Abmessen

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Wonderwoman
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Abmessen

#1

Beitrag von Wonderwoman » Freitag 18. August 2017, 11:21

Nachdem bei meinem letzten Brauversuch was schief gegangen ist, was die Wassermenge betraf, mal eine ganz simple Frage: Wie oder womit messt ihr das Brauwasser ab? Oder wiegt ihr?

Da ich nur 12L braue habe ich meist einen Messbecher genommen, aber der misst scheinbar nicht so genau...

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Boludo
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Re: Abmessen

#2

Beitrag von Boludo » Freitag 18. August 2017, 11:25

Ich nehm einen 5 Liter Meßbecher.
Was ging denn schief?

Stefan

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Re: Abmessen

#3

Beitrag von heinrich2012 » Freitag 18. August 2017, 11:39

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Toleranzen bei der Wassermenge einen großen Einfluss haben.
1 Liter oder 5 Liter Messbecher sind sicher üblich. Bei meine Brauanlage habe ich sogar eine Wasseruhr
für die Abmessung der Menge und hier im Forum hat jemand den Wassermesser von Gardena im Einsatz.

Gruss Klaus

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Re: Abmessen

#4

Beitrag von gulp » Freitag 18. August 2017, 11:46

Wonderwoman hat geschrieben:
Freitag 18. August 2017, 11:21
Nachdem bei meinem letzten Brauversuch was schief gegangen ist, was die Wassermenge betraf, mal eine ganz simple Frage: Wie oder womit messt ihr das Brauwasser ab? Oder wiegt ihr?

Da ich nur 12L braue habe ich meist einen Messbecher genommen, aber der misst scheinbar nicht so genau...
Bei der Ausschlagmenge tuts doch so ein üblicher 1l Meßbecher. Einmaischen 3,2l/1kg Malz. Nachgüsse bis der Pfannevollwert bassd: http://stixbraeu.de/tipps-und-tricks/st ... einstellen
Da kannst nix falsch machen.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

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Re: Abmessen

#5

Beitrag von schwarzwaldbbq » Freitag 18. August 2017, 11:49

Wir wiegen das Wasser mit der 50kg Paketwaage zu.

LG Joe
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Re: Abmessen

#6

Beitrag von afri » Freitag 18. August 2017, 11:53

Obacht, bei den billigen Messbechern ist die Mengen-Kennzeichnung gelegentlich fehlerhaft. Ich habe so ein Exemplar mit sogar erheblicher Abweichung, es ist ein 5-l-Becher von HuM. Bei nur 12l Menge könnte das schon einen Einfluss haben.
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Re: Abmessen

#7

Beitrag von Wonderwoman » Freitag 18. August 2017, 12:03

Ja wir haben so ein Billigteil und das ist nicht akkurat. Habe es mal mit der Küchenwaage abgemessen, da war der Unterschied deutlich, letztes Mal habe ich es mit einem anderen Messbecher abgemessen, auch da war es ein deutlicher Unterschied aber nicht so sehr wie bei der Waage - weiß aber nicht, wer da jetzt mehr recht hatte :P

Ich hatte am Ende auf jedenfalls deutlich weniger Wasser als errechnet und auch im Vergleich zum letzte Mal, als ich das Rezept braute (weiß aber nicht mehr, ob ich damals sogar gekauftes Quellwasser genommen habe - das habe ich dann aber nicht nochmal abgewogen). Daher ist das Bier eben jetzt etwas bitterer geworden, zwar gut aber einfach nicht das, das ich haben wollte.

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Re: Abmessen

#8

Beitrag von Wonderwoman » Freitag 18. August 2017, 12:04

Wenn man dann 16L Brauwasser abmisst und jedesmal vielleicht 100ml fehlen, merkt man das natürlich am Ende schon...

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Re: Abmessen

#9

Beitrag von Cyclops » Freitag 18. August 2017, 13:03

Gut, dass das mal jemand anspricht.
Ich habe nie meine Messbecher hinterfragt, werde vor dem nächsten Sud mal nachwiegen.

Besten Gruß, Uwe

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Re: Abmessen

#10

Beitrag von Boludo » Freitag 18. August 2017, 13:05

Wonderwoman hat geschrieben:
Freitag 18. August 2017, 12:03

Ich hatte am Ende auf jedenfalls deutlich weniger Wasser als errechnet und auch im Vergleich zum letzte Mal, als ich das Rezept braute (weiß aber nicht mehr, ob ich damals sogar gekauftes Quellwasser genommen habe - das habe ich dann aber nicht nochmal abgewogen). Daher ist das Bier eben jetzt etwas bitterer geworden, zwar gut aber einfach nicht das, das ich haben wollte.
Warum soll denn das Bier bitterer werden, wenn man mit weniger Wasser einmaischt?
Man bekommt halt mehr Stammwürze, das kann man aber durch eine angepasste Nachgußmenge oder im schlimmsten Fall durch Verdünnen am Ende korrigieren. Hast Du denn die Stammwürze gemessen?

Stefan

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Re: Abmessen

#11

Beitrag von §11 » Freitag 18. August 2017, 13:25

Das klingt jetzt in der Tat sonderbar, aber wenn man mit Infusion braut, sollte man theoretisch auch ohne Messbecher brauen koennen, sondern nur an Hand der Extraktkonzentration.

Ich brauche meine Pfannevoll- Konzentration und meine StW. damit ergeben sich die Mengen von selbst, die ja eh, je nach Maisch- und Laeutereffizienz, Anlagenspezifisch sind.

Anders sieht es bei Dekkoktion aus, hier ersetzt die Volumenmessung das Thermometer.

Gruss

Jan
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Re: Abmessen

#12

Beitrag von hyper472 » Freitag 18. August 2017, 13:34

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man herausschmeckt, wenn 10% Wasser fehlen. Möglicherweise ein geübter Biertester im direkten Vergleich, aber nicht unter den hier genannten Umständen.
Ich gebe gerne zu, dass mein Vorstellungsvermögen Beschränkungen unterworfen ist, aber ich vermute, dass der Fehler woanders liegt (evtl. Alpha-Säure falsch angegeben/gerechnet?).
Grüße,
Henning
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Re: Abmessen

#13

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 18. August 2017, 13:52

Es macht doch keinen Unterschied ob ich ein, zwei Liter Wasser zuviel oder zu wenig nehme, erst recht nicht was die Bittere angeht.
Ich tippe hier auch eher auf falsche IBU Berechnung oder zu lange Nachisomerisierung. Ist aber, ohne weitere Angaben, alles nur Spekulation.
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Re: Abmessen

#14

Beitrag von Boludo » Freitag 18. August 2017, 14:01

Die Qualität der Bittere kann auch mit der Wasserqualität zusammenhängen.
Quellwasser muss nicht unbedingt geeignet sein.

Stefan

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Re: Abmessen

#15

Beitrag von Kellerbraeu » Freitag 18. August 2017, 14:06

https://i.ebayimg.com/thumbs/images/m/m ... s-l225.jpg

Wasserzähler auch für Warmwasser.
Wer sich dann den Anfangsstand notiert und rechnen kann :Pulpfiction

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Re: Abmessen

#16

Beitrag von Bierjunge » Samstag 19. August 2017, 08:34

Wonderwoman hat geschrieben:
Freitag 18. August 2017, 11:21
Wie oder womit messt ihr das Brauwasser ab?
Mit solchen hölzernen Stichlatten, die ich mir für alle beim Brauen benutzten Gefäße angefertigt habe. Kalibriert habe ich die Latten anhand einer Paketwaage.
Bild

Moritz

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Re: Abmessen

#17

Beitrag von Wonderwoman » Dienstag 22. August 2017, 09:44

na, es wurde deshalb bitterer, weil ich dachte, ich hätte mehr Wasser und daher habe ich mehr Hopfen rein. Ging dann von 26 auf 30 oder mehr. Das schmeckt man schon.

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Re: Abmessen

#18

Beitrag von Wonderwoman » Dienstag 22. August 2017, 09:46

Boludo hat geschrieben:
Freitag 18. August 2017, 14:01
Die Qualität der Bittere kann auch mit der Wasserqualität zusammenhängen.
Quellwasser muss nicht unbedingt geeignet sein.

Stefan
Hi Stefan,
das ist auch ein Faktor, der mir durch den Kopf ging. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich beim ersten Brauversuch des Rezepts nicht doch Quellwasser genommen haben - Allerdings hatte das Quellwasser damals - wie ich erst hinterher herausfand - sehr viel Calcium, d.h. es wäre zu meinem Trinkwasser eigentlich kein Unterschied.

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Re: Abmessen

#19

Beitrag von Wonderwoman » Dienstag 22. August 2017, 09:46

Wonderwoman hat geschrieben:
Dienstag 22. August 2017, 09:44
na, es wurde deshalb bitterer, weil ich dachte, ich hätte mehr Wasser und daher habe ich mehr Hopfen nachjustiert. Ging dann von 26 auf 30 oder mehr. Das schmeckt man schon.

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Re: Abmessen

#20

Beitrag von Boludo » Dienstag 22. August 2017, 09:54

Hallo Wonderwoman,

das hört sich alles etwas seltsam an.
Der Calciumgehalt ist beim Brauwasser nicht der entscheidende Faktor. Im Gegenteil, zu wenig Calcium ist auch nicht gut. Es geht vor allem um Hydrogencarbonate. Deine Hopfenberechnung kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen.

Stefan

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