Der Hefebankthread

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Hagen
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Re: Der Hefebankthread

#201

Beitrag von Hagen » Montag 29. Dezember 2014, 09:41

Alt-Phex hat geschrieben:Hallo Ulrich,

erstmal danke für dein Angebot, sowas ist nicht selbstverständlich.

Es wird hier öfters auch über Alkoholfreies/armes Bier diskutiert. Eine mögliche Herangehensweise wäre wohl eine
spezielle Hefe, LudwigII oder so ähnlich, die nur einen sehr geringen Vergärungsgrad aufweist. Die ist allerdings, auf
freier Wildbahn, nirgends zu finden. Vieleicht kannst du da weiterhelfen ?
Moin Phex,

hat Uli irgendwo oben - weiß jetzt nicht genau wo - schon angekündigt, dass er einen solchen niedrigvergärenden Stamm für Malz- und alhoholfreie/-arme Biere anbieten wird.
Besten Gruß

Hagen

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Ulrich
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Re: Der Hefebankthread

#202

Beitrag von Ulrich » Mittwoch 31. Dezember 2014, 01:12

Tyrion hat geschrieben:
Ulrich hat geschrieben: eine 10-Fache Vermehrung in <5 Tagen total realistisch.

Bei OG schneller (<3Tage) und höhere Hefezellzahl!
Muss mal grad nachfragen:

Heisst 10-Fache-Vermehrung, dass ich aus 1 Mrd. Zellen ---> 10 Mrd. Zellen machen kann,

oder heisst das 1 Mrd. - 2 - 4 - 8 - 16 - 32 - 64 - 128 - 256 - 512 - 1024 Mrd. Hefezellen ?
10-Fach, heißt 10-Fach
200ml -2L - 20L- USW

Aus mikrobiologischen gründen hat man eine Anfangskonzentration von nicht weniger (aber auch nicht mehr) als ca 5-10 Millionen Hefezellen pro ml, die theoretisch bei eine reinem Gerstenmalzwürze (12%) bis 100-140 Mio Hefezellen pro ml vermehrt werden können. Bei nicht-Profi-Propagatoren sollte man aber eher mit einem Endergebnis von ca 65 Mio Hefezellen rechnen. Wenn mehr rauskommt ist gut, aber so ist die Hefe aber auf jeden Fall nicht unterversorgt.
Millionen nicht Milliarden! Eine dickflüssige Erntehefe kann locker 2miliarden Hefezellen/ml enthalten, aber nie eine Propagationswürze.
Wenn man die letzte Vermehrungstufe absetzen lässt kann man natürlich hohe Hefezellen/ml erreichen. Ist ja auch klar, wenn man zB 2l mit 65millionen HZ/ml absetzen lässt, kann man ca 40-50ml mit der 40-fachen hefezellzahl/ml erreichen.

Wenn ich die 2l auf 20l auffülle, habe ich 20l mit 6,5millionen HZ/ml, die wieder bis 65mio/ml vermehrt werden können. Usw
Zuletzt geändert von Ulrich am Mittwoch 31. Dezember 2014, 01:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Hefebankthread

#203

Beitrag von Ulrich » Mittwoch 31. Dezember 2014, 01:31

Alt-Phex hat geschrieben:Hallo Ulrich,
Es wird hier öfters auch über Alkoholfreies/armes Bier diskutiert. Eine mögliche Herangehensweise wäre wohl eine
spezielle Hefe, LudwigII oder so ähnlich, die nur einen sehr geringen Vergärungsgrad aufweist. Die ist allerdings, auf
freier Wildbahn, nirgends zu finden. Vieleicht kannst du da weiterhelfen ?
ja, die Ludwigii kann nur Monozucker (Glycose, Fructose) vergären. Keine Maltose und Maltotriose. sie besitzt aber die Fähigkeit die Invertase zu bilden und an das Substrat abzugeben. Wie der Name schon sagt, zerlegt die Invertase die Saccharose in Glycose und Fructose.

So ergibt sich, dass die Ludwigii einen Vergärungsgrad von ca 12-15% bei einer reinen Gerstenmalzwürze hat.
Also bei einer Stw von 7% ca 0,45 Vol % erreicht!
aber auch, dass man durch Zugabe von normalem Haushaltszucker den Alkohol nach oben hin regulieren kann.

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Re: Der Hefebankthread

#204

Beitrag von Ulrich » Mittwoch 31. Dezember 2014, 01:40

Alt-Phex hat geschrieben:Hallo Ulrich,
Es wird hier öfters auch über Alkoholfreies/armes Bier diskutiert. Eine mögliche Herangehensweise wäre wohl eine
spezielle Hefe, LudwigII oder so ähnlich, die nur einen sehr geringen Vergärungsgrad aufweist. Die ist allerdings, auf
freier Wildbahn, nirgends zu finden. Vieleicht kannst du da weiterhelfen ?
Und ja, na klar habe ich die.
Sie wird für die Herstellung von Alk frei, Alk reduziert und Malztrunk verwendet und anderen Malzgetränken

Wie ich schon irgendwo oben erwähnt habe, kannst Du eine Sammelbestellung organisieren. Wenn Du 8 Interessenten zusammenbekommst, mach ich die Euch fertig.
:thumbsup

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Re: Der Hefebankthread

#205

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 31. Dezember 2014, 04:55

Ulrich hat geschrieben: Und ja, na klar habe ich die.
Sie wird für die Herstellung von Alk frei, Alk reduziert und Malztrunk verwendet und anderen Malzgetränken

Wie ich schon irgendwo oben erwähnt habe, kannst Du eine Sammelbestellung organisieren. Wenn Du 8 Interessenten zusammenbekommst, mach ich die Euch fertig.
:thumbsup
OK, gut zu wissen das du die hast. werde mich diesbezüglich nochmal melden wenn ich 8 Leute zusammen bekomme.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Der Hefebankthread

#206

Beitrag von djmoehre » Mittwoch 31. Dezember 2014, 10:03

Hier ist schon mal ein Interessent mehr. Ich würde die gerne mal ausprobieren. Allerdings brauche ich da noch ein paar Tips (evtl. von Ulrich) was man damit am besten macht und wie. Stammwürze, Schüttung, rasten,...
Wird das dann so etwas wie ein alkfreies Weizen?
Grüße
Maddin

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Re: Der Hefebankthread

#207

Beitrag von Darkangle » Mittwoch 31. Dezember 2014, 12:22

Ich bekunde hiermit auch Interesse an der LudwigII. Müsste halt zweifachen Postversand überstehen oder schickst du sie direkt an die Interessenten Ulrich?
Beer you, Beer me, Beer us together.... ;-)

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Re: Der Hefebankthread

#208

Beitrag von Grobi » Mittwoch 31. Dezember 2014, 14:07

Moin!

Von der Ludwigii würde ich auch gerne was haben!

Bis dann

Grobi

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Re: Der Hefebankthread

#209

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 31. Dezember 2014, 15:42

Lasst uns das Thema bezüglich dieser hefe doch hier weiterführen
Hefe LudwigII | SB und Rezeptfindung

@Ulrich:
Wäre nett wenn du uns da noch genaueres zu den Kosten sagen könntest.
Tipps und Tricks zum Umgang mit der Hefe und Rezeptvorschläge wären auch gut.
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Re: Der Hefebankthread

#210

Beitrag von Ulrich » Freitag 2. Januar 2015, 16:45

Alt-Phex hat geschrieben:@Ulrich: Wäre nett wenn du uns da noch genaueres zu den Kosten sagen könntest.
siehe post nr 65

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Re: Der Hefebankthread

#211

Beitrag von Gimbel » Sonntag 4. Januar 2015, 00:24

Hallo Ulrich,
ist das Sammelmail schon raus ?
Ich wäre auch dabei.

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Re: Der Hefebankthread

#212

Beitrag von morpheus_muc » Sonntag 4. Januar 2015, 01:39

Uli möchte die ,Anmeldung zum Newsletter bitte an: labor@hefebank-weihenstephan.de

Viele Grüße
Michael
Beer is the answer, but I don't remember the question...

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Re: Der Hefebankthread

#213

Beitrag von Biermann » Montag 26. Januar 2015, 00:55

Hallo liebe Hefegemeinde,

nun habe ich mich in 1,5 Std. durch diese 213 Antworten gelesen und habe jetzt nur noch Hefe, CO2 und Alkohol im Kopf da ich den Anfang irgend wie im Dezember verpennt habe.

Und es ist wie immer: 'je mehr Info und Wissen - um so mehr Fragen und Frust'.

Mal kurz zu meinem Anfang des Brauens: angesteckt von einem 'billigen' Freund der nicht mehr Bier kaufte, sondern von Konzentrat braute. Sein Rezept: die Würze kochen für 20-30 Minuten, abkühlen lassen bis 20°, dann eine Scheibe Toastbrot mit Bäckerhefe bestreuen und oben auf der Würze schwimmen lassen. Was heraus kam war Bier und schmeckte gar nicht mal so übel.

Nun arbeite ich seit 20 Jahren aber nur noch mit Malz und PC unterstützter Technik und versuche mich und mein Wissen zu verbessern.

Da ich wenig Zeit habe braue ich nur 4 Sude im Jahr (@ 58L), zu dieser, jetzigen Jahreszeit und nur 2 x 58L Kölsch (bisher immer Brauwerkstatt 'Colonia') da ich aber keine Trockenhefe mehr habe und ich mir die nicht schicken lassen will nun die WY2565 für's Kölsch, die ich im Kühli habe und propagieren muß um genügen Hefe zum Anstellen zu haben.

Dann noch 2 Lager, gleiche Menge.

Fürs Lager habe ich noch vom Januar 2014 Hefe im Kühli (fresst mich bitte nicht auf, die Hefe ist aber unberührt seit 12 Monaten und sieht m.M. nach Top aus, oder nicht?)
WY2001-1-15-2.JPG
WY2001-1-15-2.JPG (118.94 KiB) 10329 mal betrachtet
Das Kölsch geht mit 14-16°durch die HG und dann in Kegs (drucklos) bei der gleichen Temperatur.

Das Lager wird bei 6° angestellt und die HG läuft bei der gleichen Temperatur durch, nachher geht's in den Keg mit 8° (drucklos) bis es durch ist. Dann alles in Druckkegs mit CO2 bis es getrunken wird.

Nun alle meine Fragen und Kommentare:

Olivenöl für die Propagierung war (glaube ich mich zu erinnern) wegen des Überschäumens auf dem Magnetrührer im Erlenmeier mit Belüftung und Perlstein. Das hatte ich Umgangen indem ich den Sauerstoff ohne Perlstein obenauf gab, mit kleinem Rührkegel, der Sinn war das der Vortex den Sauerstoff einzieht. Aber: falsch nach Ulrich da der Sauerstoff fein zerstäubt sein muß damit die Hefezellen in aufnehmen und nutzen können.

Frage: wie kann ich das als Hobbybrauer machen?

Nächste Frage: Kann man nicht einen O2 Tank mit Druckregler und Magnetventil über einen Zeitschalter nehmen um den Suaerstoff in den Starter zu bekommen? Dieses für Patienten mit Atembeschwerden etc. müßte doch klinisch rein sein, oder nicht. Dann bleibt nur noch die Frage: wie viel - wie oft?

Mehr Fragen: Hefevermehrung: 18-20°, okay, wie langsam und wie genau muß ich die Hefe dann der Anstellwürze mit der Temperatur anpassen bevor ich sie zu gebe? Ich gebe die Hefe zu während ich belüfte. Normalerweise belüfte ich mit einem Sprudelstein, Aquariumspumpe und Sterilfilter für 15-20 Minuten.

Leider werde ich wegen meiner 'Braufaulheit' und Entfernung kein Teilnehmer in dieser Hefetestaktion werden, möchte mich aber da unbedingt weiterbilden, da ohne gute Hefe nix läuft.

Vielen Dank für all die Hilfe die hier einfließt, besonders an Ulrich, der sicherlich besseres zu tun hat als sich mit uns 'Kleintieren' zu unterhalten, aber wenn man es sich von der anderen Seite betrachtet, er hat schneller 50 Hobbybrauer als Testfahrer wie 50 Großbrauereien mit wenig Interesse außerhalb ihrer Geschäfte zu denken.

Also :Greets Danke :Greets

und :Drink

Jörg
Zuletzt geändert von Biermann am Freitag 20. Mai 2016, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Hefebankthread

#214

Beitrag von Hopfenknecht » Montag 26. Januar 2015, 01:35

djmoehre hat geschrieben:Ich habe mit Trockenmalzextrakt gute Erfahrungen gemacht.
:crying hab ich mal mit dunklem DME probiert,..2 hefen aus meiner sammlung sind beide nicht angekommen.
Geht es nur mit hellem DME? :Waa
Guter Neid gibt gute Biere
Dabei ist platte Nachmacherei sehr unkreativ, der Ansatz es anders und besser zu machen erheblich erstrebenswerter.

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Re: Der Hefebankthread

#215

Beitrag von djmoehre » Montag 26. Januar 2015, 08:35

Hopfenknecht hat geschrieben:
djmoehre hat geschrieben:Ich habe mit Trockenmalzextrakt gute Erfahrungen gemacht.
:crying hab ich mal mit dunklem DME probiert,..2 hefen aus meiner sammlung sind beide nicht angekommen.
Geht es nur mit hellem DME? :Waa
Ich denke es sollte mit jedem DME gehen. Allerdings nehme ich den hellen, um für alle geplanten Biersorten relativ neutral zu sein.
Am WE in Doemens wurde nochmal bestätigt, dass entweder eigene Würze oder DME die besten Lösungen für einen Starter sind.
Grüße
Maddin

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Re: Der Hefebankthread

#216

Beitrag von Hopfenpeter » Montag 26. Januar 2015, 11:10

Ich zwar einen neuen Thread aufgemacht, hänge es aber wegen des Zusammenhanges noch mal hier an. Ich habe einen kleinen Heferechner programmiert, der sich an der hier beschriebenen Vorgehensweise orientiert: viewtopic.php?f=6&t=1898

Peter

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Re: Der Hefebankthread

#217

Beitrag von Biermann » Montag 26. Januar 2015, 22:59

Hallo,

ist ja schon etwas komisch wenn man seine eigenen Fragen beantwortet: http://www.morebeer.com/products/oxygen ... ystem.html zum Thema O2.

Cheers, Jörg

Edith: mein keyboard war auf unglisch
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Re: Der Hefebankthread

#218

Beitrag von Ulrich » Dienstag 27. Januar 2015, 11:41

@Biermann
1.) Olivenöl: sieheden link auf # 189 (ich bin kein Fan davon, wenn dann sowiso nur für die Erntehefe vor der Hefegabe und nicht zum Propagieren)

2.) Belüften: bitte "nicht optimal" und "falsch" nicht miteinander verwechseln!
Natürlich ist es ausreichend, wenn man die Hefe auf dem Magnetrührer propagiert. Die Sauerstoffausnahme über den Trichter ist ausreichend, geht aber langsamer. Realistisch: 35-fache Vermehrung bei OG in 3 Tagen, bei UG in 5 Tagen. (Wenn man die Hefe absetzen lassen will, jeweils plus zusätzlich 36 - 48h.)

Wenn man professionel Propagiert, kann mann zB bei OG eine 100-fache Vermehrung (20L in 2000L) in 36-48h erreichen. Bei UG verdoppelung der Hefezellzahl alle 6h, also 10-fache Vermehrung alle 24h realistisch.)

Wie erwähnt wurde, ist es richtiger die Hefe an die zu erwartenden Bedingungen zu gewöhnen. (Nährstoff-Angebot, Temperatur, Alkoholgehalt, usw)
Bei mehrstufiger Propagation: langsam heranführen. (bei jedem Schritt ein bissel näher an die zu erwartenden Gärbedingungen)
Bei einstufiger Propagation: Temperatur höchstens 5°C höher, als geplante HG-Temp., Stammwürze: max 12,5%,
Nicht optimal, aber möglich: Man propagiert bis zur gewünschten Hefezellzahlmenge und kühlt die vor dem Sud runter:
<12h vor dem Sud: 1-2°C unter Anstelltemperatur.
>12h vor dem Sud: 2-6°C

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Re: Der Hefebankthread

#219

Beitrag von Ulrich » Dienstag 27. Januar 2015, 11:57

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass die erwünschte Hefezellzahl (HZZ) eines jeden Propagationsschrittes bei optimal 80 - 100 Millionen Hefezellen/ml ligen sollte. 120 Millionen Hefezellen pro ml sollten aus Qualitätsgründen nicht überschritten werden.
Noch mal veranschaulicht:
zB:UG-Hefe (nur ein Beispiel)
200ml mit 10 mioHZ/ml, nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (20-25°C), in
1800ml Würze geben (=2000ml), nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (15 - 20°C), in
18 000ml (=18L)Würze geben (=20000ml = 20L), nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (10-15°C), in 80 - 90L Anstellwürze geben.
HG bei 10 - 12°C

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Re: Der Hefebankthread

#220

Beitrag von jemo » Dienstag 27. Januar 2015, 12:54

Ulrich hat geschrieben: ...in
18 000ml (=18L)Würze geben (=20000ml = 20L), nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (10-15°C), in 80 - 90L Anstellwürze geben.
HG bei 10 - 12°C
Ganz ehrlich, ein Starter in der Größenordnung von 18 Litern bei 80-90 Litern Würze, ist für Amateurverhältnisse surreal.
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

hoggel1
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Re: Der Hefebankthread

#221

Beitrag von hoggel1 » Dienstag 27. Januar 2015, 13:16

Hallo Ulrich,

Danke für die Infos.

@jemo: ich finde es schade, das jemand ein Fachwissen mit uns Teil, das ganze auf uns zugeschnitten und als erste Reaktion kommt: das ist surreal!

MfG
Thomas

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Re: Der Hefebankthread

#222

Beitrag von jemo » Dienstag 27. Januar 2015, 13:24

Na ja, ich finde es schon wichtig, wenn man das mal ein wenig erdet. Ein Starter von 18 litern ist eben nicht auf uns zugeschnitten und mir fällt es auch schwer zu glauben, daß in Brauereien ca. 20% der Würze als Starter herhalten.
Aber ich lasse mich da gerne korrigieren...
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Der Hefebankthread

#223

Beitrag von Reinoldus » Dienstag 27. Januar 2015, 13:29

Gerade bei uns Hobbybrauern ist so was möglich.
Ich habe meinen letzten Sud genau nach der Methode angestellt
und bin begeistert, noch nie ist ein Sud so schnell angekommen,
und störende Nebenprudukte hab ich auch nicht festgestellt.

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Re: Der Hefebankthread

#224

Beitrag von cyme » Dienstag 27. Januar 2015, 13:36

Ob's 20% der Würze sind, weiss ich nicht, aber Stone macht "Starter" von ~3500l, Anheuser-Busch propagiert in 4x 230000 Litern:
http://blog.stonebrewing.com/index.php/ ... part-deux/
http://www.stltoday.com/business/local/ ... efaf6.html

Überhaupt, wer die Möglichkeiten hat, hobbymäßig 100l Würze zuzubereiten, sollte es doch die Möglichkeit haben, 20l davon in einen getrennten Behälter zu füllen, oder?

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Re: Der Hefebankthread

#225

Beitrag von jemo » Dienstag 27. Januar 2015, 13:39

Vielleicht verstehe ich das auch nicht richtig.
Nehmen wir mal an, ich will ein Altbier brauen und setze zwei Wochen vorher einen Starter an. Dazu nehme ich immer Malzextrakt, da ich die passende Würze ja nicht auf Vorrat habe.
Wenn ich mir jetzt einen 20%igen Starter bastle, dann besteht mein Bier doch hinterher zu 20% aus Malzextrakt. Oder nicht?
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Der Hefebankthread

#226

Beitrag von cyme » Dienstag 27. Januar 2015, 14:11

Du brauchst die 20l nicht schon zwei Wochen vorher. Bis zu 2l kannst du noch mit Extrakt arbeiten, mit diesem 2l-Starter stellst du 20l von deiner Anstellwürze an, die andern 80l bewahrst du 24h-48h auf um sie dann zuzugeben - so hat's Ulrich zumindest vorher schon beschrieben.
Schau mal hier:
viewtopic.php?f=6&t=1587&p=22598#p22598
viewtopic.php?f=6&t=1524

Oder du machst vorher einfach einen 20l-Sud - brauen macht ja Spaß, dann hast du schonmal einen Grund für einen Brautag mehr :Wink

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Re: Der Hefebankthread

#227

Beitrag von jemo » Dienstag 27. Januar 2015, 15:05

OK, grundsätzlich verstanden.
Aber wo ist denn nun der Unterschied, wenn ich den 2 Ltr.-Starter direkt in die gesamte Würze gebe? Belüften kann ich die ja auch.
Wozu ist der Zwischenschritt mit den zwanzig Litern dann noch gut? Die restliche Würze hat so ja ca. 24-48 Stunden Zeit zu gammeln...
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Der Hefebankthread

#228

Beitrag von ggansde » Dienstag 27. Januar 2015, 15:31

Moin,
ich bin jetzt auch etwas überwältigt vom Fachwissen zumal ich jetzt zwei Fachleute zu dem Thema gehört habe deren Aussagen zumindest vordergründig teilweise konträr sind. Folgende konkrete Punkte sind mir in diesem threat unklar:
1) Belüftung: Was bringt es mir, wenn der Rührer einen Trichter bildet, in den er im Starter gebildetes CO2 zieht? Wo soll da der Sauerstoff herkommen?
2) Starterlösung: Warum sollte alkoholfreies Bier mit gestoppter Gärung nicht klappen. Das ist m.W. richtiges Bier (mit etwas weniger StW.) bei welchem die Gärung durch Erhitzen gestoppt wurde. Es sollte also noch genug für die Hefe zum knabbern sein und zumal noch in der richtigen Qualität. Wieso sollte Malzbier besser funktionieren? Das ist doch fast reiner Glucosesirup. Wie wird denn dann die Hefezelle zur Bildung der Enzyme angeregt, mit der sie Maltose und Maltotriose durch die Zellwand bekommt?
Erhellt mich bitte :Waa Danke :thumbup
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Re: Der Hefebankthread

#229

Beitrag von philipp » Dienstag 27. Januar 2015, 15:34

Wenn
http://www.erdinger-alkoholfrei.de/en/p ... lfrei.html
stimmt, hat das dann nur 3,6% Zucker.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

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Re: Der Hefebankthread

#230

Beitrag von jemo » Dienstag 27. Januar 2015, 15:36

ggansde hat geschrieben: 1) Belüftung: Was bringt es mir, wenn der Rührer einen Trichter bildet, in den er im Starter gebildetes CO2 zieht? Wo soll da der Sauerstoff herkommen?
Ich leite mit einer kleinen Aquarienpumpe Luft knapp oberhalb des "Trichters", in der Hoffnung, das diese das CO2 verdrängt...
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
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Viele Grüße, Jens

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ggansde
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Re: Der Hefebankthread

#231

Beitrag von ggansde » Dienstag 27. Januar 2015, 15:43

Stimmt, das ist wenig Zucker. Also werde ich doch wieder auf Trockenmalzpulver zurückgreifen. Das mit dem Schlauch mache ich auch so in der Hoffnung, dass das funktioniert. Ist im Sommer halt immer übel mit den Fruchtfliegen, die kommen gerne ml durch die Durchführung.
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Re: Der Hefebankthread

#232

Beitrag von -CK_AKS- » Dienstag 27. Januar 2015, 15:48

Woher erhalte ich eigentlich die Information, ob ein entsprechende alkoholfreies Bier/Weizen mit gestoppter Gärung hergestellt wurde?
Gibt es hierfür schon eine entsprechende "Liste", wie z.B. die für's Hefestripping?
Dann verwende ich da in Zukunft beispielsweise TAP 3 von Schneider...wenn es geht und verzichte auf Karamalz.
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Christian

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Re: Der Hefebankthread

#233

Beitrag von philipp » Dienstag 27. Januar 2015, 15:48

Dagegen hilft eine alufoliekappe - den schlauch nicht durch ein loch führen sondern regulär oben oben den rand stülpen und außen wieder runter.

Weit muss der auch eigentlich nicht in den Kolben reichen - die immer wieder zitierte "CO2-Schutzschicht" ist mehr so eine Wolke. Man kann das mit dem Partyrauch in der Disco oder Zigarettenrauch vergleichen: Wenn es ein bisschen Luftbewegung gibt, ist das schneller weg als man glaubt - ansonsten müssten wir alle in unseren Kellern ersticken, weil ja unser ausgeatmetes CO2 nie aufsteigen würde.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Der Hefebankthread

#234

Beitrag von Biermann » Dienstag 27. Januar 2015, 16:27

Hallo alle Hefefreunde,

Ulrich schrieb:
zB:UG-Hefe (nur ein Beispiel)
200ml mit 10 mioHZ/ml, nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (20-25°C), in
1800ml Würze geben (=2000ml), nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (15 - 20°C), in
18 000ml (=18L)Würze geben (=20000ml = 20L), nach 24h bis 5 Tage (je nach Sauerstoffversorgung) bei Raumtemperatur (10-15°C), in 80 - 90L Anstellwürze geben.
HG bei 10 - 12°C
Ich glaube ich muß den ganzen Thread nun noch mal durchlesen, zumindest was Urich schrieb, denn:

Wie ich das verstanden habe (oder auch nicht) sollten wir bei der Hefevermehrung die Hefezellen 'aus dem Vollen' schöpfen lassen, also Würze mit 10-12°P benutzen. Wenn ich drei mal neu anstelle, sagen wir alle 24 Std. kann ich doch den Rührer ausstellen, so das sich die Feststoffe absetzen und den Überstand abgießen, dann neue Würze zugeben und weiter machen. Am Ende, vor der Hefezugabe zum Sud, kann ich doch auch nochmals abgießen und habe dann 'konzentrierten' Starter und nicht 10% des Sudes.

Oder ich mache wie Ulrich schreibt und gieße allen Überstand vor dem Anstellen ab?

Ich mache alle meine Berechnungen für einen Sud damit ich ziemlich genaue Biere 'baue' und will mir die nicht mit einer 10% Zugabe von Maltoseextrakt oder ähnlichem 'versauen und das war ursprünglich mein Zielgedanke mit 'konzentrierter Trockenhefe'.

Besonders würde mich Eure Einschätzung interessieren O2 an stelle normaler Luft zu benutzen, wie gesagt mit einer Zeitschaltuhr damit ich das kontrolieren kann.

Cheers, Jörg
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Re: Der Hefebankthread

#235

Beitrag von BadBuddha » Montag 23. Februar 2015, 15:28

Gehen eigentlich schon Mails rum, oder wurd meine Mail zur Aufnahme in den Verteiler übersehen?

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Re: Der Hefebankthread

#236

Beitrag von Hopfenpeter » Montag 23. Februar 2015, 16:09

Biermann hat geschrieben: Wie ich das verstanden habe (oder auch nicht) sollten wir bei der Hefevermehrung die Hefezellen 'aus dem Vollen' schöpfen lassen, also Würze mit 10-12°P benutzen. Wenn ich drei mal neu anstelle, sagen wir alle 24 Std. kann ich doch den Rührer ausstellen, so das sich die Feststoffe absetzen und den Überstand abgießen, dann neue Würze zugeben und weiter machen. Am Ende, vor der Hefezugabe zum Sud, kann ich doch auch nochmals abgießen und habe dann 'konzentrierten' Starter und nicht 10% des Sudes.
Hallo Biermann,

wir hatten das Thema jüngst in diesem Thread nochmal ziemlich ausführlich aufgebröselt. Fazit: Überstand abgiessen heißt weniger aktive Zellen. Daher am besten das Hefekonzentrat am Brautag nochmal mit frischer Würze vom Sud aufwecken und dann antellen.

Grüße

Peter

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Re: Der Hefebankthread

#237

Beitrag von Ulrich » Montag 23. Februar 2015, 16:33

Liebe Brauergemeinde,
Ich habe Euch nicht vergessen. Der Verteiler steht, aber ich komme einfach noch nicht dazu einen gescheiten Anfang zu finden.
Bitte habt noch ein wenig Geduld mit mir, habe seit Jahrebegin sehr viel um die Ohren. Wenn ich ein wenig Luft habe, mache ich mich sofort dran, versprochen.
Ich werde hier Ankündigen, wenn die erste Mail raus gegangen ist.
Vielen Dank für Eure Geduld.

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Re: Der Hefebankthread

#238

Beitrag von BadBuddha » Montag 23. Februar 2015, 17:10

Danke für die fixe Antwort.

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Re: Der Hefebankthread

#239

Beitrag von philipp » Montag 23. Februar 2015, 17:17

Wenn man sich was wünschen darf: Du hattest eingangs spezielle Hefestämme für low alcohol-Biere vorgestellt, da wäre ich heiß interessiert *g* ;-)

Edit: Ganz vergessen, es gibt dazu ja schon eine Sammelbestellung: viewtopic.php?f=6&t=1468&view=unread#unread
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Der Hefebankthread

#240

Beitrag von Ulrich » Dienstag 3. November 2015, 09:50

So, liebe Brauer, nun ist es endlich soweit! Mit der Hilfe von Simon habe ich es endlich geschafft eine gute Auswahl der verschiedenen Stämme auszusuchen.

Diese Stämme sind nun ab 2ter Hälfte Novenber bei Simon als Starter zu beziehen.

UG: (Ich würde erst einmal bei diesen Stämmen bleiben. Würde aber von Zeit zu Zeit vielleicht
Einen Sonderstamm anbieten)
- W34/70 „der Allrounder“
- W 109 „traditionell Bayerisch Helles“
- W105 „die etwas andere Hefe“ auch gut bei der Herstellung von dunklem Bier bewertet
- W120 „traditionell Bayerisch Dunkel“
- W128 „auch bei wärmer Gärung runde weiche Biere“
- W66 „für das Hefetrübe“

OG: (Ich würde erst einmal bei diesen Stämmen bleiben. Würde aber von Zeit zu Zeit vielleicht
Einen Sonderstamm anbieten. ZB Trappisten-, Lambic-, weitere Weissbier-, Stout- und Ale- Stämme)
- W68 „traditionelles bayerisches Weissbier“
- W208 „traditionelles Altbier“, auch für hervorragend Ales geeignet
- W177 „traditionelles Kölsch“, auch sehr gut für Pale Ales geeignet
- W378 „Wit/Blanche, belgisch Dubbel und Tripel
- W306 Amerikanisches Ale und IPA
- W211 Ale, Stout, Porter

Spezialhefen:
- WSL-17
- WDB 24 (Brett)

Ich freue mich darauf in diesem Tröt unserer Erfahrungen, Tipps, Ratschläge auszutauschen!

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Re: Der Hefebankthread

#241

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 3. November 2015, 10:49

Danke Ulrich!

Gibt es etwas konkretere Infos zu den beiden letzten auf Deiner Liste?
Der Klügere kippt nach!

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Re: Der Hefebankthread

#242

Beitrag von schnapsbrenner » Dienstag 3. November 2015, 11:06

WDB 24 (Dekkera bruxellensis)

Die WDB produziert die typischen „Pferdedecke-Aromen“. Sie wird überwiegend als Zweithefe eingesetzt. zB für Berliner Weiße, Belgische Lambic-Biere, aber auch für Stout

WSL-17 (Saccharomycodes ludwigii)

Die WSL-17 wird für die Herstellung alkoholarmer, bzw. alkoholfreier Biere verwendet. Dieser Hefestamm kann von den Kohlehydraten in einer Bierwürze ausschließlich Glucose, Fruktose und Saccharose vergären. So erreicht die WSL-17 einen Vergärungsgrad von ca. 12 -15%. (pH einstellen der Würze ist zu empfehlen.)

Empfohlene Gärtemperatur: 14 - 15°C (13 – 16°C) höhere Temperaturen möglich

VG

Simon
Offizieller Partner von Speidel, Brouwland, Wyeast , Whitelabs, Weyermann.
http://www.schnapsbrenner.eu

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Re: Der Hefebankthread

#243

Beitrag von Rudiratlos » Dienstag 3. November 2015, 11:11

Super!!!

Da werde ich auf jeden Fall die eine oder andere mal ausprobieren!

Für die die es interessiert, auf der Weihenstephan-Seite gibt es Kurzcharakteristiken zu einigen Stämmen: http://www.hefebank-weihenstephan.de/staemme.html


Leider sind da ein paar, wie die W105 oder W109 nicht aufgeführt. Ich hoffe mal, dass uns Ulrich da noch ein paar Infos liefert?

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Re: Der Hefebankthread

#244

Beitrag von Ulrich » Dienstag 3. November 2015, 13:53

Die Hefen werden auf der Webseite von Simon beschrieben. Wenn noch weitere Infos notwendig sind, werde ich die ergänzen (sofern ich kann)

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Re: Der Hefebankthread

#245

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 3. November 2015, 13:58

Ulrich hat geschrieben:Die Hefen werden auf der Webseite von Simon beschrieben.
...dann hat er die Beschreibung aber gut versteckt, bisher habe ich noch nichts dazu gefunden
Der Klügere kippt nach!

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Re: Der Hefebankthread

#246

Beitrag von Ulrich » Dienstag 3. November 2015, 14:02

Bierwisch hat geschrieben:
Ulrich hat geschrieben:Die Hefen werden auf der Webseite von Simon beschrieben.
...dann hat er die Beschreibung aber gut versteckt, bisher habe ich noch nichts dazu gefunden
:Bigsmile ...werden..., ist zur Zeit in Arbeit.
was willst Du denn noch über die WSL-17 wissen, was nicht in #242 steht?
was willst Du über die Brett wissen?

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Re: Der Hefebankthread

#247

Beitrag von philipp » Dienstag 3. November 2015, 14:22

Bierwisch hat geschrieben: ...dann hat er die Beschreibung aber gut versteckt, bisher habe ich noch nichts dazu gefunden
Weiter oben steht doch
Diese Stämme sind nun ab 2ter Hälfte Novenber bei Simon als Starter zu beziehen.
Das sind noch 14 Tage, also bitte: Ein bisschen mehr Ruhe ;-)
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

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Re: Der Hefebankthread

#248

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 3. November 2015, 14:27

Das Datum hab ich überlesen. Alles fein, ich halte so lange noch die Füße still und freue mich auf Deine Sonderhefenangebote :thumbsup
Der Klügere kippt nach!

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Re: Der Hefebankthread

#249

Beitrag von Ulrich » Dienstag 3. November 2015, 14:34

Bierwisch hat geschrieben:Das Datum hab ich überlesen. Alles fein, ich halte so lange noch die Füße still und freue mich auf Deine Sonderhefenangebote :thumbsup
jaja, Füße stillhalten :Bigsmile :Bigsmile :Bigsmile , weil wir Brauer es ja so haben mit der Geduld!
was willst Du wissen?

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Re: Der Hefebankthread

#250

Beitrag von Ulrich » Dienstag 3. November 2015, 14:35

Hopfenzupfer hat geschrieben:Hallo Simon, kann man die W120 schon vorbuchen?
Ich trage mich hiermit in die virtuelle Bestellungssliste ein ;-)
Keine Sammelbestellung!!! Einfach Bestellen! :Wink
Diese Hefen werden dann regelmässig angeboten werden.

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