Hefen - Tops und Flops

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Re: Hefen - Tops und Flops

#51

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 25. Januar 2017, 15:07

Richtig, aber einige haben hier berichtet, dass es geschmacklich wohl doch einen Unterschied geben kann zwischen Flüssighefe und Trockenhefe. Ich kenne auch beide Arten und konnte bei meinen Bieren keinen sensorischen Unterschied feststellen.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Hefen - Tops und Flops

#52

Beitrag von Paule » Donnerstag 26. Januar 2017, 07:02

Enfield hat geschrieben:Ist die US-05 und die WY1056 nicht der gleiche Stamm?
Ja sollte der gleiche Stamm sein, zusammen mit der White labs 001 hab ich auch schon gelesen, aber ich denke es gibt hier einen Unterschied.
Ich hab auch schon in den Amiforen gelesen, dass Leute die US-05 klasse finden, aber die Wyeast 1056 schlecht sedimentiert, aber auch umgekehrt.
Mit der US-05 hatte ich keine Probleme und werde die 1056 auch nicht wieder verwenden. Vielleicht lag es auch an mir/meiner Anwendung ... Keine Ahnung :Grübel
Schönungsmittel verwende ich nicht.
brewers make wort, yeast makes beer
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Re: Hefen - Tops und Flops

#53

Beitrag von Ernie » Donnerstag 26. Januar 2017, 07:45

Moin,

hier meine Erfahrungen:

Top:
Notti - (kennt ihr ja alle)
Muntons Premium Gold - sehr gute Sedimentierung, neutraler Geschmack

Flop:
Mangrove Jack's M27 - Belgian Ale - sehr hefe'iges Aroma, erinnert sehr stark an Hefe-Weizen
US-05 - sehr schlechte Sedimentierung, Biere sehr lange trübe und hefe'ig im Geschmack, wenn sich alles abgesetzt hat, o.k. (dann sind aber die Hopfenaromen meist schon reduziert)

LG
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Re: Hefen - Tops und Flops

#54

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:30

Ernie hat geschrieben: Flop:
Mangrove Jack's M27 - Belgian Ale - sehr hefe'iges Aroma, erinnert sehr stark an Hefe-Weizen
Es ist meineserachtens eine reine Saisonhefe. Wenn man sie als solche betrachtet, finde ich sie gut.
Wichtig hier ist die Gärtemperatur. Der optimale Gärbereich geht erst bei 26° los. So habe ich sie auch vergoren, 26-27°. Ist ein top Bier geworden. Eventell liegts bei dir daran?
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefen - Tops und Flops

#55

Beitrag von Chrisssss » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:49

Top: W34/78, US-05, WB06 (habe keine Probleme mit der)
Flop: Nottingham
Ich wollte eine neutral vergärende OG Hefe, da viele diese hier als neutral beschreiben, habe ich es probiert. Sie hat sehr! stark geschwefelt. Dazu intensive Noten von Pfirsich (was nicht so schlimm ist). Bei einer CO2-Wäsche konnten ich den schwefel etwas mindern. Zumindest war die Hefe bei mir alles andere als neutral :/
Ich vermute, dass die meisten hier offen endvergären und die Notti wahrscheinlich gerade zum Schluss flüchtige Ester produziert. Ich vergäre im ZKG Drucktank, wo gegen Ende der Gärung gespundet wird. Vermutlich gehen dadurch die Meinungen über die Notti auseinander. Kann das jemand bestätigen?

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Re: Hefen - Tops und Flops

#56

Beitrag von Enfield » Donnerstag 26. Januar 2017, 13:12

Bei welcher Temperatur hast Du denn die Notti vergoren?
Ich habe schon von vielen gehört, dass sie bei höheren Temperaturen ziemlich estern soll, manche beschreiben das Aroma auch als Erdbeere. Ich vergäre mit der Hefe immer relativ kalt (15° C), hier ist sie in der Tat sehr neutral - hat aber wie jede Hefe ein eigenes Geschmacksprofil.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#57

Beitrag von Chrisssss » Donnerstag 26. Januar 2017, 15:16

Enfield hat geschrieben:Bei welcher Temperatur hast Du denn die Notti vergoren?
Ich habe schon von vielen gehört, dass sie bei höheren Temperaturen ziemlich estern soll, manche beschreiben das Aroma auch als Erdbeere.
Stw. 13,4°P
Vergoren bei 19,0°C
Gespundet bei 4,5 %w/w
Sie ist aber auch recht langsam gegangen, mit ca. 1,8 %w/w Extraktabbau pro 24 Stunden und nur bei einem EVG von 70% gelandet.
Kälter hätte ich sie wohl nicht fahren dürfen, dann wäre sie eingeschlafen.

Wie gesagt, ich vermute, dass sie zum Schluss stark flüchtige Ester produziert. Vergärst du offen? Erdbeere habe ich eher bei der US05.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#58

Beitrag von Enfield » Donnerstag 26. Januar 2017, 15:20

Ja, ich vergäre offen, stelle aber auch mit 0,75 - 1 g/l Hefe an, grade wenn es so kühl ist.
Wie hoch war deine Pitching-Rate?
Waren die 19° C Gärtemperatur vom Sud selbst oder Außentemperatur?

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Re: Hefen - Tops und Flops

#59

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 26. Januar 2017, 15:38

Fridurener hat geschrieben:Meine liebest Hefe ist die Burton Ale Hefe von Whitelabs. Schmeckt ganz außergewöhnlich, finde ich.
Das ist die berühmte Vermont oder auch Conan Hefe genannt. Super fruchtig, mag ich auch.

Enfield hat geschrieben:Ist die US-05 und die WY1056 nicht der gleiche Stamm?
Ja, ist der berühmte Chico Strain (Sierra Nevada)
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#60

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 15:46

Blancblue hat geschrieben:
Fridurener hat geschrieben:Meine liebest Hefe ist die Burton Ale Hefe von Whitelabs. Schmeckt ganz außergewöhnlich, finde ich.
Das ist die berühmte Vermont oder auch Conan Hefe genannt. Super fruchtig, mag ich auch.

Enfield hat geschrieben:Ist die US-05 und die WY1056 nicht der gleiche Stamm?
Ja, ist der berühmte Chico Strain (Sierra Nevada)
Die Burton Ale ist die Conan? Höre ich das erste mal.
Warum macht White Labs die dann nochmal unter dem label "the yeast bay" als Vermont Ale?
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefen - Tops und Flops

#61

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 26. Januar 2017, 16:01

Sorry, die klingen verdammtlich ähnlich: diese hier meinte ich eigentlich: http://www.whitelabs.com/yeast-bank/wlp ... -ale-yeast
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#62

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 16:13

Alles klar.
Ich frage mich trotzdem, warum die dann nochmal separat aufgelegt wird, da speziell beworben:
http://www.theyeastbay.com/brewers-yeas ... ermont-ale
Ist ja auch White Labs.

Bei homebrewtalk gibts darüber auch einen relativ langen Faden. Da ist sich aber keiner so sicher, ob die WLP095 tatsächlich die Conan ist, oder nur so ähnlich.
Whatever, solange sie schmecht?! :)
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefen - Tops und Flops

#63

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 26. Januar 2017, 16:17

Nee, die sind eigenständig, lassen aber bei WL produzieren:

http://www.theyeastbay.com/about-us/
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#64

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 16:21

Ok, got it
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hefen - Tops und Flops

#65

Beitrag von Chrisssss » Donnerstag 26. Januar 2017, 21:43

Enfield hat geschrieben: Wie hoch war deine Pitching-Rate?
Waren die 19° C Gärtemperatur vom Sud selbst oder Außentemperatur?
100g/hl
Die Temperatur wurde ca. Auf halber Höhe des Tanks gemessen, 10cm vom Rand entfernt und darüber auch geregelt.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#66

Beitrag von Yeffie » Donnerstag 26. Januar 2017, 23:21

Topp:

Lallemand Nottingham (verschiedenste Würze damit vertraut und immer begeistert gewesend.. aber immer unter 20 Grad). Warum disst ihr die so ?!

Wyeast Belgian Abbey II 1762 (die Biere brauchen ein halbes Jahr Lagerung, doch dann: mmmmmmh!)

Denny's Favorite (leicht crispy, lässt den Malz- und Hopfenaromen gut Platz)


Flopp:

S-04 bei 24 Grad

wahrscheinlich alle Hefen ausser Belgisch bei 24 Grad

Alle Hefen, die Schleim oder Flocken hinterlassen (sieht einfach unschön aus bei der Flaschengärungsmethode)

2308 munich lager (gibt kratzige herbe Biere, 3 Mal verwendet, jetzt hängt sie zum Hals raus. Dann lieber wieder Octoberfest Lager Blend Geheimtipp!)

Wyeast French Saison (Geschmack = naja Weissbiermässig. Es gärt und gärt und hört nie mehr auf zu gären bis EVG 94%)


Naja, was'ma eingefallen ist jetzte. Gibt natürlich noch viel zu erzählen/berichten über die einzelnen Hefen.
Ein guter Tröt, um mal neue Hefen zu testen, ohne dass es ein kompletter Reinfall wird..
Planung: Lager
Gärung: Porter, Haferdünnbier
Reifung: Hüell Melon Pale Ale, Alt
Trinkreif: Oud Bruin, Quittenbier, Bière de garde, Baltic Porter, Kastanienbier

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Re: Hefen - Tops und Flops

#67

Beitrag von Schwarzbraeu » Freitag 27. Januar 2017, 18:26

Ich halte mich nicht unbedingt für den besten Kritiker meiner eigenen Biere, den größten Erfolg bei meinen Gästen hatte ich bei meinen Weißbieren, die mit der Mauribrew weiss vergoren wurden. Schönes Hefeweizenaroma, leicht bananig, sowohl bei hellen wie auch bei dunklen Weizen.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#68

Beitrag von cyme » Freitag 27. Januar 2017, 18:59

Yeffie hat geschrieben:Topp:

Lallemand Nottingham (verschiedenste Würze damit vertraut und immer begeistert gewesend.. aber immer unter 20 Grad). Warum disst ihr die so ?!
Bei ihr hatte sie immer einen eigenartigen Nachgeschmack, den ich am ehesten noch mit "Jungbier" umschreiben kann.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#69

Beitrag von aegir » Freitag 27. Januar 2017, 19:50

Top:
WLP 029, vergärt schnell, rein und klärt sich gut. Meine Allzweckwaffe für Alt, Kölsch, Pale Ale und IPA
WLP 001, vergärt auch rein, hab ich gerade im direkten Vergleich mit der 029 auf einem Kölsch
WLP545, angenehmes "belgisches" Profil, sehr hohe Vergärgrade, sedimentiert gut
WYeast 2308, malziges Geschmacksprofil, das aber auch den Hopfen nicht unterdrückt

Flop:
W208, unangenehm hefiger Geschmack in einem Alt und IPA
WYeast 2206, geschmacklich gut, aber öfters stockende Gärung
Braupartner Hefen, sind einfach nichts zum Brauen

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Re: Hefen - Tops und Flops

#70

Beitrag von Barney Gumble » Montag 13. Februar 2017, 15:50

wollte kurz mal meine erste Erfahrung mit der Wyeast Hella Bock hier kundtun:

WY-2487-PC (neu aus smack-pack, 5 Tage-Starter bei 15 °C ca.) mit Karamalz (ca 2 L insgesamt)

vergärt superhoch, was nicht weiter überraschend war, Bier mit hauptsächlich Pima (7,3 kg; dazu Rauchmalz 1 kg plus 1,9 kg Weizenmalz) angesetzt und bei 13,0 °P (hab leider grad das Rezept verlegt.. :puzz ) (Rezept doch wieder gefunden) vergoren; Einmaisch-Dekoktion, iodnormal war es sofort nach der letzten Rast.. Hopfung: Apollo und Aurora, Hopfenstopfung (ca 2 g/l Ende Hauptgärung 5 Tage bei 10-12 Grad) mit Mistral

aber leider wirklich sehr sehr trocken. das so gar nix malziges mehr da ist.
Ist etwas seltsam, da noch gut Restsüße dabei ist, nur so ganz ohne Körper...

vielleicht doch zu gut mit der Restalkalität von rund 1-3 gemeint? Wasserwerte des Anbieters schwanken ja bekanntlich..

Es sei für die Wyeast 2487 also eine noch ausgeprägtere (bei mir 30 min) (edit) Verzuckerungsrast (oder gleich Dreimaischverfahren..) aber vor allem viel mehr Stammwürze empfohlen. (edit) Maltoserast war bei mir übrigens 25 min. Ich vermute, dass mein Malz sehr hoch gelöst ist, vielleicht hat das damit zutun?

Fazit wy 2487-pc: also nicht unbedingt eine Flop-Hefe aber eine Frage des richtigen Rezepts..

naja, jetzt sitz ich auf meinem pseudo-IPA mit immer schwächer werdendem Hopfenaroma und Aussicht auf wasserähnliche Geschmackseindrücke .. :crying

meine Lieblingshefe: ganz klar die Irish Ale von Wyeast (hätte in diesem Rezept aber wohl auch nix verloren)
Zuletzt geändert von Barney Gumble am Dienstag 14. Februar 2017, 12:41, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Hefen - Tops und Flops

#71

Beitrag von Blancblue » Montag 13. Februar 2017, 17:15

Hefe overpitching kann zu leeren, körperlosen Bieren führen - allerdings ist untergäriges overpitchting schwer hinzubekommen. Die Hefe ist vom Hersteller mit 70-74% Vergärungsgrad angegeben, schon seltsam. Welchen RE hast du denn gemessen? Und bei welcher Temperatur hast Du die Hefe arbeiten lassen?
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Re: Hefen - Tops und Flops

#72

Beitrag von Barney Gumble » Montag 13. Februar 2017, 20:14

Ach ja, Tschuldigung das Wichtigste:
2,7 EVG (also 79 %) und mit 3,1 abgefüllt, auf 5,0 g/l CO2 mit Haushaltszucker

overpitched war es nicht, da da nicht besonders viel Hefesatz im Starter war, normale 200 ml auf die ca. 50 L geschätzt

Über Nacht bzw bis nachmittags des nächsten Tags (so 18 Stunden) auf 16-18 Grad, danach bei 12 Grad bis zum Abschlauchen

Eigentlich nichts richtig Ungewöhnliches oder?

Vg
Shlomo
Zuletzt geändert von Barney Gumble am Dienstag 14. Februar 2017, 07:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hefen - Tops und Flops

#73

Beitrag von Enfield » Montag 13. Februar 2017, 20:19

Versteh ich das richtig, du hast 50 Liter Würze untergärig mit einen 200 ml Starter angestellt?

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Re: Hefen - Tops und Flops

#74

Beitrag von Barney Gumble » Montag 13. Februar 2017, 21:04

Also die 200 ml (wahrscheinlich doch eher mehr, meine Erinnerung ist da jetzt schlecht, hab es im Erlenmayer nicht genau abgelesen..) Hefesatz waren in 1-2 L Starter drin. Wieviel Volumen an lebendigen Zellen das jetzt genau waren, kann ich nicht sagen.
Gärung ging ja offensichtlich eher zu gut...

Abfüllen war übrigens am 29.01., also ca nach 4 Wochen, bei meinen UG kenn ich das nicht anders
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Re: Hefen - Tops und Flops

#75

Beitrag von peterkling » Mittwoch 6. Juni 2018, 14:12

Viel zu schade um diesen Tröt unten versauern zu lassen - hoch!
Vorneweg ich braue zu 80% UG. Alle Hefen haben bei mir bisher ganz gut gearbeitet weshalb ich hier eher den Geschmack ggü. Aufwand bewerte ("warum Flüssighefe benutzen, wenn es genau so die trockene Alternative tut.")

Top: :thumbsup
  • Wyeast 2206; super Lager-Geschmack, schmeckt nach typischem Münchner Braukeller (=Weihenstephan 206)
  • Danstar Diamond Lager; Funktioniert einwandfrei, gute Alternative zu flüssighefen des selben Stamms (=Weihenstephan 308)
  • Saflager W-34/70; Robust und standard - nichts auszusetzen (=Weihenstephan 34/70)
  • Safale US-05; hat gut gearbeitet, hält gut hohe Alkohole aus.
Flop: :thumbdown
  • WLP838; hat funktioniert, aber kein großer Unterschied zur W-34/70 (=Stamm?)
  • Wyeast 2308; hat funktioniert, aber kein großer Unterschied zur W-34/70 (=Weihenstephan 308)
  • SAFBREW T-58 (jetzt SAFALE); hat funktioniert, Geschmacklich einfach nichts besonderes
Noch zu testen:
Ich möchte gerne mal die WLP820 gegen die WLP920 antreten lassen - hat das schon jemand versucht? (Google sagte dazu nichts), weil selber Stamm und weil mir die WY2206 schon so geschmeckt hat...
S-23 (VLB Berlin als RH bekannt) und S-189 (Hürlimann-Brauerei-Stamm, Weihenstephan 195) interessieren mich sehr und habe ich noch viele im Kühlschrank liegen.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#76

Beitrag von flying » Mittwoch 6. Juni 2018, 17:58

Danstar Diamond Lager; Funktioniert einwandfrei, gute Alternative zu flüssighefen des selben Stamms (=Weihenstephan 308)
Ist m. W. aber die Doemens Stammhefe 308...oder ist das jetzt alles das Gleiche?

Die Hefe geht noch auf die "wissenschaftliche Station München" zurück, dem Vorgänger des Doemens Instituts. Die stammt noch aus dem Urschleim der Hefereinzucht a la Emil Hansen und co..
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Re: Hefen - Tops und Flops

#77

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 6. Juni 2018, 18:22

Enfield hat geschrieben:
Montag 23. Januar 2017, 09:33
Die WB-06 und die T-58 scheinen aber viele nicht zu mögen...
Beide prima. Noch besser, beide zusammen.

Es gibt keine flop hefen, nur falsch eingesetzte hefen ;)

Zur kombination oben, T-58 geht nicht tief und ist sehr phenolish (POF+) Die WB-06 ist eine var. diastaticus und geht sehr tief, aehnlich tief wie einige Saison hefen, hat aber kein ausgesprochenes profile. Beide kann mann relativ warm einsetzen, versuche mal 33%-66% @25°C fuer etwas Saison aehnliches.

Zur Wyeast French Saison weiter oben, 'nie' solo benuetzen aber zusammen mit einem starter aus Dupont bodensatz oder ander staemme von Dupont.

Persoenliche favoriten: Marstons (WLP026, diastaticus und POF-), Ringwood (WY1187), WY3822PC (ich vermute eine Witbierhefe), Tennessee Whiskey (WLP050 sehr blumig (relativ viel Phenyl Ethyl Acetate und Phenyl alkohol))

Ingo
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Re: Hefen - Tops und Flops

#78

Beitrag von gulp » Mittwoch 6. Juni 2018, 18:30

flying hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 17:58
Danstar Diamond Lager; Funktioniert einwandfrei, gute Alternative zu flüssighefen des selben Stamms (=Weihenstephan 308)
Ist m. W. aber die Doemens Stammhefe 308...oder ist das jetzt alles das Gleiche?

Die Hefe geht noch auf die "wissenschaftliche Station München" zurück, dem Vorgänger des Doemens Instituts. Die stammt noch aus dem Urschleim der Hefereinzucht a la Emil Hansen und co..
...geht also auf Gabriel Sedlmayr den Jüngeren und den Spatenbräu zurück. Wird mir immer sympatischer, die Diamond Lager.

Gruß
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Re: Hefen - Tops und Flops

#79

Beitrag von peterkling » Donnerstag 7. Juni 2018, 13:56

Seed7 hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 18:22
Es gibt keine flop hefen, nur falsch eingesetzte hefen ;)
Sehe ich auch so, weil die zur Zeit auf dem Markt befindlichen einfach allesamt funktionieren - und die Auswahl/Innovationen und Zuverlässigkeit wird immer größer. (Siehe MangroveJacks 34/70, oder "purepitch" von WLP usw.)
Aber, deswegen habe ich geschmacklich und den Aufwand bewertet, weil dies nun für mich zukünftig das vorrangigere Auswahlkriterium sein wird.

Zu meiner Frage nochmal, hat jemand schonmal die WLP820 und/oder die WLP920 im Bottich gehabt?
Hat die Mangrove M76 den selben Stamm? (Dazu steht wieder mal nirgends was...)

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Re: Hefen - Tops und Flops

#80

Beitrag von integrator » Donnerstag 7. Juni 2018, 20:41

peterkling hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 14:12
Noch zu testen:
Ich möchte gerne mal die WLP820 gegen die WLP920 antreten lassen - hat das schon jemand versucht? (Google sagte dazu nichts), weil selber Stamm und weil mir die WY2206 schon so geschmeckt hat...
S-23 (VLB Berlin als RH bekannt) und S-189 (Hürlimann-Brauerei-Stamm, Weihenstephan 195) interessieren mich sehr und habe ich noch viele im Kühlschrank liegen.
Mit der WLP820 und der S-23 habe ich schon sehr leckere Biere gemacht, deshalb :thumbup

:thumbup
US-05
Danstar Windsor

:thumbdown
S-04

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Re: Hefen - Tops und Flops

#81

Beitrag von gulp » Donnerstag 7. Juni 2018, 20:53

:thumbdown
S-04

Wie das? Für mich ist das eine 1a englische Hefe mit hervorragender Klärung und sauberen Estern.

Gruß
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Re: Hefen - Tops und Flops

#82

Beitrag von integrator » Donnerstag 7. Juni 2018, 21:08

Bisher 3 Sude mit ihr gemacht ...
Einmal Nachgärung verreckt (Muss natürlich nicht unbedingt an der Hefe gelegen haben)
Einmal sehr sehr stark estrig
Einmal kein vernüftiges absetzen am Boden, da schwirrten nach 4 Wochen immer noch aufgewirbelte Hefebrocken rum.

Wäre für einen Tip für eine fruchtige OG-Hefe dankbar

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Re: Hefen - Tops und Flops

#83

Beitrag von gulp » Donnerstag 7. Juni 2018, 21:18

Wäre für einen Tip für eine fruchtige OG-Hefe dankbar
Mach halt mal was belgisches. Da gibt es etliche Hefen die fruchtige Aromen bringen.
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Re: Hefen - Tops und Flops

#84

Beitrag von integrator » Donnerstag 7. Juni 2018, 21:22

Habe ich in der Tat noch nicht gemacht ... Danke für den Tip.

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flying
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Re: Hefen - Tops und Flops

#85

Beitrag von flying » Freitag 8. Juni 2018, 01:06

integrator hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 21:08
Bisher 3 Sude mit ihr gemacht ...
Einmal Nachgärung verreckt (Muss natürlich nicht unbedingt an der Hefe gelegen haben)
Einmal sehr sehr stark estrig
Einmal kein vernüftiges absetzen am Boden, da schwirrten nach 4 Wochen immer noch aufgewirbelte Hefebrocken rum.

Wäre für einen Tip für eine fruchtige OG-Hefe dankbar
Ein klassischer, englischer Hefestamm der ehemaligen Whitbread Brewery (vermutlich auch Wyeast 1099?). Am Ende des 18. Jahrhunderts war das die größte britische Brauerei. Die High Flocculation ist da erwünscht. Die Nachgärung kann wegen der Schnelligkeit und der starken Sedimentbildung durchaus mal verrecken..
Ein sehr ähnliches Geschmacksprofil hat die W 1275 Thames Valley Ale, nur weniger Flocculation. Meines Wissens die Hobgoblin- Hefe?
Brasserie de la sécheresse montagne

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Hefen - Tops und Flops

#86

Beitrag von Seed7 » Freitag 8. Juni 2018, 08:04

Eine fruchtige hefe, nimm eine UG @ 18-20°C.

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#87

Beitrag von daleipi » Freitag 8. Juni 2018, 12:52

flying hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 01:06
integrator hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 21:08
Bisher 3 Sude mit ihr gemacht ...
Einmal Nachgärung verreckt (Muss natürlich nicht unbedingt an der Hefe gelegen haben)
Einmal sehr sehr stark estrig
Einmal kein vernüftiges absetzen am Boden, da schwirrten nach 4 Wochen immer noch aufgewirbelte Hefebrocken rum.

Wäre für einen Tip für eine fruchtige OG-Hefe dankbar
Ein klassischer, englischer Hefestamm der ehemaligen Whitbread Brewery (vermutlich auch Wyeast 1099?). Am Ende des 18. Jahrhunderts war das die größte britische Brauerei. Die High Flocculation ist da erwünscht. Die Nachgärung kann wegen der Schnelligkeit und der starken Sedimentbildung durchaus mal verrecken..
Ein sehr ähnliches Geschmacksprofil hat die W 1275 Thames Valley Ale, nur weniger Flocculation. Meines Wissens die Hobgoblin- Hefe?
laut meinem englischen Braubuch für alte Biere ist die Wyeast 1099 die Whitbread Ale Hefe. gleichzeitig wird auch immer die Wyeast 1098 British Ale - Dry gelistet.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#88

Beitrag von gulp » Freitag 8. Juni 2018, 14:15

laut meinem englischen Braubuch für alte Biere...
...magst du uns verraten, wie das Buch heißt?

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
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Re: Hefen - Tops und Flops

#89

Beitrag von daleipi » Samstag 9. Juni 2018, 12:11

logisch:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 41#p239841

#1236

eines meiner Lieblingsbücher. voller schöner unnütziger Infos wie englisches Ale vs englisches Beer, wann war was ein IPA und wann ein Pale Ale und warum ging VIEL mehr EIP (East India Porter) nach Indien als IPA... das Originalrezept vom Russian Imperial Stout das so um die 200 IBU hatte. alles was spaßig zum Lesen ist. ich mag's ;-)

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Re: Hefen - Tops und Flops

#90

Beitrag von gulp » Sonntag 10. Juni 2018, 20:00

Merci, gut dass ich das schon habe. Muss ich mal wieder genauer reinschauen. :Smile

Gruß
Peter
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Re: Hefen - Tops und Flops

#91

Beitrag von daleipi » Sonntag 10. Juni 2018, 20:29

dann schau mal auf Seite 58. das originale Russian Imperial Stout mit 200 IBU...

hab gestern das fertiggelesen. auch SEHR nett: https://www.amazon.de/Brew-Like-Monk-Tr ... ike+a+monk

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Re: Hefen - Tops und Flops

#92

Beitrag von Northern Brewer » Montag 24. September 2018, 10:10

peterkling hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 14:12
Viel zu schade um diesen Tröt unten versauern zu lassen - hoch!
Da kann ich nur zustimmen.

Top:
W34/70 (ab 2. Führung)
US-05
Windsor
Nottingham (bei 16° für ein Irish Red Ale)

Flop:
S-23
K-97
Nottingham (bei 22° für ein Summer Ale)

Noch unentschieden:
OGA9 (ein tolles Bier und ein sehr mäßiges Ergebnis)
BRY-97 (Biere wurden alle super, aber die braucht ja ewig. Sowohl bei HG/NG und auch bis die Biere ausgereift sind)
S-04 (meine zwei Versuche waren nicht so toll, aber bei einem anderen Hobbybrauer ein tolles Bier damit probiert. Die bekommt noch eine Chance)
Bei mir ist es auch schon mal kein Bier geworden.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#93

Beitrag von DerDallmann » Montag 24. September 2018, 10:13

Was hast du denn gegen die K-97?
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

"All hail to the ale!"
Überzeugter BIAB-Brauer. Keep it simple.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#94

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 24. September 2018, 10:19

... und gegen die S-23. :-)
Die vergärt sowas von "klar", dass das Bier schon fast ein bisschen langweilig wird. Perfekt, um mit Malz- und Hopfenaromen zu spielen und dort Nuancen herauszukitzeln.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Hefen - Tops und Flops

#95

Beitrag von Bergbock » Montag 24. September 2018, 10:26

Ich erweitere meine "Tops" um die WLP 860 Munich Lager.
Für mich momentan die untergärige Offenbarung, so ausgewogen, rund und weich hat sich mir keine andere ug Hefe präsentiert.
Schade nur, dass sie nicht im Standardsortiment ist. :redhead

Frank

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Re: Hefen - Tops und Flops

#96

Beitrag von Northern Brewer » Montag 24. September 2018, 11:10

DerDallmann hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 10:13
Was hast du denn gegen die K-97?
Ich hatte die zwei Mal in Verwendung. Einmal recht kalt (16°C) vergoren. Da dauerte es einfach Ewigkeiten im Vergleich zur Notti, geschmacklich fand ich es aber sehr ähnlich und habe daher keinen Vorteil in der K-97 gesehen. Bei höherer Gärtemperatur (22°C) wiederum hatte ich ein bananiges Aroma in meinem Summer Ale - unpassend. Und in beiden Fällen gilt, die Hefe braucht ja unfassbar viel Kopfraum. Nicht grundsätzlich schlimm, aber das bedeutet in meinem Fall entweder weniger Bier brauen als mit einem Brautag möglich, oder auf zwei Gärfässer aufteilen und am Ende doppelt putzen. Beides finde ich blöd. Daher ist die bei mir bis auf Weiteres raus.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 10:19
... und gegen die S-23. :-)
Die vergärt sowas von "klar", dass das Bier schon fast ein bisschen langweilig wird. Perfekt, um mit Malz- und Hopfenaromen zu spielen und dort Nuancen herauszukitzeln.
Hmm, da muss ich wohl feststellen dass wir sehr unterschiedliche Eindrücke gewonnen haben. Ich hatte die S-23 in einem Hellen verwendet und fand die ziemlich unrund und estrig. Zudem mit leichter Schwefelnote die, anders als bei der W34/70, auch nach vielen Wochen noch bemerkbar war.
Bei mir ist es auch schon mal kein Bier geworden.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#97

Beitrag von danieldee » Montag 24. September 2018, 13:20

TOP:
- 34/70 meine Standardhefe aber nur weil ich sie immer aus der Brauerei frisch hole
- S04 muss zum Stil passen aber die Fruchtigkeit ist überragend
- Für Weizen ganz klar GUTMANN!

FLOP:
- WB06 sowas abartiges hab ich noch nie getrunken. Das ist KEINE Weizenhefe!! :thumbdown
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Hefen - Tops und Flops

#98

Beitrag von BigMoz » Mittwoch 26. September 2018, 16:08

Mein Senf dazu:

Top:
- WYEAST 1084 (hebt dunkle Biere eine Stufe höher)
- Lalvin 71B (in einem "Weizen" mit Nelson Sauvin sprichwörtlich ausgezeichnet, in einem Barley Wine interessant)

Eher angetan:
- WYEAST 1318 oder Danstar Windsor (beide gut für englische Ales)
- WYEAST 1272 oder US-05 (beide gut für amerikanische Ales)
- Danstar Belle Saison (leicht handzuhaben und vernünftiges Saison Ergebnis)

Eher enttäuscht:
- Danstar Nottingham (hat einen säuerlichen, unedlen Geschmack, finde ich)
- WYEAST 2206 (kann von der versprochenen Malzigkeit nichts finden)

Flop:
- WLP099 (enttäuschender EVG und keine Geschmacksoffenbarung)

P.S. finde die WB-06 auch keine gute Weißbierhefe, aber durch ihre Neutralität konnte ich schon sehr gelungene hopfenbetonte Weizen brauen.

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Re: Hefen - Tops und Flops

#99

Beitrag von Kurt » Mittwoch 26. September 2018, 21:39

+
WY1318 für Bitter, Stouts und NEIPA
Fermentis W34/70 - wird einfach immer was!
US 05 - siehe oben!
Gutmann - schließe mich an. Gut verfügbar, billig, lecker!
WYeast 1007 und 1010 - total unterschätzt! Nicht zickig, schnell, sauber vergärend, Klassiker
Dupont - aus der Flasche gezogen. Etwas zickig aber besser geht´s für ein Saison nicht.

-
Nottingham für alles außer Dry-Stouts (da passt die leichte Säure) furchtbar
S04 - wahrscheinlich ist es ein typischer Ester dieser Hefe der mich an Plastik erinnert
WY1968 - Jaja, Fullers und so... ich schmecke da nur Diacetyl.

Wenn ich so nachdenke merke ich, dass ich eine ziemliche Entwicklung beim Hefeeinsatz mitgemacht habe:
Erst war Hefe nur "Mittel zum Zweck" aber Trockenhefe hat mich geschmacklich nicht befriedigt.
Dann kamen einige gute und wenige schlechte WYeast Hefen und die eigene Hefebank.
Jetzt habe ich für Sorten bei denen es drauf ankommt ein paar Lieblingshefen on "heavy rotation" und für den
Rest kommen US05 und W34/70 wieder aus der Tüte :)

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Re: Hefen - Tops und Flops

#100

Beitrag von Gimplbrauer » Mittwoch 26. September 2018, 22:04

TOP: W120 "traditionell Bayerisch Dunkel", malzig, kernig, komplexer Körper.
Sie zickt etwas, deshalb ist ein ausreichend dimensionierter Starter unumgänglich.
Nach meiner Meinung ist sie einfach super für ug. Dunkles. Ich verwende sie auch für Märzen.
Eine absolute Empfehlung von mir.

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