Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

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Biasiada
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Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#1

Beitrag von Biasiada » Mittwoch 25. Januar 2017, 21:15

Entnahme.jpg
Entnahme der Hefe aus einem Smack-Pack
Da ich schon öfters gebeten wurde, meine Erfahrungen mit der Einlagerung von Hefen auf Kochsalzlösung zu teilen, möchte ich euch das natürlich nicht vorenthalten.
Vorab noch etwas zu mir: Ich bin kein Biologe, Chemiker oder ähnliches, sondern begeisterter Hobbybrauer und seit einiger Zeit auch „Yeast-Ranger“.
Ich praktiziere diese Vorgehensweise schon einige Jahre sehr erfolgreich. Dies soll nur eine Anleitung sein und mir ist durchaus bewusst, dass man das Eine
oder Andere Besser machen kann. Aber es funktioniert so ;-)
Sauberes und halbwegs „steriles Arbeiten“ versteht sich hier aber von selbst!


1. Was wird benötigt?
• Kochsalzlösung 0,9 % / 100 ml Glasflasche mit Gummistopfen
• Spritzen 10 ml + optional 20 ml
• Kanülen 0,9x40
• Alkohol, Watte („Sterilfilter“)
• Hefe (Smack-Pack, Starter usw.)
Alles, bis auf die Hefe in der Apotheke erhältlich.

2. Entnahme der Hefe aus einem Smack-Pack
Die Glasflasche mit der Kochsalzlösung und den Smack-Pack an den späteren Einstichstellen desinfizieren.
Den Smack-Pack aktiviere ich nicht! Sondern entnehme nur 20 ml Hefe aus dem Smack-Pack, dabei muß man aber darauf achten, dass man den Beutel mit der
Würze im Smack-Pack nicht ansticht. Das geht durch ertasten ganz einfach bzw. durch hin- und her schwenken des Beutels. Der Smack-Pack sollte nach Möglichkeit
noch nicht zu alt sein, zu erkennen am „Abfülldatum“.
Als erstes eine Spritze (ohne Kolben) als Druckausgleich mit „Sterilfilter“ in die Flasche stechen, die zweite Spritze einstechen und
20 ml Kochsalzlösung entnehmen und verwerfen. Als „Sterilfilter“ nehme ich in Alkohol getauchte Watte. Anschließend 20 ml Hefe aus dem Smack-Pack entnehmen und in die Glasflasche spritzen.
Beide Spritzen entfernen und fertig ist unsere kleine Hefebank :-)
Die noch verbleibende Hefe im Smack-Pack kann man dann gleich für einen Starter gebrauchen oder je nach Menge gleich zur Würze zugeben.


2a. Oder Entnahme der Hefe aus einem Starter
Bei der Entnahme aus einem gekauften Starter (Röhrchen) gehe ich genauso wie beim Smack-Pack vor und entnehme diese mit der Spritze.
Anhand der Färbung, entnehme ich nur den mittleren Teil der Hefe, da sich hier die vitalsten Hefen befinden.
Anschließend spritze ich, wie oben beschrieben, die Hefe wieder in die Glasflasche mit der Kochsalzlösung. Man kann hier z.B. auch Hefen strippen
und sich so die Hefe seines Lieblingsbieres einlagern. Hier aber dann wiederum nur mit einem Umweg über einen Starter.


3. Aufbewahrung der Hefe
Die Flaschen kommen so wie sie sind in den Kühlschrank, am besten bei 0 – 2 °C. Im Kühlschrank setzt sich die Hefe am Boden ab, die Flüssigkeit darüber wird wieder klar. Meine Flaschen lagern bei ca. 5 °C und das zum Teil seit fast 3 Jahren. War bis jetzt noch kein Problem, allerdings ist der Expertenrat hier, eine maximale Lagerdauer von 12 Monaten. Anschließend sollte man die Kultur wieder „neu“ anlegen. Ich experimentiere gerade mit einer „Auffrischung“ der Kultur, kann dazu aber noch nicht viel sagen.
Sprich ich spritze immer mal wieder frische, aktive Ernte-Hefe nach. Ach ja, und die Glasflaschen natürlich mit Hefestamm und Datum beschriften.


4. „Aufwecken“ der eingelagerten Hefe
Ca. 5 – 6 Tage vor dem geplanten Brautag beginne ich, die Hefe zu reaktivieren. Dazu schüttle ich das Kochsalz-Hefe-Fläschchen kräftig durch, damit sich die Hefe
vom Boden löst, desinfiziere wie gehabt die Glasflasche und setze wieder die 2 Spritzen.
Dann entnehme ich 10 ml Hefe-Kochsalzlösung und gebe sie in einen Ehrlenmeyerkolben, in dem ich ca. 100 ml Würze mit etwa 8 °P habe. Anschließend alles auf den
Magnetrührer stellen und von dieser Menge dann hoch propagieren auf Anstellmenge. Ab hier läuft es ab, wie bei einem ganz normalen Starter.

Das wars :-) vielleicht konnte ich den Einen oder Anderen auf den Geschmack bringen.


Einen Dank an Ulrich Preise und Dr. Fritz Briem (Hefebank Weihenstephan) für die vielen Infos, Tipps und Anregungen möchte ich hier auch noch loswerden!
Dateianhänge
Spritzen+Kanuelen.jpg
Spritzen und Kanülen
Hefebank-Flasche.jpg
Hefebank-Flasche aus dem Kühlschrank
Schraegagar_Starter.jpg
Schrägagar mit Ministarter
Hefestarter_Roehrchen.jpg
Heferöhrchen zur Entnahme für die Hefebank
Ansatzstarter+Flasche.jpg
Ansatzstarter und frisch befüllte Hefebank-Flasche
Starter.jpg
Starter nach 4 Tagen / Hefemenge am Boden zu erkennen
Hefestrippen.jpg
Hefestrippen einer Brauereihefe um diese dann in der Hefebank-Flasche einzulagern
Gut Sud und viele Grüße Stefan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#2

Beitrag von universam » Mittwoch 25. Januar 2017, 21:37

Tolle Anleitung, vielen Dank für die Infos! :thumbup

Vielleicht kannst du etwas dazu sagen, warum in NaCl die Hefe deutlich länger aufbewahrt werden kann?
Hast du ein Tipp die NaCl Flaschen zu erwerben, was ich so finde macht es nicht gerade günstiger als die Hefe neu zu erwerben.

Merci!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#3

Beitrag von Bierokrat » Mittwoch 25. Januar 2017, 21:40

Hey cool!
Die Idee mit der Spritze und mit Alkwatte find ich klasse!

Wie wichtig ist die sterile Handhabung denn bei gestrippter Hefe? Bzw. geernteter.
Hier ist ja das Ausgangsmedium auch alles andere als steril.
Prost!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#4

Beitrag von Biasiada » Mittwoch 25. Januar 2017, 21:53

@ universam
Bei der Aufbewahrung von Hefe geht es um den Osmotischen Druck. Durch die Kochsalzlösung wird ein Gleichgewicht zwischen der Zell-Innenwand und der Umgebung hergestellt.
Aber richtig genau erklären kann ich das leider nicht. Das könnte Ulrich vermutlich besser ;-)

Ich kaufe die Flaschen im 10er Pack in der Apotheke um die Ecke für knapp 25 €, ist ein fairer Preis. Hab sie aber auch schon für 4 – 5 € das Stück gesehen.

@ Bierokrat
Ich arbeite halt überall so sauber wie möglich. Bierflasche außen desinfizieren, Würze natürlich kochen und so weiter. Hefen haben sich über hunderte Jahre entwickelt, da sollte das so passen. Wobei das Ausgangsmedium meiner Meinung nach schon als "steril" zu bezeichnen ist.
Gut Sud und viele Grüße Stefan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#5

Beitrag von Bierokrat » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:02

9 Gramm Salz auf nen Liter und das dann in Fläschchen abfüllen und "einwecken".
Spricht da was dagegen, was ich übersehen habe? Dürfte dann leicht im Cent-Bereich liegen.

Werd wohl am WE mein erstes UG auf Flaschen ziehen. Da bleibt wohl etwas Hefe übrig. Und in den Fingern juckts mich schon, da auch etwas weiter auszuprobieren.
Wäre es da aber evtl. nicht besser, die Hefe zuvor mehrmals zu waschen? Das dann mit 0,9%NaCl-Lösung oder nur Wasser?
Prost!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#6

Beitrag von Aeppler » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:03

Vielen Dank für die super Anleitung. Ich werde das in den nächsten Tagen ebenfalls ausprobieren und habe mir 100ml Ecoflac Plastikflaschen mit 0,9 NaCl besorgt. Gibts in diversen Online Apotheken zum sehr erträglichen Preis. Hat für mich den Vorteil, dass ich keinen Druckausgleich bzw. Entnahme von NaCl aus der Flasche machen muss. Ausprobieren, ob es klappt wie gedacht.
Beste Grüße aus Mengelse.
Ulrich

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#7

Beitrag von Aeppler » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:04

@Bierokrat. 20 * 100ml habe ich knapp 16€ bezahlt. Lohnt sich das mit der Herstellung? Ich gehe lieber auf Nummer sicher und habe sterile Flaschen.
Beste Grüße aus Mengelse.
Ulrich

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#8

Beitrag von universam » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:11

Ecoflac ist das Stichwort - Danke!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#9

Beitrag von Biasiada » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:17

Ich gehe auch lieber auf Nummer sicher und habe sterile Flaschen. Für mich lohnt sich das nicht, schon alleine wegen der Flaschen. Aber grundsätzlich geht das natürlich auch, du könntest dir auch direkt Spritzen herrichten und diese Einlagern.
Gut Sud und viele Grüße Stefan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#10

Beitrag von SchlatzPopatz » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:24

Es gibt übrigens auch im Wiki eine entsprechende Anleitung. Hier mal der direkte Link zur Anleitung, die auch im Wiki zum Thema Hefe verlinkt ist.
http://www.julisoft.de/brauen/Kochsalzhefe.pdf
Gruß aus Dresden
:Drink
Markus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#11

Beitrag von Frudel » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:26

Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#12

Beitrag von Flothe » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:34

Hallo Biasiada,

sehr schöner Bericht. Habe zwei Anmerkungen, die dir eventuell helfen könnten:

1. Das mit dem Druckausgleich und der Watte in der Spritze kannst du dir eventuell sparen. Versuch einfach mal mit einer Spritze zuerst das Volumen, dass du später an Hefe einspritzen möchtest, herauszuziehen. Dadurch baut sich ein Unterdruck in der Flasche auf. Der wird dann durch das Auffüllen mit der Hefe wieder ausgegelichen.

2. Das Nachlegen von Starterhefe oder sowas in eine bestehende Dauerkultur halte ich für fragwürdig. Dadurch schleppst du dir unter Umständen unbeabsichtigt eine Infektion oder einen mutierten Stamm in eine an sich reine und intakte Hefekultur.

LG Florian

Jeder Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko.
- Zitat: Hildegard von Bingen in ihrem Buch über Heilverfahren "Causae et Curae"

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#13

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:43

Im Braumagazin gab es auch mal 2 ausführliche Berichte dazu.
Danke dass Du hier nochmal genauer auf das Handwerk eingehst.

Welche Vor- und Nachteile siehst Du im Vergleich zur "Glyzerol Einfriermethode"? Ich kann da noch keine großen Erfahrungen raushängen lassen, aber mir schien es irgendwie leichter umsetzbar. Die Hefe ließ sich beim ersten Test auch sehr leicht aus dem Winterschlaf erwecken.
IMG_9195.JPG
IMG_9195.JPG (70.17 KiB) 12095 mal betrachtet
IMG_9196.JPG
IMG_9196.JPG (67.5 KiB) 12095 mal betrachtet
Jens (der noch vor wenigen Monaten fest davon überzeugt war, dass den lästigen Hefeschmodder NIEMALS erntet, züchtet oder archiviert)
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#14

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:46

Gutes Timing, ich bin gerade selber dabei, das auszuprobieren.
Ich habe einen schönen Starter aus gestrippten Dupont Saison Flaschen gezogen, kann aber momentan nicht brauen.
Auf die Idee mit dem "Sterilfilter" zum Druckausgleich bin ich natürlich nicht gekommen und daher ging mein gestriger Versuch mit Glasflaschen auch daneben. :Mad2
Also auf ein Neues... :Drink

@Jens:
Die Kochsalzmethode ist halt bocksimpel und funktioniert. So konservierte Hefe muss auch nicht permanent gekühlt sein, man kann sie z.B. auch versenden.
Kryoperlen habe ich auch beimpft, aber die dürfen ja dann nicht mehr auftauen.

Nachtrag: @Florian
Das mit dem Druckausgleich und der Watte in der Spritze kannst du dir eventuell sparen.
Bei Glasflaschen leider nicht. Die leidige Erfahrung musste ich gestern machen.
Viele Grüße aus München
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#15

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 25. Januar 2017, 22:58

Mit Kryoperlen kenne ich mich auch noch nicht aus Tozzi. Das Handling von den Dingern klang für mich immer hoch wissenschaftlich und kompliziert.
In diesem eingefrorenen Petling (Bild oben) ist gestrippte Augustus 8 Hefe, die ich auf dem Magnetrührer etwas vermehrt hatte. Der Hefesatz kam dann in den desinfizierten Petling und 2 Tage stehend in den Kühlschrank. Dann musste ich nur noch den flüssigen Teil abschütten und das Volumen durch abgekochtes Malzbier und Glyzerin auffüllen, durchschütteln und einfrieren. Das habe sogar ich hinbekommen ;-).
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#16

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 25. Januar 2017, 23:06

Ach, die Kryoperlen sind eigentlich super einfach zu benutzen.
Mit steriler Spritze und Kanüle etwas Hefe abziehen, rein ins Röhrchen, zumachen, schütteln, und mit derselben Spritze alles an Flüssigkeit abziehen.
Zumachen, einfrieren, fertig.

Aber die NaCl Methode ist halt irgendwie noch einfacher. Braucht aber auch mehr Platz. Was für mich die beste Methode ist, muss ich auch noch rausfinden.
Bei für mich wertvollen Hefen (wie der gestrippten Dupont) fahre ich erst mal zweigleisig.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#17

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 06:44

Habt ihr auch noch einen guten link zu der Glyzerin Methode?
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#18

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 26. Januar 2017, 06:57

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#19

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 07:00

Danke! :)
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#20

Beitrag von Ernie » Donnerstag 26. Januar 2017, 07:10

Moin,

Glycerin klingt jetzt nicht gerade gesund.

Wie schädlich ist das denn eigentlich ? :Grübel

Kann man Glycerin aus dem Drogeriemarkt nehmen ? :Grübel

LG
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#21

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 26. Januar 2017, 07:17

Glycerin ist ein normales geschmacksneutrales Gärnebenprodukt. Hast Du ohnehin im Bier (und in Wein) :o)
https://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholische_G%C3%A4rung

Gesundheitlich ist es unbedenklich. Es kommt in sehr vielen Medikamenten vor. Auch Sachen die man schluckt, z.B. gegen einen kratzigen Hals ... In großen Mengen wirkt es abführend und dehydrierend.
In meinem Petling (Bild oben) sind 6ml davon drin. Auf 40 Liter Bier hochgerechnet dürfte der erhöhte Anteil nicht nachweisbar sein.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#22

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 08:55

Ich werde die NaCL-Lösung angehen.
Die erste einzulagernde Hefe möchte ich aus einem Starter/Erntehefe ziehen. Die Hefe ist Erntehefe die mir in einem White Labs Behälter zugesandt wurde, ich weiß also nicht, wieviel aktibve Hefe hier drin ist.

Würdet ihr den Inhalt erstmal auf NaCl einlagern und später daraus einen Starter machen, oder aus dem Inhalt erst einen Starter machen und daraus einen Teil auf NaCl einlagern?

Grundsätzliche Frage:
Wenn es um Hefe aus einem Starter geht, zb. gestrippte, reichen 20 ml Starterflüssigkeit aus zum Einlagern?

Edith: Steht ja weiter oben alles sorry! :Ahh

Gruß, Johst
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#23

Beitrag von Biasiada » Donnerstag 26. Januar 2017, 09:09

@ DerDerDasBierBraut
Zur "Glyzerin Einfriermethode" kann ich nichts dazu sagen. Ich persönlich finde die "Kochsalzlösung" am einfachsten umzusetzen. Da finde ich die Kryoperlen viel interessanter!
Da sie viel länger haltbar sind, allerdings im Vergleich auch teurer. Aber ich denke die werde ich in naher Zukunft trotzdem mal ausprobieren.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#24

Beitrag von Wacke » Donnerstag 26. Januar 2017, 10:27

Ich habe mal eine Frage an euch Starter machende Leute.
Ist euch ein Starter schon mal sauer oder ähnliches geworden?
Immerhin sind das ja ideale Bedingungen für Milchsäurebakterien und andere in einem starter. Leckere Malzsuppe wird über Tage mit Luft und Sauerstoff vollgepumpt...

Würde mich mal interessieren ob es da öfter mal Probleme gibt bei euch. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, interessiere mich aber zur zeit sehr fürs hefe aufbewaren und weiterführen.

Grüße
:Drink

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#25

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:04

Ich gebe immer die Starterflüssigkeit kochend in den Erlenmeyerkolben und verschließe dann gleich mit Jehova.
Ist noch nie was passiert.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#26

Beitrag von jemo » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:30

DerDallmann hat geschrieben:Ich gebe immer die Starterflüssigkeit kochend in den Erlenmeyerkolben...
Ich koche die direkt im Erlenmeyerkolben auf, dann spart man sich einen Topf. ^^
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#27

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:32

Meiner kann keine Induktion, sonst würde ich es auch so machen. :)
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#28

Beitrag von Aeppler » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:36

DerDallmann hat geschrieben:Ich gebe immer die Starterflüssigkeit kochend in den Erlenmeyerkolben und verschließe dann gleich mit Jehova.
Ist noch nie was passiert.
Mit Jehova, das funktioniert?
Beste Grüße aus Mengelse.
Ulrich

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#29

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 11:53

Ja, warum nicht?
Vorher desinfiziert, gut andrücken und ab auf den Magnetrührer.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#30

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 26. Januar 2017, 12:51

Leben der Brian? "Der hat Jehova gesagt ... " ;-)
Was machst Du genau auf den Kolben?

Meinen Erlenmeyer mache ich 10-20 Minuten mit chrlorhaltigem Bierleitungsreiniger und heißem Wasser "tot". Dann kommt ein Teelöffel Oxi rein. Sieht lustig aus, aber der Kolben sollte an einer gut belüfteten Stelle stehen, an der er auch überschäumen darf. Danach wird er mit Leitungswasser gespült, mit kochender Nährlösung gefüllt (meist verdünntes Malzbier). Dann kommt das Ganze 30 Minuten bei 160° mit Alufolie abgedeckt in die Backröhre. Wenn der Kolben soweit abgekühlt ist, dass man ihn abfassen kann, nehme ich ihn raus und decke ihn mit Haushaltsfolie ab. Ggf. helfe noch etwas ich im Kühlschrank nach, damit er schneller auf Raumtemperatur kommt. Dann kommt die Hefe rein. Die Haushaltsfolie auf dem Erlenmeyer wird mit einem Gummi straff gesichert. So kann das CO2 ab einem gewissen Überdruck trotzdem noch entweichen, aber keine Fruchtfliegen etc. rein.
Nachgefüttert wird alle 12-24 Stunden mit Malzbier aus einer neu geöffneten Flasche. Der Magnetrührer bleibt 24/7 an.

Schlechte Starter hatte ich zum Glück noch nicht. Die Gäraktivität ich leicht an der Folie zu erkennen.
IMG_9194.JPG
IMG_9194.JPG (24.91 KiB) 11638 mal betrachtet
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#31

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 13:23

Alufolie :Bigsmile

(Das ist son Ding aus dem Grillsportverein-Forum...)
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#32

Beitrag von Aeppler » Donnerstag 26. Januar 2017, 13:29

DerDallmann hat geschrieben:Ja, warum nicht?
Vorher desinfiziert, gut andrücken und ab auf den Magnetrührer.
ich versuchs nochmal zu klären.
... Jehova ... ich wüsste zu gerne was du damit meinst. Wie verhält sich ein desinfierter und gut angedrückter Jehova auf dem Magnetrüher?
Beste Grüße aus Mengelse.
Ulrich

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#33

Beitrag von Neubierig » Donnerstag 26. Januar 2017, 13:38

Hi Jens,

wieso machst Du das:
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:Meinen Erlenmeyer mache ich 10-20 Minuten mit chrlorhaltigem Bierleitungsreiniger und heißem Wasser "tot". Dann kommt ein Teelöffel Oxi rein.
wenn Du sowieso das machst: ?
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:Dann kommt das Ganze 30 Minuten bei 160° mit Alufolie abgedeckt in die Backröhre.
Cheers,

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#34

Beitrag von Paule » Donnerstag 26. Januar 2017, 13:53

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:Leben der Brian? "Der hat Jehova gesagt ... " ;-)
Was machst Du genau auf den Kolben?

Meinen Erlenmeyer mache ich 10-20 Minuten mit chrlorhaltigem Bierleitungsreiniger und heißem Wasser "tot". Dann kommt ein Teelöffel Oxi rein. Sieht lustig aus, aber der Kolben sollte an einer gut belüfteten Stelle stehen, an der er auch überschäumen darf. Danach wird er mit Leitungswasser gespült, mit kochender Nährlösung gefüllt (meist verdünntes Malzbier). Dann kommt das Ganze 30 Minuten bei 160° mit Alufolie abgedeckt in die Backröhre. Wenn der Kolben soweit abgekühlt ist, dass man ihn abfassen kann, nehme ich ihn raus und decke ihn mit Haushaltsfolie ab. Ggf. helfe noch etwas ich im Kühlschrank nach, damit er schneller auf Raumtemperatur kommt. Dann kommt die Hefe rein. Die Haushaltsfolie auf dem Erlenmeyer wird mit einem Gummi straff gesichert. So kann das CO2 ab einem gewissen Überdruck trotzdem noch entweichen, aber keine Fruchtfliegen etc. rein.
Nachgefüttert wird alle 12-24 Stunden mit Malzbier aus einer neu geöffneten Flasche. Der Magnetrührer bleibt 24/7 an.

Schlechte Starter hatte ich zum Glück noch nicht. Die Gäraktivität ich leicht an der Folie zu erkennen.
IMG_9194.JPG
Das machst du alles vor jedem Starter mit deinem Erlenmeyerkolben? Da komm ich mir ja mit meiner Variante schludrig vor :Shocked
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#35

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 26. Januar 2017, 14:12

Aeppler hat geschrieben:
DerDallmann hat geschrieben:Ja, warum nicht?
Vorher desinfiziert, gut andrücken und ab auf den Magnetrührer.
ich versuchs nochmal zu klären.
... Jehova ... ich wüsste zu gerne was du damit meinst. Wie verhält sich ein desinfierter und gut angedrückter Jehova auf dem Magnetrüher?
Sorry, das steht für Alufolie.
Gewohnheit...
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#36

Beitrag von §11 » Donnerstag 26. Januar 2017, 14:25

Hallo Stefan,

vielen Dank fuer die gute "Kurzanleitung" :thumbup
Durch die Kochsalzlösung wird ein Gleichgewicht zwischen der Zell-Innenwand und der Umgebung hergestellt. Aber richtig genau erklären kann ich das leider nicht.
Da kann ich evtl. helfen.

In freier Wildbahn sind unterschiedliche Konzentrationen stehts bemueht sich auszugleichen. Das ist die treibende Kraft einer jeden Difusion, du hast zwei unterschiedliche Konzentrationen und eine Membran dazwischen.

Wenn wir jetzt., mal angenommen, die Hefezelle in destiliertem Wasser lagern, dann ist in der Zelle eine hoehere Konzentration an geloesten Salzen. Um nun einen Ausgleich zu schaffen muessten Salze raus oder Wasser rein. Der erste Weg ist, auf Grund der Membrane, so einfach nicht moeglich. Was bleibt, die Zelle nimmt Wasser auf wie ein Schwamm und platzt bzw. wird geschaedigt. Die Kraft die das antreibt und durch die Konzentrationsdifferenz entsteht, nennt sich osmotischer Druck.

Andersrum ueberigens der Grund warum man mit Salz und Salzlake Lebensmittel konservieren kann. Hier ist es andersrum und die Zelle wird dehydriert, weil das Wasser zum Ausgleich aus der Zelle kommt.

Gruss

Jan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#37

Beitrag von christianf » Donnerstag 26. Januar 2017, 14:28

DerDallmann hat geschrieben: Sorry, das steht für Alufolie..
Was um Himmel Willen hat Jehova mit Alufolie zu tun???

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#38

Beitrag von Paule » Donnerstag 26. Januar 2017, 14:33

christianf hat geschrieben:
DerDallmann hat geschrieben: Sorry, das steht für Alufolie..
Was um Himmel Willen hat Jehova mit Alufolie zu tun???
deshalb :puzz
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#39

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 26. Januar 2017, 14:50

Neubierig hat geschrieben:Hi Jens,

wieso machst Du das:
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:Meinen Erlenmeyer mache ich 10-20 Minuten mit chrlorhaltigem Bierleitungsreiniger und heißem Wasser "tot". Dann kommt ein Teelöffel Oxi rein.
wenn Du sowieso das machst: ?
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:Dann kommt das Ganze 30 Minuten bei 160° mit Alufolie abgedeckt in die Backröhre.
Der Bierleitungsreiniger ist recht aggressiv. Der holt eventuell bei der letzten Endreinigung übersehene Ablagerungen vom Glas. Das Oxi unterstützt dabei und sieht auch noch schick aus, wenn aus der Chlorlösung in 1-2 Sekunden eine blubbernder Erlenmeyer voller Schaum wird :Bigsmile

Im Backofen bekommen wird das "Getier" entfernt, dass durch das Ausspülen des Kolbens unter fließendem Wasser hinzugekommen sein könnte.
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#40

Beitrag von Biasiada » Freitag 27. Januar 2017, 22:39

Hallo Jan,

vielen Dank für die tolle Erklärung! Besser hätte ich's nicht sagen können ;-)
Gut Sud und viele Grüße Stefan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#41

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 1. Februar 2017, 09:48

Veruch 1 hat (relativ) gut geklappt. Es war die Tomcat Hefe, die Nacron freundlicherweise zugeschickt hat.

Ich hätte allerdings erst einen Starter machen sollen und die Hefe daraus ernten zum einlagern. Ich habe direkt die zugesandte Hefe pur entnommen. Das gestaltete sich problematisch, weil die sehr dickflüssig war und ich die kaum wieder aus der Spritze bekommen habe beim injezieren in die NaCl Flasche.

Daraus habe ich dann auch gestern eine 15 ml-Portion entnommen und in einen DME-Starter gegeben. Heute morgen war deutliche Aktivität zu sehen. Gute Sache.
Interessant wird es natürlich erst, wenn man nach längerer Zeit eine Portion entnimmt.

DANKE für die Anleitung! :)

Johst
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#42

Beitrag von Frank_Z » Mittwoch 1. Februar 2017, 10:41

Bierokrat hat geschrieben:9 Gramm Salz auf nen Liter und das dann in Fläschchen abfüllen und "einwecken".
Spricht da was dagegen, was ich übersehen habe? Dürfte dann leicht im Cent-Bereich liegen.
Kochsalz aus dem Supermarkt enthält häufig Natriumferrocyanid als Rieselhilfe. Bin zwar kein Biologe, habe aber Bedenken, dass das von der Hefe aufgenommen wird und langfristig der Vitalität abträglich ist.
https://www.lebensmittellexikon.de/n0001320.php
Eventuell ein Salz ohne Zusatzstoffe aus dem Bioladen besorgen.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#43

Beitrag von cyme » Mittwoch 1. Februar 2017, 11:04

Ich würde einfach direkt die fertige NaCl-Lösung in der Apotheke kaufen. Pharmazeutische Qualität, fertig steril mit praktisch durchstechbarem Gummistopfen.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#44

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 1. Februar 2017, 11:40

Und so teuer ist das auch nicht.
Ich hab für 6 Flaschen + 12 Spritzen und Kanülen 19€ gezahlt.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#45

Beitrag von oliver0904 » Mittwoch 1. Februar 2017, 12:43

Ich habe für eine Flasche in der Apotheke 4,20 bezahlt, dafür kannst du sie nicht herstellen, wenn man überlegt dass man ein Glas, einen Gummistopfen, reines NaCl und Bidestilliertes Wasser braucht.

Gruß
Oliver
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#46

Beitrag von Martin S » Montag 20. Februar 2017, 20:49

Ich hab mir eine Weile in den Kopf gesetzt direkt aus einem Päckchen Trockenhefe einen Starter herzustellen.
Aber Ladeberger hat mir die Augen geöffnet und die schlechte Vermehrungsrate bei meiner benötigten Startermenge angesprochen.
Daher fällt das jetzt flach.

Meine Frage an euch ist nun, wie oft kann man Hefe aus der 100ml NaCl Lösung nehmen?

LG, Martin

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#47

Beitrag von SchlatzPopatz » Montag 20. Februar 2017, 21:03

Hallo Martin,
wenn du dir die Anleitung zu Beginn durchliest und dann ein wenig rechnest, wirst Du auf 10 kommen :Grübel
Zumindest rein theoretisch, wenn man es immer schön geschüttelt hat, so dass vor der Entnahme alles möglichst gut wieder vermischt ist.
Das wäre der maximal mögliche Wert.
Gruß
Markus
Gruß aus Dresden
:Drink
Markus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#48

Beitrag von Martin S » Montag 20. Februar 2017, 22:28

Oh klar verstehe, dann ist die Flasche ja auch leer!
Da hätt ich jetzt auch selber drauf kommen können! :redhead

Sry für die dumme Frage!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#49

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 2. März 2017, 09:45

Ich habe beim letzten Einlagern aus einem Starter 20 ml entnommen und wie beschrieben eingelagert.
Da die Hefekonzentration in einem Smackpack sicher deutlich ist, als meinem Starter, ist dementsprechend auch weniger Hefe in der 100 ml Flasche gelandet. Das zeigt sich auch an der Menge Hefe, die sich am Boden abgelagert hat. Gefühlt würde ich mit den 100 ml jetzt maximal 4 Sude anstellen, eher 3.

Meine Frage:
Hätte ich auch z.B. 40 ml entnehmen und mit Hefelösung ergänzen können, oder stimmt dann das Verhältnis Nacl zu Hefelösung nicht mehr, um die Hefe vom Arbeiten abzuhalten?

Gruß, Johst
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#50

Beitrag von Biasiada » Donnerstag 2. März 2017, 21:10

Hallo Johst,
bei der Konzentration bin ich auch immer noch am experimentieren. Aber ich würde sagen, dass es auf jeden Fall geht, dass du mehr Hefe dazu gibst.
Ich habe auch gerade eben eine neue "Kultur" angelegt, bei der ich jetzt mal 1/1 gemischt habe...
Wenn du Bedenken mit der Zellzahl hast, würde ich auch mehr Hefelösung pro Sud entnehmen. Ich entnehme z.B. bei Untergängen Hefen immer die Doppelte Menge, bei Obergärigen komme ich mit den 10 ml gut zurecht. Aber das hängt halt immer auch ein wenig von der Hefe und natürlich auch von der Würze im Starter ab.
Gut Sud und viele Grüße Stefan
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