Kveik ernten und propagieren

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Re: Kveik ernten und propagieren

#51

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 19. Dezember 2018, 07:55

"Soll man underpitchen" würde ich jetzt nicht unterschreiben. Die Ergebnisse unterscheiden sich stark. Also ist die Anstellrate ein Mittel zum gewünschten Resultat.
Wenn du underpitchen willst kipp das Röhrchen in 200ml Starterwürze, stell den Starter irgendwo an eine warme Stelle wo viel Betrieb ist (z.B. mitten in den Flur neben die Heizung). Dann Anweisung an die ganze Familie, dass jeder den Starter immer gut durchschüttelt, wenn er/sie dran vorbeigeht. Die 200ml kannst du direkt in 20 Liter pitchen.
Wenn du nur leicht oder gar nicht underpitchen willst mach einen zweistufigen Starter. "100ml -> 1l" oder "200ml -> 2l" nach dem gleichen Prinzip.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#52

Beitrag von nrtn » Mittwoch 19. Dezember 2018, 17:06

Hopfenfürst hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 06:11
Wie geh ich eigentlich bei den Röhrchen vor wenn ich weder Magnetrührer noch Belüftungsmöglichkeit habe?
Wenn du englisch gut verstehst kannst du dir auch mal diese Podcastfolge anhören (bzw. generell die Brew Files Episoden):

https://www.experimentalbrew.com/podcas ... ting-right

Es gibt in den USA eine Menge Brauer die stark belüftete Würze für Vitalitätsstarter verwenden (Stichwort "shake it, don't stir it", oder auch 007-Starter). Da gibt es dann ein paar Argumente und den üblichen Brewlosophy Versuch mit Kleinstmengen zu. Was dran ist kann ich nicht sagen - probiert hab ich es auch noch nie.

Die Idee ist grob, einen Behälter zu nehmen der 4-mal so groß ist wie deine Startergröße (also z.B. 100ml in 500ml Behältnis), den Behälter mit Würze und mit oder ohne (hier unterscheiden sich die Aussagen im AHA Forum) Hefe ein paar Minuten so extrem zu schütteln, dass am besten fast nur Schaum im Behälter ist (falls ohne Hefe geshaked wurde danach die Hefe dazukippen). Das ganze dann statt Magnetrührer einfach stehen lassen und bei Hochkräusen (im Starter) pitchen. Der Hintergedanke (laut Verfechter) hier ist, dass nicht unbedingt die Anzahl der lebendigen Hefezellen, sondern deren Reproduktionsrate maximiert werden soll - und daher wird früh und mit viel Sauerstoffgehalt gepitched.

Da ich einen Magnetrührer rumstehen habe und viele, lebende Zellen sicher auch nicht schaden sind da solche Experimente nicht sehr weit oben auf meiner Todo-Liste. Falls ich aber keinen hätte würde ich das durchaus mal testen - ist auf jeden Fall bei vielen schon länger etabliertes Vorgehen. Wenn ich es probieren würde, dann aber eher erstmal mit Hefe von der ich nicht nur exakt 1 kleines Röhrchen habe :Smile

Edith sagt: Besser nicht erkältet posten, da vermehren sich die Fehler so...

Edith 2: Mehr Infos hier im obersten Beitrag: https://www.homebrewersassociation.org/ ... c=24447.30

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Re: Kveik ernten und propagieren

#53

Beitrag von Hopfenfürst » Mittwoch 19. Dezember 2018, 20:57

Danke euch!
Werd mir die Links die Tage einverleiben

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Re: Kveik ernten und propagieren

#54

Beitrag von Nico740 » Freitag 21. Dezember 2018, 17:36

Sooo ich habe dann grad mal meine Skate gestartet... Hatte mir Malzextrakt besorg und nun mit 50gr auf 500ml gestartet.
Hefe erstmal im Gärschrank mit aufheizen lassen bis auf 30 grad und dann in den Starter... Ein paar mal hin und her schütten zwischen 2 Behältern und mit nem Schaumschläger etwa gerührt und nun ist sie erstmal für nen Moment wieder im Gärschrank... Bin echt mal gespannt, ist echt Neuland für mich...

Gruß Nico

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Re: Kveik ernten und propagieren

#55

Beitrag von mwx » Montag 24. Dezember 2018, 13:22

Habe getstern einen kleinen Hefe Wettlauf gestartet, #1 liegt klar vorne :)

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Re: Kveik ernten und propagieren

#56

Beitrag von Nico740 » Freitag 28. Dezember 2018, 15:04

Moinsen,

so mein Weihnachtsbier ist jetzt durch, ja zu spät ich weiß.
Kann ich jetzt den Extrakt hier trocknen und wieder nutzen oder weg damit?
Bild

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Re: Kveik ernten und propagieren

#57

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 28. Dezember 2018, 16:31

Das war die Skare, richtig? Die enthält keine Baktierien (die ggf. strikt aerob hätten sein können) und kann getrocknet werden
>> http://www.garshol.priv.no/download/far ... .html#kv41

Mach 20ml in NaCl Lösung und den Rest auf Backpapier bei 30°C Umluft trocken. Dann hast du doppelte Chancen die Kultur langfristig zu erhalten.

Wie schmeckt es denn? :Bigsmile
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Freitag 28. Dezember 2018, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#58

Beitrag von Nico740 » Freitag 28. Dezember 2018, 16:40

Moinsen,
jau die Skare.. :-)
NaCl? :-) Was ist das?
Gruß und vielen Dank! :-)

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Re: Kveik ernten und propagieren

#59

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 28. Dezember 2018, 16:47

Nico740 hat geschrieben:
Freitag 28. Dezember 2018, 16:40
NaCl? :-) Was ist das?
Fangfrage? :Bigsmile :P

https://de.wikipedia.org/wiki/Isotonisc ... %C3%B6sung
Gibt es als 50ml/100ml Glasflasche oder 100ml Ecoflac.
Ist alles OK.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#60

Beitrag von Hopfenfürst » Freitag 28. Dezember 2018, 16:57

@Nico740 sind das die Hochkräusen die du da abgeschöpft hast? Weil die sollen sich angeblich hervorragend zum Trocknen eignen! Zu der NaCl Lösung gibts im Buch von Jan Brücklmeier eine gute Anleitung, fallst du es besitzt... findet man im Netz aber auch reichlich dazu

Ich habe am 25. Dezember zwei 2ml Röhrchen Kveik von Michael im Abstand von ca 24h auf ca 700ml propagiert (war alles so ungefähr)- hab dabei jeweils den gesamten Inhalt des Glases mit der Hefe in ein größeres Gefäß mit stark aufgeschüttelter (starke Schaumbildung) steriler 8°PWürze inklusive wyeast nutrient hineingekippt. Deckel nur leicht drauf und 4mal am Tag geschwenkt und auf eine Wasserbettheizung bei 30grad gestellt...

Sieht mittlerweile so aus:
WhatsApp Image 2018-12-28 at 16.37.42.jpeg
WhatsApp Image 2018-12-28 at 16.37.421.jpeg
Was sagt ihr dazu? :Grübel

Da ich aber dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr zum Brauen komme mache ich mir Sorgen, dass ich den optimalen Zeitpunkt des Starters versäume (ist doch bei Hochkräusen des Starters, oder?)
Die beiden Starter sollten meine endgültige Menge sein (möchte also nicht mit noch mehr Würze propagieren), die ich dann jeweils vollständig zu den zwei Gärbottichen leere ( ca 22L und 8L), die mit der Würze eines Suds gefüllt sind.

Meine Fragen:
Kann ich bzw. wie kann ich die aktuelle Vitaliät des Starters erhalten bis ich das Bier im neuen Jahr anstelle?
Und woran erkennt man überhaupt den optimalen Zeitpunkt des Starters um zu Pitchen? (Habe bis jetzt immer mit Trockenhefe gearbeitet :puzz )

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Re: Kveik ernten und propagieren

#61

Beitrag von mwx » Samstag 29. Dezember 2018, 10:16

Moin

die aktuelle Folge von Craft Beer & Friends (https://craftbeer.works/2018/12/28/bjcp-2-2-2-2/) beschäftigt sich mit Kveik inklusive Vergleichstest von 6 Stämmen (Jens Stalljen Brause haben sie auch probiert)

Gruß, Michael
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Re: Kveik ernten und propagieren

#62

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 29. Dezember 2018, 10:30

Meine Stalljen? Die Jungs sind hart im Nehmen! :thumbsup
Danke. Gleich mal reinhören...
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Re: Kveik ernten und propagieren

#63

Beitrag von Hopfenfürst » Freitag 4. Januar 2019, 12:52

So habe gestern einen Framgarden Starter in einen 30L Pale Ale Sud geschüttet - fing erst nach ca 12h zum blubbern an (ca 300mL Starter, war denk ich aber nicht besonders aktiv weil er schon eine Woche im Kühlschrank stand)

Soll das so aussehen? Konnte leider keine Bilder im Internet zum Gärverlauf finden und bin mir deswegen sehr unsicher (vergäre auch zum ersten Mal im Glasballon)
Falls es (hoffentlich doch) ein typisches Gärprozessmerkmal ist: in welchem Stadium befindet sich die Hefe da?
index.jpg

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Re: Kveik ernten und propagieren

#64

Beitrag von nrtn » Freitag 4. Januar 2019, 13:38

Die CB&F Folge hat mir tatsächlich noch so einiges beigebracht dank kompetentem Gast. Insbendere die Aussagen zur Oli Kveik (die ich jetzt mal nicht spoiler) waren spannend.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#65

Beitrag von Hammerwade » Freitag 4. Januar 2019, 22:49

Bewahrt ihr die getrocknete Kveiks im Kühlschrank auf?

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Re: Kveik ernten und propagieren

#66

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 4. Januar 2019, 22:50

ja
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Re: Kveik ernten und propagieren

#67

Beitrag von skappler » Freitag 4. Januar 2019, 23:03

Ich lagere meine getrocknete Kveik im Kühlfach, wie von Lars in seinem Blog beschrieben

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Re: Kveik ernten und propagieren

#68

Beitrag von Hopfenfürst » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:24

Wie hoch vergären die Kveiks bei euch - Meine Framgarden ist runter vom 12,7°P auf 3.5°P - scheinbarer Vergärungsgrad von etwa 72% - hatte Kombirast bei 67°C... Geht da noch mehr?

Und stimmt das, dass sich Kveiks qegen dem starken Absetzverhalten schwer tun bei der Flaschencarbonisierung? Erfahrungen?
Zuletzt geändert von Hopfenfürst am Mittwoch 9. Januar 2019, 12:22, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#69

Beitrag von beercan » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:31

Bei meinem letzten Sud ist diese auf 2,5 P runter und hatte somit einen scheinbaren EVG von 83 %.
Bei der Flaschencarbo hatte ich keine Probleme.
Gruß Robert

Durst wird durch Bier erst schön!

http://rb-homebrewery.jimdo.com/ noch in Arbeit.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#70

Beitrag von Nico740 » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:31

Also meine Skare hat es bis 1.6° nach 4-5 Tagen...
Stammwürze lag bei 13,7°... :-)
Zuletzt geändert von Nico740 am Mittwoch 9. Januar 2019, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#71

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 9. Januar 2019, 12:04

Hopfenfürst hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 11:24
Meine Framgarden ist runter auf 3.5°P
Nico740 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 11:31
Also meine Skate hat es bis 1.6°
Restextrakte ohne Stammwürze bzw. Ausstoßvergärgrad..... :Waa
Der Informationsgehalt hält sich sehr in Grenzen :Wink


Meine Kveiks lagen im Schnitt bei 70% AVG. Das passt zum Maischeprogramm, welches ich auf viel Restextrakt abgestimmt hatte. Schlanke Biere mit 80+ % AVG bekommt man damit auch hin.

Die Flaschengärung war fast immer lahm, wenn die Flaschen nicht auf der Heizmatte oder an einem recht warmen Ort gestanden haben. Mit Wärme und gelegentlich aufschütteln geht es recht schnell.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#72

Beitrag von Hopfenfürst » Freitag 15. Februar 2019, 10:40

Hat schon jemand Erfahrung mit dem Trocknen von Kveiks?
Habe mittlerweile eine Framgarden und ein Voss im Dörrgerät bei 40°C getrocknet...
ums zu testen habe ich es um meine iSpindel zu kalibrieren in 19P Zuckerlösung mit Hefenahrung gegeben
Leider seit Tagen keine Gäraktivität und kaum Restraktabnahme... Bei den Amis scheints reibungslos zu klappen....
Was mache ich falsch? Ist die Zuckerlösung vielleicht suboptimal für Kveiks?

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Re: Kveik ernten und propagieren

#73

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 15. Februar 2019, 10:46

Waren 40°C vielleicht zu warm? Und sicher, dass die Temperatur bei deinem Dörrautomaten nicht noch überschwingt?

Ich habe die Ebbegarden, Voss , Framgarden und Hornindal auf Backpapier bei 30°C Umluft in der Backröhre getrocknet. Stranda folgt bald. Die Hefen funktionieren super. Bei der Hornindal hatte ich vorschriftsmäßig nur die Kräusen geerntet und nach dem Rehydrieren waren die Bakterien der Mischkultur auch noch zu finden. Gärproben hatte ich mit Ebbegarden, Framgarden und Hornindal gemacht. Die haben das Trocknen problemlos überstanden. Voss teste ich demnächst auch noch.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#74

Beitrag von seriously » Sonntag 17. Februar 2019, 12:31

In Lars' Tabelle (http://www.garshol.priv.no/download/far ... k.html#kv1) finden sich zu einigen Varianten die Zeit wann geerntet werden soll. Da steht bei der Sigmund voss zb 168 und bottom. Was genau bedeutet 168? Mir fehlt da die Einheit...

Bei manchen fehlt die Angabe komplett, bei top harvest werden das dann einfach die Kräusen sein, aber bei bottom?

Wie handhabt ihr das?

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Re: Kveik ernten und propagieren

#75

Beitrag von nrtn » Montag 18. Februar 2019, 17:08

Hopfenfürst hat geschrieben:
Freitag 15. Februar 2019, 10:40
Hat schon jemand Erfahrung mit dem Trocknen von Kveiks?
Habe mittlerweile eine Framgarden und ein Voss im Dörrgerät bei 40°C getrocknet...
ums zu testen habe ich es um meine iSpindel zu kalibrieren in 19P Zuckerlösung mit Hefenahrung gegeben
Leider seit Tagen keine Gäraktivität und kaum Restraktabnahme... Bei den Amis scheints reibungslos zu klappen....
Was mache ich falsch? Ist die Zuckerlösung vielleicht suboptimal für Kveiks?
Hab meine Framgarden auch bei 30°C im Backofen getrocknet und dann beim nächsten Sud das hier gemacht:
https://youtu.be/CGxoW3ZE3t8

Nach ein paar Stunden hat's geblubbert und das entsprechende IPA am Ende auch gut geschmeckt. Also soweit kein Problem (bei sample Größe 1).

(Edit: Kveik genauer spezifiziert)

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Re: Kveik ernten und propagieren

#76

Beitrag von nrtn » Montag 18. Februar 2019, 17:11

seriously hat geschrieben:
Sonntag 17. Februar 2019, 12:31
In Lars' Tabelle (http://www.garshol.priv.no/download/far ... k.html#kv1) finden sich zu einigen Varianten die Zeit wann geerntet werden soll. Da steht bei der Sigmund voss zb 168 und bottom. Was genau bedeutet 168? Mir fehlt da die Einheit...

Bei manchen fehlt die Angabe komplett, bei top harvest werden das dann einfach die Kräusen sein, aber bei bottom?

Wie handhabt ihr das?
Da 168 durch 24 geteilt genau 7 ist wird die Einheit wohl Stunden (und in diesem Fall entsprechend 7 Tage) sein.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#77

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 18. Februar 2019, 17:36

nrtn hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 17:08
Hab meine Framgarden auch bei 30°C im Backofen getrocknet und dann beim nächsten Sud das hier gemacht:
https://youtu.be/CGxoW3ZE3t8
Die Framgarden ist aber schön hell geblieben bei dir. Wie hast du denn das so gut hinbekommen?
Bei mir sind die Kveiks nach dem Trocknen und klein bröseln immer dunkelbraun. Funktionieren tuen sie zum Glück trotzdem.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#78

Beitrag von nrtn » Montag 18. Februar 2019, 17:51

Ich hab vor eine paar Tagen die Hornindal getrocknet, die war dunkelbraun - allerdings hab ich das darauf geschoben dass ich sie aus einem Imperial Stout gefischt habe :Bigsmile

Tatsächlich weiß ich das nicht - der Sud war sogar dein 70%WiMa/30%MüMa Propagationssud den du hier irgendwo hingeschrieben hast. Die Hochkräusen hab ich nach 24h geerntet, einen Tag im Backofen getrocknet und dann weil sie recht dick aufgestrichen waren vorsichtshalber noch einen Tag so bei Raumtemperatur stehen lassen. Die Farbe entspricht aber einfach der Hochkräusenfarbe - geändert hat sich da nicht viel....

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Re: Kveik ernten und propagieren

#79

Beitrag von Rumborak » Dienstag 19. Februar 2019, 13:28

Hi,

am Wochenende soll ein Sud mit der #1 Sigmund Voss vergoren werden (ein NEIPA).

Sudgröße ist 50 Liter/13°P.

Welche Startergröße empfehlt ihr denn?

Laut dem Blog (http://www.garshol.priv.no/blog/393.html) soll man ja underpitchen...ein Teelöffel dickbreiige Hefe für 25 Liter.

Genügt hier ein "normaler Starter" von 500ml oder schaffe ich es noch mind. 2 Teelöffel dickbreiige Hefe zu produzieren, wenn ich heute mit mit Propagieren anfange (20ml-->200ml-->2000ml--> ausgären lassen)?

MrMalty meint, dass für 50 Liter / 13°P / OG ein Starter von 2,3 Litern notwendig ist...

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Re: Kveik ernten und propagieren

#80

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 19. Februar 2019, 13:37

Ein zweistufiger Starter reicht. 50ml->500ml
Anfangs gut belüften, um für eine ausreichende Vermehrung zu sorgen.
Vergiss MrMalty bei Kveik. Verschiedene Welten :-)
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Re: Kveik ernten und propagieren

#81

Beitrag von Rumborak » Dienstag 19. Februar 2019, 13:38

Alles klar...Vielen Dank!

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Re: Kveik ernten und propagieren

#82

Beitrag von skappler » Mittwoch 6. März 2019, 08:47

So, während gestern Abend der Bodensatz von meinem Framgarden Sud im Backofen getrocknet wurde, habe ich zeitgleich mal getestet ob die Voss das trocknen und lagern in der Gefriertruhe seit gut 3 Monaten überlebt hat.
Dazu hab ich ca. 50ml Starterwürze aufgetaut, abgekocht und abgekühlt und dann eine 1 Centmünzen große Flocke Kveik dazu gegeben, was tendenziell schon stark overpitched ist. Das ganze hab ich dann über Nacht in meine Nachgärbox bei 32°C gestellt. Heute morgen war dann schon eine dicke Schaumdecke auf dem Starter.

Das Trocknen und lagern im Gefrierfach hat also wirklich gut geklappt. Ich hatte mir anfangs Sorgen gemacht, weil die Hefe nach ein paar Tagen in der Kühlung sehr dunkel geworden ist, war aber wohl kein Problem.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#83

Beitrag von Hopfenfürst » Dienstag 12. März 2019, 14:58

Habe mittlerweile meine getrocknete VOSS in 100ml in Würze gekippt und siehe da: es funktioniert doch
scheinbar gefällt es Kveik Hefen in Zuckerlösungen nicht

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Re: Kveik ernten und propagieren

#84

Beitrag von seriously » Donnerstag 14. März 2019, 09:04

Hallo zusammen,
dank der großartigen Aktion von mwx bin ich auch an vier Kveiks gelangt.
Ich habe mir als erstes die Sigmund/Voss vorgenommen und den "Werdegang" dokumentiert:
1.jpg
Starterwürze
3.jpg
Nach kurzer Zeit bei Zimmertemperatur.
4.jpg
Gebraut wurde ein SNPA Klon, die Hälfte mit der Notti, die andere Hälfte mit der Sigumund/Voss vergoren. Die Kveik habe ich geernet...
5.jpg
...und auf Backpapier ausgebracht.
7.jpg
So sah die Hefe dann einige Zeit später aus.
8.jpg
Alles abgeknibbelt (geht wunderbar wenn man das Backpapier einfach biegt) in ein Glas verpackt und in die Gefriertruhe.
9.jpg
Als Test habe ich 400ml Starterwürze mit einem kleinen "TK-Flake" bei 30°C angestellt, nach nichtmal 8h war die erste Aktivität zu verzeichnen.

Experiment geglückt!

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Re: Kveik ernten und propagieren

#85

Beitrag von chimicu » Donnerstag 25. April 2019, 11:23

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach Kveik-Kulturen. Ich habe seit kurzem angefangen, eine kleine Hefebank aufzubauen, und würde gerne diese "neue" Kulturen testen. Kommerzielle Bezugsquellen habe ich leider nicht gefunden, daher suche ich jemand der mit mir Hefekulturen tauschen will.

Beste Grüße

Fabio
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Re: Kveik ernten und propagieren

#86

Beitrag von mwx » Donnerstag 25. April 2019, 20:08

Hallo Fabio,

ich habe noch ein paar Reste (1,4,9,10,11,41) die haben könntest.
Gruß, Michael

Kveik verfügbar: #1, #5, #9, #10
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Re: Kveik ernten und propagieren

#87

Beitrag von superion » Sonntag 5. Mai 2019, 00:21

Tach zusammen,

ich wäre ebenfalls auf der Suche nach Kveik-Kulturen für meine Hefe-Sammlung, falls jemand Proben zur Verfügung stellen könnte wäre ich sehr dankbar, selbstverständlich auch gerne gegen ne Aufwandsentschädigung + Porto...

Grüße
Daniel

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Re: Kveik ernten und propagieren

#88

Beitrag von Kolbäck » Montag 3. Juni 2019, 14:27

Hallo!

Jens hat mir dieser Tage fünf Kveik-Stämme (Voss, Hornindal, Laerdal, Framgarden, Skare) geschickt und ich überlege mir gerade, wie ich sie am einfachsten via Dörrgerät in die Langzeit-Verwahrung bekomme, und dabei einen ersten Geschmacks-Eindruck von allen fünf.
Zwei Fragen dazu:
Was haltet ihr für die minimale Menge zum Ernten der Kräusen nach der richtigen Zeit? Kann das evtl. schon aus einem 500ml-Becherglas funktionieren? Ansonsten dachte ich, eine Würze in je 5-8L aufzuteilen, aber wenn es gute Kandidaten (mit viel stabilen Kräusen) gibt, für den ein Becherglas reicht, würde ich das so versuchen.

Wie (oben/unten) und wann erntet ihr die Framgarden? In der Registry steht dazu nichts bei #10.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#89

Beitrag von nrtn » Montag 3. Juni 2019, 17:00

Framgarden oben nach 36h hat bei mir wunderbar geklappt. Ich hab es einmal sogar nach 24h versaut (Backofen zu heiß) und am nächsten Tag war wieder eine Decke da die ich dann erfolgreich geerntet+getrocknet habe. Ist daher glaube ich im Detail nicht so wichtig - guck einfach am nächsten/übernächsten Tag nach was da so oben schwimmt :)

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Re: Kveik ernten und propagieren

#90

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 3. Juni 2019, 17:05

Eine Kräusenernte aus dem Becherglas ist denke ich zu wenig. Im Gäreimer ernte ich zweimal, so wie es gerade zeitlich passt. Etwa 1,5 und 2,5 Tage nach dem Anstellen, wobei ich auch der Meinung bin, dass da keine exakte Wissenschaft hinter steckt. Wenn Kräusen drauf sind kann man sie ernten :-)
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Re: Kveik ernten und propagieren

#91

Beitrag von matschie » Mittwoch 5. Juni 2019, 07:45

Da ich letzten Freitag eigentlich brauen wollte, habe ich vorher angefangen, die Sigmund Voss zu propagieren. Leider konnte ich dann nicht brauen und wollte deswegen die fertig propagierte Hefe nach einem kurzen Kühlschrankaufenthalt zum Sedimentieren und Dekantieren in ein Marmeladenglas füllen um daraus für nächstes WE einen neuen Starter zu propagieren.

Beim Aufschwenken des Bodensatzes (der unglaublich fest war, Dekantieren war ein KInderspiel) ist mir jedoch ein leicht säuerlicher Geruch aufgefallen. Die Voss enthält ja soweit ich weiß keine Brettanomyces oder Lactobacillus, richtig? Daher wäre da ja auf eine Infektion zu schließen oder ist dieser säuerliche Geruch für die Voss Hefe typisch? Ich habe den Starter zur Sicherheit verworfen, es würde mich jedoch trotzdem "fürs nächste mal" interessieren.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#92

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 5. Juni 2019, 08:05

Die Voss enthält normal keine Bakterien. Kannst du den säuerlichen Geruch etwas eingrenzen? Er könnte auch harmlos sein und von einem Gärnebenprodukt stammen. Acetaldehyd zum Beispiel.
Dekantiert hast schon, oder? Ist der Überstand schon weg? Falls nicht könntest du etwas davon abfüllen und an einen schön warmen Ort stellen. Vielleicht noch eine B-Probe abfüllen und weiterhin im Kühlschrank lassen. Nach ein paar Tagen sollte man differenzieren können, ob und was sich darin ggf. entwickelt.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#93

Beitrag von matschie » Mittwoch 5. Juni 2019, 08:14

Ja ich war dann leider etwas im Stress und habe zur Sicherheit alles weggeschmissen, kann also leider keine Probe mehr nehmen.
Der Geruch ging etwas in Richtung Sauerkraut, und war auch weder wirklich stark noch unangenehm, aber präsent.
Ich werde heute den neuen Starter fürs WE ansetzen und dann mal sehen, ob sich der gleiche Geruch wieder entwickelt.

Aber zum Verständnis: Eigentlich sollte die Voss Neutral-Hefig riechen?
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Re: Kveik ernten und propagieren

#94

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 5. Juni 2019, 08:20

Die Voss schon. Aber Starter riechen manchmal nicht "neutral hefig". Beim Propagieren entstehen leicht mehr Gärnebenprodukte als bei der normalen Hauptgärung. Die wirken sich auch sensorisch aus.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#95

Beitrag von matschie » Mittwoch 5. Juni 2019, 08:24

Okay, Danke. Werde ich mal beobachten.
War nur unsicher, weil alle anderen Hefen, die ich bislang propagiert habe, sehr neutral gerochen haben.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#96

Beitrag von Kolbäck » Montag 17. Juni 2019, 17:18

So sehen bei mir gerade die Lagen des eigens angeschafften Trockenautomaten* aus:
kveiktork.jpg
.
Die Skare ist schon trocken, das wurde aber ähnlich wenig wie die Lærdal.

* Der hat zwar 40°C als niedrigste Stufe, aber ich lasse ihn trotzdem nur ein paar Minuten am Stück laufen - es eilt ja nicht...

:Greets
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Re: Kveik ernten und propagieren

#97

Beitrag von Kptn_Chaos » Donnerstag 28. November 2019, 19:16

Moin Zusammen,

ein Brauerkollege meinte ich sollte mal andere Hefen als immer nur die Notti ausprobieren.
Hab ich jetzt mal vor. Aus Dänemark hab ich mir die Hornindal und die Voss bestellt. Liegen zur Zeit noch sicher im Kühlschrank. Weil ich hab da noch ein paar Fragen zum Ernten.

Mein Gärpott hat einen Klöpperboden bei dem ich das Jungbier nach 2 Wochen Gärzeit unten mittig abziehe. Die Notti wird dann immer mit Wasser und einem Schneebesen fließfähig gemacht und in einen vorbereiteten Eimer abgelassen. Der kommt dann in die Kühlung und es setzt sich der Schmodder unten ab.

Ernten bei der Hornindal ist einfach. Oben die Kräusen abschöpfen und bei 30° auf dem Backblech trocknen.

Wie mach ich das am besten bei der Voss? Laut der Info ist die Zeit zum Ernten nach 85 Stunden, also knapp 3,5 Tagen. Da dürfte die Hauptgärung ja noch nicht durch sein, ich das Jungbier also noch nicht auf Fässer ziehen. Der Gärpott ist 65cm tief. Ich bin am überlegen mir einen entsprechend langen Schaumlöffel zu besorgen/basteln um die Hefe am Boden abzukratzen. Hat einer eine bessere Idee, bzw. kann das so überhaupt klappen?
Sollte ich die Hefe dann noch waschen bzw. aufrühren und nochmal den Schmodder sedimentieren lassen? Trennt sich dabei nur die Hefe vom Schmodder, oder sortiere ich dabei auch gleich die Hefestämme auseinander?

Zum Vermehren der Hefe würde ich 3 Tage vor dem Brauen diese mit Malzextrakt vermehren. Die Menge im Tütchen soll für knapp 40 Liter als underpitching reichen. Ich braue 100 Liter.

Ich bin für jeden Hinweis dankbar, da ich mich hier mal wieder auf unbekanntes Terrain begebe.

Grüße,
Maddin
der seine Erweiterung immer noch nicht am laufen hat
Fra Ginnungagap til Ragnarök

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