Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

Adrian S
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#501

Beitrag von Adrian S » Dienstag 7. Mai 2019, 06:41

Wieviel HZ/ml enthält 1 ml entnommene Hefe aus NaCl, wenn die Hefe ganz frisch im Glas/Ecoflac konserviert wurde?
- Kommt drauf an welche Vitabilität sie hatte beim einlagern, daher ohne eine Zählung schwer zu sagen, bzw. ein lustiges Ratespiel.

(Hintergrund: Morgen Mittag kommt hier eine ganze Ladung Wyeast Flüssighefen an. Ich gehe von einer Viabilität von 96% aus.)
- Ich zitiere mal von Brewersfriend:
Liquid yeast viability drops 21% each month, or 0.7% each day, from the date of manufacture.
Daher wird je nach Produktionsdatum der Flüssighefe eine Vitabilität von 96% ein Wunschdenken bleiben.


Quellenangabe:
Brewersfriend
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#502

Beitrag von rakader » Dienstag 7. Mai 2019, 11:00

Adrian S hat geschrieben:
Dienstag 7. Mai 2019, 06:41
Liquid yeast viability drops 21% each month, or 0.7% each day, from the date of manufacture.
Danke dafür. 0,7%/Tag ist doch ein Anhaltspunkt. Es geht mir ja nur um Näherungswerte.

Wenn ich es richtig verstanden habe, sollte das Gesetz der großen Zahl ohnehin gültig sein, d.h. am Ende unterscheidet sich das Propagationsergebnis nicht wesentlich. Ich habe das zumindest mit einem Rechner so nachvollzogen: http://www.yeastcalculator.com/yeastcalc.html

Edit: Ich hab's gerade nochmal mit mehr Hefealterung und weniger HZ durchgerechnet. Kein Unterschied. Jetzt wird mir allmählich klar, warum das generell bei uns Hobbybrauern mit den Startern (meistens) hinhaut und was Ulrich meint, man braucht nur eine Zelle. Schon interessant.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#503

Beitrag von CastleBravo » Dienstag 7. Mai 2019, 12:42

Bzgl. der beobachteten Zersetzung der eingelagerten Hefen (weißer Schleim) kann ich folgendes nach der heutigen Durchsicht meiner Hefen feststellen:

1. Meine Hefen lagern im Kühlschrank (Bier-) bei 0-3°C.
2. Ich habe Hefen von WYeast, WLP und der Hefebank Weihenstephan in NaCl-Lösung. Die älteste Hefe ist von Anfang 2018.
3. Sowohl die Hefen von White Labs wie auch die der Hefebank Weihenstephan sind unauffällig.
4. Alle (!) Hefen von WYeast weisen einen weißen Belag auf von schleimiger Konsistenz! (Älteste: Anfang 2018, jüngste: Ende 2018) Selbst eine Hefe, die ich nie verwendet habe, also nur in die NaCl-Lösung gegeben habe und nie entnommen habe.

Die Ursache hierfür kann ich nicht feststellen, ob es mangelnde Vorsicht beim Abfüllen war (vielleicht das Smackpack nicht genügend desinfiziert) oder WYeast spezifisch ist.

Viele Grüße

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#504

Beitrag von rakader » Dienstag 7. Mai 2019, 12:46

Kannst Du mal ein Bild Deiner Wyeast-Hefen posten? Danke.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#505

Beitrag von skappler » Dienstag 7. Mai 2019, 13:43

CastleBravo hat geschrieben:
Dienstag 7. Mai 2019, 12:42
Bzgl. der beobachteten Zersetzung der eingelagerten Hefen (weißer Schleim) kann ich folgendes nach der heutigen Durchsicht meiner Hefen feststellen:

1. Meine Hefen lagern im Kühlschrank (Bier-) bei 0-3°C.
2. Ich habe Hefen von WYeast, WLP und der Hefebank Weihenstephan in NaCl-Lösung. Die älteste Hefe ist von Anfang 2018.
3. Sowohl die Hefen von White Labs wie auch die der Hefebank Weihenstephan sind unauffällig.
4. Alle (!) Hefen von WYeast weisen einen weißen Belag auf von schleimiger Konsistenz! (Älteste: Anfang 2018, jüngste: Ende 2018) Selbst eine Hefe, die ich nie verwendet habe, also nur in die NaCl-Lösung gegeben habe und nie entnommen habe.

Die Ursache hierfür kann ich nicht feststellen, ob es mangelnde Vorsicht beim Abfüllen war (vielleicht das Smackpack nicht genügend desinfiziert) oder WYeast spezifisch ist.

Viele Grüße
Das ist wirklich interessant... Ich war ja auch der Meinung, dass eine meiner Konserven autolysiert und habe deshalb einen Starter zum neu einlagern damit angesetzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass schon beim Starter ein leichter Schleier über dem Bodensatz lag. Es handelt sich auch um eine Wyeast Hefe, die London Ale III, die sowieso schlecht sedimentiert. So alt war das Fläschchen auch noch nicht, von September 2018.

Hat sonst noch jemand dieses Verhalten bei Wyeast Hefen? Ein Bild würde mich auch interessieren...

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#506

Beitrag von Labmaster » Dienstag 7. Mai 2019, 15:06

Nein bei meinen Hefen gibtes keine Schleier.
Die Lagerung von Hefen bei 4°C über Monate ist nicht anzustreben und sinnvoll.Bei Lagerung macht man Glycerin Kulturen bei -20°C oder Kryoperlen.
Grüße Jo

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#507

Beitrag von Laney » Donnerstag 9. Mai 2019, 14:02

Ich hätte eine Frage zur Einlagerung von aus Flaschen gestrippten Hefen. Ich würde gerne eine Kuchlbauer Hefe auf NaCl legen.
Grundsätzlich habe ich schon viel dazu gefunden, der generelle Ablauf ist mir klar.
Ich frage mich nur gerade, ob die Hefe nach dem ersten Propagationsschritt bereits wieder optimal aktiv ist, oder ob man vor dem Einlagern lieber mehrere Schritte fahren sollte?
Im Braumagazin steht ja der Hinweis, dass man die Schritte Anfangs nur bei 1:2 bis 1:3-fach ausführen sollte, weil die Hefe sehr angeschlagen ist.
Ich hätte jetzt als ersten Schritt 2 Bodensätze mit möglichst wenig Restbier in 30ml Würze mit 8°P durchgären lassen. Soll der Magnetrührer im ersten Schritt auch schon laufen?
Jetzt ist die Frage: Gleich 10ml entnehmen und auf NaCl, oder lieber noch weiter machen?

Danke sehr!

LG
Michael

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#508

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 9. Mai 2019, 14:12

Kleine Schritte sind gut, wenn die Hefe alt ist. Man sollte auch die STW der Starterwürze absenken. Chris White schreibt 4-6°P.
Lass die erste Stufe bei einer schwachen Hefe so lange verschlossen stehen, bis die Gärung startet (Hefetrübung, CO2). Dann direkt überführen in die 2. Stufe mit Magnetrührer. Man kann die erste Stufe durch gelegentliches Schütteln belüften.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#509

Beitrag von Laney » Donnerstag 9. Mai 2019, 15:12

Hallo Jens,

ok dann mach ich das mit einem Fläschchen und wenns gärt, schütte ich es um.
Was hältst du von 30ml (5°P) - 150ml (8°P)? Ist das dann so ausreichend, oder sollte man als letzten Schritt dann auch einen 10er Schritt einlegen, analog wie vor dem Anstellen?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#510

Beitrag von CastleBravo » Donnerstag 9. Mai 2019, 15:31

Auf Wunsch habe ich die betroffenen Hefen heute fotografiert.
Dateianhänge
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#511

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 9. Mai 2019, 15:39

1:5 in der 2. Stufe passt. Bis 1:10 wäre auch OK. Du brauchst ja nicht übermäßig viel Hefe, um ein Ecoflac zu beimpfen.

@CastleBravo
So schlecht sieht das noch nicht aus. Das Hefebett im unteren Bereich ist noch schön hell und fest. Muss man aber beobachten. Irgendwann wird die "helle Hefe" zunehmend gräulicher. Dann wird es höchste Zeit zum Umtopfen.
Und auch immer mal einen Blick auf die NaCl Oberfläche werfen, dass dort nichts wächst. Manchmal sieht man das vor lauter Aufklebern nicht sofort.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#512

Beitrag von Laney » Donnerstag 9. Mai 2019, 16:18

Ok vielen Dank!
Wie Dosiert ihr denn die Hefenahrung bei derart kleinen Volumina?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#513

Beitrag von CastleBravo » Donnerstag 9. Mai 2019, 16:33

Danke für die Info Jens! :thumbup

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#514

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 9. Mai 2019, 17:05

Laney hat geschrieben:
Donnerstag 9. Mai 2019, 16:18
Ok vielen Dank!
Wie Dosiert ihr denn die Hefenahrung bei derart kleinen Volumina?
Mehr Starterwürze kochen. Mindestens so viel, dass man alles gut dosieren kann. Der Rest wird eingefroren, autoklaviert oder sonstwie haltbar gemacht.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#515

Beitrag von Laney » Donnerstag 9. Mai 2019, 18:08

Oder so. :-)
Danke dir!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#516

Beitrag von Thoreck » Freitag 17. Mai 2019, 12:36

Hallo,

ich hätte da auch mal eine Frage. Ich habe vor zwei Tagen in Flaschen abgefüllt. Ich habe etwas Bier über der Hefe stehen lassen, dann alles aufgeschüttelt und in 3 x 500 ml Einmachgläser gefüllt, diese dann bei 2°C in den Kühlschrank gestellt und nach einer Stunde habe ich jeweils das obere Drittel in ein viertes Einmachglas gegossen, die restlichen 2/3 habe ich jeweils verworfen.

Sieht nun wie folgt aus
HEFE Erntehefe.jpg
Nun bin ich auf dieses Thema gestoßen und meine Frage ist, kann ich das auch noch in ein Ecoflac umfüllen?

Wenn ja, muss ich dann alles aufschütteln und dann 20 ml entnehmen, oder gieße ich das Bier ab und ziehe dann nur den "Hefebrei" in die Spritze?

Danke schon mal

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#517

Beitrag von rakader » Freitag 17. Mai 2019, 12:47

Umfüllen kannst Du grundsätzlich alles. Spaß beiseite, ich würde aus meiner Beschäftigung mit dem Thema hier im Thread sagen: Nein. Ob Du willst oder nicht, wirst Du Nährlösung ins Kochsalz eintragen; damit verpufft der Kochsalz-Effekt. Wenn überhaupt, müsstest Du den ganzen Überstand wegbekommen und dann mit der Spritze aus der Mitte der Hefe absaugen. Ich halte bei diesem Verfahren aber die Infektionsgefahr für sehr sehr hoch. Aber es gibt hier berufenere Stimmen, die Dir sicher noch mehr zu dem Thema sagen können.

VG
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#518

Beitrag von Johnny H » Freitag 17. Mai 2019, 15:29

Was für Nährlösung? Es ist doch nur von Jungbier die Rede.

Aus meiner Sicht kann man den Hefebrei durchaus umfüllen. Direkt nach dem Ernten wäre wohl besser, aber zwei Tage geht wohl noch.

Ich würde direkt mit der Spritze aus dem Bodensatz entnehmen und zwar so bald wie möglich.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#519

Beitrag von rakader » Freitag 17. Mai 2019, 15:33

Er spricht davon zu schütteln, dann zu entnehmen. Das ist einfach falsch. Jungbier hat IMHO auch nichts in Kochsalzlösung zu suchen. Ich glaube auch nicht, dass der Bodensatz besonders rein ist und sich zum Abfüllen eignet. Wie willst Du bei einem solchen Überstand sauber entnehmen, ohne zu kontaminieren? Mir wäre das zu mit zu vielen Fehlerquellen behaftet. Direkt nach dem Ernten wird wohl eine andere Kiste sein. Aber probieren kann man immer…
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#520

Beitrag von Johnny H » Freitag 17. Mai 2019, 15:48

Schütteln würde ich auch nicht. Deswegen schrieb ich ja "Bodensatz". Und ja, vermutlich ist jeder Tag Verzögerung nun schlecht.

Ansonsten hast Du bei der Wiederverwendung der Erntehefe die gleichen Fehlerquellen, wie wenn Du sie jetzt auf Kochsalz ziehst. Ich verstehe also nicht, worauf Du rauswillst. Erntehefe auf Kochsalz ziehen machen doch viele.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#521

Beitrag von glassart » Freitag 17. Mai 2019, 16:23

du kannst bei der Größe des Glases problemlos mit einer 20 ml Spritze + Kanüle bis knapp an den Boden gehen, aufziehen und dann ins NaCl injizieren.
Auch wenn die Spritze außen nass ist -dies kommt ja nicht ins Ecoflac und die Finger werden ein wenig nass :Bigsmile .

Wenn man möchte kann man ja nochmals eine neue Kanüle nehmen ,ich würde es nicht machen ( meine persönliche Meinung)

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#522

Beitrag von Thoreck » Freitag 17. Mai 2019, 16:41

OK, dann lasse ich es lieber und gieße diese Hefe in den Abguss.

Ich hatte das aus dem Buch von Rudolf Hagen und im Buch von Jan Brücklmeier steht, man soll wegen de osmotischen Druckes kein Wasser nehmen, sonder das Jungbier.

Aber wie ernte ich denn dann die Hefe nach dem Abfüllen, wenn ich die NaCl-Lösung in Ecoflacs nutzen möchte?

Einfach von der verbliebenen Hefe etwas in eine Spritze aufziehen?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#523

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 17. Mai 2019, 17:30

Also ich würde mir da nicht ins Hemd machen. Dickbreiige Hefe (im Zweifel abgießen, nicht aufschütteln) - ein kleiner Anteil Jungbier ist dabei, das macht m. E. nichts. Ich habe meine Hefe auch immer so aus der Erntehefe oder aus einem (ausgegorenen) Starter gezogen. Wenn das nicht ok ist, wüsste ich auch mal gerne wie man das sonst machen soll :)
Auch die paar Tage zusätzlich im Jungbier wären für mich kein Grund zum Entsorgen.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#524

Beitrag von irrwisch » Freitag 17. Mai 2019, 17:49

Ich wollt auch grad sagen..
Ich Ernte meine Hefe immer erstmal in nem einmachglas und lass das im Kühlschrank sedimentieren bevor ich es in NaCl schieße
Nix anderes liegt ja hier auch vor.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#525

Beitrag von rakader » Freitag 17. Mai 2019, 18:17

Johnny H hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 15:48
Ansonsten hast Du bei der Wiederverwendung der Erntehefe die gleichen Fehlerquellen, wie wenn Du sie jetzt auf Kochsalz ziehst. Ich verstehe also nicht, worauf Du rauswillst. Erntehefe auf Kochsalz ziehen machen doch viele.
Richtig, trotzdem sperre ich mich bisher gegen diese Methode, da ich immer von argen Veränderungen gelesen habe, hervorgerufen durch Mutationen. Andereseits soll es Stämme geben, die in der 3. Generation besser werden. Kurzum - ich weiß zu wenig darüber und es scheint mit fehlerbehafteter zu sein, als Frischhefe einzulagern. Erntehefe würde ich für mich selbst gleich anstellen, damit ich erst einmal einen Eindruck habe. Also Schritt für Schritt. Aber Jens kann da vermutlich viel Profunderes beitragen…

Edit: Also ich würde zuerst vergleichen zum Ausgangsprodukt, dann einlagern - eliminierte Überraschungen. Wenn ich die Hefe natürlich kenne, ist so eine Überlegung obsolet.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#526

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 17. Mai 2019, 18:38

Das ist praktisch nichts anderes als ein Starter von Uli oder eine Hefe, die man sich extra zum Einlagern propagiert hat.
Überstand einfach abgießen und eine kleine Schicht Jungbier über der Hefe stehen lassen. Dann aufschwenken und maximal 20ml der Suspension ins Ecoflac spritzen. Ohne Jungbierrest bekommst du die Hefe nicht durch die Kanüle.
Nimm so wenig Jungbier mit wie möglich. Das passt. Ob du dein Hefesediment oben, mittig oder unten absaugst ist egal.

Hefe mutiert nicht so schnell. Die abweichenden Eigenschaften entstehen durch natürliche Selektion.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#527

Beitrag von glassart » Freitag 17. Mai 2019, 19:04

:thumbsup Jens, danke > auf den Punkt gebracht !

lg Herbert :Drink

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#528

Beitrag von rakader » Freitag 17. Mai 2019, 20:09

Perfekt Jens - vielen Dank. Unklarheiten beseitigt! :Drink
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#529

Beitrag von Thoreck » Freitag 17. Mai 2019, 20:49

Vielen Dank.

War meine Vorgehensweise, wie ich die Hefe geerntet habe denn richtig?

Ich habe vor 2 Tagen abgefüllt und die Hefe wie oben geschrieben geerntet. Wieviel Zeit hat man, um die Hefe nach dem Sedimentieren auf die Spritze aufzuziehen und in den Euroflac zu injizieren, bzw. innerhalb welcher Zeit sollte das passieren?

Ich müsste mir noch das Zubehör aus der Apotheke besorgen, aber wenn schon zuviel Zeit vergangen ist, dann würde ich es beim nächsten mal gerne richtig machen.

Könnte ich die Hefe auch weiterhin so lagern und wieder verwenden? Wenn ja, wie lange ca.?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#530

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 17. Mai 2019, 22:03

Thoreck hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 20:49
Vielen Dank.

War meine Vorgehensweise, wie ich die Hefe geerntet habe denn richtig?

Ich habe vor 2 Tagen abgefüllt und die Hefe wie oben geschrieben geerntet. Wieviel Zeit hat man, um die Hefe nach dem Sedimentieren auf die Spritze aufzuziehen und in den Euroflac zu injizieren, bzw. innerhalb welcher Zeit sollte das passieren?

Ich müsste mir noch das Zubehör aus der Apotheke besorgen, aber wenn schon zuviel Zeit vergangen ist, dann würde ich es beim nächsten mal gerne richtig machen.

Könnte ich die Hefe auch weiterhin so lagern und wieder verwenden? Wenn ja, wie lange ca.?
Ganz viele Fragen ...
Den "Hickmeck" beim Ernten, mit zig mal umschütten, würde ich nicht empfehlen. Mach einfach gut 20 ml Erntehefe und etwas Jungbier drüber in ein flaches ausgekochtes Gefäß. Im Kühlschrank sedimentieren lassen, soviel Jungbier abgießen wie möglich, aufschwenken, absaugen und ab ins NaCl.
Mir stellt sich aber die Frage, ob das Einlagern von Erntehefen überhaupt sinnvoll ist. Für mich habe ich sie ganz klar mit NEIN beantwortet. Jede Erntehefe hatte eine "Population davor", die potentiell sauberer war. Warum nicht "die Hefe vor dem Sud" als Quelle für die nächsten Sude einlagern?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#531

Beitrag von Karel » Samstag 18. Mai 2019, 08:31

Danke Peter und Jens für die Bestätigung, auch meine Methode keep it simple...Hobbybrauer halt..


FG
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#532

Beitrag von Thoreck » Samstag 18. Mai 2019, 09:03

jetzt bin ich schon ein Stück weiter.

Aber ist die Vorgehensweise wie ich es gemacht habe, denn richtig, also den Hefebrei mit etwas Jungbier aufschütteln, in drei Einmachgläser füllen, bei 2°C sedimentieren lassen und dann jeweils den oberen Drittel in ein weiteres Einmachglas umfüllen. Oder ist das alles Quatsch und ihr entnehmt die Hefe direkt aus dem Gärfass?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#533

Beitrag von glassart » Samstag 18. Mai 2019, 10:39

dekantiere bis auf ca 1cm den Jungbierüberschuss, schüttle gut auf dass eine cremige , homogene Flüssighefe entsteht, ziehe 10-15 ml davon in die Spritze und ab ins NaCl :Greets

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#534

Beitrag von happyhibo » Sonntag 19. Mai 2019, 20:47

Thoreck hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 09:03
jetzt bin ich schon ein Stück weiter.

Aber ist die Vorgehensweise wie ich es gemacht habe, denn richtig, also den Hefebrei mit etwas Jungbier aufschütteln, in drei Einmachgläser füllen, bei 2°C sedimentieren lassen und dann jeweils den oberen Drittel in ein weiteres Einmachglas umfüllen. Oder ist das alles Quatsch und ihr entnehmt die Hefe direkt aus dem Gärfass?
Warum verteilst Du die Hefe auf drei Einmachgläser, wenn Du nur 20ml für den ECO-Flac brauchst?
Dekantiere den Überstand ab. Ziehe die Spritze zur Hälfte (10ml) mit NaCl auf und dann den Rest mit der dickbreiigen Hefe (ohne Kanüle).
Einmal die Spritze aufschütteln und ab ins EcoFlac. Das machst Du zweimal und Du hast 20ml Hefe fast ohne Jungbieranteil im Flac und man bekommt die Hefe auf gut durch die Kanüle ganz ohne Sauerei...

Keep it simple... :Drink
Gruß Alex / HappyHibo

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#535

Beitrag von Thoreck » Sonntag 19. Mai 2019, 20:50

Also direkt aus dem dem Gärfass?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#536

Beitrag von happyhibo » Sonntag 19. Mai 2019, 20:54

Thoreck hat geschrieben:
Sonntag 19. Mai 2019, 20:50
Also direkt aus dem dem Gärfass?
Ja kannste machen oder einen Teil in einem Glas zwischen lagern und wieder sedimentieren lassen und dann einlagern.
Den Rest wirst Du ja verwerfen, außer Du willst die Hefe gleich wieder im Anschluss für den nächsten Sud verwenden...
Gruß Alex / HappyHibo

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#537

Beitrag von Thoreck » Sonntag 19. Mai 2019, 20:56

OK, danke, dann sind meine Fragen erst mal geklärt.

Wie lange könnte ich die Hefe nur im Glas lagern?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#538

Beitrag von happyhibo » Sonntag 19. Mai 2019, 21:09

Thoreck hat geschrieben:
Sonntag 19. Mai 2019, 20:56
OK, danke, dann sind meine Fragen erst mal geklärt.

Wie lange könnte ich die Hefe nur im Glas lagern?
Ich lehn mich mal aus dem Fenster:
Nach einer Woche sollte die Hefe weitgehendst im Kühlschrank sedimentiert sein und eingelagert werden.

:popdrink
Gruß Alex / HappyHibo

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#539

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 19. Mai 2019, 21:10

happyhibo hat geschrieben:
Sonntag 19. Mai 2019, 21:09
Thoreck hat geschrieben:
Sonntag 19. Mai 2019, 20:56
OK, danke, dann sind meine Fragen erst mal geklärt.

Wie lange könnte ich die Hefe nur im Glas lagern?
Ich lehn mich mal aus dem Fenster:
Nach einer Woche sollte die Hefe weitgehendst im Kühlschrank sedimentiert sein und eingelagert werden.

:popdrink
Schon 1000x beantwortet ... >>> https://hobbybrauer.de/forum/search.php ... las+lagern
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ? Aus Zeitgründen derzeit kein Hefeversand.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#540

Beitrag von Thoreck » Sonntag 19. Mai 2019, 21:12

Werde dann morgen mal ein bisschen lesen

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#541

Beitrag von Gandalf15 » Montag 17. Juni 2019, 19:43

Danke für die Top Anleitung. Habe soeben meine erste Hefe eingelagert. Dazu eine kleine Geschichte:
Genau an Weinachten 2018 habe ich mein Imperial Stout abgefüllt. Damals habe ich 3 kleine Gläser des "Hefeschlamms" vom Boden genommen und in den Kühlschrank gestellt. Aus einem Glas habe ich einem Forummitglied etwas geschickt der die Hefe eingelagert hat. Die anderen beiden standen bis letzte Woche im Kühlschrank.

Habe daraus einen Löffel voll in meinen Erlenmayerkolben gegeben und darauf Trockenmalzpulver mit wasser aufgekocht und damit gefüttert. Danach stand es 2 Tage auf dem Magnetrührer und wurde einmal dekantiert und wieder mit Würze aus Pulver gefüttert (das Pulver ist seit 2014 abgelaufen, habe damit mein erstes bier gemacht, da wars schon abgelaufen^^). Heute schön 20 ml (sehr helles sediment, womit ich angefangen hatte war sehr dunkel) auf NaCl gelegt. Hat super geklappt :) War fast 6 Monate im Glas und konnte ich sauber hochpäppeln ohne irgendwelche Zauberei. Also nicht abschrecken lassen - einfach versuchen. Falls es kippt habe ich 6 CHF für das NaCl fläschchen "verloren" :)

Danke!

HubertBräu
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#542

Beitrag von HubertBräu » Donnerstag 4. Juli 2019, 16:24

Wie groß propagiert ihr einen Starter, um eine auf NaCl eingelagerte Hefe aufzufrischen und neu einzulagern?

Adrian S
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#543

Beitrag von Adrian S » Donnerstag 4. Juli 2019, 17:31

HubertBräu hat geschrieben:
Donnerstag 4. Juli 2019, 16:24
Wie groß propagiert ihr einen Starter... ?
Ich mache min. vier Schritte (1:2 á 48h, 1:3 á 24h , 1:7 á 24h und dekantieren á 24h).

*dies ist meine Praxis, ob gut oder schlecht ist jedem sein eigen Bier* :P
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#544

Beitrag von Dyrdlingur » Donnerstag 4. Juli 2019, 19:02

Ich mache auch 4 Schritte (aber ohne dekantieren):
1: 10ml aus NaCL + 50ml 48h
2: +200ml 24h
3: + 1l 24h
4: + 5l 24h
VG Klaus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#545

Beitrag von Fabolizer » Mittwoch 17. Juli 2019, 10:11

Moin Moin an alle,

ich habe vor 2 Tagen ein Starter aus der Vermont auf NaCi angesetzt, zu meinem verwundern regt sich bis jetzt noch nicht viel.
Alles steril abgezogen, Würze aufgekocht etc.

Habe 10 ml Hefe/NaCi auf 120ml Starterwürze gegeben. Eine kleine Aktivität sieht man, eine Schauminsel von weniger als 1 Quadratzentimeter hat sich in einer Ecke gebildet, da steigt auch ein strang Blasen auf. Meint ihr das wird noch oder sollte ich nochmal neu aufsetzten?

Danke und Gruß

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#546

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 17. Juli 2019, 11:10

Riech doch einfach mal vorsichtig. Riecht es nach Würze oder Hefe?
Viele Grüße

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#547

Beitrag von Adrian S » Mittwoch 17. Juli 2019, 12:22

Wenn man direkt im Verhältnis 1:12 aus NaCl aufzieht sollte man sich auch nicht wundern wenn nichts geschieht.


Edit sagt: Lies das Braumagazin.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#548

Beitrag von rakader » Mittwoch 17. Juli 2019, 13:14

Als Verhältnis empfiehlt sich 1:2 bis 1:5 beim ersten Propagationsschritt. Dafür reicht ein Glasröhrchen. Dann auf den Rührer überführen.

Das Braumagazin führt allerdings sich verkürzenden Propagationsschritte auf: 1:10, 1:8 etc. Hier im Thread werden aufsteigende Schritte empfohlen. Beispiel 1:4, 1:7 etc.

Lies einfach mal die älteren Posts in diesem Thread. Es gibt dafür oben eine eigene Suche. Bei mir haben sich die Anleitungen von Jens @DerDasBierBraut sehr bewährt.

Edit: Bei so starker Verdünnung muss es nicht wundern, wenn es länger geht. Gib Deinem Versuch einfach noch mehr Zeit oder fang neu an, wenn es eilt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#549

Beitrag von Adrian S » Mittwoch 17. Juli 2019, 17:22

Danke rakader für deine Ergänzungen! :thumbup
rakader hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 13:14
Das Braumagazin führt allerdings sich verkürzenden Propagationsschritte auf: 1:10, 1:8 etc. Hier im Thread werden aufsteigende Schritte empfohlen. Beispiel 1:4, 1:7 etc.
Ich Zitiere aus dem Braumagazin:
Ist in der Ausgangshefe der Anteil lebender Zellen aber ungewiss oder gering (z.B. lange gelagerte Erntehefe, eine alte Trockenhefe oder Flaschengeläger), sollte man mit deutlich kleineren Propagationsschritten von 1:2 oder 1:3 beginnen, also z.B. 10 ml in 20 ml in 60 ml in 300 ml in 1,5 l in 10 l. Nur der letzte Schritt vor dem Anstellen sollte jeweils „groß“ gewählt werden.
Dies kann man ohne weiteres auf die Aufzucht aus NaCl übertragen. Generell gilt die Anzahl lebender Zellen ohne ein Mikroskop und Zählkammer als ungewiss.

Des weiteren gibt es hier im thread mehrere Beiträge in der ein hochpropagieren von Hefe aus NaCl mit den jeweiligen Schritten beschrieben wird.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#550

Beitrag von rakader » Mittwoch 17. Juli 2019, 18:03

Danke zurück, Adrian :thumbsup

der zentrale Satz lautet:
Adrian S hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 17:22
Ich Zitiere aus dem Braumagazin:
Ist in der Ausgangshefe der Anteil lebender Zellen aber ungewiss oder gering
…das wurde hier weiter oben auch schon diskutiert - bezogen auf 1ml Flüssiggefe in NaCl. Die Annahme geht dabei von 500.000 Hefezellen/ml aus.

Bei 4ml Entnahme pro Starter sind das 2 Mio. Hefezellen oder 0,002 Mrd wie es die Amis gerne haben. Diese fülle ich in ein 20ml Glasröhrchen und 16ml Starter mit 8°Plato dazu = 20 ml oder Faktor 1:4. Die weiteren Propagationsschritte hängen dann von meinem Sud und der benötigten Hefezellenmenge sowie der Zuckerkonzentration ab. Ein Wert zwischen 9-10° Plato ist optimal für die Vermehrung. Mehr stresst die Hefezellen. Die üblichsten Schritte bei meinen Bieren, die immer zwischen 14 und 19°Plato liegen, sind:
1:4 / 1:6 / 1,8 wobei der letzte Schritt angepasst wird in Abhängigkeit von der gewünschten Stammwürze (selten der 2. Schritt und nur dann, wenn die Startermenge geringer sein soll - erst machen, wenn Erfahrung da ist).
Die Werte trage ich in folgendes Formular ein und passe ggf. noch an: http://www.yeastcalculator.com/yeastcalc.html

Aus eigener Erfahrung mein Tipp: Dieser Thread ist riesig, aber auch äußerst informativ. Es lohnt sich die letzten 5 (!) Paginierungen (Seiten) durchzulesen. Das erspart viel Trial and Error. Viel Erfolg.

Edit: Bisher hat mit dieser Annahme bei mir alles geklappt, da war nichts over- oder underpitched. So falsch kann die Annahme also nicht sein. Wenn man im Calculator ein wenig spielt, sieht man zudem, dass hier das Gesetz der großen Zahl voll durchschlägt. Die Ausgangshefezahl ist nämlich vernachlässigenswert und hat wenig Einfluss auf das Endergebnis. Entscheidend ist der 2. Propagationsschritt, dort findet die größte Vermehrung/ml statt.
---
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