Frage zu UG Gärverlauf

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haefner
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Frage zu UG Gärverlauf

#1

Beitrag von haefner » Sonntag 13. Januar 2019, 10:57

Hallo,

ich habe gerade ein UG in der Gärung und weiß nicht was ich davon halten soll.

Kurz die Eckdaten:

43l Würze, 31 IBU, 4x Päckchen Gozdawa W34/70 in Wasser rehydriert - kein Starter, 11,5°P, Bierstil: Pils, Anstellen 8°C, 10° Gärtemperatur werden gehalten.


Nach relativ lahmen Angären bin ich jetzt bei 50% sEVG. Meine Schnellvergärprobe hab ich heute mal angesehen und komme auf einen recht schlechten Vergärungsgrad. Hier hab ich mit 7brix nach Terrill nur 69%. Jetzt überlege ich etwas zu tun. Mehr Hefe rein? Vergärtemperatur gleichzeitig erhöhen? Nur erhöhen wird ja nichts bringen, da die Schnellvergärprobe ja bei 20° vergoren wurde. Habe nun etwas Sorge, dass das Bier zu süß wird.

Was meint ihr?

Gruß Micha

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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#2

Beitrag von Unfiltered » Sonntag 13. Januar 2019, 11:27

Hallo Micha,

die W34/70 ist in der 1. Führung sehr träge, ich würde etwas wärmer stellen und warten,.

Gruß Holger

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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#3

Beitrag von haefner » Montag 14. Januar 2019, 12:32

Dann geh ich mal auf 12°C. Mehr (aktive) Hefezellen wären keine Option? Vll. sogar ein Starter?

Gruß Micha

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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 14. Januar 2019, 12:54

Ab 50% SVG kannst du die Temperatur problemlos auf 12°C kommen lassen (langsam von selbst, nicht heizen). Dann sollte die Gärung auch wieder etwas in Schwung kommen. 69% Vergärungsgrad in der Schnellvergärorpbe wirklich etwas schwach. Scheint so, als wäre die getrocknete W34/70 in erster Führung nicht so gut drauf.
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
Jens

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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#5

Beitrag von Felix83 » Montag 14. Januar 2019, 13:20

Du kannst sogar noch höher mit der Temperatur. Ich gehe nach ca. 6 Tagen (so bei 5-6°P rum) auf 18 Grad zum ausgären, Stopfen und Diacetylrast in einem. Super cleanes Geschmacksprofil.
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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#6

Beitrag von haefner » Montag 14. Januar 2019, 19:15

Ist gegen Ende so eine hohe Temperatur echt kein Risiko in Puncto Fehlgeschmäcker? Gärsteuerung hab ich mal aus, habe im Brauraum aber auch nur 13°C ohne zu heizen.

Habe gerade mal eine Probe der gesamten Würze gezogen: 7,6brix (in meinem Fall z.Z 64% sEVG). Habe nach wie vor eine recht dicke (5cm) Schicht an Kräusen oben drauf - kann man dann vielleicht doch ein besseres Ergebnis als das der Schnellvergärprobe erwarten? Scheint ja noch was los zu sein, wenn auch die Gärgase schon ziemlich nachgelassen haben.

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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#7

Beitrag von Alt-Phex » Montag 14. Januar 2019, 22:38

Solange da noch Kräusen drauf sind, gärt es auch noch. Und die Fehlaromen bilden sich zu Beginn der Gärung, nicht am Ende. Also fahr die Temperatur ruhig mal hoch.
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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#8

Beitrag von haefner » Dienstag 15. Januar 2019, 08:57

Danke euch, dann fahr ich mal hoch. Wäre aber das erste Mal, dass die Schnellvergärprobe daneben liegt. Hoffentlich..

Gruß Micha

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Re: Frage zu UG Gärverlauf

#9

Beitrag von haefner » Sonntag 20. Januar 2019, 09:10

Kurze Rückmeldung für die Mitleser: Hat geklappt. Habe auf 12°C erhöht und jetzt ist bei 6,2 brix mit 75% sEVG die Gärung zu Ende. Passt für mich.

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