Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#251

Beitrag von Johnny H » Samstag 20. Oktober 2018, 12:09

Hast du ein Refraktometer? Wenn ja, miss doch mal, ob der Restextrakt im Starter schon entscheidend runtergegangen ist.

Ansonsten sieht man im Starter meist eine deutliche Aufhellung und Eintrübung. Kräusen entstehen dagegen nicht immer.

PS: diese Diskussion sollte m.E. nicht in diesem Thread stattfinden! Hier geht es ums Einlagern von Hefe auf Kochsalz!
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#252

Beitrag von beryll » Samstag 20. Oktober 2018, 12:16

Ich habe beim Trockenmalzextrakt so gut wie nie Kräusen, das schaut nur mit „echter“ Würze gut aus. Trotzdem kann man den Extraktabbau beobachten, sich ist die CO2 Entwicklung sichtbar - darüber würde ich mir keine Sorgen machen.

Damit Du nicht „underpitched“ würde ich hier noch einmal eine Stufe führen und dann erst anstellen.
Ein Magnetrührer wäre hier natürlich hilfreich, definitiv.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#253

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 20. Oktober 2018, 14:20

Okay danke, ich gucke mal wie ich es dann mache und bin dann jetzt raus hier mit dem Offtopic. Leider ist das mit dem größeren Starter etwas spät. Die Würze kocht schon...
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#254

Beitrag von bwanapombe » Samstag 20. Oktober 2018, 17:24

Wenn ich einen Starter im Erlenmeykolben habe und nicht sicher bin, ob die Hefe aktiv ist, halte ich einen brennenden Holzstab (Schaschlykstäbchen oder langes Streichholz) in den Hals. Erlischt die Flamme ist der Kolben gut mit CO2 gefüllt, die Hefe war oder ist also aktiv.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#255

Beitrag von karlm » Dienstag 6. November 2018, 19:30

Hm... Habe im Februar eine WSL-17 aus der Sammelbestellung auf NaCl gelegt. 20 ml. Der Rest wurde zu einem leckeren Bier verbraut. Die sterile NaCl Flasche stand im Kühlschrank, sah gut aus. Hefe am Boden, Flüssigkeit klar. Es war leichter Druck auf dem Fläschchen. Hefe war wohl aus der Hefebank leicht aktiv. Habe aufgeschüttelt und 3 ml aufgezogen. Diese dann in 30 ml Würze gegeben. Würze ca. 6 °P, aus DME, plus Hefenahrung, plus Traubenzucker. Dann bei Raumtemperatur auf den Magnetrührer. Nach 1 Tag die Probe in 200 ml Würze überführt.

Irgendwie kann ich keine Gäraktivität feststellen, jetzt an Tag 3. Das sieht ziemlich ko aus. Riecht auch nicht sonderlich nach Hefe, eher nach Würze. Vielleicht war es doch einfach zu wenig. Was sollte ich damit machen? Morgen mal in 1 Liter Würze kippen?

Da ich gerne noch brauen würde habe ich gedacht, ich nehme einfach dann den ganzen Bodensatz aus der NaCl Flasche. Die Hefe hat sich da drin wieder abgesetzt. Also frische Würze machen, NaCl abkippen, Bodensatz rein und hoffen. Vielleicht nehme ich 100 ml Würze für den Anfang für den Bodensatz?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#256

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 6. November 2018, 19:53

Wenn die Hefe lange liegt (Kryo oder NaCl) braucht sie eine Weile, um wieder loszulegen. Das können schon mal 3-4-5 Tage sein, bis sie wieder essen mag und sich vermehrt
Die Zeit sollte man ihr im ersten Propagationsschritt geben, bevor mehr Starterwürze hinzukommt. Gelegentlich gut belüften, dann wacht sie etwas früher auf. Sobald die erste Stufe hefetrüb wird geht die normale Propagation los.

Bin nur auf Handy unterwegs. Falls noch Fragen sind gegen 22:30 mehr...
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#257

Beitrag von beryll » Dienstag 6. November 2018, 20:01

48h sind tatsächlich keine Seltenheit, das hab ich bei den Kryoperlen regelmäßig. Genauso gehe ich auch mit NaCl um, ich lasse die erste Stufe fast schon grundsätzlich 2 Tage in Ruhe, bevor ich weitermache. Ich plane deshalb auch immer mindestens 5 Tage für den Starter ein.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#258

Beitrag von glassart » Dienstag 6. November 2018, 20:21

Hallo Philipp,

ich dachte mir gestern auch nach 24 h ob die WLP004 aus dem NaCl noch was wird und heute Nachmittag wurde schon der 2. Propagationsschritt eingeleitet und sie ist schön aktiv.Ich habe gestern schon gesehen dass die Würze zunehmend trüber geworden ist, zwischendurch nochmals ordentlich geschüttelt und dann wieder auf den Rüher (langsam). In 5 min kommt Schritt dran 3 :Smile

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#259

Beitrag von karlm » Dienstag 6. November 2018, 20:41

Hallo Jens, Peter und Herbert,

Danke der Anteilnahme. Ja, der erste Schritt war wohl zu kurz. Die Erleuchtung kam mir gestern irgendwie auch schon, nur da war es schon zu spät. Ich hätte ich 30 ml 2-3 Tage stehen lassen sollen.

Ich habe nur noch eine Spritze hier und einige Kanülen. Ich könnte ja noch etwas nachziehen... Kanüle mit Watte drum als Sterilfilter und mit der Spritze noch 10 ml rausziehen und in meine 200 ml tun. Oder lieber nochmal von vorne durchstarten?

Habe "nur" einen Magnetrührer... Parallel arbeiten ist also nicht.

Habe sehr sauber gearbeitet, mache mir aber doch langsam Sorgen um die Hygiene des Starters. Umgebung ist halt eher Küche, nicht Reinstlabor.
Gruß, Philipp
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#260

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 6. November 2018, 21:49

Lieber noch einmal von vorn. Ich würde zur Apotheke rennen und mir neues Verbrauchsmaterial holen. Falls du das anders siehst glühe die Kanüle auf einem Brenner aus und koche die Spritze mindestens 30 Minuten. Dann klein anfangen. Zum Beispiel 20 ml Hefesuspension (aus den Ecoflac) und 50ml Starterwürze mit 4-5°P (wie gehabt halb und halb). Hefe aufwachen lassen (wird trüb) und dann weiter im bekannten Schema.
Also Neustart und gutes Gelingen!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#261

Beitrag von karlm » Dienstag 6. November 2018, 22:12

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 21:49
Lieber noch einmal von vorn.
Seufz. Vermutlich hast du Recht.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 21:49
Ich würde zur Apotheke rennen und mir neues Verbrauchsmaterial holen.
Habe noch eine verpackte Spritze und einige verpackte Kanülen. Muss nur "sterile" Luft ins NaCl Glas glassen. Nix Ecoflac.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 21:49
halb und halb
Halb und halb? Was meinst du damit? Halb DME halb Traubenzucker?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#262

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 6. November 2018, 22:24

karlm hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 22:12
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 21:49
Ich würde zur Apotheke rennen und mir neues Verbrauchsmaterial holen.
Habe noch eine verpackte Spritze und einige verpackte Kanülen. Muss nur "sterile" Luft ins NaCl Glas glassen. Nix Ecoflac.
Zieh ein bisschen Unterdruck ins Fläschen (Hefesuspension in die Spritze) und löse die Spritze von der Kanüle in der Flamme des Brenners. In der Flamme lebt auch nichts mehr, wenn die Luft durch die Kanüle in das Fläschen zurückgesaugt wird.

karlm hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 22:12
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 21:49
halb und halb
Halb und halb? Was meinst du damit? Halb DME halb Traubenzucker?
:thumbup
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#263

Beitrag von Humulus » Mittwoch 7. November 2018, 10:43

Moin zusammen,
ich möchte den Hefe-Rechner von Brewer's Friend nutzen, um mal meinen geplanten Starter gegenzurechnen.
Ich habe 20ml eines Reinzuchthefestarters W34/70 aus Weihenstephan auf 80ml NaCl eingelagert.
Daraus will ich jetzt die üblichen 10ml abzwacken und den Starter propagieren.

Dazu habe ich zwei Fragen:
a) was trage ich ein unter "Starting Yeast Count" in Billion Cells?
b) wenn ich mit Magnetrührer arbeite, welches Growth Model ist wohl am besten geeignet (Braukaiser stir plate oder C-White stir plate)?

Dank und Gruß,
Matthias

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#264

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 7. November 2018, 11:08

zu (a)
Die Zellenanzahl pro ml steht seit einiger Zeit immer auf dem Aufkleber des Heferöhrchens von Uli. Hast du den noch, oder soll ich mal bei mir schauen? Wie viel Zellen demnach in 10ml NaCl Suspension sind kannst du mathematisch herausbekommen.
Verdünnung von x Milliliter Starter in 100ml NaCl >>> n Zellen pro (100 ml + x ml)

zu (b)
Ich nutzte diese Rechner nicht. Ohne Zellzählung unterm Mikroskop (vor und nach jedem Propagationsschritt) kann der Rechner auch nur schätzen. Da kann man den Starter nach Bauchgefühl und Erscheinungsbild genauso gut propagieren (meine bescheidene Meinung).
Ob White oder Braukaiser wird hier zu finden sein >>> https://www.homebrewtalk.com/forum/thre ... te.519314/
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#265

Beitrag von Taim » Mittwoch 7. November 2018, 11:26

Humulus hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 10:43
Dazu habe ich zwei Fragen:
a) was trage ich ein unter "Starting Yeast Count" in Billion Cells?
b) wenn ich mit Magnetrührer arbeite, welches Growth Model ist wohl am besten geeignet (Braukaiser stir plate oder C-White stir plate)?
zu a)
Das kommt darauf an, welche Zellkonzentration Dein Reinzuchthefestarter hatte. Diese Konzentration hättest Du dann mit NaCl 1:5 verdünnt eingelagert. Angenommen, Dein Reinzuchthefestarter hätte eine Konzentration von 1 Mio./ml gehabt, dann hätte Deine "Lagerlösung" 5 mal weniger Zellen pro ml (200.000/ml) und 10 ml von dieser Lösung entsprechen dann 10 x 200.000= 2 Millionen Zellen = 0.002 Billionen. (Das englischsprachige "Billion" ist übrigens keine "deutsche" Billion (1x10^12) sondern "nur" eine Milliarde (1x10^9)

zu b)
Das wird auf der Seite ziemlich ausführlich unter Yeast Growth Equations erklärt

edit: Jens war schneller
---Don't panic---

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#266

Beitrag von Humulus » Mittwoch 7. November 2018, 11:28

Danke Jens!

zu a) die Röhrchen habe ich noch. Gucke ich nachher zu Hause nochmal drauf und rechne. Wenn ich was nicht kapiere, melde ich mich nochmal.

zu b) das habe ich mir auch schon so gedacht. Letztendlich werde ich mein Glück auch nach Bauchgefühl versuchen...Dank für den link!

Gruß,
Matthias

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#267

Beitrag von Humulus » Donnerstag 8. November 2018, 10:05

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 11:08
zu (a)
Die Zellenanzahl pro ml steht seit einiger Zeit immer auf dem Aufkleber des Heferöhrchens von Uli.
Danke auch dir,Taim, für die Antwort!

Die Verdünnungsberechnung ist mir eigentlich klar. Bleibt die Frage, wie hoch die Zellanzahl im Weihenstephan-Starter ist.
Ich habe nochmal auf das Röhrchen geguckt. Dort wird angegeben 1,0 - 1,2 x 10^6/ml/°P.
Ich denke, dabei handelt es sich doch eher um eine Anstellratenempfehlung, oder?
20181107_185611.jpg
20181107_185602.jpg
Gruß,
Matthias

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#268

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 8. November 2018, 10:30

Humulus hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 10:05
Ich denke, dabei handelt es sich doch eher um eine Anstellratenempfehlung, oder?
Sieht so aus ... :redhead

Schon mal bitte im Hefebankthread. Bin leider nur auf Handy unterwegs.
Uli hat da irgendwo was über die Zellenanzahl in den Startern geschrieben.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#269

Beitrag von Humulus » Donnerstag 8. November 2018, 13:39

Jupp, habs gefunden. Für alle die es auch interessiert: hier

Bzw. Zitat Ulrich:
"Wir haben >8 x 10hoch9 Hefezellen bei ug und 10-12 x 10hoch9 Hefezellen pro 40ml Pet-preform bei OG"

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#270

Beitrag von Franz60 » Montag 12. November 2018, 18:08

Hallo Ulli,
bist du morgen in Nürnberg auf der Messe.
ich hätte dir für feine Hilfestellung was versprochen.
Gruss
achim

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#271

Beitrag von Franz60 » Montag 12. November 2018, 18:10

Hallo Ulli,
bist du morgen in Nürnberg auf der Messe.
ich hatte dir für Deine Hilfestellung was versprochen.
Gruss
Achim

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#272

Beitrag von nrtn » Mittwoch 28. November 2018, 09:39

Ich hab mich gestern mal in's Einlagern in NaCl versucht und eine kleine Frage zur Handhabung. Ich habe Hochkräusen einer French Saison abgeschöpft und wollte die einlagern, allerdings wollen die nur schwer durch eine 0.9er Kanüle. Ich hab die dann mit 20ml NaCl aus dem Ecoflac gemischt, auf den Magnetrührer gestellt und dann mit viel Mühe und Not durch die Kanüle gepresst bekommen. Da war aber so viel Trial and Error, dass ich mir Sorgen mache am Ende doch nicht sauber genug gearbeitet zu haben.

Wie macht ihr das? Ich habe explizit Hochkräusen ernten wollen weil das demnächst bei den Kveiks auch ansteht. Und da ich die nicht einfach nachkaufen kann würde ich das da schon gerne etwas routinierter hinbekommen :Smile

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#273

Beitrag von beryll » Mittwoch 28. November 2018, 10:02

Viele Wege führen nach Rom, deshalb kann ich immer nur meine eigene Vorgehensweise schildern - viele Menschen hier werden anders vorgehen.

Ernte von Hochkräusen lege ich erstmal in eine möglichst keimarme Edelstahlschüssel und rühre sie erstmal mit einem ebenfalls keimarmen, desinfizierten Schneebesen aus Edelstahl ordentlich durch - der Fachausdruck müsste sich „entspannen“ nennen, wenn ich mich nicht irre.
Danach mische ich ein wenig NaCl aus dem Ecoflac drunter und vermische die Suspension ordentlich. Diese lässt sich dann eigentlich ganz gut durch eine Kanüle aufnehmen und in einem Ecoflac drücken.

2 Dinge sind hier, außer der Sauberkeit, wichtig:

1.aus dem Ecoflac muss Volumen raus, sonst fliegt im blödesten Fall die Kanüle von der Spitze und die Sauerei fliegt Dir um die Ohren
2. ich benutze eine Kanüle genau 1x! Wenn ich aus dem Ecoflac NaCl entnehme oder dieses entlüfte, verwerfe ich danach die Kanüle sofort und nehme für den nächsten Schritt eine neue.

Gegen Punkt 1 hab ich mittlerweile ein gutes Mittel gefunden: meine Spritzen haben ein Gewinde vorne, dort kann man jede handelsübliche Kanüle eindrehen und fixieren. Wenn das Hefe-Gemisch mal ein wenig dickflüssiger ist, bekommt man es trotzdem in den Ecoflac - vorher ist mir durch den Druck auf dem Spritzenkolben mehrfach die Kanüle abgesprungen und ich konnte erstmal alles um mich herum von Hefe befreien.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#274

Beitrag von nrtn » Mittwoch 28. November 2018, 11:27

Ah, ok, dann lag ich ja mit Rühren und Gewalt recht nah an deiner Vorgehensweise :)

Der Tipp mit dem Gewinde klingt gut; ich hab mir auch mal so Luer-Lok Spritzen geschossen - ich hoffe die sind das.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#275

Beitrag von beryll » Mittwoch 28. November 2018, 11:51

Ja, Luer-Lock nennt sich das in der Tat.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#276

Beitrag von Frudel » Mittwoch 28. November 2018, 12:59

Es gibt auch Nadeln mit größeren Innendurchmessern , ich stand vor dem gleichen
Problem bei dickflüssigem Hefebrei und habe es so gelöst.
Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#277

Beitrag von SchlatzPopatz » Mittwoch 28. November 2018, 18:12

Frudel hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 12:59
Es gibt auch Nadeln mit größeren Innendurchmessern , ich stand vor dem gleichen
Problem bei dickflüssigem Hefebrei und habe es so gelöst.
Sollten aber auch nicht zu groß sein. Bei meinen größeren ist es mir passiert, dass sich ein Stückchen Gummi mit in das NaCl Fläschchen gedrückt hat. Größe war 1,2 x 40 mm.
Gruß aus Dresden
:Drink
Markus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#278

Beitrag von HubertBräu » Mittwoch 2. Januar 2019, 18:33

Sorry, daß ich einfach hinten dran poste .. vielleicht steht es schon irgendwo im Thread und ich kann mich gerade nur nicht dran erinnern, will aber gerade nicht den ganzen Thread nochmal lesen :Greets

Kurz vorab .. Ich hatte im August 2018 eine Wyeast #2308 (MHD Dezember 2018) gesmacked, um einen Starter zu machen. Nach 4 Tagen hatte sich gar nix am Pack getan und ich bin auf Trockenhefe W34/70 umgeschwenkt. Das Pack habe ich stehen lassen. Nach zwei Wochen war es ca. halb so dick wie im Normalfall aufgebläht. Seit dem stand es wieder im Kühlschrank. Jetzt habe ich letzten Sonntag mit etwas Würze einen Starter mit dem Pack gemacht. Die Hefe im Pack roch ganz normal wie immer und nach 12 Stunden war der Starter schon schön hefetrüb und roch nach frischer Hefe.

Nun meine Frage .. Drehzahl vom Magnetrührer habe ich schon reduziert, sodaß nur noch eine leichte Bewegung drin ist. Lasst Ihr Eure Starter zum Einlagern auf NaCl auf dem Magnetrührer ausgären oder nehmt Ihr sie irgendwann runter?

Gruß
Hubert :Drink

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#279

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 2. Januar 2019, 19:34

CO2 ist ein Zellgift, dass der Hefe zu schaffen macht. Ein langsam laufender Rührer fördert das Austreiben von CO2 aus der Starterwürze und senkt somit die Schadstoffkonzentration.
Also idealerweise den Starter auf dem Rührer ausgären lassen.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#280

Beitrag von HubertBräu » Mittwoch 2. Januar 2019, 20:35

Danke Jens :thumbup

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#281

Beitrag von matschie » Sonntag 6. Januar 2019, 11:00

Hallo! Da ich jetzt auch mit dem Hefebanking anfange, habe ich mir folgende Ecoflacs besorgt:
IMG_0256.jpeg
Dazu habe ich jetzt 2 Fragen:

1) Sind die immer nur halb voll? Da da ja ausreichend Platz drin ist, reicht es doch, wenn ich 20ml "Luft" abziehe statt 20ml Kochsalzlösung, und so am Ende 100ml Kochsalzlösung + 20ml Hefe = 120ml drin habe oder? Bzw. wie viel Hefe würdet ihr dann maximal zugeben damit nicht zu viel Biomasse drin ist?

2) Ganz triviale Frage, möchte aber nicht im Zweifel ein ganzes Fläschchen wegwerfen müssen: Steche ich durch die goldene Abdeckung oben durch oder muss ich die abziehen?

Danke!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#282

Beitrag von JollyJumper » Sonntag 6. Januar 2019, 12:18

Hi,
in meinen sind immer 100ml drin und es ist noch Platz für 20-25ml Hefe.
Ich ziehe das Goldene ab und desinfiziere vor dem Einstechen mit Isopropanol.
Grüße aus Sinn,

Matthias

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#283

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 6. Januar 2019, 14:19

Die Ecoflacs sind für die Infusion (in den menschlichen Körper) konzipiert. Da kann man sich 100%ig drauf verlassen, dass die Einstichstellen beim Abziehen der goldenen Folie steril sind. Jeder Versuch die Stelle extra zu sterilisieren macht sie eher schmutziger.
Die 20ml Spritze wird mit Hefesuspension aufgezogen und die Kanüle gewechselt oder abgeflammt. Dann wird die goldene Folie vom Ecoflac entfernt und die Kanüle anschließend möglichst senkrecht eingestochen. Vorher Luft raussaugen ist unnötig. NaCl Lösung wird auch nicht abgesaugt.
Man kann die 20ml Hefe einfach so in den Ecoflac spritzen. Der macht dabei kurz dicke Backen. Wenn die Spritze leer gedrückt ist zieht man sie mit Luft aus dem Kopfraum des Ecoflacs wieder auf und der Überdruck ist weg.
Danach Kanüle raus, Einstichstelle mit Alkohol reinigen, abflammen und (ganz wichtig) luftdicht versiegeln.
Zum Versiegeln bietet sich Kerzenwachs förmlich an. Ich mache das gerne so, dass ich die kleine Kuhle vom Einstichgummi mit Isopropanol fülle (nicht zu viel), das Isoprop im Brenner anzünde und das Kerzenwachs in der Isopropanol Flamme in die "Kuhle" laufen lasse. Das Isoprop erlischt dabei von selbst. Das Wachs bildet durch die warmen Oberflächen eine zuverlässig luftdichte und gut haftende Schutzschicht und Hitze und Alkohol machen darunter alles zuverlässig tot.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#284

Beitrag von irrwisch » Sonntag 6. Januar 2019, 14:34

Kann man die Einstichstelle wirklich abflammen?
Das ist doch nur Kunststoff, schmilzt der nicht weg?
Habs bisher so gemacht die Einstichstelle mit nem Isoprop Wattebausch abzutupfen und dann einfach mit Wachs verschlossen.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#285

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 6. Januar 2019, 14:37

Das ist Gummi und Isopropanol brennt mit relativ kalter Flamme. Mache ich schon ewig so. Weder das Gummi noch der Kunststoff drum herum schmelzen oder brennen. Bei mir geht das immer recht schnell und alles Nötige steht griffbereit. Was passiert, wenn man das minutenlang kokeln lässt (weil man zwischendurch die Kerze aus der Stube holen muss etc.) weiß ich nicht :Wink
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#286

Beitrag von matschie » Sonntag 6. Januar 2019, 18:36

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Sonntag 6. Januar 2019, 14:19
Die Ecoflacs sind für die Infusion (in den menschlichen Körper) konzipiert. Da kann man sich 100%ig drauf verlassen, dass die Einstichstellen beim Abziehen der goldenen Folie steril sind. Jeder Versuch die Stelle extra zu sterilisieren macht sie eher schmutziger.
Die 20ml Spritze wird mit Hefesuspension aufgezogen und die Kanüle gewechselt oder abgeflammt. Dann wird die goldene Folie vom Ecoflac entfernt und die Kanüle anschließend möglichst senkrecht eingestochen. Vorher Luft raussaugen ist unnötig. NaCl Lösung wird auch nicht abgesaugt.
Man kann die 20ml Hefe einfach so in den Ecoflac spritzen. Der macht dabei kurz dicke Backen. Wenn die Spritze leer gedrückt ist zieht man sie mit Luft aus dem Kopfraum des Ecoflacs wieder auf und der Überdruck ist weg.
Danach Kanüle raus, Einstichstelle mit Alkohol reinigen, abflammen und (ganz wichtig) luftdicht versiegeln.
Zum Versiegeln bietet sich Kerzenwachs förmlich an. Ich mache das gerne so, dass ich die kleine Kuhle vom Einstichgummi mit Isopropanol fülle (nicht zu viel), das Isoprop im Brenner anzünde und das Kerzenwachs in der Isopropanol Flamme in die "Kuhle" laufen lasse. Das Isoprop erlischt dabei von selbst. Das Wachs bildet durch die warmen Oberflächen eine zuverlässig luftdichte und gut haftende Schutzschicht und Hitze und Alkohol machen darunter alles zuverlässig tot.
Danke, so mache ich es!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#287

Beitrag von bieratenschreck » Montag 7. Januar 2019, 12:12

Danke, Jens, die Methode kannte ich noch nicht.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#288

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 7. Januar 2019, 13:58

Wenns hilft, gern :D
Die Methode funktioniert mit EcoFlacs echt gut, geht schnell und bietet kaum Chancen, das Innere des Ecoflacs beim Beimfen zu kontaminieren.

Bei den Glasflaschen muss man etwas mehr hantieren, aber ich meine eine gute Alternative zum Absaugen gefunden zu haben.
Schreibe ich auch nochmal kurz. Vielleicht hilft es, vielleicht habt ihr bessere Ideen ...
Das Ansaugen von Raumluft beim Absaugen des NaCl aus dem Fläschchen gefiel mir nicht. Man kann versuchen das Risiko klein zu halten und zwischen Brennern arbeiten und die Raumluft durch Alkoholtupfer in das Fläschchen zu saugen. Ein gutes Gefühl hatte ich dabei nie.

Mache ich jetzt bei den Glasflaschen so:

1. blauen Verschluss vom NaCl Fläschen abmachen
2. mit Alkohol desinfizieren (hier nötig, weil das Einstichgummi dort meiner Meinung nach nicht steril ist)
3. während der Alkohol auf dem Einstichgummi wirkt >> Spritze mit Hefesupension aufziehen (20 ml Hefe für 100 ml NaCl Flasche, bzw. 10 ml Hefe für 50 ml NaCl Flasche)
4. bei der Hefespritze >> Kanüle wechseln oder abflammen, Einstichgummi der Flasche abflammen
5. Kanüle der Hefespritze ins Gummi einstechen und minimal leer drücken (0,5-1ml). Im Fläschchen baut sich ein leichter Druck auf.
6. zweite Kanüle in das Fläschen stechen, sodass die Spitze der Kanüle gerade so bis in die NaCl Lösung reicht. Der Überdruck im Fläschen entweicht dabei und es kann keine Raumluft zurück in das Fläschchen gelangen.
7. Hefespritze langsam leer drücken. Das überschüssige NaCl sabbert aus der zweiten Kanüle raus. Es baut sich kein Drück in der Flasche auf.
8. Kanülen aus dem Fläschchen ziehen, reinigen, versiegeln
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#289

Beitrag von glassart » Montag 7. Januar 2019, 14:05

Hi Jens,

super danke :thumbsup

und wie machst du es beim "Ernten" für einen neuen Starter von zBsp 10 ml Hefesuspension aus dem EcoFlac.

Da grüble ich auch schon länger wie ich die fehlenden 10 ml durch sterile Luft ersetzen kann :Grübel :Grübel
Machst du das mit der "Wattebausch-Alk-Spritze" ohne Kolben oder mit einem Filter ?
Schmilzt du eigentlich das Wax ab und versiegelst nach der Entnahme neu oder ziehst du es ab?

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#290

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 7. Januar 2019, 14:28

Das Wachs mache ich mit einer abgeflammten Pinzette ab. Dann die Einstichstelle abflammen und Isopropanol drauf und einwirken lassen.

10ml entnehme ich nicht auf einmal, weil ich das Propagieren mit ganz kleinen Startern anfange.
Daher kann ich die Hefe so entnehmen:

- Spritze einstechen
- etwa 2 ml NaCl Hefesuspension aus dem Fläschen saugen, bei Ecoflacs auch mal etwas mehr, weil die sich zusammenziehen können
- Kolben der Spritze festhalten, damit der Unterdruck ihn nicht zurücksaugt
- Spritze von der Kanüle in der Brennerflamme abziehen ("brennende Luft" wird durch die Kanüle in das Fläschchen / den Ecoflac gesaugt, sollte steril sein, verbrennt euch beim Nachmachen nicht die Flossen :P :Bigsmile )
- Kanüle abziehen, Fläschchen / Ecoflac wie oben beschrieben neu versiegeln
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#291

Beitrag von glassart » Montag 7. Januar 2019, 14:35

ah das ist es mit der brennenden Flamme :thumbsup
Bzgl. Flossen könnte man ja auch eine Zange nehmen, oder ?

lg Herbert :Drink

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#292

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 7. Januar 2019, 14:51

glassart hat geschrieben:
Montag 7. Januar 2019, 14:35
Bzgl. Flossen könnte man ja auch eine Zange nehmen, oder ?
Die Zange ist eine gute Idee!
Man kann auch die Kanüle 2-3 cm weit raus ziehen, festhalten und dann Spritze und Kanüle in der Flamme trennen. Die Finger sind dann so weit weg, dass es nicht (zu) warm wird. Wie gesagt: Meine Methode ... brennt euch nicht die Einweghandschuhe in die Haut!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#293

Beitrag von chaos-black » Montag 7. Januar 2019, 16:45

Echt toll, auch diese detaillierte Anleitung zur Vorgehensweise. Vielleicht könnte mal jemand zum NaCL Hefebanking einen angepinnten Post zusammenstellen, wie es das schon zu anderen Themen gibt? Je mehr tolle Tips kommen, desto mehr sind die mittlerweile leider verteilt und schwieriger für Neulinge im Thema zu finden. Nur falls mal etwas Zeit übrig ist =)
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#294

Beitrag von flensdorfer » Dienstag 8. Januar 2019, 08:21

Wenn ich so lese, was ihr für einen Aufwand betreibt sollte ich wohl meine eingelagerten Hefen direkt entsorgen und das Hefebanking sein lassen. :Grübel Viel mehr als Isoprop und jedes mal neue Kanüle+Spritze (aber nicht noch mittendrin eine neue Kanüle) mache ich nicht... :redhead
Gruß, Arne

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#295

Beitrag von bieratenschreck » Dienstag 8. Januar 2019, 09:31

Wer untergärig braut, benötigt viel Starterhefe, die ganz schön in's Geld gehen kann. Außerdem sollen hier Hefen vermehrt werden, die es so nicht ohne weiteres zu kaufen gibt, oder die es zumindest nicht als Flüssig- oder Trockenhefe zu kaufen gibt.
Was den Aufwand betrifft hast Du Recht, ich habe hier sogar noch einen drauf gesetzt:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#296

Beitrag von Stoffers Urstoff » Mittwoch 9. Januar 2019, 19:26

Ich bin noch recht neu in diesem Thema. Habe in der Vergangenheit immer Hefe geerntet und mit "Jungbier" gewaschen, diese dann im Kühlschrank bis zu meinem nächsten Brautag gelagert (2-6 Wochen).
Augenscheinlich ist mir im Gärverhalten und im "fertigen" Bier nichts aufgefallen.
Nun nachdem ich keine Lust habe mir immer wieder "teure" Brauhefen zu kaufen, möchte ich auch mit der "professionellen" Einlagerung von Hefen beginnen.
Ich habe mittlerweile in diesem Forum schon viel allein durch lesen aneignen können, jedoch in diesem Thema tue ich mir etwas schwer.
Ich würde mich freuen wenn jemand mit Erfahrung sein "tun" in Bezug auf Hefeeinlagerung auf NaCI-Lösung mal filmen bzw. schrittweise fotografieren würde. Vielleicht auch wie er diese Hefe dann wieder startet.
Vielen Dank.
Gruß Daniel

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#297

Beitrag von Dyrdlingur » Mittwoch 9. Januar 2019, 21:37

Hallo Daniel,
schau doch mal unter http://www.mabcom.de/brauen/HefeStarter_HowTo.pdf
VG
Klaus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#298

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 9. Januar 2019, 21:46

Am Anfang des Threads ist eigentlich auch alles bebildert und beschrieben.
Irgendwann, wenn ich mal ganz viel Muße habe, mache ich vielleicht auch ein Video. Allerdings bergen Youtube Anleitungen im Hobbybrauerbereich immer die große Gefahr, dass man für seien Ausführungen in der Luft zerrissen wird, wenn winzige Details nicht erwähnt werden oder der Profi etwas anders macht. Ein Tanz auf dem Drahtseil ... :D
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#299

Beitrag von Stoffers Urstoff » Mittwoch 9. Januar 2019, 23:03

Hey Jens, vielen Dank :) würde mich sehr freuen :)
ich werde dich nicht in der Luft zerreißen ;)
ich bin ein Haptischer Typ, daher benötige vor Beginn eine Anleitung wie es funktioniert.
Ich hoffe in Zukunft vielleicht auch was beizusteuern zu können.
Bin gerade dabei eine 2hl Brauanlage kennenzulernen (steht bei meinem Nachbarn) ;) Nachbar und ich sind sehr Experimentierfreudig und wollen mit vielen Hefen experimentieren :) Vielleicht komme ich mal auf dich zu bzgl. den einen oder anderen Hefestamm
Gruß Daniel

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#300

Beitrag von sea-spin » Mittwoch 16. Januar 2019, 08:51

ich habe da auch noch mal eine Frage.

Was nehmt Ihr denn für Flaschen als Hefebank Flaschen?

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