rohen Weizen mahlen

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Eowyn
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rohen Weizen mahlen

#1

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 6. Juni 2019, 06:09

Ich bin verwirrt.

Ich bin ja stolze Besitzerin meiner eigenen Malzmühle (seit kurzem) und nu dachte ich mir (und das ging auch eigentlich hervorragend... aber) ich kann den Rohweizen mit Sicherheit nicht mit meiner Mühle (eine Monstermill ziemlich baugleich zum Barley Crusher) mahlen - zumal mein aus Deutschland mit ausgewanderter Bohrer nicht kompatibel ist, mit dem Bolzen an der Mühle - Muss mir ein US-Gerät anschaffen - also ich dachte mir, wenn ich den Weizen einweiche über Nacht (so wie man das mit Hülsenfrüchten macht) abseie und abtrockne und ihn mit dem restlichen Malz vermische, hab ich eins a konditioniertes Malz.

Das hat soweit super gut geklappt. Mühle ist nicht verstopft, war vom Gesamteindruck her genauso wie in diversen Berichten zum Konditionieren von Malz beschrieben.... nu sieht der Weizen aber nach dem mahlen und maischen im Treber aus, als wäre dem kein Haar gekrümmt worden.
Erinnert mich an gequetschten hafer im Pferdefutter (der schaut auch immer noch ganz aus, nicht wie ne Haferflocke). Bin jetzt völlig ratlos, ob das so sein soll, oder nicht.

Hatte die Mühle auf der feinsten Stufe und hab zum Vergleich ne handvoll trockenes Malz durch gedreht und das war so wie es sein soll.

Mischung:
45% Pilsner
45% Rohweizen
10% Haferflocken

mein Treber sieht so aus:
treber.jpg
Vom OG her ist es eigentlich normal geworden.

Bin super verwirrt.

Muss ich da irgendwas anders machen (außer nen US-Bohrer kaufen?)
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Bierwisch
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Re: rohen Weizen mahlen

#2

Beitrag von Bierwisch » Donnerstag 6. Juni 2019, 06:42

Rohweizen it extrem hart. Meine Mattmill mit umgebautem Torantrieb schafft ihn nicht. Ich kenne aber ein Reformhaus, wo sie mir den Weizen mit einer etwas größeren Schrotmühle mahlen.
Der Klügere kippt nach!

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Re: rohen Weizen mahlen

#3

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 6. Juni 2019, 06:51

Bierwisch hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 06:42
Rohweizen it extrem hart. Meine Mattmill mit umgebautem Torantrieb schafft ihn nicht. Ich kenne aber ein Reformhaus, wo sie mir den Weizen mit einer etwas größeren Schrotmühle mahlen.
das mit dem extrem hart kam mir auch so vor und nachdem ich das mit Drehkurbel mahlen muss, weil mein Bohrer nicht greift, dachte ich mir mit über Nacht einweichen haut das hin...

das schaut so aus, als wäre das ein kolossaler Trugschluss...

jetzt hab ich dann Melonen Weizen und belgisches Wit ohne Weizen - lol!

Die Würze ist auch arg klar fürn Weizen...

Bin echt gespannt.

hab das vorm Hopfenkochen geteilt und ein Melonen-Wit sowie ein normales belgisches Wit damit gemacht. das wird lustig :)
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Re: rohen Weizen mahlen

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:06

Beim Schroten von Rohweizen mit der MattMill Klassik hat mein guter Makita Akkuschrauber ganz jämmerlich angefangen zu qualmen. Zum Glück heile geblieben.
Der Trick: Weizen im Rückwärtsgang schroten. Das schafft der Schrauber locker und die Weizenkörner werden zwischen Walze und Gehäuse gut zerdrückt.
Man kann den Rohweizen auch unters Malz mischen. Dann schrotet er problemlos mit durch. Allerdings hat man dann keine Chance ihn separat mehrfach zu schroten.
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
Jens

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Re: rohen Weizen mahlen

#5

Beitrag von hyper472 » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:27

Für sowas würde ich meine Walzenquetsche nicht opfern wollen. Habe mir deshalb für 20€ einen Porkert-Clone besorgt.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
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Re: rohen Weizen mahlen

#6

Beitrag von irrwisch » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:31

Zum schroten von Rohfrucht ist der billig Corona Klon aus China optimal.
Das zwirbelt der mühelos durch und man macht sich die teure Malzmühle nicht kaputt.

Hier nur ein exemplarischer Link:
https://www.ebay.de/itm/Mohnmuhle-Kornm ... SwM7lcmMn8

Gibts auch von diversen anderen Händler teilweise noch billiger
Ich hab für meine glaub nur 15 EUR bezahlt.
Zuletzt geändert von irrwisch am Donnerstag 6. Juni 2019, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: rohen Weizen mahlen

#7

Beitrag von gulp » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:43

Nehmt halt Weizenflocken, dann könnt ihr euch den Kokolores sparen.

Gruß
Peter
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Re: rohen Weizen mahlen

#8

Beitrag von irrwisch » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:57

gulp hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:43
Nehmt halt Weizenflocken, dann könnt ihr euch den Kokolores sparen.
Hilft auch nur bedingt wenn man das 7 Korn Landbier brauen will und die 6 Korn Mischung schroten muss :puzz

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Re: rohen Weizen mahlen

#9

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 6. Juni 2019, 10:50

gulp hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:43
Nehmt halt Weizenflocken, dann könnt ihr euch den Kokolores sparen.

Gruß
Peter
Weizenflocken und Weizenrohfrucht sind aber zwei verschiedene Sachen. Nur Weizenrohfrucht bringt diese brotigen Aromen (sofern sie gewünscht sind).

Ein 15€ Corona/Porket Ersatz löst das Problem mit dem glasharten Weizen.
Einweichen bringt leider nichts, weil der Weizen so gummielastisch wird, dass er ungeschrotet durch die Mühle flutscht.
Das gilt auch für das Konditionieren einiger Karamelmalze. Caraaroma zum Beispiel, mit 2% Wasser für 2 Stunden konditioniert, fällt wie unberührt unten aus der Mühle wieder raus.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: rohen Weizen mahlen

#10

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 6. Juni 2019, 22:32

Brauwolf hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 10:50
gulp hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:43
Nehmt halt Weizenflocken, dann könnt ihr euch den Kokolores sparen.

Gruß
Peter
Weizenflocken und Weizenrohfrucht sind aber zwei verschiedene Sachen. Nur Weizenrohfrucht bringt diese brotigen Aromen (sofern sie gewünscht sind).

Ein 15€ Corona/Porket Ersatz löst das Problem mit dem glasharten Weizen.
Einweichen bringt leider nichts, weil der Weizen so gummielastisch wird, dass er ungeschrotet durch die Mühle flutscht.
Das gilt auch für das Konditionieren einiger Karamelmalze. Caraaroma zum Beispiel, mit 2% Wasser für 2 Stunden konditioniert, fällt wie unberührt unten aus der Mühle wieder raus.

Cheers, Ruthard
ja, das hab ich gemerkt mit dem Gummi-Weizen :)

danke für den Hinweis mit dem Caramelmalz. Werd ich drauf achten.
irrwisch hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:31
Zum schroten von Rohfrucht ist der billig Corona Klon aus China optimal.
Das zwirbelt der mühelos durch und man macht sich die teure Malzmühle nicht kaputt.

Hier nur ein exemplarischer Link:
https://www.ebay.de/itm/Mohnmuhle-Kornm ... SwM7lcmMn8

Gibts auch von diversen anderen Händler teilweise noch billiger
Ich hab für meine glaub nur 15 EUR bezahlt.
^Winner!

Perfekt! Danke. Die wollte ich eh kaufen, weil die Mohnmischung hier für Mohnkuchen zum K*tzen schmeckt und wenn ich rohen Mohn kaufe und nicht mahle und mit dem Milcheinweichtrick mache, schmeckt mein Mohnkuchen zum K....

Die Mühle wirds dann werden.
hyper472 hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:27
Für sowas würde ich meine Walzenquetsche nicht opfern wollen. Habe mir deshalb für 20€ einen Porkert-Clone besorgt.
Viele Grüße, Henning
Yup. In die Richtung werd ich das jetzt auch lösen.
Danke.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:06
Beim Schroten von Rohweizen mit der MattMill Klassik hat mein guter Makita Akkuschrauber ganz jämmerlich angefangen zu qualmen. Zum Glück heile geblieben.
Der Trick: Weizen im Rückwärtsgang schroten. Das schafft der Schrauber locker und die Weizenkörner werden zwischen Walze und Gehäuse gut zerdrückt.
Man kann den Rohweizen auch unters Malz mischen. Dann schrotet er problemlos mit durch. Allerdings hat man dann keine Chance ihn separat mehrfach zu schroten.
Ob die Monstermill das rückwärts besser macht...? Ich werd mal generell versuchen rückwärts zu mahlen und wohl zur Mohnmühle für 15 Euro (bei mir kostet die 29 Dollar) greifen.

Merci dir :)


Danke euch.

Was mich nur wundert, dass mein OG rausgekommen ist, wie geplant. Also irgendwas holt man ja trotzdem aus dem ungemahlenen Weizen raus.
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Re: rohen Weizen mahlen

#11

Beitrag von Hesse » Donnerstag 6. Juni 2019, 23:20

Ich habe auch die Monstermill und Weizenrohfrucht läuft durch, wenn ich die Körner bei laufender Mühle langsam einfülle.
Guten Sud

Henner
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Re: rohen Weizen mahlen

#12

Beitrag von Eowyn » Freitag 7. Juni 2019, 03:49

Hesse hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 23:20
Ich habe auch die Monstermill und Weizenrohfrucht läuft durch, wenn ich die Körner bei laufender Mühle langsam einfülle.
Trocken oder eingeweicht?

ich glaub nämlich mittlerweile, dass mein Einweichen das verursacht hat und dass die evtl. durchgegangen wären, wenn ich das unterlassen hätte. (?)

PS.
Würze von beiden Bieren schmeckt wie sie sollte und OG auch getroffen (allerdings mit 4.8 gal und 4 gal anstatt jeweils 5 die in die Gärung gegangen sind.)

Ich geh mal davon aus, dass beide Biere anständige Weizenbiere werden.
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Re: rohen Weizen mahlen

#13

Beitrag von gerold » Freitag 7. Juni 2019, 06:26

Hi

Ich hab ehe ich mit eine Matt mill Student gekauft habe in der brotmühle Schnitzel Grano geschrotet. Da geht ja auf jedenfall Rohfrucht.

Nur so als Idee.

Grüße Gerold
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Re: rohen Weizen mahlen

#14

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 7. Juni 2019, 10:24

Kann man für sowas nicht ganz normale Haushalts-Getreidemühlen verwenden? Auf gröbsten Mahlgrad sollte das doch funktionieren oder?
Gruß, Daniel

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Re: rohen Weizen mahlen

#15

Beitrag von skappler » Freitag 7. Juni 2019, 10:31

DevilsHole82 hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 10:24
Kann man für sowas nicht ganz normale Haushalts-Getreidemühlen verwenden? Auf gröbsten Mahlgrad sollte das doch funktionieren oder?
Hab ich schon gemacht und war bei 7% Schüttungsanteil gar kein Problem. Ließ sich nicht anders läutern als sonst auch.

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Re: rohen Weizen mahlen

#16

Beitrag von Kurt » Freitag 7. Juni 2019, 10:46

Ich habe mein Weizen für das Wit immer im Refomhaus geschrotet. Um eine gute Ausbeute zu erhalten muss der Weizen eher fein geschrotet werden. Die Komo-Mühle hatte allerdings ihre liebe Mühe mit dem Weizen. Am besten schrotet man die komplette Menge in mehreren Schritten.

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Re: rohen Weizen mahlen

#17

Beitrag von Kobi » Sonntag 9. Juni 2019, 11:07

skappler hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 10:31
DevilsHole82 hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 10:24
Kann man für sowas nicht ganz normale Haushalts-Getreidemühlen verwenden? Auf gröbsten Mahlgrad sollte das doch funktionieren oder?
Hab ich schon gemacht und war bei 7% Schüttungsanteil gar kein Problem. Ließ sich nicht anders läutern als sonst auch.
Moin,
auch über 50 % Weizen sind mit einer guten Getreidemühle kein Problem, das haben wir bei unserem Wit so gemacht und seitdem mehrfach auch mit anderen Rohfruchtschüttungen. Mit dem Corona-Klon, den wir noch als Zweitmühle haben, haben wir davor immer zwei Durchläufe, einen gröberen und ein einen feineren gemacht, aber das war schon Auswand. Meine Quetsche möchte ich mit dem Weizen nicht gefährden.
Viele Grüße
Andreas
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Re: rohen Weizen mahlen

#18

Beitrag von uli74 » Sonntag 9. Juni 2019, 12:51

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 08:06

Der Trick: Weizen im Rückwärtsgang schroten. Das schafft der Schrauber locker und die Weizenkörner werden zwischen Walze und Gehäuse gut zerdrückt.
Woraus besteht das Gehäuse? Alu?

Sehr lange wirst Du am Schroten im Rückwärtsgang keinen Spass haben
Gruss

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Re: rohen Weizen mahlen

#19

Beitrag von Matthias H » Sonntag 9. Juni 2019, 22:37

Hallo,
im Zuge meiner Entwicklungen habe ich natürlich auch Versuche mit Weizenrohfrucht gemacht.
Dabei kam heraus, dass Weizenrohfrucht gegenüber Pilsener Malz das ungefähr Dreieinhalbfache an Drehmoment beim Schroten benötigt.
Weizenrohfrucht ist hart und zudem zäh.
Gemälztes Getreide ist spröde und zerspringt.
Nb:
Das Antreiben in Linksrichtung, gegen den Uhrzeigersinn, ist ganz sicher nicht sinnvoll, da es zu zuvermeidendem Aluabrieb kommt, wenn jedes Korn an der Gehäusewand vorbeigequetscht wird.
Ein möglicher Weg wäre, in zwei Durchgängen zu schroten.
Eine Corona zu verwenden natürlich auch in dem Fall.

PS:
In Hinsicht auf leichte Antreibbarkeit auch bei Weizenrohfrucht habe ich die MattMill Master ausgelegt.
Auch mit Motorantrieb und in feinster Einstellung, aus dem befüllten Stand heraus und/oder nach Unterbrechungen: Kein Problem.
Viele Grüße
Matthias H

Was lange gärt, wird endlich gut.
Erfinder u. Entwickler des Läuterhexensystems
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(Service und Fragen zur MattMill bitte nur per Mail)

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Re: rohen Weizen mahlen

#20

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Mittwoch 30. Oktober 2019, 20:56

Brauwolf hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 10:50
Ein 15€ Corona/Porket Ersatz löst das Problem mit dem glasharten Weizen.
Einweichen bringt leider nichts, weil der Weizen so gummielastisch wird, dass er ungeschrotet durch die Mühle flutscht.
Das gilt auch für das Konditionieren einiger Karamelmalze. Caraaroma zum Beispiel, mit 2% Wasser für 2 Stunden konditioniert, fällt wie unberührt unten aus der Mühle wieder raus.
Gilt das nur für bestimmte Cara-Malze oder allgemein für alle Cara-Malze? Wenn nur für bestimmte: für welche?

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Re: rohen Weizen mahlen

#21

Beitrag von reib » Donnerstag 31. Oktober 2019, 09:10

Weizenschrot kann man auch fertig kaufen.

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Re: rohen Weizen mahlen

#22

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 31. Oktober 2019, 13:55

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Mittwoch 30. Oktober 2019, 20:56
Brauwolf hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 10:50
Ein 15€ Corona/Porket Ersatz löst das Problem mit dem glasharten Weizen.
Einweichen bringt leider nichts, weil der Weizen so gummielastisch wird, dass er ungeschrotet durch die Mühle flutscht.
Das gilt auch für das Konditionieren einiger Karamelmalze. Caraaroma zum Beispiel, mit 2% Wasser für 2 Stunden konditioniert, fällt wie unberührt unten aus der Mühle wieder raus.
Gilt das nur für bestimmte Cara-Malze oder allgemein für alle Cara-Malze? Wenn nur für bestimmte: für welche?
Kann ich nicht sagen, ich habe das bei verschiedenen Karemellmalzen festgestellt, bei Caraaroma ist mir das besonders extrem aufgefallen. Ich konditioniere deshalb Karamellmalze nicht mehr grundsätzlich, bei dem überschaubaren Schüttungsanteil ist das verkraftbar. Weizenmalz hingegen konditioniere ich immer, obwohl es da keine Spelzen zu retten gibt. Den Unterschied merkt man am Geräusch der motorgetriebenen Mühle, die es dann mit längerer Lebensdauer danken wird. Bei der handgetriebenen erspürt sich der Unterschied im Oberarm. Weizenrohfrucht wird mit der Corona geraspelt, auch dafür wird die andere Mühle dankbar sein. 15€ sind eine nützliche Investition und mit ein paar Modifikationen aus dem 3D-Drucker lassen sich die Dinger auch ohne nachfolgende Reinigungsorgien einsetzen:

coro_20191031_13_08_22_Pro (2)(5).jpg
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Cheers, Ruthard
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Re: rohen Weizen mahlen

#23

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Donnerstag 31. Oktober 2019, 14:25

Danke für die Zusammenfassung, Ruthard!

Das Tuning der Corona ist auch eine gute Idee!

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