersonen. ca 25€/Sack inkl Fracht.
Schreibe einfach eine Anfrage an Malzbestellung@ireks.com

mfg

Bernd
Hi,
Danke, ich frage mal nach.
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Re: Malz kaufen

#62

Beitrag von hkpdererste » Sonntag 28. März 2021, 17:52

Ja da hast du Recht, die lieferung war aus Belgien.

Kosten für einfache Basismalze 16-17€ plus 9,95€ Versand je Sack.

Ich brauch zusammengenommen pro Jahr schätzungsweise 3 Sack, wenn ich da nicht zufällig zeitlich passsend an einer Mälzerei vorbeikomme dann lohnt sich extra fahren nicht wenn ich realistisch rechne. Wenn du wesentlich mehr brauchst sieht's natürlich anders aus.

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Re: Malz kaufen

#63

Beitrag von Shenanigans » Freitag 2. April 2021, 12:55

Ich bin nur 75km und ca. 1 stunde fahrt von Brouwland, 18/19 euro pro sack finde ich interessant.
Wie is die Qualität von Brewferm und Viking Malze?

Die haben auch Maris Otter für ne vernünftige Preis und anders als zur Mälzerei zu fahren haben die ne ganze Brausortiment da.
Dass macht ein Besuch noch interessanter :Grübel
Aber im moment gibt es leider nur Termin-shopping für 30 Minuten. :thumbdown
Also es lohnt sich nur online zu bestellen und abholen.

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Re: Malz kaufen

#64

Beitrag von jbrand » Freitag 9. April 2021, 20:02

Hallo zusammen,

ich wollte euch kurz meine Erfahrungen mit Rhön-Malz in Mellrichstadt berichten. Hatte die Woche Urlaub und ein Familienausflug in die Rhön stand sowieso auf dem Programm (ja ich weiß, wir sollen alle schön zuhause bleiben, aber wir mussten einfach mal raus und spazieren gehen im Kreise der Familie halte ich für nicht gefährlich ). Also habe ich am Dienstag in der Mälzerei angerufen und eine Bestellung aufgegeben. Frau Lang am Telefon war sehr freundlich und hat mir die Modalitäten erklärt, Abgabe in 25 kg Säcken und bitte mit ein paar Tagen Vorlauf bestellen.
Und so haben wir uns heute Morgen auf den Weg nach Mellrichstadt gemacht. Vor Ort wurden wir von einer netten Dame im Büro prompt bedient und konnten dann die vier Säcke direkt an der Rampe in Empfang nehmen (Pilsner, Münchner, Wiener und Weizen).

Und nun der Preis: 60€ plus MwSt. für die 100 kg da kann man echt nicht meckern.

20210409_114239~2.jpg

Also ich bin rundherum zufrieden und kann die Mälzerei nur empfehlen.
Viele Grüße

Jens

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