Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

sea-spin
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#351

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 06:33

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 23:32
Mit 6-8 Wochen gehst du voll auf Risiko. Setz nicht alles auf eine Karte und lagere einen Teil der Hefe in NaCl ein oder halte Trockenhefe für den Notfall bereit.
Deswegen interessiert mich dieses Thema ja so sehr und auch so zeitnah bzw. schnell.

Angefangen hatte alles mit diesem Video

https://youtu.be/kl6Xslksb4c

Dann habe ich diesen Artikel hier gefunden und dieser hat mein Interesse geweckt und deswegen vermutlich auch meine nervigen Anfängerfragen, weil bei mir auch etwas die Zeit läuft.

Ich werde mir dann mal so eine Hefebox kaufen, dann nach dem Abfüllen (etwas mehr Jungbier drin lassen) alles aufschütteln und 1,4 Liter abfüllen, parallel werde ich mal mit dem Rest so wie in dem Video verfahren und zudem noch mal eine NaCL Suspension ansetzen.

Ich werde dann mal berichten. Für den zweiten Brautag werde ich auch ausreichend Trockenhefe vor Ort haben.


Mein Interesse am Ernten der Hefe und wiederverwenden, kam eigentlich aus einem Zusammenspiel von Preis und das die Hefe in der 2. Führung oder ab der 2. Führung deutlich besser wird.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#352

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 18. Januar 2019, 07:33

Die Videos von ihm haben ein paar Haken.
Wie Peter schon schrieb: vergiss das Hefewaschen. Und beim zweiten Video mit dem Starter ist die Zellenanzahl im Starter viel zu hoch. Da vermehrt sich in Summe nichts mehr, die Hefe wacht aus der stationären Phase auf und die übermäßig hohe Zellenanzahl sorgt schnell für einen Mangel an Nährstoffen und Spurenelementen. Resultat ist, dass die Vitalität der Population stark sinkt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#353

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 08:09

OK, danke dann nehme ich die Hefebox, parallel die NaCl Variante und zur Sicherheit halte ich ausreichend Trockenhefe bereit.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#354

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 18. Januar 2019, 08:26

sea-spin hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 06:33
Mein Interesse am Ernten der Hefe und wiederverwenden, kam eigentlich aus einem Zusammenspiel von Preis und das die Hefe in der 2. Führung oder ab der 2. Führung deutlich besser wird.
Das ist ein Trugschluss. Viele Hefen werden nach mehrmaliger Führung zwar besser, aber nur bei zeitnaher Verwendung der Erntehefe. Sobald Du die Hefe auf NaCl legst und Monate später aufweckst, stellst Du quasi die Uhren auf Null.
Die Einlagerung lohnt sich eigentlich nur bei seltenen oder teuren Hefen.

Ich muss mal im Forum suchen, aber ich glaube Ulrich (aus Weihenstephan) hat das mal mit Jens (DerDerDasBierBraut) besprochen.
Gruß, Daniel

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#355

Beitrag von karlm » Freitag 18. Januar 2019, 08:39

DevilsHole82 hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 08:26
Das ist ein Trugschluss. Viele Hefen werden nach mehrmaliger Führung zwar besser, aber nur bei zeitnaher Verwendung der Erntehefe. Sobald Du die Hefe auf NaCl legst und Monate später aufweckst, stellst Du quasi die Uhren auf Null.
So siehts aus. 2. Führung und NaCl Hefe wiederaufwecken sind nicht das gleiche. Sonder Äpfel und Birnen. Beim Aufwecken wird nichts besser, schon gar nicht deutlich.
DevilsHole82 hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 08:26
Die Einlagerung lohnt sich eigentlich nur bei seltenen oder teuren Hefen.
Ebend.
Gruß, Philipp
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https://cse.google.de/cse/publicurl?cx= ... nxhfbgci_y

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#356

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 08:56

Also macht das alles für die Saflager W34/70 gar keinen Sinn?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#357

Beitrag von Brauwolf » Freitag 18. Januar 2019, 09:03

sea-spin hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 08:56
Also macht das alles für die Saflager W34/70 gar keinen Sinn?
Wenn du die 34/70 im Wassereimer von der nächsten Brauerei holen kannst, macht das keinen Sinn.
Bist du auf die Tütchen zu 4,80€ angewiesen, schon eher. Auch hier solltest du wie bei NaCl-gelagerter Hefe auf die 2. und weitere Führungen bauen.

Cheers, Ruthard
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#358

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 12:06

beryll hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 23:21

Den Zahn ziehe ich Dir schon mal: nein, keine Anleitung... wozu auch? Hefe im Gäreimer mit Jungbier aufschwenken und rein damit... „Hefe waschen“ bitte gleich wieder aus Deinen Gedanken streichen!

VG Peter
eine Frage noch zu dieser Hefebox. Also den Bodensatz mit etwas Jungbier aufschütteln und dann möglichst voll in die Hefebox abfüllen? Korrekt?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#359

Beitrag von rakader » Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 22:21
Doch, einfach aufschütteln. Dann saugst du mit der Spritze alles ab was geht und spritz es in NaCl Lösung. Am Ende wird das Röhrchen einfach schräg gehalten.
Und wie mache ich das, wenn ich von WLP nicht das Röhrchen, sondern den Plastikbeutel habe? Da ist ja deutlich mehr Lösung (40ml) drin. Alles abziehen und in die NaCL-Flasche - so würde ich es aus dem Bauch machen.

Ich habe hier eine etwas ältere WLP002 English Ale (2 Wochen über Datum), damit würde ich mal einen Test fahren. Welche Schritte empfiehlst Du für die Propagation/Wiederbelebung in solch einem Fall? Ich würde 20ml abziehen und mit 100ml Starter beginnen - aus dem Bauch. Alternativ vorgeschaltet: 5ml ins 20ml Glasröhrchen und etwas Starterlösung OG1040 dazu, dann nach 24 Std. in einen kleinen Kolben auf den Magnetrührer. Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?

Danke vorab für die Infos.

VG
Radulph
Zuletzt geändert von rakader am Donnerstag 31. Januar 2019, 04:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#360

Beitrag von rakader » Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44

sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:01
Edit: wenn Du aber unbedingt die Glasflaschen willst, dann such doch einfach nach „NaCl 100ml Glas“, der erste Treffer sollte dieser hier sein:

https://www.medpex.de/kochsalzloesung-0 ... gJG1fD_BwE
Bekommst Du wirklich in jeder Apotheke billiger und schneller als im Netz. Wenn nicht vorrätig ein paar Stunden später mit dem Apotheken-Lieferdienst. Und die Spritzen für den Druckausgleich/abziehen/einfüllen für ein paar Cent. Gut sind auch noch alkoholgetränkte Pads, um sauber zu arbeiten.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#361

Beitrag von beryll » Donnerstag 31. Januar 2019, 06:49

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44
sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:01
Edit: wenn Du aber unbedingt die Glasflaschen willst, dann such doch einfach nach „NaCl 100ml Glas“, der erste Treffer sollte dieser hier sein:

https://www.medpex.de/kochsalzloesung-0 ... gJG1fD_BwE
Bekommst Du wirklich in jeder Apotheke billiger und schneller als im Netz. Wenn nicht vorrätig ein paar Stunden später mit dem Apotheken-Lieferdienst. Und die Spritzen für den Druckausgleich/abziehen/einfüllen für ein paar Cent. Gut sind auch noch alkoholgetränkte Pads, um sauber zu arbeiten.
„Alles Geschmacksache“ sagte der Affe und biss in die Seife...
Ich hab beide benutzt und komme ja auch recht einfach und günstig (Mitarbeitereinkauf) an alles ran, trotzdem arbeite ich definitiv lieber mit dem Ecoflacs, das Handling gefällt *mir* schlicht besser. Darüber zu diskutieren wird in einer Sackgasse enden ;-)

VG Peter
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

HBST Saar-Lor-Lux
Terminfindung Treffen der Saar-Lor-Lux Brauer

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#362

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:33

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44
sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:01
Edit: wenn Du aber unbedingt die Glasflaschen willst, dann such doch einfach nach „NaCl 100ml Glas“, der erste Treffer sollte dieser hier sein:

https://www.medpex.de/kochsalzloesung-0 ... gJG1fD_BwE
Bekommst Du wirklich in jeder Apotheke billiger und schneller als im Netz. Wenn nicht vorrätig ein paar Stunden später mit dem Apotheken-Lieferdienst. Und die Spritzen für den Druckausgleich/abziehen/einfüllen für ein paar Cent. Gut sind auch noch alkoholgetränkte Pads, um sauber zu arbeiten.
Kannst Du mr sagen, wie diese Flaschen heissen, damit ich weis wonach ich fragen muss?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#363

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:36

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Das würde mich auch mal interessieren.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#364

Beitrag von matschie » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:45

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Sonntag 6. Januar 2019, 14:19
Die 20ml Spritze wird mit Hefesuspension aufgezogen und die Kanüle gewechselt oder abgeflammt. Dann wird die goldene Folie vom Ecoflac entfernt und die Kanüle anschließend möglichst senkrecht eingestochen. Vorher Luft raussaugen ist unnötig.
[...]
Man kann die 20ml Hefe einfach so in den Ecoflac spritzen. Der macht dabei kurz dicke Backen. Wenn die Spritze leer gedrückt ist zieht man sie mit Luft aus dem Kopfraum des Ecoflacs wieder auf und der Überdruck ist weg.
Danach Kanüle raus, Einstichstelle mit Alkohol reinigen, abflammen und (ganz wichtig) luftdicht versiegeln.
Zum Versiegeln bietet sich Kerzenwachs förmlich an. Ich mache das gerne so, dass ich die kleine Kuhle vom Einstichgummi mit Isopropanol fülle (nicht zu viel), das Isoprop im Brenner anzünde und das Kerzenwachs in der Isopropanol Flamme in die "Kuhle" laufen lasse. Das Isoprop erlischt dabei von selbst. Das Wachs bildet durch die warmen Oberflächen eine zuverlässig luftdichte und gut haftende Schutzschicht und Hitze und Alkohol machen darunter alles zuverlässig tot.
Ich habe das Gestern mal mit einer geernteten Hefe quasi als Übung durchgeführt.

Was gut geklappt hat: Das versiegeln mit Isoprop und Kerzenwachs.
Was nicht gut geklappt hat: Das aufziehen und einfüllen der Hefe.

Ich habe die Erntehefe erst im Kühlschrank absetzen lassen. War das ein Fehler, dass die zu dickbreiig wurde? würdest du die mit Jungbier zusammen aufschwenken und einfüllen? Ich dachte je mehr "reine" Hefe aus der mittleren Schicht, desto besser..
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
MQTT Device für CBPi: Link
Vorstellung meiner Anlage: Klick
GitHub: https://github.com/matschie1

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#365

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:50

sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:33
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44
sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
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Kannst Du mr sagen, wie diese Flaschen heissen, damit ich weis wonach ich fragen muss?
Hast du dir dir Mühe gemacht den Link mal anzuklicken?

KOCHSALZLÖSUNG 0,9% Glasfl.
Inhalt: 10x100 Milliliter, N2

Anbieter: B. Braun Melsungen AG
Darreichungsform: Infusionslösung
Art.-Nr. (PZN): 3239138
GTIN: 4030539004909
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#366

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:56

matschie hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:45
Ich habe die Erntehefe erst im Kühlschrank absetzen lassen. War das ein Fehler, dass die zu dickbreiig wurde? würdest du die mit Jungbier zusammen aufschwenken und einfüllen? Ich dachte je mehr "reine" Hefe aus der mittleren Schicht, desto besser..
Ja, je weniger "unnütze Biomasse" in die NaCl Lösung kommt, desto besser.
Reines Hefesediment wäre am besten, lässt sich aber nicht aufziehen.
Welche Kanülen verwendest du? Ich nehme 1,2mm Kanülen. Damit kann ich die Hefe sedimentieren lassen und etwa 1:1 (Sediment:Starterwürze) aufschwenken und noch relativ gut aufziehen. Die fertige NaCl Lösung bleibt dann schon sehr klar.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#367

Beitrag von matschie » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:05

Das hab ich mir gedacht, danke.
Ich hatte jetzt 0,9mm Kanülen, was ja zum aufziehen der NaCl Suspension okay sein dürfte. Dann besorg ich mir wohl noch ein paar größere fürs Erntehefe aufziehen.

Nur zur Sicherhet: Du schreibst 1.1 (Seidment:Starterwürze). Wir reden dabei schon von ausgegorener Starterwürze aus der Propagation, richtig? Also im Fall der Erntehefe das Jungbier. Oder würdest du da nochmal einen neuen Starter machen und davon erst auf NaCl gehen?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#368

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:14

Doppelpost :Angel
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Donnerstag 31. Januar 2019, 09:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#369

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 22:21
Doch, einfach aufschütteln. Dann saugst du mit der Spritze alles ab was geht und spritz es in NaCl Lösung. Am Ende wird das Röhrchen einfach schräg gehalten.
Und wie mache ich das, wenn ich von WLP nicht das Röhrchen, sondern den Plastikbeutel habe? Da ist ja deutlich mehr Lösung (40ml) drin. Alles abziehen und in die NaCL-Flasche - so würde ich es aus dem Bauch machen.

Ich habe hier eine etwas ältere WLP002 English Ale (2 Wochen über Datum), damit würde ich mal einen Test fahren. Welche Schritte empfiehlst Du für die Propagation/Wiederbelebung in solch einem Fall? Ich würde 20ml abziehen und mit 100ml Starter beginnen - aus dem Bauch. Alternativ vorgeschaltet: 5ml ins 20ml Glasröhrchen und etwas Starterlösung OG1040 dazu, dann nach 24 Std. in einen kleinen Kolben auf den Magnetrührer. Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?

Danke vorab für die Infos.

VG
Radulph
Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.

5ml Suspension und etwa 20ml Starterwürze wäre ein guter Start. 2ml/10ml wäre auch OK. Aber bitte nicht 10°P. Die Hefe ist in der NaCl Lösung nicht im Wellness Urlaub. Die hatte monatelang keine Nahrung, hat den Stoffwechsel runtergefahren, liegt auf dem Boden und verhungert langsam. Beim Aufwecken fängt man am besten ganz sachte an. Pendel dich mit dem NaCl-Wurze Mix auf effektive 4-6°P ein. Chris White schreibt das auch etwa so, beim Thema "Strippen von Bodensätzen aus Flaschen".
matschie hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:05
Das hab ich mir gedacht, danke.
Ich hatte jetzt 0,9mm Kanülen, was ja zum aufziehen der NaCl Suspension okay sein dürfte. Dann besorg ich mir wohl noch ein paar größere fürs Erntehefe aufziehen.

Nur zur Sicherhet: Du schreibst 1.1 (Seidment:Starterwürze). Wir reden dabei schon von ausgegorener Starterwürze aus der Propagation, richtig? Also im Fall der Erntehefe das Jungbier. Oder würdest du da nochmal einen neuen Starter machen und davon erst auf NaCl gehen?
1:1 (Starterwürze oder Jungbier : Sediment)
Wenn die Hefe aus einem Starter kam geht das Aufziehen etwas besser als bei Erntehefe aus dem Gäreimer. 1:1 ist jetzt nicht an die Wand genagelt. Einfach so dickbreiig wie es noch gerade gut funktioniert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#370

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:27

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Schau, was Uli zum Thema "Erkennen der Hefevermehrung" sagt: https://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
Irgendwann hat man das auch "im Blick", anhand der Trübungszunahme innerhalb von 24h im Starter.
Ohne Mikroskop kann man aber überhaupt nichts "festmachen", sondern nur anhand seiner Erfahrungen mehr oder weniger gut schätzen. Festmachen geht mit Mikroskop und Zählkammer.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#371

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:30

Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Ist das nicht bei Wyeast so oder habe ich da was verpasst? Zwei Kammern bei Whitelabs wären mir bislang entgangen. Aber vielleicht hab ich nicht richtig hingeschaut.

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#372

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:38

Die PurePitch von Whitelabs sind diese Ketchup/Senf/Mayo Portionspackungen, alles in Einem. Wyeast hat Smack Packs, das Beutel im Beutel System.

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#373

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:58

sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:36
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Das würde mich auch mal interessieren.
Rein optisch:
starterw_Rich(1).jpg
Mitte: 50ml reine Starterwürze. Mit 20ml Suspension aus dem Ecoflac beschossen, sieht man keinen Unterschied.
24 Std. später auf dem Rührer: Bild links

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#374

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 15:22

Schaut euch die Senftüten mal genauer an. Mag vielleicht neu sein oder nicht bei allen PurePitch Tütchen gleich. Meine letzten beiden hatten jeweils innen zwei parallele Kammern. Eine voll Hefe und die andere voll einer klaren Flüssigkeit.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#375

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 31. Januar 2019, 19:16

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 15:22
Schaut euch die Senftüten mal genauer an. Mag vielleicht neu sein oder nicht bei allen PurePitch Tütchen gleich. Meine letzten beiden hatten jeweils innen zwei parallele Kammern. Eine voll Hefe und die andere voll einer klaren Flüssigkeit.
Ich habe leider im Moment keine Whitelabs vorrätig im und kann daher nicht schauen.
Aber was sollte das denn bringen? Die Hefe wird ja nicht voraktiviert wie Wyeast sondern kommt direkt in die Würze bzw. den Starter.
Nicht falsch verstehen, aber bist Du sicher, dass das 2 Kammern sind und sich nicht einfach die Hefe separiert hat?

Mit neugierigem Gruss!
Frank

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#376

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 20:27

Ich bin sicher, dass ich bei der WLP004 und der WLP833 (jeweils Lieferdatum Dezember) zwei Art "Schläuche" in den beiden PurePitch Packungen hatte. Der eine war mit Hefe gefüllt der andere mit einer klaren Flüssigkeit. Dachte mir noch "Oh, die muss man jetzt auch smacken, falls man damit anstellen wollen würde ... ". Wollte ich aber nicht ...
Warum sollte ich mir sowas ausdenken? :puzz

Egal. Schaut eure Packungen selbst an und macht damit, was im jeweiligen Fall sinnvoll ist!

PS: Vielleicht waren das auch Ausschusstüten und beide Kammern hätten voll Hefe sein sollen. Eine war am Ende voll Spülwasser, oder was auch immer. Aber gleich bei zwei Tüten mit unterschiedlichen Stämmen? :Grübel
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#377

Beitrag von sb11 » Donnerstag 31. Januar 2019, 21:54

Das kann ich bestätigen - meine letzte white labs Hefe war auch in so einem komischen Doppelkammerbeutel.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#378

Beitrag von rakader » Montag 4. Februar 2019, 23:58

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19
Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Mit Ecoflacs meinst Du die Gläser mit NaCl? Zwei hatte ich mir auch schon überlegt. Danke für den Tipp!
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19
5ml Suspension und etwa 20ml Starterwürze wäre ein guter Start. 2ml/10ml wäre auch OK. Aber bitte nicht 10°P. Die Hefe ist in der NaCl Lösung nicht im Wellness Urlaub. Die hatte monatelang keine Nahrung, hat den Stoffwechsel runtergefahren, liegt auf dem Boden und verhungert langsam. Beim Aufwecken fängt man am besten ganz sachte an. Pendel dich mit dem NaCl-Wurze Mix auf effektive 4-6°P ein. Chris White schreibt das auch etwa so, beim Thema "Strippen von Bodensätzen aus Flaschen".
Danke für diesen Super-Tipp. Das sind genau die Angaben, die überall in den Posts zum Thema fehlen. [Schleimmodus an]Daran erkennt man den Profi[/Schleimmodus aus] :thumbsup
Es geht sicher auch DME statt Stammwürze, das ich auf 4-6° P anstelle – oder spricht was dagegen? Nicht immer hat man den gleichen Sud vom letzten Mal parat. Wie wären Deine Propagationsschritte mit DME und dann 2-3 Liter Starter? Wobei der Starter am Ende 12° P haben soll.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:27
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23
Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Schau, was Uli zum Thema "Erkennen der Hefevermehrung" sagt: https://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
Irgendwann hat man das auch "im Blick", anhand der Trübungszunahme innerhalb von 24h im Starter.
Den Artikel kenne ich. Zählkammer & Co liegt noch in weiter Ferne. Erst mal das Auge und Gefühl trainieren.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#379

Beitrag von rakader » Dienstag 5. Februar 2019, 00:07

Bergbock hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:30
Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Ist das nicht bei Wyeast so oder habe ich da was verpasst? Zwei Kammern bei Whitelabs wären mir bislang entgangen. Aber vielleicht hab ich nicht richtig hingeschaut.

Frank
Bei WLP gibt es mehrere Ausführungen: Eine Einzeltüte, die man richtig anstellen muss und zwei Röhrchen. Mit letzteren habe ich noch nie gearbeitet, denke aber, dass hier Hefenahrung und Hefezellen getrennt wie bei Wyeast sind, ohne die Technik des SmackPacks.

In meinem Kühlschrank liegen gerade neueste WLP in Tütenform, zwei Kammern entdecke ich da aber nicht.
Zuletzt geändert von rakader am Donnerstag 7. Februar 2019, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#380

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 5. Februar 2019, 00:33

Die zwei unterschiedlich gefüllten Kammern würde man durch das Sichtfenster der PurePitch Tüte von außen sehen. Wenn das Fenster fehlt werden die Tüten eine Kammer haben.

Bei Profi werde ich immer rot.
Mit Ecoflac meine ich Ecoflac :P :Bigsmile. 100ml Glasflaschen gehen natürlich auch. Ganz nach Vorlieben.
Kennst du oben links das Feld "Thema durchsuchen"? Bringt dich bei der Suche nach Ecoflac im 2. Treffer hier hin >> https://www.idealo.de/preisvergleich/Of ... braun.html

Faustregeln für fast alle Starter:
---------------
Propagationsschritte 1:6 - 1:10 (Würzeanteil konstant oder aufsteigend, nie absteigend). Der dritte Schritt darf etwas größer als 1:10 sein, braucht dann aber auch manchmal etwas länger. Bei potentiell "schwachen Hefen" fängt man besser mit kleineren Verhältnissen an.

STW im ersten Schritt niedrig, im 2. Schritt um 8-9°P, im 3. Schritt 8-9°P oder geringfügig in Richtung Extraktgehalt der Anstellwürze, nicht absteigend. Bei voll vitaler Hefe kann auch der erste Schritt 8-9°P haben. NaCl und Bodensätze sind nie vital!

Dauer: 1. Schritt - so lange, wie die Hefe zum Aufwachen braucht, 2. und 3. Schritt 24h mit Rührer bzw. 48h ohne Rührer (grob über den Daumen).

Starter sollen nicht groß "in der Gegend herumgären". Es geht um Vermehrung und gesunde Ausbildung der Jungzellen, also Zellatmung+Nährstoffe+Zeit, und nicht anaerobe alkoholische Gärung oder Dauerbelüften (übermäßig aerob vermehren).
----------

Beispiel 3 Liter Starter aus NaCl mit geringer Hefeentnahme und Magnetrührer:

Schritt 1)
4 ml NaCl Hefesuspension, 20ml Starterwürze 6°P >> 24ml @ 5°P >>> oft schütteln und stehen lassen, bis der Starter beginnt zu gären und sichtbar hefetrüb ist

Schritt 2)
+ 200ml Starterwürze @ 9°P >> 224ml @ ~8,5°P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22h Magnetrührer langsam

Schritt 3)
+2,76l Starterwürze @ 12°P >> 3l @ ~11,75 °P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22-30h Magnetrührer langsam
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#381

Beitrag von chaos-black » Dienstag 5. Februar 2019, 07:28

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 5. Februar 2019, 00:33

Beispiel 3 Liter Starter aus NaCl mit geringer Hefeentnahme und Magnetrührer:

Schritt 1)
4 ml NaCl Hefesuspension, 20ml Starterwürze 6°P >> 24ml @ 5°P >>> oft schütteln und stehen lassen, bis der Starter beginnt zu gären und sichtbar hefetrüb ist

Schritt 2)
+ 200ml Starterwürze @ 9°P >> 224ml @ ~8,5°P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22h Magnetrührer langsam

Schritt 3)
+2,76l Starterwürze @ 12°P >> 3l @ ~11,75 °P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22-30h Magnetrührer langsam
Dankeschön für diese toll konkrete Beispielrechnung!

Btw, ich hab hier ne wlp 090 san Diego super yeast vom 16.12.18 und die hat auch keine 2 Kammern

Beste Grüße,
Alex
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#382

Beitrag von MonteHengsto » Mittwoch 6. Februar 2019, 11:38

Hallo!
Ich möchte mir auch ein paar Hefen in Nacl auf Lager legen.
Bei welcher Temperatur lagert ihr die Suspensionen?
Empfohlen wurde ja hier mal 0-1°C...
Nur, das kann ja kaum ein Kühlschrank.
LG Roland

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#383

Beitrag von HubertBräu » Mittwoch 6. Februar 2019, 11:39

Ich habe sie in meinem Lagerkühlschrank stehen .. bei ca. 4-5°C.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#384

Beitrag von rakader » Donnerstag 7. Februar 2019, 13:22

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 5. Februar 2019, 00:33
Bei Profi werde ich immer rot.
Das musst annehmen. An vielen Stellen außerhalb des Forums wird beim Thema Hefe auf Dich verwiesen. Es gibt schlimmeres :Angel
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 5. Februar 2019, 00:33
Faustregeln für fast alle Starter:
---------------
Propagationsschritte 1:6 - 1:10 (Würzeanteil konstant oder aufsteigend, nie absteigend). Der dritte Schritt darf etwas größer als 1:10 sein, braucht dann aber auch manchmal etwas länger. Bei potentiell "schwachen Hefen" fängt man besser mit kleineren Verhältnissen an.

STW im ersten Schritt niedrig, im 2. Schritt um 8-9°P, im 3. Schritt 8-9°P oder geringfügig in Richtung Extraktgehalt der Anstellwürze, nicht absteigend. Bei voll vitaler Hefe kann auch der erste Schritt 8-9°P haben. NaCl und Bodensätze sind nie vital!

Dauer: 1. Schritt - so lange, wie die Hefe zum Aufwachen braucht, 2. und 3. Schritt 24h mit Rührer bzw. 48h ohne Rührer (grob über den Daumen).

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Beispiel 3 Liter Starter aus NaCl mit geringer Hefeentnahme und Magnetrührer:

Schritt 1)
4 ml NaCl Hefesuspension, 20ml Starterwürze 6°P >> 24ml @ 5°P >>> oft schütteln und stehen lassen, bis der Starter beginnt zu gären und sichtbar hefetrüb ist

Schritt 2)
+ 200ml Starterwürze @ 9°P >> 224ml @ ~8,5°P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22h Magnetrührer langsam

Schritt 3)
+2,76l Starterwürze @ 12°P >> 3l @ ~11,75 °P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22-30h Magnetrührer langsam
Jens - vielen vielen Dank. Das habe ich mir jetzt ausgedruckt. Wenn es geht, sollte die Moderation diesen Beitrag oben anpinnen. Viele immer wiederkehrende Fragen erübrigen sich dadurch.

Allerbest,
Radulph
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#385

Beitrag von matschie » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:01

Mahlzeit!

Ich habe vor, nächsten Freitag zu brauen. Daher hab ich brav 10 Tage vorher die Hefe aufgeweckt.
Allerdings nicht aus NaCl, sondern aus einem Wyeast-Beutel. Sprich ich habe gleichzeitig 2 Ecoflacs gefüllt und einen Teil in ca- 6°P Würze gegeben.

Das ist jetzt natürlich viel schneller aufgewacht und durchgegärt als gedacht. Es passiert schon nichts mehr. Ich bin gerade genau zwischen Schritt 1 und Schritt 2, Sonntag Abend wollte ich das ganze in 400ml überführen und auf den Magnetrührer stellen.

Kann ich den Schritt 2 so lange herauszögern? Ich habe die Laborflasche, in dem die Hefe-Würze-Suspension ist, jetzt erstmal wieder verschraubt und in den Kühlschrank gestellt.

Anschließend war mein Plan dann:
Sonntag Abend in 400ml Würze
Montag Abend / Dienstag Morgen in 4000ml Würze
spätestens Mittwoch in den Kühlschrank
gekühlt stehen lassen bis Freitag

Freitag dann 4L Würze aus dem Sud nach 30' Kochen entnehmen, kühlen und damit den abdekantierten Starter füttern
Freitag Abend dann pitchen.

Ist das so in Ordnung? Oder hab ich, da es frische Hefe aus dem Wyeast Beutel war, zu früh begonnen und sollte lieber nochmal "neu" anfangen?

VG
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#386

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:09

Wenn die Starterwürze lange genug gekocht hat, vielleicht sogar ein bisschen gehopft war, der pH im leicht sauren Bereich ist und alles sauber verarbeitet wurde kannst du die erste Stufe problemlos eine Weile stehen lassen.
Falls du an irgendeiner Stelle Bedenken hast fang besser nochmal neu an.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#387

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 7. Februar 2019, 20:12

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:56
Ja, je weniger "unnütze Biomasse" in die NaCl Lösung kommt, desto besser.
Reines Hefesediment wäre am besten, lässt sich aber nicht aufziehen.
Welche Kanülen verwendest du? Ich nehme 1,2mm Kanülen. Damit kann ich die Hefe sedimentieren lassen und etwa 1:1 (Sediment:Starterwürze) aufschwenken und noch relativ gut aufziehen. Die fertige NaCl Lösung bleibt dann schon sehr klar.
wo bekommst du die Spritzen her... wonach muss ich bei einer 1,2 mm Kanüle suchen? die meisten geben die Länge der Kanüle an.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#388

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 7. Februar 2019, 20:17

Brauwolf hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:58
sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:36
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Das würde mich auch mal interessieren.
Rein optisch:

starterw_Rich(1).jpg

Mitte: 50ml reine Starterwürze. Mit 20ml Suspension aus dem Ecoflac beschossen, sieht man keinen Unterschied.
24 Std. später auf dem Rührer: Bild links

Cheers, Ruthard
Heute erst wieder Zeit gefudnen, vielen Dank.....

Ich habe mal für mich einen Versuch gemacht und aus einem Aktien Zwickl Hefe gestrippt. Mit Malzbier und als Rührwerk eine Gabel beim Fernsehen benutzt. Die Hefe hat sich vermehrt.... allerdings war ich aufgrund meines ersten Versuches nicht sehr steril...

Gibt es eine Möglichkeit die Tauglichkeit und insbesoneder Reinheit dieser Hefe zu testen?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#389

Beitrag von HubertBräu » Donnerstag 7. Februar 2019, 20:27

sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 20:12
wo bekommst du die Spritzen her... wonach muss ich bei einer 1,2 mm Kanüle suchen? die meisten geben die Länge der Kanüle an.
Ich habe hier bestellt:

Spritzen 20ml und Kanülen 1,20 x 40mm

Gruß
Hubert :Drink

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#390

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 7. Februar 2019, 20:36

sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 20:12
wo bekommst du die Spritzen her... wonach muss ich bei einer 1,2 mm Kanüle suchen? die meisten geben die Länge der Kanüle an.
Üblicherweise werden Durchmesser und Länge angegeben, z.B. 0,9x40, jeder Durchmesser hat eine eindeutige Kennfarbe, 0,9 z.B. sind gelb, 1,2 sind rosa.

Es gibt auch Elefantennadeln, z.B. 2,1x40:
https://www.ebay.de/itm/5x-Kanulen-SOND ... ctupt=true

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#391

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 7. Februar 2019, 20:55

Benutzt ihr die Spritzen öfter? Wenn ja, wie desinfiziert ihr die dann?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#392

Beitrag von HubertBräu » Donnerstag 7. Februar 2019, 20:57

Nein, natürlich nur einmal.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#393

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 7. Februar 2019, 21:02

Ok und die Kanülen passen auf jede Spritze? Oder muss ich da auch noch was beachten?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#394

Beitrag von HubertBräu » Donnerstag 7. Februar 2019, 21:05

Die Kanülen passen auf alle Spritzen mit Luer-Lock.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#395

Beitrag von beryll » Donnerstag 7. Februar 2019, 23:27

HubertBräu hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 21:05
Die Kanülen passen auf alle Spritzen mit Luer-Lock.
Die passen auf alle Spritzen... Luer-Lock ist hierbei nur der Mercedes unter den Spritzen, da die Kanülen nicht von der Spritze wegfliegen können, falls etwas verstopft. ;-)

Luer-Lock ist zu empfehlen, aber kein muss.

VG Peter
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

HBST Saar-Lor-Lux
Terminfindung Treffen der Saar-Lor-Lux Brauer

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#396

Beitrag von matschie » Freitag 8. Februar 2019, 14:53

Besten Dank! Also:
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 14:09
Wenn die Starterwürze lange genug gekocht hat
Check.
vielleicht sogar ein bisschen gehopft war,
Check.
der pH im leicht sauren Bereich ist
Keine Ahnung.
und alles sauber verarbeitet wurde
Check.
Falls du an irgendeiner Stelle Bedenken hast fang besser nochmal neu an.
Naja, prüfen kann ich es ja nicht. Ich habe gerade mal dran gerochen, es riecht unauffällig hefig.
Ich habe alles im Vorfeld abgekocht, auf einem desinfizierten Ceranfeld mit Einmalhandschuhen und neuen, sterilen Kanülen gearbeitet. Die Starterwürze habe ich unmittelbar vor der Hefegabe nochmal auf dem Gaskocher im Gefäß abgekocht und dann im Eisbad heruntergekühlt. Decken war am Anfang drauf, nachdem Druck drauf war leicht geöffnet. Dürfte also auch durchgehend Co2-Überdruck drauf gewesen sein. Daher gehe ich mal davon aus, dass alles in Ordnung ist, oder wie siehst du das?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#397

Beitrag von rakader » Freitag 8. Februar 2019, 15:09

Wenn neben dem Abkochen noch alles sterislisiert ist, v.a. der Deckel und der Wyeast-Beutel, Schere, sollt es doch passen. Die Beutel lagern gemeinhin nicht separat, im Kühlschrank aber neben Gemüse und Fleisch - sollte klar sein, warum man die desinfiziert. Der Geruch passt ja schon mal.
Leicht sauer bekommst Du den Starter, wenn Du destilliertes Wasser nimmst. Ich nutze zur Kontrolle ein pH-Meter. Ich weiß allerdings nicht wie das mit den Nährstoffen ist, aber DME sollte etwas eintragen.
Gemeinhin gehe ich so vor, dass ich einige Tage vor dem Brauvorgang etwas mehr Nachgusswasser vorbereite und entsprechend behandle. Das verwende ich dann auch für den Starter.

Gut Sud
Radulph
---
Viele Grüße / Regards
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#398

Beitrag von rakader » Sonntag 10. Februar 2019, 17:45

Bergbock hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:30
Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Ist das nicht bei Wyeast so oder habe ich da was verpasst? Zwei Kammern bei Whitelabs wären mir bislang entgangen. Aber vielleicht hab ich nicht richtig hingeschaut.
Ich habe auch nicht richtig geschaut. Auch bei WLP sind es zwei Kammern. Die innere dicke, unbedruckte enthält die Hefe.
Ist gar nicht ohne, die mit der Nadel zu treffen. Anfangs hatte ich versehentlich nur die äußere mit der Nährlösung angestochen. Aller Anfang ist schwer.
---
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#399

Beitrag von sea-spin » Sonntag 10. Februar 2019, 17:49

Kann man den inneren Beutel dann nicht einfach aus dem größeren rausnehmen? Die Nährlösung braucht man doch nicht oder?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#400

Beitrag von rakader » Sonntag 10. Februar 2019, 17:50

Werde ich beim nächsten Mal so machen.

Edit: Bei mir hatte sich die Hefe jetzt mit der Nährlösung vermischt. Vorher trennen macht auf jeden Fall Sinn. Werde ich auch bei den SmackPacks von Wyeast so machen.

Ich habe wie von Jens empfohlen, die Hefe auf 2 Flaschen aus der Apotheke aufgeteilt – vorher Flüssigkeit abgezogen und mit Hefe gleicher Menge aufgefüllt. (Ecoflacs sind bestellt.) Die haben jedenfalls nicht die Vertiefung wie beschrieben, d.h. die Methode Isopropanol anzünden, desinfizieren und mit Kerzenwachs verschließen funktioniert da weniger gut.

Aber Leute - ich rechne gerade durch: Das sind jetzt 200ml Hefelösung, das ergibt 40-50 Starter. Das ist irre!

Liebe Grüße an Alle,
Radulph
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