Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

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Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#1

Beitrag von DerDallmann » Montag 23. Juli 2018, 09:54

Moinsen.

Ich habe ca. im Oktober 2017 ein IPA abgefüllt.
Daten, ca.: 16°P, 60 IBU, gestopft mit 5 gr/l, Hefe: US-05. Den Großteil habe ich abgefüllt wie immer, mit 2 g (ca., 2 kleine Messlöffel) Ascorbinsäure auf 25l. (Peter hatte das damals mal verkostet und hatte nichts zu granteln :) : https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... zu#p252067)

Einige Flaschen habe ich versuchsweise mit einem Messlöffen Ascorbinsäure pro Flasche (!) abgefüllt. Nur um mal zu sehen, was dann passiert.
Hier nun mein höchst unwissenschaftliches Fazit.

(Eins vorweg, mit dem Ursprungsbier hatten beide Versionen nichts mehr zu tun. Das IPA damals war richtig gut gelungen.)

Im Bild ist die linke Version normal, rechts mit AS. (Rechts später eingeschenkt)
Optisch war keine Veränderug auszumachen. Positiv fiel auf, dass beide Versionen nicht nachgedunkelt waren.

Die Version ohne AS hatte gleich in der Nase sofort die typischen Oxidationsaromen, wie ich sie von "alten" IPAs kenne, auch von Kaufbieren. Irgendwie muffig, nach Pappe. Im Geschmack setzte sich das fort, etwas muffig, weniger Bittere als damals beim Original. Hopfenaromen nicht mehr oder nur noch wenig vorhanden. Durchaus trinkbar, aber kein großer Genuss.

Die Version mit AS war vollkommen anders. Gar nicht muffig, frischer. Leider aber auch kaum noch Stopfaromen da, dafür eine leichte Säure von der Hohen Dosis AS und ein ganz leichter Medizinalgeschmack, den ich nicht treffend beschreiben kann. Die Säure kam schon bei den anderen Flaschen mit AS damals leicht durch, das ging aber im Hopfeninferno unter.

Beide Biere waren nach der Zeit nicht mehr top, die Version mit AS war aber deutlich angenehmer und frischer.
Mein Fazit aus dem Versuch ist, dass ich meine Standarddosierung AS etwas hochschrauben werde. So dass die Wirkung sich erhöht, aber der Geschmack nicht ins Gewicht fällt.

Ergänzung:
Die Wirkung kann man AS nicht absprechen. Allein, dass beide Biere nullstens nachgedunkelt sind, ist bemerkenswert.
Gerade IPAs gehen schnell weg bei mir, also hatte ich keine Ahnung, wie sich das Thema überhaupt verhält in meinem Fall.

Gruß, Johst

Edith sagt:
Ein paar Fehler korrigiert.
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Zuletzt geändert von DerDallmann am Montag 23. Juli 2018, 11:52, insgesamt 3-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#2

Beitrag von chaos-black » Montag 23. Juli 2018, 10:42

Spannender Test, Danke fürs Teilen :)
Wie hoch ist denn dann die Dosierung die du fortan praktizieren willst?
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#3

Beitrag von DerDallmann » Montag 23. Juli 2018, 10:45

Ich würde pauschal jetzt mal 4 kleine Messlöffel nehmen, also das Doppelte. Ich muss mal nachwiegen, wieviel ein Messlöffel genau ist.
Mache ich heute Abend.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#4

Beitrag von danieldee » Montag 23. Juli 2018, 10:53

Genau meine Rede!
Ascorbinsäure kommt bei mir in jedes Bier. In UG hellen eher weniger, in hopfigen (I)PAs etwas mehr.
Ich bin da auch schwer begeistert wie lange das Bier stabil bleibt.
Kann ich jeden empfehlen und außerdem wird das Bier dadurch auch noch gesünder :Smile
Man muss halt aufpassen dass man die Wahrnehmbarkeitsschwelle nicht erwischt
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#5

Beitrag von Paule » Montag 23. Juli 2018, 11:05

Sehr interessant :thumbup
Darf ich fragen, welches "Präparat" du verwendest?

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Re: Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#6

Beitrag von DerDallmann » Montag 23. Juli 2018, 11:16

Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Ascorbinsäure, hoch dosiert, im Langzeittest

#7

Beitrag von Paule » Montag 23. Juli 2018, 12:00

Super danke! :)

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