Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#651

Beitrag von rakader » Mittwoch 15. Januar 2020, 17:29

Berechtigte Frage, Daniel- es ist erstens ein Test eben für Trockenhefen, die man schwer bekommt und bei der US-05 kann man nicht viel falsch machen, zweitens wenn mal eine Flüssighefe ausfällt, drittens einfach Neugier :Greets
Ich tendiere nach Recherchen gerade dazu meine Kryoperlen einzusetzen, die hier ungenutzt seit 2 Jahren liegen und die Geschichte mit Ausstreichen in Petrischale zu verwerfen. Es gibt da gut Anleitungen, z.B. Wiki-How, mir ist das aber zu kompliziert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#652

Beitrag von Brainer » Mittwoch 29. April 2020, 12:22

Hi,
also ich habe mich auch mal nach einer 20 Jahre alten Anleitung ans Züchten gemacht. Bei einigen Hefen macht das keinen Sinn, weil man die billiger kaufen kann. Andere sind als Flüssighefen echt teuer zu beschaffen: Packung für 10 €. Da macht das Hefe Kultivieren vielleicht mehr Sinn. Die Anleitung habe ich gefunden unter:
http://www.ytee.de/bier/rohstoffe/y_cult.htm
In der Anleitung bin ich noch über
"Als Nährmedium dient Würzeagar aus einer auf etwa 8% eingestellten, gehopften Eigenwürze" gestolpert. Ist damit gemeint, man soll 8 mL Würze auf 100 mL verdünnen und dann Agar gießen?
Bleibt jetzt nur in dem Thread "Hefebanking" zu fragen, ob jemand in NaCl befindliche (sonst unerschwingliche) Hefen hat und u. U. versendet.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#653

Beitrag von rakader » Mittwoch 29. April 2020, 12:51

Brainer hat geschrieben:
Mittwoch 29. April 2020, 12:22
Hi,
also ich habe mich auch mal nach einer 20 Jahre alten Anleitung ans Züchten gemacht. Bei einigen Hefen macht das keinen Sinn, weil man die billiger kaufen kann. Andere sind als Flüssighefen echt teuer zu beschaffen: Packung für 10 €. Da macht das Hefe Kultivieren vielleicht mehr Sinn.

Willkommen im Forum.
Vergesse die Versandkosten nicht. Es geht bei dem Thema nicht nur ums Geldsparen, sondern v.a. um besseres Zeit- und Krisenmanagement für Deine Sude.
Definiere "unerschwinglich". Der Thread hier befasst sich mit Lagerung auf NaCl, nicht ausstreichen auf Agar Agar. Nutze die Suchfunktion für einen Agar-Thread.
Hanghofer ist bekannt, wie Du richtig sagst, 20 Jahre alt. Ich würde mich hier an den Thread und sonst ans Forum halten.

Agar Agar: War mir immer zu kompliziert - ein Hobby im Hobby.

NaCl: Ich kaufe mir einmal die Flüssighefe und lagere sie auf NaCl-Glasflaschen (nicht Ecoflacs) um. Das war's. In Zukunft musst Du nur aufwecken und propagieren. Aus einem SmackPack o.ä. ziehe ich mir 20-40 Sude, verteilt auf 2-3 Glasflaschen.
Du brauchst Spritzen, Nadeln, Isopropanol, Watte, Sprühflasche, Schere, NaCl und 20ml Glasröhrchen sowie Bechergläser oder Erlenmeyerkolben zum Aufwecken und Propagieren. Einmal besorgt, ist Ruhe vor defekten oder verspätet gelieferten Hefen.
Brainer hat geschrieben:
Mittwoch 29. April 2020, 12:22
Bleibt jetzt nur in dem Thread "Hefebanking" zu fragen, ob jemand in NaCl befindliche (sonst unerschwingliche) Hefen hat und u. U. versendet.
Jens hier im Thread macht das. Ich habe hier auch noch ein paar übrig. Lass Dir aber nicht alle Infos aus der Nase ziehen; es gibt hunderte Hefen: Was für Bier möchtest Du machen, welche Hefen/Stile schweben dir vor? Werde konkrekter. Wenn Interesse, PM.
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 29. April 2020, 12:44

PS: Dies hier ist übrigens ein Starter einer knapp 3 Jahre alten Agar-Kultur, welche damals mit 8P zum Schlafen gelegt wurde:
Dass Jens sich nicht bei so einer alten Kultur meldet und vorm Nachmachen warnt? :Bigsmile
Interessant: Erzähl mal, wie Du eine Starterkultur einlagerst. Wäre evt. auch was für mich, würde dann immer 3 Starter auf einmal machen, um den Aufwand ein wenig zu minimieren…
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#654

Beitrag von rakader » Mittwoch 29. April 2020, 13:25

schwarzwaldbrauer hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 23:26
Hab ich jetzt erst gelernt:
Am perfektesten ist es eine Starterwürze zu machen, die die gleichen Basismalze wie der geplante Sud enthält.
Grüßle Dieter
Dazu gehen die Meinungen hier im Forum auseinander und man wird, wenn man das macht, schon mal in die Schublade "halb verrückt" gesteckt, weil man es nicht schmecken würde. Wie immer bei solchen Pauschalaussagen, sie stimmen und stimmen auch nicht. Natürlich verändert eine große Menge Starterwürze den Gesamteindruck Deines Bieres. Natürlich verändert ein ungehopfter Starter Deine IBU-Bombe. 10% sind bei mir die Obergrenze. Aber auch falsche Hopfensorten oder zu hohe Bitterung können stark beeinflussen. Und hier mal zum Vor-, mal zum Nachteil Die Erfahrung macht's.

Es ist am perfektesten. Absolut d'accord. Wenn ich Edelsude habe und ich Wert auf Reproduzierbarkeit lege, mache ich auch immer einen Mini-Sud für den Starter; ich hopfe diesen sogar identisch. Allein um schon mal den Parameter Starter als Faktor bei der nächsten Verkostung auszuschließen. Verkehrt ist es ohnehin nie.
Zuletzt geändert von rakader am Mittwoch 29. April 2020, 13:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#655

Beitrag von Brainer » Mittwoch 29. April 2020, 13:28

Hi Rakader,

vielen Dank für das herzliche Willkommen. Ich habe gerade WLP013 bestellt. Das soll ein Hazy IPA werden. Da kostet eine Flüssigkultir 8€ plus Versand. Da überlegt man sich schon, ob das nachhaltiger geht. Anders herum: Ich hätte sicher demnächst WLP013 im Überschuss. Dahin ging mein Beitrag. Außerdem ist es ja schön, wenn bei der nächsten exotischen Hefe vielleicht ein günstiger und zuverlässiger Weg machbar ist.

Was die Agar- und Zuchtanleitungen hier im Forum angeht, fürchte ich etwas Hilfe zu brauchen: Das Suchwort "Agar" ergibt recht viele Einträge. Wenn also jemand eine bessere Anleitung als die von Hangover hat: Ich würde mich darüber freuen.

Es gibt hier auch saisonale Zwänge: in der Gegend um Heidelberg hat mein Keller spätestens in 4 Wochen wieder 22° oder mehr und ich wollte ja nicht schnell Kopfwehbier brauen. Das nächste Zeitfenster für die Sache beginnt mit der herbstlichen Heizperiode....

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#656

Beitrag von rakader » Mittwoch 29. April 2020, 13:39

Brainer hat geschrieben:
Mittwoch 29. April 2020, 13:28
Hi Rakader,

vielen Dank für das herzliche Willkommen. Ich habe gerade WLP013 bestellt. Das soll ein Hazy IPA werden. Da kostet eine Flüssigkultir 8€ plus Versand. Da überlegt man sich schon, ob das nachhaltiger geht. Anders herum: Ich hätte sicher demnächst WLP013 im Überschuss. Dahin ging mein Beitrag. Außerdem ist es ja schön, wenn bei der nächsten exotischen Hefe vielleicht ein günstiger und zuverlässiger Weg machbar ist.
Die habe ich auch. Und wenn Du bei einem Stil wie IPA sattelfest werden willst, ist es immer richtig bei einer Hefe zu bleiben und sich auf die Hauptkomponente eines IPAs – Hopfen – zu konzentrieren. London Ale ist süßlich. Wer's trockener mag, nimmt die London III 1316 oder von Wyeast. Sie limitiert Dich halt auf englische Stile.
Ich bevorzuge für IPAs die amerikanischen American I und II von Wyeast sowie die California.
Brainer hat geschrieben:
Mittwoch 29. April 2020, 13:28
Was die Agar- und Zuchtanleitungen hier im Forum angeht, fürchte ich etwas Hilfe zu brauchen: Das Suchwort "Agar" ergibt recht viele Einträge. Wenn also jemand eine bessere Anleitung als die von Hangover hat: Ich würde mich darüber freuen.

Es gibt hier auch saisonale Zwänge: in der Gegend um Heidelberg hat mein Keller spätestens in 4 Wochen wieder 22° oder mehr und ich wollte ja nicht schnell Kopfwehbier brauen. Das nächste Zeitfenster für die Sache beginnt mit der herbstlichen Heizperiode....
Wie gesagt, für Agar bist Du hier falsch. Mache einen eigenen Thread auf und frage. Ich würde als Anfänger die Hände von Agar lassen. Da lauern zu viele Gefahren. Ich empfehle Dir NaCl ohne Wenn und Aber.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#657

Beitrag von rakader » Mittwoch 29. April 2020, 13:48

beryll hat geschrieben:
Mittwoch 29. April 2020, 13:45
Naja, ich hab mit Agar damals angefangen, einfacher gehts kaum. Ja, man muss sich erstmal einen Nährboden anlegen, das ist richtig.... alles andere unterscheidet sich von NaCl kaum bis gar nicht.

VG Peter
Einen eigenen Thread dazu fände ich gut. Man lernt ja nie aus…
Mich hat immer die Beschaffung von Agar Agar abgeschreckt sowie Impföse, desinfizieren, dieses Ausstreichen und Beurteilen…

Edit: 3 Jahre ist schon stolz. Hier wird schon mal nach einem halben Jahr empfohlen Hefe auf NaCl umzulagern. Ich halte das für Aktionisimus. Deswegen spitzte ich bei 3 Jahren die Ohren. Holt ihr Euer Hefeseminar irgendwie virtuell nach?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#658

Beitrag von Brainer » Mittwoch 29. April 2020, 14:46

Ich würde ja grundsätzlich drei Experimente definieren:
1.) Wie hält man die Hefe lange ohne Aufwand lebensfähig? -> NaCl -> Mangelstoffwechsel, lebt sicher mehrere Jahre.
2.) Wie vermehrt man die Hefe? -> am besten mit Fermentation. Das hat den Nebeneffekt, dass man dann auch Bier kriegt. Da braucht man glaub ich kein Regenzglas, das hat bei mir üblicherweise 25 L Volumen.
3.) Wie macht man eine Reinkultur, um sicher zu sein, dass man das züchtet, was man auch haben will? -> Petrischale, Agar

Agar beschaffen ist kein Problem, das gibt's bei einem bekannten Onlinehändler für 10€.

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