Kveik ernten und propagieren

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Re: Kveik ernten und propagieren

#51

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 19. Dezember 2018, 07:55

"Soll man underpitchen" würde ich jetzt nicht unterschreiben. Die Ergebnisse unterscheiden sich stark. Also ist die Anstellrate ein Mittel zum gewünschten Resultat.
Wenn du underpitchen willst kipp das Röhrchen in 200ml Starterwürze, stell den Starter irgendwo an eine warme Stelle wo viel Betrieb ist (z.B. mitten in den Flur neben die Heizung). Dann Anweisung an die ganze Familie, dass jeder den Starter immer gut durchschüttelt, wenn er/sie dran vorbeigeht. Die 200ml kannst du direkt in 20 Liter pitchen.
Wenn du nur leicht oder gar nicht underpitchen willst mach einen zweistufigen Starter. "100ml -> 1l" oder "200ml -> 2l" nach dem gleichen Prinzip.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#52

Beitrag von nrtn » Mittwoch 19. Dezember 2018, 17:06

Hopfenfürst hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 06:11
Wie geh ich eigentlich bei den Röhrchen vor wenn ich weder Magnetrührer noch Belüftungsmöglichkeit habe?
Wenn du englisch gut verstehst kannst du dir auch mal diese Podcastfolge anhören (bzw. generell die Brew Files Episoden):

https://www.experimentalbrew.com/podcas ... ting-right

Es gibt in den USA eine Menge Brauer die stark belüftete Würze für Vitalitätsstarter verwenden (Stichwort "shake it, don't stir it", oder auch 007-Starter). Da gibt es dann ein paar Argumente und den üblichen Brewlosophy Versuch mit Kleinstmengen zu. Was dran ist kann ich nicht sagen - probiert hab ich es auch noch nie.

Die Idee ist grob, einen Behälter zu nehmen der 4-mal so groß ist wie deine Startergröße (also z.B. 100ml in 500ml Behältnis), den Behälter mit Würze und mit oder ohne (hier unterscheiden sich die Aussagen im AHA Forum) Hefe ein paar Minuten so extrem zu schütteln, dass am besten fast nur Schaum im Behälter ist (falls ohne Hefe geshaked wurde danach die Hefe dazukippen). Das ganze dann statt Magnetrührer einfach stehen lassen und bei Hochkräusen (im Starter) pitchen. Der Hintergedanke (laut Verfechter) hier ist, dass nicht unbedingt die Anzahl der lebendigen Hefezellen, sondern deren Reproduktionsrate maximiert werden soll - und daher wird früh und mit viel Sauerstoffgehalt gepitched.

Da ich einen Magnetrührer rumstehen habe und viele, lebende Zellen sicher auch nicht schaden sind da solche Experimente nicht sehr weit oben auf meiner Todo-Liste. Falls ich aber keinen hätte würde ich das durchaus mal testen - ist auf jeden Fall bei vielen schon länger etabliertes Vorgehen. Wenn ich es probieren würde, dann aber eher erstmal mit Hefe von der ich nicht nur exakt 1 kleines Röhrchen habe :Smile

Edith sagt: Besser nicht erkältet posten, da vermehren sich die Fehler so...

Edith 2: Mehr Infos hier im obersten Beitrag: https://www.homebrewersassociation.org/ ... c=24447.30

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Re: Kveik ernten und propagieren

#53

Beitrag von Hopfenfürst » Mittwoch 19. Dezember 2018, 20:57

Danke euch!
Werd mir die Links die Tage einverleiben

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Re: Kveik ernten und propagieren

#54

Beitrag von Nico740 » Freitag 21. Dezember 2018, 17:36

Sooo ich habe dann grad mal meine Skate gestartet... Hatte mir Malzextrakt besorg und nun mit 50gr auf 500ml gestartet.
Hefe erstmal im Gärschrank mit aufheizen lassen bis auf 30 grad und dann in den Starter... Ein paar mal hin und her schütten zwischen 2 Behältern und mit nem Schaumschläger etwa gerührt und nun ist sie erstmal für nen Moment wieder im Gärschrank... Bin echt mal gespannt, ist echt Neuland für mich...

Gruß Nico

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Re: Kveik ernten und propagieren

#55

Beitrag von mwx » Montag 24. Dezember 2018, 13:22

Habe getstern einen kleinen Hefe Wettlauf gestartet, #1 liegt klar vorne :)

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Re: Kveik ernten und propagieren

#56

Beitrag von Nico740 » Freitag 28. Dezember 2018, 15:04

Moinsen,

so mein Weihnachtsbier ist jetzt durch, ja zu spät ich weiß.
Kann ich jetzt den Extrakt hier trocknen und wieder nutzen oder weg damit?
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Re: Kveik ernten und propagieren

#57

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 28. Dezember 2018, 16:31

Das war die Skare, richtig? Die enthält keine Baktierien (die ggf. strikt aerob hätten sein können) und kann getrocknet werden
>> http://www.garshol.priv.no/download/far ... .html#kv41

Mach 20ml in NaCl Lösung und den Rest auf Backpapier bei 30°C Umluft trocken. Dann hast du doppelte Chancen die Kultur langfristig zu erhalten.

Wie schmeckt es denn? :Bigsmile
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Freitag 28. Dezember 2018, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#58

Beitrag von Nico740 » Freitag 28. Dezember 2018, 16:40

Moinsen,
jau die Skare.. :-)
NaCl? :-) Was ist das?
Gruß und vielen Dank! :-)

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Re: Kveik ernten und propagieren

#59

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 28. Dezember 2018, 16:47

Nico740 hat geschrieben:
Freitag 28. Dezember 2018, 16:40
NaCl? :-) Was ist das?
Fangfrage? :Bigsmile :P

https://de.wikipedia.org/wiki/Isotonisc ... %C3%B6sung
Gibt es als 50ml/100ml Glasflasche oder 100ml Ecoflac.
Ist alles OK.
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Re: Kveik ernten und propagieren

#60

Beitrag von Hopfenfürst » Freitag 28. Dezember 2018, 16:57

@Nico740 sind das die Hochkräusen die du da abgeschöpft hast? Weil die sollen sich angeblich hervorragend zum Trocknen eignen! Zu der NaCl Lösung gibts im Buch von Jan Brücklmeier eine gute Anleitung, fallst du es besitzt... findet man im Netz aber auch reichlich dazu

Ich habe am 25. Dezember zwei 2ml Röhrchen Kveik von Michael im Abstand von ca 24h auf ca 700ml propagiert (war alles so ungefähr)- hab dabei jeweils den gesamten Inhalt des Glases mit der Hefe in ein größeres Gefäß mit stark aufgeschüttelter (starke Schaumbildung) steriler 8°PWürze inklusive wyeast nutrient hineingekippt. Deckel nur leicht drauf und 4mal am Tag geschwenkt und auf eine Wasserbettheizung bei 30grad gestellt...

Sieht mittlerweile so aus:
WhatsApp Image 2018-12-28 at 16.37.42.jpeg
WhatsApp Image 2018-12-28 at 16.37.421.jpeg
Was sagt ihr dazu? :Grübel

Da ich aber dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr zum Brauen komme mache ich mir Sorgen, dass ich den optimalen Zeitpunkt des Starters versäume (ist doch bei Hochkräusen des Starters, oder?)
Die beiden Starter sollten meine endgültige Menge sein (möchte also nicht mit noch mehr Würze propagieren), die ich dann jeweils vollständig zu den zwei Gärbottichen leere ( ca 22L und 8L), die mit der Würze eines Suds gefüllt sind.

Meine Fragen:
Kann ich bzw. wie kann ich die aktuelle Vitaliät des Starters erhalten bis ich das Bier im neuen Jahr anstelle?
Und woran erkennt man überhaupt den optimalen Zeitpunkt des Starters um zu Pitchen? (Habe bis jetzt immer mit Trockenhefe gearbeitet :puzz )

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Re: Kveik ernten und propagieren

#61

Beitrag von mwx » Samstag 29. Dezember 2018, 10:16

Moin

die aktuelle Folge von Craft Beer & Friends (https://craftbeer.works/2018/12/28/bjcp-2-2-2-2/) beschäftigt sich mit Kveik inklusive Vergleichstest von 6 Stämmen (Jens Stalljen Brause haben sie auch probiert)

Gruß, Michael

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Re: Kveik ernten und propagieren

#62

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 29. Dezember 2018, 10:30

Meine Stalljen? Die Jungs sind hart im Nehmen! :thumbsup
Danke. Gleich mal reinhören...
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Re: Kveik ernten und propagieren

#63

Beitrag von Hopfenfürst » Freitag 4. Januar 2019, 12:52

So habe gestern einen Framgarden Starter in einen 30L Pale Ale Sud geschüttet - fing erst nach ca 12h zum blubbern an (ca 300mL Starter, war denk ich aber nicht besonders aktiv weil er schon eine Woche im Kühlschrank stand)

Soll das so aussehen? Konnte leider keine Bilder im Internet zum Gärverlauf finden und bin mir deswegen sehr unsicher (vergäre auch zum ersten Mal im Glasballon)
Falls es (hoffentlich doch) ein typisches Gärprozessmerkmal ist: in welchem Stadium befindet sich die Hefe da?
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Re: Kveik ernten und propagieren

#64

Beitrag von nrtn » Freitag 4. Januar 2019, 13:38

Die CB&F Folge hat mir tatsächlich noch so einiges beigebracht dank kompetentem Gast. Insbendere die Aussagen zur Oli Kveik (die ich jetzt mal nicht spoiler) waren spannend.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#65

Beitrag von Hammerwade » Freitag 4. Januar 2019, 22:49

Bewahrt ihr die getrocknete Kveiks im Kühlschrank auf?

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Re: Kveik ernten und propagieren

#66

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 4. Januar 2019, 22:50

ja
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Re: Kveik ernten und propagieren

#67

Beitrag von skappler » Freitag 4. Januar 2019, 23:03

Ich lagere meine getrocknete Kveik im Kühlfach, wie von Lars in seinem Blog beschrieben
Liebe Grüße, Sebastian

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Re: Kveik ernten und propagieren

#68

Beitrag von Hopfenfürst » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:24

Wie hoch vergären die Kveiks bei euch - Meine Framgarden ist runter vom 12,7°P auf 3.5°P - scheinbarer Vergärungsgrad von etwa 72% - hatte Kombirast bei 67°C... Geht da noch mehr?

Und stimmt das, dass sich Kveiks qegen dem starken Absetzverhalten schwer tun bei der Flaschencarbonisierung? Erfahrungen?
Zuletzt geändert von Hopfenfürst am Mittwoch 9. Januar 2019, 12:22, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#69

Beitrag von beercan » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:31

Bei meinem letzten Sud ist diese auf 2,5 P runter und hatte somit einen scheinbaren EVG von 83 %.
Bei der Flaschencarbo hatte ich keine Probleme.
Durst wird durch Bier erst schön!

http://rb-homebrewery.jimdo.com/ noch in Arbeit.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#70

Beitrag von Nico740 » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:31

Also meine Skare hat es bis 1.6° nach 4-5 Tagen...
Stammwürze lag bei 13,7°... :-)
Zuletzt geändert von Nico740 am Mittwoch 9. Januar 2019, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kveik ernten und propagieren

#71

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 9. Januar 2019, 12:04

Hopfenfürst hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 11:24
Meine Framgarden ist runter auf 3.5°P
Nico740 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 11:31
Also meine Skate hat es bis 1.6°
Restextrakte ohne Stammwürze bzw. Ausstoßvergärgrad..... :Waa
Der Informationsgehalt hält sich sehr in Grenzen :Wink


Meine Kveiks lagen im Schnitt bei 70% AVG. Das passt zum Maischeprogramm, welches ich auf viel Restextrakt abgestimmt hatte. Schlanke Biere mit 80+ % AVG bekommt man damit auch hin.

Die Flaschengärung war fast immer lahm, wenn die Flaschen nicht auf der Heizmatte oder an einem recht warmen Ort gestanden haben. Mit Wärme und gelegentlich aufschütteln geht es recht schnell.
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