W34/70 nach Kühlschrank

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FrankNDH
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W34/70 nach Kühlschrank

#1

Beitrag von FrankNDH » Freitag 2. März 2018, 08:02

Hallo ! Nach meinem letzten Braudurchgang vom 17.12.17 habe ich am Neuhjahrstag abgefüllt und die Hefe w34/70 wie immer abgezogen und in einem Nutellaglas im Kühlschrank abgelegt. Nun habe ich sie Anfang der Woche angefüttert, und nach 2 Tagen zeigt sie nun auch wieder Gärtätigkeit.

Und nun zur eigentlichen Frage: Kann ich diese am Wochenende noch verwenden, oder sollte ich lieber zu einer frischen Hefe greifen?

Nicht das die Hefe durch die Lange lagerung sich irgendwie verändert hat, und ich am Ende einen Sud wegwerfen muss???

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#2

Beitrag von Bierjunge » Freitag 2. März 2018, 08:37

Sie wieder anzufüttern ist schon einmal der richtige Weg und besser, als sie direkt aus dem Weckglas zu verwenden.
Aber woher sollen wir wissen (können), wie sauber Du beim Ernten gearbeitet hast, und ob die Hefe infiziert ist oder nicht?
Meist bietet aber schon ein sensorischer Test der Hefe einen Anhalt.

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#3

Beitrag von FrankNDH » Freitag 2. März 2018, 08:44

Also optisch und vom sensorisch, also dem Geruch nach, riecht es ganz normal leicht süßlich nach Bierhefe. Beim Ernten schüttle ich den dicken Bodensatz immer mit etwas Restbier auf, und lasse den dicken Brei ins Glas laufen. Die überstehende Flüssigkeit gieße ich immer ab, nachdem die Hefe sich abgesetzt hat...

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 2. März 2018, 08:48

Nach 2 Monaten im Kühlschrank wäre mir das Risiko einer Kontamination / Infektion eindeutig zu hoch. Nach 2 Wochen kämen solche Fragen eher in Betracht. :-)
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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#5

Beitrag von Achilleas » Freitag 2. März 2018, 09:17

nach zwei Monaten ??
Wenn du nichts anderes hast, weil du in der sibirischen Tundra lebst und die Hefe bei 0°C gelagert hast und sie vorher mikroskopisch auf Fremdkeime untersuchst hast....dann würde ich sie nehmen. Aber sonst nicht.

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#6

Beitrag von FrankNDH » Freitag 2. März 2018, 12:13

Gut, reicht mir. Das wollte ich in etwa wissen, danke. Dann greife ich lieber zu ner anderen Hefe, auch wenns weh tut, blubbernde Hefe zu entsorgen...

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#7

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 2. März 2018, 13:39

Wenn man Hefe so einlagert, was ich immer so mache, kann man die auch nach Monaten noch verwenden. Wichtig ist hier ein Starter. So habe ich auch schon eine S04 nach 6 Monaten und eine Gutmann nach fast einem Jahr wieder erweckt. Man muss natürlich entsprechend sauber arbeiten und sensorisch erkennen können ob die Hefe noch in Ordnung ist oder nicht. Was man bei dieser Methode allerdings nicht macht, ist den Überstand abgiessen. Das "Restbier" schützt die Hefe nämlich recht zuverlässig.
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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#8

Beitrag von uli74 » Freitag 2. März 2018, 18:29

Du kannst aber probehaber ein paar Liter Würze abzwacken und mit der Erntehefe vergären, um zu sehen ob die Hefe den Kühlschrank gut überstanden hat.
Gruss

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 2. März 2018, 21:04

Lebende Zellen bleiben immer genug, die man im Starter vermehren kann.
Nur was sonst noch drin lebt kann man nicht wissen. Besonders nach einer so langen Zeit.

Ich habe vor einiger Zeit einen Starter aus einem sehr lange gelagerten, glasklarem und GDA abgefülltem Bier hochgezogen (null Budensatz, keine Trübung). Für den Starter reicht die berühmte eine lebende Zelle. Ein ganzes Glas voller Bodensatz lässt sich sicher in 10 Jahren noch propagieren, inkl. der Kontaminationen. :-)
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Freitag 2. März 2018, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#10

Beitrag von FrankNDH » Freitag 2. März 2018, 21:41

ja, also so einen cm Flüssigkeit habe ich zum Schutz schon belassen. Hm, jetzt sagen einige so, die Anderen so. Ich glaube ich werde die Hefe verwerfen, und mal die S04 ausprobieren. Aber auf jeden Fall habe ich jetzt gelernt wie es funktioniert, und werde es nächstes mal so probieren. Für morgen scheue ich das Risiko :-) Danke euch!!!

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#11

Beitrag von Boludo » Freitag 2. März 2018, 23:25

Du weißt schon, dass zwischen 3470 und S04 Welten liegen? Das gibt ein komplett anderes Bier.

Stefan

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#12

Beitrag von FrankNDH » Samstag 3. März 2018, 07:37

Oh sorry, ich meinte die S23.... Ist aber vom Grundsatz her klar, andere Hefe, - anderes Bier. Und die S23 wollte ich sowieso mal ausprobieren, da ich bis jetzt UG nur mit der W34/70 gebraut habe...

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#13

Beitrag von ThomasBr » Dienstag 5. März 2019, 07:43

Guten Morgen,
muss den Thread mal rausziehen weil er am ehesten zu meinem Problem passt.
Hab vor 14 Tage die 34/70 aus 35liter fertig gegorenem Bier geerntet und in den Kühlschrank.
Am Freitag Morgen hab ich sie Raus und langsam Starten lassen. Geruch war gut und Aktiv wurde sie auch.
Hab das auch schon oft so Erfolgreich gemacht
Samstag war Brautag, Würze ganz normal nach dem Kochen gekühlt und in die Kühlung. Am Späten Abend hab ich die Hefe dann zugegeben bei 8,5°C.
Soo, jetzt am Sonntag keine Gärung... hab dann bemerkt das die Würze leider auf 6°C runter gekühlt war. Mein Fehler!!
Kühlung ausgemacht und die Temperatur auf 9°C Steigen lassen. Dauerte aber bis Sonntag Abend
Heute Morgen Dienstag 5:00 immernoch alles ruhig. Hab mal durch den Gärspunt geschaut, da waren ganz leichte Schaumstellen.

Was soll ich machen? Hefe hab ich nichts mehr daheim.

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#14

Beitrag von diapolo » Dienstag 5. März 2019, 08:00

Morgen,
hast du nach dem ungewollten Abkühlen auf 6°C die Hefe nochmals aufgerührt? Wieviel Liter waren es diesmal und wieviel Hefe hast du verwendet?
Ich würde versuchen mit einem Schneebesen die Hefe nochmals aufzurühren. Vergärst du in einer Kühltruhe? Mir es hierbei schon passiert dass der Boden wesentlich kälter war als der Rest der Würze und dementsprechend die Hefe eingeschlafen ist bzw. nicht gestartet hat.

mfg

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#15

Beitrag von ThomasBr » Dienstag 5. März 2019, 08:07

Nein ist ein kleines Kühlhaus. Hab sie nicht aufgerührt, hatte angst vor Oxidation. Dieses mal waren es 20 liter Bockbier. Hefe ca.0,2l dickbreiig.

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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#16

Beitrag von diapolo » Dienstag 5. März 2019, 11:19

Hi,
beim Start der Gärung ist Sauerstoff sogar ein muss bzw. förderlich. Vor Oxidation brauchst dir hier keine Gedanken machen.
Ich würde den Schneebesen desinfizieren und dann mal kräftig aufrühren.

Mfg

Bernd
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Re: W34/70 nach Kühlschrank

#17

Beitrag von ThomasBr » Dienstag 5. März 2019, 11:23

Ok, danke Bernd. Werd ich nach Feierabend probieren. Und hoffen das noch alles gesund und munter ist. Denk mit der niedrigen Temperatur sollte was anderes auch nicht hoch gekommen sein.

Grüße
Thomas

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